DE10053863C1 - Verfahren und Vorrichtung zur Trennung eines Rohres - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Trennung eines Rohres

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DE10053863C1 DE2000153863 DE10053863A DE10053863C1 DE 10053863 C1 DE10053863 C1 DE 10053863C1 DE 2000153863 DE2000153863 DE 2000153863 DE 10053863 A DE10053863 A DE 10053863A DE 10053863 C1 DE10053863 C1 DE 10053863C1
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    • B23D21/04Tube-severing machines with rotating tool-carrier

Abstract

Ein erstes Rohrspannfutter (3) dient zum Festspannen des zugeführten Rohres (1). Eine an der Trennstelle (2) radial zur Rohrachse zustellbare und um die Rohrachse drehbare Schneidrollenanordnung (5) schneidet in die Rohrwandung bis zum Verbleib eines Reststeges. Der abzutrennende Rohrabschnitt (1') wird im Abstand von der Trennstelle einer Abbrechkraft (P) unterworfen, die im wesentlichen senkrecht zur Rohrachse über ein zweites Rohrspannfutter (4) auf den abzutrennenden Rohrabschnitt (1') einwirkt. Dieses zweite Rohrspannfutter (4) ist so gelagert, dass es beim Abbrechvorgang eine Schwenkbewegung um den Reststegpunkt ausführt, welcher am Rohrumfang dem Angriffspunkt der Abbrechkraft gegenüberliegt. Während des Abbrechvorgangs wird das Rohrspannfutter (4) in Richtung Rohrachse einer zusätzlichen Abreißkraft unterworfen.

Description

Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Trennung eines Rohres gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1 oder 7.

In vielen industriellen Anwendungsbereichen, z. B. in der Auto­ mobil- und Möbelindustrie, im Sanitärbereich und in der Hei­ zungs- und Kälteindustrie, werden Rohrabschnitte benötigt, und zwar aus unterschiedlichsten Werkstoffen, bevorzugt aus Alumi­ nium, Kupfer oder Stahl. Zum Abtrennen solcher Rohrabschnitte von einem Stangenmaterial oder einem Coil ist z. B. das Absägen bekannt. Nachteilig am Absägen ist insbesondere, dass Späne zu entfernen und zu entsorgen sind und dass an der Schnittfläche Innen- und Außengrate stehen bleiben, die anschließend aufwen­ dig entfernt werden müssen.

Ferner sind auch Verfahren und Vorrichtungen bekannt, die ein spanloses Trennen eines Rohres ermöglichen, vgl. z. B. DE 24 45 895 A1, DE 41 20 349 C1, DE 44 32 601 A1, DE 24 39 584 A1.

Ein weiterentwickeltes Verfahren zur Rohrtrennung arbeitet ebenfalls spanlos und verwendet Schneidrollen, die an der Rohr­ trennstelle unter gleichzeitiger Drehung um die Rohrachse in die Rohrwandung bis zum Verbleib eines Reststeges von ca. 0,1- 0,2 mm eingedrückt werden. Diese Schneidrollen oder -messer ha­ ben typischerweise einen Schneidwinkel von ca. 15° für Al und Cu bzw. 30° für Stahl. Anschließend wird der abzutrennende Rohrabschnitt durch Einwirken einer Abreißkraft in Richtung Rohrachse abgerissen oder durch Einwirken einer Abbrechkraft in Abstand von der Trennstelle und im wesentlichen senkrecht zur Rohrachse abgebrochen. In beiden Fällen entsteht an der Trenn­ stelle allenfalls ein kleiner ins Rohrinnere vorstehender radialer Wulst mit auslaufendem axialem Grat, was für die meisten weiteren Anwendungen tolerierbar ist und somit keine weitere Nachbearbeitung erfordert. Da aber die Reststegfläche mit dem Quadrat des Rohrdurchmessers ansteigt, ist dieses Trennverfah­ ren mittels Schneidrollen und anschließendem Abreißen oder Ab­ brechen auf kleine Rohrdurchmesser begrenzt. Bei Al/Cu-Rohren sind das etwa max. 35 mm und bei Stahlrohren etwa max. 25 mm Rohrdurchmesser. Zum Aufbringen der Abreißkraft F × µ wobei F die Spannkraft und µ der Reibungskoeffizient ist, muß der abzu­ trennende Rohrabschnitt fest und großflächig gefaßt werden, was bei dünnwandigen Rohren und kurzen abzutrennenden Rohrabschnit­ ten Schwierigkeiten bereitet. Auch beim Abbrechen ergeben sich für dünnwandige Rohre Schwierigkeiten, da die Abbrechkraft mit­ tels Stößel im wesentlichen punktförmig auf die Rohrwandung aufzubringen ist, um das freie Abbrechen/Abknicken des abzu­ trennenden Rohrabschnitts um den Reststegpunkt, welcher am Roh­ rumfang dem Angriffspunkt der Abbrechkraft gegenüberliegt, nicht zu behindern.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, das Verfahren und die Vorrichtung zur Rohrtrennung mittels Schneidrollen der eingangs genannten Art dahingehend zu verbessern, dass auch dünnwandige Rohre und Rohre mit größerem Durchmesser sauber und beschädi­ gungsfrei getrennt werden können.

