DE102009060405A1 - Zweiteiliger Verbindungsbeschlag - Google Patents

Zweiteiliger Verbindungsbeschlag

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    • E04B2001/2628Interlocking connectors, e.g. with hooks or dovetails, added to the elongated wooden members

Abstract

Die Erfindung betrifft einen Verbindungsbeschlag zum lösbaren Verbinden eines ersten Bauteils mit einem zweiten Bauteil, umfassend zumindest einen an dem ersten Bauteil anordenbaren ersten Beschlagteil und zumindest einen an dem zweiten Bauteil anordenbaren zweiten Beschlagteil, wobei die Beschlagteile so ausgestaltet sind, dass der zumindest eine erste Beschlagteil in Eingriff mit dem zumindest einen zweiten Beschlagteil bringbar ist, wobei zumindest einer der beiden Beschlagteile zumindest ein Arretiermittel zum Arretieren der in Eingriff gebrachten Beschlagteile aufweist, wobei das zumindest eine Arretiermittel in eine an dem jeweils anderen Beschlagteil vorgesehene und mit dem Arretiermittel korrespondierende Aussparung einrastet, und wobei das Arretiermittel ausgestaltet ist, im eingerasteten Zustand ein Bewegen der in Eingriff gebrachten Beschlagteile relativ zueinander zu verhindern.

Description

  • GEBIET DER ERFINDUNG
  • Die Erfindung betrifft einen Verbindungsbeschlag zum lösbaren Verbinden von zwei Bauteilen, wobei der Verbindungsbeschlag einen ersten Beschlagteil und einen zweiten Beschlagteil umfasst, wobei der erste Beschlagteil in Eingriff mit dem zweiten Beschlagteil gebracht wird und wobei einer der beiden Beschlagteile zumindest ein Arretiermittel zum Arretieren der in Eingriff gebrachten Beschlagteile aufweist. Ferner wird durch die Erfindung ein Verfahren zur Herstellung eines erfindungsgemäßen Verbindungsbeschlags bereitgestellt.
  • HINTERGRUND DER ERFINDUNG
  • Verbindungsbeschläge der vorgenannten Art sind aus dem Stand der Technik bekannt. So ist aus der deutschen Gebrauchsmusterschrift DE 201 14 883 U1 ein Verbindungsbeschlag für Pfosten-Riegel-Holzkonstruktionen bekannt, welcher zwei im Wesentlichen G-förmige Profile aufweist, von denen eines um 180° axial verdreht mit Spiel in das andere eingesetzt wird und wobei ein Führungskanal, welcher aus zwei gegenüber liegenden Nuten gebildet wird, ein Arretiermittel aufnehmen und die Passformen an den unteren Profilinnenseiten des einen Profils mit den Gegenformen der Profilaußenseite des anderen Profils formschlüssig unter Vorspannung arretiert. Als Arretiermittel dienen hierbei Schrauben, welche an beiden Abschlussseiten des Verbindungsbeschlags zwischen den gegenüber liegenden Nuten eingeschraubt werden.
  • Diese Art des Verbindungsbeschlags hat allerdings den Nachteil, dass eine stabile und feste Verbindung zwischen den beiden Beschlagteilen nicht ohne Werkzeug, welches notwendig ist, die Schraube zwischen den Nuten einzubringen, herstellbar ist.
  • Ferner sind Verbindungsbeschläge bekannt, welche beispielsweise zum Befestigen bzw. Aufhängen von Schränken an einer Wand verwendet werden. Dabei wird an der Wand eine Metallschiene mit einer gewissen Länge befestigt. Diese Metallschiene weist mehrere Vorsprünge auf, in welche mehrere an dem aufzuhängenden Schrank angeordnete Metallhaken in Eingriff gebracht werden können. Alternativ zu den Metallhaken kann auch eine weitere Metallschiene vorgesehen sein, welche ebenfalls mehrere Vorsprünge aufweist, welche mit den Vorsprüngen der an der Wand befestigten Metallschiene korrespondieren. Das aufzuhängende Möbelstück kann dann an der Wand befestigt werden, wobei die Vorsprünge beider Metallschienen ineinander greifen. Die Vorsprünge einer der beiden Metallschienen oder beider Metallschienen wirken dabei als Arretiermittel, so dass die in Eingriff gebrachte Metallschiene lediglich entlang der an der Wand angeordneten Metallschiene verschiebbar ist, um die horizontale Position des aufzuhängenden Schranks bzw. Möbelstücks anzupassen.
  • Nachteil bei diesem bekannten Verbindungsbeschlag ist, dass die in Eingriff gebrachte Metallschiene beliebig horizontal an der an der Wand befestigten Metallschiene verschiebbar ist, was einen solchen Verbindungsbeschlag beispielsweise für Balkenkonstruktionen von Fertighäusern ungeeignet macht, da ein Verschieben eines Bauteils, etwa aus statischen Gründen nicht gewollt ist. Um ein ungewolltes Verschieben, beispielsweise eines Balkens an einem Pfosten, zu vermeiden, war es bislang nötig, zusätzliche Beschläge anzubringen, welche ein Verschieben des Balkens verhindern. Beispielsweise ist es bekannt, ein Winkelprofil fest mit dem Balken und der Wand bzw. dem Pfosten zu verbinden, wobei die Last des Balkens von dem Verbindungsbeschlag aufgenommen wird und das Winkelprofil lediglich ein horizontales Verschieben des Balkens verhindert.
