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Die
Erfindung betrifft einen wärmeisolierten Aufbewahrungsbehälter nach
dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
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Ein
wärmeisolierter
Aufbewahrungsbehälter der
eingangs genannten Art ist beispielsweise aus
DE 200 07 909 U1 bekannt.
Derartige Aufbewahrungsbehälter
werden beispielsweise als Kühlboxen oder
Kühlschränke zum
Kühlhalten
von Getränken und
Lebensmitteln oder im medizinischen Sektor zum Kühlhalten von Medikamenten eingesetzt.
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In
gleicher Weise ist der temperaturisolierte Aufbewahrungsbehälter, wie
er im Oberbegriff des Anspruchs 1 beschrieben ist, bei entsprechender
Gestaltung der Wärmetauschereinheit
auch als Wärmebox
einsetzbar, mit der beispielsweise vorbereitete Speisen während eines
Transportes warmgehalten werden.
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Bei
diesem bekannten Aufbewahrungsbehälter wird für den Wärmetransport zwischen dem Behälterinnenraum
und der Umgebung eine aktive Wärmetauschereinheit
eingesetzt, mit der die Temperatur im Behälterinnenraum des Aufbewahrungsbehälters gegenüber der
Umgebung verändert
und auf einen niedrigeren oder einen höheren Temperaturwert eingestellt
werden kann. Zur Erzeugung eines ausreichend hohen Temperaturgradienten
zwischen dem Behälterinnenraum
und der Umge bung weist die Wärmetauschereinheit üblicherweise
einen im Behälterinnenraum
angeordneten inneren Wärmetauscher
sowie einen außerhalb
am Aufbewahrungsbehälter
angeordneten äußeren Wärmetauscher
auf, wobei die beiden Wärmetauscher
zur Erhöhung
des Wirkungsgrades der Wärmetauschereinheit
von einander wärmeisoliert
am Aufbewahrungsbehälter
befestigt sind.
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Aufgrund
des zuvor geschilderten Aufbaus der Wärmetauschereinheit ist die
Aufnahme am Aufbewahrungsbehälter,
in der die Wärmetauschereinheit
befestigt ist, normalerweise mehrstückig ausgebildet, beispielsweise
aus einem ersten Aufnahmeteil und einem zweiten Aufnahmeteil, in
denen die Wärmetauschereinheit
gehalten ist, wobei zwischen den Wärmetauschern der Wärmetauschereinheit
eine Isolierung angeordnet ist. Hierbei besteht jedoch immer wieder
das Problem, dass zwischen den an der Isolierung angeordneten Wärmetauschern
der Wärmetauschereinheit,
beispielsweise durch die Aufnahmeteile, Wärmebrücken bestehen, wodurch der
Wirkungsgrad der Wärmetauschereinheit
verringert ist.
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Üblicherweise
sind die Aufnahmeteile aus einem spritzfähigen Kunststoff beispielsweise
durch Spritzgießen
oder durch Warmumformverfahren ausgeformt. Gerade diese heutzutage übliche Gestaltung
der bekannten Aufbewahrungsbehälter,
bei der die Wärmetauschereinheit
in einer mehrteiligen Aufnahme wärmeisoliert
gehalten ist, ist ferner mit einem vergleichsweise hohen Aufwand
bei der Herstellung verbunden. So müssen einerseits für sämtliche
Komponenten der Aufnahme eigene Formwerkzeuge bereit gehalten werden,
wobei insbesondere auch das Warmausformen von Kunststoffteilen aus
thermoplastischen Kunststoffen mit einem hohen Energieverbrauch
verbunden ist. Andererseits muss eine separate Isolierung für die Wärmetauschereinheit
montiert werden, da die bisher verwendeten Kunststoffe für die Aufnahmeteile
aufgrund ihrer Materialeigenschaften keine ausreichende Wärmeisolierung
bieten. Ferner ist durch den mehrteiligen Aufbau der Aufnahme und
die Verwendung einer separaten Wärmeisolierung
für die
Wärmetauschereinheit
die Fertigung derartiger bekannter Aufbewahrungsbehälter aufwändig.
