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Die
Erfindung betrifft einen Lichtverteilvorsatz für einen Stufenlinsenscheinwerfer,
mit einem lichtdichten Korpus mit einer spiegelnden Innenoberfläche, welcher
Korpus eine Lichteintrittsöffnung
mit zugeordneter Anschlusseinrichtung zum Verbinden mit dem Stufenlinsenscheinwerfer
und einen an der der Lichteintrittsöffnung gegenüberliegenden
Seite vorgesehenen Frontdiffusor aus lichtdurchlässigem Material aufweist.
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Bei
Foto- und Filmaufnahmen spielt die Ausleuchtung des aufzunehmenden
Objekts eine mit unter entscheidende Rolle. Durch die Beleuchtung
ist es möglich,
unterschiedliche Helligkeitsverteilungen innerhalb der aufzunehmenden
Szene oder Darstellung zu erzeugen, wodurch sich beispielsweise
Objekte unterschiedlich stark herausstellen lassen oder unterschiedliche
Stimmungen erzeugt werden können
etc. Vor allem in der Modefotografie, bei der es in der Regel darum
geht, Bekleidungsstücke
so natürlich
wie möglich
darzustellen, kommt der Beleuchtung eine zentrale Aufgabe zu. Zur
Darstellung und Hervorhebung der Farben und Mustern oder Strukturen
der zu fotografierenden Stoffe eignet sich natürliches Sonnenlicht am besten,
da es ein relativ hartes Licht ist, das die Farben, Muster, Strukturen
etc. sehr vorteilhaft zum Ausdruck bringt. Um in Foto-, Film- oder
Fernsehstudios eine ähnliche
Beleuchtung zu erreichen, wurden Stufenlinsenscheinwerfer (auch Fresnelscheinwerfer
oder Fresnelspots genannt) entwickelt, bei denen es sich um Beleuchtungsgeräte handelt,
die dazu dienen, in geschlossenen Räumen ein dem Sonnenlicht nachempfundenes
gerichtetes, hartes Licht zu erzeugen. Mit einem solchen Stufenlinsenscheinwerfer
ist es möglich,
ein Objekt oder eine Person unmittelbar und gerichtet mit dem harten Licht
zu beleuchten. Nachteilig dabei ist aber, dass diese gerichtete
Beleuchtung zu harten Schlagschatten führt, die Umgebung ist gegenüber dem
hell erleuchteten Objekt sehr dunkel. Insbesondere infolge der außerordentlich
harten Schattenbildung ist es nun für Foto- oder Filmaufnahmen
erforderlich, dieses Licht aufwendig zu manipulieren, was durch
Verwendung weiterer Lichtquellen, die die Umgebung ausleuchten etc.,
erfolgt. Die Einrichtung der gesamten Beleuchtung für die Bildaufnahme
ist sehr zeitaufwendig und bedarf einer Vielzahl separater Beleuchtungseinrichtungen.
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Die
aufwendige Lichtmanipulation soll insbesondere im Bereich der Modefotografie
(gleiches gilt aber auch für
andere Fotografie- oder Filmbereiche) ein Licht erzeugen, das zwar
zentral auf die Person gerichtet das harte, dem Sonnenlicht nachempfundene
Licht umfasst, jedoch sanft zur Umgebung hin verläuft, so
dass eine harte Schlagschattenbildung vermieden beziehungsweise
weitgehend gedämpft
wird und sich insgesamt ein Licht relativ hoher Brillanz bei noch
mäßiger Schattenwirkung
einstellt. Das erzeugte Licht soll einem Sonneneinfall einer soeben
aufreißenden
dünnen
Wolkendecke ähnlich
sein, bei dem das Sonnenlicht durch die aufgerissene Wolkendecke
gerichtet und hart einfällt,
gleichwohl jedoch zur Seite verlaufend durch die noch vorhandenen
Restwolken deutlich gedämpft
und sanft verlaufend ist.
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Zur
Beeinflussung des von einem Scheinwerfer abgegebenen Lichts ist
es bekannt, einen Lichtverteilvorsatz vor dem Scheinwerfer zu installieren.