  • Ein weiterer Nachteil des bekannten Verbindungsbeschlags besteht darin, dass für die Herstellung einer festen und gleichzeitig lösbaren Verbindung zwischen einem Balken und einem Pfosten zusätzliche Maßnahmen notwendig waren, um ein unbeabsichtigtes Lösen der in Eingriff gebrachten Beschlagteile zu verhindern. Hierbei wurden entweder die Beschlagteile, nachdem sie in Eingriff gebracht worden sind, miteinander verschraubt oder es wurde der Balken fest mit dem Pfosten verschraubt, wobei diese Verschraubung des Balkens mit dem Pfosten lediglich das Lösen der in Eingriff gebrachten Beschlagteile verhindert. Um ein unbeabsichtigtes Verschieben und um ein unbeabsichtigtes Lösen der in Eingriff gebrachten Beschlagteile zu verhindern bzw. die zur Verhinderung bekannten Maßnahmen durchzuführen, war der Einsatz von Werkzeug notwendig. Ebenso ist der Einsatz von Werkzeug notwendig, um die Beschlagteile des Verbindungsbeschlags wieder voneinander zu trennen.
  • AUFGABE DER ERFINDUNG
  • Aufgabe der vorliegenden Erfindung war es daher, einen Verbindungsbeschlag zum lösbaren Verbinden von zwei Bauteilen bereitzustellen, wobei die Beschlagteile des Verbindungsbeschlags ohne Einsatz von Werkzeug miteinander verbindbar und ohne Einsatz von Werkzeug wieder voneinander lösbar sind, wobei insbesondere ein Bewegen der Beschlagteile relativ zueinander verhindert werden soll, nachdem die Beschlagteile miteinander verbunden worden sind. Der Verbindungsbeschlag bzw. die Beschlagteile des Verbindungsbeschlags sollen dabei technisch einfach und kostengünstig herstellbar sein.
  • ERFINDUNGSGEMÄßE LÖSUNG
  • Gelöst wird diese Aufgabe durch einen Verbindungsbeschlag zum lösbaren Verbinden von zwei Bauteilen, sowie ein Verfahren zur Herstellung eines erfindungsgemäßen Verbindungsbeschlags gemäß den unabhängigen Ansprüchen. Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den abhängigen Ansprüchen angegeben.
  • Bereitgestellt wird demnach ein Verbindungsbeschlag zum lösbaren Verbinden eines ersten Bauteils, z. B. ein Holzpfosten, mit einem zweiten Bauteil, z. B. ein Holzbalken, insbesondere für Balkenkonstruktionen von Fertighäusern, umfassend zumindest einen an dem ersten Bauteil anordenbaren ersten Beschlagteil und zumindest einen an dem zweiten Bauteil anordenbaren zweiten Beschlagteil, wobei die Beschlagteile so ausgestaltet sind, dass der zumindest eine erste Beschlagteil in Eingriff mit dem zumindest einen zweiten Beschlagteil gebracht wird, und wobei zumindest einer der beiden Beschlagteile zumindest ein Arretiermittel zum Arretieren der in Eingriff gebrachten Beschlagteile aufweist. Das zumindest eine Arretiermittel rastet dabei in eine an dem jeweils anderen Beschlagteil vorgesehene und mit dem Arretiermittels korrespondierende Aussparung ein, wobei das Arretiermittel so ausgestaltet ist, dass es im eingerasteten Zustand ein Bewegen der in Eingriff gebrachten Beschlagteile relativ zueinander verhindert.
  • Damit wird eine besonders stabile und feste Verbindung der beiden Beschlagteile und damit auch eine besonders stabile Verbindung zwischen den beiden Bauteilen hergestellt, wobei das Verbinden der beiden Beschlagteile bzw. der beiden Bauteile miteinander ohne Einsatz von Werkzeug bewerkstelligt werden kann. Vorteilhaft ist ferner, dass die Beschlagteile ebenfalls ohne Einsatz von Werkzeug wieder voneinander gelöst werden können.
  • Der das Arretiermittel aufweisende Beschlagteil kann eine mit der Aussparung des jeweils anderen Beschlagteils korrespondierende Vertiefung zur Aufnahme des Arretiermittels aufweisen, wobei das Arretiermittel ein Federelement und einen Zapfen umfassen kann und wobei der Zapfen von einer ersten, arretierten Position, in welcher zumindest ein Teil des Zapfens aus der Vertiefung herausragt und bei in Eingriff gebrachten Beschlagteilen zumindest teilweise in die Aussparung des anderen Beschlagteils hineinragt, gegen die Federkraft des Federelements in eine zweite, nicht arretierte Position, in welcher der Zapfen vollständig innerhalb der Vertiefung liegt, beweglich ist.
  • Damit können in besonders einfacher Weise die Beschlagteile wieder voneinander gelöst werden, indem der Zapfen gegen die Federkraft des Federelements in die Vertiefung, welche das Arretiermittel aufnimmt, hineingedrückt wird. Gleichzeitig wird damit ein Arretiermittel bereitgestellt, mit welchem die Beschlagteile beliebig oft miteinander verbunden und wieder voneinander gelöst werden können, ohne dabei die Beschlagteile oder das Arretiermittel zu beschädigen.
  • Der in der ersten Position aus der Vertiefung herausragende Teil des Zapfens kann derart ausgestaltet sein, dass eine senkrecht zur Längsachse des Zapfens wirkende Kraft ein Bewegen des Zapfens in die zweite, nicht arretierte Position bewirkt. Besonders vorteilhaft ist hierbei, wenn der in der ersten Position aus der Vertiefung herausragende Teil des Zapfens abgeschrägt ist.
  • Damit wird der Zapfen allein durch die senkrecht zur Längsachse des Zapfens wirkende Kraft, welche von dem anderen Beschlagteil auf den Zapfen wirkt, in die Vertiefung gedrückt.
  • An den Zapfen kann ein Stift angeordnet sein, welcher zumindest teilweise in eine randseitige Aussparung des das Arretiermittel aufweisenden Beschlagteils hineinragt. Dieser Stift kann dafür vorgesehen sein, den Zapfen gegen die Federkraft des Federelements in die Vertiefung zu bewegen.
