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Technisches
Gebiet
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Die
vorliegende Erfindung betrifft allgemein die Computer unterstütze Detektion
(CAD) bei der medizinischen Bildgebung und insbesondere bezieht sie
sich auf ein verbessertes Verfahren zur Computer unterstützen Detektion
von Läsionen
und Tumoren bei dem dynamische Eigenschaften in medizinischen Bildern
mit verstärktem
Kontrast analysiert werden.
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Hintergrund
der Erfindung
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Medizinische
Bildgebungstechnologien, wie Computertomograhpie (CT), Positronenemissionstomographie
(PET), Einzelphotonenemissionscomputertomographie (SPECT) und Magnetresonanzbildgebung
(MRI) detektieren und erfassen Gewebeantworten in Gegenwart von
applizierten Signalen und/oder injizierten oder eingenommenen Substanzen
und erzeugen eine visuelle Darbietung, die für diese Antworten kennzeichnend
ist. Diese Daten können
analysiert werden, um verschiedene Arten von Gewebe voneinander
zu unterscheiden und zu überwachen
und sie können
dazu benutzt werden, Malignitäten
in dem Gewebe zu diagnostizieren.
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Bei
typischen medizinischen Bildgebungstechniken wird ein Gewebevolumen
in einem anatomisch interessierenden Be reich gescannt. Die akquirierten
Scanndaten können
dann in eine Reihe ebener Bilder oder Bild"schichten" (Slices) transformiert oder rekonstruiert
werden. Jedes gegebene Schichtbild beinhaltet ein Array von Volumenelementen
oder Voxel, wobei jedes Voxel einer Bildgebungssignalintensität in einem
inkrementalen Volumen entspricht, das entsprechend der x-, y-, z-Achse
definiert werden kann. Zu einem bestimmten Zeitpunkt hängt die
Intensität
eines einem bestimmten Voxel zugeordneten Bildgebungssignals von
der Art von Geweben innerhalb eines dem Voxel entsprechenden anatomischen Gebiets
ab.
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Bei
einigen Bildgebungsanwendungen wird dem Patienten ein Kontrastmittel
appliziert, um die Bildgebungseigenschaften eines ausgewählten Gewebetyps
selektiv zu verbessern. Bei diesen Anwendungen kann die Intensität des Bildgebungssignals dazu
beitragen, gesundes von krankem Gewebe zu unterschieden. Außerdem ist
auch die Gewebeantwort bezüglich
der der Kontrastmittelapplikation folgenden Zeit zur Beurteilung
des Gewebes brauchbar. So können
z.B. zeitlich veränderliche
oder dynamische gewebeabhängige
Kontrastmittelaufnahmeeigenschaften dazu benutzt werden, bestimmte
Gewebetypen zu identifizieren und bösartiges von gutartigem Gewebe
zu unterscheiden.
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Gadolinium,
DPTA und andere Kontrastmittel werden im Zusammenhang mit MRI-Verfahren
häufig verwendet,
um die Unterscheidung zwischen verschiedenen Arten von Weichgeweben
zu verbessern und insbesondere bösartige
von gutartigen Brusttumoren oder -läsionen abzugrenzen. Normales
oder gesundes Gewebe zeigt typischerweise in der Abwesenheit eines
Kontrastmittels eine Hintergrundsignalintensität, während abnormales oder tumoröses Gewebe
im Vergleich zu dieser Hintergrundintensität entweder eine verringerte,
eine vergrößerte oder ei ne
im Wesentlichen gleiche Signalintensität hat. Demgemäß kann vor
der Kontrastmittelapplikation abnormales Gewebe sich von normalem
Gewebe unterscheiden oder nicht.
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Wenn
ein Kontrastmittel appliziert wird, zeigt eine Läsion im Allgemeinen ein spezielles
von verschiedenen Arten zeitabhängiger
Kontrastmittelaufnahmeverhalten. Innerhalb der einer zeitlichen
Reihe von Scanns entsprechenden Bildgebungsdaten, tritt jede Art
von Kontrastmittelaufnahmeverhalten als eine entsprechende Art Intensitätsprofil
oder -kurve des dynamischen Bildgebungssignals auf. Jede Art einer
dynamischen Intensitätskurve
gibt wahrscheinlichkeitsmäßig an,
ob die Läsion
gutartig oder bösartig
ist.
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Die
vor oder nach der Applikation des Kontrastmittels akquirierten Bildgebungsdaten
können deshalb
einem Computer zur Computer unterstützen Detektion (CAD) von Krebs
oder anderen Malignitäten
zugeführt
werden. Das CAD-System empfängt die
akquirierten Bilder und berechnet einen Satz Messwerte oder Merkmale
in dem interessierenden Gebiet. Basierend auf den berechneten Daten
teilt das CAD-System in dem interessierenden Bereich Gewebe in Klassen
ein und liefert eine Darbietung für einen Benutzer, typischerweise
einen Radiologen. Die Darbietung enthält typischerweise sowohl einen Indikator
eines potentiell malignen Gebietes und außerdem einen numerischen Parameter
oder eine numerische Einteilung, wie etwa eine prozentuale Erhöhung der
Helligkeit des Gewebes in dem ausgewählten Gebiet.
