DE1024216B - Verfahren zum UEberziehen von Glasoberflaechen mit Metallen und dazu benoetigte Metallmischung - Google Patents

Verfahren zum UEberziehen von Glasoberflaechen mit Metallen und dazu benoetigte Metallmischung

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DE1024216B
DE1024216B DEO5146A DEO0005146A DE1024216B DE 1024216 B DE1024216 B DE 1024216B DE O5146 A DEO5146 A DE O5146A DE O0005146 A DEO0005146 A DE O0005146A DE 1024216 B DE1024216 B DE 1024216B
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Williard L Morgan
Harry B Whitehurst
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Owens Corning
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Owens Corning Fiberglas Corp
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    • C03C25/00Surface treatment of fibres or filaments made from glass, minerals or slags
    • C03C25/10Coating
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Description

DEUTSCHES
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Überziehen von in Film-, Faser- oder massiver Form vorliegendem Glas mit Metall und richtet sich insbesondere auf das Überziehen von Glasfasern im Zuge ihrer Herstellung oder bei erhöhten Temperaturen zur Schaffung von Fasern, Lunten, Garnen od. dgl. mit verbesserter Abriebfestigkeit.
Es hat sich gezeigt, daß man auf Glas durch Verwendung von Überzugszusammensetzungen mit mindestens einem Metall, welches einen zuerst auf das Glas niedergeschlagenen Dampf bildet und dann auf der Glasoberfläche zu Metalloxyd oxydiert ist, verbesserte Überzüge aus Metall oder Metallegierung aufbringen kann. Das den Metall- oder Metalloxyddampf liefernde Metall od. dgl. kann allein bei einer Temperatur verwendet werden, bei der es sich sowohl im Schmelzzustand befindet als auch gleichzeitig einen Metalldampf liefert. Vorzugsweise verwendet man es jedoch als Komponente eines Mehrkomponentensystems. Beispielsweise läßt sich eine Überzugszusammensetzung aus einem oder mehreren Metallen, von denen wenigstens eines einen höheren Dampfdruck als die anderen Metalle aufweist, leicht bei Arbeitstemperaturen oberhalb des Schmelzpunktes der Metallmischung aufbringen und sich derart eine Metalldampfatmosphäre herstellen. Verwendet man eine Zusammensetzung aus mehreren Metallen, dann ist es vorteilhaft, wenn wenigstens ein Metall vorhanden ist, welches entweder als Metall oder als dessen Oxyd bei der Arbeitstemperatur der geschmolzenen aufzubringenden Zusammensetzung verdampft, so daß in der Umgebung der geschmolzenen Legierung eine geringe Menge Metalldampf entsteht.
Die Erfindung soll insbesondere am Beispiel eines Verfahrens zum Überziehen von Glasfasern mit Metall beschrieben werden. Selbstverständlich ist die Erfindung jedoch auf dieses Beispiel nicht beschränkt. Die Zeichnungen zeigen in
Fig. 1 eine Seitenansicht einer zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens geeigneten Vorrichtung, Fig. 2 eine perspektivische Ansicht einer Metallüberzugsvorrichtung,
Fig. 3 einen vergrößerten Querschnitt längs der Linie 3-3 der Fig. 2 und
Fig. 4 eine Ansicht der Überzugsvorrichtung und der zu überziehenden Faser, wobei die Fasergröße stark übertrieben ist.
Die erfindungsgemäße Apparatur weist eine Zuführungsvorrichtung 10 mit einem Behälter 11 für das geschmolzene Glas 12, eine Metallaufbringvorrichtung 13, eine Sammelvorrichtung 14 und eine Aufwickelvorrichtung 15 auf. Der Behälter 11 ist mit einer oder mehreren Öffnungen 16 versehen, durch die das geschmolzene Glas in Form von Glasströmen austritt, die zu Fasern ausgezogen werden. Die Öffnungen in der Zuführungsvorrichtung 10 sind vorzugsweise in einer oder mehreren sich Verfahren zum überziehen
von Glasoberflächen mit Metallen
und dazu benötigte Metallmischung
Anmelder:
Owens-Corning Fiberglas Corporation,
Toledo, Ohio (V. St. A.)
