DE1007648B - Ausgabeapparat fuer variable Mischungen von zwei oder mehr Fluessigkeiten, insbesondere Kraftstoffgemischen - Google Patents

Ausgabeapparat fuer variable Mischungen von zwei oder mehr Fluessigkeiten, insbesondere Kraftstoffgemischen

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DE1007648B
DE1007648B DEV6099A DEV0006099A DE1007648B DE 1007648 B DE1007648 B DE 1007648B DE V6099 A DEV6099 A DE V6099A DE V0006099 A DEV0006099 A DE V0006099A DE 1007648 B DE1007648 B DE 1007648B
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liquids
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fuel
mixtures
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DEV6099A
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Harvey Noble Bliss
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Veeder Industries Inc
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Veeder Root Inc
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B67OPENING, CLOSING OR CLEANING BOTTLES, JARS OR SIMILAR CONTAINERS; LIQUID HANDLING
    • B67DDISPENSING, DELIVERING OR TRANSFERRING LIQUIDS, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • B67D7/00Apparatus or devices for transferring liquids from bulk storage containers or reservoirs into vehicles or into portable containers, e.g. for retail sale purposes
    • B67D7/06Details or accessories
    • B67D7/74Devices for mixing two or more different liquids to be transferred
    • B67D7/743Devices for mixing two or more different liquids to be transferred electrically or electro-mechanically operated

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Loading And Unloading Of Fuel Tanks Or Ships (AREA)

Description

  • Ausgabeapparat für variable Mischungen von zwei oder mehr Flüssigkeiten, insbesondere Kraftstoffgemischen Die Erfindung bezieht sich auf einen Flüssigkeitsausgabeapparat und insbesondere auf solche Apparaturen, die zur Ausgabe von bestimmten Mischungen zweier verschiedener Flüssigkeiten dienen, wie z. B. für Kraftstoffe von verschiedenen Oktanzahlen (OZ).
  • Ein Erfindungsgegenstand betrifft die Bereitstellung eines Ausgabeapparates, welcher sowohl die Kosten als auch die Menge des verabreichten Flüssigkeitsgemisches anzeigt.
  • Ein weiterer Erfindungsgegenstand betrifft eine Ausbildung der Apparatur. derart, daß die Anzeige der Kosten der verausgabten Flüssigkeitsmischungen unbedingt genau den tatsächlichen -#"erhältnisseti entspricht und unmittelbar durch die wirklich abgegebenen :Mengen jeder einzelnen Flüssigkeitskomponente bewirkt wird, so daß für den Abnehmer volle Sicherheit besteht, nur das zu bezahlen, was er tatsächlich erhält.
  • Weiterhin bezieht sich die Erfindung auf eine Apparatur, welche den Preis für die Einheit jeder der Flüssigkeiten, die miteinander gemischt abgegeben werden sollen, angibt und außerdem zugleich auch die Kosten der Einheit des verausgabten Flüssigkeitsgemisches.
  • Sodann betrifft die Erfindung eine Apparatur dieser Art, die vornehmlich zur Abgabe von Kraftstoffen bestimmt ist, welche unterschiedliche Oktanzahlen besitzen, wobei die OZ der jeweils gewünschten Mischung zugleich mit dem Preis der Meßeinheit des Gemisches angezeigt wird.
  • Wieder ein anderer Erfindungsgegenstand bezieht sich auf die .Ausgestaltung und Herstellung einer solchen Apparatur, die preiswert, sehr genau arbeitend und robust ist und leicht bei allgemeinen Preisänderungen diesen angepaßtwerden kann.
  • Außerdem betrifft die Erfindung auch eine automatische und dauernde Registrierung der gesamt abgegebenen Mengen der einzelnen zu mischenden Flüssigkeiten sowie deren einzelne Kosten.
  • Schließlich erstreckt sich die Erfindung auch darauf, eine Sicherung dagegen zu geben, daß bei der Ausgabe großer Mengen der einen Flüssigkeit ein Rückfluß in die Leitung der anderen Flüssigkeit erfolgen kann, so daß also jede Verunreinigung der Leitung der zweiten Flüssigkeit mit Anteilen aus der ersten Leitung sicher vermieden wird.
  • Diese Aufgaben -,verden vornehmlich dadurch gelöst, daß der Ausgabeapparat für die Kraftstoffgemische, welcher getrennte Leitungswege für die einzelnen Flüssigkeiten mit je einer Pumpe und einem Regelventil sowie eine Regelvorrichtung zur Einstellung des gewünschten Gemisches besitzt, erfindungsgemäß in jedem der Leitungswege außer der Pump.: und den Regelventilen ein Meßgerät aufweist, dessen Zählwelle mit einem Variator gekuppelt ist und beide Variatoren über ein Differential ein Registriergerät betätigen.
