DE10042011C1 - Druckschalter - Google Patents
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Abstract
Ein Druckschalter (10), insbesondere zur Steuerung druckmittelbetätigter Anlagen, mit einer einen Druckmitteleinlaß aufweisenden Druckkammer (50), in die ein von dem Druckmittel beaufschlagter Kolben (46) ragt, und mit einem mit dem Kolben (46) druckabhängig zusammenwirkenden elektrischen Schalter (60), hat zur Verzögerung der Übertragung der mittels des Kolbens (46) auf den elektrischen Schalter (60) übertragenen Druckänderungen des Druckmittels eine Dämpfungseinrichtung. Diese kann beispielsweise ein in Bewegungsrichtung federelastisch ausgebildetes Betätigungselement (70) zur Übertragung des Bewegungsmoments des Kolbens auf den elektrischen Schalter (60) umfassen (Figur 1).
Description
Die Erfindung geht von einem Druckschalter, insbesondere
zur Steuerung druckmittelbetätigter Anlagen, gemäß der im
Patentanspruch 1 näher definierten Art aus.
Ein solcher Druckschalter ist aus der DE 198 18 838 A1 be
kannt. Dieser Druckschalter besteht aus einem Grundkörper
und einem damit verschraubten Steuerblock, in dem die
Druckkammer liegt und der Kolben geführt ist. Der Kolben
überträgt sein durch eine Druckänderung ausgelöstes Bewe
gungsmoment über einen Schaltteller, der an dem der Druck
kammer abgewandten Ende des Kolbens angeordnet ist, sowie
ein Betätigungselement, das parallel zur Bewegungsrichtung
des Kolbens geführt ist, auf den elektrischen Schalter. Der
Schaltteller und damit auch der Kolben sind mittels einer
vorgespannten Rückstellfeder belastet. Der Kraftschluß zwi
schen dem Betätigungselement und dem Schaltteller erfolgt
mittels einer in dem elektrischen Schalter angeordneten Fe
der.
Ausgehend von einem geringen Druck in der Druckkammer, be
wegt sich im Falle einer hinreichenden Druckerhöhung in der
Druckkammer des Steuerblocks der Kolben gegen die Feder
kraft der Rückstellfeder und bewirkt so über das mitgeführ
te Betätigungselement einen Schaltvorgang in dem elektri
schen Schalter. Umgekehrt erfolgt ein Schaltvorgang in dem
elektrischen Schalter, wenn sich, ausgehend von einem hohen
Druck in der Druckkammer, der Druck in derselben hinrei
chend verringert.
Ein derartiger Schalter ist auch aus der DE 198 18 841 A1
bekannt.
Bei den vorgenannten bekannten Druckschaltern entsprechen
die Betätigungsgeschwindigkeiten des elektrischen Schalters
den Geschwindigkeiten der mittels des Druckmittels ausgeüb
ten Druckänderungen in der Druckkammer. Die Druckänderungs
geschwindigkeiten können gegebenenfalls sehr groß sein. Da
mit können die Bauteile des elektrischen Schalters hohen
Impulsen und mithin hohen Belastungen ausgesetzt sein, was
wiederum gegebenenfalls zu Beschädigungen dieser Bauteile
führen kann.
Aus der DE 27 53 346 C2 ist ferner ein Drucküberwacher be
kannt, bei welchem der Druck eines in einer Leitung strö
menden Fluids ab einem voreingestellten Grenzdruck auf ei
nen Mikroschalter wirkt. Der Druck des Fluids wird über eine
Führungsachse, die auf eine als Blattfeder ausgebildete,
federnde Anordnung wirkt, auf den Mikroschalter übertragen.
Der vorgeschlagene Druckschalter mit den Merkmalen nach dem
Oberbegriff des Patentanspruches 1 sowie mit einem feder
elastisch ausgebildeten, parallel zur Bewegungsrichtung des
Kolbens verschiebbaren Betätigungsstößel zur Übertragung
des Bewegungsmoments des Kolbens auf den elektrischen
Schalter und zur Verzögerung der Übertragung der mittels
des Kolbens auf den elektrischen Schalter übertragenen
Druckänderungen des Druckmittels, wobei der Betätigungsstö
ßel zwei die Stirnflächen desselben aufweisende Endbereiche
hat, die über mindestens einen federelastischen Steg mit
einander verbunden sind, hat den Vorteil, daß auch schnelle
Druckänderungen nicht zu gegebenenfalls schädigenden Stößen
innerhalb des elektrischen Schalters führen können, da der
mittels des Druckmittels auf das System ausgeübte Impuls
von dem als Dämpfungseinrichtung dienenden Betätigungsstö
ßel teilweise absorbiert wird, bevor er auf Bauteile des
elektrischen Schalters wirken kann.