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In
US 6 260 360 B1 ist
ein tragbarer Thermobehälter
beschrieben, bei dem zum Heizen und/oder Kühlen eines Nutzraums ein Peltier-Element
vorgesehen ist.
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Aus
US 6 301 901 B1 ist
eine thermoelektrische Kühlvorrichtung
bekannt, bei der ein zwischen einer Stau- und einer Einsatzposition
schwenkbares Tablett vorgesehen ist.
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Um
ein möglichst
kompaktes Kühlbehältnis zu
erzielen, wird in
DE
92 05 963 U1 vorgeschlagen, sowohl ein Halbleiter-Kühlelement
als auch einen dazugehörigen
Kühlkörper an
einer Außenwand
der Kühlbox
anzubringen.
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DE 31 50 362 C2 offenbart
einen thermoelektrischen Kleinkühlbehälter, bei
dessen Herstellung ein verschäumter
Kunststoffschaum als Isoliermaterial verwendet wird.
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Aus
DE 1 806 085 B und
DE 295 03 576 U1 sind
Kühlbehältnisse
bekannt, bei denen die aktive Kühleinheit
an einer festen Wand des Behältnisses, insbesondere
einer Rückwand,
und nicht an einer Tür oder
einem Deckel angeordnet ist.
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Ein
insbesondere aus EPP gefertigtes Kunststoffbauteil ist in
DE 100 03 595 C2 beschrieben.
Dieses Kunststoffbauteil kann gemäß
DE 100 03 595 C2 bei Kühlboxen
eingesetzt werden.
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Es
ist daher Aufgabe der Erfindung, einen wärme- bzw. temperaturisolierten
Aufbewahrungsbehälter
bereitzustellen, der verglichen mit den bekannten Aufbewahrungsbehältern einfacher
und mit geringerem Aufwand herzustellen ist.
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Die
Erfindung löst
die Aufgabe durch einen wärmeisolierten
Aufbewahrungsbehälter
mit den Merkmalen des Anspruchs 1. Weitere Ausgestaltungen sind
Gegenstand der Unteransprüche.
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Bei
dem erfindungsgemäßen Aufbewahrungsbehälter ist
zumindest die Aufnahme, in der die Wärmetauschereinheit am Aufbewahrungsbehälter gehalten
ist, als ein Schaumstoff-Formteil ausgebildet. Das Schaumstoff-Formteil
ist dabei so gestaltet, dass seine durch die Formgebung und die
Materialeigenschaften vorgegebene Formstabilität so hoch ist, dass die Wärmetauschereinheit
unmittelbar an dem Schaumstoff-Formteil gehalten werden kann. Des Weiteren
besitzt das Schaumstoff-Formteil eine so geringe Wärmeleitfähigkeit,
dass das Schaumstoff-Formteil
gleichzeitig als Wärmeisolierung
dient, mit der die Wärmetauschereinheit
zum Aufrechterhalten eines ausreichend hohen Temperaturgradienten
zwischen dem Behälterinnenraum
und der Umgebung wärmeisoliert
gehalten ist.
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Bei
dem erfindungsgemäßen Aufbewahrungsbehälter erfüllt das
formstabile Schaumstoff-Formteil also eine Mehrfachfunktion. Einerseits dient
es aufgrund seiner ausreichend hohen Formstabilität und Steifigkeit
als Aufnahme für
die Wärmetauschereinheit.
Andererseits fungiert das Schaumstoff-Formteil als Wärmeisolierung,
so dass zusätzliche
Isolierungen im Bereich der Aufnahme entfallen können.
