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TECHNISCHES GEBIET
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Die Erfindung betrifft allgemein ein Verfahren zum Steuern eines Fahrzeugs, das ein in einem Tank gespeichertes Dieselemissionsfluid verwendet.
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HINTERGRUND
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In der
US 2008/0306631 A1 ist ein Verfahren zur Verbesserung der Leistung einer Abgasnachbehandlungseinrichtung offenbart. Dabei wird im Falle eines als niedrig detektierten Füllstandes eines Reduktionsmitteltanks ein Maschinensteuerungsmodus für niedrigen Reduktionsmittelstand eingeleitet, in dem die Maschine auf niedrige Emissionen kalibriert wird.
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Die
DE 10 2008 001 919 A1 offenbart ein Verfahren zur Plausibilisierung eines Signals eines Temperatursensors, der in einem Reduktionsmitteltank angeordnet ist. Für den Fall, dass der Temperatursensor einen Temperaturwert unterhalb des Gefrierpunkts des Reduktionsmittels ermittelt wird der Temperatursensor dann als funktionsfähig erkannt, wenn ein Tanklevelsensor ein Nichtvorhandensein von Flüssigkeit erkennt, weil diese gefroren ist.
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Die
US 7,574,900 B2 beschreibt einen Sensor zum Bestimmen, ob eine wässrige Harnstofflösung sich im flüssigen Zustand befindet.
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In der
DE 101 12 139 A1 wird ein Verfahren zur Überwachung eines Temperatursensors eines Abgasnachbehandlungssystems beschrieben.
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Ein Dieselemissionsfluid wird in Verbindung mit einem Katalysator für selektive katalytische Reduktion verwendet, um Stickoxide in dem Abgas des Fahrzeugs zu reduzieren. Das Dieselemissionsfluid ist in einem an dem Fahrzeug angeordneten Tank gespeichert. Der Tank kann drei diskrete Pegelsensoren aufweisen, um den Pegel des Dieselemissionsfluids in dem Tank, d.h. die Masse des in dem Tank verbleibenden Dieselemissionsfluids zu bestimmen. Zusätzlich können die diskreten Pegelsensoren zur Nachfülldetektion verwendet werden, wenn dem Tank neues Dieselemissionsfluid hinzugefügt wird. Wenn das Dieselemissionsfluid aufgetaut ist, d.h. in einem flüssigen Zustand ist, arbeitet das Fahrzeug in einem Protokoll für nicht gefrorenes Dieselemissionsfluid. In dem Protokoll für nicht gefrorenes Dieselemissionsfluid wird die Masse des Dieselemissionsfluids durch einen Algorithmus, d.h. Software, berechnet, der den Pegel des Dieselemissionsfluids in dem Tank auf Grundlage gefilterter Signale von den drei diskreten Pegelsensoren bewertet. Jedoch muss das Dieselemissionsfluid zur richtigen Funktion der Massenbestimmung des Dieselemissionsfluids in dem Tank herum schwappen. Demgemäß ist, wenn das Dieselemissionsfluid gefroren ist und nicht in dem Tank herumschwappt, die Massenbestimmung des Dieselemissionsfluids nicht genau und reflektiert nicht genau den Pegel und/oder die Masse des Dieselemissionsfluids in dem Tank. Zusätzlich können, wenn das Dieselemissionsfluid in dem gefrorenen Zustand ist, die diskreten Pegelsensoren möglicherweise nicht funktionieren und erkennen möglicherweise nicht, dass sich das Dieselemissionsfluid bei oder oberhalb der diskreten Pegelsensoren befindet.
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Das Dieselemissionsfluid gefriert bei etwa negativen elf Grad Celsius (-11 °C). Der Tank umfasst eine Heizung, die das Dieselemissionsfluid aufgetaut hält oder das Dieselemissionsfluid, wenn es gefroren ist, auftaut. Jedoch kann unter gewissen Umgebungsbedingungen das Dieselemissionsfluid dennoch gefrieren.
