DE10061383A1 - Selbstzentrierende hydraulische Rückfallebene einer Steer-by-Wire-Lenkanlage - Google Patents
Selbstzentrierende hydraulische Rückfallebene einer Steer-by-Wire-LenkanlageInfo
- Publication number
- DE10061383A1 DE10061383A1 DE2000161383 DE10061383A DE10061383A1 DE 10061383 A1 DE10061383 A1 DE 10061383A1 DE 2000161383 DE2000161383 DE 2000161383 DE 10061383 A DE10061383 A DE 10061383A DE 10061383 A1 DE10061383 A1 DE 10061383A1
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- actuator
- steering
- connection
- working space
- hand
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Withdrawn
Links
- 230000005540 biological transmission Effects 0.000 claims 1
- 238000007792 addition Methods 0.000 description 3
- 239000012530 fluid Substances 0.000 description 3
- 230000008878 coupling Effects 0.000 description 1
- 238000010168 coupling process Methods 0.000 description 1
- 238000005859 coupling reaction Methods 0.000 description 1
- 230000003111 delayed effect Effects 0.000 description 1
- 230000002706 hydrostatic effect Effects 0.000 description 1
- 230000007794 irritation Effects 0.000 description 1
- 230000007257 malfunction Effects 0.000 description 1
- 230000007704 transition Effects 0.000 description 1
Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B62—LAND VEHICLES FOR TRAVELLING OTHERWISE THAN ON RAILS
- B62D—MOTOR VEHICLES; TRAILERS
- B62D5/00—Power-assisted or power-driven steering
- B62D5/001—Mechanical components or aspects of steer-by-wire systems, not otherwise provided for in this maingroup
- B62D5/003—Backup systems, e.g. for manual steering
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B62—LAND VEHICLES FOR TRAVELLING OTHERWISE THAN ON RAILS
- B62D—MOTOR VEHICLES; TRAILERS
- B62D3/00—Steering gears
- B62D3/14—Steering gears hydraulic
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Combustion & Propulsion (AREA)
- Transportation (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Power Steering Mechanism (AREA)
Abstract
Es wird eine hydraulische Rückfallebene für eine Steer-by-Wire-Lenkanlage vorgeschlagen, welche beim Übergang vom Steer-by-Wire-Betrieb auf den Betrieb der Rückfallebene das Lenkrad bzgl. der Stellung der gelenkten Räder ohne Hilfsenergie zentriert.
Description
Die Erfindung betrifft eine hydraulische Rückfallebene
einer Steer-by-Wire-Lenkanlage, mit einem von einer
Lenkhandhabe betätigten hydraulischen Handaktuator, wobei
der Handaktuator einen ersten Anschluß und einen zweiten
Anschluß aufweist, mit einem auf die gelenkten Räder des
Fahrzeugs wirkenden hydraulischen Lenksteller, wobei der
Lenksteller einen ersten Arbeitsraum und einen zweiten
Arbeitsraum aufweist, wobei erster Anschluß des
Handaktuators und erster Arbeitsraum des Lenkstellers sowie
zweiter Anschluß des Handaktuators und zweiter Arbeitsraum
des Lenkstellers mindestens mittelbar hydraulisch verbunden
sind, und mit einem steuerbaren Bypass des Handaktuators.
Bei einer Steer-by-Wire-Lenkanlage ist im Normalbetrieb
eine elektrische Signalverbindung zwischen einer
Lenkhandhabe und den gelenkten Rädern wirksam. Im Falle
einer Störung muss auf eine mechanische oder hydraulische
Ersatzlenkung zurückgegriffen werden. Diese Ersatzlenkung
wird im Folgenden als Rückfallebene bezeichnet.
Da im Steer-by-Wire Betrieb ein direkter Zusammenhang
zwischen der Stellung der Lenkhandhabe und der Stellung der
gelenkten Räder nicht vorhanden ist, kann der Fall
eintreten, dass beim Umschalten auf die Rückfallebene die
Stellung der Lenkhandhabe und die Stellung der gelenkten
Räder einander nicht entsprechen, was zumindest zu
Irritationen des Fahrers führt. So kann z. B. die
Lenkhandhabe eine Position einnehmen, die normalerweise
einer Geradeausfahrt des Fahrzeugs entspricht, während die
gelenkten Räder so eingeschlagen sind, dass das Fahrzeug
eine Rechtskurve fährt. Wenn die Position der Lenkhandhabe
und die Stellung der gelenkten Räder einander entsprechen,
ist die Lenkhandhabe bezüglich der gelenkten Räder
zentriert. Konkret bedeutet zentriert, dass bei
Geradeausfahrt des Fahrzeugs die Lenkhandhabe eine
Mittellage zwischen seinen beiden Lenkanschlägen einnimmt.
