DE102738C - - Google Patents
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- DE102738C DE102738C DENDAT102738D DE102738DA DE102738C DE 102738 C DE102738 C DE 102738C DE NDAT102738 D DENDAT102738 D DE NDAT102738D DE 102738D A DE102738D A DE 102738DA DE 102738 C DE102738 C DE 102738C
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Classifications
-
- D—TEXTILES; PAPER
- D21—PAPER-MAKING; PRODUCTION OF CELLULOSE
- D21D—TREATMENT OF THE MATERIALS BEFORE PASSING TO THE PAPER-MAKING MACHINE
- D21D5/00—Purification of the pulp suspension by mechanical means; Apparatus therefor
- D21D5/28—Tanks for storing or agitating pulp
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- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Paper (AREA)
Description
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KAISERLICHES
K PATENTAMT
Die bisher gebräuchlichen Rundsieb-Papiermaschinen haben besonders bei der Verarbeitung
minderwerthigen Materials den Nachtheil, dafs in dem erzeugten Papier die Fasern ungleichmäfsig
vertheilt und verfilzt und auch in höherem Mafse parallel der Längsrichtung der Papierbahn angeordnet sind, als dies bei
Langsieb-Papiermaschinen der Fall ist. Letzterer Umstand äufsert sich in einer geringen
Zerreifsfestigkeit des Papiers in der Querrichtung, ersterer in ungleichmäfsiger Dicke und
ungleichmäfsiger Annahme von Farbstoffen.
Nach vorliegender Erfindung werden diese Uebelstände dadurch beseitigt, dafs nahe der
'Umfläche des Siebcylinders, und zwar nahe der Stelle, wo diese bei der Drehung des Cylinders
aus der Papiermasse auftaucht, eine Rühr- oder Schüttelvorrichtung angeordnet ist,
welche die den Papierstoff führende Flüssigkeit an der Umfläche des Siebcylinders in eine
in der Drehungsrichtung und in umgekehrter Richtung hin - und hergehende starke Bewegung
versetzt. Dadurch werden die Stofffasern verhindert, sich unregelmäfsig auf dem Siebcylinder
abzulagern.
Fig. ι zeigt in Seitenansicht eine mit einer derartigen Einrichtung ausgerüstete Rundsieb-Papiermaschine,
soweit sie hier in Betracht kommt.
Fig. 2 ist ein senkrechter Längsschnitt durch den Siebcylindertrog mit theilweise in Ansicht
dargestelltem Siebcylinder.
Fig. 3 zeigt die Schüttelvorrichtung in theilweiser Vorderansicht und Fig. 4 in Seitenansicht.
Fig. 5 ist ein zur Bewegung der Schüttelvorrichtung dienendes Excenter nebst zugehörigem
Gabelstück.
Der Siebcylinder A ist im Trog B angeordnet, an welchem seitwärts der Einlaufkasten
C angegossen ist. In diesen Trog ist ein concentrisch zum Siebcylinder A halbcylindrisch
gebogenes Leitblech D eingebaut, welches den aus dem Einlaufkasten C bei c in
den Trog B überlaufenden Papierstoff nach der entgegengesetzten Seite des Troges leitet,
von wo er über die Kante b des Leitbleches D hinweg in den Zwischenraum zwischen dem
Leitblech D und dem Siebcylinder A gelangt und sich an der Umfläche des Siebcylinders
ablagert.
Der Siebcylinder A, aus dessen Innerem fortwährend Wasser abgeführt wird, so dafs
der Flüssigkeitsspiegel im Innern des Cylinders stets niedriger steht als im Trog B, dreht sich
im Sinne des Pfeiles.
An der Stelle, wo die Umfläche des Siebcylinders aus der Flüssigkeit heraustaucht, und
dies ist der Gegenstand der Erfindung, ist oberhalb der Kante b des Leitbleches D, über
welche der Stoff in den Zwischenraum zwischen Leitblech und Siebcylinder Uberflielst,
eine Rühr- oder Schüttelvorrichtung angeordnet. Diese Rühr- oder Schüttelvorrichtung besteht
aus mehreren waagrecht über einander angeordneten Leisten Z aus Blech oder anderem
Material, deren gerade der Umfläche des Siebcylinders A zugewendeten Kanten in einem
geringen Abstand parallel zu derselben ver-
laufen. Diese Leisten sind durch einen gemeinschaftlichen Träger t zu einer Art Rechen
vereinigt, welcher an seinen Enden zu beiden Seiten des Troges an zwei Stangen s aufgehängt
ist. Die Stangen s sind an Tragböcken E, welche an den beiden Seitenwä'nden
des Troges befestigt sind, in je zwei Führungsbüchsen f 1J'2 senkrecht geführt. Zwischen
diesen beiden Führungsbüchsen ist auf jeder der Stangen s ein Gabelstück g mittelst
Klemmschraube k einstellbar befestigt.