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Wenn der Pegel und/oder die Masse des Dieselemissionsfluids in dem Tank unter einen vorbestimmten Pegel fällt, kann bei Betrachtung der durchschnittlichen Verbrauchsrate des Dieselemissionsfluids durch das Fahrzeug das Fahrzeug auf einen Betrieb in einem Protokoll für geringe Dieselemissionsfluidveranlassung beschränkt werden. Bei Betrieb mit dem Protokoll für geringe Dieselemissionsfluidveranlassung ist die Geschwindigkeit des Fahrzeugs beschränkt, um einen Bediener des Fahrzeugs zum Nachfüllen des Tanks zu veranlassen. Sobald die Software bestimmt, dass der Tank mit dem Dieselemissionsfluid nachgefüllt worden ist, unterbricht das Fahrzeug das Protokoll für geringe Dieselemissionsfluidveranlassung, und es wird ein Normalbetrieb zugelassen. Wenn jedoch das Dieselemissionsfluid gefriert, bevor das Nachfüllen des Tanks detektiert ist, kann das Fahrzeug weiterhin auf das Protokoll für geringe Dieselemissionsfluidveranlassung beschränkt sein.
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Es ist eine Aufgabe der Erfindung, eine Veranlassung eines Bedieners eines Fahrzeugs zum Nachfüllen von Dieselemissionsfluid zuverlässiger zu gestalten.
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ZUSAMMENFASSUNG
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Es ist ein Verfahren zum Steuern eines Fahrzeugs vorgesehen, das ein in einem Tank gespeichertes Dieselemissionsfluid verwendet. Das Verfahren umfasst ein Bestimmen, ob das Dieselemissionsfluid zumindest teilweise gefroren ist, ein Bestimmen, ob das Fahrzeug gegenwärtig in einem Protokoll für geringe Dieselemissionsfluidveranlassung arbeitet, und ein Definieren einer temporären minimalen Dieselemissionsfluidmasse, die dazu verwendet werden kann, eine Auslösung des Protokolls für geringe Dieselemissionsfluidveranlassung zu verhindern. Eine temporäre minimale Dieselemissionsfluidmasse ist definiert, wenn das Fahrzeug nicht gegenwärtig in dem Protokoll für geringe Dieselemissionsfluidveranlassung arbeitet und wenn das Dieselemissionsfluid zumindest teilweise gefroren ist.
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Demgemäß kann das Definieren der temporären minimalen Dieselemissionsfluidmasse dazu verwendet werden, einen Eintritt des Fahrzeugs in das Protokoll für geringe Dieselemissionsfluidveranlassung zu verhindern, wenn das Dieselemissionsfluid gefroren ist und das Fahrzeug ansonsten nicht in der Lage wäre, den tatsächlichen Pegel von Dieselemissionsfluid in dem Tank richtig zu erfassen.
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Figurenliste
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- 1 ist ein Flussdiagramm, das ein Verfahren zum Steuern eines Fahrzeugs zeigt, das ein in einem Tank gespeichertes Dieselemissionsfluid verwendet.
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DETAILLIERTE BESCHREIBUNG
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Bezug nehmend auf 1 ist ein Verfahren zum Steuern eines Fahrzeugs allgemein mit 20 gezeigt. Das Fahrzeug verwendet ein Dieselemissionsfluid (DEF), das in einem Tank gespeichert ist, der an dem Fahrzeug angeordnet ist. Das DEF wird in Verbindung mit einem Katalysator für selektive katalytische Reduktion verwendet, um Stickoxide in dem Abgas des Fahrzeugs zu reduzieren. Der Tank kann drei diskrete Pegelsensoren aufweisen, die dazu verwendet werden, den Pegel des DEF in dem Tank, d.h. die Masse des in dem Tank verbleibenden DEF zu bestimmen. Zusätzlich können die diskreten Pegelsensoren zur Nachfülldetektion verwendet werden, wenn dem Tank neues DEF hinzugefügt wird.
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Die Masse des DEF wird dazu verwendet, die Distanz zu berechnen, die das Fahrzeug gefahren werden kann, bevor das DEF ausgeht. Diese Berechnung basiert auf einem gleitenden Mittelwert der Verbrauchsrate des DEF und der Masse des in dem Tank verbleibenden DEF.