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In
der Praxis werden die meisten CAD-System-Darbietungen von den Benutzern
ohne Weiteres interpretiert. D.h. eine dargebotene Detektion wird entweder
als bösartig
akzeptiert oder sie wird einfach als eine falsche, positive Markierung
verworfen, die von irgendeinem beobachtbaren Artefakt in dem Bild herrührt. Die
Benutzer können
aber den Wunsch haben, mehr Informationen über das markierte Gebiet zu
erhalten. Da CAD-Systeme typischerweise Darbietungsentscheidungen
auf berechnete numerische Auswertungsergebnisse einer Anzahl von
Messungen stützen,
gibt es kein geläufiges
Verfahren, das einem Radiologen eine Rückmeldung darüber gibt,
warum ein spezieller Bildbereich markiert oder nicht markiert worden
ist.
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Es
besteht deshalb ein Bedürfnis
danach, Datenbenutzern die Faktoren anzuzeigen, die die Entscheidung
eines CAD-Systems
beeinflusst haben, ein bestimmtes Gebiet als Detektion zu markieren
oder nicht zu markieren.
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Kurze Zusammenfassung
der Erfindung
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Unter
einem Aspekt schafft die vorliegende Erfindung ein Verfahren zur
Computer unterstützen Detektion
einer Malignität
in einer vierdimensionalen Serie medizinischer Bilder, das die Schritte
beinhaltet: Zugreifen auf eine Serie dreidimensionaler medizinischer
Bilder eines interessierenden Gebietes während einer Zeitspanne, wobei
wenigstens ein Satz in der Serie vor der Applikation eines Kontrastmittels
aufgenommen wurde und mehrere Sätze nach
der Applikation eines Kontrastmittels aufgenommen wurden, zur Erzeugung
eines vierdimensionalen Bildes, basierend auf einer Zeitanalyse,
Charakterisieren jedes Voxels in dem vierdimensionalen Bild als
eines einer Anzahl Gewebetypen und, basierend auf der zeitlichen
Charakterisierung, räumliches Segmentieren
jedes Voxels in dem vierdimensionalen Bild in Gewebetypen.
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Unter
einem anderen Aspekt schafft die Erfindung ein Verfahren zur Computer
unterstützen
Detektion einer Malignität
in einer vierdimensionalen Serie medizinischer Bilder, das die Schritte
beinhaltet: Zugreifen auf eine Serie dreidimensionaler medizinischer
Bilder eines interessierenden Gebietes während einer Zeitspanne, wobei
wenigstens ein Satz der Serie vor der Applikation eines Kontrastmittels
und mehrere Sätze
nach der Applikation eines Kontrastmittels aufgenommen wurden, zur
Erzeugung einer vierdimensionalen Serie von Bildern, Auswählen eines
ersten Skalierungsraums zur Verarbeitung der Bilder und Ausführen für jedes
Bild in der Serie, einer zeitlichen Analyse der Voxel in dem Bild, um
interessierende Voxel zu identifizieren, Ausführen einer räumlichen
Analyse der Voxel in dem Bild, um interessierende Voxel zu identifizieren
und das Bild in Gewebetypen zu segmentieren und Auswählen eines
neues Skalierungsraums (scale space) und Wiederholen über einem
Bereich von Skalierungsräumen.
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Unter
einem weiteren Aspekt der Erfindung wird ein Verfahren zur Schaffung
einer Darbietung einer Computer unterstützen Detektion einer Malignität in einer
vierdimensionalen Serie medizinischer Bilder geschaffen, das die
Schritte beinhaltet: Zugreifen auf eine Serie dreidimensionaler
medizinischer Bilder eines interessierenden Gebietes während einer
Zeitspanne, wobei wenigstens ein Satz in der Serie vor der Applikation
eines Kontrastmittels und mehrere Sätze nach der Applikation eines
Kontrastmittels aufgenommen wurden, um eine vierdimensionale Bilderserie
zu erzeugen, Ausführen
einer zeitlichen Analyse der Voxel in dem Bild, um interessierende Voxel
zu identifizieren und bei jedem Voxel ein Intensitätsdiagramm über der
Zeit zu erzeugen, Ausführen einer
räumlichen
Analyse der Voxel in dem Bild, um interessierende Voxel zu identifizieren
und das Bild in Gewebetypen zu segmentieren und Zuordnen eines visuellen
Datenindikators zu jedem Voxel als Indikator der Wahrscheinlichkeit,
dass ein vorgegebenes Voxel Gewebe einer vorgegebenen Type ist und
Darbieten des Intensitätsdiagramms über der
Zeit und des visuellen Indikators bei jedem Voxel.
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Unter
einem anderen Aspekt der Erfindung kann eine vorläufige zeitliche
Analyse an einer vierdimensionalen Serie medizinischer Bilder vorgenommen
und auf zwei Arten benutzt werden: Eine um Voxel auszuwählen, für die eine
detaillierte räumliche und
zeitliche Analyse durchgeführt
werden muss, wodurch die Analyse wesentlich beschleunigt wird; und
eine andere indem die Darbietung der Resultate der räumlichen
und zeitlichen Voxelanalyse auf diejenigen beschränkt wird,
die bestimmten Kriterien entsprechen, wodurch die Interpretierbarkeit
der Resultate verbessert wird.
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Diese
und andere Aspekte der Erfindung werden in der nachfolgenden Beschreibung
verdeutlicht. In der Beschreibung wird auf die beigefügte Zeichnung
Bezug genommen, die einen Teil der Beschreibung bildet und in der
eine bevorzugte Ausführungsform
der Erfindung dargestellt ist. Diese Ausführungsform gibt aber nicht
notwendigerweise den Gesamtumfang der Erfindung wieder, und deshalb wird
zum Verständnis
des Schutzbereichs der Erfindung auf die Patentansprüche Bezug
genommen.
