DE1009237B - Einrichtung mit einem geschlossenen Kreis aus ferromagnetischem Material mit hoher Remanenz und annaehernd parallelogrammfoermiger Hystereseschleife - Google Patents

Einrichtung mit einem geschlossenen Kreis aus ferromagnetischem Material mit hoher Remanenz und annaehernd parallelogrammfoermiger Hystereseschleife

Info

Publication number
DE1009237B
DE1009237B DEN9294A DEN0009294A DE1009237B DE 1009237 B DE1009237 B DE 1009237B DE N9294 A DEN9294 A DE N9294A DE N0009294 A DEN0009294 A DE N0009294A DE 1009237 B DE1009237 B DE 1009237B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
hysteresis loop
remanence
parallelogram
winding
circuit
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEN9294A
Other languages
English (en)
Inventor
Hendrik Van Der Heide
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Koninklijke Philips NV
Original Assignee
Philips Gloeilampenfabrieken NV
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Philips Gloeilampenfabrieken NV filed Critical Philips Gloeilampenfabrieken NV
Publication of DE1009237B publication Critical patent/DE1009237B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • HELECTRICITY
    • H03ELECTRONIC CIRCUITRY
    • H03KPULSE TECHNIQUE
    • H03K17/00Electronic switching or gating, i.e. not by contact-making and –breaking
    • H03K17/51Electronic switching or gating, i.e. not by contact-making and –breaking characterised by the components used
    • H03K17/80Electronic switching or gating, i.e. not by contact-making and –breaking characterised by the components used using non-linear magnetic devices; using non-linear dielectric devices
    • GPHYSICS
    • G11INFORMATION STORAGE
    • G11CSTATIC STORES
    • G11C11/00Digital stores characterised by the use of particular electric or magnetic storage elements; Storage elements therefor
    • G11C11/02Digital stores characterised by the use of particular electric or magnetic storage elements; Storage elements therefor using magnetic elements
    • G11C11/06Digital stores characterised by the use of particular electric or magnetic storage elements; Storage elements therefor using magnetic elements using single-aperture storage elements, e.g. ring core; using multi-aperture plates in which each individual aperture forms a storage element
    • G11C11/06007Digital stores characterised by the use of particular electric or magnetic storage elements; Storage elements therefor using magnetic elements using single-aperture storage elements, e.g. ring core; using multi-aperture plates in which each individual aperture forms a storage element using a single aperture or single magnetic closed circuit
    • G11C11/06078Digital stores characterised by the use of particular electric or magnetic storage elements; Storage elements therefor using magnetic elements using single-aperture storage elements, e.g. ring core; using multi-aperture plates in which each individual aperture forms a storage element using a single aperture or single magnetic closed circuit using two or more such elements per bit
    • HELECTRICITY
    • H03ELECTRONIC CIRCUITRY
    • H03KPULSE TECHNIQUE
    • H03K19/00Logic circuits, i.e. having at least two inputs acting on one output; Inverting circuits
    • H03K19/02Logic circuits, i.e. having at least two inputs acting on one output; Inverting circuits using specified components
    • H03K19/16Logic circuits, i.e. having at least two inputs acting on one output; Inverting circuits using specified components using saturable magnetic devices

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Computer Hardware Design (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Computing Systems (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mathematical Physics (AREA)
  • Nonlinear Science (AREA)
  • Manufacturing Of Magnetic Record Carriers (AREA)
  • Electromagnets (AREA)
  • Particle Accelerators (AREA)