Ein solcher Lichtverteilvorsatz besteht aus einem lichtdichten Korpus,
der nach Art einer Glocke oder ähnlichem
geformt ist und an seiner Innenseite eine spiegelnde Innenoberfläche aufweist,
z.B. durch einen aufgedampften Silberbelag oder eine eingelegte
Spiegelfolie oder dergleichen. An der rückwärtigen, zum Scheinwerfer hinweisenden
Seite ist eine Lichteintrittsöffnung
mit zugeordneter Anschlusseinrichtung vorgesehen, über die
der Lichtverteilvorsatz direkt auf den Scheinwerfer aufgesetzt werden
kann. An der Vorderseite ist der Korpus über einen Frontdiffusor aus
lichtdurchlässigem
Material, in der Regel einer Stoffbahn, geschlossen. Über einen
solchen Lichtverteilvorsatz kann das vom Scheinwerfer eingestrahlte
Licht über
den Frontdiffusor in seiner Gesamtheit gedämpft werden. In Verbindung
mit einem Stufenlinsenscheinwerfer wird damit das erzeugte, nachempfundene
Sonnenlicht ebenfalls vollständig geschwächt, so
dass die Lichtbrillanz verloren geht und das Licht dem natürlichen
Licht ähnelt,
das bei vollständiger
Bewölkung
gegeben ist.
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Aus
DE 200 16 302 U1 ist
ein Scheinwerfer mit einer Frontlinse, einem Lichtverteilvorsatz,
einer Lichteintrittsöffnung
mit zugeordneter Anschlusseinrichtung zum Verbinden mit dem Scheinwerfer
und einem an der Lichteinsatzöffnung
gegenüberliegende
Seite vorgesehenen Frontdiffusor aus lichtdurchlässigem Material bekannt. Ferner
ist aus
DE 101 13 385
C1 ein Stufenlinsenscheinwerfer mit einem einstellbaren Öffnungswinkel
des austretenden Lichts bekannt, umfassend einen ellipsoiden Reflektor,
eine Lampe und mindestens eine Stufenlinse, wobei der Abstand zwischen
der Stufenlinse und dem Reflektor zu dem Abstand zwischen der Lampe
und dem Reflektor nach Maßgabe
des einzustellenden Öffnungswinkels
des austretenden Lichtbündels
in einer definierten geometrischen Abhängigkeit steht.
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Der
Erfindung liegt das Problem zugrunde, einen Lichtverteilvorsatz
anzugeben, der eine Lichtformung des von einem Stufenlinsenscheinwerfer
erzeugten Lichts derart ermöglicht,
dass das Licht in seiner originären
Brillanz weitgehend erhalten bleibt, jedoch zur Vermeidung der eingangs
beschriebenen harten Schattenbildung bereichsweise abgeschwächt ist.
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Zur
Lösung
dieses Problems ist bei einem Lichtverteilvorsatz der eingangs genannten
Art erfindungsgemäß vorgesehen,
dass der Lichteintrittsöffnung
ein Lichtverteiler nachgeordnet ist, der einen Teil des eintretenden
Lichts durchlässt
und den anderen Teil an die Innenseite des Korpus reflektiert, und dass
der Frontdiffusor eine das den Lichtverteiler transmittierende Licht
durchlassende Öffnung
aufweist.
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Das
zentrale Element des erfindungsgemäßen Lichtverteilvorsatzes ist
der der Lichteintrittsöffnung
nachgeschaltete Lichtverteiler. Dieser ist teils transparent, teils
wirkt er reflektierend. Aufgrund seiner transparenten Eigenschaft
wird ein beachtlicher Anteil des eingestrahlten, gerichteten und
harten Lichts durchgelassen, während
der übrige
Teil an die spiegelnde Innenoberfläche des Korpus reflektiert wird.