Vertreter:
Dipl.-Ing. R. H. Bahr und Dipl.-Phys. E. Betzier,
Patentanwälte, Herne (Westf.), Schaeferstr. 60
Beanspruchte Priorität:
V. St. v. Amerika vom 14. November 1955
Williard L. Morgan und Harry B. Whitehurst,
Newark, Ohio (V. St. A.),
sind als Erfinder genannt worden
über den Boden der Zuführungsvorrichtung erstreckenden Reihen angeordnet. Aus jeder Öffnung tritt ein Glasstrom aus, der zu einem Faden ausgezogen wird, wobei die Fäden in eine oder mehrere Lunten gesammelt werden. Die Metallaufbringvorrichtung 13 ist mit einer verstellbaren Befestigung 17 versehen, mit deren Hilfe die Aufbringvorrichtung bezüglich der Öffnungen 16 verstellt werden kann.
Die Aufwickelvorrichtung 15 weist eine durch einen Motor angetriebene Hülse 18 und eine Führungsvorrichtung 19 auf. Diese Führungsvorrichtung besteht aus einem wendelförmig auf die Welle 21 aufgesetzten Draht, der die Lunte in Richtung des Doppelpfeiles über die Spule hin- und herführt. Auf die Spule 18 ist eine Hülse 22 aus Papier, Harz, verstärktem Harz od. dgl. aufgesetzt, und die hergestellte Lunte wird auf dieser Spule in Form von sich überlappenden, wendeiförmigen Schichten aufgewickelt. Die Schmelzglasströme 23 werden in die Fäden oder Fasern 24 ausgezogen, welche durch die Sammelvorrichtung 14 in die Lunte 25 gesammelt werden.
Die Metallaufbringvorrichtung 13 weist einen Metallmantel 26, hitzebeständige Blöcke 27, eine Graphitauskleidung 28, Heizwicklungen 29 mit Anschlußleitungen 20 und einen auswechselbaren Einsatz 31 auf. Der auswechselbare Einsatz 31 ist mit einem Schlitz 32 versehen, durch den das geschmolzene Metall 33 frei austreten kann (vgl. Fig. 2 und 3). Der Einsatz 31 besteht aus einem geeigneten hitzebeständigen Material, wie Graphit, SiIi-
70e 879/166
3 4
ciumkarbid, künstlichem Korund od. dgl., kann jedoch unten. Wenn die Fasern 24 an der Metallauf bring vorauch aus Metall, wie Kupfer, einer Kupferlegierung oder richtung in das geschmolzene Metall eindringen, kehrt die einem anderen Metall, bestehen. Verwendet man ein unmittelbar an den Fasern anliegende und den Fasern Metall, dann muß der Schmelzpunkt des Einsatzmetalls folgende mitgerissene Luft um und strömt nach oben und höher liegen als der der auf die Fasern aufzubringenden 5 außen ab, wie es durch den Pfeil in Fig. 4 angedeutet ist. Zusammensetzung. Der an der Stirnfläche der Metallaufbringvorrichtung
Fig. 4 zeigt eine vergrößerte Ansicht des aus dem gebildete Metallkopf wird zerstört und von den nach Schlitz im Einsatz 31 austretenden Metallkopfes beim unten hindurchlaufenden Fasern nach unten gezogen. Überziehen der Fasern. Der Ausziehvorgang greift am Dabei überziehen sich die Fasern mit einer kontinuiergeschmolzenen Glas innerhalb der ersten 2 bis 5 cm, nach- 10 liehen und gleichmäßigen Metallschicht, dem der Glasstrom die Öffnung 16 verlassen hat, an. Da Dieses Verfahren eignet sich auch zum kontinuierlichen
das Verhältnis von Oberfläche zu Glasvolumen während Überziehen von Filmen oder Platten aus Glas im Zuge der Faserbildung sehr rasch zunimmt, ist der Wärme- ihrer Herstellung. Massive Formen von Glas lassen sich verlust sehr groß, und das Glas erstarrt kurzfristig nach durch Erhitzen des Glases und Aufbringen des Metalls dem Verlassen der Öffnungen, so daß ein weiteres Aus- *5 überziehen.