  • Das Arretiermittel kann ein Federstahlblech mit einem Haken umfassen, wobei das Federstahlblech an dem zweiten Beschlagteil angeordnet ist und wobei der erste Beschlagteil eine Aussparung aufweist, in welche der Haken des Federstahlblechs bei in Eingriff gebrachten Beschlagteil lösbar einrastet.
  • Damit lassen sich insbesondere Beschlagteile mit geringen Abmessungen realisieren, so dass der erfindungsgemäße Verbindungsbeschlag beispielsweise auch im Bereich des Möbelbaus eingesetzt werden kann.
  • Der zweite Beschlagteil kann an der dem zweiten Bauteil zugewandten Seite eine Aussparung zur Aufnahme des Federstahlblechs aufweisen, wobei die Breite der Aussparung im Wesentlichen der Breite des Federstahlblechs entspricht.
  • Die Tiefe der Aussparung, die vorzugsweise größer als die Dicke des Federstahlblechs, vorzugsweise größer als die Dicke des Federstahlblechs im Bereich des Hakens.
  • Das Federstahlblech ragt so nicht über die dem zweiten Bauteil zugewandten Seite des zweiten Beschlagteils hinaus, so dass der zweite Beschlagteil mit der dem zweiten Bauteil zugewandten Seite im Wesentlichen formschlüssig an dem zweiten Bauteil befestigt werden kann. Weil die Tiefe der Aussparung größer ist als die Dicke des Federstahlblechs kann das Federstahlblech auch bei einem an dem zweiten Bauteil angebrachten Beschlagteil in Richtung des zweiten Bauteils bewegt werden, um so das zweite Beschlagteil von dem ersten Beschlagteil zu lösen.
  • Vorteilhaft ist es, wenn die Beschlagteile jeweils durch ein U-Profil mit senkrecht zum Profilboden angeordneten Flanschen gebildet werden, wobei die Flansche eine unterschiedliche Länge aufweisen können. Die in Eingriff gebrachten Beschlagteile können zusammen einen im Wesentlichen quadratischen Querschnitt aufweisen.
  • Weiter hat es sich als vorteilhaft erwiesen, wenn der erste Beschlagteil formschlüssig mit dem zweiten Beschlagteil in Eingriff gebracht wird. Damit wird erreicht, dass das in Eingriff gebrachte Beschlagteil im Wesentlichen nur mehr entlang der Langsachse des anderen Beschlagteils beweglich ist, bis der Zapfen des Arretiermittels in die dafür vorgesehene Aussparung des anderen Beschlagteils einrastet. Ein Verschieben des in Eingriff gebrachten Beschlagteils senkrecht zur Längsachse des anderen Beschlagteils wird damit im Wesentlichen vermieden.
  • Als besonders vorteilhaft hat es sich herausgestellt, wenn die beiden Beschlagteile einen im Wesentlichen identischen Querschnitt aufweisen. Das ist insbesondere für die Herstellung des Verbindungsbeschlags von Vorteil, da beide Beschlagteile des Verbindungsbeschlags aus einem einzigen Profil hergestellt werden können.
  • Die Beschlagteile können jeweils eine Anzahl von Bohrlöchern aufweisen, um die Beschlagteile mit durch die Bohrlöcher hindurch geführten Befestigungsmittel an dem jeweiligen Bauteil zu befestigen.
  • Vorteilhaft ist hierbei, wenn die Bohrlöcher als gesenkte Bohrlöcher ausgestaltet sind und die Befestigungsmittel Schrauben umfassen, wobei die Schraubenköpfe der Schrauben so ausgestaltet sind, dass sie in der Senkung der Bohrlöcher bündig mit der Oberfläche der Beschlagteile ausliegen. Damit wird erreicht, dass auch nach dem Befestigen der Beschlagteile an dem jeweiligen Bauteil eine formschlüssige Verbindung der in Eingriff gebrachten Beschlagteile herstellbar ist.
  • Ferner wird durch die Erfindung ein Verfahren zur Herstellung eines einen ersten Beschlagteil und einen zweiten Beschlagteil aufweisenden zweiteiligen Verbindungsbeschlags bereitgestellt, wobei die Beschlagteile so ausgestaltet sind, dass der erste Beschlagteil in Eingriff mit dem zweiten Beschlagteil bringbar ist, wobei beide Beschlagteile aus einem einteiligen U-Profil hergestellt werden, wobei die Flansche des U-Profils senkrecht zum Profilboden angeordnet sind und wobei die Flansche eine unterschiedliche Länge aufweisen.
  • In den Flanschen des einteiligen U-Profils können entlang der Längsachse des U-Profils mehrere im Wesentlichen gleichmäßig zueinander beabstandete und im Wesentlichen senkrecht zu den Flanschen verlaufende Bohrlöcher angebracht werden, wobei zumindest eines der Bohrlöcher vorgesehen ist, ein Federelement und einen Zapfen aufzunehmen und wobei ein anderes der Bohrlöcher vorgesehen ist, bei in Eingriff gebrachten Beschlagteilen, den in dem einen Bohrloch angeordneten Zapfen zumindest teilweise aufzunehmen.
  • Die Beschlagteile können aus hochfestem Material, etwa Stahl, Edelstahl oder Aluminium hergestellt werden und sind daher insbesondere für Balkenkonstruktionen von Fertighäusern, z. B. Holz-Fertighäusern geeignet.