Da bei einem vollständigen Ausfall der Steer-by-Wire-
Lenkung oder des elektrischen Bordnetzes des Fahrzeugs
keine elektrische Hilfsenergie verfügbar ist, muss eine
Zentrierung von Lenkhandhabe und gelenkten Rädern
selbsttätig d. h. ohne Hilfsenergie erfolgen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde eine hydraulische
Rückfallebene einer Steer-by-Wire-Lenkanlage
bereitzustellen, welche ohne Hilfsenergie eine Zentrierung
von Lenkhandhabe und der Stellung der gelenkten Räder
ermöglicht.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch eine
hydraulische Rückfallebene einer Steer-by-Wire-Lenkanlage,
mit einem von einer Lenkhandhabe betätigten hydraulischen
Handaktuator, wobei der Handaktuator einen ersten Anschluß
und einen zweiten Anschluß aufweist, mit einem auf die
gelenkten Räder des Fahrzeugs wirkenden hydraulischen
Lenksteller, wobei der Lenksteller einen ersten Arbeitsraum
und einen zweiten Arbeitsraum aufweist, wobei erster
Anschluß des Handaktuators und erster Arbeitsraum des
Lenkstellers sowie zweiter Anschluß des Handaktuators und
zweiter Arbeitsraum des Lenkstellers mindestens mittelbar
hydraulisch verbunden sind, mit einem steuerbaren Bypass
des Handaktuators, wobei erster Anschluß des Handaktuators
und zweiter Arbeitsraum des Lenkstellers sowie zweiter
Anschluß des Handaktuators und erster Arbeitsraum des
Lenkstellers hydraulisch verbindbar sind.
Bei der erfindungsgemäßen hydraulischen Rückfallebene kann
für den Fall dass die Umschaltung von dem Steer-by-Wire
Betrieb auf die Rückfallebene zu einem Zeitpunkt erfolgt zu
dem die Lenkhandhabe nicht zentriert ist, durch Betätigen
der Lenkhandhabe oder durch eine Kurvenfahrt des Fahrzeugs
eine Zentrierung von Lenkhandhabe und den gelenkten Rädern
erfolgen. D. h. nach einer kurzen Übergangszeit reagiert das
Fahrzeug mit Ausnahme einer eventuell fehlenden
Servounterstützung wie ein konventionelles Fahrzeug. Die
Lenkhandhabe nimmt ihre gewohnte Stellung ein und der
Fahrer kann ohne sich umzustellen weiterfahren, was einen
Gewinn an Fahrsicherheit bedeutet. Da die erfindungsgemäße
Rückfallebene keinerlei Hilfsenergie erfordert, ist die
Selbstzentrierung auch wirksam bei einem vollständigen
Ausfall der elektrischen Komponenten der Steer-by-Wire-
Lenkanlage oder des Bordnetzes. Dadurch wird ein hohes
Sicherheitsniveau gegenüber technisch bedingten Ausfällen
der Steer-by-Wire-Lenkanlage erreicht.
In Ergänzung der Erfindung ist vorgesehen, dass der erste
Anschluß des Handaktuators mit einem ersten Arbeitsraum
eines doppeltwirkenden Zylinders mit zweiseitiger
Kolbenstange verbunden ist, dass der zweite Anschluß des
Handaktuators mit einem zweiten Arbeitsraum des Zylinders
verbunden ist, dass ein erster Teil der Kolbenstange einen
ersten Plunger betätigt, dass der erste Plunger mit dem
ersten Arbeitsraum des Lenkstellers hydraulisch verbunden
ist, dass ein zweiter Teil der Kolbenstange einen zweiten
Plunger betätigt, und dass der zweite Plunger mit dem
zweiten Arbeitsraum des Lenkstellers hydraulisch verbunden
ist. Durch diese Entkoppelung ergeben sich Vorteile
hinsichtlich der Auslegung der hydraulischen Rückfallebene
und der Selbstzentrierung der Rückfallebene.
In weiterer Ergänzung der Erfindung ist in der
hydraulischen Verbindung vom ersten Anschluss des
Handaktuators und zweitem Arbeitsraum des Lenkstellers
sowie zweitem Anschluss des Handaktuators und erstem
Arbeitsraum des Lenkstellers je ein steuerbares
Proportionalventil angeordnet, so dass - abhängig von der
Differenz der Stellung der Lenkhandhabe und der Stellung
der gelenkten Räder - der Zusammenhang eine entsprechende
Zentrierung der Lenkhandhabe erfolgt.