Description

Die Erfindung bezieht sich auf eine Einrichtung mit einem geschlossenen Kreis aus ferromagnetischem Material mit hoher Remanenz und annähernd parallelogrammförmiger Hystereseschleife und mit mindestens je einer mit dem Kreis gekoppelten Eingangsund Ausgangswicklung.
Bekanntlich werden solche Einrichtungen unter anderem zur Aufzeichnung kodierter Informationen verwendet, wobei die Information durch den Remanenzzustand des ferromagnetischen Materials bestimmt wird. Mittels Stromimpulse, die durch mindestens eine mit dem ferromagnetischen Kreis gekoppelte Eingangswicklung hindurchgeführt werden, kann ein bestimmter, dem Wert »0« oder »1« der kodierten Information entsprechender Remanenzzustand eingestellt werden; »0« wird z.B. durch positive Remanenz, »1« durch negative Remanenz gekennzeichnet. Indem die Spannung gemessen wird, die über einer mit dem Kern gekoppelten Ausgangswicklung unter der Wirkung eines nächstfolgenden Stromimpulses durch die erwähnte Eingangswicklung entsteht, kann der Remanenzzustand bestimmt oder, mit anderen Worten, die im Kern enthaltene Information wieder abgelesen werden. Die Unterscheidung zwischen den zwei Zuständen ist jedoch um so schwieriger durchführbar, je weniger flach die Hystereseschleife des verwendeten Kerns in der Nähe der Remanenz ist.
Es ist auch bekannt, eine solche Einrichtung für Schaltzwecke zu verwenden. Ein Wechselstrom durch die Eingangswicklung erzeugt eine Wechselspannung über der Ausgangswicklung. Wird außerdem einer zweiten Eingangswicklung ein Gleichstrom zugeführt, der den Kern in den Sättigungszustand bringt, so ist die Ausgangswechselspannung wesentlich geringer als ohne Gleichstrom-Vormagnetisierung; im Idealfall wäre diese Spannung bei Vormagnetisierung Null. In dem Maße wie die Hystereseschleife bei Sättigung weniger flach verläuft, ist der Unterschied zwischen beiden Ausgangsspannungen aber geringer. Da sich jedoch im Sättigungszustand der Magnetkreis mit seinen Wicklungen wie eine Luftspule verhalten wird, ist die dann auftretende Spannung, sogar bei den günstigsten Materialien, nicht Null.
Der Erfindung liegt die Erkenntnis zugrunde, daß es bedeutend einfacher ist, ferromagnetisches Material mit einer parallelogrammförmigen Hystereseschleife herzustellen als ferromagnetisches Material mit einer Hystereseschleife, die z. B. in der Nähe der Sättigung oder im Sättigungsgebiet einen flachen Verlauf hat. Die Erfindung weist das Merkmal auf, daß mindestens eine Ausgangswicklung des Magnetkreises mit hoher Remanenz und parallelogrammförmiger Hystereseschleife mit mindestens einem anderen ferromagnetischen Kreis mit verhältnismäßig geringer Remanenz
Einrichtung mit einem geschlossenen Kreis aus ferromagnetischem Material
mit hoher Remanenz und annähernd
parallelogrammförmiger Hystereseschleife
Anmelder:
N. V, Philips' Gloeilampenfabrieken,
Eindhoven (Niederlande)
Vertreter: Dipl.-Ing. K. Lengner, Patentanwalt,
Hamburg 1, Mönckebergstr. 7
Beanspruchte Priorität:
Niederlande vom 8. August 1953
Hendrik van der Heide, Eindhoven (Niederlande),
ist als Erfinder genannt worden
gekoppelt ist und beide Magnetkreise gleichzeitig durch je eine oder eine gemeinsame Strom- bzw. Spanuungsquelle erregt werden, derart, daß eine von der annähernd parallelogrammförmigen Hystereseschleife abweichende effektive Hystereseschleife von für die ausgangsseitige Unterscheidbarkeit diskreter Magnetisierungszustände geeigneter und insoweit beliebiger Form erzielt wird. Hierbei wird also, falls die Hystereseschleife des verwendeten ferromagnetisehen Kreises nicht hinreichend flach verläuft, um bestimmte gewünschte Wirkungen in den Ausgangswicklungen in Abhängigkeit von dem magnetischen Zustand des ferromagnetischen Kreises in genügendem Maße zu erzielen, gleichsam die effektive Hystereseschleife der Einrichtung zur Erreichung dieser gewünschten Wirkungen geeigneter gemacht.