  • KURZBESCHREIBUNG DER FIGUREN
  • Weitere Einzelheiten und Merkmale der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung in Verbindung mit der Zeichnung. Es zeigt:
  • 1 eine Prinzipskizze eines erfindungsgemäßen Verbindungsbeschlags mit zwei Beschlagteilen, welche jeweils an einem Bauteil befestigt sind;
  • 2 ein erfindungsgemäßer Beschlagteil, welcher ein Arretiermittel aufweist, in einer Frontansicht und in einer Schnittansicht;
  • 3 ein erfindungsgemäßer Beschlagteil, welcher eine Aussparung zur Aufnahme des Arretiermittels des anderen Beschlagteils aufweist, in einer Frontansicht und in einer Schnittansicht;
  • 4 ein Beschlagteil mit einem Arretiermittel, wobei das Arretiermittel einen Stift zum Verschieben des Arretiermittels aufweist;
  • 5 eine alternative Ausgestaltung eines Zapfens des Arretiermittels;
  • 6 eine perspektivische Ansicht eines erfindungsgemäßen Verbindungsbeschlags;
  • 7 einen erfindungsgemäßen Beschlag mit einem ersten Beschlagteil und einem zweiten Beschlagteil, wobei das Arretiermittel durch ein Federstahlblech gebildet wird; und
  • 8 zwei miteinander in Eingriff gebrachte erfindungsgemäße Beschlagteile, welche mit einem Federstahlblech arretiert sind.
  • 1 zeigt schematisch den Aufbau und die Wirkungsweise eines erfindungsgemäßen Verbindungsbeschlags. Der Verbindungsbeschlag umfasst einen ersten Beschlagteil 10 und einen zweiten Beschlagteil 20, wobei beide Beschlagteile 10, 20 zusammen einen zweiteiligen Verbindungsbeschlag bilden.
  • Der erste Beschlagteil 10 ist mit einem Befestigungsmittel, beispielsweise einer Schraube 85 an einem ersten Bauteil 1 befestigt. Das erste Bauteil 1 kann beispielsweise eine Wand oder ein Holzpfosten sein, an dem ein zweites Bauteil 2, beispielsweise ein Holzbalken angeordnet und fest mit dem Holzpfosten 1 verbunden werden soll. Der zweite Beschlagteil 20 ist ebenfalls mit Schrauben 85 an dem zweiten Bauteil, beispielsweise einem Holzbalken 2 befestigt.
  • Die Beschlagteile 10, 20 sind jeweils so ausgestaltet und so an dem jeweiligen Bauteil 1, 2 angebracht, dass der zweite Beschlagteil 20 in Eingriff mit dem ersten Beschlagteil 10 gebracht werden kann. Zwei in Eingriff gebrachte Beschlagteile 10, 20 sind auf der rechten Seite von 1 gezeigt. Ist der zweite Beschlagteil 20 mit dem ersten Beschlagteil 10 in Eingriff gebracht worden, wird die Last des Holzbalkens 2 über den Verbindungsbeschlag 10, 20 und dem Holzpfosten 1 abgetragen.
  • Die Beschlagteile 10, 20 sowie die Schrauben 25 sind vorzugsweise aus einem hochfesten Material, beispielsweise aus Stahl, vorzugsweise aus Edelstahl oder Aluminium gefertigt und eigenen sich daher besonders gut für die Herstellung von Pfosten-Balken-Konstruktionen für Fertighäuser.
  • In der in 1 gezeigten Ausführung des Verbindungsbeschlags sind die beiden Beschlagteile 10, 20 so ausgestaltet, dass die in Eingriff gebrachten Beschlagteile 10, 20 zusammen einen im Wesentlichen quadratischen Querschnitt 93, wie auf der rechten Seite von 1 gezeigt, aufweisen. Insbesondere sind die beiden Beschlagteile 10, 20 so ausgestaltet, dass der zweite Beschlagteil 20 im Wesentlichen formschlüssig mit dem ersten Beschlagteil 10 in Eingriff gebracht werden kann, was ein Verschieben des in Eingriff gebrachten Beschlagteils 20 senkrecht zur Längsachse LA (vgl. 2) des anderen Beschlagteils 10 verhindert.
  • 2 zeigt einen zweiten Beschlagteil 20 sowohl in einer Ansicht senkrecht zur Längsachse LA (links) als auch in einer Schnittdarstellung (rechts). Der Beschlagteil 20 weist mehrere Bohrlöcher 80 auf, mit welchen der Beschlagteil 20 beispielsweise mit Schrauben 85 an dem Bauteil befestigt wird. Die Bohrlöcher 80 sind vorzugsweise als gesenkte Bohrlöcher ausgestaltet, so dass die Schraubenköpfe der Schrauben in die Bohrlöcher versenkbar sind. Die Senkung der Bohrlöcher 80 und die Schraubenköpfe der Schrauben 85 sind vorzugsweise so ausgestaltet, dass die Schraubenköpfe in der Senkung der Bohrlöcher bündig mit der Oberfläche des Beschlagteils aufliegen, zusammen also eine im Wesentlichen ebene Oberfläche bilden.
  • Zwei Bohrlöcher 80 sind hier an dem längeren Flansch 27 des U-förmigen Profils vorgesehen, während zwei weitere Bohrlöcher 80 oberhalb des Profilbodens 25 durch den Beschlagteil 20 hindurch geführt sind. Damit kann eine besonders stabile Befestigung des Beschlagteils 20 an dem Bauteil gewährleistet werden. Die Durchmesser der Bohrlöcher bzw. der verwendeten Schrauben zur Befestigung an dem Bauteil können dabei in Abhängigkeit der aufzunehmenden Last dimensioniert werden. Gegebenenfalls können weitere Bohrlöcher für die Befestigung des Beschlagteils 20 an dem Bauteil vorgesehen werden.
  • Zusätzlich weist der zweite Beschlagteil 20 eine Vertiefung 30 auf, in welche Arretiermittel anordenbar sind. Die Vertiefung 30 ist oberhalb des Profilbodens 25 angeordnet und ist hier ein als das Beschlagteil 20 nicht durchdringendes Bohrloch ausgestaltet.