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Wenn das DEF aufgetaut wird, d.h. in einem flüssigen Zustand ist, arbeitet das Fahrzeug in einem Protokoll für nicht gefrorenes DEF. In dem Protokoll für nicht gefrorenes DEF wird die Masse des DEF durch einen Algorithmus berechnet, der den Pegel des DEF in dem Tank auf Grundlage gefilterter Signale von den drei diskreten Pegelsensoren bewertet. Jedoch muss das DEF in dem Tank herumschwappen, damit das Filterverfahren mit diskretem Pegelsensor richtig funktioniert. Zusätzlich können, wenn sich das DEF in dem gefrorenen Zustand befindet, die diskreten Pegelsensoren möglicherweise nicht funktionieren, und erkennen nicht, dass der DEF-Pegel bei oder oberhalb der diskreten Pegelsensoren liegt. Wenn demgemäß das DEF gefroren ist und nicht in dem Tank herumschwappt, ist die Massenbestimmung des DEF nicht genau und reflektiert den Pegel und/oder die Masse des DEF in dem Tank nicht genau. Wenn beispielsweise das DEF vollständig gefroren ist, kann die Massenbestimmung des DEF auf Grundlage der gefilterten Signale von den drei diskreten Pegelsensoren angeben, dass der Tank leer ist, d.h. kein DEF, und kann bewirken, dass das Fahrzeug in einem Protokoll für geringe DEF-Veranlassung arbeitet, wodurch die Geschwindigkeit des Fahrzeugs beschränkt ist, um einen Bediener des Fahrzeugs zum Hinzusetzen von DEF zu veranlassen. Daher arbeitet, wenn das DEF gefroren oder zumindest teilweise gefroren ist, das Fahrzeug in einem Protokoll für gefrorenes DEF. In dem Protokoll für gefrorenes DEF umgeht das Fahrzeug die Massenbestimmung auf Grundlage der gefilterten Signale von den drei diskreten Pegelsensoren und initialisiert stattdessen die DEF-Masse mit dem letzten bekannten Wert der in dem Tank verbleibenden DEF-Masse. Die Strategie berechnet dann die DEF-Masse, die verbleibt, durch Subtraktion der Masse des DEF, die dosiert worden ist, von dem initialisierten Wert. Zusätzlich darf in dem Protokoll für gefrorenes DEF die DEF-Tankmasse, die berechnet wird, wie vorher beschrieben wurde, nicht unter eine kalibrierbare minimale Massenschwelle fallen, die dazu verwendet werden kann, um zu verhindern, dass das Fahrzeug in das Protokoll für geringe DEF-Veranlassung eintritt, wodurch ein Normalbetrieb des Fahrzeugs zugelassen wird, wenn das DEF gefroren ist.
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Das Fahrzeug kann einen Controller, wie einen Computer und/oder eine Maschinensteuereinheit aufweisen, die zur Steuerung des Betriebs des Fahrzeugs konfiguriert ist. Der Controller kann, ist jedoch nicht darauf beschränkt, insgesamt Software, Hardware, Speicher, Sensoren und Algorithmen umfassen, die erforderlich sind, um alle Aspekte des Fahrzeugs, das dem bereitgestellten Verfahren 20 zugeordnet ist, zu erfassen, zu speichern und zu ändern. Somit sei angemerkt, dass das Verfahren 20 als ein Programm ausgeführt sein kann, das an dem Controller betreibbar ist.
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Das Verfahren 20 umfasst ein Definieren einer Temperatur von gefrorenem DEF, Block 22. Die Temperatur von gefrorenem DEF kann als diejenige Temperatur definiert sein, bei der das DEF gefriert. Beispielsweise kann die Temperatur des gefrorenen DEF gleich negativ elf Grad Celsius (-11 °C) definiert sein. Alternativ dazu kann die Temperatur des gefrorenen DEF auf geringfügig höher als diejenige Temperatur eingestellt sein, bei der das DEF gefriert, um einen Sicherheitsspielraum bereitzustellen. Es sei angemerkt, dass die Temperatur des gefrorenen DEF von der chemischen Zusammensetzung des verwendeten DEF abhängig ist und von den negativen elf Grad Celsius (-11 °C), wie oben beschrieben ist, abweichen kann.
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Das Verfahren 20 umfasst ferner die Bestimmung, ob das DEF zumindest teilweise gefroren ist. Die Bestimmung, ob das DEF zumindest teilweise gefroren ist, kann ein Erfassen einer Temperatur des DEF in dem Tank einschließen, Block 24. Die Temperatur des DEF kann auf eine beliebige geeignete Art und Weise erfasst werden, einschließlich, jedoch nicht darauf beschränkt, Erfassen der Temperatur des DEF in dem Tank mit einem darin angeordneten Sensor.