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Durch
die erfindungsgemäße Verwendung des
zuvor beschriebenen Schaumstoff-Formteils besteht der Vorteil, dass
bereits in einem einzigen Herstellungsschritt in einem Formschäumwerkzeug
die Aufnahme für
die Wärmetauschereinheit
und gleichzeitig die Wärmeisolierung
für die
Wärmetauschereinheit
gefertigt werden, wodurch einerseits die Fertigungsdauer verglichen
mit den bekannten Aufbewahrungsbehältern verkürzt ist, während gleichzeitig der Aufwand
für die
erforderlichen Werkzeuge gering ist. So muss lediglich ein einziges
Formschäumwerkzeug
bereitgestellt werden, während
zur Herstellung der bisher verwendeten mehrteiligen Aufnahmen aus thermoplastischen,
spritzfähigen
Kunststoffen mehrere aufwändige
und teure Spritzgießformen
eingesetzt werden müssen.
Gleichzeitig ist die Montage der Wärmetauschereinheit am Aufbewahrungsbehälter vereinfacht,
da separate Komponenten für
die Aufnahme sowie eine zusätzliche
Isolierung für
die Wärmetauschereinheit
entfallen. Auch die beim Stand der Technik angesprochene Problematik
der Wärmebrückenbildung
entfällt,
da die Wärmetauschereinheit
durch das gleichzeitig als Isolierung ausgebildete Schaumstoff-Formteil
gehalten ist.
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Weitere
Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung,
den Unteransprüchen
sowie der Zeichnung.
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Das
Schaumstoff-Formteil ist aus einem formstabilen Schaumstoff gefertigt,
der aus expandierten, im Wesentlichen geschlossenzelligen Schaumstoffpartikeln
besteht. Insbesondere hat sich durch Versuche gezeigt, dass sich
für ein
derartiges Schaumstoff-Formteil Polypropylen-Schaumstoff (EPP) besonders
gut eignet, da sich Polypropylen-Schaumstoff durch hervorragende
Wärmeisolierungseigenschaften
auszeichnet und gleichzeitig verglichen mit anderen Schaumstoffprodukten über hervorragende
mechanische Eigenschaften verfügt. Ferner
zeichnen sich derartige formstabile Schaumstoffe, wie Polypropylen-Schaumstoff,
durch eine angenehme Haptik sowie durch ein ansprechendes Erscheinungsbild
aus. Auch können
derartige Schaumstoffe in jeder erdenklichen Weise eingefärbt werden, so
dass auch auf diese Weise das äußere Erscheinungsbild
des Aufbewahrungsbehälters
durch die Verwendung derartiger Werkstoffe, wie Polypropylen-Schaumstoff,
positiv beeinflusst werden kann. Darüber hinaus kann insbesondere
Polypropylen-Schaumstoff zusätzlich
mit Folien überzogen
und beschichtet werden, wodurch sich weitere Gestaltungsaspekte
bei der Fertigung des Aufbewahrungsbehälters ergeben.
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Bei
einer besonders bevorzugten Ausführungsform
des erfindungsgemäßen Aufbewahrungsbehälters ist
nicht nur der Bereich der Aufnahme als Schaumstoff-Formteil ausgebildet.
Vielmehr kann der Aufbewahrungsbehälter in seiner Gänze aus
demselben formstabilen Schaumstoff gefertigt sein, wie das Schaumstoff-Formteil
selbst, so dass auch hier hervorragende Wärmeisolierungseigenschaften
bei gleichzeitig hoher Formstabilität für den gesamten Aufbewahrungsbehälter realisierbar
sind. Ferner ist es zweckmäßig, in
den Behälter innenraum
des Aufbewahrungsbehälters
einen Einsatz einzusetzten, der gegebenenfalls zusätzlich mit
Trennwänden
in einzelne Fächer
untergliedert ist. Auf diese Weise können beispielsweise Lebensmittel
getrennt von anderen zu kühlenden
Waren im Behälterinnenraum aufbewahrt
werden.
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Des
Weiteren wird bei einer bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Aufbewahrungsbehälters vorgeschlagen,
auch die Spannungsversorgung der elektrisch betreibbaren Wärmetauschereinheit
am Schaumstoff-Formteil zu halten. So wird vorgeschlagen, das Anschlusskabel,
mit dem die Wärmetauschereinheit
beispielsweise an eine 12 Volt Batterie eines Kraftfahrzeuges zur
Spannungsversorgung angeschlossen werden kann, in einer entsprechenden
Vertiefung am Schaumstoff-Formteil aufzunehmen. Alternativ oder
ergänzend
hierzu ist es auch möglich,
einen Akkumulator als Spannungsquelle in das Schaumstoff-Formteil
zu integrieren, so dass die Wärmetauschereinheit
unabhängig
von anderen Spannungsquellen mit Strom versorgt werden kann.