  • Das in dem Bohrloch bzw. in der Vertiefung 30 angeordnete Arretiermittel besteht im Wesentlichen aus einem Federelement 40 und einem Zapfen 50, wobei das Federelement 40 und der Zapfen 50 so in der Vertiefung 30 angeordnet sind, dass der Zapfen 50 gegen die Federkraft in die Vertiefung 30 bewegt werden kann. Das Federelement 40 sorgt dafür, dass der Zapfen 50 im arretierten Zustand zumindest teilweise aus der Vertiefung 30 heraus geschoben wird. Der Zapfen 50 weist zudem Mittel auf, welche ein Herausfallen des Zapfens 50 aus der Vertiefung 30 verhindern, welche mit Bezug auf 4 näher beschrieben werden.
  • Der zweite Beschlagteil weist im Wesentlichen ein U-Profil mit senkrecht zum Profilboden 25 angeordneten Flanschen 26, 27 auf, wobei die Flansche 26, 27 hier jeweils eine unterschiedliche Länge aufweisen. Die Breite der kurzen Flansche 26 des zweiten Beschlagteils 20 entspricht im Wesentlichen der Breite des Profilbodens 25 des ersten Beschlagteils, während die Breite der kurzen Flansche 26 des ersten Beschlagteils 10 im Wesentlichen der Breite des Profilbodens 25 des zweiten Beschlagteils 20 entspricht. Die langen Flansche 27 der beiden Beschlagteile 10, 20 können jeweils unterschiedlich breit sein.
  • Zusammen mit einem ersten Beschlagteil 10, welches im Wesentlichen den gleichen Querschnitt wie das zweite Beschlagteil 20 aufweist, kann so eine formschlüssige Verbindung beider Beschlagteile hergestellten werden, wie in der rechten Abbildung in 1 gezeigt.
  • Der Zapfen 50 weist hier Metall, vorzugsweise Stahl, besonders bevorzugt Edelstahl auf. Die Verwendung solcher hochfester Materialien gewährleistet, dass eine besonders stabile und sichere Arretierung der in Eingriff gebrachten Beschlagteile 10, 20 ermöglicht wird. Dies ist insbesondere bei der Verwendung von Holzbauteilen, etwa Holzpfosten und/oder Holzbalken von Vorteil, da Holz über die Zeit seine Dimensionen verändern kann und so Kräfte auf den Zapfen 50 einwirken können.
  • 3 zeigt einen ersten Beschlagteil 10 in einer Ansicht senkrecht zur Längsachse des Beschlagteils 10 (links) und in einer Schnittdarstellung (rechts). Der erste Beschlagteil 10 weist mehrere Bohrlöcher 80 auf, welche zum einen am längeren der beiden Flansche 26, 27 angeordnet sind und zum anderen das Beschlagteil unterhalb des Profilbodens 25 durchdringen. Die Bohrlöcher 80 des ersten Beschlagteils 10 sind hier ebenfalls als gesenkte Bohrlöcher ausgestaltet, um die Schraubköpfe der Schrauben, mit welchen der erste Beschlagteil 10 an dem Holzpfosten 1 befestigt wird, vollständig zu versenken, damit eine im Wesentlichen ebene Oberfläche des ersten Beschlagteils erhalten bleibt. Auch bei dem ersten Beschlagteil 10 können je nach vorgesehener Kraftaufnahme weitere Bohrlöcher 80 vorgesehen werden.
  • Der erste Beschlagteil 10 weist zudem eine Aussparung 70 auf, welche hier ebenfalls als Bohrloch an dem längeren der beiden Flansche 26, 27 angeordnet ist. Der Durchmesser des Bohrlochs entspricht im Wesentlichen dem Durchmesser des Zapfens 50 und dient bei in Eingriff gebrachten Beschlagteilen zur Aufnahme des Zapfens 50. Die Aussparung 70 ist daher so angeordnet, dass das Federelement 40 den Zapfen 50 bei in Eingriff gebrachten Beschlagteilen zumindest teilweise in die Aussparung 70 hinein schieben kann. Beide Beschlagteile sind dann gegeneinander arretiert, so dass ein Bewegen der Beschlagteile relativ zueinander entlang der Längsachse LA und ein Lösen der beiden Beschlagteile voneinander nicht mehr möglich ist, ohne vorher den Zapfen 50 wieder aus der Aussparung 70 heraus zu drücken.
  • Je nach Anforderung kann der erste Beschlagteil 10 mehrere Aussparungen 70 vorsehen, um beispielsweise den zweiten Beschlagteil 20 an unterschiedlichen Positionen entlang der Längsachse LA zu arretieren, indem der zweite Beschlagteil 20 so in Eingriff mit dem ersten Beschlagteil 10 angebracht wird, dass der Zapfen 50 in die gewünschte Aussparung 70 einrasten kann.
  • Das Bohrloch 70 kann auch als schlitzförmige Aussparung ausgestaltet sein, in welche der Zapfen 50 einrasten kann und entlang der Längsachse des ersten Beschlagteils verschoben werden kann. Damit können leichte Abweichungen, welche bei der Fertigung der Beschlagteile 10, 20 entstehen können, ausgeglichen werden.
  • Bei entsprechender Länge des ersten Beschlagteils 10 und bei mehreren Aussparungen 70 an dem ersten Beschlagteil 10 können auch mehrere zweite Beschlagteile 20 in Eingriff mit dem ersten Beschlagteil 10 gebracht werden und mit den Arretiermitteln entsprechend arretiert werden.
