DE101638C - - Google Patents

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DE101638C
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F42AMMUNITION; BLASTING
    • F42BEXPLOSIVE CHARGES, e.g. FOR BLASTING, FIREWORKS, AMMUNITION
    • F42B5/00Cartridge ammunition, e.g. separately-loaded propellant charges
    • F42B5/26Cartridge cases

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Packaging Of Machine Parts And Wound Products (AREA)

Description

KAISERLICHES
Patentamt:
Bei Patronenhülsen aus Pappe macht die Befestigung der das Zündhütchen tragenden Metallkappe auf dem unteren Ende der Papphülse eine gewisse Versteifung dieses unteren Endes der Papphülse erforderlich, und zwar mufs diese Versteifung, wenn die Papphülse nicht längs des oberen Randes der Metallkappe eine besonders gefährdete Stelle aufweisen soll, über diesen Rand hinausragen.
Um nun eine recht zuverlässige Versteifung zu erzielen, ist hierzu bisher ein zusammengerollter Blechstreifen α (Fig. 1 und 2) in das untere Ende der Papphülse eingesetzt worden. Die,Enden dieses zusammengerollten Blechstreifens überblatten sich in der aus Fig. 2 ersichtlichen Weise. Um den zusammengerollten Blechstreifen sind gewöhnlich noch eine oder mehrere Lagen von Papier gewickelt.
Wenn diese Verstärkung des unteren, die Treibladung umschliefsenden Theiles der Papphülse auch einen Schutz gegen Abreifsen der Papphülse und gegen ein Zusammendrücken derselben gewährt, so hat die erwähnte Einrichtung doch mancherlei Nachtheile, welche unter Umständen die Benutzung solcher Patronen vollständig vereiteln können.
Die Neigung des Papieres zur Feuchtigkeitaufnahme hat zur Folge, dafs die Papphülse, besonders bei andauernder feuchter Witterung, Feuchtigkeit aufsaugt. Dieselbe dringt sehr rasch bis zum gerollten Blechstreifen ein und verursacht sehr leicht ein Oxydiren desselben.
Hierdurch wird leicht ein nachtheiliger Einflufs auf die Treibladung ausgeübt bezw. nimmt schliefslich auch die Treibladung die Feuchtigkeit an, so dafs die Patrone entweder an ihrem Wirkungsgrade eine Einbufse erleidet oder die Zündsicherheit ganz verliert.
Diesen Mängeln ist nach vorliegender Erfindung dadurch abgeholfen, dafs die aus einem gerollten Blechstreifen bestehende Versteifung durch ein kurzes Stück eines in sich geschlossenen Papprohres ersetzt worden ist, welches zuvor einem intensiven, sich durch die ganze Masse hindurch erstreckenden Tränken mit Fett unterzogen wurde.
Fig. 3 und 4 veranschaulichen diese Einrichtung.
Der Versteifungseinsatz b besteht hier, wie gesagt, lediglich aus einem geeignet langen Stück eines fertigen, in sich geschlossenen Papprohres, welches durch Eintauchen in flüssige Fettmasse oder in eine Lösung derselben durch und durch getränkt ist. Das Rohrstück b reicht bis zur Höhe der Treibladung, welche durch Aufsetzen eines gefetteten Pfropfens auch nach oben hin gegen das Eindringen von Feuchtigkeit geschützt wird.
Es wird durch vorliegende Einrichtung also ein absolut trockener und vor allen sonstigen Einflüssen gesicherter Pulverraum erzielt; denn die von der äufseren Papphülse aufgenommene Feuchtigkeit kann sich nicht mehr auf den Einsatz b übertragen.
Ueberdies besitzt der aus einem geschlossenen Rohrstück bestehende Einsatz b eine gröfsere Festigkeit gegen Zusammendrücken als ein nur gerollter dünner Blechstreifen. Schliefslich wird bei dem aus Pappe bestehenden Einsatz auch noch an Gewicht gespart, was gerade bei Patronen von Bedeutung ist.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Patronenhülse aus Pappe, bei welcher der den Pulverraum umschliefsende Versteifungseinsatz aus einem in sich geschlossenen Cylinder (b) aus mit Fett oder dergl. getränkter Pappe besteht.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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