Weiterhin ist der Frontdiffusor mit einer Öffnung versehen, die derart
bemessen und positioniert ist, dass der wesentliche oder gesamte
Lichtanteil, der den Lichtverteiler unmittelbar durchstrahlt hat,
ungeschwächt
passiert. Dem gegenüber
trifft der wesentliche oder gesamte von der Innenoberfläche reflektierte
Lichtanteil des eingestrahlten Sonnenlichts auf die die Öffnung umgebenden
Bereiche des Frontdiffusors, was dazu führt, dass dieser Lichtanteil
aufgrund der schwächenden
Eigenschaften des Frontdiffusor abgeschwächt wird. Gegebenenfalls tritt
ein gewisser Anteil des von der Innenoberfläche reflektierten Lichts als
hartes Reflexionslicht ebenfalls durch die Öffnung. Insgesamt ergibt sich
somit eine Lichtverteilung, bei der im Zentrum ein durch den Lichtverteiler
leicht abgeschwächtes,
jedoch gerichtetes, hartes Licht gegeben ist, das zur Seite hin
gegebenenfalls durch reflektiertes und nicht durch den Frontdiffusor
geschwächtes
Licht, und weiterhin in jedem Fall durch weiches, stark durch den
Frontdiffusor gestreutes Licht ergänzt wird. Der Lichtverlauf zeigt
also das ursprünglich über den
Stufenlinsenscheinwerfer erzeugte, gerichtete und harte „Sonnenlicht", das zur Seite hin
aufgrund der erfindungsgemäßen Ausbildung
des Vorsatzes abgeschwächt und
weicher gemacht wird. Es bleibt somit im mittleren Bereich die hohe
Brillanz des originär
erzeugten Lichts erhalten, während
sich eine weiche Umgebungsausleuchtung über den Frontdiffusor erreichen lässt. Die
harte Schlagschattenbildung wird damit weitgehend vermieden, da
auch die Umgebung ausgeleuchtet wird und sich insgesamt eine Lichtumformung
erreichen lässt,
wie sie sich im Stand der Technik nur unter Verwendung zusätzlicher
Lichtquellen erzielen lässt.
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Der
Lichtverteiler selbst kann nach einer ersten Erfindungsausgestaltung
aus textilem Material sein. Dieses muss neutral, also weiß sein,
so dass es zu keinem Farbeintrag in das eingestrahlte Scheinwerferlicht
kommt. Selbstverständlich
besteht aber auch die Möglichkeit,
ein eingefärbtes
textiles Material zu verwenden, um dem letztendlich abgegebenen Licht
eine Farbkomponente zu geben, es beispielsweise durch Verwendung
von Gelb- oder Rottönen etwas
wärmer
zu machen etc. Alternativ zur Verwendung eines Lichtverteilers aus
textilem Material kann ein solcher auch aus Kunststoff sein, wobei
auch hier ein neutraler oder eingefärbter Kunststoff verwendet werden
kann. Wichtig ist in jedem Fall, dass der verwendete Lichtverteiler
eine ausreichende Lichtmenge durchlässt, gleichermaßen aber
auch eine ausreichende Lichtmenge reflektiert. Schließlich besteht auch
die Möglichkeit,
den Lichtverteiler aus Glas, z.B. Milchglas zu bilden.
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Besonders
zweckmäßig ist
es, wenn die Form des Lichtverteilers zumindest teilweise der Form
der benachbarten Wände
des Korpus entspricht. Hierdurch wird sichergestellt, dass – auf Basis
der aus der Optik bekannten Reflexionsgrundsätze – der reflektierte Lichtanteil
auch im Wesentlichen dahin bezogen auf den Frontdiffusor über den
Lichtverteiler sowie die spiegelnde Innenoberfläche reflektiert wird, wo er
zur Erzeugung der weichen Übergänge auch
benötigt
wird. Lichtverteiler und Korpus stehen also im Wesentlichen parallel
zueinander, soweit dies bei einem aus textilem Material bestehenden
Korpus und/oder Lichtverteiler realisierbar ist.
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Hinsichtlich
der Form des Lichtverteilers sind unterschiedliche Möglichkeiten,
ausgehend von der Korpusform, denkbar. Nach einer ersten Erfindungsausgestaltung
kann der Korpus zumindest im Bereich des Lichtverteilers vorzugsweise
vier im Wesentlichen ebene Flächen
oder gewölbte,
aneinander anschließende
Flächen
aufweisen, wobei auch der Lichtverteiler entsprechend vorzugsweise
vier im Wesentlichen ebene oder gewölbte, aneinander anschließende Flächenabschnitte
aufweist. Alternativ dazu ist es auch denkbar, dass der Korpus zumindest im
Bereich des Lichtverteilers im Wesentlichen kugelschichtartig gerundet
und der Lichtverteiler entsprechend kugelabschnittsartig gewölbt ausgebildet
ist.
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Zweckmäßigerweise
wird die Größe des Lichtverteilers
derart gewählt,
dass das gesamte vom Stufenlinsenscheinwerfer in den Korpus eingestrahlte
Licht zunächst
auf den Lichtverteiler trifft. Nachdem die Größe beziehungsweise der Durchmesser des
eingestrahlten Lichtkegels von der Größe der unmittelbar am vorderen
Ende des Scheinwerfers angeordneten Fresnellinse abhängt, ist
also die Größe des Lichtverteilers
letztlich abhängig
von der Größe der Fresnellinse
gewählt.