ziehen unterbunden wird. Die Fasern 24, die noch heiß Es hat sich herausgestellt, daß eine Überzugszusammen-
sind oder gegebenenfalls durch geeignete Vorrichtungen setzung, welche ein Metall enthält, das bei der Arbeitserneut erhitzt werden, laufen dann durch den aus ge- oder Überzugstemperatur einen gewissen Dampfdruck schmolzenem Metall oder einer Metallegierung bestehen- liefert, die Faseroberfläche wirksamer überzieht als eine den Kopf an der Metallaufbringvorrichtung, so daß 20 Überzugszusammensetzung mit praktisch keinem Dampfgleichmäßig überzogene Glasfasern 24 entstehen. Diese druck über der geschmolzenen Überzugsmasse. Die dabei mit Metall überzogenen Fasern 24 a werden zu einer auftretenden physikalischen Erscheinungen sind noch Lunte 25 vereinigt, die dann zur Spule 35 auf dem Rohr22 nicht vollständig geklärt. Es kann jedoch angenommen nach Fig. 1 aufgewickelt wird. werden, daß sich unmittelbar über dem Kopf aus ge-
Zum Betrieb der dargestellten Vorrichtung wird im 25 schmolzenem Metall ein geringer negativer Druck durch Behälter 11 ein Vorrat an geschmolzenem Glas 12 auf- die umgelenkte, den Fasern folgende mitgerissene Luft rechterhalten. Dieses geschmolzene Glas 12 wird auf der auftritt. Als Resultat dieser Unterdruckzone und der richtigen Arbeitstemperatur gehalten, so daß es von der turbulenten, die nach unten laufenden Fasern umgeben-Zuführungsvorrichtung durch die Öffnungen 16 in Form den Luftströmung wächst der über dem Kopf aus gevon Schmelzglasströmen austreten kann. Die Schmelz- 3« schmolzenem Metall bestehende Metalldampf in die Zone glasströme kühlen sich unter Bildung von Fasern ziemlich oberhalb des Kopfes hinein, und es bildet sich eine Schicht rasch ab, die nach unten gezogen und zu einer Lunte aus Metall oder Metalloxyd auf den Fasern kurz vor ihrem gesammelt werden. Die Lunte wird auf die Sammelvor- Eintritt in den Kopf aus geschmolzenem Metall. Diese richtung 14 aufgesetzt und nach unten gezogen und auf sich auf den Fasern aus dem Dampf niederschlagende das Rohr 22 auf der Spule 18 aufgewickelt. Die Arbeits- 35 Schicht aus Metall oder Metalloxyd ist sehr dünn, und geschwindigkeit der Spule liegt so hoch, daß das Aus- man erhält die besten Resultate mit Überzügen, die ziehen der Lunte mit Geschwindigkeiten von 2400 bis größenordnungsmäßig eine Dicke von nicht mehr als 3000 m/min und darüber erfolgt. Nunmehr wird die 3 Molekülen aufweisen. Das niedergeschlagene Metall wird Metallaufbringvorrichtung 13 in ihrer Arbeitsstellung durch den in der umgebenden Luft und in der Metallunter der Zuführungsvorrichtung 10 eingesetzt, und zwar 40 dampfatmosphäre vorhandenen Sauerstoff unmittelbar dort, wo die Glasfasern vorzugsweise noch heiß sind. Die oxydiert und schlägt sich deshalb als Metalloxyd nieder. Metallaufbringvorrichtung 13 wird so ausgerichtet, daß Wahrscheinlich oxydiert bereits der Metalldampf in dieser die Fasern 24 durch den geschmolzenen Metallkopf 34 am Atmosphäre, so daß der Niederschlag unmittelbar als Schlitz 32 des Einsatzes 31 hindurchlaufen. Der Metall- Metalloxyd erfolgt. Die in das geschmolzene Metall einaufbringvorrichtung 13 wird Metall laufend zugeführt, so 4-5 laufenden Fasern erhalten dann anschließend einen daß in der Aufbringvorrichtung ein Vorrat 33 an ge- weiteren Metallüberzug, der wesentlich stärker ist und schmolzenem Metall aufrechterhalten wird. Das Metall der hartnäckig an dem Metalloxydüberzug haftet, der wird dem Schmelzbad in Form eines Metallschmelz- beim Durchgang der Fasern durch den Dampf entstromes oder einer kontinuierlich abschmelzenden Stange standen ist.