Es ist bereits eine Anordnung zur Verstärkung schwacher Gleichströme bekannt, welche aus zwei Magnetkreisen mit gleichem Kernmaterial und dementsprechend auch gleichen Hystereseschleifen besteht; hierbei werden beide Magnetkreise auf verschiedene Weise erregt, so daß sie einen unterschiedlichen FeId-^ verlauf aufweisen und somit eine Hystereseschleife mit völlig abnormer, unsymmetrischer Form entsteht.
Eine Anordnung mit einer solchen Hystereseschleife ist aber für Speicher- und Schaltzwecke ungeeignet.
Ferner ist eine Speichermatrix mit ferromagnetischen Kernen bekannt, bei der eine gemeinsame Ausgangswicklung so mit den verschiedenen Magnet-
709 546^79
kernen gekoppelt ist, daß unerwünschte Spannungen, welche durch die nicht exakte Rechteckform der Hystereseschleife der Kerne bedingt sind, ausgeglichen werden. Alle Magnetkerne haben hierbei jedoch gleiche Hystereseschleifen, deren effektive Form nicht ver-r änderbar ist. Die Leitungsführung bei dieser bekannten Speichermatrix ist aber sehr verwickelt, so daß ein Auswechseln einzelner, schadhafter Magnetkerne umständli'ch-und langwierig ist. Demgegenüber kann eine Einrichtung nach der Erfindung auch bei einer einfachen, an sich bekannten Speichermatrix Verwendung finden.
Die Erfindung wird an Hand der in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiele näher erläutert. Fig. 1 zeigt eine bekannte Einrichtung,
Fig. 2 die Hystereseschleife, die bei einer solchen Einrichtung auftritt,
Fig. 3 eine Einrichtung nach der Erfindung und Fig. 4 Polarisationskennlinien, die bei einer solchen Einrichtung auftreten; : Fig. 5 und 6 stellen ebenfalls Einrichtungen nach der Erfindung dar;
Fig. 7 zeigt eine bekannte Einrichtung, die für Schaltzwecke verwendbar ist,
Fig. 8 eine Hystereseschleife, die bei einer solchen Einrichtung auftritt,
Fig. 9 die Hystereseschleife einer Einrichtung nach Fig. 7 nach Durchführung der Erfindung,
Fig. 10 eine Einrichtung nach der Erfindung, die für Schaltzwecke verwendbar ist.
Fig. 1 zeigt eine bekannte Einrichtung zur Aufzeichnung kodierter Informationen. Bezugsziffer 1 bezeichnet dabei den ferromagnetischen Kreis mit der hohen Remanenz und der parallelogrammförmigen Hystereseschleife, 2 bezeichnet eine Eingangswicklung mit den Klemmen A und B und 3 eine Ausgangswicklung mit den Klemmen C und D. Sowohl die Wicklung 2 als auch die Wicklung 3 können gewünschtenfalls aus mindestens einem nur durch die Öffnung des Kreises 1 hindurchgeführten Leiter bestehen.
Fig. 2 zeigt die Hystereseschleife des Kerns 1, wobei der Fluß Φ als Funktion des durch die Wicklung 2 hindurchgeführten Stromes i aufgetragen ist. Bei i = 0 sind zwei Remanenzzustände vorhanden, d. h. der Polarisationszustand Φ1 und der Polarisationszustand Φ2. Der Zustand Φχ entspricht z. B. einer »0« der kodierten Information, Φ.2 einer »1«. Es wird angenommen, daß der Kreis sich im Zustand Φ± befindet; dann wird ein positiver Stromimpuls mit einem Wert iv der den Klemmen A und B zugeführt wird, Fluß-Veränderungen Φ3± (Hinlauf) und Φ13 (Rücklauf) im Kern erzeugen, die über die Klemmen C und D der Wicklung 3 Spannungen hervorrufen. Befindet sich der Kreis im Zustand Φ.2, so wird ein positiver Stromimpuls, der den Klemmend und B zugeführt wird, bei steigender Flanke dieses Stromimpulses, eine Flußänderung Φ3-Φ% (Hinlauf) und bei abfallender Flanke eine Flußänderung Φχ—Φ3 (Rücklauf) hervorrufen, die auch über die Klemmen C und D der Wicklung 3 Spannungen hervorrufen, von denen die erste Spannungsspitze bei der steigenden Flanke des Stromimpulses wesentlich höher ist als die erste Spannungsspitze, die auftritt, wenn der Kreis sich im Zustand Φχ befindet. Es wird dabei bemerkt, daß bei dem angegebenen Impulswert, d. h. I1, der Kreis stets nach der Zufuhr eines Stromimpulses an die Klemmen A und B in den Zustand Φ± gelangt, der also einer »0« der kodierten Information entspricht. Ein Speicherelement»!« wird auf gezeichnet, d.h., der Kreis gelangt in den Zustand Φ2, indem den Klemmen A und B ein negativer Stromimpuls zugeführt wird, dessen absoluter Wert mindestens gleich X1 ist.