  • Es sind bereits, wenn auch in ganz anders gearteter mechanischer Ausbildung, Ausgabeapparate für zwei oder mehr Flüssigkeiten bekanntgeworden, bei welchen durch einen Wähler das Mischungsverhältnis gleichfalls in bestimmtem 'Umfange eingestellt wird. Diese besitzen als Regelorgan aber keine Ventile wie nach der erfindungsgemäßen Ausbildung. Mit den bekannten Ausführungen ist aber nur die Zumischung einer Komponente zu einer Grundkomponente zu erreichen, wie etwa ein geringer Ölzusatz zu einer normal zu verabfolgenden Menge. Dabei müssen die einzelnen Mengen stets von Hand getrennt eingestellt werden. Es ist aber nicht möglich, die Mischanteile von Null bis zu weiten Überschneidungen zu variieren, da hierzu kein Antrieb bei extremen Einstellungen umseitig vorhanden ist. Diese Geräte sind nicht in der Lage, eine Veränderung der Mischanteile, wie nach der Erfindung, durchzuführen.
  • Weitere Einzelheiten des Erfindungsgegenstandes ergeben sich aus der nachstehenden Beschreibung und der beispielsweisen Darstellung in den Fig. 1 bis 6; es zeigt Fig. 1 eine Ansicht des Apparates, wobei ein Teil des Gehäuses zur Darstellung der normalerweise nicht sichtbaren Apparatteile entfernt ist, Fig. 2 eine Draufsicht auf die Apparatur in Richtung der Linie 2-2 von Fig. 3, Fig. 3 eine Schnittansicht in Richtung der Linie 3-3 von Fig. 2, Fig. 4 einen Schnitt durch die Mitte der OZ-Wählscheibe mit den dieser zugeordneten Elementen und Darstellung weiterer Apparaturteile in strichpunktierter Andeutung, Fig. 5 die Ansicht des Abgabeventils, zum Teil im Schnitt, und Fig.6 einen Schnitt durch das Anschlußstück für die beiden in:einandergefügten Ausgabeschläuche. Im nachstehenden sind der Einfachheit halber bei der Kennzeichnung solcher Teile, welche gleiche Funktionen ausüben, die Bezugszeichen mit einem »'« versehen.
  • Da die erfindungsgemäße Apparatur sich insbesondere für das Mischen oder Abstimmen von zwei Kraftstoffen von verschiedenen Oktanzahlen zu einem Gemisch von einer gewünschten Oktanzahl eignet, ist die Beschreibung auf eine Apparatur und die einzelnen mechanischen Teile für solche Zwecke abgestellt; natürlich kann sie unter entsprechender Angleichung auch für die Abgabe eines Gemisches aus anderen Flüssigkeiten beliebiger Art Verwendung finden.
  • Wie aus Fig. 1 ersichtlich, bilden zwei unabhängige Leitungswege oder -systeme einen wesentlichen Teil der Apparatur, von welchen das eine mit A und das andere mit A' bezeichnet ist. Jeder dieser Leitungstvege .4 und A' geht von einem Vorratstank 10 bzw. 10' aus, aus %velchem zwei Kraftstoffe von verschiedenen Oktanzahlen, deren nähere Kennzeichnung weiter unten angegeben wird, durch die Saugrohre 11 und 11' abgezogen werden. Diese Saugrohre stehen in Verbindung mit den Pumpen 12 und 12', die ihrerseits durch einen einzigen Motor 13 über die Riemen 14 und 14' angetrieben sind. Oberhalb dieser Pumpen sind die Meßgeräte 15 und 15' angeordnet, welche den jeweiligen Pumpenausstoß durch die Rohre 16 und 16' erhalten. Weiter oberhalb der Meßgeräte 15 und 15' befinden sich die beiden Ventile 17 und 17', die durch die Rohre 18 und 18' mit den Meßgeräten verbunden sind. Von den beiden Ventilen führen die Rohre 19 und 19' zu dem gemeinsamen Anschlußstück 20 mit den beiden Hohlräumen 21 und 21' (Fig. 6).
