DE10026100A1 - Türinnenelement - Google Patents
TürinnenelementInfo
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Abstract
Die Erfindung betrifft ein Türinnenelement für eine Kraftfahrzeugtür zur Anordnung zwischen einer Türaußenseite und einer inneren Verkleidung. Um ein Türinnenelement der in Rede stehenden Art in vorteilhafter Weise, insbesondere hinsichtlich der Schalldämmeigenschaften weiterzubilden, wird vorgeschlagen, dass bei einer Herstellung im Partikel-Schaumverfahren jedenfalls auf einer Seite hohlformbildende Schaumstoffpartikel (10) aufgebracht sind.
Description
Die Erfindung betrifft ein Türinnenelement für eine
Kraftfahrzeugtür zur Anordnung zwischen einer Türaußen
seite und einer inneren Verkleidung.
Ein derartiges, der Kraftfahrzeugtür einverleibtes
Türinnenelement ist Träger zahlreicher Funktionsteile
und deren Befestigungselemente. Diesbezüglich sind in
Kunststoff erstellte Türinnenelement als Träger für
Türkomponenten bekannt.
Im Hinblick auf den zuvor beschriebenen Stand der Tech
nik wird eine technische Problematik der Erfindung
darin gesehen, ein Türinnenelement der in Rede stehen
den Art in vorteilhafter Weise, insbesondere hinsicht
lich der Schalldämmeigenschaften weiterzubilden.
Diese Problematik ist zunächst und im wesentlichen beim
Gegenstand des Anspruches 1 gelöst, wobei darauf abge
stellt ist, dass bei einer Herstellung im Partikel-Schaumverfahren
jedenfalls auf einer Seite hohlformbil
dende Schaumstoffpartikel aufgebracht sind. Zufolge
dieser erfindungsgemäßen Ausgestaltung ist ein Türinnen
element mit einem erhöhten Schallabsorptionsverhalten
angegeben. Die aufgebrachten hohlformbildenden Schaum
stoffpartikel bilden einen Schallabsorber, wobei bevor
zugt röhrenartige Schaumstoffpartikel mit sich kreuzen
den oder windschief zueinander verlaufenden Längsachsen
Anwendung finden. Derartige hohlformbildende Schaum
stoffpartikel sind aus der DE-A1 197 30 922 bekannt.
Der Inhalt dieser Patentanmeldung wird hiermit vollin
haltlich in die Offenbarung vorliegender Erfindung mit
einbezogen, auch zu dem Zwecke, Merkmale dieser Patent
anmeldung in Ansprüche vorliegender Erfindung mit einzu
beziehen. Um eine erhöhte Eigenstabilität des erfin
dungsgemäßen Türinnenelements anzugeben, ist weiterhin
vorgesehen, dass das Türinnenelement eine erste Lage
aus geschlossenen Schaumstoffpartikeln aufweist. Zufol
ge dessen sind Tragfunktion und Abdichtfunktion an
einem hinsichtlich des Eigengewichtes und der Schallab
sorption verbesserten Türinnenelement vereint. Die
hohlformbildenden Schaumstoffpartikel können partiell
auf der ersten Lage aus geschlossenen Schaumstoffparti
keln aufgebracht sein, wobei im Zuge des Aufschäumens
der hohlformbildenden Partikel eine Verschweißung die
ser mit der ersten Lage erfolgt. Bevorzugt wird eine
Anordnung, bei welcher das Türinnenelement eine zweite
Lage aus hohlformbildenden Schaumstoffpartikeln auf
weist, so dass bevorzugt über die gesamte Fläche einer
Seite - gegebenenfalls auch beider Seiten - eine verbes
serte Schallabsorption im Bereich der Kraftfahrzeugtür
gegeben ist. Bezüglich der Anordnung ist weiter vorge
sehen, dass die zweite Lage dem Kraftfahrzeuginnenraum
zugeordnet angeordnet ist. Zufolge dessen übernimmt