In weiterer Ergänzung der Erfindung ist vorgesehen dass die
hydraulischen Verbindungen von erstem Anschluss des
Handaktuators und zweitem Arbeitsraum des Lenkstellers
sowie zweitem Anschluss des Handaktuators und dem ersten
Arbeitsraum des Lenkstellers durch eine
Subtraktionseinrichtung in Abhängigkeit der Stellung des
Handaktuators mit der Stellung der gelenkten Räder
gesteuert werden, so dass die Zentrierung der Rückfallebene
selbsttätig erfolgt.
Weitere Ergänzungen der Erfindung sehen vor, dass die
Subtraktionseinrichtung als mechanische
Subtraktionseinrichtung ausgebildet ist, und dass die
Subtraktionseinrichtung einen zweiarmigen Hebel mit einem
ersten Ende, einem zweiten Ende und einem Drehpunkt
aufweist, dass das erste Ende in Abhängigkeit der Stellung
des Handaktuators verschoben wird, dass der Drehpunkt in
Abhängigkeit der Stellung der gelenkten Räder oder des
Lenkstellers verschoben wird, und dass das zweite Ende die
Proportionalventile steuert, so dass die Zentrierung von
Lenkhandhabe und gelenkten Rädern einfach und zuverlässig
erfolgt.
Dabei ist vorgesehen, dass die Proportionalventile
geschlossen sind, wenn die Stellung des Handaktuators und
die Stellung der gelenkten Räder oder des Lenkstellers
übereinstimmen, und dass die Proportionalventile mindestens
teilweise geöffnet sind, wenn die Stellung des
Handaktuators und die Stellung der gelenkten Räder oder des
Lenkstellers nicht übereinstimmen, so dass sich die
Rückfallebene bei zentrierter Lenkhandhabe wie eine
konventionelle hydrostatische Lenkung verhält.
Um die hydraulische Rückfallebene auf einfache Weise
adaptieren zu können, wird die Lage des Drehpunkts zwischen
erstem Ende und zweitem Ende in Abhängigkeit des
Übersetzungsverhältnisses zwischen Handaktuator und
Lenksteller gewählt.
In Ergänzung der Erfindung weist der Handaktuator eine von
der Lenkhandhabe angetriebene hydraulische Pumpe mit einem
ersten Anschluss und einem zweiten Anschluss auf so dass
der Antrieb der hydraulischen Rückfallebene durch ein
einfaches zuverlässiges und kostengünstiges Bauteil
erfolgt.
Bei einer weiteren Variante der erfindungsgemäßen
hydraulischen Rückfallebene ist vorgesehen, dass die
steuerbaren hydraulischen Verbindungen zwischen erstem
Anschluß des Handaktuators und zweitem Arbeitsraum des
Lenkstellers sowie zweitem Anschluß des Handaktuators und
erstem Arbeitsraum des Lenkstellers nur in Richtung vom
Lenksteller zum Handaktuator durchströmt werden können, so
dass die Selbstzentrierung der Rückfallebene weiter
verbessert wird.
Weitere Vorteile und vorteilhafte Ausgestaltungen der
Erfindung sind der nachfolgenden Zeichnung deren
Beschreibung und den Patentansprüchen entnehmbar.
Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung
dargestellt und werden nachfolgend beschrieben. Es zeigen:
Fig. 1 ein erstes Ausführungsbeispiel einer
erfindungsgemäßen hydraulischen Rückfallebene und
Fig. 2 ein zweites Ausführungsbeispiel einer
erfindungsgemäßen hydraulischen Rückfallebene.
In der Fig. 1 ist ein erstes Ausführungsbeispiel einer
erfindungsgemäßen hydraulischen Rückfallebene dargestellt.
Die Steer-by-Wire-Lenkanlage mit Lenkdrehwinkelsensoren,
Feedback-Aktuator, elektrischen Lenkstellern und anderem
mehr ist aus Gründen der Übersichtlichkeit nicht
dargestellt.
Eine als Lenkrad ausgebildete Lenkhandhabe 1 ist mit einem
Handaktuator 3 verbunden. In der Ausführungsform gemäß
Fig. 1 besteht der Handaktuator 3 im Wesentlichen aus
einer hydraulischen Pumpe 5, die von der Lenkhandhabe 1
angetrieben wird. Der Handaktuator 3 weist einen ersten
Anschluss 7 und einen zweiten Anschluss 9 auf.