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Kurze Beschreibung
der verschiedenen Darstellungen der Zeichnung:
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1 ist
ein Blockschaltbild eines Magnetresonanzbildgebungssystems zum Akquirieren
von Bildern, das für
die vorliegende Erfindung zweckmäßig sein
kann;
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2 ist
ein Blockdiagramm einer Zeitserie dreidimensionaler medizinischer
Bilder;
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3A ist
ein Diagramm zur Veranschaulichung einer Intensitätskurve über der
Zeit, die für
gesundes Brustgewebe charakteristisch ist;
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3B ist
eine Veranschaulichung einer Intensitätskurve über der Zeit, die für ein Cardialgewebe
kennzeichnend ist;
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3C ist
eine Veranschaulichung einer Intensitätskurve über der Zeit, die für ein Tumorgewebe charakteristisch
ist;
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4 ist
ein Blockschaltbild eines Computer unterstützten Detektionssystems gemäß der vorliegenden
Erfindung;
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5 ist
ein Flussdiagramm zur Veranschaulichung eines Computer unterstützten Detektionsalgorithmus
für eine
erste Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung;
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6 ist
ein Flussdiagramm zur Veranschaulichung eines Computer unterstützten Detektionsalgorithmus
für eine
alternative Ausführungsform der
vorliegenden Erfindung;
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7 ist
ein Originalbild, das die Wahl eines interessierenden Gebiets veranschaulicht;
und
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8 ist
eine Darbietung, die segmentierte Voxel und zugehörige Intensitätskurven über der
Zeit veranschaulicht.
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Beschreibung
der bevorzugten Ausführungsform
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Bezugnehmend
auf 1 sind dort die hauptsächlichen Komponenten eines
Magnetresonanzbildgebungssystems (MRI) dargestellt, das zur Akquisition
von Bildern für
die vorliegende Erfindung zweckmäßig ist.
Der Betrieb des Systems wird von einer Bedienerkonsole 100 aus
gesteuert, die ein Tastatur- und
Steuerpanel 102 und ein Display 104 aufweist.
Die Konsole 100 kommuniziert über einen Link 116 mit
einem getrennten Computersystem 107, das es einem Bediener
gestattet, die Erzeugung und die Darbietung von Bildern auf dem
Bildschirm 104 zu steuern. Das Computersystem 107 beinhaltet
eine Anzahl Module, die miteinander über ein Backplane (Verdrahtungsfeld)
kommunizieren. Dazu gehören ein
Bildprozessormodul 106, ein CPU-Modul 108 und ein
Speichermodul 113, das als Bildzwischenspeicher (Framebuffer)
zum Speichern von Bilddatenarrays an sich bekannt ist. Das Computersystem 107 ist
mit einem Diskspeicher 111 und einem Bandlaufwerk 112 zum
Speichern von Bilddaten und Programmen verlinkt und kommuniziert
mit einer getrennten Systemsteuerung 122 über ein
serielles Hochgeschwindigkeitslink 115.
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Die
Systemsteuerung 122 beinhaltet einen Satz Module, die über ein
Backplane (Verdrahtungsfeld) miteinander verbunden sind. Dazu gehören ein CPU-Modul 119 und
ein Pulsgeneratormodul 121, die über ein serielles Link 125 an
die Bedienerkonsole 100 angeschlossen sind. Über dieses
Link 125 empfängt
die Systemsteuerung 122 Befehle von dem Bediener, die die
auszuführende
Scannsequenz angeben. Das Pulsgeneratormodul 121 steuert
die Systemkomponenten so, dass diese die jeweils gewünschte Scannsequenz
ausführen.
Es erzeugt Daten, die das Timing, die Stärke und die Gestalt der zu erzeugenden
HF-Impulse und das Timing und die Länge des Datenakquisitionsfensters
angeben. Das Pulsgeneratormodul 121 steht mit einem Satz
Gradientenverstärker 127 in
Verbindung, um das Timing und die Gestalt der während des Scanns zu erzeugenden
Gradientenimpulse anzugeben. Das Pulsgeneratormodul 121 empfängt außerdem Patientendaten
von einer physiologischen Akquisitionssteuereinrichtung 129,
die Signale von einer Anzahl verschiedener Sensoren empfängt, die
an dem Patienten angeschlossen sind, etwa EKG-Signale von Elektroden oder
Atmungssignale von einem Balg. Schließlich ist das Pulsgeneratormodul 121 mit
einer Scannraumschnittstellenschaltung 123 verbunden, die
Signale von verschiedenen Sensoren empfängt, welche dem Zustand des
Patienten und des Magnetsystems zugeordnet sind. Über die
Scannraumschnittstellenschaltung 133 empfängt außerdem ein
Patientenpositioniersystem 134 Befehle, den Patienten in
die jeweils gewünschte
Position für
den Scann zu überführen.
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Die
von dem Pulsgeneratormodul 121 erzeugten Impulsformen (Waveforms)
werden einem Gradientenverstärkersystem 127 zugeführt, das
einen Gx, Gy und Gz-Verstärker
beinhaltet. Jeder Gradientenverstärker regt eine jeweils entsprechende Gradientenspule
in einer allgemein mit 139 bezeichneten Anordnung an, um
die Magnetfeldgradienten zu erzeugen, die für die Positionskodierung akquirierter
Signale verwendet werden. Die Gradientenspulenanordnung 139 bildet
einen Teil einer Magnetanordnung 141, zu der ein Polarisierungsmagnet 140 und
eine Ganzkörper
HF-Spule 152 gehören.
