DD213965A1 - Bewehrtes gruendungspolster - Google Patents

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DD213965A1
DD213965A1 DD24796383A DD24796383A DD213965A1 DD 213965 A1 DD213965 A1 DD 213965A1 DD 24796383 A DD24796383 A DD 24796383A DD 24796383 A DD24796383 A DD 24796383A DD 213965 A1 DD213965 A1 DD 213965A1
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foundations
reinforced
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cushion
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DD24796383A
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Inventor
Heinz Erhard
Ruediger Mielke
Original Assignee
Bmk Ost Betrieb Forschung Proj
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Abstract

Die Erfindung betrifft ein Verfahren und die Anordnung zur Erhoehung der Tragkraft und der Verminderung von Setzungen sowie der Einschraenkung von Differenzsetzungen bei Fundamenten, wie Plattenfundamenten, Streifenfundamenten und rechteckigen oder runden Einzelfundamenten(z.B.Huelsenfundamenten)durch Anordnung eines bewehrten Gruendungspolsters(z.B.Kiespolster)unterhalb der Fundamentsohle.Die Aufgabe wird dadurch geloest,dass fuer die Bewehrung des Gruendungspolsters technische Textilien(Geotexilien)eingesetzt werden und eine bestimmte Anordnung und ein bestimmter Verlauf der Einlagen aus Geotextilien voergegeben wird.Weiterhin wird die Anordnung einer Profilierung(Einkerbungen und Aufkantungen)der Seitenwaende des Fundamentes vorgesehen.