Um die Stellung der gelenkten Räder 11 eines nicht
dargestellten Fahrzeugs beim Betrieb der hydraulischen
Rückfallebene steuern zu können, ist ein als doppelt
wirkender Zylinder mit zweiteiliger Kolbenstange 12
ausgeführter hydraulischer Lenksteller 13 vorgesehen. Beide
Teile 12a und 12b der Kolbenstange 12 sind mit je einem
gelenkten Rad 11 verbunden. Der Lenksteller 13 weist einen
erster Arbeitsraum 14a mit einem ersten Anschluss 15 und
einen zweiten Arbeitsraum 14b mit einem zweiten Anschluss
17 auf. Erster Arbeitsraum 14a und zweiter Arbeitsraum 14b
werden von einem mit der Kolbenstange 12 verbundenen Kolben
19 getrennt. Erster Anschluss 5 und zweiter Anschluss 7 des
Lenkstellers 13 wirken auf verschiedene Seiten des Kolbens
19 des Lenkstellers 13.
Der erste Anschluss 7 des Handaktuators 3 und der erste
Arbeitsraum 14a des Lenkstellers 13 sind durch eine erste
hydraulische Leitung 21 miteinander verbunden. Der zweite
Anschluss 9 des Handaktuators 3 und der zweite Arbeitsraum
14b des Lenkstellers 13 sind durch eine zweite hydraulische
Leitung 23 miteinander verbunden.
Da beim Steer-by-Wire-Betrieb der Lenkanlage eine
hydraulische Kopplung von Lenkhandhabe 1 und Lenksteller 13
nicht erwünscht ist, ist ein Bypass 25 des Handaktuators 3
mit einem Schaltventil 27 vorgesehen. Beim Steer-by-Wire-
Betrieb ist das Schaltventil 27 geöffnet; d. h. der
Handaktuator 3 ist kurzgeschlossen.
Die hydraulische Rückfallebene wird aktiviert, indem das
Schaltventil 27 geschlossen wird. Wenn das Schaltventil 27
geschlossen ist, führt eine Drehung der Lenkhandhabe 1
dazu, dass der Handaktuator 3, je nach Drehrichtung der
Lenkhandhabe 1, durch ihren ersten Anschluss 7 oder ihren
zweiten Anschluss 9 Hydraulikflüssigkeit in die erste oder
zweite hydraulische Leitung 21 oder 23 fördert und somit
den hydraulischen Lenksteller 13 betätigt.
In Fig. 1 ist eine Stellung der Rückfallebene dargestellt
bei der die gelenkten Räder 11 nach rechts eingeschlagen
sind und die Lenkhandhabe 1 ebenfalls gegenüber der
Mittellage nach rechts verdreht ist. D. h. die Lenkhandhabe
1 ist bezüglich der Stellung der gelenkten Räder 11
zentriert.
Zwischen erstem Anschluss 7 des Handaktuators 3 und zweitem
Arbeitsraum 14b des Lenkstellers 13 ist eine hydraulische
Verbindung durch eine dritte hydraulische Leitung 29
vorhanden. In der dritten hydraulischen Leitung 29 ist ein
als Stromventil ausgebildetes erstes Proportionalventil 31
eingebaut, welches in Fig. 1 geschlossen dargestellt ist.
Der zweite Anschluss 9 des Handaktuators 3 ist über eine
vierte hydraulische Leitung 33 mit dem ersten Arbeitsraum
14a des Lenkstellers 13 verbunden. In der Leitung 33 ist
ein zweites, ebenfalls als Stromventil ausgebildetes
Proportionalventil 35 eingebaut. Die erste und die zweite
hydraulische Leitung 21 und 29 können bei dem
Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 nur in Richtung der Pfeile
37 durchströmt werden. Dazu können nicht dargestellte
Rückschlagventile vorgesehen werden. Auch das zweite
Proportionalventil 35 ist in der in Fig. 1 gezeigten
Stellung der hydraulischen Rückfallebene geschlossen.