  • In der in 3 gezeigten Schnittansicht ist zudem ein Dichtmittel 28 gezeigt, welches an der Innenseite der Flansche 26, 27 und am Profilboden 25 angeordnet ist. Zusammen mit einer entsprechenden Dichtung am zweiten Beschlagteil (vgl. 4) kann so effizient eine durch die beiden Beschlagteile gebildete Kältebrücke unterbrochen werden und gleichzeitig eine Schallübertragung vom Holzbalken über den Verbindungsbeschlag zum Holzpfosten reduziert werden. Als Dichtungsmittel kann beispielsweise eine Gummidichtung vorgesehen werden.
  • Eine zwischen den beiden Berührungsflächen der Beschlagteile angeordnete Gummidichtung hat zudem den Vorteil, dass diese aufgrund ihrer rutschhemmenden Eigenschaften auch ein Bewegen der in Eingriff gebrachten Beschlagteile relativ zueinander verhindern kann, so dass in einer besonders einfachen Ausgestaltung der Erfindung die Dichtungsmittel ebenfalls als Arretiermittel wirken.
  • 4 zeigt eine Ausgestaltung eines zweiten Beschlagteils 20, wobei an dem Zapfen 50 ein Stift 60 angeordnet ist, welcher in eine randseitige Aussparung 35 des Beschlagteils 20 hineinragt und von außerhalb des Beschlagteils 20 zugänglich ist. Der Stift 60 ist fest mit dem Zapfen 50 verbunden, so dass mit dem Stift 60 der Zapfen 50 gegen die Federkraft des Federelements in das Bohrloch 30 bewegt werden kann. Gleichzeitig verhindert der Stift 60, dass der Zapfen 50 durch die Federkraft aus dem Bohrloch 30 heraus fallen kann, weil der Zapfen 50 nur so weit aus dem Bohrloch heraus bewegt werden kann bis der Stift 60 an die Seitenwandung der randseitigen Aussparung 35 stößt.
  • Ebenfalls ist in 4 ein Dichtmittel 28 gezeigt, welches zusammen mit dem Dichtmittel 28 des ersten Beschlagteils 10 eine Kälte- bzw. Schallübertragung über den Verbindungsbeschlag reduziert.
  • 5 zeigt einen zweiten Beschlagteil 20, wobei der aus der Vertiefung 30 herausragende Teil des Zapfens 50 abgeschrägt ist. Eine derartige Ausgestaltung des Zapfens 50 hat den Vorteil, dass eine senkrecht zur Längsachse LZ des Zapfens 50 wirkende Kraft F ein Bewegen des Zapfens 50 in die Vertiefung 30 bewirkt. Damit kann der zweite Beschlagteil 20 einfach auf einen ersten Beschlagteil 10 aufgesetzt werden, wobei das Gewicht des mit dem zweiten Beschlagteil 20 verbundenen Holzbalkens 2 ausreichend ist, den Zapfen 50 in das Bohrloch 30 zu bewegen.
  • Sobald der zweite Beschlagteil 20 vollständig mit dem ersten Beschlagteil 10 in Eingriff gebracht worden ist und der Zapfen 50 mit der Aussparung 70 des ersten Beschlagteils korrespondiert, wird der Zapfen 50 durch die Federkraft des Federelements 40 aus der Vertiefung 30 heraus gedrückt und teilweise in die Aussparung 70 hinein geschoben.
  • Weil die der abgeschrägten Seite des Zapfens 50 gegenüber liegende Seite nicht abgeschrägt ist, wird ein selbständiges Lösen des zweiten Beschlagteils 20 von dem ersten Beschlagteil 10 vermieden.
  • Ein Verbinden des ersten Beschlagteils mit dem zweiten Beschlagteil und ein Lösen der beiden Beschlagteile voneinander können insbesondere ohne Zuhilfenahme eines Werkzeugs bewerkstelligt werden.
  • 6 zeigt schließlich einen ersten Beschlagteil 10 und einen zweiten Beschlagteil 20 in einer perspektivischen Ansicht. Der zweite Beschlagteil 20 wird in Eingriff mit dem ersten Beschlagteil 10 gebracht, so dass die innere Begrenzungsseite der längeren Flansche 27 des einen Beschlagteils mit der äußeren Begrenzungsseite der kürzeren Flansche des anderen Beschlagteils sowie die inneren Begrenzungsflächen der beiden kürzeren Flansche 26 in Berührung kommen. Schließlich kommt auch die Abschlussfläche der kürzeren Flansche des einen Beschlagteils mit dem Profilboden des anderen Beschlagteils in Berührung. Die beiden Beschlagteile 10, 20 können nun so lange horizontal relativ zueinander bewegt werden, bis der Zapfen 50 des zweiten Beschlagteils in die Aussparung 70 des ersten Beschlagteils einrastet.
  • 7 zeigt eine weitere erfindungsgemäße Ausführungsform eines Verbindungsbeschlages. Der erste Beschlagteil 10 und der zweite Beschlagteil 20 werden im Wesentlichen durch ein U-Profil mit senkrecht zum Profilboden angeordneten Flanschen gebildet, wie bereits mit Bezug auf 1 gezeigt.
  • Der zweite Beschlagteil 20 weist an der dem zweiten Bauteil zugewandten Seite, d. h. an der Seite, mit welcher der zweite Beschlagteil 20 an dem Bauteil angeordnet wird, eine Aussparung 110 auf. Die Aussparung 110 erstreckt sich hierbei im Wesentlichen über die gesamte Breite des zweiten Beschlagteils 20. Die Aussparung 110 ist so ausgestaltet, dass sie ein Federstahlblech 100 aufnehmen kann. Im Bereich der Aussparung weist der zweite Beschlagteil 20 Bohrlöcher 81 auf, welche mit Bohrlöchern 82 des Federstahlblechs 100 korrespondieren, so dass das Federstahlblech 100 mit Befestigungsmittel, beispielsweise Schrauben, an dem zweiten Beschlagteil 20 befestigt werden kann.