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Ferner
wird vorgeschlagen, im Schaumstoff-Formteil auch eine Lüftereinheit
zu befestigen, mit der die Luft im Behälterinnenraum umgewälzt werden
kann. Die Integration der Lüftereinheit
in das Schaumstoff-Formteil hat den Vorteil, dass die Wärmetauschereinheit
gemeinsam mit der Lüftereinheit in
einem einzigen Fertigungsschritt am Schaumstoff-Formteil befestigt werden kann und als
Einheit in den Aufbewahrungsbehälter
einsetzbar ist.
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Die
Wärmetauschereinheit
weist vorzugsweise einen am Schaumstoff-Formteil gehaltenen inneren
Wärmetauscher
zum Wärmetransfer
mit dem Behälterinnenraum,
einen am Schaumstoff-Formteil wärmeisoliert
vom inneren Wärmetauscher außen am Aufbewahrungsbehälter gehaltenen äußeren Wärmetauscher
zum Wärmetransfer
mit der Umgebung sowie eine die beiden Wärmetauscher wärmeleitend
miteinander verbindende Wärmepumpe
auf, mit der ein Temperaturgradient zwischen den beiden Wärmetauschern
erzeugt werden kann. Die so aufgebaute Wärmetauschereinheit ist verhältnismäßig einfach
gestaltet und kann mit geringem Aufwand in das Schaumstoff-Formteil
eingebaut werden, wobei am Schaumstoff-Formteil entsprechende Aussparungen
und Durchgangsöffnungen
als Aufnahmen vorgesehen sind.
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Bei
einer bevorzugten Ausführungsform
dieser Weiterbildung des erfindungsgemäßen Aufbewahrungsbehälters wird
die Wärmepumpe
bereits bei der Herstellung des Schaumstoff-Formtells mit eingeschäumt. Hierzu
wird die Wärmepumpe
in das Formschäumwerkzeug
eingesetzt und anschließend vom
Schaumstoffmaterial umschäumt,
so dass die Wärmepumpe
nach Aushärten
des Schaumstoff-Formteils in das Schaumstoff-Formteil eingebettet
und fest mit diesem verbunden ist. Hierdurch entfallen zusätzliche
Befestigungsschritte für
die Wärmepumpe
am Schaumstoff-Formteil.
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In
gleicher Weise ist es auch denkbar, den inneren und/oder den äußeren Wärmetauscher
zum Befestigen bei der Herstellung des Schaumstoff-Formteils einzuschäumen, so
dass gegebenenfalls die gesamte Wärmetauschereinheit fest mit
dem Schaumstoff-Formteil verbunden ist. In diesem Fall sind vorzugsweise
nur die wärmeübertragenden
Flächen
des bzw. der Wärmetauscher
für den
Wärmetransfer
vom Schaumstoff-Formteil
unbedeckt, damit ein ausreichend hoher Wärmetransport zwischen dem Behälterinnenraum
und der Umgebung gewährleistet
ist.
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Als
Wärmepumpe
wird bei dem zuvor beschriebenen Ausführungsbeispiel ein elektrisch
betriebenes Peltierelement eingesetzt, welches durch eine Wärmeleitplatte
mit einem der beiden Wärmetauscher
wärmeleitend
verbunden ist, während
das Peltierelement gleichzeitig am anderen Wärmetauscher zum Wärmetransfer
wärmeleitend
anliegt. Die Verwendung eines Peltierelementes hat den Vorteil, dass
durch entsprechende Umpolung des Peltierelementes die Wärmetauschereinheit
einerseits als Kühleinrichtung
und alternativ als Heizeinrichtung betrieben werden kann, so dass
derselbe Aufbewahrungsbehälter
als Kühlbox
und auch als Wärmebox verwendbar
ist.