Zwischen den beiden senkrecht über einander angeordneten parallelen Enden jedes der
Gabelstücke g ist je ein Excenter e angeordnet. Diese Excenter e sitzen auf einer gemeinschaftlichen,
quer über den Trog hinweggehenden Welle jv, welche an den beiden Tragböcken F
gelagert ist. Auf die Welle w ist an deren einem Ende eine Riemscheibe r aufgekeilt,
welche in beliebiger Weise mit grofser Geschwindigkeit angetrieben wird. Durch die
Drehung der Welle n> wird der von den Leisten / gebildete Schüttelrechen sehr schnell
auf- und abbewegt und ruft hierdurch nahe dem Siebcylindermantel, während sich Papierstoff
abgelagert, heftige Wirbelbewegungen der den Papierstoff enthaltenden Flüssigkeit hervor,
durch welche erfahrungsgemäfs eine aufserordentlich gleichmäfsige Vertheilung und Verfilzung
des abgelagerten Papierstoffes erzielt wird.
Der Stoff und die einzelnen mit einem Ende am Siebcylinder bereits anhaftenden Fasern
desselben bewegen sich einmal in der Umdrehungsrichtung des Cylinders, aber schneller
wie der Cylinder, und einmal in der hierzu entgegengesetzten Richtung, in welchem letzteren
Falle die Bewegungsdifferenz zwischen Cyündermantel und Stofftheilchen eine noch
gröfsere ist als im ersteren Falle. Hierbei lagern sich eine Anzahl Stofftheilchen parallel
zur Drehungsrichtung ab, das ist auch durchaus nothwendig, denn wenn sich sämmtliche
Fasern in der künstlich erzeugten neuen Richtung lagern würden, so hätte man wieder
fehlerhaft verfilztes Papier. Eine andere Anzahl Fasern wird aber von dem Stoffstrom,
sei es, dafs er von oben oder unten spült, quergelegt, und diejenigen Fasern, welche gerade
parallel mit der Achse des Cylinders liegen, saugen sich naturgemäfs in ihrer ganzen
Länge an den Cylinder an und werden so nicht an einem Punkt fixirt, so dafs sie noch
in der Drehungsrichtung her umgezogen werden können, sondern an allen Punkten zugleich,
so dafs sie endgültig in der Querrichtung der Papierbahn festliegen. Dafs diese Fasern
nun gerade rechtwinklig zu den längs liegenden Fasern liegen, ist nicht nothwendig. Die
kleinen Abweichungen, die bei allen Fasern verschieden sind, ergeben eben die gute Verfilzung.
Man kann dem Rührer für die Aufeinanderfolge der einzelnen senkrechten Bewegungen jede
beliebige Geschwindigkeit geben; es werden stets genügend viel Fasern quergelegt werden
oder wenigstens in einer von der Umdrehungsrichtung des Cylinders abweichenden Richtung
gelagert werden können, um eine gute Verfilzung des Papiers zu erzielen.
Claims (2)
1. Stoffrührer für Rundsieb-rPapiermaschinen,
bestehend aus mehreren waagrecht über einander angeordneten Leisten (I), deren
der Siebcylinderfläche zugewendete gerade Kanten in einem geringen Abstande parallel
zu dieser Umfläche verlaufen, und welche in eine schnell auf- und abwärtsgehende
Bewegung versetzt werden.
2. Die Anordnung des Stoffrührers nach Anspruch ι bei einer Rundsieb-Papiermaschine
nahe der Stelle, wo der Siebcylinder beim Betrieb aus der Stoffmasse auftaucht.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE102738C true DE102738C (de) |
Family
ID=373302
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT102738D Active DE102738C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE102738C (de) |
-
0
- DE DENDAT102738D patent/DE102738C/de active Active
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