  • An diesem Anschlußstück 20 sind zwei konzentrisch ineinander eingefügte Schläuche 22 und 22', mit einem Mündungsstück 23 am anderen Ende, angeschlossen. In dem Mündungsstück befindet sich ein Absperrventil 24, wie es allgemein für die Abgabe von Kraftstoffen Verwendung findet, jedoch unterscheidet sich das Ventil mit der Mündung 23 von den gebräuchlichen Formen dadurch, daß es eine Mischkammer 25 mit einer Trennwand 26 besitzt. Da die beiden Schläuche 22 und 22' unterschiedliche Flüssigkeiten führen, muß eine Anordnung getroffen sein, daß, wenn ein Schlauch ein sehr großes Volumen an Flüssigkeit abgibt, kein Rückfluß aus diesem Schlauch in den anderen Schlauch erfolgen kann. Zur Vermeidung eines solchen Rückflusses sind deshalb zwei Rückschlagventile 27 und 27' vorgesehen, welche Federn 29 und 29' besitzen, durch die die Ventilköpfe gegen die Ventilsitze 30 und 30' in der Trennwand 26 gepreßt werden. Da somit die Ventile normalerweise bestrebt sind, sich zu schließen, ergibt sich, daß, wenn eine der Schlauchleitungen 22 oder 22' eine große Menge der betreffenden Flüssigkeit liefert, das Ventil dieser Schlauchleitung durch den Flüssigkeitsdruck, welcher durch die Pumpe hervorgerufen wird, in die Offenstellung gedrückt wird, während andererseits ein Übertreten dieser Flüssigkeit in den anderen Schlauch durch das Rückschlagventil dieses Schlauches sicher ausgeschlossen wird.
  • Wie üblich bei solchen Ausgabeapparaturen für Kraftstoffe sind alle Apparaturteile, mit Ausnahme der Tanks 10 und 10', in einem gemeinsamen Gehäuse 31 untergebracht.
  • In der Annahme, daß beispielsweise von dem Verbraucher Kraftstoffe gefordert werden, deren Oktanzahlen zwischen »74« und »94« liegen, sei beispielsweise der Tank 10 als Behälter für den Kraftstoff mit der OZ »94« benutzt, während der Tank 10' Kraftstoff von der OZ »74« enthält. Um nun eine OZ zwischen diesen beiden angenommenen extremen Zahlen verabreichen zu können, ist eine OZ-Wählscheibe 33, wie in Fig.3 dargestellt, vorgesehen. Diese Wählscheibe zeigt verschiedene Eintragungen von Oktan-Werten in praktisch brauchbaren und bevorzugt verlangten Wertsteigerungen. Bei den gewählten höchsten und niedrigsten Werten von »94« und »74« hat sich eine Abstufung in Oktanzahlen steigend um je vier Ziffern als ausreichend und den Wünschen der Abnehmer entsprechend herausgestellt, so daß dementsprechend die Wählscheibe für die Oktanzahl ansteigende Ziffern von »74«, »78«, »82«, »86«, »90« und »94« aufweist.
  • Um den Umfang einer Tragscheibe 35 herum ist eine Anzahl einzeln verstellbarer Preisscheiben 34 angeordnet, welche von Hand um je einen Zapfen 36 gedreht werden können. Da diese Scheiben zur Anzeige des jeweiligen Preises des entsprechenden Kraftstoffgemisches so lange fest in ihren Stellungen verbleiben sollen, bis eine allgemeine Preisänderung eintritt, sind Vorkehrungen getroffen, um die Preisscheiben jeweils in ihren bestimmten, vorgesehenen Stellungen festzuhalten. Hierzu dient eine Anzahl von Kerben 37 längs des Umfanges jeder Preisscheibe 34, in welche Federrasten 39 eingreifen, die fest an der Tragscheibe 35 in entsprechenden Abständen angeordnet sind. Vorteilhaft erfolgt die Anbringung dieser Federrasten durch Niete 40.
  • Als Lager für die OZ-Wählerscheibe 33 und die Tragscheibe 35, auf welcher sich die Preisräder 34 befinden, dient ein Bügel oder Schild 41, welches mit dem Gehäuse 31 durch eine Anzahl Niete 42 fest verbunden ist. Um für die genannten Teile die erforderliche drehbare Lagerung zu erhalten, ist in dem Schild 41 eine Öffnung 43 vorgesehen, in welcher der mit einer umlaufenden Nut versehene Kopf 44 des Schaftes 45 eingreift. Auf diesem Schaft befindet sich eine Buchse 46, auf welcher die OZ-Wählerscheibe 33 und die Tragscheibe 35 fest angeordnet sind. Zur Drehung der OZ-Wählerscheibe 33 und der Tragscheibe 35 mit den einzelnen Preisrädern 34 dient ein Stellrad oder Handrad 47, das mit der Buchse 46 durch die Schraube 49 verbunden ist. Die Tragscheibe 35 wird jeweils in der gewünschten Drehstellung durch eine Feder 50, welche fest auf dem Schild 41 angebracht ist, festgehalten. Die Feder 50 greift mit ihrem bogenförmig ausgebildeten Ende 51 hierzu in jeweils eine der Vertiefungen 52, welche im entsprechenden Abstand in der Tragscheibe 35 vorgesehen sind.