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Erfindungsgemäß bildet
das Schaumstoff-Formteil mit integrierter Wärmetauschereinheit den Deckel
und/oder die Tür
des Aufbewahrungsbehälters,
mit dem bzw. mit der eine Zugriffsöffnung in den Behälterinnenraum
des Aufbewahrungsbehälters
verschließbar
ist. Auf diese Weise ist es möglich, unterschiedlich
dimensionierte Aufbewahrungsbehälter
mit demselben Typ Schaumstoff-Formteil mit integrierter Wärmetauschereinheit
als Deckel und/oder als Tür
zu verwenden, wodurch eine hohe Variantenvielfalt bei der Herstellung
der Aufbewahrungsbehälter
möglich
ist.
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Nachfolgend
wird die Erfindung anhand eines Ausführungsbeispiels unter Bezugnahme
auf die Zeichnung näher
erläutert.
Darin zeigen schematisch:
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1 einen
Längsschnitt
durch einen als Kühl-
und Wärmebox
ausgebildeten erfindungsgemäßen Aufbewahrungsbehälter und
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2 eine
Draufsicht auf das als Deckel dienende Schaumstoff-Formteil mit
entfernter Abdeckung.
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In 1 ist
ein als Kühl-
und Wärmebox
ausgebildeter Aufbewahrungsbehälter 10 im
Längsschnitt
dargestellt. Der Aufbewahrungsbehälter 10 weist einen
Behälterinnenraum 12 auf,
der durch eine an der Oberseite ausgebildete Zugriffsöffnung 14 zugänglich ist.
Die Zugriffsöffnung 14 ist
durch einen Deckel 16 verschlossen, der auf den die Zugriffsöffnung 14 begrenzenden
Stirnseiten von Seitenwänden 18 des
Aufbewahrungsbehälters 10 aufliegt.
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Die
Unterseite des Behälterinnenraums 12 ist
durch einen Boden 20 verschlossen, der einstückig mit
den Seitenwänden 18 ausgebildet
ist.
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Sowohl
der Deckel 16 als auch die den Behälterinnenraum 12 umschließenden Seitenwände 18 und
der Boden 20 sind aus einem aufgeschäumten Polypropylen-Schaumstoff
(EPP) gefertigt. Dieser Polypropylen-Schaumstoff (EPP) zeichnet
sich insbesondere durch gute Wärmeisolierungseigenschaften
und eine hohe Formsteifigkeit aus, wobei insbesondere auch bei der
Herstellung des Aufbewahrungsbehälters 10 und
des Deckels 16 in einem Formschäumwerkzeug eine hohe Maßhaltigkeit
erreicht wird.
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In
den Behälterinnenraum 12 ist
ein Einsatz 22 eingesetzt. Der Einsatz 22 ist
aus einem thermoplastisch verformbaren Kunststoff gefertigt, beispielsweise
einem modifizierten Styrol-Acrylnitril-Copolymerisat (ABS). Die
Verwendung des Einsatzes 22 hat den Vorteil, dass der Einsatz 22 mit
einer vergleichsweise glatten Oberfläche versehen sein kann, die
insbesondere aus hygienischen Gründen
von Vorteil ist, wenn der Aufbewahrungsbehälter 10 für Lebensmittel
oder auch Medikamente eingesetzt wird.
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Damit
der Deckel 16 möglichst
dicht auf den Seitenwänden 18 aufliegt,
weist er an seiner dem Behälterinnraum 12 zugewandten
Unterseite eine umlaufende Dichtungskante 24 auf. Die Dichtungskante 24 steht
bei geschlossenem Deckel 16 mit einer umlaufende Dichtungsnut 26 an
den die Zugriffsöffnung 14 begrenzenden
Stirnseiten der Seitenwände 18 in Eingriff.