Dem Unterschied zwischen einer »0« und einer »1« liegt also der Unterschied zwischen den Spannungsspitzen über der Wicklung 3 zugrunde, welcher Unterschied auf den Unterschied zwischen den Flußänderungen Φ3χ und Φ32 zurückzuführen ist. Dieser Spannungsunterschied erweist sich in der Praxis im allgemeinen als verhältnismäßig gering, was auf einen zuwenig flachen Verlauf der Hystereseschleife in der Nähe der Remanenz zurückzuführen ist.
Fig. 3 zeigt eine Einrichtung nach der Erfindung. Bezugsziffer 1 bezeichnet wieder einen Magnetkreis mit einer Hystereseschleife, wie diese in Fig. 2 dargestellt ist, 2 und 3 bezeichnen die entsprechenden Eingangs- und Ausgangswicklungen; 4 bezeichnet einen Magnetkreis, dessen Remanenz gering ist im Vergleich zu der Remanenz des Kreises 1. Die entsprechenden Eingangs- und Ausgangswicklungen sind derart angeordnet, daß der Wickelsinn von Eingangsund Ausgangswicklungen einander gegenüber bei den zwei Kreisen verschieden ist. Befindet sich der Magnetkreis 1 im Zustand Φν so wird ein positiver Impuls, der den Klemmen yi und B zugeführt wird, im Kreis 1 bei der steigenden Flanke eine Fluß änderung Φζχ und somit eine Spannungsspitze
■n
Φ,-Φι
At
wobei η die Windungszahl der Ausgangswicklung 3 und A t die Zeitdauer der steigenden Flanke bezeichnet, und bei der abfallenden Flanke eine Flußänderung Φχ-ΦΆ und somit eine Spannungsspitze
n-
At'
hervorrufen, wobei Δ t' die Zeitdauer der abfallenden Flanke bezeichnet. Derselbe Impuls wird jedoch über der Wicklung 6 des zweiten Kreises auch Flußänderungen erzeugen und somit auch Spannungen, die durch die Wahl des Wickelsinnes gerade entgegengesetztes Vorzeichen haben. Die über der Wicklung 6 auftretenden Spannungsspitzen sind dabei
ΑΦ , ΔΦ
und — m -
At
Af
wobei m die Windungszahl der Wicklung 6 bezeichnet. Werden die Kennlinie von 4 und die Windungszahl m derart gewählt, daß η ((P3-^1) gleich m Δ Φ ist, so entsteht an den Klemmen C und D keine Spannung unter der Wirkung des den Klemmen A und B zugeführten positiven Stromimpulses.
Befindet sich der Kreis 1 im Zustand Φ2, so unterliegen die Spannungsspitzen über der Wicklung 3 der Wirkung eines den Klemmen A und B zugeführten positiven Spannungsimpulses
At
Die über der Wicklung 6 auftretenden Spannungen sind jedoch wieder
ΔΦ , ΔΦ
m —TT- und — m -
At
At'
d. h., es tritt nun eine Ausgangsspannung an den Klemmen C und D auf, da die ersten jedes Paares von
Spannungsspitzen einander nicht ausgleichen. Das Feststellen, ob der Kreis 1 sich im Zustand Φχ oder Φ2 befindet, läuft nun auf die Feststellung hinaus, ob an den Klemmen C und D ein Spannungsimpuls auftritt oder nicht, was im Gegensatz zu der Feststellung bei 5 der Einrichtung nach Fig. 1 ist, wobei die Größe der an den Klemmen C und D auftretenden Impulse gemessen werden muß. Bei der Aufzeichnung der Information bereitet der zweite Kreis keine Schwierigkeiten, gerade da er eine geringe Remanenz aufweist. Naturgemäß können die Kreise 1 und 4 durch gesonderte Stromquellen betrieben werden. Die Impulse müssen jedoch gleichzeitig über den Wicklungen 2 und 5 auftreten.
Genau gesagt, muß natürlich
αφ ΑΦ
- anstatt
dt
At
berücksichtigt werden. Vorstehend ist bei der Berechnung angenommen, daß die Teile der Hystereseschleife Φχund Φ.ζals gerade betrachtet werden dürfen, was besonders in bezug auf den letzteren Teil in der Praxis naturgemäß nicht der Fall ist.
Die Fig. 4 a und 4 b zeigen die Φ-i-Kennlinien der Kreise 1 und 4, und die Fig. 4c zeigt die durch Abzug gefundene effektive Hystereseschleife der Einrichtung nach Fig. 3. Durch passende Wahl der Kennlinie des Magnetkreises 4 kann diese effektive Hystereseschleife so flach gemacht werden, wie erwünscht ist. Andererseits kann man z.B. durch andere Wahl der Windungszahl der Wicklung 3 oder 6 auch eine effektive Hystereseschleife erzielen, die beispielsweise in Fig. 4d angegeben ist.
Es wird weiter einleuchten, daß man zum Erzielen der gewünschten effektiven Hystereseschleife nicht auf die Verwendung eines einzigen Kreises 4 beschränkt ist. Gewünschtenfalls kann man dazu zwei oder mehr Kreise anwenden, die eine geringe Remanenz aufweisen.