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Die Bestimmung, ob das DEF zumindest teilweise gefroren ist, umfasst ferner eine Bestimmung, ob die Maschine des Fahrzeugs arbeitet oder nicht arbeitet, Block 26. Die Maschinensteuereinheit kann abgefragt werden, um zu bestimmen, ob die Maschine betrieben wird, d.h. läuft, oder ob die Maschine nicht betrieben wird, d.h. abgeschaltet ist. Wenn bestimmt wird, dass die Maschine nicht arbeitet, wie bei 28 angegeben ist, dann umfasst eine Bestimmung, ob das DEF zumindest teilweise gefroren ist, ferner eine Definition einer minimalen Maschinenabschaltzeit, Block 30, und ein Messen einer Maschinenabschaltzeitperiode, Block 32. Die minimale Maschinenabschaltzeit stellt sicher, dass ausreichend Zeit verstrichen ist, seit die Maschine abgeschaltet worden ist, d.h. nicht betrieben ist, dass jegliche Wärme von der Maschine und/oder von einer Tankheizung, die zum Heizen des DEF-Tanks konfiguriert ist, die Temperaturablesung des DEF nicht beeinträchtigt. Die minimale Maschinenabschaltzeit ist diejenige Zeitdauer, die erforderlich ist, damit eingeschlossene Wärme von dem Bereich um den Tank herum dissipiert, und kann von der Tankgröße und der Anordnung des Tanks in dem Fahrzeug variieren. Die minimale Maschinenabschaltzeit kann auf eine beliebige Zeitperiode eingestellt sein, wie, jedoch nicht darauf beschränkt, eine Zeitperiode von zwanzig (20) Minuten. Die Maschinenabschaltzeit kann auf eine beliebige geeignete Art und Weise gemessen werden, einschließlich, jedoch nicht darauf beschränkt, Messen der Maschinenabschaltzeit mit einer internen Uhr bzw. Taktvorrichtung des Fahrzeugs oder Abfragen der Maschinensteuereinheit.
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Wenn die Maschine nicht arbeitet, dann umfasst das Bestimmen, ob das DEF zumindest teilweise gefroren ist, ferner ein Bestimmen, ob die erfasste Temperatur des DEF in dem Tank geringer als die Temperatur für gefrorenes DEF oder größer als die Temperatur für gefrorenes DEF ist und ob die gemessene Maschinenabschaltzeitperiode kleiner als die minimale Maschinenabschaltzeit oder größer als die minimale Maschinenabschaltzeit ist, Block 34. Wenn die Maschine nicht arbeitet, dann wird das DEF als zumindest teilweise gefroren bestimmt, wenn die erfasste Temperatur des DEF in dem Tank kleiner als die Temperatur für gefrorenes DEF ist und die gemessene Maschinenabschaltzeitperiode größer als die minimale Maschinenabschaltzeit ist, wie bei 36 angegeben ist. Alternativ dazu wird das DEF als nicht gefroren bestimmt, wenn die erfasste Temperatur des DEF in dem Tank größer als die Temperatur für gefrorenes DEF ist und die gemessene Maschinenabschaltzeitperiode größer als die minimale Maschinenabschaltzeit ist, wie bei 38 angegeben ist.
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Wenn bestimmt wird, dass das Fahrzeug arbeitet, was bei 40 angegeben ist, dann umfasst die Bestimmung, ob das DEF zumindest teilweise gefroren ist, ferner eine Definition einer minimalen Umgebungslufttemperaturgrenze, Block 42, und ein Erfassen einer Umgebungslufttemperatur, Block 44. Da die Maschine arbeitet und Wärme erzeugt und die Tankheizung in Betrieb sein kann, um den DEF zu erwärmen, kann die gemessene Temperatur des DEF allein möglicherweise nicht genau reflektieren, ob das DEF zumindest teilweise gefroren ist. Die minimale Umgebungslufttemperaturgrenze ist eine Temperatur, die ausreichend größer als die Temperatur für gefrorenes DEF ist, um sicherzustellen, dass das DEF nicht gefroren ist. Die minimale Umgebungslufttemperatur kann auf eine beliebige Temperatur abhängig von der chemischen Zusammensetzung des DEF eingestellt sein. Beispielsweise kann die minimale Umgebungslufttemperatur als, ist jedoch nicht darauf beschränkt, negative fünf Grad Celsius (-5°C) definiert sein. Die Umgebungslufttemperatur kann auf eine beliebige geeignete Art und Weise erfasst werden, einschließlich, jedoch nicht darauf beschränkt, einen in dem Fahrzeug angeordneten Temperatursensor.
