DE10065C - Offener Luftpyrometer - Google Patents
Offener LuftpyrometerInfo
- Publication number
- DE10065C DE10065C DENDAT10065D DE10065DA DE10065C DE 10065 C DE10065 C DE 10065C DE NDAT10065 D DENDAT10065 D DE NDAT10065D DE 10065D A DE10065D A DE 10065DA DE 10065 C DE10065 C DE 10065C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- air
- pyrometer
- open air
- pipe
- column
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Active
Links
- XEEYBQQBJWHFJM-UHFFFAOYSA-N Iron Chemical compound [Fe] XEEYBQQBJWHFJM-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 2
- 230000005484 gravity Effects 0.000 description 2
- 239000003546 flue gas Substances 0.000 description 1
- 239000007789 gas Substances 0.000 description 1
- 230000009931 harmful effect Effects 0.000 description 1
- 229910052742 iron Inorganic materials 0.000 description 1
- 239000000463 material Substances 0.000 description 1
- 239000002184 metal Substances 0.000 description 1
- 229910052751 metal Inorganic materials 0.000 description 1
- 229910052573 porcelain Inorganic materials 0.000 description 1
- 239000000126 substance Substances 0.000 description 1
- XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N water Substances O XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 1
- 238000005303 weighing Methods 0.000 description 1
Classifications
-
- G—PHYSICS
- G01—MEASURING; TESTING
- G01K—MEASURING TEMPERATURE; MEASURING QUANTITY OF HEAT; THERMALLY-SENSITIVE ELEMENTS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- G01K5/00—Measuring temperature based on the expansion or contraction of a material
- G01K5/32—Measuring temperature based on the expansion or contraction of a material the material being a fluid contained in a hollow body having parts which are deformable or displaceable
Landscapes
- Physics & Mathematics (AREA)
- General Physics & Mathematics (AREA)
- Investigating Or Analyzing Materials Using Thermal Means (AREA)
Description
1879.
FRIEDRICH WISKE in IMMENDORF bei WOLFENBÜTTEL.
MJn
fr*
' ' Patentirt im Deutschen Reiche vom 2. November 1879 ab. ■
Dieses Instrument, welches- permanent und fernleitend functionirt, verhält sich indifferent
gegen die Schädlichkeiten, welche die bis jetzt gebräuchlichen Pyrometer unzuverlässig machen.
Dasselbe gründet sich darauf, dafs die specifischen Gewichtsdifferenzen zwischen erhitzter und
freier Luft an einer empfindlichen Scheidewand in Ausweichungen der letzteren sich ausdrücken,
welche sich mechanisch auf einen Scalenzeiger übertragen, oder durch eine Waage balancirt
werden.
Die beiliegende Zeichnung stellt das Pyrometer dar, wie dasselbe zur Temperatur-Controle
der durch den Schornstein abziehenden Feuergase einer Dampfkesselanlage dient.
Ein im unteren Theile des Schornsteins befindliches stehendes Rohr von beliebiger Weite,
in waagrechten Ausbiegungen oben und unten ins Freie tretend, ist an beiden Enden mit Verlängerungen
durch enge Gasrohre versehen, die im Freien so lange waagrecht fortlaufen, bis eine Beeinflussung derselben durch die
Schornsteinwärme nicht mehr stattfinden kann. Sodann sind dieselben im Freien auf- und bezw.
niedersteigend zusammengeführt, um nebeneinander in den Raum geleitet zu werden, in welchem
die Indicationen ersichtlich sein sollen. Hier mündet das eine der beiden Rohre, und
zwar in der Zeichnung das vom oberen Ende des stehenden Rohres hergeleitete, frei aus,
während das andere in eine aufrecht stehende Dose mündet, die mit einer gegen das specifische
Uebergewicht der kalten Luft empfindlichen runden Plattenfeder mit Ringelwellen,
aus sehr dünnem Blech hergestellt, verschlossen ist. Diese Feder überträgt ihre Ausweichungen
auf den Mechanismus des Zeigers, welcher>die
Zahlen der specifischen Schwere der freien Luft in Procenten derjenigen der erhitzten Luft kundgiebt.
Aus diesen Zahlen ergeben sich durch einfache Rechnung die Temperaturgrade im
Schornstein bei der jeweiligen Lufttemperatur, die ein im Freien befindliches Thermometer anzeigt.
Die Rechnung ist:
—273
100
(t = Lufttemperaturgrade über oder unter Null,
Z = die angezeigte Zahl.)
Wird z. B. die Zahl 213 bei 21 ° über Null
angezeigt, so ist
213
(273 + 21
IOO
273) = 355
der Hitzegrad. Wird bei 8 ° unter Null dieselbe Zahl angezeigt, so ist der Hitzegrad
213
(273 — 8 X — — 273) = 291.
Die Uebertragung auf den Zeiger wird durch einen Kniehebel bewirkt, der Zeichnung entsprechend.
Steht derselbe bei der Anfangszahl 100 der Scala, welche den Gleichheitspunkt der Temperaturen markirt, im Winkel
von 120°, der sich bei der Scalenzahl 400 auf 150 ° stellt, so entstehen ungefähr gleiche
Scalenräume für die Zahlen bis zur beliebigen Höhe.