oder eines Drahtes oder in Form von kleinen, dem Bad in 50 Da die Vorteile des erfindungsgemäßen Verfahrens bestimmten Abständen zugegebenen Metallstücken züge- nicht auftreten, wenn man in Abwesenheit von Sauerführt. Über die Klemmen 20, 20 wird den Heizwick- stoff, beispielsweise in einer Stickstoffatmosphäre arbeitet, hingen 29, 29 elektrische Energie zugeführt, wodurch das muß man dafür Sorge tragen, daß die an der Überzugs-Schmelzbad auf der richtigen Arbeitstemperatur gehalten stelle verfügbare Atmosphäre entweder Luft oder Sauerwerden kann. 55 stoff enthält. Dies zeigt mit aller Deutlichkeit, daß tat-Da die Glasfasern heiß sind, wird eine Abschreckung sächlich auf den Fasern eine Metalloxydschicht gebildet des Schmelzmetallkopfes verhindert, und die frisch gebil- wird. Da das Glas beim Eintritt in den Metalldampf und deten, sich in statu nascendi befindenden Glasfaserober- in die Sauerstoffatmosphäre heiß ist, wird der Niederflächen werden nicht durch Feuchtigkeits- oder Fettab- schlag des Metalls auf den Glasoberflächen unterstützt, sorption geschädigt. Ein Wiedererhitzen der Glasfasern 60 In der Überzugszusammensetzung kann man die vervor dem Eintritt in das geschmolzene Metall in der schiedensten dampfbildenden Metalle zur Verbesserung darüberliegenden Zone bringt die gleichen Vorteile. Ob- der Benetzung und Adhäsion der Überzugsschicht auf den wohl man mit heißen Fasern wesentlich günstiger arbeitet, Fasern verwenden. Verwendet man ein Metallgemisch können die Fasern auch kühler als das geschmolzene oder eine Legierung als Überzugsmaterial bei einer ÜberMetall sein, da sie eine geringe Masse und das Glas eine 65 zugstemperatur von etwas unterhalb 800° C, dann eignen geringe Wärmekapazität aufweisen. sich insbesondere Cadmium, Antimon, Arsen, Kalium, Da die Fasern mit hoher Geschwindigkeit ausgezogen Lithium, Natrium, Magnesium, Zink, Barium od. dgl. werden, wird längs ihrer Bahn eine beträchtliche Luft- allein oder in Verbindung mit anderen Metallen zur Hermenge mitgerissen. Diese Luft strömt um den Boden der stellung eines Dampfes oberhalb des auf die Fasern aufzu-Zuführungsvorrichtung und dann mit den Fasern nach 70 bringenden, geschmolzenen Metalls.
Sechs Beispiele für Metallegierungssysteme zum Über- Zink oder anderen Metallen praktisch keine Benetzung
ziehen von Glasfasern sollen im folgenden angeführt werden: der Glasoberfläche. Dagegen führt eine Schmelze aus
Blei als Hauptbestandteil mit einem geringen Zusatz von
Beispiel 1 Cadmium zu einer hervorragenden Benetzung der Glas-Blei 97,0 Gewichtsprozent 5 oberfläche. Es wurde auch beobachtet, daß Blei mit
Zink 1,5 „ Cadmium die Glasfaseroberflächen wesentlich leichter
Cadmium 1,5 ,, benetzt als Blei, das lediglich Zink enthält. Es wurde
. . ferner gefunden, daß eine Schmelze aus Blei mit Zink eine
Beispiel I Graphitoberfläche benetzt, während Blei mit Cadmium
Blei 97,5 Gewichtsprozent io die Graphitoberfläche nicht im gleichen Maße zu benetzen
Zink 1,0 „ vermag. Wegen der angedeuteten Verhältnisse und weil
Cadmium 1,5 ,, es wünschenswert ist, daß das Metall sowohl die Glasober-
. . fläche als auch die Frontseite der Aufbringvorrichtung
.Beispiel ο benetzt, soll bei Verwendung einer Graphitaufbringvor-
Blei 98,5 Gewichtsprozent 15 richtung die Schmelze vorzugsweise Blei, Zink und Cad-
Cadmium 1,5 „ mium enthalten. Dieses Drei-Komponenten-System
. - eignet sich besonders zum Überziehen von Glasfasern mit
Beispiel 4 gleichmäßigen, kontinuierlichen Metallschichten, die die
Blei 99,5 Gewichtsprozent Fasern beim Aufbringen des Metalls mittels einer Graphit
Cadmium 0,5 „ 20 aufweisenden Vorrichtung vollständig umgeben. Verläßt
. . man das erfindungsgemäße Prinzip, wonach ein Dampf-
ßeispiel 5 druck vorhanden sein soll, dann werden die Überzüge
Blei 99,0 Gewichtsprozent brüchig und haften im allgemeinen an den Fasern nur
Cadmium 1,0 „ einseitig.
