DE10158309C5 - Verriegelungsvorrichtung für einen Fahrzeugsitz - Google Patents
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Abstract
Description
- Die Erfindung betrifft eine Verriegelungsvorrichtung für einen Fahrzeugsitz mit den Merkmalen des Oberbegriffs des Anspruches 1.
- Stand der Technik
- Verriegelungsvorrichtungen dieser Art werden beispielsweise für Beschläge zur Einstellung der Lehnenneigung eingesetzt, was in der
DE 100 18 125 A1 , derUS 5,328,241 A oder derUS 4,913,494 offenbart ist. Wenn bei einer solchen Verriegelungsvorrichtung ein öffnendes Moment über die Verzahnung auf die Sperrklinke übertragen wird, zeigt die Sperrklinke in Abhängigkeit der Richtung des Moments unterschiedliche Eigenschaften. Die erreichbaren Lastniveaus hängen daher stark von der Belastungsrichtung ab. - Aufgabenstellung
- Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zu Grunde, eine Verriegelungsvorrichtung der eingangs genannten Art zu verbessern. Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch eine Verriegelungsvorrichtung mit den Merkmalen des Anspruches 1 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen sind Gegenstand der Unteransprüche.
- Dadurch, dass sich an die Reihe der Normalzähne wenigstens ein unsymmetrischer Zusatzzahn anschließt, vergrößert sich die Anzahl der zum Tragen kommenden Zähne zumindest in einer Belastungsrichtung. Die Zusatzzähne sind so gewählt, dass der Beitrag zur Festigkeit in der normalerweise niedriger belastbaren Richtung erfolgt. Damit werden die Lastniveaus in und gegen Fahrtrichtung aneinander angeglichen. Die Anordnung der Zusatzzähne erfolgt unter Ausnutzung des vorhandenen Bauraums radial weiter innen zu dem durch den Lagerbolzen definierten Drehpunkt der Sperrklinke hin. Die Zusatzzähne sind so gestaltet, dass sie beim Öffnen der Verriegelungsvorrichtung nicht verhaken und kein schließendes Moment auf die Sperrklinke erzeugen.
- Die erfindungsgemäße Verriegelungsvorrichtung ist beispielsweise sowohl bei Beschlägen und anderen Einstellern als auch bei Schließvorrichtungen zur Karosserieanbindung des Fahrzeugsitzes einsetzbar.
- Ausführungsbeispiel
- Im folgenden ist die Erfindung anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels näher erläutert. Es zeigen
-
1 eine Ansicht einer Sperrklinke des Ausführungsbeispiels, -
2 eine vergrößerte Teilansicht der in einen Zahnkranz eingefallenen Sperrklinke im geschlossenen Zustand, -
3 eine Darstellung der Sperrklinke entsprechend2 im halbgeöffneten Zustand, -
4 einen Schnitt durch einen Beschlag mit einer beispielhaften Verriegelungsvorrichtung, und -
5 eine schematische Darstellung eines Fahrzeugsitzes. - Ein in
5 dargestellter Fahrzeugsitz1 für ein Kraftfahrzeug weist zur Neigungseinstellung seiner Lehne2 relativ zu seinem Sitzteil3 auf beiden Seiten je einen Beschlag5 auf. Der als Rastbeschlag ausgebildete Beschlag5 ist in4 gezeigt. Erweist ein sitzteilfestes Beschlagunterteil7 und ein lehnenfestes Beschlagoberteil8 auf, welches um einen im Beschlagunterteil7 gelagerten Lehnenbolzen9 schwenkbar ist. Das Beschlagunterteil7 besteht dabei aus zwei plattenförmigen, parallel angeordneten Elementen, welche einen Bauraum zur Aufnahme des den Lehnenbolzen9 umschließenden Bereichs des Beschlagoberteils8 und einer Verriegelungsvorrichtung11 definieren. - Auf einem beschlagunterteilfesten Lagerbolzen
13 ist eine Sperrklinke15 der Verriegelungsvorrichtung11 schwenkbar gelagert. Zum Verriegeln des Beschlags5 steht die Sperrklinke15 mit einem um den Lehnenbolzen9 gekrümmten Zahnkranz18 des Beschlagoberteils8 in Eingriff. Ein mit der Sperrklinke15 drehfest verbundener Steuernocken21 wirkt mit Steuerelementen22 auf dem Beschlagoberteil8 zusammen, um das Einfallen der Sperrklinke15 in den Zahnkranz18 zu steuern. Ein federbelasteter, den Steuernocken21 beaufschlagender Spannexzenter23 drückt im Normalfall die Sperrklinke15 in den Zahnkranz18 . Ein Fangexzenter25 stützt die Sperrklinke15 im Crashfall ab, um ein Öffnen zu verhindern. - Die in