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Wenn das Fahrzeug arbeitet, umfasst eine Bestimmung, ob das DEF zumindest teilweise gefroren ist, ferner eine Bestimmung, ob die erfasste Temperatur des DEF in dem Tank geringer als die Temperatur für gefrorenes DEF oder größer als die Temperatur für gefrorenes DEF ist und ob die erfasste Umgebungslufttemperatur kleiner als die minimale Umgebungslufttemperaturgrenze oder größer als die Umgebungslufttemperaturgrenze ist, Block 46. Wenn die Maschine arbeitet, wird bestimmt, dass das DEF nicht gefroren ist, wenn die erfasste Temperatur des DEF in dem Tank größer als die Temperatur für gefrorenes DEF ist und so für zumindest eine minimale Auftauzeit verblieben ist, und die erfasste Umgebungslufttemperatur größer als die minimale Umgebungslufttemperaturgrenze ist und so für zumindest die minimale Auftauzeit verblieben ist, die bei 48 angegeben ist. Um sicherzustellen, dass das DEF vollständig aufgetaut ist, ist erforderlich, dass die Bedingungen, dass die erfasste Temperatur des DEF in dem Tank größer als die Temperatur für gefrorenes DEF ist und die erfasste Umgebungslufttemperatur größer als die minimale Umgebungslufttemperaturgrenze ist, für die minimale Auftauzeit beibehalten werden. Die minimale Auftauzeit kann als eine beliebige geeignete Zeitperiode definiert sein, einschließlich, jedoch nicht darauf beschränkt, vier Stunden. Es wird bestimmt, dass das DEF zumindest teilweise gefroren ist, wenn die erfasste Temperatur des DEF in dem Tank kleiner als die Temperatur für gefrorenes DEF ist und die erfasste Umgebungslufttemperatur kleiner als die minimale Umgebungslufttemperaturgrenze ist, wie bei 50 angegeben ist. Alternativ dazu kann anstatt einer Überwachung der Temperatur des DEF in dem Tank ein aktives Erwärmen des DEF in dem Tank mit den Tankheizungen verwendet werden, um zu bestimmen, ob der Tank zumindest teilweise gefroren ist. In dieser Situation wird das DEF in dem Tank als nicht zumindest teilweise gefroren betrachtet, wenn das Fahrzeug arbeitet, die DEF-Tankheizung nicht heizt und die Umgebungslufttemperatur größer als eine minimale Schwelle für eine minimale Auftauzeit ist.
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Wenn bestimmt wird, dass das DEF nicht gefroren ist, was bei 38 und 48 angegeben ist, umfasst das Verfahren 20 dann ferner einen Betrieb des Fahrzeugs in dem Protokoll für nicht gefrorenes DEF, Block 52. Wie oben beschrieben ist, erlaubt das Protokoll für nicht gefrorenes DEF eine Berechnung des Pegels des DEF auf Grundlage der gefilterten Signale von den drei diskreten Pegelsensoren in dem Tank. Demgemäß schaltet, wenn das Fahrzeug vorher in dem Protokoll für gefrorenes DEF gearbeitet hat und bestimmt wird, dass das DEF nicht mehr gefroren ist, d.h. nicht gefroren ist, dann das Fahrzeug von dem Protokoll für gefrorenes DEF zurück zu dem Protokoll für nicht gefrorenes DEF.
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Das Verfahren 20 umfasst ferner eine Bestimmung, ob das Fahrzeug derzeit in einem Protokoll für geringe DEF-Veranlassung arbeitet, Block 54. Falls das Fahrzeug in dem Protokoll für nicht gefrorenes DEF arbeitet und die für das DEF verbleibende Distanz als kleiner als ein minimaler Pegel berechnet wird, dann kann das Fahrzeug einen Betrieb in dem Protokoll für geringe DEF-Veranlassung beginnen. Wenn, nachdem das Fahrzeug einen Betrieb in dem Protokoll für geringe DEF-Veranlassung begonnen hat, das DEF in dem Tank gefriert, dann können die drei diskreten Pegelsensoren in dem Tank möglicherweise nicht richtig eine Nachfüllung des DEF detektieren, wodurch bewirkt wird, dass das Fahrzeug einen Betrieb in dem Protokoll für geringe DEF-Veranlassung fortsetzt.