In jedem Fall muss sichergestellt werden, dass kein Licht am Lichtverteiler
vorbeigeht.
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Die Öffnung im
Frontdiffusor sollte kreisrund sein, da in der Regel ebenfalls runde
Fresnellinsen verwendet werden und sich mithin ein runder, vom Stufenlinsenscheinwerfer
gegebener Lichtkegel ergibt. Dabei sollte der Durchmesser der Öffnung abhängig vom
Abstand zu der scheinwerferseitig vorgesehenen Fresnellinse gewählt sein
und sich zweckmäßigerweise
im Wesentlichen aus dem Abstand zur Fresnellinse und einem ausgehend
von der Mitte der Linse sich öffnenden
gedachten Kegel mit einem Öffnungswinkel
von 20° bis
35°, insbesondere
von 22,5° bis
30° ergeben.
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Weitere
Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus
den im Folgenden beschriebenen Ausführungsbeispielen sowie anhand der
Zeichnung. Dabei zeigen:
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1 eine Prinzipdarstellung
eines erfindungsgemäßen Lichtverteilvorsatzes
an einem Stufenlinsenscheinwerfer,
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2 eine Prinzipdarstellung
der sich ergebenden Lichtverteilung, und
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3 eine Perspektivansicht
eines erfindungsgemäßen viereckigen
Lichtverteilvorsatzes.
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1 zeigt einen erfindungsgemäßen Lichtverteilvorsatz 1,
der in Fachkreisen auch „Softbox" genannt wird. Er
besteht aus einem Korpus 2 aus lichtundurchlässigem Material,
in der Regel einem Kunststoff oder schwarzem Textil, wobei der Korpus über nur
prinzipiell in 1 angedeutete
Glasfaser- oder Federstahlstäbe 3 aufgespannt
wird. Je nachdem, welche Form der Lichtverteilvorsatz 1 hat,
sind entsprechend viele derartige Stäbe 3 vorhanden. Die Stäbe 3 sind
am zum Stufenlichtscheinwerfer 4 weisenden Ende des Lichtverteilvorsatzes 1 in
einem Anschlussring 5, über
den der Lichtverteilvorsatz 1 mit dem Stufenlichtscheinwerfer 4 gekoppelt
wird, gehaltert, anderenends sind sie in nicht mehr gezeigter Weise
am Material des Korpus 2 befestigt.
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Wie
beschrieben ist am zum Scheinwerfer weisenden Ende des Lichtverteilvorsatzes 1 ein
Metallanschlussring 5 vorgesehen, der gleichzeitig eine Lichteintrittsöffnung 6 definiert, über die
das vom Stufenlichtscheinwerfer 4 eingestrahlte Licht in
den Lichtverteilvorsatz 1 eintritt. An der gegenüberliegenden
Seite des Lichtverteilvorsatzes 1 ist ein Frontdiffusor 7 vorgesehen,
der aus einem lichtdurchlässigen
Material besteht, in der Regel handelt es sich um ein teillichtdurchlässiges Textil
oder einen teillichtdurchlässigen
Kunststoff.
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Der
Stufenlichtscheinwerfer 4 selbst besteht zum einen aus
einer Lichtquelle 8, gefolgt von einem in seiner Position
zur Lichtquelle veränderbaren Hohlspiegel 9.
Das hierüber
erzeugte reflektierte Licht wird auf eine Fresnellinse 10 gestrahlt,
die im Wesentlichen unmittelbar am vorderen Scheinwerferende angeordnet
ist. Von der Fresnellinse 10 aus wird das Licht abgegeben
und in den Lichtverteilvorsatz 1 eingestrahlt.
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Im
Lichtverteilvorsatz 1 ist der Lichteintrittsöffnung 6 nachgeschaltet
ein Lichtverteiler 11 angeordnet, der aus teillichtdurchlässigem Material,
vornehmlich einem weißen
Textil, besteht. Er ist so bemessen, dass das gesamte über die
Fresnellinse 10 eingestrahlte Licht zunächst auf ihn trifft, das heißt, seine
effektive Breite entspricht mindestens der Breite des eingestrahlten
Lichtkegels. Der Lichtverteiler 11 ist wie beschrieben
teillichtdurchlässig,
das heißt, ein
Teil des eingestrahlten Lichtes tritt durch ihn unmittelbar und
im Wesentlichen ungestreut hindurch, während ein anderer Teil reflektiert
wird. Das Verhältnis
Transmission : Reflexion beträgt
z.B. 60 : 40, das heißt
60 % des eingestrahlten Lichts treten unmittelbar durch den Lichtverteiler
durch, während
40 % reflektiert werden. Die Transmissions- beziehungsweise Reflexionseigenschaften
können
aber auch je nach Einsatzzweck anders gewählt sein.