Description

Anwendungsgebiet der Erfindung;
Die Erfindung betrifft ein bewehrtes Gründungspolster zur Tragkraft erhöhung und Setzungsverminderung sowie der Einschränkung von Differenzsetzungen von Fundamenten insbesondere bei locker gelagertem und gering tragfähigem Baugrund, z. B. gering verdichtbare oder 3etzungsempfindliche Baugrundauffüllungen.
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Technische Textilien werden als Tragelement verwendet für Konstruktionen» die als testilbewehrte Erde bezeichnet werden. Die Anordnung von technischen Textilien zur Erhöhung der Tragfähigkeit von Gründungspolstern erfolgt z. Z. durch Einlegen von waagerecht liegenden Textilbahnen unterhalb der eigentlichen Fundamentsohle in einer oder mehreren Lagen im Gründungspoister*
Dabei werden relativ große Verankerungslängen außerhalb des Gründungsbereiches und damit ein größerer Bodenaushub erforderlich»
Ausführungen und Berechnungsansätze befinden sich im Entwicklungsstadium*
Erste Hinweise zu Konstruktionen von bewehrter Erde wurden von Vidal, H· im Patent DE/OS 1 484 336 angegeben. Eine zusammenfassende Darstellung der Anwendung von Konstruktionen aus bewehrter Erde ist in Bauplanung/Bautechnik 36(1982) 2, S. 51 erfolgt $ wobei noch keine befriedigende Lösung insbesondere für Einzelfundamente bekannt wurde*
Ziel der Erfindung:
Das Ziel der Erfindung besteht in der Entwicklung eines bewehrten Gründungspolsters mit technischen Textilien für Fundamente zur Erhöhung der Tragfähigkeit, Verminderungen der Setzungen und Einschränkung.der.,Differenzsetzungen bewehrter Bauteile bei gleichzeitiger Reduzierung des Bodenaushubes und Materialeinsatzes.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Einlagen aus technischen Textilien im Gründungspolster unterhalb des Fundamentes so zu führen, daß eine Tragkrafterhöhung und eine Setzungsverminderung des Fundamentes sowie die Einschränkung von Differenzsetzungen benachbarter Bauteile durch eine erweiterte Mitwirkung des Gründungspolsters} insbesondere auf schlecht tragfähigera Untergrund* erreicht wird» Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß das Gründungspolster durch eine Textilumhüllung in einer oder mehreren Lagen umschlossen wird, die zwischen Gründungspolster und Fundamentsohle verankert, überlappt oder verklebt werden* Dabei werden die einzelnen Lagen vorteilhaft kreuzweise angeordnet. Zur weiteren Bewehrung des Gründungspolsters sind innerhalb der Textilumhüllung zusätzliche Einlagen aus technischen Textilien angeordnet} die teilweise außerhalb der Fundamentfläche zur Aufnahme von Schrägzugkräften schräg nach oben geführt und verankert sind»
Gleichzeitig sind in den Seitenflächen des Fundamentes Aufkantungen und/oder Profilierungen zur weiteren Stabilisierung angeordnet.
Ausführungsbeispiel
Die Erfindung soll nachstehend anhand eines Ausführungsbeispieles näher erläutert werden· Die zugehörigen Zeichnungen zeigen;
Fig. 1: Fundament mit umschlossenem Gründungspolster
Fig. 2: Fundament mit umschlossenem Gründungspolster und schrägliegenden technischen Textilien außerhalb der Fundamentfläche
Pig. 3ί Fundament mit zusätzlichen Sinkerbungen und Aufkantungen in der Seitenwand
Zur Erhöhung der Tragfähigkeit eines Hülsenfundamentes 1 werden entsprechend den konkreten Anforderungen des Baugrundes folgende Anordnungen technischer Textilien (Geotextilien) ausgeführt.
Variante 1
Das Hülsenfundament 1 erhält ein Gründungspolster 2 mit einer Umhüllung aus einer oder mehreren Lagen technischer Textilien 5 (Geotextilien), die das Gründungspolster 2f s. B· Kiespolster, umschließen. Dabei werden vorzugsweise einzelne Lagen kreuzweise angeordnet und zwischen Gründungspolster und Fundamentsohle verankert) überlappt oder verklebt.
Variante 2
Das Gründungspolster 2 entsprechend Variante 1 wird durch weitere Textileinlagen 6 innerhalb des umschlossenen Gründungspolsters 2 bewehrt? wobei einzelne Teillagen vorteilhafterweise außerhalb des Bereiches der Fundamentsohle im Erdreich schräg nach oben geführt werden. Gleichzeitig erhalten die Fundamente 1 zur weiteren Erhöhung der Tragfähigkeit an den Seiten Profilierungen 3 und/oder Aufkantungen 4*
Der Vorteil der Erfindung liegt darin, daß die z· Z. bestehenden Nachteile bekannter Lösungen hinsichtlich des erforderlichen Bodenaushubs und des Materialeinsatzes auf ein Minimum reduziert werden»
Durch das Umschließen des Gründungspolsters entsteht ein geschlossener dehnungsbehinderter Körper. Außerdem wird die Verankerungslänge der Textilbahnen durch da3 ümschliessen reduziert. Die Wirkung der technischen Textilien (Geotextilien) zur Tragfähigkeitserhöhung und Setzungsverminderung kann durch folgende Tragfähigkeitsmodelle simuliert werden:
- Durch das Einlegen von Textilbahnen in den Baugrund entsteht unterhalb der Fundamentsohle ein Zweischichtsystem im Baugrund.
Die Baugrundkennwerte des Baugrundes (Reibungswinkel» Kohäsion und Yerform-ungsinodul) werden im Bereich der textilbewehrten Erde beträchtlich erhöht» Mit diesen erhöhten Werten der oberen Schicht kann eine Tragfähigkeitserhöhung und Setzungsreduzierung nachgewiesen werden· ·
Durch das Einlegen von Textilbahnen in den Baugrund auch im Bereich außerhalb der Fundamentfläche wird die mitwirkende Größe der Fundamentfläche erweitert· Dies wird dadurch erreicht, daß der überstehende Teil des textilbewehrten Gründungspolsters als Kragarm wirkt· Weiterhin wird durch die Sinkerbungen und Aufkantungen an den Seitenwänden in Verbindung mit der oberen Lage der Textilien direkt unter dem Fundament erreicht^ daß sich zwischen Aufkantung und oberer Textillage eine schrägliegende Druckstrebe ausbildet. Mit diesem überstehenden Gründungspolster und der profilierten Seitenwand wird erreicht, daß ein größerer mitwirkender Fundamentkorper entsteht und Diffe— renzsetzungen benachbarter Bauteile eingeschränkt werden«

Claims (1)

  1. Brfindungsanspruch
    1. Bewehrtes Gründungspolster zur Erhöhung der Tragfähigkeit iind Verminderung der Setzungen von Fundamenten? beispielsweise Streifen- sowie viereckiger oder runder Sinaslfundamente sowie der Einschränkung von Differenz-Setzungen "benachbarter Bauteile
    gekennzeichnet dadurch, daß
    das Gründungspolster (2) durch eine Textilumhüllung (5) umschlossen ist» die in einer oder mehreren Lagen sowie in beiden Richtungen kreuzweise herstellbar ist und die Lagen zwischen Gründungspolster (2) und Fundamentsohle (1) verankert, überlappt oder verklebt sind.
    2ο Bewehrtes Gründungspolster nach Punkt 1 gekennzeichnet dadurch, daß
    weitere Lagen der technischen Textilien (6) innerhalb des umhüllten Gründungspolsters (2) angeordnet und außerhalb des Bereiches der Fundamentsohle (1) schräg nach oben geführt sindo
    3· Bewehrtes Gründungspolster nach Punkt 1 und 2 gekennzeichnet dadurch, daß
    in den Seitenflächen des Fundamentes (1) Profilierungen (3) und/oder Aufkantungen (4) angeordnet sind»
    (Hierzu 1 Blatt Zeichnungen)
DD24796383A 1983-02-15 1983-02-15 Bewehrtes gruendungspolster DD213965A1 (de)

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