Diese Aufgabe wird mit einem Verfahren nach Patentanspruch 1 oder einer Vorrichtung nach Patentanspruch 7 gelöst. Weiterbil­ dungen der Erfindung sind in Unteransprüchen beschrieben.

Nach der Erfindung wird der abzutrennende Rohrabschnitt mittels Rohrspannfutter fest eingespannt, wonach eine Abbrechkraft über dieses Rohrspannfutter auf den abzutrennenden Rohrabschnitt aufgebracht wird. Es wird also nicht wie beim Stand der Technik die Abbrechkraft punktuell mittels Stößel auf die Rohrwandung aufgebracht, sondern großflächig über ein sich Rohrtoleranzen anpassenden Rohrspannfutter, wodurch auch dünnwandige Rohre oh­ ne Gefahr des Eindrückens der Rohrwandung gehandhabt werden können. Damit beim Abbrechvorgang die Rohrwandung auf der dem Angriffspunkt der Abbrechkraft gegenüberliegenden Seite des Rohrumfangs nicht gequetscht und damit verformt wird, muß si­ chergestellt sein, dass dass Rohrspannfutter beim Abbrechvor­ gang eine Schwenkbewegung um den Reststegpunkt als Mittelpunkt durchführt, welcher am Rohrumfang dem Angriffspunkt der Ab­ brechkraft gegenüberliegt.

Eine solche Schwenkbewegung des Rohrspannfutters und mit ihm des abzutrennenden Rohrabschnitts kann auf verschiedene Weise realisiert werden. Eine erste Möglichkeit besteht darin, das Rohrspannfutter um ein Schwenklager zu lagern, das in der Rohr­ trennebene in etwa auf dem Reststegpunkt angeordnet ist, um welchen die Schwenkbewegung ausgeführt werden soll. D. h., das Schwenklager befindet sich in der Rohrtrennebene in einem ra­ dialen Abstand von der Rohrachse in etwa gleich dem halben Roh­ rinnendurchmesser. Der Nachteil dieser Lösung ist allerdings, dass das Schwenklager für unterschiedliche Rohrdurchmesser in unterschiedlichem radialem Abstand von der Rohrachse angeordnet werden muß.

Eine andere Lösung, die diesen Nachteil der Einstellung des Schwenklagers auf den jeweiligen Rohrdurchmesser vermeidet, be­ steht darin, das Rohrspannfutter in Richtung Rohrachse frei be­ weglich anzuordnen. Beim Aufbringen der Abbrechkraft kann somit das Rohrspannfutter mit dem eingespannten, abzutrennenden Rohr­ abschnitt während des Abbrechvorgangs axial nachgeben, wodurch eine Schwenkbewegung im wesentlichen um den Reststegpunkt als Mittelpunkt ausgeführt wird, welcher am Rohrumfang dem An­ griffspunkt der Abbrechkraft gegenüberliegt. In vorteilhafter Weiterbildung der Erfindung kann die axiale Bewegung des Rohr­ spannfutters gegen die Kraft einer Rückstellfeder erfolgen, welche das Rohrspannfutter jeweils in ihrer Ausgangsposition zurückdrückt, nachdem der Abbrechvorgang beendet ist.