  • Mit der Buchse 46 ist außerdem fest ein Stirnrad 53 verbunden, -welches mit einem Zahnrad 54 kämmt. Dieses Zwischenzahnrad 54 ist in dem unteren Teil des Schildes 41 in einem Lager 55 geführt und greift in die beiden Zahnräder 56 und 56' ein, welche die Ventile 17 bzw. 17' betätigen.
  • Wenn somit das Handrad 47 derart gedreht wird, daß eine bestimmte Oktanzahl zur Einstellung gelangt, wird hierdurch auch das Zalinräderpaar 56 und 56' mitgenommen und ein d°r Oktanzahl entsprechendes Kraftstoffgemisch eingestellt. Damit der Abnehmer leicht die Oktanzahl: des Gemisches beobachten kann, ist in der Anzeigetafel 58 vor der OZ-Wählerscheibe 33 ein Fenster 57 vorhanden, und in gleicher Weise sind durch die Fenster 59 die Ziffern der Preisräder 34 abzulesen, entsprechend deren vorhergehender Einstellung auf den Abgabepreis einer Einheit des Kraftstoffgemisches dieser angezeigten Oktanzahl.
  • Die bisher beschriebenen Teile der Apparatur betreffen lediglich die Einstellung der gewünschten Oktanzahl des Gemisches und des dieser zugeordneten Preisanzeigers, wodurch die anteilige Menge der beiden Kraftstoffe festgelegt wird, welche durch die beiden Leitungen _-4 und A' fließen. Es sollen jedoch auch dem Abnehmer die Gesamtkosten des Kraftstoffgemisches zugleich mit der gesamten verausgabten Menge angezeigt werden. Hierzu dient nach einer besonderen Ausgestaltung des Erfindungsgegenstandes ein Anzeigemechanismus oder Registriergerät sowohl für die Kosten als auch der Menge des abgegebenen Gemisches. Für die Bezeichnung dieses Zählmechanismus sind wieder gleiche Bezugszeichen B und B' verwendet, entsprechend der Kennzeichnung der Leitungswege A und A'.
  • Zu dieser Registrierung werden zwei Variatoren.60 und 60' verwendet. Diese Variatoren sind von einschlägiger Bauart, entsprechend etwa der gut verwendbaren Konstruktion nach dem USA.-Patent 2 111996, ausgegeben am 22. März 1938, von Edward A. S 1 v e. Diese haben in üblicher Weise Antriebswellen 61 und 61', die mit den Meßgerätwellen 62 und 62' über die Kupplungen 63 und 63' in Verbindung stehen. Die Drehzahlen der Wellen 62 und 62' entsprechen den Flüssigkeitsmengen, welche durch jedes einzelne Meßgerät hindurchlaufen.
  • Durch zwei Sätze von Ziffernrädern 64 und 64', welche durch die Fenster 65 und 65' abgelesen werden können, ist die Einstellung der Variatoren 60 und 61 zu entnehmen, entsprechend dem jeweiligen Preis für die Einheit der beiden in den Tanks 10 und 10' enthaltenen Kraftstoffe. Von jedem Variator 60 und 60' wird eine Preiszählwelle 66 bzw. 66' angetrieben, und außerdem treibt jeder Variator eine Mengenwelle 67 bzw. 67' an. Diese Mengenwellen können durch eine direkte Verlängerung der Wellen 61 und 61' gebildet sein, entsprechend beispielsweise der Ausbildung nach dem bereits genannten USA.-Patent 2 111996. Die Preiszählwellen 66 und 66' sind in den Variatoren über ein Differential angetrieben, durch welches eine Übertragung proportional der Einstellung der Ziffernräder 64 bzw. 64' erfolgt, unter Zwischenschaltung eines Gleitritzels 69, 69', welches lose auf den Mengenwellen 67 bzw. 67' aufgesetzt ist und gemäß dem genannten Patent zum Antrieb dient. In Fig. 2 ist ein Teilstück der Kegelräder 76 und 76' wiedergegeben sowie eines Teiles der Gleitritze] 69, 69'; eine vollständige Darstellung ist in dem genannten Patent enthalten. Es erfolgt dann eine weitere Übertragung auf die Stirnräder 70 bzw. 70', welche fest auf den Preiszählwellen 66 und 66' angeordnet sind, so daß diese Stirnräder proportional zu der Einstellung der Ziffernräder 64 und 64' gedreht werden.