Ein Transceivermodul 150 in der Systemsteuerung 122 erzeugt
Impulse, die von einem HF-Verstärker 151 verstärkt und über einen
Sende/Empfangsschalter 154 in die HF-Spule 152 eingekoppelt
werden. Die von den angeregten Kernen in dem Patienten abgestrahlten
sich ergebenden Signale können
von der gleichen HF-Spule 152 erfasst
und über
den Sende/Empfangsschalter 154 in einen Vorverstärker 153 eingekoppelt
werden. Die verstärkten
NMR-Signale werden in der Empfängerstufe
des Transceivers 150 demoduliert, gefiltert und digitalisiert.
Der Sende/Empfangsschalter 154 wird durch ein Signal von dem
Pulsgeneratormodul 121 angesteuert, um den HF-Verstärker 151 während des
Sendemodus mit der Spule 152 und während des Empfangsmodus mit dem
Vorverstärker 153 zu
verbinden. Der Sende/Empfangsschalter 154 gestattet auch
die Verwendung einer eigenen HF-Spule (z.B. einer Kopfspule oder
einer Oberflächenspule)
entweder während
des Sende- oder des Empfangsmodus.
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Die
von der HF-Spule 152 erfassten NMR-Signale werden in dem
Transceivermodul 150 digitalisiert und einem Speichermodul 160 in
der Systemsteuerung 122 zugeleitet. Wenn das Scannen abgeschlossen
und ein vollständiges
Datenarray in dem Speichermodul 160 akquiriert ist, führt ein
Arrayprozessor eine Fouriertransformation der Daten in ein Bilddatenarray
durch. Diese Bilddaten werden über das
serielle Link 115 zu dem Computersystem 107 übermittelt,
wo sie in dem Diskspeicher 111 gespeichert werden. Abhängig von
den von der Bedienerkonsole 100 erhaltenen Befehlen können die
Bilddaten in dem Bandlaufwerk 112 archiviert oder von dem Bildprozessor 106 weiter
verarbeitet und zu der Bedienerkonsole 105 übermittelt
und auf dem Display 104 dargeboten werden.
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Wenngleich
hier ein NMR-System veranschaulicht und beschrieben wird, so liegt
doch auf der Hand, dass die Bilder für die vorliegende Erfindung auch
unter Verwendung von Computertomographie (CT), Positronenemissionstomographie
(PET), Einzelphotonenemissionscomputertomographie (SPECT), Ultraschall-
oder anderen Bildgebungstechniken akquiriert werden können.
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Bezugnehmend
nun auf 2 wird bei der vorliegenden
Erfindung ein vierdimensionaler Bilddatensatz unter Verwendung eines
medizinischen Bildgebungssystems einer der vorstehend beschriebenen
Arten akquiriert. Der Datensatz besteht aus einer Reihe von 3D-Volumina,
die über
die Zeit, hier in Zeitintervallen, die jeweils zwischen Zeitpunkten
T1 und Tn liegen,
gesammelt wurden. Während
der Akquisition werden Bilder sowohl vor als auch nach der Applikation
eines Kontrastmittels akquiriert, um eine Analyse der Reaktion des
Gewebes auf das Kontrastmittel in einem interessierenden Gebiet
(ROI = Region of Interest) zu ermöglichen. Zunächst werden deshalb
zu einem Zeitpunkt T1 ein oder mehrere Scanns
vor der Kontrastmittelapplikation ausgeführt, um ein Basisbild zu Vergleichszwecken
zu akquirieren. Zu irgendeinem Zwischenzeitpunkt zwischen den Zeitpunkten
T1 und Tn wird ein
Kontrastmittel appliziert. Eine Reihe 3D-Volumina werden in Zeitintervallen
zwischen T1 und Tn derart
akquiriert, dass die Reaktion des Gewebes in einem ausgewählten interessierenden
Gebiet während
der Absorption des Kontrastmittels in das Gewebe beurteilt werden kann.
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Bei
der unter Bezugnahme auf 2 beschriebenen Akquisition
von Bildern erhöht
oder verringert der Kontrastmittelpegel in dem einer Läsion zugeordneten
Gefäßsystem
die Inten sität
des Bildgebungssignals bald nach der Applikation des Kontrastmittels.
Abhängig
von dem Bildgebungsprotokoll und von Eigenschaften der Läsion, kann
eine Gewebe abhängige
Kontrastmittelkinetik sodann eine charakteristische Bildsignalintensität entstehen
lassen.
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Bezugnehmend
nun auf die 3A–3C kann
wegen diesen zeitabhängigen
Veränderungen der
Reaktion auf ein Kontrastmittel Gewebe auf der Grundlage eines Vergleichs
des Intensität/Zeitprofils mit
bekannten Gewebeeigenschaften charakterisiert werden. Als Beispiel
einer Brust-MRI ist die jeweilige Aufnahmekurve dreier verschiedener
Gewebeproben dargestellt, wodurch die Reaktionen von Gewebetypen
jeweils anhand von Intensitäts/Zeitkurven
für eine
Zeitspanne zwischen dem Zeitpunkt T1 und
dem Zeitpunkt T2 veranschaulicht werden.
Bei der ersten Probe nach 3A ist
die Intensitätsveränderung, abhängig von
der Zeit, verhältnismäßig konstant, was
ein verhältnismäßig flaches
Profil ergibt. Dieses Profil ist typischerweise für gesundes
Gewebe repräsentativ.