Ein solcher Kreis 4 kann außerdem dazu dienen, mehr als einen Kreis 1 zu korrigieren. Beispielsweise zeigt Fig. 5 einen Kreis 4 zur Korrektion dreier Kreise 1. Die Wirkungsweise wird ohne weiteres klar, wenn den Kreisen 1 Stromimpulse nicht gleichzeitig zugeführt werden. Ist dies aber doch der Fall, so sind die drei Kreise als ein einziger Kreis aufzufassen, und die Kennlinie von 4 muß an die Kennlinie des Ersatzkreises angepaßt werden.
Fig. 6 zeigt ein anderes Beispiel des Falles, in dem mehr als ein Kreis mit hoher Remanenz und parallelogrammförmiger Hystereseschleife durch nur einen Kreis mit verhältnismäßig geringer Remanenz korrigiert wird. Die Figur zeigt eine sogenannte Speicher matrize, bei der die Kerne mit hoher Remanenz und annähernd pai-allelogrammförmiger Hystereseschleife in Reihen und Spalten angeordnet sind. Ausgehend von dem Fall, in dem alle Kerne 1 bis 9 sich im Zustand Φ1 befinden, erfolgt die Aufzeichnung einer »1«, die durch den Zustand Φ2 gekennzeichnet ist, in einem bestimmten Kern, in dem den mit diesem Kern gekoppelten Stromleitern je ein Stromimpuls mit dem Wert Vs I1 (s. Fig. 2) zugeführt wird. Es wird z. B. in 8 eine »1« aufgezeichnet, indem durch die Stromleiter e, c ein Impuls geführt wird. Die Kerne 2, 5, 7 und 9 werden dabei durch einen Stromimpuls VsI1 erregt. Dieser Impuls ist jedoch gerade zu klein (bei richtiger Wahl der Hystereseschleife), um einen Übergang von Φ1 in Φ2 zu bewerkstelligen. Das Ablesen erfolgt auf ähnliche Weise. Falls sich der Kern im Zustand Φ1 befindet, treten dabei nicht nur die unerwünschten Impulse über der Wiedergabewicklung 13 unter der Wirkung des dem betreffenden Kern zugeführten Stromimpulses iv sondern auch unter der Wirkung anderen Kernen zugeführter Impulse Vs i, auf. Zum Ausgleichen dieser unerwünschten Impulse wird über der Wicklung 12 des Kerns mit verhältnismäßig geringer Remanenz 10 unter der Wirkung des durch die Eingangswicklung 11 fließenden Stromes eine entgegengesetzt gerichtete Spannung erzeugt, die gleich der Summe aller unerwünschten Spannungen ist. Befindet sich der betreffende Kern jedoch im Zustand Φ2, so steht an der Klemme H der Wicklung 13 natürlich wohl eine Spannung, da die dabei auftretenden Fluß änderungen nicht durch die im Kern 10 auftretenden Flußänderungen ausgeglichen werden. Nach der Figur ist die Wicklung 11 mit allen Eingangswicklungen α bis / verbunden. Es genügt naturgemäß eine Verbindung mit den Wicklungen a, b und c oder d, e und /.
Fig. 7 zeigt eine Einrichtung, die für Schaltzwecke verwendet werden kann. G bezeichnet dabei eine Wechselstromquelle, 1 einen Kern mit hoher Remanenz und parallelogrammförmiger Hystereseschleife, 2 eine Eingangswicklung, 3 eine Ausgangswicklung, 4 eine Überwachungswicklung, GB eine Gleichstromquelle und 61 einen Schalter.
Fig. 8 zeigt die bei solchen Einrichtungen angewandte Kennlinie. Bei offenem Schalter 5 wirkt die Einrichtung wie ein Transformator, und infolge der Steilheit der Kennlinie kann die Spannung an den Klemmend und B wesentlich hoch sein. Ist jedoch der Schalter geschlossen, so wird der Kern in die Sättigung durch den durch GB gelieferten Einstellstrom I0 geführt, und die dann auftretenden Flußänderungen infolge des von G gelieferten Wechselstromes sind nur gering. Es ist jedoch der Fall vorzuziehen, in dem bei geschlossenem Schalter diese Flußänderungen Null sind. Indem ein Korrektionskreis gemäß der Erfindung angewandt wird,, kann die effektive Hystereseschleife die in Fig. 9 angegebene Form annehmen, wobei bei geschlossenem Schalter die Flußänderungen und somit die Spannung an den Klemmend und B praktisch auf Null herabgemindert werden können.
Fig. 10 zeigt eine solche Einrichtung. Die entsprechenden Teile sind entsprechend in Fig. 7 bezeichnet. Bezugsziffer 5 bezeichnet weiter den Magnetkreis mit verhältnismäßig geringer Remanenz, 6 die Eingangswicklung und 7 die Ausgangswicklung von 5.
Auch in diesem Fall kann man gewünschtenfalls für die Korrektur der Kennlinie des Magnetkreises 1 wieder mehr als einen Kreis ohne Remanenz anwenden.