25 Bei der Verwendung der Schmelze nach der Zusammen-
Die in den obigen fünf Beispielen angegebenen Metall- setzung nach Beispiel 1 liegt offenbar ein Dampf aus Zink
zusammensetzungen werden vorzugsweise bei Tempera- und Cadmium über dem Metallkopf 34 und umgibt die
türen von 400 bis 5000C und darüber aufgebracht. Fasern 24 auf ihrem Wege nach unten zum Metall.
. . Dadurch bildet sich auf der Faser ein Überzug aus Zink-
lsp 30 oxyd und Cadmiumoxyd. Das geschmolzene Metall
Aluminium 95 bis 97,5 Gewichtsprozent benetzt die Graphitfläche des Einsatzes 31 oberhalb und
Magnesium 2,5 bis 5,0 „ unterhalb des Schlitzes 32. Ein brauner Niederschlag,
vermutlich aus Cadmiumoxyd und Zinkoxyd, sammelt
Dieser Überzug wird vorzugsweise bei Temperaturen sich dabei allmählich auf dem Einsatz 31 unmittelbar
zwischen 675 und 760°C aufgebracht. 35 oberhalb des Metallkopf es 34 an der durch das Bezugs-
Wie man aus den obigen Beispielen ersieht, bestehen zeichen 37 angedeuteten Stelle. Die Braunfärbung geht
die Metallzusammensetzungen aus einem oder mehr offensichtlich auf den Cadmiumoxydniederschlag auf
Metallen, die bei den Überzugstemperaturen einen meß- dieser Graphitfläche zurück.
baren Dampfdruck aufweisen. Beispielsweise enthalten Es scheint, daß der Metallüberzug sehr viel fester an die Zusammensetzungen nach den Beispielen 1 und 2 40 der Metalloxydschicht als an der blanken Glasoberfläche sowohl Zink als auch Cadmium, die die erforderliche haftet. In gleicher Weise haftet die durch die mit den Metalldampfatmosphäre liefern. Nach den Beispielen 3 Glasoberflächen in Berührung kommenden Metalldämpfe bis 5 findet nur Cadmium als verdampfender Bestandteil entstehende Metalloxydschicht wesentlich besser an den Verwendung. In jedem Falle liefert das den Hauptteil blanken Glasoberflächen. Geschmolzene Metalle benetzen der Legierung bildende Blei keinen Metalldampf. Blei 45 darüber hinaus Oxydflächen wesentlich leichter als die hat bei 9730C lediglich einige Millimeter Dampfdruck, blanken Glasoberflächen. Infolgedessen besteht das und es ist nicht möglich, Glas allein mit reinem Blei zu erfindungsgemäße Verfahren darin, das mit Metall zu überziehen. überziehende Glas durch eine Atmosphäre aus Metall-Da aus der Dampfzusammensetzung keine dicken dampf in Gegenwart von Sauerstoff hindurchzuführen, so Metallüberzüge zu entstehen brauchen, ist es nicht not- 50 daß eine dünne Schicht Metalloxyd auf der Glasoberwendig, sehr hohe Dampfdrücke über dem geschmolzenen fläche entsteht, worauf die derart mit dem Oxyd überMetall vorzusehen. zogene Glasoberfläche in eine Zone eingeführt wird, in der Verwendet man eine Blei-Cadmium-Zink-Überzugszu- das Überziehen mit Metall erfolgt. Baut man in die sammensetzung bei einer Arbeitstemperatur von 4750C, Metallüberzugsmischung wenigstens ein Dampfdruck auf dann weist, wie oben bereits festgestellt, das Blei keinen 55 weisendes Metall ein, dann ist es ohne Schwierigkeiten wesentlichen