  • Zur Registrierung jedes abgegebenen, einzelnen Kraftstoffes sind nach der Erfindung zwei Geldtotalisatoren 71 und 71' vorgesehen. Der Antrieb diese: Totalisatoren erfolgt über die Kegelräder 72, 72', welche auf den Preiszählwellen 66 und 66' fest aufsitzen, und die Kegelräder 74, 74' mit den Wellen 73 bzw. 73'. In ähnlicher Weise sind zwei Volumentotalisatoren durch die Kegelräder 76 und 76' auf den Mengenwellen 67 und 67' angetrieben, und zwar über die Kegelräder 79, 79' und die Welle 77 bzw. 77' Auf diese Weise bestehen somit direkte Übertragungen von den Preiszählwellen 66, 66', die unmittelbar von den Variatoren 60 bzw. 60' angetrieben werden, zu den Preistotalisatoren 71 und 71', während dlie Volumentotalisatoren 75 und 75' unmittelbar mechanisch mit den Mengenwellen 67 und 67' verbunden sind.
  • Um nun die Gesamtkosten jeder Verabreichung zu registrieren, wird ein Differential 80 benutzt, welches aus einem Satz Kegelräder 81, dem Käfig 82 und dem an dem Käfig festsitzenden Kegelrad 83 besteht. Das Differential 80 wird durch die horizontalen Wellen 84 und 84' über die Kegelräder 85 und 85' betätigt, welch letztere mit den Kegelrädern 72 und 72' kämmen, die ihrerseits sich mit den Wellen 66 und 66' drehen. Das Kegelrad 83, welches fest auf dem Käfig 82 angeordnet ist, steht im Eingriff mit einem Kegelrad 86 mit einem aufwärts gerichteten Schaft 87. Auf diesem ist das Zahnrad 89 angeordnet, welches mit dem Ritze] 90 kämmt. Dieses Ritze] 90 sitzt an dem unteren Ende der Gesamtkostenwelle 91. Im oberen Teil des Gehäuses befindet sich gemäß der gestrichelten Darstellung in Fig. 1 das Registrierwerk 88, entsprechend beispielsweise der Bauart nach USA.-Patent 2 264 557 von Edward A. S 1 y e, erteilt am 2. Dezember 1941 In diesem Registriergerät sind die Kosten- oder Gelde zählräder 92 untergebracht, welche durch die Fenster 93 in der Tafel 58 abgelesen werden können. Somit wird unabhängig von der Einzelmenge des Kraftstoffes, welcher von jedem Tank 10 oder 10' durch die Pumpe abgegeben wird, stets unmittelbar der Gesamtkostenbetrag des durch das Ventil 23 ausgegebenen Gemisches bei jeder Verabreichung von den Zählrädern 92 registriert.
  • In gleicher Weise wird zur Angabe des gesamten abgegebenen Volumens des Kraftstoffgemisches ein Differential 94 verwendet, ähnlich dem Differential 80. Dieses Differential für die Volumenangabe besteht wieder aus einem Satz Kegelräder 95, dem Käfig 96 und dem mit diesem fest verbundenen Kegelrad 97. An Stelle der Wellen 84 und 84' treten die Wellen 99 und 99', wobei wieder die Übertragung über die Kegelräder 100, 100' erfolgt, welche mit den Kegelrädern 76 und 76' kämmen, die fest auf den Wellen 67 und 67' sitzen. Durch das Kegelrad 97 wird das Kegelrad 101 mitgenommen, welches über die Welle 105 mit dem Gesamtmengentotalisator bzw. dessen durch die Fenster 107 ablesbaren Zählrädern in Verbindung steht.
  • Es ergibt sich somit, daß dem Abnehmer durch die Zählräder 92 und Volumenziffernräder 106 in dem Registriergerät 88 sowohl die Kosten als auch die gesamt abgegebene Menge des Kraftstoffes angezeigt werden. Während also die Ziffernräder 92 die Kosten und die Ziffernräder 106 das Gesamtvolumen des Kraftstoffgemisches, welches durch, die Mündung 23 abgegeben wird, angeben, wird in den Kostentotalisatoren 71 und 71' und den Volumentotalisatoren 75 und 75' hiervon getrennt registriert, wie hoch sich die Mengen bzw. Summen jedes einzelnen aus den Tanks 10 und 10' entnommenen Kraftstoffes belaufen. Durch diese letztgenannten Einzelmengentotalisatoren ist somit für die Betriebsführung jederzeit eine leichte Kontrolle über die tatsächlich entnommenen Kraftstoffmengen aus den beiden Tanks 10 oder 10' ermöglicht bzw. also auch die Kontrolle der Gesamtsumme, welche für die abgegebenen Kraftstoffmengen in Empfang genommen sein muß. Werden andererseits z. B. durch die Gesamtsummenziffernräder 92 und Gesamtabgabevolumenräder 106 nur jeweils die Kosten und Mengen für jede einzelne Kraftstoffabgabe abgelesen und darauf diese Zählräder für die nächste Abgabe auf Null zurückgestellt, so zeigen die Totalisatoren 71 und 71' und 75 und 75' die Gesamtentnahmen bzw. Kosten für eine beliebig große Zahl von einzelnen Kraftstoffabgaben auf. Diese Totalisatoren besitzen die üblichen Sicherungen gegen eine unbefugte Verstellung oder Änderung der Anzeige.