Die Schaltgeschwindigkeit des elektrischen Schalters ent
spricht also nicht mehr der Geschwindigkeit der Änderung
des Drucks des Druckmittels, wie nach dem Stand der Tech
nik. Dies hat zur Folge, daß der Verschleiß des Druckschal
ters nach der Erfindung deutlich geringer ist als derjenige
der Druckschalter nach dem Stand der Technik.
Bei dem Druckschalter nach der Erfindung kann sich der Kol
ben bei schnellen Druckänderungen des Druckmittels zwar mit
einer hohen Geschwindigkeit bewegen, jedoch wird durch die
federelastische Ausbildung des Betätigungsstößels der auf
den Betätigungsstößel wirkende Impuls gedämpft, so daß der
in den elektrischen Schalter eingeleitete Impuls geringer
ist als derjenige, der mittels des Kolbens in den Betäti
gungsstößel eingeleitet wird, was zwangsläufig zu einer
Schonung des elektrischen Schalters führt.
Der als Betätigungselement dienende Betätigungsstößel ist
in Bewegungsrichtung komprimierbar. Bei einer Ausführungs
form des Druckschalters nach der Erfindung kann im wesent
lichen auf den Aufbau der oben beschriebenen, aus der
DE 198 18 838 A1 oder der DE 198 18 841 A1 bekannten Druck
schalter zurückgegriffen werden. Es muß jedoch der bei die
sen Druckschaltern starr ausgebildete Betätigungsstößel
durch einen federelastisch ausgebildeten Stößel ersetzt
werden. Somit ist der Druckschalter nach der Erfindung
durch konstruktiv geringfügige Modifikationen der bekannten
Druckschalter herstellbar.
Die Endbereiche des Betätigungsstößels, über welche die
Kraftübertragung zwischen dem Kolben und dem Schaltwerk des
elektrischen Schalter erfolgt, können starr ausgebildet
sein.
Der Steg des Betätigungsstößels kann zur Führung des Stö
ßels dienen, und die Endbereiche können Anschläge zur Be
grenzung der Bewegungsfreiheit des Stößels bilden. Die Endbereiche
sind beispielsweise balkenförmig ausgebildet, kön
nen aber auch jede andere zweckmäßige Form haben.
Nach einer bevorzugten Ausführungsform des Druckschalters
nach der Erfindung ist der Steg des Betätigungsstößels bo
genförmig ausgebildet. Aus Stabilitätsgründen ist es zweck
mäßig, daß die Endbereiche über zwei bogenförmige Stege
miteinander verbunden sind. So wird insbesondere auch eine
hinreichend hohe Verwindungssteifigkeit des Stößels gewähr
leistet.
Der Steg kann aber beispielsweise auch wellenförmig ausge
bildet sein, selbstverständlich unter der Voraussetzung,
daß der Stößel auch bei dieser Formgebung seine federela
stische Eigenschaften beibehält.
Nach einer alternativen Ausführungsform des Druckschalters
nach der Erfindung sind die Endbereiche des Betätigungsstö
ßels als Biegebalken ausgebildet. Die beiden Biegebalken
sind dann über eine starre oder auch federelastisch ausge
bildete Brücke miteinander verbunden. Die Biegebalken
selbst können an einem oder an beiden Enden mit dieser
Brücke verbunden sein. Im Fall einer starren Verbindungs
brücke sollte aber stets gewährleistet sein, daß die mit
tels des Stößels zu übertragenden Kräfte nicht in demjeni
gen Bereich des Biegebalkens angreifen, der mit der Verbin
dungsbrücke verbunden ist.
Zweckmäßig hat der als Betätigungselement dienende Betäti
gungsstößel eine Kompressionsbegrenzung, so daß das Betätigungselement
ab einer bestimmten Kompression als starres
Betätigungselement wirkt.