Claims (4)

Patentansprüche:
1. Einrichtung mit einem geschlossenen Kreis aus ferromagnetischem Material mit hoher Remanenz und einer annähernd parallelogrammförmigen Hystereseschleife und mit mindestens je einer mit dem Kreis gekoppelten Eingangs- und Ausgangswicklung, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens eine Ausgangswicklung des Magnetkreises mit hoher Remanenz und parallelogrammförmiger Hystereseschleife mit mindestens einem anderen ferromagnetischen Kreis mit verhältnismäßig geringer Remanenz gekoppelt ist und beide Magnetkreise gleichzeitig durch je eine oder eine gemeinsame Strom- bzw. Spannungsquelle erregt werden, derart, daß eine von der annähernd parallelogramm-
förmigen Hystereseschleife abweichende effektive Hystereseschleife von für die ausgangsseitige Unterscheidbarkeit diskreter Magnetisierungszustände geeigneter und insoweit beliebiger Form erzielt wird.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die effektive Hystereseschleife im Sättigungsgebiet oder in der Nähe der Remanenz des Kreises mit hoher Remanenz einen flachen Verlauf aufweist.
3. Einrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß mit den Magnetkreisen mit verhältnismäßig geringer Remanenz mehr als ein Magnetkreis aus ferromagnetischem Material mit hoher Remanenz und einer annähernd parallelogrammförmigen Hystereseschleife verbunden ist.
4. Einrichtung nach Anspruch 3 zur Anwendung bei einer Speichermatrix mit in Reihen und Spalten angebrachten Magnetkreisen mit hoher Remanenz und annähernd parallelogrammförmiger Hystereseschleife und gleichzeitiger Steuerung der für eine Reihe oder eine Spalte gemeinsamen Eingangswicklung, dadurch gekennzeichnet, daß die für alle Kreise gemeinsame Ausgangswicklung und die Eingangswicklungen aller Reihen und/oder aller Spalten mit dem Kreis mit verhältnismäßig geringer Remanenz gekoppelt sind.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentanmeldung A 12405 VIII a/21 a2; RCA Review, Juni 1952, S. 183 bis 201.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© 709:545/179 5.57
DEN9294A 1953-08-08 1954-08-04 Einrichtung mit einem geschlossenen Kreis aus ferromagnetischem Material mit hoher Remanenz und annaehernd parallelogrammfoermiger Hystereseschleife Pending DE1009237B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
NL776076X 1953-08-08