Die Zentrierung von Lenkhandhabe 1 und Lenksteller 13
erfolgt durch eine Steuerung des ersten Proportionalventils
31 und des zweiten Proportionalventils 35 mittels einer
mechanischen Subtraktionseinrichtung 39. Die
Subtraktionseinrichtung 39 weist einen zweiarmigen Hebel
mit einem ersten Ende 42a, einem zweiten Ende 42b und einem
Drehpunkt 42c auf. Das erste Ende 42a wird mittels eines
Gestänges 47 in Abhängigkeit der Stellung des Handaktuators
3 verschoben. Der Drehpunkt 42c wird ebenfalls über ein
Gestänge 45 in Abhängigkeit der Stellung der gelenkten
Räder 11, bzw. des Lenkstellers 13 verschoben. Durch das
Verschieben des ersten Endes 42a und des Drehpunkts 42c,
ergibt sich zweiten Ende 42b des Hebels 41 eine Bewegung
mit der die Proportionalventile 31 und 35 gesteuert werden.
Da, wie bereits erwähnt, in Fig. 1 die Lenkhandhabe 1
bezüglich der gelenkten Räder 11 zentriert ist, sind erstes
Proportionalventil 31 und zweites Proportionalventil 35
geschlossen.
Wenn die Lenkhandhabe 1 nicht zentriert ist, führt dies zu
einem Verschwenken des Hebels 41. Der Lage des Momentanpols
des Hebels 41 hängt von der Stellung der Lenkhandhabe 1 und
der Stellung der Kolbenstange 12 und den Druckverhältnissen
im Lenkaktuator 3 und dem Lenksteller 13 ab. Aus diesem
Grund kann der Momentanpol nicht in der Fig. 1
eingezeichnet werden.
Das Verschwenken des Hebels 41 führt zu einem Öffnen des
ersten Proportionalventils 31 und des zweiten
Proportionalventils 35. Dadurch wird über die dritte
hydraulische Leitung 29 eine hydraulische Verbindung
zwischen erstem Anschluß 7 der der Pumpe 5 und dem zweiten
Arbeitsraum 14b des Lenkstellers 13 hergestellt. Außerdem
wird über die vierte hydraulische Leitung 33 eine
hydraulische Verbindung zwischen zweitem Anschluß 9 der der
Pumpe 5 und dem ersten Arbeitsraum 14a des Lenkstellers 13
hergestellt.
Die Bewegung von Hydraulikflüssigkeit durch die erste bis
vierte hydraulische Leitung 21, 23, 29 und 33 und damit die
sich ggf. einstellende Änderung der Stellung der
Lenkhandhabe 1 relativ zur Stellung der gelenkten Räder 11,
bzw. des Lenksteller 13, hängt auch von den auf die
Lenkhandhabe 1 und die gelenkten Räder 11 eingeprägten
Kräften oder Momenten ab. Es ist möglich, dass bei
geöffnetem ersten und zweitem Proportionalventil 31 und 25
die Lenkhandhabe 1 betätigt werden kann, ohne dass sich die
Kolbenstange 12 bewegt. Es ist aber auch möglich, dass bei
geöffnetem ersten und zweitem Proportionalventil 31 und 25
sich die Kolbenstange 12 bewegt, wenn die Lenkhandhabe 1
betätigt wird. Durch Betätigen der Lenkhandhabe 1 wird eine
Druckdifferenz zwischen erstem Anschluß 7 und zweitem
Anschluß 9 des Lenkaktuators 3 erzeugt. Die von den
gelenkten Rädern 11 vor allem bei Kurvenfahrt auf den
Lenksteller 13 ausgeübten Kräfte erzeugen eine
Druckdifferenz zwischen erstem und zweitem Arbeitsraum 14a
und 14b. Diese Druckdifferenzen werden bei der
erfindungsgemäßen Rückfallebene zur Zentrierung der
Lenkhandhabe 1 genutzt.
In Fig. 2 ist ein zweites Ausführungsbeispiel einer
erfindungsgemäßen hydraulischen Rückfallebene dargestellt.
Gleiche Bauteile weisen die gleichen Bezugszeichen wie in
Fig. 1 auf. Betreffend diese Bauteile und deren
Funktionsweise wird auf das betreffend Fig. 1 gesagte
verwiesen.
Der Handaktuator 3 weist eine Pumpe 5 sowie einen ersten
Anschluss 53 und einen zweiten Anschluss 57 auf. Der erste
Anschluss 53 ist mit einem ersten Arbeitsraum 55 eines
doppeltwirkenden Zylinders 49 mit einer zweiteiligen
Kolbenstange 51 verbunden. Der zweite Anschluss 57 ist mit
einem zweiten Arbeitsraum 59 des Zylinders 49 verbunden.