Zusätzlich kann es vorgesehen sein, daß der Druckschalter
eine im Druckmitteleinlaß der Druckkammer liegende Drosse
leinrichtung umfaßt. Dies gewährleistet, daß sich der Druck
in der Druckkammer langsamer aufbaut als ohne Drosselung,
was wiederum dazu führt, daß die Bewegungsgeschwindigkeit
des sich bei einem Druckaufbau oder Druckabbau bewegenden
Kolbens geringer ist als ohne Drosseleinrichtung, so daß
auch das auf den elektrischen Schalter wirkende Bewegungs
moment gedämpft wird.
Weitere Vorteile und vorteilhafte Weiterbildungen des Ge
genstandes der Erfindung ergeben sich aus der Beschreibung,
der Zeichnung und den Patentansprüchen.
Zwei Ausführungsbeispiele des Druckschalters nach der Er
findung sind in der Zeichnung schematisch vereinfacht dar
gestellt und werden in der nachfolgenden Beschreibung näher
erläutert. Es zeigt
Fig. 1 einen vereinfachten Längsschnitt durch einen er
findungsgemäßen Druckschalter mit einem elektrischen Schal
ter;
Fig. 2 eine Draufsicht auf die dem Druckschalter zuge
wandte Seite des elektrischen Schalters nach Fig. 1, wobei
letzterer hier in Alleinstellung gezeigt ist;
Fig. 3 den Aufbau des Betätigungsstößels des Druckschal
ters nach Fig. 1, wobei die Teilfigur a) eine Stirnansicht
und die Teilfigur b) eine Seitenansicht zeigt; und
Fig. 4 einen alternativen Aufbau eines Betätigungsstö
ßels, wobei in der Teilfigur a) eine Seitenansicht und in
der Teilfigur b) eine Stirnansicht gezeigt ist.
In Fig. 1 ist ein Druckschalter 10 dargestellt, der im we
sentlichen aus einem Grundkörper 14 und einem mit diesem
verbundenen, hier im wesentlichen quaderförmigen Steuer
block 16 besteht. Der Grundkörper 14 ist als zylindrisches
Hohlprofil ausgebildet und hat an seinem dem Steuerblock 16
entgegengesetzten Ende ein Innengewinde 18, in das ein Verschlußstopfen
20 eingeschraubt ist. Zur Montage und Ein
stellung des Verschlußstopfens 20 hat dieser an seiner an
der Druckschalteraußenseite liegenden Stirnfläche einen In
nensechskant 24.
Auf seiner im Druckschalterinneren liegenden Stirnfläche
weist der Verschlußstopfen 20 eine zentrisch angeordnete,
sacklochartige Ausnehmung 32 auf, an deren Boden eine Zen
trierscheibe 34 für eine Druckfeder 36 liegt. Diese sich
mit einem Ende an der Zentrierscheibe 34 abstützende Druck
feder 36 stützt sich mit ihrem entgegengesetzten Ende an
einem Schaltteller 38 ab.
Der Schaltteller 38 ist axial beweglich in einer Kammer 42
geführt, die in einem Übergangsbereich zwischen dem Grund
körper 14 und dem Steuerblock 16 liegt. Der Schaltteller 38
sitzt auf einem Kolben 46, der in einer Hülse 48 beweglich
geführt ist, welche wiederum in eine zentrisch und axial
angeordnete Ausnehmung des Steuerblocks 16 eingeschraubt
ist. Der Kolben 46 ragt mit seinem freien Ende über das En
de der Hülse 48 hinaus und endet dort in einer Druckkammer
50. Die Druckkammer 50 ist über einen Einlaß 52 mit einer
mit einem Dichtring 56 versehenen Anschlußstelle 54 für ei
ne hier nicht dargestellte Leitung für ein Druckmittel ver
bunden.