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Wenn bestimmt wird, dass das DEF zumindest teilweise gefroren ist und das Fahrzeug derzeit nicht in dem Protokoll für geringe DEF-Veranlassung arbeitet, wie bei 56 angegeben ist, kann das Verfahren 20 dann ferner eine Definition der temporären minimalen DEF-Masse umfassen, um eine Auslösung des Protokolls für geringe DEF-Veranlassung zu verhindern, Block 58. In dem Protokoll für gefrorenes DEF umgeht das Fahrzeug die Massenbestimmung auf Grundlage der gefilterten Signale von den drei diskreten (engl. „secrete“) Pegelsensoren und initialisiert stattdessen die DEF-Masse mit dem letzten bekannten Wert der in dem Tank verbleibenden DEF-Masse. Die Strategie berechnet dann die verbleibende DEF-Masse durch Subtraktion der DEF, die dosiert worden ist, von dem initialisierten Wert der DEF-Masse. Die in diesem Modus verbleibende DEF-Masse darf nicht unter eine definierte temporäre minimale DEF-Masse fallen. Der Wert der temporären minimalen DEF-Masse kann auf einen beliebigen geeigneten Wert eingestellt sein, um sicherzustellen, dass das Fahrzeug nicht in das Protokoll für geringe DEF-Veranlassung eintritt.
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Wenn bestimmt wird, dass das DEF zumindest teilweise gefroren ist und das Fahrzeug derzeit nicht in dem Protokoll für geringe DEF-Veranlassung arbeitet, dann umfasst das Verfahren 20 ferner eine Deaktivierung eines DEF-Nachfülldetektionsprotokolls, Block 60. Da das Nachfülldetektionsprotokoll die gefilterten Signale von den drei diskreten Pegelsensoren in dem Tank verwendet, funktioniert das Nachfülldetektionsprotokoll nicht richtig, wenn das DEF gefroren ist und nicht in dem Tank herumschwappt.
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Wenn bestimmt wird, dass das Fahrzeug gegenwärtig in dem Protokoll für geringe DEF-Veranlassung arbeitet und das DEF zumindest teilweise gefroren ist, wie bei 62 angegeben ist, dann umfasst das Verfahren 20 ferner eine Erwärmung des DEF in dem Tank, um das DEF aufzutauen, Block 64, und eine Erfassung eines teilweise aufgetauten Pegels des DEF in dem Tank mit zumindest einem der drei diskreten Pegelsensoren, Block 66. Wie oben beschrieben ist, umfasst der Tank die Heizung zum Erwärmen des DEF. Die Heizung kann einen beliebigen geeigneten Typ, Aufbau, Größe und/oder Konfiguration der Heizung, die für den Tank geeignet ist, aufweisen. Das Verfahren 20 umfasst ferner eine Definition einer teilweise aufgetauten DEF-Masse auf Grundlage des erfassten teilweise aufgetauten Pegels des DEF in dem Tank, um einen Austritt des Fahrzeugs von dem Protokoll für geringe DEF-Veranlassung zu erlauben, Block 68. Da das DEF möglicherweise nicht vollständig aufgetaut ist, wenn es durch die diskreten Pegelsensoren des Tanks detektiert wird, wird der Wert für die teilweise aufgetaute DEF-Masse auf Grundlage des höchsten Pegels des diskreten Pegelsensors, der detektiert wird, zugeordnet, sobald das DEF aufzutauen beginnt. Wenn beispielsweise das DEF gefroren ist und nur der zweite Sensor der drei diskreten Pegelsensoren das DEF detektiert, dann wird die Masse des teilweise aufgetauten DEF einem Massenwert zugeordnet, der dem zweiten Sensor der drei diskreten Pegelsensoren zugeordnet ist, unabhängig davon ob dies die genaue Masse ist oder nicht. Dies erlaubt einen Austritt des Fahrzeugs aus dem Protokoll für geringe DEF-Veranlassung, wenn das DEF zumindest teilweise gefroren ist.
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Das Verfahren 20 kann einen Betrieb in einer Schleife fortsetzen, wie bei 70 und 72 angegeben ist. Demgemäß überwacht der Controller kontinuierlich die Temperatur des DEF in dem Tank und den Betrieb des Fahrzeugs, wie oben beschrieben ist, und ändert den Betrieb des Fahrzeugs zwischen dem Protokoll für nicht gefrorenes DEF und dem Protokoll für gefrorenes DEF, wie es erforderlich ist.