Ein erster Teil 51a der Kolbenstange 51 wirkt auf einen
ersten Plunger 61, an dessen Anschluss 62 die erste
hydraulische Leitung 21 angeschlossen ist. Ein zweiter Teil
51b der Kolbenstange 51 wirkt auf einen zweiten Plunger 63,
an dessen Anschluss 64 die zweite hydraulische Leitung 23
angeschlossen ist. Durch den Einsatz des ersten Plungers 61
und des zweiten Plungers 63 ist auch beim zweiten
Ausführungsbeispiel eine Entkoppelung zwischen der Stellung
der Lenkhandhabe 1 und der Stellung der gelenkten Räder 11
mit einem Bypass 25 möglich.
Die dritte Leitung 29 verbindet den ersten Arbeitsraum 55
des Zylinders 49 mit dem zweiten Arbeitsraum 14b des
Lenkstellers 13, während die vierte Leitung 33 den zweiten
Arbeitsraum 59 des Zylinders 49 mit dem ersten Arbeitsraum
14a des Lenkstellers 13 verbindet.
Bei zentrierter Lenkhandhabe 1 führt ein Verdrehen
derselben nach rechts dazu, dass die gelenkten Räder 11
nach rechts eingeschlagen werden. Wenn die Lenkhandhabe 1
nicht zentriert ist, tritt eine Druckdifferenz zwischen den
Arbeitsräumen 14a und 14b des Lenksteller 13 oder zwischen
den Arbeitsräumen 55 und 59 des Zylinders 49 auf. Durch das
erste und das zweite Proportionalventil 31 und 35 wird
diese Druckdifferenz ausgeglichen und dadurch eine
Zentrierung von Lenkhandhabe 1 und Lenksteller 13 erreicht.
Wenn beispielsweise in einer Rechtskurve des Fahrzeugs die
Lenkhandhabe 1 in Geradeaus-Stellung ist, herrscht im
ersten Arbeitsraum 14a des Lenkstellers 13 durch die
Radkräfte ein höherer Druck als im zweiten Arbeitsraum 14b.
Das erste Proportionalventil 31 ist, da Lenkhandhabe 1 und
Lenksteller 13 nicht zentriert sind, geöffnet. Aus dem
ersten Arbeitsraum 14b strömt Hydraulikflüssigkeit in den
zweiten Arbeitsraum 59 des Zylinders 49, was eine Drehung
der Lenkhandhabe 1 nach rechts bewirkt. Die gelenkten Räder
11 bewegen sich nach links bis Lenkhandhabe 1 und
Lenksteller 13 zentriert sind. Wenn der Fahrer gleichzeitig
eine Lenkbewegung nach rechts ausführt, wird die
Zentrierung beschleunigt. Wenn der Fahrer gleichzeitig eine
Lenkbewegung nach links ausführt, wird die Zentrierung
verzögert.
Bei dem zweiten Ausführungsbeispiel können die dritte und
vierte hydraulische Leitung 29 und 33 in beide Richtungen
durchströmt werden.
Alle in der Beschreibung der Zeichnung der Zeichnung und
den Patentansprüchen beschriebenen Merkmale können sowohl
einzeln als auch in beliebiger Kombination miteinander
erfindungswesentlich sein.
Claims (12)
1. Hydraulischen Rückfallebene für eine Steer-by-Wire-
Lenkanlage, mit einem von einer Lenkhandhabe (1) betätigten
hydraulischen Handaktuator (3), wobei der Handaktuator (3)
einen ersten Anschluß (7, 53) und einen zweiten Anschluß
(9, 57) aufweist, mit einem auf die gelenkten Räder (11)
des Fahrzeugs wirkenden hydraulischen Lenksteller (13),
wobei der Lenksteller (13) einen ersten Arbeitsraum (14a)
und einen zweiten Arbeitsraum (14b) aufweist, wobei erster
Anschluß (7, 53) des Handaktuators (3) und erster
Arbeitsraum (14a) des Lenkstellers (13) sowie zweiter
Anschluß (9, 57) des Handaktuators (13) und zweiter
Arbeitsraum (14b) des Lenkstellers (13) mindestens
mittelbar hydraulisch verbunden sind (21, 23), und mit
einem steuerbaren Bypass (25) des Handaktuators (3),
dadurch gekennzeichnet, dass erster Anschluß (7, 53) des
Handaktuators (3) und zweiter Arbeitsraum (14b) des
Lenkstellers (13) sowie zweiter Anschluß (9, 57) des
Handaktuators (3) und erster Arbeitsraum (14a) des
Lenkstellers (13) hydraulisch verbindbar sind.