Der Steuerblock 16 hat an einer Seitenfläche eine Ausneh
mung 58, in welche ein elektrischer Schalter 60 formschlüs
sig eingesetzt ist. Dieser Schalter 60 besteht aus einem in
die Ausnehmung 58 ragenden Bund 64 und einem einstückig mit
dem Bund 64 verbundenen, außerhalb des Steuerblocks liegenden
Befestigungssockel 66. An dem Befestigungssockel 66
sind Kontaktzungen 68 angebracht, die mit einem in Fig. 2
näher dargestellten Schaltwerk 62 des Schalters 60 elek
trisch verbunden sind und mit hier nicht näher dargestell
ten Leitungen beispielsweise einer elektrischen Steuerung
verbindbar sind.
Die Betätigung des elektrischen Schalters 60 erfolgt mit
tels eines im Bereich des Bundes 64 des Schalters 60 ange
ordneten, im Druckschalter 10 axial geführten und an dem
Schaltteller 38 anliegenden Betätigungselements 70, welches
hier als ein Betätigungsstößel ausgebildet ist.
Wenn die Druckkammer 50 mit einem Druckmittel beaufschlagt
wird, wird dem Kolben 46 dadurch eine erste Axialkraft in
Richtung des Grundkörpers 14 erteilt, wobei der ersten
Axialkraft eine von der Vorspannung der Rückstellfeder 36
abhängige zweite Axialkraft entgegenwirkt. Übersteigt der
Druck des Druckmittels eine von der Vorspannung der Rück
stellfeder 36 abhängige Druckschwelle, so verschiebt sich
der Kalben 46 und der mit diesem verbundene Schaltteller 38
in Richtung des Grundkörpers 14, bis sich die erste und die
zweite Axialkraft wieder im Gleichgewicht befinden bzw. bis
der Schaltteller 38 seine Endstellung erreicht hat.
Der Betätigungsstößel 70 des Schalters 60 folgt dabei der
Bewegung des Schalttellers 38. Er erzeugt dadurch gegebe
nenfalls einen Schaltvorgang in dem Schaltwerk 62. Dieser
Schaltvorgang bewirkt beispielsweise eine Änderung der
Spannungsverhältnisse an den Kontaktzungen 68 des Schalters
60 und kann so von einer elektrischen Steuerung ausgewertet
werden.
Der Betätigungsstößel 70 des elektrischen Schalters 60 ist
in Fig. 2 und insbesondere in Fig. 3 bzw. deren Teilfigu
ren 3a) und 3b) näher dargestellt. Wie diesen Figuren zu
entnehmen ist, weist der Betätigungsstößel 70 zwei balken
förmige Endbereiche 70.1 und 70.2 auf, welche ihrerseits
die Stirnflächen 70.4 und 70.5 des Betätigungsstößels 70
aufweisen. Untereinander sind die balkenartigen Endbereiche
70.1 und 70.2 über zwei bogenförmig ausgebildete, einen
Mittelbereich 71 des Betätigungsstößels bildende Stege 70.3
verbunden. Der Betätigungsstößel 70 bzw. im vorliegenden
Fall insbesondere dessen bogenförmige Stege 70.3 sind aus
einem federelastischen Material, hier aus einem geeigneten
Kunststoff, gefertigt, wobei der Betätigungsstößel 70 vor
zugsweise ein Spritzgießteil ist.
Dies bewirkt, daß der Betätigungsstößel 70 bei einer auf
dessen Stirnflächen 70.4 und 70.5 einwirkenden, im wesent
lichen rechtwinklig zu den Endbereichen 70.1 und 70.2 ge
richteten Kraft zunächst in Richtung dieser Krafteinwirkung
komprimiert wird und sich dann aufgrund seiner Federkraft
wieder entspannt. Dies bewirkt wiederum, daß mit hoher Ge
schwindigkeit auf eine Stirnfläche 70.4 oder 70.5 des Betä
tigungsstößels 70 einwirkende Kräfte verlangsamt und mithin
verzögert und gedämpft auf die auf der Gegenseite angeord
neten Stirnfläche 70.4 bzw. 70.5 des Stößels 70 übertragen
werden.
Die Kompression des Betätigungsstößels 70 ist durch recht
winklig zu den balkenförmigen Endbereichen 70.1 und 70.2
verlaufende und an diese angeformte Kompressionsbegrenzun
gen 70.6 begrenzt, welche ebenfalls zu dem im wesentlichen
einen rechteckigen Querschnitt aufweisenden Mittelbereich
71 des Stößels 70 gehören.