Bei den bisher beschriebenen Lösungen, die nur mit Abbrechen arbeiten, ist es vorteilhaft, die Abbrechkraft wechselnd auf diametral gegenüberliegenden Seiten über das Rohrspannfutter auf den abzutrennenden Rohrabschnitt aufzubringen. Im Falle der Lösung mit der Anordnung eines Schwenklagers für das Rohrspann­ futter auf dem Reststegpunkt, der am Rohrumfang dem Angriffs­ punkt der Abbrechkraft gegenüberliegt, erfordert dies die An­ ordnung eines zweiten Schwenklagers diametral gegenüberliegend dem ersten Schwenklager. Zugleich müssen die Schwenklager, z. B. durch Ausbildung der Lagerschalen als Halbschalen, so ge­ staltet sein, dass die Schwenkbewegung um das jeweils aktive Schwenklager nicht behindert wird. Die Lösung mit dem axial frei beweglichen Rohrspannfutter erfordert dagegen keine zu­ sätzlichen konstruktiven Maßnahmen zum Aufbringen der Abbrech­ kraft von diametral gegenüberliegenden Seiten. Es kann aber von besonderem Vorteil sein, die Abbrechkraft umlaufend über eine um das Rohrspannfutter umlaufende Druckrolle aufzubringen, um eine besonders saubere Trennfläche zu erzielen. Dies ist aller­ dings mit zusätzlichem konstruktivem Aufwand verbunden.

Für größere Rohrdurchmesser, wo das Abtrennen nur mit einer Ab­ brechkraft nicht ausreicht, kann gemäß einer Weiterbildung der Erfindung über das Rohrspannfutter beim Abbrechvorgang in Rich­ tung Rohrachse eine zusätzliche Abreißkraft aufgebracht werden. Dies kann hydraulisch, pneumatisch oder mittels Federkraft er­ folgen. Im Falle des gleichzeitigen Abbrechens und Abreißens ist ein Richtungswechsel der Abbrechkraft im allgemeinen nicht erforderlich.

Die Erfindung wird nachfolgend anhand beigefügter Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen

Fig. 1 schematisch die Trennung eines Rohres

  • a) mittels Schneidrollen und
  • b) anschließendem Abbrechen mit unerwünschtem Überlappen der Rohrwandung;

Fig. 2 in zwei Schnitten eine erste Ausführungsform einer Vor­ richtung zur Trennung eines Rohres mittels Einschneiden und Ab­ brechen;

Fig. 3 vergrößert eine Einzelheit aus Fig. 2;

Fig. 4 in zwei Schnitten eine zweite Ausführungsform einer Vorrichtung zur Trennung eines Rohres mittels Einschneiden und Abbrechen;

Fig. 5 in zwei Schnitten eine erste Ausführungsform einer Vor­ richtung zur Trennung eines Rohres mittels Einschneiden und Ab­ brechen bei gleichzeitigem Abreißen und

Fig. 6 in zwei Schnitten eine zweite Ausführungsform einer Vorrichtung zur Trennung eines Rohres mittels Einschneiden und Abbrechen bei gleichzeitigem Abreißen.

In Fig. 1 ist schematisch der Rohrtrennvorgang dargestellt. Das zu trennende Rohr 1 ist beidseitig der Trennstelle bzw. Trennebene 2 durch ein erstes Spannfutter 3 und durch ein zwei­ tes Spannfutter 4 eingespannt. Eine Schneidrolle 5 wird an der Trennstelle 2 unter gleichzeitiger Drehung um die Rohrachse ra­ dial zugestellt und schneidet dabei die Rohrwandung bis zum Verbleib eines Reststeges von etwa 0,1-0,2 mm Stärke ein. Nach Zurückfahren der Schneidrolle 5 wird über das Spannfutter 4 auf den abzutrennenden Rohrabschnitt 1' eine Abbrechkraft P aufgebracht. Um zu vermeiden, dass sich beim Abbrechvorgang der abknickende, abzutrennende Rohrabschnitt 1' mit seiner Rohrwan­ dung in die Rohrwandung des verbleibenden Rohres 1 schiebt, wie in Fig. 1b dargestellt, und es dabei zu Deformationen kommt, ist nach der Erfindung vorgesehen, dass das zweite Rohrspann­ futter 4 und mit ihm der abzutrennende Rohrabschnitt 1' eine Schwenkbewegung um den Reststegpunkt als Mittelpunkt ausführt, welcher am Rohrumfang dem Angriffspunkt der Abbrechkraft P ge­ genüberliegt.