Eine Feder von 31,4 cm Durchmesser enthält
'/j 3 qm, und da 1 cbm Luft bei o° 1300 g
wiegt, so drückt eine Luftsäule von 1 m Höhe bei o° mit 100 g auf solche Feder, oder bei
2730 mit 50 g, entsprechend 50 g Ueberdruck
der ο -gradigen Luft. Ist die Luftsäule aber 5 m hoch, so beträgt dieser Ueberdruck 5 χ 50 =
Mufs wegen Raummangels ein niedrigeres Rohr zur Herstellung der heifsen Luftsäule verwendet
werden, z. B. von nur 0,5 m Höhe, und erscheint dabei die Druckdifferenz auf die gedachte
Feder zu gering (25 g), so kann zur Steigerung derselben eine gröfsere Feder gewählt
werden. Das Rohr kann aus Eisen, Porcellan oder anderem geeigneten Material -bestehen.
Formveränderungen sind unschädlich, nur darf die Höhe zwischen den waagrechten Ausbiegungen
nicht verändert werden. Das Rohr ist an dem Verschlufsende mit einem Dreiweghahn
versehen, um erforderlichenfalls frische Luft einlassen, sowie auch eine directe Verbindung
des Doseninhalts mit der Atmosphäre zur Controle des Himdertpunktes herstellen zu
können. Will man die Temperatur mit gröfserer Genauigkeit bestimmen, so bedient man sich
an Stelle der Feder eines kleinen, möglichst leichten Gasometers von 10 bis 31,4 cm Durchmesser
in einem Bassin von doppeltem Querschnitt und an einer chemischen Waage
hängend. Das Luftrohr ist durch die Wandung
des Bassins bis über den Wasserspiegel geleitet. Unter Verbindung des Gasometerinhalts mit der
freien Luft vermittelst des Dreiweghahnes wird die Waage durch Gegengewicht auf den Horizontalpunkt
gestellt. Sobald durch Umstellung des Hahnes die Verbindung des Gasometers mit dem zu dem heifsen Räume führenden Rohre
hergestellt ist, drückt die specifisch schwerere kalte Luft das Gasometer nieder, und wird dieser
gröfsere Druck der Schwere durch einfache Wägung ermittelt. Das Resultat ist das Uebergewicht
einer gedachten freien Luftsäule vom Querschnitt des Gasometers und der Höhe des
der Hitze ausgesetzten Luftrohres über eine gleiche Luftsäule von der Temperatur, welche
in diesem Rohre herrscht und die bestimmt werden soll. Aus diesem Uebergewicht ergiebt
sich das Verhältnifs der freien Luft zur heifsen in Procenten der letzteren, und es dient nun
die vorn angeführte Rechnung zur genauesten Ermittelung des Hitzegrades.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Das vorstehend beschriebene offene Luftpyrometer, insbesondere die Anordnung einer der zu controlirenden Temperatur ausgesetzten Luftsäule in einem stehenden Rohre, welches an dem einen Ende mit der äufseren Luft communicirtund dazu dient, die specifischen Gewichtsdifferenzen zwischen der heifsen und kalten Atmosphärenluft an den Ausweichungen einer gegen den Ueberdruck empfindlichen Scheidewand, welche das andere Ende des Rohres abschliefst, zu ermitteln.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE10065C true DE10065C (de) |
Family
ID=287385
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT10065D Active DE10065C (de) | Offener Luftpyrometer |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE10065C (de) |
-
0
- DE DENDAT10065D patent/DE10065C/de active Active
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| Hoorn et al. | Going north and south: The biogeographic history of two Malvaceae in the wake of Neogene Andean uplift and connectivity between the Americas | |
| DE10065C (de) | Offener Luftpyrometer | |
| US591317A (en) | Automatic draft-regulator | |
| DE32029C (de) | Dampferzeuger aus Schrauben- j röhren | |
| DE586613C (de) | Stroemungsmesser fuer Gase und Fluessigkeiten | |
| DE470951C (de) | Regelungseinrichtung mit Hilfssteuerung fuer Dampfkesselfeuerungsanlagen zur Aufrechterhaltung gleichen Druckes im Feuerraum | |
| US1759384A (en) | Gas-metering system | |
| DE182415C (de) | ||
| DE247112C (de) | ||
| DE594182C (de) | Stroemungsmesser | |
| Carpenter | Heating and ventilating buildings | |
| US357720A (en) | livingston | |
| DE70140C (de) | Druckminderungs- und Regulirventil für Wasserleitungen | |
| US57425A (en) | Improvement in gas-regulators | |
| DE1689012U (de) | Schlauchbruchventil fuer pressluft, gase, dampf und fluessigkeiten. | |
| DE10583C (de) | Verbesserungen an Malzdarren | |
| Green | William Charles Wells, FRS (1757–1817) | |
| DE96981C (de) | ||
| Carpenter | Heating and ventilating buildings | |
| AT165620B (de) | Umlauf-Hochleistungskessel mit vorwiegender Strahlungsheizfläche | |
| Weinshenk et al. | Tests of a hot blast system of heating and ventilation at Champaign High School | |
| DE252803C (de) | ||
| GB869394A (en) | Improvements in and relating to waste heat recovery boilers | |
| AT148761B (de) | Küchenherd. | |
| DE242054C (de) |