Des weiteren ist zur Verzögerung der Übertragung der mit
tels des Kolbens 46 auf den elektrischen Schalter 60 über
tragenen Druckänderung des Druckmittels im Einlaß 52 der
Druckkammer 50 eine in Fig. 1 ersichtliche Drosseleinrich
tung 110 angeordnet. Diese Drosseleinrichtung 110 hat im
wesentlichen die gleiche Funktion wie der federelastisch
ausgebildete Betätigungsstößel 70 und dient mithin als zu
sätzliches Dämpfungselement. Der Druckaufbau und -abbau in
der Druckkammer 50 wird durch die Drosseleinrichtung 110
verlangsamt, was den Druckschalter 10 insgesamt geringeren
Belastungen aussetzt.
Der elektrische Schalter 60 und der mittels diesem durchge
führte Schaltvorgang wird im folgenden anhand Fig. 2 näher
erläutert.
Wie oben ausgeführt, weist der elektrische Schalter 60 ei
nen Befestigungssockel 66 und einen Bund 64 auf. Der Befe
stigungssockel 66 hat durchgehende Bohrungen 74 zur Befe
stigung des elektrischen Schalters 60 an dem Steuerblock
16. Der Bund 64 ist im vorliegenden Fall kreisförmig mit
einer Abflachung 76 ausgebildet, so daß der Schalter 60
drehsicher in dem Steuerblock 16 befestigt werden kann. An
seiner Unterseite ist der Bund 76 mittels eines nicht näher
dargestellten Deckels verschlossen. Das Schaltwerk 62 des
elektrischen Schalters 60 liegt in einem Raum 72 des letz
teren.
Im Bereich der Abflachung 76 hat der Bund 64 einen Quer
schlitz 80 mit einem rechteckigen Querschnitt, in dem der
Betätigungsstößel 70 verschiebbar gelagert ist. In dem
Querschlitz 80 liegt der bezüglich Fig. 3 bereits näher
beschriebene, ebenfalls einen im wesentlichen rechteckigen
Querschnitt ausweisende Mittelbereich 71 des Betätigungs
stößels 70. Das Bewegungsspiel des Betätigungsstößels 70
ist mittels der balkenförmigen Endbereiche 70.1 und 70.2
begrenzt. Außerhalb des Bundes 64 liegt der Endbereich
70.1, an welchem der Schaltteller 38 anliegt. Der innerhalb
des Bundes 64 liegende Endbereich 70.2 liegt an einer Wippe
84 des Schaltwerkes 62 an, die einseitig schwenkbar an ei
nem Lagerblock 86 gelagert ist. Die Wippe 84 ist mit einem
Mittelkontakt 92 verbunden, der aus einem elektrisch leit
fähigen Material mit Federeigenschaften besteht und zwi
schen einem ersten Endkontakt 98 und einem zweiten Endkon
takt 100 schwenkbar ist. In dem in Fig. 2 dargestellten
Zustand ist die Wippe 84 mittels einer Zugfeder 96 in Rich
tung des Betätigungsstößels 70 vorgespannt, so daß bei un
belasteter Wippe 84 der Mittelkontakt 92 mit seinem in der
Zeichnung links liegenden Ende an dem ersten Endkontakt 98
anliegt. Der erste Endkontakt 98, der Mittelkontakt 92 so
wie der zweite Endkontakt 100 sind mit den in der Fig. 1
ersichtlichen Kontaktzungen 68 verbunden.
Ein Schaltvorgang des Schaltwerks 62 erfolgt folgenderma
ßen: In der in Fig. 2 dargestellten Stellung wirkt auf die
Wippe 84 keine mittels des Betätigungsstößels 70 ausgeübte
Kraft. Wirkt nun eine mittels des Schalttellers 38 ausgeüb
te Druckkraft auf den Betätigungsstößel 70, wird die Wippe
84 in Richtung des Lagerblocks 86 auslenkt. Die Druckkraft
wird aufgrund der federelastischen Eigenschaften des Betä
tigungsstößels 70 gedämpft auf die Wippe 84 übertragen.