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Ersichtlich
entspricht die Form des Lichtverteilers 11 zumindest in
dem Bereich, in dem das eingeführte
Licht direkt auf ihn trifft im Wesentlichen der Form der benachbarten
Flächen 12 des
Korpus 2. Zumeist setzt sich der Korpus in diesem Bereich
aus vier aneinander angrenzenden Flächen zusammen. Auch der Lichtverteiler
ist entsprechend angeordnet beziehungsweise ausgebildet, er weist
im vom eingestrahlten Licht beleuchteten Bereich im Wesentlichen vier
separate Flächenabschnitte
auf, hat also eine pyramidenähnliche
Form. Daneben ist es natürlich auch
denkbar, sollte es sich bei dem Lichtverteilvorsatz 1 um
einen runden Vorsatz handeln, dass er eine im Wesentlichen kappen-
oder kugelabschnittsartige Form im beleuchteten Bereich besitzt,
während
der Korpus 2 in diesem Bereich kugelabschnittsartig rundlich
ausgeführt
ist. Der Abstand des Lichtverteiler 11 zur Fresnellinse 10 richtet
sich wie beschrieben nach der Größe der Fresnellinse, über die letztlich
die Größe des Lichtkegels
definiert wird.
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Wird
nun Licht in den derart ausgeführten Lichtverteilvorsatz 1 eingestrahlt,
so tritt wie beschrieben ein erster Lichtanteil L1 durch
den Lichtverteiler etwas abgeschwächt, jedoch nach wie vor gerichtet
und mit nur leichter Streuung in Richtung des Frontdiffusors 7.
Der Frontdiffusor weist eine mittige zentrale und kreisrunde Öffnung 13 auf,
durch die dieses gerichtete Licht hindurchtritt, das heißt dieser Lichtanteil
L1 wird durch den Frontdiffusor nicht weiter beeinflusst.
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Ersichtlich
wird am Lichtverteiler auch ein gewisser Anteil der eingestrahlten
Lichtes reflektiert. Aufgrund der im Wesentlichen parallelen Anordnung der
beleuchteten Fläche
des Lichtverteilers zu den Flächen 12 des
Korpus 2 wird dieser Lichtanteil auf die spiegelnde Innenoberfläche 14 des
Korpus 2 reflektiert, von wo aus das Licht den üblichen
Reflexiongesetzen folgend erneut reflektiert wird. Das Licht wird
mit einem Lichtanteil L2 zum Frontdiffusor 7 hin reflektiert,
wobei dieser Lichtanteil L2 der Anteil ist, der
am Lichtverteiler 11 vorbei reflektiert wird, und noch
durch die Öffnung 13 des
Frontdiffusors 7 hindurchtritt. Dieser Lichtanteil L2 ergänzt
also seitlich den Lichtanteil L1 beziehungsweise
wird diesem, soweit der Lichtanteil L1 etwas
gestreut ist, auch teilweise überlagert
beziehungsweise zugemischt.
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Der
Lichtanteil L3 wird von der spiegelnden Innenoberfläche – die versilbert
oder mit einer reflektierenden Silberfolie kaschiert sein kann – auf den Frontdiffusor 7 reflektiert,
wo er entsprechend der Streu- und Schwächungseigenschaften des Frontdiffusors 7 stark
gestreut wird. Hier ergibt sich ein weicher Lichtanteil, im Gegensatz
zu dem harten und gerichteten Licht, wie es durch die Lichtanteile
L1 und L2 gegeben
ist. Insgesamt ergibt sich ausgehend von dem harten, gerichteten
und nur leicht abgeschwächten
Licht in der Mitte (das im Wesentlichen dem ursprünglich erzeugten,
nachempfundenen Sonnenlicht entspricht) ein über das vom Lichtanteil L2 gebildete harte Reflexionslicht (das dem
mittigen Licht ähnlich
ist) zum Randbereich, in dem das weiche, stark gestreute Licht ausleuchtet,
ein weicher, sanft verlaufender Übergang.