die erste, aus geschlossenen Schaumstoffpartikeln beste
hende Lage die Funktion eines Tragelementes in Verbin
dung mit einer Abdichtfunktion gegen von der Türaußen
seite her aufschlagende Feuchte. Die für sich weniger
tragfähige zweite Lage aus hohlformbildenden Schaum
stoffpartikeln übernimmt die Funktion einer Schallab
sorption zum Kraftfahrzeuginneren hin. In einer Weiter
bildung des Erfindungsgegenstandes ist vorgesehen, dass
die erste Lage mit einer Dichte von 30 bis 150 kg/m3 ge
schäumt ist. Zufolge dieser relativ hohen Dichte wird
die gewünschte Stabilität des Türinnenelementes im
Bereich der ersten Lage verwirklicht. Des weiteren
wird vorgeschlagen, dass die zweite, aus hohlformbilden
den Schaumstoffpartikeln bestehende Lage mit einer
Dichte von 20 bis 70 kg/mg geschäumt ist. In üblicher
Weise ist das Türinnenelement mit Durchbrechungen und
Vertiefungen zur Aufnahme und Anordnung von Funktions-
und Befestigungsteilen versehen, wobei im Bereich von
Vertiefungen gleichfalls eine zweilagige Ausbildung
vorgesehen ist, so dass auch hier die, durch die erfin
dungsgemäße Ausgestaltung erreichte hohe Schallabsorpti
on gegeben ist. Alternativ kann auch vorgesehen sein,
dass in dem Türinnenelement eine zum Kraftfahrzeuginnen
raum öffnende Topfform ausgebildet ist, dass der Topfbo
den und ein Teil der Topfwand aus geschlossenen Schaum
stoffpartikeln gebildet ist und dass die weitere Topf
wand aus hohlformbildenden Schaumstoffpartikeln gebil
det ist. Bspw. kann eine derartige Topfform zur Aufnah
me von Türlautsprechern dienen. Bezüglich der Material
wahl ist vorgesehen, dass die geschlossenen Schaumstoff
partikel aus EPP oder EPS bestehen. Darüber hinaus
erweist es sich als vorteilhaft, dass die hohlformbil
denden Schaumstoffpartikel aus PEPP bestehen.
Nachstehend ist die Erfindung anhand der beigefügten
Zeichnung, welche lediglich ein Ausführungsbeispiel
darstellt, näher erläutert. Es zeigt:
Fig. 1 ein erfindungsgemäßes Türinnenelement für eine
Kraftfahrzeugtür in Ansicht;
Fig. 2 den stark vergrößerten Schnitt gemäß der Linie
II-II in Fig. 1;
Fig. 3 den stark vergrößerten Schnitt gemäß der Linie
III-III in Fig. 1;
Fig. 4 eine schematische Darstellung der Anordnung
von hohlformbildenden Schaumstoffpartikeln.
Dargestellt und beschrieben ist zunächst mit Bezug zu
Fig. 1 ein Türinnenelement 1 für eine nicht dargestell
te Kraftfahrzeugtür zur Anordnung zwischen einer
Türaußenseite und einer inneren Verkleidung, bei An
sicht auf das Türinnenelement 1 von der
Kraftfahrzeuginnenraumseite.
Das Türinnenelement 1 ist in üblicher Weise mit Durch
brüchen 2 sowie Vertiefungen 3 zur Aufnahme und Befesti
gung diverser Funktionsteile wie bspw. Elektromotoren
für Fensterheber oder dergleichen.
Wie aus den Schnittdarstellungen in den Fig. 2 und 3 zu
erkennen, ist das Türinnenelement 1 zweilagig ausgebil
det. Eine erste, der Türaußenseite zugeordnete Lage 4
besteht hierbei aus geschäumten, geschlossenen Schaum
stoffpartikeln 5, zur Erzielung einer stabilen und zu
gleich gewichtsreduzierten Trägerkonstruktion. Die zur
Türaußenseite 6 weisende Oberfläche der ersten Lage 4
ist durch das durchgeführte Partikel-Schaumverfahren
verhautet, so dass der ersten Lage 4 zugleich eine
Abdichtfunktion gegen von außen aufschlagende Feuchte
zukommt.