Während des Schaltvorgangs nähert sich ein Punkt P, in wel
chem die Kraft der Zugfeder 96 eingeleitet wird, einer Wir
kungslinie W der Zugfeder 96 an. Sobald der Punkt P die
Wirkungslinie W überschreitet, führt der Mittelkontakt 92
eine Schnappbewegung aus, aufgrund welcher der Mittelkon
takt 92 zum bislang nicht kontaktierten Kontakt 100 um
schaltet.
Vor bzw. nach dem Umschalten des Mittelkontakts 92 kann zu
sätzlich zur Schaltbewegung eine parallel zur Kontaktfläche
verlaufende Relativbewegung stattfinden. Diese Relativbewe
gung bewirkt eine Reinigung der Kontaktflächen, so daß sich
keine die Funktion des Schaltwerks störenden isolierenden
Schichten ausbilden können.
In Fig. 4 bzw. deren Teilfiguren 4a) und 4b) ist eine al
ternative Ausführungsform eines Betätigungselements bzw.
Betätigungsstößels 70' dargestellt, das ebenfalls ein
Kunststoffspritzteil ist. Aus Gründen der Übersichtlichkeit
sind hier funktionsgleiche Bauteile mit den gleichen Be
zugszeichen wie in den Fig. 1 bis 3, jedoch ergänzt
durch ein Apostroph, bezeichnet.
Der Betätigungsstößel 70 nach Fig. 4 weist ebenfalls zwei
balkenförmig ausgebildete Endbereiche 70.1' und 70.2' auf.
Diese sind über eine im Querschnitt rechteckige Brücke
70.3' (vergleiche Fig. 4a) miteinander verbunden und an
letzterer jeweils mit einem Ende angeformt. Aufgrund der
Aufhängung der Endbereiche 70.1' und 70.2' sind diese als
Biegebalken ausgebildet. Damit sind die Endbereiche 70.1'
und 70.2' nachgiebig und federelastisch ausgebildet, wo
durch wiederum der Betätigungsstößel 70' federelastisch
ausgebildet ist. Die Brücke 70.3' bildet den Anschlag für
die Biegebalken 70.1' und 70.2' und wirkt mithin als Kom
pressionsbegrenzung für den Betätigungsstößel 70.
Claims (7)
1. Druckschalter, insbesondere zur Steuerung druckmittel
betätigter Anlagen, mit einer einen Druckmitteleinlaß
(52) aufweisenden Druckkammer (50), in die ein von dem
Druckmittel beaufschlagter Kolben (46) ragt, und mit
einem mit dem Kolben (46) druckabhängig zusammenwirken
den elektrischen Schalter (60), gekennzeichnet durch
einen federelastisch ausgebildeten, parallel zur Bewe
gungsrichtung des Kolbens (46) verschiebbaren Betäti
gungsstößel (70; 70') zur Übertragung des Bewegungsmo
ments des Kolbens (46) auf den elektrischen Schalter
(60) und zur Verzögerung der Übertragung der mittels
des Kolbens (46) auf den elektrischen Schalter (60)
übertragenen Druckänderungen des Druckmittels,
wobei der Betätigungsstößel (70; 70') zwei die Stirn
flächen desselben aufweisende Endbereiche (70.1, 70.2;
70.1', 70.2') hat, die über mindestens einen federela
stischen Steg (70.3; 70.3') miteinander verbunden sind.
2. Druckschalter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß an einer Stirnfläche des Betätigungsstößels (70,
70') ein an dem Kolben (46) angeordneter Schaltteller
(38) angreift.
3. Druckschalter nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Steg (70.3) bogenförmig ausgebildet
ist.
4. Druckschalter nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet, daß die Endbereiche (70.1, 70.2; 70.1',
70.2') des Betätigungsstößels (70; 70') balkenförmig,
insbesondere als Biegebalken, ausgebildet sind.
5. Druckschalter nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch
gekennzeichnet, daß der Betätigungsstößel (70) eine
Kompressionsbegrenzung (70.6) aufweist.
6. Druckschalter nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch
gekennzeichnet, daß der Betätigungsstößel (70; 70') aus
Kunststoff gefertigt ist.
7. Druckschalter nach einem der Ansprüche 1 bis 6, gekenn
zeichnet durch eine in dem Druckmitteleinlaß (52) der
Druckkammer (50) liegende Drosseleinrichtung (110).
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Patent Citations (4)
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