Fig. 2 und 3 zeigen eine erste konstruktive Lösung für einen solchermaßen ausgeführten Abbrechvorgang. Das Rohr 1 mit dem abzutrennenden Rohrabschnitt 1' ist beidseitig der Trennstelle 2 in den beiden Spannfuttern 3 und 4 fest eingespannt. Die Schneidrollenanordnung 5 sitzt drehbar auf dem Maschinengestell 6 und ist beispielsweise über einen Elektromotor 7 mit Keilrie­ menantrieb 8 antreibbar. Durch eine Nockensteuerung 9 ist die Schneidrollenanordnung 5 radial soweit zustellbar, dass die Schneidrollen in die Rohrwandung bis zum Verbleib eines Rest­ steges eindringen. Das zweite Spannfutter 4 für den abzutren­ nenden Rohrabschnitt 1' ist in einem Gehäuse 10 aufgenommen, das um einen Achsbolzen 11 bzw. 12 schwenkbar gelagert ist, der seinerseits im Maschinengestell 6 in der Trennebene 2 am Rest­ stegpunkt des eingeschnittenen Rohres 1, 1' angeordnet ist, der am Rohrumfang dem Angriffspunkt der Abbrechkraft gegenüber­ liegt. Das Gehäuse 10 umgreift die Achsbolzen 11 bzw. 12, wie Fig. 3 deutlicher zeigt, mit seitlich offenen Lagerbohrungen 13 bzw. 14, so dass ein Verschwenken des Gehäuses 10 mit Spann­ futter 4 und abzutrennendem Rohrabschnitt 1' einmal um den Achsbolzen 11 und ein andermal um den Achsbolzen 12 möglich ist, je nach Angriffsrichtung der Abbrechkraft P. Die Abbrech­ kraft wird mittels einer Kolben-Zylinder-Einheit 15 aufge­ bracht, die zwischen Maschinengestell 6 und Gehäuse 10 an­ greift.

Das Abbrechen des abzutrennenden Rohrabschnitts 1' erfolgt nach Einschneiden des Rohres mittels der Schneidrollenanordnung 5 bis zum Verbleib eines Reststeges durch anschließendes wechselseitiges Aufbringen einer Druck- und Zugkraft durch die Kolben- Zylinder Einheit 15, wodurch der abzutrennende Rohrabschnitt 1' einmal um den Achsbolzen 11 und ein andermal um den Achsbolzen 12 abknickt und dabei der jeweils gegenüberliegende Reststeg abgebrochen wird.

In Fig. 3 liegen die Achsbolzen 11 und 12 in der Trennebene 2 mit ihrem Mittelpunkt etwas außerhalb des Rohrinnendurchmes­ sers, und zwar vorteilhaft am Grund der Schneidnut 16. Damit ist sichergestellt, dass beim Abknicken des abzubrechenden Rohrabschnitts 1' kein Quetschen und damit kein unerwünschtes Deformieren der Rohrwandung erfolgt. Ein gewisser Spielraum für die Anordnung der Achse der Achsbolzen 11 und 12 ist tolerabel, d. h. diese Achsen könnten in der Trennebene 2 auch unmittelbar an der Rohrinnenkante liegen. Die Radien R1 und R2 um die Ach­ sen der Achsbolzen 11 und 12 beschreiben die seitlichen Öff­ nungsränder der Lagerbohrungen 13 bzw. 14.

In den nachfolgenden Ausführungsformen sind übereinstimmende Teile mit denselben Bezugszeichen wie in Fig. 2 gekennzeich­ net. Die Ausführungsform nach Fig. 4 unterscheidet sich von der Ausführungsform nach Fig. 2 dadurch, dass das Spannfutter­ gehäuse 10 um einen einzigen Achsbolzen 17 schwenkbar gelagert ist, der in der Angriffsebene der Kolben-Zylinder-Einheit 15 über Gleitschuhe 18 in einer Längsöffnung 19 des Maschinenge­ stelles 6 sitzt. In seiner Mittellage befindet sich der Achs­ bolzen 17 auf der Höhe der Rohrachse. Ein weiterer Unterschied besteht darin, dass das Spannfutter 4 axial verschieblich, und zwar gegen die Kraft von Rückstellfedern 20, in dem Gehäuse 10 aufgenommen ist.