2. Rückfallebene nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
dass der erste Anschluß (53) des Handaktuators (3) mit
einem ersten Arbeitsraum (55) eines doppeltwirkenden
Zylinders (49) mit zweiseitiger Kolbenstange (51) verbunden
ist, dass der zweite Anschluß (57) des Handaktuators (3)
mit einem zweiten Arbeitsraum (59) des Zylinders (49)
verbunden ist, dass ein erster Teil (51a) der Kolbenstange
(51) einen ersten Plunger (61) betätigt, dass der erste
Plunger (61) mit dem ersten Arbeitsraum (14a) des
Lenkstellers (13) hydraulisch verbunden ist (21), dass ein
zweiter Teil (51b) der Kolbenstange (51) einen zweiten
Plunger (63) betätigt, und dass der zweite Plunger (63) mit
dem zweiten Arbeitsraum (14b) des Lenkstellers (13)
hydraulisch verbunden ist (23).
3. Rückfallebene nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass in der hydraulischen
Verbindung (29) von erstem Anschluß (7, 53) des
Handaktuators (3) und zweitem Arbeitsraum (14b) des
Lenkstellers (13) sowie in der hydraulischen Verbindung
(33) von zweitem Anschluß (9, 57) des Handaktuators (13)
und erstem Arbeitsraum (14a) des Lenkstellers (13) je ein
steuerbares Proportionalventil (31, 35) angeordnet ist.
4. Rückfallebene nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet,
dass die Proportionalventile (31, 35) als Stromventile
ausgeführt sind.
5. Rückfallebene nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die hydraulischen Verbindungen
(29, 33) von erstem Anschluß (7) des Handaktuators (3) und
zweitem Arbeitsraum (14b) des Lenkstellers (13) sowie
zweitem Anschluß (9) des Handaktuators (3) und erstem
Arbeitsraum (14a) des Lenkstellers (13) durch eine
Subtrakionseinrichtung (39) in Abhängigkeit der Stellung
des Handaktuators (3) und der Stellung der gelenkten Räder
(11) oder des Lenkstellers (13) gesteuert werden.
6. Rückfallebene nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet,
dass die Subtraktionseinrichtung (39) als mechanische
Subtraktionseinrichtung ausgebildet ist.
7. Rückfallebene nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet,
dass die Subtraktionseinrichtung (39) einen zweiarmigen
Hebel (41) mit einem ersten Ende (42a), einem zweiten Ende
(42b) und einem Drehpunkt (42c) aufweist, dass das erste
Ende (42a) in Abhängigkeit der Stellung des Handaktuators
(3) verschoben wird, dass der Drehpunkt (42c) in
Abhängigkeit der Stellung der gelenkten Räder (11) oder des
Lenkstellers (13) verschoben wird, und dass das zweite Ende
(42b) die Proportionalventile (31, 35) steuert.
8. Rückfallebene nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet,
dass die Proportionalventile (31, 35) geschlossen sind,
wenn die Stellung des Handaktuators (3) und die Stellung
der gelenkten Räder (11) oder des Lenkstellers (13)
übereinstimmen, und dass die Proportionalventile (31, 35)
mindestens teilweise geöffnet sind, wenn die Stellung des
Handaktuators (3) und die Stellung der gelenkten Räder (11)
oder des Lenkstellers (13) nicht übereinstimmen.
9. Rückfallebene nach Anspruch 7 oder 8, dadurch
gekennzeichnet, dass die Lage des Drehpunkts (42c) zwischen
erstem Ende (42a) und zweitem Ende (42b) in Abhängigkeit
des Übersetzungsverhältnisses zwischen Handaktuator (3) und
Lenksteller (13) gewählt wird.
10. Rückfallebene nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass der Handaktuator (3) eine
hydraulische Pumpe (5) aufweist.
11. Rückfallebene nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass der Lenksteller (13) als
doppeltwirkender Zylinder ausgeführt ist.