Im Randbereich der ersten Lage 4 ist diese mit einer
gegen die Kraftfahrzeug-Türkonstruktion dichtend treten
den, umlaufenden Dichtwulst 8 versehen.
Die zweite, dem Kraftfahrzeuginnenraum 8 zugewandten
Lage 9 besteht aus geschäumten, hohlformbildenden
Schaumstoffpartikeln 10, deren in diesem Ausführungsbei
spiel röhrenartigen Elemente mit sich kreuzenden oder
windschief zueinander verlaufenden Längsachsen angeord
net sind. Eine prinzipielle Darstellung einer aus
einer Vielzahl von röhrenartigen Elementen zusammenge
setzten Lage 9 ist in der Fig. 4 dargestellt.
Die röhrenartigen, bspw. hohlformbildenden Schaumstoff
partikel 10 sind bei diesem Ausführungsbeispiel als
zylindrische Rohre ausgebildet. Es ist ersichtlich,
dass Längsachsen A der hohlformbildenden Partikel 10
miteinander einen spitzen Winkel einschließen und wind
schief zueinander verlaufen.
Die Dicke d' der zweiten, aus hohlformbildenden Schaum
stoffpartikeln 10 bestehenden Lage 9 entspricht etwa
der ein- bis dreifachen, bevorzugt der zweifachen Dicke
d der ersten, geschlossene Schaumstoffpartikel 5 aufwei
senden Lage 4.
Die beiden Lagen 4 und 9 sind im Zuge des Aufschäumens
im Bereich ihrer aufeinander liegenden Grenzflächen
verschweißt.
Die gewählte Zweilagigkeit des Türinnenelement 1 ist im
wesentlichen über die gesamte Erstreckung desselben
gegeben, so auch im Bereich der Vertiefungen 3. Eine
Schnittdarstellung durch eine Vertiefung 3 ist in
Fig. 2 gezeigt. Zufolge dessen ist auch im Bereich des
Vertiefungsbodens 11 sowohl eine Trägerlage 4 als auch
eine Schallabsorptionslage 9 vorgesehen.
Eine alternative Ausbildung zeigt die Schnittdarstel
lung in Fig. 3. Zufolge dessen kann bspw. im Bereich
einer, bspw. zur Aufnahme eines Türlautsprechers dienen
den, sich zum Kraftfahrzeuginnenraum 7 hin öffnenden
Topfform 12 eine Ausbildung gewählt, bei welcher der
Topfboden 13 lediglich aus der ersten Lage 4 mit ge
schlossenen Schaumstoffpartikeln 5 gebildet ist, wobei
weiter diese erste Lage 4 zudem einen ersten,
der Türaußenseite zugeordneten Topfwandteil 14 aus
formt. Der weitere, sich an dem Topfwandteil 14 an
schließende Topfwandabschnitt 15 ist gebildet durch die
zweite Lage 9 aus hohlformbildenden Schaumstoffparti
keln 10. Zufolge dieser Anordnung ist die dem Kraft
fahrzeuginnenraum 7 zugewandte Oberfläche der Topfform
12 nicht, wie bei den Vertiefungen 3 realisiert, durch
die zweite Lage 9 vollständig ausgekleidet.
Durch die erfindungsgemäße zweilagige Ausgestaltung ist
ein Türinnenelement 1 geschaffen, welches sich bei
geringem Gewicht durch hohe Eigenstabilität und Tragfä
higkeit bei erhöhtem Schallabsorptionsverhalten aus
zeichnet.
Alle offenbarten Merkmale sind (für sich) erfindungswe
sentlich. In die Offenbarung der Anmeldung wird hier
mit auch der Offenbarungsinhalt der zugehörigen/beigefüg
ten Prioritätsunterlagen (Abschrift der Voranmeldung)
vollinhaltlich mit einbezogen, auch zu dem Zweck, Merk
male dieser Unterlagen in Ansprüche vorliegender Anmel
dung mit aufzunehmen.