  • Die Handhabung der Apparatur ergibt sich aus der vorhergehenden Beschreibung in Verbindung mit nachstehender näherer Erläuterung.
  • Wird beispielsweise angenommen, daß sich in dem Tank 10 ein Kraftstoff mit der OZ »94« und in dem Tank 10' ein Kraftstoff mit der OZ »74« befindet, kann durch den Oktanzahlwähler 33 auf einfachste Weise die Verabreichung eines Gemisches aus diesen beiden Kraftstoffen mit einer beliebigen OZ zwischen »74« und »94«, je nach Wunsch des Abnehmers, erfolgen. Im vorliegenden Fall kann somit beispielsweise die Verabreichung eines Kraftstoffgemisches mit den Oktanzahlen »74«, »78«, »82«, »86«, »90<< oder »94« durchgeführt werden. Diese ansteigenden Oktanzahlen in Abständen von je vier Zählwerken haben sich, wie bereits erwähnt, als für den praktischen Gebrauch ausreichend erwiesen. Außerdem ergibt sich auf diese Weise durch eine entsprechende Begrenzung der einzelnen OZ-\ferte eine übersichtliche Eingruppierung in einzelne Preisklassen für die abgegebene Einheit des Gemisches, die auch technisch leicht durchgeführt werden kann, da jeweils drei Ziffernräder 34 für jeden Oktanpreis benötigt werden. hierzu also auch ein gewisser Raum auf dem OZ-Wähler 33 bzw. der Tragscheibe 35 zur Verfügung stehen muß. Eine Steigerung der Oktanzahlen in geringeren Abständen hat sich praktisch als unnötig erwiesen, da ein Motor, welcher beispielsweise mit einer Oktanzahl von »84« am vorteilhaftesten arbeitet, auch durchaus zufriedenstellend mit einem Kraftstoffgemisch von OZ »82« oder OZ »86« betrieben werden kann.
  • Da die Auswahl des entsprechenden Kraftstoffgemisches bestimmter Oktanzahl auf einfachste Weise durch Drehung der Wählscheibe 33 erfolgt, wodurch auch sogleich der Preis der Einheit dieses Kraftstoffgemisches aufscheint, und hierdurch automatisch die Ventileinstellung für die beiden Kraftstoffe bewirkt wird, bedarf es bei der Ausgabe des gewünschten Gemisches lediglich einer Einschaltung des Pumpenmotors 13 in üblicher Weise, worauf durch das Ab- sperrventil 24 von Hand die gewünschte Verabreichung aus beiden Tanks 10 und 10' erfolgt. Wird nun beispielsweise ein Kraftstoff von OZ »74«, also der unteren Grenze der Wählscheibe, verlangt, erfolgt natürlich die Abgabe allein aus dem Tank 10' bzw. bei einer verlangten Oktanzahl »94« ausschließlich aus dem Tank 10. Durch die Pumpen 12 und 12' wird somit der Kraftstoff nach Öffnung des Absperrventils 24 in gemischter Form durch die Mündung 23 verabreicht. Der Kraftstoff fließt, für sich getrennt, nach den einzelnen Tankeinfüllungen, hierbei durch die Rohre 11, 11', die Pumpen 12,12', die Meßgeräte 15, 15', Ventile 17, 17' zu dem Anschlußstück 20, von wo aus die beiden Kraftstoffe weiterhin getrennt voneinander durch den Doppelschlauch 22, 22' zu d.2r Mischkammer 25 des Ventils 24 weitergeführt und an dieser Stelle erst gemischt bzw. zusammengeführt werden. Durch diese Mischung erst in dem Mündungsstück 23, an Stelle beispielsweise schon in dem Anschlußstück 20, in welchem Fall nur ein einfacher Ausgabeschlauch benötigt würde, wird erreicht, daß praktisch kein Kraftstoffgemisch aus einer vorhergehenden, anderen Mischung mit ausgegeben wird.