Hierdurch wird ermöglicht, ein
Objekt über
das zentrale Licht mit dem die hohe Lichtbrillanz aufweisenden „Sonnenlicht" zu beleuchten, gleichzeitig
aber auch den Lichtverlauf abgeschwächt zur Seite hin zu formen,
so dass sich eine angenehme, weiche und diffuse Umgebungsausleuchtung
mit einem weichen Übergang
erzielen lässt.
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2 zeigt in Form einer Prinzipdarstellung die
Wirkung des erfindungsgemäßen Lichtverteilvorsatzes
sowie das Zusammenwirken der einzelnen Lichtteile. Gezeigt ist der
zentrale, gerichtete Lichtanteil L1 des
harten Lichts, dem sich der harte, unmittelbar durch die Frontdiffusoröffnung 13 reflektierte Lichtanteil
L2 anschließt, dem wiederum der weiche, stark
gestreute Lichtanteil L3 folgt. Ersichtlich überlagern
und mischen sich die drei Lichtteile etwas, das heißt, sie
können
zwangsläufig
nicht scharf gegeneinander abgegrenzt werden, was der Erzeugung
der weichen Übergänge zugänglich ist.
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3 zeigt in Form einer Prinzipdarstellung den
erfindungsgemäßen Lichtverteilvorsatz 1 mit Blick
auf den Frontdiffusor 7. Ersichtlich ist zum einen die
viereckige Grundform, das heißt,
der Frontdiffusor ist ebenfalls im Wesentlichen viereckig, hat jedoch
in der Mitte die zentrale kreisrunde Durchtrittsöffnung 13. Durch diese
erkennbar ist der Lichtverteiler 11, der im mittigen, beleuchteten
Bereich im Wesentlichen pyramiden- oder kegelartig angeordnet ist und
zweckmäßigerweise über geeignete
Halter, die nicht näher
dargestellt sind, an den Streben 3 über die der Korpus 2 aufgespannt
ist, gehaltert ist. Gestrichelt dargestellt ist im Übrigen die
scheinwerferseitig angeordnete Fresnellinse 10, die hinter
dem Lichtverteiler 11 liegt.
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Aus 1 ist der geometrische Zusammenhang
zwischen dem Durchmesser der Öffnung 13 und
dem Abstand zur Fresnellinse 10 zu erkennen. Ausgehend
von der Mitte der Fresnellinse 10 bestimmt sich der Rand
der Öffnung 13 beziehungsweise
ihr Durchmesser anhand eines gedachten Kegels 15, der sich
mit einem Winkel α zwischen
22,5° bis 30° öffnet.
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Während als
lokaler Bezug für
die Bestimmung der Dimension der Öffnung 13 die Fresnellinse 10 gewählt ist,
kann gleichermaßen
aber auch die Ebene der Lichteintrittsöffnung, also die Ebene, die über den
Metallanschlussring 5 gebildet wird, gewählt werden,
da normalerweise in dieser Ebene nach der Montage des Lichtverteilvorsatzes 1 auf
einen Stufenlichtscheinwerfer 4 die Fresnellinse 10 liegt.
Das heißt,
letztlich ist die Größe der Öffnung 13 abhängig von
der Bauhöhe
des Lichtverteilvorsatzes 1, also vom Abstand der Ebene
des Frontdiffusors 7 zur Ebene der Lichtverteilöffnung 6 und
dem sich aus der Mitte der Öffnung
herausöffnenden
gedachten Kegel. Daneben richtet sich auch letztlich die Größe des Lichtverteilers 11 nach
der Größe der Öffnung 6, die
aber ihrerseits von der Fresnellinse 10 nach der scheinwerferseitigen
Montage vollständig
ausgefüllt wird.
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Während 3 eine quadratische Bauform zeigt,
ist es auch denkbar, den Lichtverteilvorsatz auch viereckig auszubilden,
auch eine sechs- oder achteckige Grundform ist möglich, wie auch eine runde
Bauform.
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Insgesamt
lässt der
erfindungsgemäße Lichtverteilvorsatz
eine schnelle und einfache Lichtformung des von einem Stufenlichtscheinwerfer
erzeugten, einem Sonnenlicht nachempfundenen Licht derart zu, dass
zum einen das von dem Stufenlichtscheinwerfer erzeugte, harte, gerichtete
Licht erhalten bleibt, gleichzeitig jedoch ein gewisser Anteil in weiches,
ungerichtetes Licht aufgesplittet wird, während das ursprünglich erzeugte
Licht nur unwesentlich abgeschwächt
wird.