  • Das Federstahlblech 100 weist an dem unteren Ende einen Haken 101 auf, welcher bei in Eingriff gebrachten Beschlagteilen 10, 20 in eine am ersten Beschlagteil 10 vorgesehene Aussparung 102 einrastet. Ein selbstständiges Lösen des zweiten Beschlagteils 20 von dem ersten Beschlagteil 10 wird dadurch effizient verhindert. Die Breite der Aussparung 102 an dem ersten Beschlagteil 10 entspricht im Wesentlichen der Breite des Federstahlblechs 100, so dass auch ein Bewegen der in Eingriff gebrachten Beschlagteile 10, 20 relativ zueinander verhindert wird.
  • Die Tiefe T1 der Aussparung 110 an dem zweiten Beschlagteil 20, in welche das Federstahlblech 100 angeordnet wird, ist größer als die Dicke T2 des Federstahlblechs 100. Damit wird gewährleistet, dass bei einem an einem Bauteil befestigten zweiten Beschlagteil 20 das Federstahlblech 100 in Richtung des Bauteils bewegt werden kann, so dass einerseits der zweite Beschlagteil 20 mit dem ersten Beschlagteil 10 in Eingriff gebracht werden kann und andererseits die verbundenen Beschlagteile 10, 20 durch Herausdrücken des Hakens 101 des Federstahlblechs 100 aus der Aussparung 102 des ersten Beschlagteils 10 wieder voneinander gelöst werden können.
  • Das Verbinden der beiden Beschlagteile 10, 20 miteinander erfolgt einfach dadurch, dass der zweite Beschlagteil 20 mit dem ersten Beschlagteil 10 in Eingriff gebracht wird, wie es beispielsweise in 1 gezeigt ist. Beim Aufsetzen des zweiten Beschlagteils 20 auf den ersten Beschlagteil 10 wird das Federstahlblech 100 leicht nach außen gedrückt, so dass der zweite Beschlagteil 20 vollständig mit dem ersten Beschlagteil 10 in Eingriff gebracht werden kann. Sobald der zweite Beschlagteil 20 vollständig mit dem ersten Beschlagteil 10 in Eingriff gebracht worden ist, rastet der Haken 101 des Federstahlblechs 100 in die Aussparung 102 des ersten Beschlagteils 10 ein.
  • Erfindungsgemäß können also die Beschlagteile 10, 20 ohne Zuhilfenahme eines Werkzeuges miteinander verbunden werden und voneinander gelöst werden.
  • 8 zeigt zwei miteinander in Eingriff gebrachte Beschlagteile 10, 20, wie sie mit Bezug auf 7 gezeigt sind. Erkennbar ist hierbei, dass die Tiefe T1 der Aussparung 110 an dem zweiten Beschlagteil 20 im Wesentlichen der Dicke T3 des Federstahlblechs 100 im Bereich des Hakens 101 entspricht.
  • In der rechten Abbildung der 8 ist ein zweiter Beschlagteil 20 in der Vorderansicht gezeigt. Die Bohrlöcher 80 sind vorgesehen, um den zweiten Beschlagteil an einem Bauteil, beispielsweise mittels Schraube 85 zu befestigen. Die Bohrlöcher 82 an dem Federstahlblech 100 sind vorgesehen, das Federstahlblech mittels Befestigungsmittel an dem zweiten Beschlagteil 20 zu befestigen.
  • Der erfindungsgemäße Verbindungsbeschlag ist besonders einfach und kostengünstig herzustellen. Für die Herstellung des ersten und des zweiten Beschlagteils 10, 20 wird ein U-Profil verwendet, bei dem die Flansche 26, 27 senkrecht zum Profilboden 25 angeordnet sind und bei dem die Flansche 26, 27 unterschiedliche Längen aufweisen. In dem einteiligen U-Profil können die mit Bezug auf die vorangegangenen Figuren beschriebenen Bohrlöcher 80, Vertiefungen 30 und Aussparungen 70 vorgefertigt werden. Dabei ist insbesondere von Vorteil, dass die vorzunehmenden Bohrungen in einem Arbeitsgang an dem einteiligen U-Profil vorgenommen werden können, beispielsweise mit Hilfe einer Mehrsprindelbohrmaschine. Dadurch wird gewährleistet, dass insbesondere die Vertiefungen 30 zur Aufnahme der Arretiermittel und die Aussparungen 70 so hergestellt werden, das sie bei in Eingriff gebrachten Beschlagteilen miteinander korrespondieren.
  • In einem weiteren Herstellungsschritt kann das U-Profil in einen ersten Beschlagteil 10 und einen zweiten Beschlagteil 20 getrennt werden. Auf diese Weise können aus einem einteiligen U-Profil, welches beispielsweise als Meterware verfügbar ist, mehrere erste Beschlagteile und mehrere zweite Beschlagteile hergestellt werden, wobei insbesondere die exakte Anordnung der Vertiefung 30 und der Aussparung 70 gewährleistet werden kann. Das U-Profil selbst kann mit einem Extrudierverfahren hergestellt werden. Alternativ kann das U-Profil auch mit einem Fräsverfahren hergestellt werden.