Dampfdruck auf, während der Dampfdruck möglich, den das Metalloxyd auf der Faser bildenden des Cadmiums in der Zusammensetzung bei etwa 10 mm Dampf unmittelbar vor Aufbringung des Metalls als und derjenige des Zinks bei etwa 1 mm liegt. Diese Zu- Hauptüberzug zu erzeugen. Zur Herstellung eines gleichsammensetzung kann also bei 425° C verarbeitet werden, mäßigen und kontinuierlichen Metallüberzugs auf der wobei das Cadmium einen Dampfdruck von etwa 1 mm 60 Glasoberfläche ist es offenbar notwendig, einen Metallbesitzt. Da man die Blei-Cadmium-Zink-Überzugszu- oxydüberzug von wenigstens 2 oder 3 Molekülen Dicke sammensetzung bei Temperaturen von 400 bis 475°C und als Unterschicht für die Aufbringung des Hauptmetalldarüber verarbeiten kann, erhält man gute Überzüge bei Überzugs vorzusehen.
einem Dampfdruck des Cadmiums zwischen einem Bruch- Vorzugsweise liefert das Metall einen oxydierbaren
teil von 1 Millimeter bis zu 10 mm und darüber. 65 Metalldampf mit einem Dampfdruck von wenigstens
Je höher der Dampfdruck liegt, um so bessere Überzüge 0,1 mm und zweckmäßig zwischen 1 und 10 mm oder
mit einer Dicke, die ein sehr festes Haften und eine ausge- darüber bei der Überzugstemperatur,
zeichnete Benetzung der durch das geschmolzene Metall Der Metalloxydüberzug läßt sich auch in einer ge-
hindurchgeführten Fasern liefern, erhält man. Im Gegen- trennten Stufe aufbringen, anstatt ein Metall mit hohem
satz dazu liefert eine Schmelze aus Blei ohne Zusatz von 70 Dampfdruck in die Metallzusammensetzung bei dem
Hauptüberzugsvorgang einzubauen. In vielen Fällen verwendet man eine Drei-Komponenten-Metallzusammensetzung, um derart einen gleichmäßigen Überzug auf der Glasoberfläche zu erzielen. Besonders geeignet für Glasfasern ist beispielsweise eine Blei-Cadmium-Zink-Zusammensetzung im Verhältnis von 97,5 :1,5 :1. Blei ist an sich für Glasfasern eine sehr zweckmäßige Überzugssubstanz, und das Cadmium und Zink fördern die Bildung von Metalloxyden auf der Glasoberfläche vor der Aufbringung des Drei-Komponenten-Metalls als Hauptüberzugssubstanz. Cadmium- und Zinkoxyd lassen sich leicht dadurch aufbringen, daß man die Fasern durch den Dampf oberhalb des Kopfes aus geschmolzenem Material hindurchführt. Dadurch bildet sich eine dünne Schicht aus Cadmium- und Zinkoxyd auf der Glasfaseroberfläche, worauf dann der Überzug aus Cadmium-Zink-Blei kontinuierlich auf diese dünne Oxydschicht aufgebracht werden kann. Das Zink fördert die Benetzung der mit Cadmiumoxyd überzogenen Glasoberfläche. Jede der drei Komponenten hat eine besondere Aufgabe, und durch das Zusammenwirken dieser drei Komponenten entsteht auf den Glasfaseroberflächen ein besonders verbesserter Überzug im Gegensatz zu den Ein-Metall-Überzügen, die man bisher versucht hat. Durch das Zusammenwirken der drei Komponenten der Blei-Cadmium-Zink-Überzugszusammensetzung entstehen also besonders gleichmäßige und kontinuierliche Überzüge auf den Glasfasern.