Bezugnehmend nun auf 3B ändert sich hier die Bildintensität bei dem
Voxel, abhängig
von der Zeit, wellenförmig,
eine Antwort, die bekanntlich für
sich bewegendes kardiales Gewebe charakteristisch ist. Bezugnehmend
sodann auf 3C ändert sich die Bildintensität einer
dritten Gewebeprobe so, dass vor der Kontrastmittelapplikation die
Intensität auf
einem verhältnismäßig niederen
ersten Niveau steht und sie dann auf einem verhältnismäßig hohen Spitzenwert ansteigt
und anschließend
auf einem Plateau verweilt. Diese Reaktion ist charakteristisch für Tumorgewebe.
Das Intensitäts/Zeitprofil
kann deshalb dazu verwendet werden, Gewebe durch eine Analyse unter
Verwendung einer Computer unterstützen Detektion oder eines Computer
unterstützten Diagnosesystems
zu charakterisieren.
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Bezugnehmend
nun auf 4 ist dort ein Blockdiagramm
eines Computer unterstützen
Detektionssystems 10 dargestellt, das gemäß der vorliegenden
Erfindung aufgebaut ist. Das Computer unterstützte Detektionssystem beinhaltet
eine Verarbeitungseinheit 12, ein Display 19,
eine Benutzereingabevorrichtung 16 und eine Speicherkomponente 14 oder
ein anderes maschinenlesbares Medium. Die Speicherkomponente 14 kann
sowohl zur Speicherung von Bildern, wie im Nachfolgenden beschrieben,
als auch eines Computercodes verwendet werden, der Software oder
Algorithmen zur Verarbeitung der Bilder zur Erzielung der Computer
unterstützen Detektionsfunktionen
beinhaltet, benutzt werden, wie dies ebenfalls im Nachfolgenden
noch erläutert
werden wird. Das Computer unterstützte Detektionssystem 10 kann
auch eine Kommunikationsvorrichtung 18 zum Übermitteln
und Empfangen von Kommunikationen an bzw. von externen Vorrichtungen
aufweisen. Die Kommunikationsvorrichtung kann irgendeine Art bekannter
Vorrichtungen sein, zu denen Netzwerkeinrichtungen, Modems, universelle
serielle Busvorrichtungen oder andere Arten Ports gehören. Wenngleich
spezielle Hardwarevorrichtungen für das Computer unterstützte Detektionssystem
vorgesehen sein können,
werden bei der vorliegenden Erfindung vorzugsweise handelsübliche PCs
verwendet.
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Bezugnehmend
nun auf 5 ist dort ein Algorithmus veranschaulicht,
der für
eine erste Ausführungsform
eines Computer unterstützen
Detektionssystems gemäß der vorliegenden
Erfindung zweckmäßig ist.
Nachdem die Daten gemäß 2 akquiriert
wurden, können
sie zu der Speicherkomponente 14 des Computer unterstützten Detektionssystems 10 gesendet
oder sonst wie übermittelt
werden oder sie können
an einem ent fernten Ort gespeichert werden, auf den das Computer
unterstützte
Detektionssystem 10 zugreifen kann. Nachdem die vierdimensionale
Serie Bilddaten in einem Schritt 22 dem Computersystem 10 übermittelt
wurde, wird ein interessierendes Gebiet auf den ursprünglich akquirierten Bildern
ausgewählt.
Das spezielle interessierende Gebiet (ROI) kann entweder räumlich oder
zeitlich ausgewählt
werden. Zur räumlichen
Auswahl des ROI kann ein Benutzer die Benutzereingabevorrichtung 16 verwenden,
die beispielsweise eine Tastatur, eine Maus, einen Joystick oder
eine andere Vorrichtung aufweisen kann, um Begrenzungen des Originalbildes
entweder durch Aufzeichnen der Grenzlinie oder durch Wahl der Begrenzung
und der Verwendung numerischer Koordinaten auszuwählen. Diese Wahl
kann auch automatisiert sein, um beispielsweise einen Körper von
einem Hintergrund zu separieren. Zur zeitlichen Auswahl des ROI
kann der Benutzer numerische interessierende Schwellwertgrenzen spezifizieren,
und die akquirierten Daten können dann
gemäß diesen
Grenzwerten gefiltert werden. Die begrenzte Menge kann ein Parameter
sein, dessen Rechenzeit wesentlich kürzer ist, als die bei einem
Schritt 24 ausgeführte
volle zeitliche Analyse, wie dies im Einzelnen noch erläutert werden
wird.
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Weiterhin
noch bezugnehmend auf 5 wird nach der Wahl des interessierenden
Gebietes bei einem Schritt 24 eine zeitliche Analyse des
zeitabhängigen
Intensitätsprofils
jedes Voxels durchgeführt,
um das Gewebe bei dem Voxel zu charakterisieren. Die Charakterisierung
beinhaltet die Extraktion einer Beschreibung der Kurve indem zumindest ein
passender Parameter ausgeführt,
nach dem Vorhandensein oder der Abwesenheit verschiedener Merkmale
gesucht oder eine Kurvennäherung
vorgenommen wird. Bei der Kurvennäherung zum Beispiel kann die
Intensitäts/Zeitkurve
für jedes
Voxel mit einem oder mehreren in dem Speicher 14 der Computer
unterstützen
Detektionsvorrichtung 10 gespeicherten charakteristischen
Profilen verglichen werden. Der Vergleich kann das Annähern eines
stückweise
linearen Modells unter Verwendung des Verfahrens der kleinsten Quadrate
oder das Annähern einer
oder mehrerer Parameterfunktionen beinhalten oder es kann auf eine
andere an sich bekannte Weise geschehen. Zusätzlich kann die Analyse die
Klasseneinteilung der Voxel bezüglich
wenigstens eines Gewebetyps beinhalten. Ein Wahrscheinlichkeitsfaktor
der die Wahrscheinlichkeit angibt, dass das Voxel eine spezielle
Gewebetype ist, kann bestimmt und dem Voxel zugeordnet werden, basierend
darauf, wie genau das Profil dem Profil eines bekannten Gewebetyps
folgt. Außerdem
kann jedem Voxel ein Konfidenzfaktor zugeordnet werden.