  • Durch die mechanische Kupplung der Ventile 17 und 17' mit der OZ-Wählscheibe 33 über die Zahnräder 53, 54 und 56, 56' sind somit bei jeder Ausgabe die Ventile 17 und 17' sofort entsprechend der gewünschten Oktanzahl, wie sie in dem Fenster 57 erscheint, eingestellt. Durch Drehen der Wählscheibe wird also, wenn beispielsweise das Ventil 17 weiter geöffnet wird, das andere Ventil entsprechend geschlossen, obgleich das Zahnrad 54 beide Zahnräder 56 und 56' in gleicher Richtung dreht. Wird nun beispielsweise ein Kraftstoff mit der OZ »74« verlangt, erfolgt die Abnahme nur aus dem Tank 10', wobei also dann das Ventil 17 vollständig geschlossen sein muß. Das Rückschlagventil 27' wird hierbei durch den Druck des Kraftstoffes geöffnet, während ein Kraftstofffluß durch das Leitungssystem A in diesem Fall unterbleibt und das Rückschlag-ventil 27, da auf dieses kein Druck ausgeübt wird, geschlossen ist. Auf diese Weise ist auch sicher vermieden, daß ein Rückfluß in dieses Leitungssystem A eintreten kann. In umgekehrter Weise erfolgt eine entsprechende Einstellung bei Abgabe eines Kraftstoffes mit der OZ »94<<. Auch wenn von beiden Tanks 10 und 10' Kraftstoff abgezogen wird und hierbei der Fluß in der einen Leitung ,wesentlich stärker ist als in der anderen, dienen die Ventile 27 und 27' zur Ausschließung eines Rückflusses aus der einen Leitung in die andere, entsprechend ihrer automatisch dem Durchfluß angepaßten Einstellung, so daß keine Verunreinigung eintreten kann Da die Wellen 62 und 62' sich proportional dem abgegebenen Kraftstoffvolumen in den Meßgeräten 15 und 15' drehen, wird die aus den beiden Tanks 10 und 10' abgezogene Kraftstoffmenge für sich getrennt in den Volumentotalisatoren 75 und 75' gezählt oder registriert, und in gleicher Weise erfolgt über die Variato,ren eine Zählung bzw. Registrierung der Kosten in den Totalisatoren 71 und 71' für die einzelnen Abgaben aus den Tanks. Die Gesamtmengen des abgegebenen Gemisches sowie deren Kosten erscheinen über die Differentiale 80 und 94 in den Fenstern 92 bzw. 107. Diese letztgenannten Anzeigen können nach jeder Verabreichung auf Null zurückgestellt werden. Sollte nun aus irgendwelchen Gründen die Wählscheibe 33 für die Oktanzahlen nicht die tatsächlich zutreffende Oktanzahl auf Grund irgendeiner Störung od. dgl. angeben, wie beispielsweise bei einer Verstellung der Ventile 17, 17', so bezahlt doch der Abnehmer nur die Summe, welche den einzeln abgegebenen Kraftstoffen entspricht, da die Kostenangabe des Gemisches mechanisch über die beiden Einzelmesser 15 und 15' bewirkt wird. Der Käufer wird also nicht betrogen, obgleich er unter diesen außergewöhnlichen Bedingungen nicht genau die Oktanzahl erhält, die er verlangte. Andererseits sind die Totalisatoren 71 und 71' für die Kostenzählung und die Mengentotalisatoren 75 und 75', deren Zurückstellung auf Null nur bei bestimmten Anlässen erfolgt, normalerweise gegen irgendwelche Eingriffe und Änderungen durch Sicherungen geschützt, so daß sie einen genauen Überblick über die Gesamtlieferungen ergeben.
  • Der Abnehmer hat, da nach der vorliegenden Bauart die Mischung der beiden Kraftstoffe erst unmittelbar in dem Mündungsstück erfolgt, immer die Gewißheit, die gewünschte Zusammensetzung und Qualität zu erhalten, im vorliegenden Fall also einen Kraftstoff von einer bestimmten Oktanzahl. Nach der Erfindung ist es auch möglich, den gesamten Mechanismus stets bei Preisänderungen diesen neuen Kosten anzugleichen, und zwar sowohl hinsichtlich der einzeln abgegebenenKraftstoffe wie auch hinsichtlich der Angabe der Kostenänderung des Kraftstoffgemisches. Die einzelnen Anzeigen erfolgen sodann vollkommen automatisch, ohne daß irgendwelche Tabellen angewandt oder die '%i'erte erst errechnet werden müssen. Dabei werden die genauen Mengen der Kraftstoffgemische beiden Teilen, dem Abgebenden und dem Besteller, offen angezeigt und wie beschrieben, dem Abnehmer stets nur die Mengen berechnet, die auch wirklich abgegeben sind, auch dann, wenn die Ventileinstellungen für die einzelnen Kraftstoffströme nicht den Angaben der OZ-Wählscheibe genau entsprechen sollten.