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Wie 2 zeigt,
weist der Deckel 16 ferner nahe seiner einen Längsseite
an jeder Querseite jeweils einen Zapfen 28 auf. Der Deckel 16 ist
mit den Zapfen 28 in nicht dargestellten Aufnahmeöffnungen am
Aufbewahrungsbehälter 10 schwenkbar
gelagert. Die Zapfen 28 sind dabei einstückig an
dem als Schaumstoff-Formteil ausgebildeten Deckel 16 angeformt
und bestehen gleichfalls aus aufgeschäumten Polypropylen. In ihrer
Gestalt sind die Zapfen 28 so ausgebildet, dass sie in
einer bestimmten Winkelstellung des Deckels 16 zum Aufbewahrungsbehälter 10 aus
den Aufnahmeöffnungen
am Aufbewahrungsbehälter 10 herausgezogen
oder eingeführt
werden können,
um den Deckel 16 vom Aufbewahrungsbehälter 10 zu lösen bzw.
an diesem zu lagern.
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Am
Deckel 16 ist, wie insbesondere 2 zeigt,
eine Aufnahme 30 für
eine nachfolgend unter Bezugnahme auf 1 näher beschriebene
Wärmetauschereinheit 32 vorgesehen.
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Die
Wärmetauschereinheit 32 weist
einen an der Unterseite des Deckels 16 in den Behälterinnenraum 12 ragenden
inneren Wärmetauscher 34 auf, der
zum Wärmetransfer
mit dem Behälterinnenraum 12 dient.
An der Oberseite des Deckels 16 ist ein äußerer Wärmetauscher 36 vorgesehen,
der zum Wärmetransfer
mit der Umgebung dient. Zwischen den beiden Wärmetau schern 34 und 36 ist
im Deckel 16 eine Wärmepumpe 38 angeordnet,
mit der ein Temperaturgradient zwischen den beiden Wärmetauschern 34 und 36 zur
Erzeugung eines Wärmetransportes
zwischen dem Behälterinnenraum 12 und
der Umgebung einstellbar ist.
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Die
Wärmepumpe 38 ist
aus einem unmittelbar am äußeren Wärmetauscher 36 wärmeleitend anliegenden
Peltierelement 40 sowie einer das Peltierelement 40 mit
dem inneren Wärmetauscher 34 verbindenden
Wärmeleitplatte 42 gebildet.
Das Peltierelement 40 ist durch einen nicht dargestellten Schalter
umschaltbar, so dass es entweder als Kühleinrichtung arbeitet und
Wärme aus
dem Behälterinnenraum 12 nach
außen
abführt,
oder als Heizeinrichtung wirkt, die zum Erwärmen des Behälterinnenraums
Wärme aus
der Umgebung in den Behälterinnenraum 12 transportiert.
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Der
als Schaumstoff-Formteil ausgebildete Deckel 16 dient mit
seiner Aufnahme 30 einerseits als Halterung für die Wärmetauschereinheit 32.
Andererseits wirkt der Deckel 16 aufgrund seiner guten Wärmeisolierungseigenschaften
gleichzeitig als Wärmeisolierung
zwischen dem inneren Wärmetauscher 34 und
dem äußeren Wärmetauscher 36,
damit ein ausreichend hoher Temperaturgradient zwischen den beiden
Wärmetauschern 34 und 36 von
der Wärmepumpe 38 eingestellt
werden kann.
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Im
dargestellten Ausführungsbeispiel
sind die beiden Wärmetauscher 34 und 36 durch
nichtdargestellte Befestigungsschrauben miteinander verbunden, wobei
die aus dem Peltierelement 40 und der Wärmeleitplatte 42 gebildete
Wärmepumpe 38 in einer
am Deckel 16 ausgebildeten Durchgangsöffnung 44 (vgl. 2)
gehalten ist.