1 dargestellte Sperrklinke15 weist auf der dem Zahnkranz18 zugewandten, bereichsweise konkav gekrümmten Seite mehrere gleiche, regelmäßige Zähne auf, im folgenden als Normalzähne31 bezeichnet. Die Normalzähne31 sind symmetrisch ausgebildet mit einem Scheitelwinkel a von etwas mehr als 60°, wobei die dazwischen angeordneten Zahnlücken33 einen Öffnungswinkel b von etwas weniger als 60° aufweisen. Die Symmetrie bezieht sich auf den Krümmungsmittelpunkt dieser Seite der Sperrklinke15 , welcher bei eingefallener Sperrklinke15 mit dem Lehnenbolzen9 zusammenfällt. Die Spitzen der Normalzähne31 und der Grund der Zahnlücken33 sind durch Radien gerundet. - Die Seite mit den Normalzähnen
31 verläuft im wesentlichen in einer durch den Lagerbolzen13 definierten radialen Richtung der Sperrklinke15 . Dabei weisen die Normalzähne31 unterschiedliche Abstände zum Lagerbolzen13 auf, weshalb im folgenden die Begriffe „innen” und „außen” zur Charakterisierung der Anordnung der Normalzähne31 relativ zum Lagerbolzen13 verwendet werden. Der am weitesten innen angeordnete Normalzahn31 , im folgenden als Steuerzahn35 bezeichnet, fällt beim Schließen der Sperrklinke15 als erster Zahn in den Zahnkranz18 ein und verläßt den Zahnkranz18 beim Öffnen als letzter Zahn. Die Flächenmittelnormale35' der äußeren Flanke des Steuerzahns35 verläuft im Abstand d am Mittelpunkt des Lagerbolzens13 vorbei. Der Fußpunkt der Flächenmittelnormalen35' auf der äußeren Flanke des Steuerzahns35 , die Stelle auf der Flächenmittelnormalen35' mit dem kleinsten Abstand d und der Mittelpunkt des Lagerbolzens13 bilden ein rechtwinkliges Dreieck, dessen Ecke mit dem rechten Winkel in die Öffnungsrichtung der Sperrklinke15 weist. Die Abstände zwischen jeder Flächenmittelnormalen31' der entsprechenden äußeren Flanke der anderen Normalzähne31 und dem Lagerbolzen13 sind alle größer als d und nehmen mit geringer werdendem Abstand zum Steuerzahn35 (damit zum Lagerbolzen13 ) ab. - Weiter innen als der Steuerzahn
35 sind noch einige modifizierte Zusatzzähne39 als Fortsetzung der durch die Normalzähne31 gebildeten Verzahnung vorgesehen. Je nach Toleranzen kann es auch sein, daß der erste Zusatzzahn39 die Rolle des Steuerzahns übernimmt. Die Zusatzzähne39 sind unsymmetrisch ausgebildet, indem sie einseitig beschnitten sind, und zwar jeweils auf der äußeren Flanke. Die näher zum Lagerbolzen13 hin angeordneten, inneren Flanken sind hingegen in Fortsetzung der entsprechenden Flanken der Normalzähne31 ausgebildet. Das Maß, mit dem die Zusatzzähne39 einseitig beschnitten sind, nämlich der Unterschied in der Fläche zwischen dem jeweiligen Zusatzzahn39 und einem Normalzahn31 , nimmt mit geringer werdendem Abstand zum Lagerbolzen13 , also mit wachsendem Abstand zum Steuerzahn35 , zu, d. h. der innerste Zusatzzahn39 ist deutlich stärker beschnitten als der äußerste Zusatzzahn39 . Die Abstände zwischen den Flächenmittelnormalen39' der äußeren Flanken der Zusatzzähne39 und dem Lagerbolzen13 nehmen zwar wie im Falle der Normalzähne31 weiterhin mit geringer werdendem Abstand zum Lagerbolzen13 ab, aber in einem anderen Verhältnis als die Flächenmittelnormalen31' der Normalzähne31 . Die Abstände der Flächenmittelnormalen39' zum Lagerbolzen13 unterscheiden sich nämlich kaum voneinander. - Beim Öffnen der Sperrklinke
15 eilen bei den Zusatzzähnen39 die beschnittenen Flanken vor, so daß sich die Zusatzzähne39 trotz geringerem Schwenkweg nicht mit den Zahnspitzen des Zahnkranzes18 verhaken. Die Normale zu den beschnittenen Flanken verläuft mit Abstand am Lagerbolzen13 vorbei, und zwar auf der näher zu den Zähnen31 und39 gewandten Seite, so daß die Zusatzzähne39 kein schließendes Moment verursachen können. - Wird über die Lehne