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Wieder
bezugnehmend auf 5 wird, nachdem die zeitliche
Analyse bei dem Schritt 24 durchgeführt wurde, eine räumliche
Analyse des Gewebes in dem interessierenden Bereich bei einem Schritt 26 durchgeführt. Zunächst wird
bei einem Schritt 27 das Bild in vordefinierte Gewebetypen
segmentiert. Die Segmentierung kann unter Verwendung einer bayesschen
Wahrscheinlichkeitsberechnung zur Auswahl der Maximum a posterior
Hypothese (MAP) für
jedes Voxel ausgeführt
werden. Die bayessche Analyse kombiniert zwei Komponenten: Die Likelihood,
dass die beobachten Daten bei gegebener Hypothese des Gewebetyps
erzeugt wurden und die Wahrscheinlichkeit, dass die Hypothese in
Anbetracht der Vorgabe von dem was vor (prior der Beobachtung der
Daten bekannt war wahr ist. Wenn die früheren Wahrscheinlichkeiten
aller Hypothesen gleich sind, ist das Verfahren äquivalent der Wahl der Maximum-Likelihood-Hypothese (ML). Bei
Ausführungsformen,
die die bayessche Ana lyse verwenden, wird die Berechnung von wenigstens
einer der vorherigen Wahrscheinlichkeiten und der Likelihood-Wahrscheinlichkeiten
durch die Ergebnisse der zeitlichen Analyse beeinflusst.
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Räumliche
Attribute können
auch in eine bayessche Analyse eingebracht werden, indem Wahrscheinlichkeitsverteilungen
an räumliche
Merkmale angenähert
werden. Diese Anpassung kann dadurch bewirkt werden, dass nach den
Parametern der Wahrscheinlichkeitsverteilungen basierend auf von
Trainingsdaten gemachten Messwerten aufgelöst wird. Bei fehlenden Trainingsdaten
können
diese Verteilungen auch aus den Bilddaten unter Verwendung von Parzenfenstern
geschätzt
werden. Wenn nicht nur die Parameter, sondern auch die Formen der
Wahrscheinlichkeitsverteilungen nicht a priori bekannt sind, können die
nicht parametrischen Verfahren von nächst benachbarten Klassifizierern
und Fuzzyklassifizierern angewandt werden. Die räumlichen Attribute, die unter
Verwendung dieser Verfahren analysiert werden, können lokale und globale Merkmale
beinhalten. Ein lokales Attribut ist z.B. die Information, die den
Voxeln in der Nachbarschaft eines gegebenen Voxels zugeordnet ist.
Markov-Zufallsfelder liefern eine probabilistische Vorgangsweise
zum Modellieren dieser Nachbarschaftskohärenz. Zu anderen lokalen Attributen
gehören
z.B. Bildgradienten und -krümmung.
Weitere räumliche
Attribute haben einen mehr globalen Umfang, etwa das bei der MRI
wegen einer Oberflächenspuleninhomogenität vorhandene
Vormagnetisierungsfeld. Erwartungsmaximierung ist eine probabilistische
Methode zur gleichzeitigen Segmentierung des Bildes und Abschätzung des
Vormagnetisierungsfeldes. Zu anderen räumlichen Attributen gehören insoweit
vorgenommene Messungen an der Segmentierung, wie etwa die Krümmung, Größe, Dicke
von Strukturen und der Abstand von Strukturgrenzen. Lokal in dem Bild
berechnete probabilistische Information kann zur Verwendung durch
die Analyse in entfernte Bereiche des Bildes ausgebreitet werden,
wozu probabilistische Verfahren, wie die bayesschen Belief-Propagation-Methoden
und andere graphische Modelle verwendet werden können. Außerdem kann eine frühere Information
in bayessche Netzwerke dadurch eingebaut werden, dass ein Anatomieatlas
mit den Bilddaten zur Deckung gebracht wird, der im Wesentlichen eine
Voxel-für-Voxel-Map
räumlich
sich ändernder früher Wahrscheinlichkeiten
ist. Es können
auch Gestaltsmodelle an die Bilddaten und/oder die Segmentierung
angepasst werden, um eine Kontextinformation zu liefern.
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Während der
Segmentierung wird jedes der Voxel als ein Gewebetyp kategorisiert
und ihm kann beispielsweise eine dieser Art von Gewebe zugeordnete
Farbe zugeteilt werden. Beim Schritt 29 wird eine parametrische
Analyse oder Berechnung vorgenommen. Hier wird für jedes Voxel eine Wahrscheinlichkeit
bestimmt und die zugeordnete Farbe kann, abhängig von der Wahrscheinlichkeit,
dass das Gewebe tatsächlich
jenes eines ausgewählten
Typs ist, verändert
sein. Die Farbe kann beispielsweise abhängig von der prozentualen Likelihood
verändert sein,
dass die Segmentierungsklassifizierung korrekt ist. Als anderes
Beispiel kann die zugeordnete Farbe basierend auf dem wahrscheinlichsten
Gewebetyp variiert werden.