12. Rückfallebene nach einem der Ansprüche 2 bis 11,
dadurch gekennzeichnet, dass die steuerbaren hydraulischen
Verbindungen (29, 33) zwischen erstem Anschluß (7, 53) des
Handaktuators (3) und zweitem Arbeitsraum (14b) des
Lenkstellers (13) sowie zweitem Anschluß (9, 57) des
Handaktuators (3) und erstem Arbeitsraum (14a) des
Lenkstellers (13) nur in Richtung vom Lenksteller (13) zum
Handaktuator (3) durchströmt werden können.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE2000161383 DE10061383A1 (de) | 2000-12-09 | 2000-12-09 | Selbstzentrierende hydraulische Rückfallebene einer Steer-by-Wire-Lenkanlage |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE2000161383 DE10061383A1 (de) | 2000-12-09 | 2000-12-09 | Selbstzentrierende hydraulische Rückfallebene einer Steer-by-Wire-Lenkanlage |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE10061383A1 true DE10061383A1 (de) | 2002-01-17 |
Family
ID=7666487
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE2000161383 Withdrawn DE10061383A1 (de) | 2000-12-09 | 2000-12-09 | Selbstzentrierende hydraulische Rückfallebene einer Steer-by-Wire-Lenkanlage |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE10061383A1 (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE102005030259A1 (de) * | 2005-06-29 | 2007-01-18 | Bayerische Motoren Werke Ag | Elektrohydraulisches Lenksystem eines Kraftfahrzeugs mit hydraulischer Rückfallebene |
| CN103625532A (zh) * | 2012-08-20 | 2014-03-12 | 绵阳师范学院 | 一种基于液力实现回正与路感的汽车线控转向系统 |
-
2000
- 2000-12-09 DE DE2000161383 patent/DE10061383A1/de not_active Withdrawn
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE102005030259A1 (de) * | 2005-06-29 | 2007-01-18 | Bayerische Motoren Werke Ag | Elektrohydraulisches Lenksystem eines Kraftfahrzeugs mit hydraulischer Rückfallebene |
| CN103625532A (zh) * | 2012-08-20 | 2014-03-12 | 绵阳师范学院 | 一种基于液力实现回正与路感的汽车线控转向系统 |
| CN103625532B (zh) * | 2012-08-20 | 2016-01-13 | 绵阳师范学院 | 一种基于液力实现回正与路感的汽车线控转向系统 |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE19546733C1 (de) | Hydraulische Servolenkung | |
| DE112004001258B4 (de) | Vorrichtung zum Verschwenken lenkbarer Räder eines Fahrzeugs | |
| EP1006041B1 (de) | Hydraulische Servolenkung für Kraftfahrzeuge | |
| EP0983926A2 (de) | Lenksystem für nicht spurgebundene Kraftfahrzeuge | |
| DE3833420C1 (en) | All-wheel steering system | |
| DE10101827A1 (de) | Lenkanordnung für Kraftfahrzeuge | |
| DE19952227B4 (de) | Hydraulische fehlertolerante Kraftfahrzeuglenkung mit autonomem Lenkeingriff | |
| DE19842627A1 (de) | Lenksystem für ein Fahrzeug | |
| DE19838490A1 (de) | Lenksystem mit hydraulischer Rückfallebene | |
| DE19622731C2 (de) | Hydrostatische Lenkeinrichtung mit zwei Steuersystemen | |
| DE3523280C2 (de) | ||
| DE19842624B4 (de) | Verfahren zum Betreiben eines Lenksystems für ein Fahrzeug | |
| DE3833421C1 (de) | ||
| EP1073578A1 (de) | Lenkvorrichtung | |
| DE19935073A1 (de) | Steer-by-wire-Lenkung mit hydraulischem Druckspeicher | |
| DE112021008247T5 (de) | Verfahren zur Steuerung eines Steer-by-Wire-Lenksystems eines Kraftfahrzeuges mit erhöhtem Rückkopplungsdrehmoment nach Ausfall des Lenksystems | |
| DE10130812A1 (de) | Hilfskraftlenkung | |
| DE10061383A1 (de) | Selbstzentrierende hydraulische Rückfallebene einer Steer-by-Wire-Lenkanlage | |
| WO2006069922A2 (de) | Fahrzeuglenkung und verfahren zur regelung einer fahrzeuglenkung | |
| DE2914208A1 (de) | Gleitschutzregelungseinrichtung | |
| WO1989004269A1 (fr) | Dispositif de direction pour roues avant et arriere dirigeables de vehicules | |
| DE2721555C3 (de) | Hilfskraftlenkung für Fahrzeuge | |
| DE10046524B4 (de) | Fremdkraftlenkanlage | |
| DE19929428A1 (de) | Elektrohydraulisches Lenksystem für Kraftfahrzeuge | |
| DE10048697A1 (de) | Steer-by-Wire-Lenkanlage mit Zahnstangen-Hydrolenksteller |
Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| OAV | Applicant agreed to the publication of the unexamined application as to paragraph 31 lit. 2 z1 | ||
| OP8 | Request for examination as to paragraph 44 patent law | ||
| 8139 | Disposal/non-payment of the annual fee |