Der Abbrechvorgang wird wie zuvor nach Beendigung des Ein­ schneidvorgangs mittels der Schneidrollenanordnung 5 durch auf­ einanderfolgendes Aufbringen einer Druck- und einer Zugkraft auf das Gehäuse 10 und damit über das Spannfutter 4 auf den abzutrennenden Rohrabschnitt 1' durchgeführt. Das Spannfutter 4 führt dabei eine Schwenkbewegung um den Achsbolzen 17 und gleichzeitig eine axiale Ausgleichsbewegung gegen die Kraft der Rückstellfedern 20 durch, so dass das Abbrechen des abzutren­ nenden Rohrabschnitts 1' jeweils um den Reststegpunkt erfolgt, der am Rohrumfang dem Angriffspunkt der Abbrechkraft gegenüber­ liegt.

Die Ausführungsform nach Fig. 5 unterscheidet sich von der vorhergehenden Ausführungsform nach Fig. 4 dadurch, dass zwi­ schen dem Gehäuse 10 und dem Spannfutter 4 anstelle von Rück­ stellfedern eine Kolben-Zylinder-Einheit 21 in Form eines hy­ draulischen oder pneumatischen Ringkolbens angreift. Mit Hilfe dieser Kolben-Zylinder-Einheit 21 kann während des Abbrechvor­ gangs über das Spannfutter 4 auf den abzutrennenden Rohrab­ schnitts 1' eine axiale Abreißkraft aufgebracht werden. In die­ sem Fall muß nur in einer Richtung abgebrochen werden, da der verbleibende Restquerschnitt abgerissen wird. Damit können mit dieser Vorrichtung wesentlich größere Rohrdurchmesser als bis­ her getrennt werden.

Die Ausführungsform nach Fig. 6 arbeitet ebenfalls wie die Ausführungsform nach Fig. 5 mittels Abbrechen und Abreißen. Der Achsbolzen 17 ist aber aus der Angriffsebene der Kolben- Zylinder Einheit 15 in die Trennebene 2 verlegt. Dadurch kann der Achsbolzen 17 unmittelbar im Maschinengestell 6, d. h. ohne Zwischenschaltung von Gleitschuhen gelagert werden.

Claims (20)