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Schließlich können nach
Abschluss der Segmentierung 27 und der parametrischen Rechnung 29 die
zwischen den Zeitpunkten T1 und Tn akquirierten Bilder miteinander zur Deckung
gebracht oder aufeinander ausgerichtet werden, um einer Bewegung während der
Akquisition Rechnung zu tragen und die Position jedes Bildes zu
verifizieren, wie dies bei einem Schritt 31 angedeutet
ist. Dieser Vorgang kann unter Verwendung irgendeiner Zahl bekannter
Bilddeckungsverfahren durchgeführt
werden. Während es
hier anschließend
an die Schritte 27, 29 dargestellt ist, kann das
Ausrichten (Registern) bei verschiedenen Stufen des Verfahrensablaufs
ausgeführt werden.
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Bezugnehmend
nun auf 6 verarbeitet bei einer zweiten
Ausführungsform
das Computer unterstützte
Detektionssystem 10 die Daten durch eine Folge von Iterationen
in dem Skalierungsraum, z.B. wird die Zahl der in einem gegebenen
Bild beurteilten Voxel zwischen einem minimalen Rohniveau (so niedrig
wie 1×1)
und einem maximalen Feinniveau (wie etwa 256×256) verändert. In dem skalierten Raum
können
Iterationen mit vorbestimmten Schritten ausgeführt werden. Hier werden ein
Anfangsskalierungsraum und ein Iterationsniveau vor der Verarbeitung
ausgewählt.
Nachdem diese Parameter gewählt
sind, wird entweder räumlich
oder zeitlich ein spezielles interessierendes Gebiet (ROI) ausgewählt; wie
dies im Vorstehenden unter Bezugnahme auf Schritt 22 beschrieben
worden ist und sodann wird das Bild in dem ausgewählten interessierenden Gebiet
beurteilt.
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Nach
der Wahl eines interessierenden Gebietes werden die zeitliche Analyse 24 und
die räumliche
Analyse 26 wie oben beschrieben für den ausgewählten Skalierungsraum
durchgeführt.
Sodann wird in einem Schritt 32 eine Bestimmung getroffen, ob
die Analyse bei allen vorbestimmten Skalierungsraumschritten ausgeführt worden
ist. Wenn das Bild bei allen vorbestimmten Skalierungsraumschritten analysiert
worden ist, wird das Verfahren angehalten und die Bilder können in
einem Schritt 34 visualisiert werden. Wenn jedoch eine
zusätzliche
Skalierungsraumanalyse bei einem Schritt 36 erforderlich
ist, wird der Skalierungsraum auf ein feineres Einheitsniveau eingestellt
(d.h. die Zahl von Voxeln in dem Bild wird erhöht, so dass jedes Voxel ein
kleineres Volumen wiedergibt). Nach der Einstellung des Skalierungsraums
basierend auf den Ergebnissen des vorherigen Skalierungsraumniveaus,
kann ein neues interessierendes Gebiet ausgewählt werden oder das Verfahren
kann zu einer zeitlichen Analyse bei dem Schritt 24 fortschreiten.
Bei Ausführungsformen,
bei denen das interessierende Gebiet zwischen Skalierungen verändert wird,
werden die Ergebnisse des jeweils vorhergehenden Skalierungsraumniveaus
zur Fokussierung der anschließenden
Berechnungen auf die relevantesten Teile des Bildes angewandt. Durch Verändern des
Skalierungsraums bei fortschreitender Analyse wird die Verarbeitungsgeschwindigkeit erhöht, was
es gestattet, die Diagnose in einer deutlich verkürzten Zeitspanne
abzuschließen.
Wie oben beschrieben, werden bei einem Schritt des Verfahrens die
Bilder unter Verwendung bekannter Algorithmen vorzugsweise miteinander
zur Deckung gebracht. Der Registrierschritt profitiert von einem
genauen Segmentierungsschritt und der Segmentierungsschritt profitiert
von einem genauen Registrierschritt. Aus diesem Grunde ist eine
Iteration hilfreich, sie ist aber auch zeitaufwendig, woher der
Beweggrund zur Veränderung
der Skalierung während
der Iteration rührt.
Das zur-Deckung-Bringen
ist hier anschließend
an den Schritt 26 dargestellt, es kann aber bei verschiedenen
Stufen des Verfahrensablaufes ausgeführt werden.
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Bezugnehmend
nun auf die 7, 8 können die
Resultate bei Benutzung irgendeines der vorstehend beschriebenen
Algorithmen visualisiert werden. Bezugnehmend zunächst auf 7 ist
dort ein dargebotenes Bild einer gemäß dem oben beschriebenen Verfahren
analysierten Brust veranschaulicht, wobei ein ausgewähltes interessierendes Gebiet
durch das Kästchen 230 begrenzt
ist. Bezugnehmend nun auch auf 8 kann jedem
Voxel in dem interessierenden Gebiet 230 ein visueller
Parameter, basierend auf der Segmentierung der vorstehend beschriebenen
räumlichen
Analyse, zugeteilt sein. Beispielsweise können einem malignösen Gewebe
eine erste Farbe und einem gesunden Gewebe eine andere Farbe zugeordnet
sein. Wie dargestellt zum Beispiel sind die dunkleren Segmente in
der Mitte des Kastens der 8, die bei 232, 234 und 236 wiedergegeben
sind, wahrscheinlich ein Tumor, während die hellen umgebenden
Kästchen
wahrscheinlich gesundes Gewebe sind.
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Die
parametrische Analyse liefert Variationen, die veranschaulichen,
wie nahe das Gewebe entweder bei gesund oder bei bösartig liegt,
indem zum Beispiel die Farbe zwischen den möglichen Optionen, basierend
auf der Wahrscheinlichkeitsanalyse, jeweils dunkel abgetönt ist.