  • Bezugszeichenliste
  • 1
    erstes Bauteil (z. B. Holzpfosten)
    2
    zweites Bauteil (z. B. Holzbalken)
    10
    erster Beschlagteil
    20
    zweiter Beschlagteil
    21
    dem zweiten Bauteil zugewandte Seite des zweiten Beschlagteils
    25
    Profilboden eines Beschlagteils (als U-Profil)
    26, 27
    Flansch eines Beschlagteils
    28
    Dichtungsmittel (z. B. Gummidichtung)
    30
    Vertiefung, z. B. Bohrloch zur Aufnahme des Arretiermittels
    35
    randseitige Aussparung am Beschlagteil
    40
    Federelement des Arretiermittels
    50
    Zapfen des Arretiermittels
    60
    Stift, welcher am Zapfen angeordnet ist
    70
    Aussparung, in welcher der Zapfen einrasten kann
    80, 81, 82
    Bohrlöcher (z. B. gesenkte Bohrlöcher)
    85
    Befestigungsmittel, z. B. Schrauben zum Befestigen der Beschlagteile an den Bauteilen
    91
    Querschnitt des ersten Beschlagteils
    92
    Querschnitt des zweiten Beschlagteils
    93
    Querschnitt der in Eingriff gebrachten Beschlagteile
    100
    Federstahlblech als Arretiermittel
    101
    Haken am unteren Ende des Federstahlblechs
    102
    Aussparung zur Aufnahme des Hakens
    110
    Aussparung am Beschlagteil zur Aufnahme des Federstahlblechs
    LA
    Längsachse der Beschlagteile
    LZ
    Längsachse des Zapfens
    F
    Kraft, welche auf den Zapfen einwirkt
    t1
    Tiefe der Aussparung am Beschlagteil
    t2
    Dicke des Federstahlblechs
    t3
    Dicke des Federstahlblechs am Haken
  • ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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  • Zitierte Patentliteratur
    • DE 20114883 U1 [0002]

Claims (10)

  1. Verbindungsbeschlag zum lösbaren Verbinden eines ersten Bauteils (1) mit einem zweiten Bauteil (2), umfassend zumindest einen an dem ersten Bauteil (1) anordenbaren ersten Beschlagteil (10) und zumindest einen an dem zweiten Bauteil (2) anordenbaren zweiten Beschlagteil (20), wobei die Beschlagteile (10, 20) so ausgestaltet sind, dass der zumindest eine erste Beschlagteil (10) in Eingriff mit dem zumindest einen zweiten Beschlagteil (20) bringbar ist, wobei zumindest einer der beiden Beschlagteile zumindest ein Arretiermittel (40, 50, 100) zum Arretieren der in Eingriff gebrachten Beschlagteile (10, 20) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass das zumindest eine Arretiermittel (40, 50, 100) in eine an dem jeweils anderen Beschlagteil vorgesehene und mit dem Arretiermittel (40, 50, 100) korrespondierende Aussparung (70, 102) einrastet, wobei das Arretiermittel (40, 50, 100) ausgestaltet ist, im eingerasteten Zustand ein Bewegen der in Eingriff gebrachten Beschlagteile (10, 20) relativ zueinander zu verhindern.
  2. Verbindungsbeschlag nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der das Arretiermittel (40, 50) aufweisende Beschlagteil eine mit der Aussparung (70) des jeweils anderen Beschlagteils korrespondierende Vertiefung (30) zur Aufnahme des Arretiermittels (40, 50) aufweist, wobei das Arretiermittel ein Federelement (40) und einen Zapfen (50) umfasst, und wobei der Zapfen (50) von einer ersten, arretierten Position, in welcher zumindest ein Teil (55) des Zapfens (50) aus der Vertiefung (30) herausragt und bei in Eingriff gebrachten Beschlagteilen zumindest teilweise in die Aussparung (70) des anderen Beschlagteils hineinragt, gegen die Federkraft des Federelements (40) in eine zweite, nicht arretierte Position, in welcher der Zapfen (50) vollständig innerhalb der Vertiefung (30) liegt, bewegbar ist.
  3. Verbindungsbeschlag nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der in der ersten Position aus der Vertiefung (30) herausragende Teil des Zapfens (50) derart ausgestaltet ist, dass eine senkrecht zur Längsachse (LZ) des Zapfens (50) wirkende Kraft ein Bewegen des Zapfens (50) in die zweite Position bewirkt.
  4. Verbindungsbeschlag nach einem der Ansprüche 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass der in der ersten Position aus der Vertiefung (30) herausragende Teil des Zapfens (50) abgeschrägt ist.
  5. Verbindungsbeschlag nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass an dem Zapfen (50) ein Stift (60) angeordnet ist, welcher zumindest teilweise in eine randseitige Aussparung (35) des das Arretiermittel aufweisenden Beschlagteils hineinragt.
  6. Verbindungsbeschlag nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Arretiermittel ein Federstahlblech (100) mit einem Haken (101) umfasst, wobei das Federstahlblech (100) an dem zweiten Beschlagteil (20) angeordnet ist, wobei der erste Beschlagteil (10) eine Aussparung (102) aufweist, in welche der Haken (101) des Federstahlblechs (100) bei in Eingriff gebrachten Beschlagteilen (10, 20) lösbar einrastet.
  7. Verbindungsbeschlag nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Beschlagteil (20) an der dem zweiten Bauteil (2) zugewandten Seite (21) eine Aussparung (110) zur Aufnahme des Federstahlblechs (100) aufweist, wobei Breite der Aussparung (110) im Wesentlichen der Breite des Federstahlblechs (100) entspricht.
  8. Verbindungsbeschlag nach Anspruch 7 dadurch gekennzeichnet, dass die Tiefe (t1) der Aussparung (110) größer als die Dicke (t2) des Federstahlblechs (100) ist, vorzugsweise größer als die Dicke (t3) des Federstahlblechs (100) im Bereich des Hakens (101).
  9. Verbindungsbeschlag nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Beschlagteile (10, 20) jeweils durch ein U-Profil mit senkrecht zum Profilboden (25) angeordneten Flanschen (26, 27) gebildet werden, wobei die Flansche (26, 27) eine unterschiedliche Länge aufweisen.
  10. Verbindungsbeschlag nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die in Eingriff gebrachten Beschlagteile (10, 20) zusammen einen im Wesentlichen quadratischen Querschnitt (93) aufweisen.
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