1. Verfahren zur Trennung eines Rohres mit den Verfahrens­ schritten:
  • - axiale Rohrzuführung und Festspannen des zugeführten Roh­ res (1),
  • - radiales Zustellen einer oder mehrerer Schneidrollen (5) an die Trennstelle (2) unter gleichzeitiger Drehung um die Rohrachse und Eindringen dieser Schneidrolle(n) in die Rohrwandung bis zum Verbleib eines Reststeges, und
  • - Abbrechen des abzutrennenden Rohrabschnitts (1') durch Einwirken einer Abbrechkraft (P) auf den abzutrennenden Rohrabschnitt in Abstand von der Trennstelle und im We­ sentlichen senkrecht zur Rohrachse,
dadurch gekennzeichnet, dass
der abzutrennende Rohrabschnitt (1') mittels Rohrspannfut­ ter (4) fest eingespannt wird
und die Abbrechkraft (P) über dieses Rohrspannfutter (4) auf den abzutrennenden Rohrabschnitt (1') aufgebracht wird,
wobei das Rohrspannfutter (4) beim Abbrechvorgang eine Schwenkbewegung um den Reststegpunkt ausführt, welcher am Rohrumfang dem Angriffspunkt der Abbrechkraft (P) gegen­ überliegt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Rohrspannfutter (4) um ein Schwenklager (11, 12) am Reststegpunkt verschwenkbar ist, welches Schwenklager (11, 12) radial auf den Rohrdurchmesser einstellbar ist.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Rohrspannfutter (4) beim Ab­ brechvorgang in Richtung Rohrachse eine Axialbewegung durch­ führt.
4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Rohrspannfutter (4) frei be­ weglich in Richtung Rohrachse ist und die Axialbewegung gegen die Kraft einer Rückstellfeder (20) erfolgt.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Abbrechkraft (P) wechselnd auf insbesondere diametral gegenüberliegenden Seiten über das Rohr­ spannfutter (4) auf den abzutrennenden Rohrabschnitt (1') auf­ gebracht wird.
6. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Rohrspannfutter (4) beim Ab­ brechvorgang in Richtung Rohrachse einer Abreißkraft unterwor­ fen wird.
7. Vorrichtung zur Trennung eines Rohres gemäß dem Verfahren nach Anspruch 1
mit einem ersten Rohrspannfutter (3) zum Festspannen des zugeführten Rohres (1),
mit einer an der Trennstelle (2) radial zur Rohrachse zu­ stellbaren und um die Rohrachse drehbaren Schneidrollenan­ ordnung (5),
und mit einer Einrichtung zum Einwirken einer Abbrechkraft (P) auf den abzutrennenden Rohrabschnitt (1') im Abstand von der Trennstelle und im Wesentlichen senkrecht zur Rohrachse,
gekennzeichnet durch
ein zweites Rohrspannfutter (4) zum Festspannen des abzu­ trennenden Rohrabschnittes (1'),
wobei die Abbrechkraft (P) über dieses zweite Rohrspann­ futter (4) auf den abzutrennenden Rohrabschnitt (1') ein­ wirkt,
und durch eine solche Lagerung des Rohrspannfutters (4), dass dieses beim Abbrechvorgang eine Schwenkbewegung um den Reststeg ausführt, welcher am Rohrumfang dem Angriffs­ punkt der Abbrechkraft (P) gegenüberliegt.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass das zweite Rohrspannfutter (4) um mindestens ein Schwenklager (11; 12) verschwenkbar ist, das in der Rohrtrennebene (2) in radialem Abstand von der Rohrachse in etwa gleich dem halben Rohrinnendurchmesser angeordnet ist.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass jeweils ein Schwenklager (11; 12) jeweils auf diametral gegenüberliegenden Seiten der Rohrachse angeordnet ist.
10. Vorrichtung nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass das (die) Schwenklager (11; 12) in seinem (ihrem) radialen Abstand auf den Rohrdurchmesser ein­ stellbar ist (sind).
11. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass das zweite Rohrspannfutter (4) axial beweglich gelagert ist.
12. Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass das zweite Rohrspannfutter (4) ge­ gen die Kraft einer Rückstellfeder (20) axial beweglich gela­ gert ist.
13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 8 bis 12, gekennzeichnet durch eine Einrichtung zum wechselweisen Einwir­ ken der Abbrechkraft (P) auf insbesondere diametral gegenüber­ liegenden Seiten des abzutrennenden Rohrabschnitts (1').
14. Vorrichtung nach Anspruch 11, gekennzeichnet durch eine Einrichtung (21) zum Aufbringen einer axialen Abreisskraft auf den abzutrennenden Rohrabschnitt (1') beim Abbrechvorgang.
15. Vorrichtung nach Anspruch 14, gekennzeichnet durch eine oder mehrere hydraulische oder pneu­ matische Kolben-Zylinder-Einheiten (21) zum Aufbringen der Ab­ reisskraft.
16. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 11 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass das zweite Rohrspannfutter (4) axial beweglich in einem Gehäuse (10) aufgenommen ist, an dem seinerseits eine Kolben-Zylinder-Einheit (15) zum Aufbringen der Abbrechkraft angreift.
17. Vorrichtung nach Anspruch 12 und 16, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem Gehäuse (10) und dem zweiten Rohrspannfutter (4) die Rückstellfeder (20) angreift.
18. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 14 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem Gehäuse (10) und dem zweiten Rohrspannfutter (4) die axiale Abreisskraft angreift.
19. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 16 bis 18, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse (10) in einem Gestell (6) um ein Schwenklager (17) gelagert ist, das in der Rohrtren­ nebene (2) die Rohrachse schneidet.
20. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 16 bis 18 dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse (10) in einem Gestell (6) um ein Schwenklager (17) gelagert ist, das in der Ebene der Einwirkung der Abbrechkraft (P) die Rohrachse schneidet, und dass das Schwenklager (17) in Gleitschuhen (18) sitzt, die ih­ rerseits im Gestell verschieblich sind.
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