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Alternativ
ist es auch möglich,
entweder die Komponenten der Wärmepumpe 38 oder
zusätzlich zumindest
einen der beiden Wärmetauscher 34 und 36 beim
Herstellen des Deckels 16, nämlich wenn der Deckel im Formschäumwerkzeug
aus Polypropylen aufgeschäumt
wird, vom Polypropylen zu umschäumen,
so dass die Wärmepumpe 38 und
gegebenenfalls zumindest eine der Wärmetauscher 34 bzw. 36 gleichzeitig
im Deckel 16 eingebettet sind. Sofern auch die Wärmetauscher 34 und 36 bei
der Herstellung des Deckels 16 umschäumt werden, muss lediglich
darauf geachtet werden, dass die wärmeübertragenden Flächen der
Wärmetauscher 34 und 36 von
dem Schaumstoffmaterial des Deckels 16 nicht bedeckt sind.
Durch das Einschäumen
zumindest der Wärmepumpe 38 und/oder
des bzw. der Wärmetauscher 34 und 36 kann
auf zusätzliche
Montageschritte bei der Fertigung des Deckels 16 mit integrierter
Wärmetauschereinheit 32 verzichtet
werden.
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Bei
dem im vorliegenden Fall in 2 gezeigten
Deckel 16 handelt es sich jedoch, wie zuvor bereits erläutert wurde,
lediglich um ein separates Schaumstoff-Formteil, an dem die Aufnahme 30 zum lösbaren Befestigen
der Wärmetauscheinheit 32 am Deckel 16 ausgeformt
ist.
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Wie 2 weiter
zeigt, ist in der Aufnahme 30 nahe der quadratischen Durchgangsöffnung 44 für die Wärmepumpe 38 zusätzlich ein
Durchgangskanal 46 ausgebildet, der sich gleichfalls von
der Oberseite zur Unterseite des Deckels 16 erstreckt und
in dem ein nicht dargestellter Lüfter
zu montieren ist. Mit Hilfe dieses nicht dargestellten Lüfters kann die
Luft im Behälterinnenraum 12 umgewälzt werden.
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Des
Weiteren ist an der Aufnahme 30 ein Kabelkanal 48 ausgeformt,
in dem die Kabel des Lüfters und
der Wärmepumpe 38 in
montiertem Zustand aufgenommen sind.
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Die
Aufnahme 30 wird, wie 1 zeigt, durch
eine Abdeckung 50, die in die Aufnahme 30 eingesetzt
und durch nicht dargestellte Schrauben am Deckel 16 befestigt
ist, abgedeckt. Zur Stromversorgung der Wärmepumpe 38 ist ein
nicht dargestelltes Anschlusskabel vorgesehen, das mit einem Steckverbinder
mit einer Stromquelle, beispielsweise einer 12 Volt-Autobatterie,
verbindbar ist, um die Wärmetauschereinheit 32 mit
Strom zu versorgen. Alternativ ist es auch denkbar, zusätzlich im
Deckel 16 eine Aufnahme für einen Akkumulator vorzusehen,
um eine autarke Stromversorgung für die Wärmetauscheinheit 32 bereitzustellen.
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Der
zuvor beschriebene Aufbewahrungsbehälter 10 wird als Kühlbox eingesetzt.
Durch entsprechendes Umschalten des Peltierelementes 40 kann der
Aufbewahrungsbehälter 10 auch
als Wärmebox beispielsweise
für den
Transport vorbereiteter, warmer Speisen eingesetzt werden.
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Bei
dem dargestellten Ausführungsbeispiel gemäß Anspruch
1 ist die Wärmetauschereinheit 32 in
den Deckel 16 des Aufbewahrungsbehälters 10 integriert.
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Ferner
ist es denkbar, den Aufbewahrungsbehälter 10 nur teilweise
aus dem zuvor beschriebenen Polypropylen-Schaumstoff zu fertigen.
So liegt es auch im Rahmen der Erfindung, lediglich den Deckel 16 als
Schaumstoff-Formteil auszubilden, an dem die Wärmetauschereinheit 32 befestigt
ist, während
die weiteren Bestandteile des Aufbewahrungsbehälters 10 aus anderen
Materialien, beispielsweise thermoplastischen Kunststoffformteilen
gefertigt sind, zwischen denen in herkömmlicher Weise eine Isolierung
aus aufgeschäumten
Polystyrol angeordnet ist.