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE1009237B true DE1009237B (de) 1957-05-29

Family

ID=19829986

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEN9294A Pending DE1009237B (de) 1953-08-08 1954-08-04 Einrichtung mit einem geschlossenen Kreis aus ferromagnetischem Material mit hoher Remanenz und annaehernd parallelogrammfoermiger Hystereseschleife

Country Status (3)

Country Link
DE (1) DE1009237B (de)
GB (1) GB776076A (de)
NL (1) NL180504B (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1070677B (de) 1955-04-01 1959-12-10 International Standard Electric Corporation, New York, N. Y. (V.St.A.) Magnetische Impulsspeichereinrichtung mit toroidförmigen Magnetkernen
DE1226147B (de) 1961-06-27 1966-10-06 Philips Nv Magnetkernspeichervorrichtung

Non-Patent Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Title
None *

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1070677B (de) 1955-04-01 1959-12-10 International Standard Electric Corporation, New York, N. Y. (V.St.A.) Magnetische Impulsspeichereinrichtung mit toroidförmigen Magnetkernen
DE1226147B (de) 1961-06-27 1966-10-06 Philips Nv Magnetkernspeichervorrichtung

Also Published As

Publication number Publication date
NL180504B (nl)
GB776076A (en) 1957-06-05

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE1174544B (de) Elektrischer logischer Kreis
DE1034689B (de) Magnetische Speicherschaltung mit einer Platte aus magnetischem Material
DE1236580B (de) Angabenspeicher
EP0050705B1 (de) Verfahren und Schaltungsanordnung zur kontaktlosen Messung von Gleich- und Wechselströmen, insbesondere Strom-Augenblickswerten
DE1015853B (de) Speicheranordnung mit einem geschlossenen Kern aus ferromagnetischem Material mit hoher Remanenz
DE1089197B (de) Schalteinrichtung fuer Magnetkernspeicher
DE1099233B (de) Schalteinrichtung fuer Magnetkernspeicher
DE1009237B (de) Einrichtung mit einem geschlossenen Kreis aus ferromagnetischem Material mit hoher Remanenz und annaehernd parallelogrammfoermiger Hystereseschleife
DE1186106B (de) Speicherelement aus leitendem magnetischem Material
DE1074297B (de) Matrixspeichervorrichtung
DE972688C (de) Einrichtung mit einem geschlossenen, ferromagnetischen Kern mit hoher Remanenz und einer annaehernd rechteckfoermigen Hystereseschleife
DE1123497B (de) Logische Schaltungen
DE1127398B (de) Magnetkernschalter
DE1031349B (de) Magnetkreisanordnung mit einem Magnetkern, durch welchen die z. B. aus einfachen Leitungen bestehenden Eingangs- und Ausgangswicklungen hindurchgefuehrt sind
DE1084951B (de) Speichermatrix mit ferromagnetischen oder ferroelektrischen Speicherelementen
DE1181276B (de) Datengeber aus matrixfoermig angeordneten Ferrit-Ringkernen
DE1292197B (de) Informationsspeicherschaltung mit Drahtspeicherelementen
AT236148B (de) Magnetischer Speicher
DE1030878B (de) Magnetverstaerkeranordnung
DE2329254A1 (de) Stromwandler mit aktivem lastabschluss
DE1057169B (de) Schaltungsanordnung zur Erzeugung von Impulsen
DE1474504C3 (de) Integrierender Magnetkernimpulsspeicher
DE1176714B (de) Anordnung fuer eine statische magnetische Speichervorrichtung
DE1073221B (de) Magnetische Vorrichtung
DE1114534B (de) Impulsverzoegerungsschaltung