2 , beispielsweise im Frontcrashfall, auf das Beschlagoberteil8 ein Moment ausgeübt, welches in der Zeichnung entgegen dem Uhrzeigersinn wirkt, so wirkt der Zahnkranz18 über die radial weiter innen gelegenen Flanken der Normalzähne31 und der Zusatzzähne39 auf die Sperrklinke15 ein, im letzteren Fall also über die unbeschnittene Flanke. Die so zum Tragen kommenden Zusatzzähne39 erhöhen damit die Festigkeit der Sperrklinke15 . Wird hingegen über die Lehne2 , beispielsweise im Heckcrashfall, auf das Beschlagoberteil8 ein Moment ausgeübt, welches in der Zeichnung im Uhrzeigersinn wirkt, so wirkt der Zahnkranz18 über die radial weiter außen gelegenen Flanken der Normalzähne31 auf die Sperrklinke15 ein. Die Zusatzzähne39 mit ihren beschnittenen Flanken beeinflussen die Festigkeit der Sperrklinke15 in diesem Fall nicht. - Bezugszeichenliste
-
- 1
- Fahrzeugsitz
- 2
- Lehne
- 3
- Sitzteil
- 5
- Beschlag
- 7
- Beschlagunterteil, erstes Bauteil
- 8
- Beschlagoberteil, zweites Bauteil
- 9
- Lehnenbolzen
- 11
- Verriegelungsvorrichtung
- 13
- Lagerbolzen
- 15
- Sperrklinke
- 18
- Zahnkranz
- 21
- Steuernocken
- 22
- Steuerelement
- 23
- Spannexzenter
- 25
- Fangexzenter
- 31
- Normalzahn
- 31'
- Flächenmittelnormale der äußeren Flanke des Normalzahns
31 - 33
- Zahnlücke
- 35
- Steuerzahn
- 35'
- Flächenmittelnormale der äußeren Flanke des Steuerzahns
35 - 39
- Zusatzzahn
- 39'
- Flächenmittelnormale der äußeren Flanke des Zusatzzahns
39 - α
- Scheitelwinkel der Normalzähne
31 - β
- Öffnungswinkel der Zahnlücken
33 - d
- Abstand der Flächenmittelnormalen
35' zum Lagerbolzen13
Claims (7)
- Verriegelungsvorrichtung für einen Fahrzeugsitz, insbesondere für einen Kraftfahrzeugsitz, mit einer mittels eines Lagerbolzens (
13 ) schwenkbar an einem ersten Bauteil (Beschlagunterteil7 ) gelagerten Sperrklinke (15 ), die mehrere symmetrische Normalzähne (31 ,35 ) für einen Zahneingriff mit einem relativ zum ersten Bauteil (7 ) beweglichen zweiten Bauteil (Beschlagoberteil8 ) aufweist, wobei die Normalzähne (31 ,35 ) näherungsweise in radialer Richtung bezüglich des Lagerbolzens (13 ) nebeneinander aufgereiht sind, dadurch gekennzeichnet, dass sich an die Reihe der Normalzähne (31 ,35 ) an den innersten Normalzahn (Steuerzahn35 ) wenigstens ein unsymmetrischer Zusatzzahn (39 ) anschließt, welcher einseitig beschnitten ist. - Verriegelungsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die äußere Flanke des Zusatzzahns (
39 ) beschnitten ist. - Verriegelungsvorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere Zusatzzähne (
39 ) vorgesehen sind, wobei mit geringer werdendem Abstand zum Lagerbolzen (13 ) die Zusatzzähne (39 ) stärker beschnitten sind. - Verriegelungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Abstand zwischen dem Lagerbolzen (
13 ) und den Flächenmittelnormalen (31' ,35' ,39' ) der äußeren Flanken aller Zähne (31 ,35 ,39 ) mit geringer werdendem Abstand des jeweiligen Zahnes (31 ,35 ,39 ) zum Lagerbolzen (13 ) abnimmt. - Verriegelungsvorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Unterschiede der Abstände zwischen dem Lagerbolzen (
13 ) und den Flächenmittelnormalen (31' ,35' ) der äußeren Flanken der Normalzähne (31 ,35 ) größer sind als die Unterschiede der Abstände zwischen dem Lagerbolzen (13 ) und den Flächenmittelnormalen (39' ) der äußeren Flanken der Zusatzzähne (39 ). - Verriegelungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Verriegelungsvorrichtung (
11 ) einen Beschlag (5 ) zur Neigungseinstellung einer Lehne (2 ) eines Fahrzeugsitzes (1 ) verriegelt. - Fahrzeugsitz, insbesondere Kraftfahrzeugsitz, gekennzeichnet durch eine Verriegelungsvorrichtung (
11 ) nach einem der vorhergehenden Ansprüche.
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Applications Claiming Priority (1)
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| DE2001158309 DE10158309C5 (de) | 2001-11-28 | 2001-11-28 | Verriegelungsvorrichtung für einen Fahrzeugsitz |
Publications (3)
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| DE10158309A1 DE10158309A1 (de) | 2003-06-18 |
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-
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- 2001-11-28 DE DE2001158309 patent/DE10158309C5/de not_active Expired - Lifetime
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| Publication number | Publication date |
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