Claims (9)
1. Türinnenelement (1) für eine Kraftfahrzeugtür zur
Anordnung zwischen einer Türaußenseite und einer inne
ren Verkleidung, dadurch gekennzeichnet, dass bei einer
Herstellung im Partikel-Schaumverfahren jedenfalls auf
einer Seite hohlformbildende Schaumstoffpartikel (10)
aufgebracht sind.
2. Türinnenelement nach Anspruch 1 oder insbesondere
danach, dadurch gekennzeichnet, dass das Türinnenele
ment (1) eine erste Lage (4) aus geschlossenen Schaum
stoffpartikeln (5) aufweist.
3. Türinnenelement nach einem oder mehreren der vorher
gehenden Ansprüche oder insbesondere danach, dadurch
gekennzeichnet, dass das Türinnenelement (1) eine zwei
te Lage (9) aus hohlformbildenden Schaumstoffpartikeln
(10) aufweist.
4. Türinnenelement nach einem oder mehreren der vorher
gehenden Ansprüche oder insbesondere danach, dadurch
gekennzeichnet, dass die zweite Lage (9) dem Kraftfahr
zeuginnenraum (7) zugeordnet angeordnet ist.
5. Türinnenelement nach einem oder mehreren der vorher
gehenden Ansprüche oder insbesondere danach, dadurch
gekennzeichnet, dass die erste Lage (4) mit einer Dich
te von 30 bis 150 kg/mg geschäumt ist.
6. Türinnenelement nach einem oder mehreren der vorher
gehenden Ansprüche oder insbesondere danach, dadurch
gekennzeichnet, dass die zweite Lage (9) mit einer
Dichte von 20 bis 70 kg/mg geschäumt ist.
7. Türinnenelement nach einem oder mehreren der vorher
gehenden Ansprüche oder insbesondere danach, dadurch
gekennzeichnet, dass in dem Türinnenelement (1) eine
zum Kraftfahrzeuginnenraum (7) öffnende Topfform (12)
ausgebildet ist, dass der Topfboden (13) und ein Teil
(14) der Topfwand aus geschlossenen Schaumstoffparti
keln (5) gebildet ist und dass die weitere Topfwand
(15) aus hohlformbildenden Schaumstoffpartikeln (10)
gebildet ist.
8. Türinnenelement nach einem oder mehreren der vorher
gehenden Ansprüche oder insbesondere danach, dadurch
gekennzeichnet, dass die geschlossenen Schaumstoffparti
kel (5) aus EPP oder EPS bestehen.
9. Türinnenelement nach einem oder mehreren der vorher
gehenden Ansprüche oder insbesondere danach, dadurch
gekennzeichnet, dass die hohlformbildenden Schaumstoff
partikel (10) aus PEPP bestehen.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
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|---|---|
| DE10026100A1 true DE10026100A1 (de) | 2001-11-29 |
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| Country | Link |
|---|---|
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Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO2008096050A1 (fr) * | 2007-02-06 | 2008-08-14 | Centre D'etude Et De Recherche Pour L'automobile (Cera) | Panneau monobloc de protection acoustique pour vehicule automobile |
| EP3521075A1 (de) | 2018-02-02 | 2019-08-07 | Grupo Antonlín-Ingeniería, S.A. | Dichtungsvorrichtung für fahrzeugtüren |
-
2000
- 2000-05-26 DE DE2000126100 patent/DE10026100A1/de not_active Withdrawn
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO2008096050A1 (fr) * | 2007-02-06 | 2008-08-14 | Centre D'etude Et De Recherche Pour L'automobile (Cera) | Panneau monobloc de protection acoustique pour vehicule automobile |
| EP3521075A1 (de) | 2018-02-02 | 2019-08-07 | Grupo Antonlín-Ingeniería, S.A. | Dichtungsvorrichtung für fahrzeugtüren |
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| 8127 | New person/name/address of the applicant |
Owner name: CARCOUSTICS TECH CENTER GMBH, 51381 LEVERKUSEN, DE |
|
| 8141 | Disposal/no request for examination |