Die Verwendbarkeit der verschiedenen Zusatzmetalle, die Temperaturen, bei der die Metalle einen Dampfdruck von 1 mm aufweisen, und der Schmelzpunkt dieser Metalle sind in der folgenden Tabelle im einzelnen angegeben.
35
Metall Temperatur in ° C,
bei der das Metall
einen Dampfdruck
von 1 mm aufweist
Schmelzpunkt
Kalium 341 62,3
Arsen 372 817
Cadmium
Natrium
394
439
303
98
Zink 487
621
723
327
630
156
Magnesium
Lithium
etwa 850
etwa 850
710
850
Barium 886 630
Calcium
Antimon
40
45
Da die Oberfläche der geschmolzenen Legierung mit Luft oder sauerstoffhaltiger iVtmosphäre in Verbindung steht, bildet sich das Metalloxyd unmittelbar an den Oberflächen. Im allgemeinen sind die Metalloxyde praktisch nicht flüchtig, jedoch zeigen bei den möglichen Arbeitstemperaturen die Oxyde von Zink, Arsen und Antimon eine gewisse Flüchtigkeit, unter dem Ausdruck »Metalldampf« soll ein Dampf verstanden werden, der aus Metall- und/oder Metalloxyddampf entsteht.

Claims (8)

Patentansprüche:
1. Verfahren zum Überziehen von Glasoberflächen mit Metallen, dadurch gekennzeichnet, daß zuerst eine dünne Schicht aus Metalloxyd auf das Glas und dann eine festhaftende Schicht aus Metall auf die Metalloxydschicht aufgebracht wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß eine Metalloxydschicht verwendet wird, die aus kondensiertem Metalldampf entstanden ist.
3. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Metalloxydschicht auf den in statu nascendi befindlichen Glasoberflächen vor dem Überziehen der Glasoberflächen mit einer Metallschicht aufgebracht wird.
4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das aus einem Schmelzbad gewonnene Glas durch eine Arbeitszone vorgerückt wird, in der eine Atmosphäre aus in statu nascendi befindlichem Metalldampf zum Überziehen der in statu nascendi befindlichen Glasfaseroberflächen mit einer Metalloxydschicht aufrechterhalten wird, worauf die Metalloxydschicht mit einer Metallschicht überzogen wird.
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß eine Atmosphäre in der Arbeitszone verwendet wird, die sauerstoffhaltig ist.
6. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Glas in die Arbeitszone im erhitzten Zustand eingeführt und dort eine Legierung erhitzt wird, so daß ein in statu nascendi befindlicher Metalldampf wenigstens einer der Metallbestandteile der Legierung entsteht.
7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß Glaskörper mit in statu nascendi befindlichen Oberflächen durch eine Arbeitszone geführt werden, in der sich eine Schmelze aus dem auf die Glasoberfläche aufzubringenden Metall befindet, die wenigstens einen Bestandteil aufweist, der bei der Aufbringtemperatur verdampft, so daß sich ein Metalloxydniederschlag auf den Glasoberflächen bildet, auf den unmittelbar das Metall aufgebracht wird.
8. Metallmischung zum Überziehen von Glasoberflächen gemäß dem Verfahren nach Anspruch 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens eines der in der Mischung enthaltenen Metalle einen Dampfdruck aufweist, der ausreicht, um oberhalb des Metallbades einen kondensierbaren Dampf zu erzeugen.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© 709 879/166 2.58
DEO5146A 1955-11-14 1956-10-09 Verfahren zum UEberziehen von Glasoberflaechen mit Metallen und dazu benoetigte Metallmischung Pending DE1024216B (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE102014203838A1 (de) 2013-07-31 2015-02-05 J-Fiber Gmbh Verfahren zur Metallisierung einer optischen Faser

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE102014203838A1 (de) 2013-07-31 2015-02-05 J-Fiber Gmbh Verfahren zur Metallisierung einer optischen Faser

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