So kann z.B. ein einziges Voxel eine 30%ige Wahrscheinlichkeit,
dass es gesundes Brustgewebe ist und eine 50%ige Wahrscheinlichkeit,
dass es ein Tumorgewebe ist und eine 20%ige Wahrscheinlichkeit,
dass es ein Herzgewebe ist, haben. Diese Parameter können in
der parametrischen Färbung
wiedergespiegelt sein.
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Noch
auf 7 bezugnehmend können zur Lieferung einer zusätzlichen
Information an das die Analyse durchführende medizinische Personal
die Intensitäts/Zeitkurven
für jedes
der Voxel ebenfalls dargestellt werden. Zusätzlich zu der Kurve kann die Darbietung
optional eine Anzeige der Güte
der Annäherung
an ein Modell aufweisen. Diese Darbietungen beinhalten z.B. stückweise
lineare Modelle, Diagramme oder parametrische Funktionen, numerische
Parameter angebenden Text, graphische Merkmale, wie Farbtönung und
andere Indikatoren. Die Zeit/Intensitätskurven können auch dem ursprünglichen
Scann oder einer rein segmentierten Ansicht oder einer parametrischen
Ansicht, die eine Färbung,
wie etwa eine prozentuale Tönungssteigerung
enthält, überlagert
sein. Es können
auch verschiedene weitere Parameter vorgesehen sein. Der Arzt kann
darüber
hinaus über
die Benutzereingabevorrichtung 16 interaktiv das Niveau
und die Arten der auf dem Display 19 zu visualisierenden
Daten auswählen.
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Die
vorliegende Erfindung liefert deshalb einem Heilkundigen anstelle
eines einzigen berechneten Detektionsparameters eine Reihe von Information.
Zusätzlich
dazu, dass sie eine Analyse liefert, welches Gewebe Tumorgewebe
und welches gesundes Gewebe ist, stellt die vorliegende Erfindung
graphische Darstellungen von Veränderungen
zwischen diesen Niveaus zur Verfügung.
Außerdem
können, um
Heilkundigen die Überprüfung der
Analyse zu ermöglichen,
die Zeit/Intensitätskurve
und andere parametrische Daten zur Verfügung gestellt werden, so dass
der Heilkundige die Ergebnisse der Computer unterstützen Detektion
leichter nachprüfen
kann.
-
Die
parametrische Färbung,
die eine Gewebeklassifizierung oder die Wahrscheinlichkeit der Zugehörigkeit
zu einer gegebenen Gewebeklasse anzeigt, kann beim Rendern von 2D-
und 3D-Darstellungen hilfreich sein. Bei 2D-Darbietungen können die
Parameter dazu verwendet werden, jedem Voxel Farben zuzuordnen,
die anatomische Grauskalabilder überlagern.
Bei 3D-Oberflächenrenderings
können
die Parameter dazu verwendet werden, Farben Oberflächenflecken
zuzuordnen, dort wo Oberflächen
während
des Segmentierungsvorgangs identifizierte anatomische Strukturen
umhüllen.
Beim 3D-Volumenrendering können
die Parameter dazu benutzt werden, Voxeln Farben und/oder Durchsichtigkeitsattribute
zuzuordnen, um die für
eine Strahlverfolgung erforderliche Information zu liefern.
-
Darauf
hinzuweisen ist, dass die im Vorstehenden beschriebenen Verfahren
und Einrichtungen lediglich beispielhaft sind und den Schutzbereich
der Erfindung nicht beschränken
und dass zahlreiche Abwandlungen vorgenommen werden können, die im
Schutzbereich der Erfindung liegen.
-
Um
die Öffentlichkeit über den
Schutzbereich der Erfindung zu unterrichten, sind die nachfolgenden
Ansprüche
formuliert.
-
- 10
- Computer
unterstütztes
Detektionssystem
- 12
- Verarbeitungseinheit
- 14
- Speicherkomponente
- 16
- Benutzereingabevorrichtung
- 18
- Kommunikationsvorrichtung
- 19
- Display
- 22
- Wahlschritt
des interessierenden Gebiets
- 24
- Schritt
der zeitlichen Analyse
- 26
- Schritt
der räumlichen
Analyse
- 27
- Segmentierungsschritt
- 29
- Schritt
der parametrischen Analyse
- 31
- Schritt
des zur-Deckung-Bringens
- 32
- Skalierungsraumüberprüfungsschritt
- 34
- Visualisierungsschritt
- 36
- Skalierungsraumanpassungsschritt
- 100
- Konsole
- 102
- Tastatursteuerpanel
- 104
- Display
- 106
- Bildprozessormodul
- 107
- Computersystem
- 108
- CPU-Modul
- 111
- Diskspeicher
- 112
- Bandlaufwerk
- 113
- Speichermodul
- 115
- Serielles
Hochgeschwindigkeitslink
- 116
- Link
- 119
- CPU-Modul
- 121
- Pulsgeneratormodul
- 122
- Systemsteuerung
- 125
- Serielles
Link
- 127
- Gradientenverstärker
- 129
- physiologische
Akquisitionssteuereinrichtung
- 133
- Scannraumschnittstellenschaltung
- 134
- Patientenpositioniersystem
- 139
- Gradientenspulenanordnung
- 140
- Polarisierungsmagnet
- 141
- Magnetanordnung
- 150
- Transceivermodul
- 151
- HF-Verstärker
- 152
- Spule
- 153
- Vorverstärker
- 154
- Sende/Empfangsschalter
- 160
- Speichermodul
- 161
- Arrayprozessor
- 230
- Interessierendes
Gebiet