  • Die einzelnen Ausbildungen der Apparaturteile und deren Zusammensetzung kann natürlich in weiten Grenzen geändert werden, ohne aus dem Rahmen der Erfindung zu fallen. Die Darstellung des Erfindungsgegenstandes durch eine Kraftstoffapparatur ist nicht auf diesen beispielsweisen Fall beschränkt, sondern es können in entsprechender Angleichung der Ventile, Pumpenaggregate usw. Flüssigkeiten unterschiedlichster Eigenschaften in gleicher U'eise durch solche Apparaturen verabreicht werden.

Claims (10)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Ausgabeapparat für variable Mischungen von zwei oder mehr Flüssigkeiten, insbesondere Kraftstoffgemischen, mit getrennten Leitungswegen für die einzelnen Flüssigkeiten, wobei jeder Leitungsweg eine Pumpe und ein Regelventil aufweist und eine Regelvorrichtung zur Einstellung des gewünschten Gemisches vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet, daß jeder der Leitungswege (A, A') außer der Pumpe (16, 16') und den Regelventilen (17, 17) ein Meßgerät (15, 15') besitzt, dessen Zählwelle (62, 62') mit einem Variator gekuppelt ist und beide Variatoren über ein Differential ein Registriergerät betätigen.
  2. 2. Ausgabeapparat nach Anspruch 1, gekennzeichnet dadurch, daß ein erstes Differential (80) durch die Variatoren (60, 60') und ein zweites Differential (94) durch die Zählwellen (62, 62') der Meßgeräte (15, 15') betätigt wird, und in einem Registriergerät (88) das erste Differential (80) Zählräder (92) für die Kosten, das zweite Differential Mengenräder (107) antreibt.
  3. 3. Ausgabeapparat nach den Ansprüchen 1 und 2, gekennzeichnet dadurch, daß die Einstellung des Mischungsverhältnisses der beiden Flüssigkeiten automatisch über einen einstellbaren Wähler (33) mit Anzeige (57) über eine Regelvorrichtung (53, 54, 56, 56') derart bewirkt wird, daß beide (bzw. sämtliche) Regelventile (17, 17') entsprechend der jeweiligen Wählereinstellung verstellt werden.
  4. 4. Ausgabeapparat nach Anspruch 3, gekennzeichnet dadurch, daß der Wähler (33) einen mit diesem zusammen verstellbaren Preisanzeiger (34) aufweist.
  5. 5. Ausgabeapparat nach Anspruch 4, gekennzeichnet dadurch, daß der Preisanzeiger (34) zur Angabe verschiedener Preise für sich verstellbar ist.
  6. 6. Ausgabeapparat nach den Ansprüchen 3 bis 5. gekennzeichnet dadurch, daß der Preisanzeiger aus einer Anzahl einzeln verstellbarer Ziffernräder (34) besteht, die auf einer Tragscheibe (35) angeordnet sind.
  7. 7. Ausgabeapparat nach den Ansprüchen 1 bis 6, gekennzeichnet dadurch, daß die beiden Flüssigkeiten verschiedenartig sind. B.
  8. Ausgabeapparat nach den Ansprüchen 1 bis 7, gekennzeichnet durch ein für beide Leitungen (A, A') gemeinsames Ausgabemündungsstück (23) mit einer Mischkammer (25), in welcher für jeden Flüssigkeitsstrom (22, 22') ein Rückschlagventil (27, 27') beim Eintritt in die Mischkammer vorgesehen ist, derart, daß ein Rückfließen aus einer Leitung in die andere ausgeschlossen ist.
  9. 9. Ausgabeapparat nach den Ansprüchen 1 bis 8, gekennzeichnet dadurch, daß über ein geeignetes Getriebe, wie ein Kegelradgetriebe, an die Variatoren (60, 60') je ein Kostentotalisator (70, 71') und an die Zählwellen (62, 62') der Meßgeräte (15, 15') je ein Mengentotalisator (75, 75') angeschlossen ist.
  10. 10. Ausgabeapparat nach den Ansprüchen 1 bis 9, gekennzeichnet dadurch, daß zur Verabreichung eines Kraftstoffgemisches aus zwei Kraftstoffen von verschiedener Oktanzahl die Wählerscheibe (33) mit Kennziffern nach den Oktanzahlen der jeweilig verabfolgten Gemische versehen ist. In Betracht gezogene ältere Rechte: Deutsches Patent Nr. 907 021.
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