DD200089A1 - Thermoplastisches antislipmittel - Google Patents

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DD200089A1
DD200089A1 DD23220981A DD23220981A DD200089A1 DD 200089 A1 DD200089 A1 DD 200089A1 DD 23220981 A DD23220981 A DD 23220981A DD 23220981 A DD23220981 A DD 23220981A DD 200089 A1 DD200089 A1 DD 200089A1
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vinyl acetate
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ethylene
thermoplastic
resins
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DD23220981A
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Wolfgang Nette
Hiltrud Taeubert
Roland Entner
Manfred Gebauer
Reiner Starke
Guenter Grasza
Hans-Ernst Schulze
Original Assignee
Wolfgang Nette
Hiltrud Taeubert
Roland Entner
Manfred Gebauer
Reiner Starke
Guenter Grasza
Schulze Hans Ernst
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Abstract

Thermoplastisches Antislipmittel mit ausgezeichneten adh"siven Eigenschaften, tempor"rer Antislip-Wirkung, hohen Verarbeitungsgeschwindigkeiten, gekennzeichnet durch einen Gehalt an 70 bis 100 Masse-Prozent, vorzugsweise 70 bis 90 Masse-Prozent, eines niedermolekularen Ethylen-Vinylacetat-Copolymeren mit Vinylacetat-Gehalten von 16 bis 60 Masse-Prozent und einer Viskosit"t von 100 bis 2500 mal 10 exp -6 m exp 2 mal s exp -1, das allein oder im Gemisch mit hochmolekularen Thermoplasten sowie klebrigmachenden Harzen, Paraffinen, Mikrowachsen und Weichmachern eingesetzt wird.

Description

VEB-Leuna-Werke Merseburg, 19*5*81
"Walter Ulbricht"
LP 8137
Titel der Erfindung Thermoplastisches Antislipmittel Anwendungsgebiete der Erfindung
Die Erfindung betrifft ein thermoplastisches Antislipmittel, das bei der Lagerung und dem Transport von Stückgut angewendet werden kann«,
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Bei der Lagerung von Stückgütern in unverpackter Form, aber besonders bei der Lagerung von Kartons, treten Lager- -und Transportprobleme in der Form auf, daß das Stückgut verrutscht und so keine sachgerechte und optimale Lagerung . möglich ist, zahlreiche Hilfskräfte und Hilfsarbeiten erforderlich sind, um das Lager-und Transportgut zu sichern« Zur Sicherung der Güter gegen das Verrutschen werden bekannterweise sogenannte Antislipmittel eingesetzt, die durch ihre Haftwirkung das Verrutschen der Güter verhindern» Vom Prinzip her handelt es sich bei diesen Antislipmitteln
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um Klebstoffe, die als Schmelze oder Dispersion (JA-PS 79/74 292) zum Einsatz kommen.
Diese Stoffe bestehen aus Kombinationen von thermoplastischen Polymeren, Wachsen und klebrigmachenden Harzen (Seife, Öle, Fette, Wachse W (1978) 11. S/ 303).
Bei Anwendung hochmolekularer thermoplastischer Polymerisate macht sich zur Einstellung der gewünschten Viskosität die Anwendung von Paraffinen und zum Erreichen der notwendigen Hafteigenschaften die Anwendung klebrigmachender Harze, wie Kolophonium, Kohlenwasserstoffharze oder Terpenharze, erforderlich·
Die Auftragstemperatur liegt je nach der Art des Antislipmittels bei 393 bis 433 K. Die hocheffektive Technologie des Einsatzes von Antislipmitteln, die als Schmelze aufgetragen werden, setzt sich gegenüber dem Einsatz von Dispersionen immer mehr durch, da eine hohe Produktivität im Auftrag gegeben ist und die Lösungsmittelbelästigung und -aufbereitung/-abführung entfällt, ein Durchweichen der Verpackungsmittel nicht'auftritt und die Haftwirkung (Antislip-Wirkung) wenige Sekunden nach dem Auftrag vorliegt· Generell werden an Antislipmittel die Forderungen gestellt, daß ihre Haftung am Verpackungsmaterial nach einer bestimmten Zeit nachläßt (temporäre Wirkung) und ohne Beschädigung des Verpackungsmaterials entfernt werden kann« Die Antislipmittel müssen einen sehr geringen "kalten Fluß" aufweisen, damit sie ihre Funktion auch'bei längerem "Schräglagern" des Verpackungsgutes erfüllen.
Je nach Verpackungsmaterial, Technologie, Taktgeschwindig-.keit und Auftrags.verfahren, liegt die optimale Viskosität . '. der Antislipmittel zwischen 500 und 1000 β 10 m ,s" gemessen bei 413 K· '
Die gegenwärtig angewendeten Antislipmittel stellen MuItikomponentensysteme dar und weisen demzufolge die Nachteile auf, daß eine große Zahl verschiedener Stoffe bereitgestellt
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werden muß, so daß der technologische Aufwand zu ihrer Herstellung und damit die Kosten hoch sind» Es ist weiterhin bekannt, daß als Antislipmittel· feinkörnige Stoffe, wie Aluminiuinoxid-Pulver, Quarzsand oder andere mineralische Stoffe eingearbeitet werden (DE-OS 2436 158).
Ziel der Erfindung
Das Ziel der Erfindung besteht darin, ein lösungsmittelfreies Antislipmittel zu erhalten, das sehr gute adhäsive Eigenschaften aufweist, temporäre AntisÜp-Wirkung zeigt und gleichzeitig für hohe Auftragsgeschwindigkeiten ausreichend niedrige Viskosität besitzt«
Darlegung des Wesens der Erfindung
Es bestand die Aufgabe, thermoplastische Polymere als Hauptkomponente, gegebenfalls mit weiteren geeigneten Komponenten, als Antislipmittel einzusetzen«. Diese Aufgabe wird durch ein Antislipmittel gelöst, das erfindungsgemäß 70 bis 100 Ma.-% niedermolekulares Ethylen-Vinylacetat-Copolymeres mit einem Vinylacetatgehalt von 16 bis 60 Ma,-%, vorzugsweise 25 bis 35 Mae-%, und einer Viskosität von 100 bis 2500e10 m/s enthält, wobei das niedermolekulare Ethylen-Vinylacetat-Copolymere allein oder als Mischung mit 1 bis 10 Ma,-% hochmolekularen Thermoplasten, 1 bis 10 Mai-# klebrigmachenden Harzen, Paraffinen oder MikroWachsen und 1 bis 10 Mae-fa Weichmachern einge- " setzt wird« - '
Das niedermolekulare Ethylen-Vinylacetat-Copolymere als Hauptkomponente beeinflußt in vorteilhafter Weise die adhäsive Wirkung sowie die Pließeigenschafteh des AntisliprnittelSo Es kann sowohl allein,vorzugsweise mit Viskositäten zwischen 500 und 1000 * 10 m2/s,
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als auch in Mischung mit den o.g. weiteren Komponenten als Antislipmittel eingesetzt werden, wobei insbesonders ein Anteil von 70 bis 90 Ma.-S» des niedermolekularen Ethylen-Vinylacetat-Copolymeren zweckmäßig ist.
Es ist auch möglich, ein Gemisch verschiedener niedermolekularer Ethylen-Vinylacetat-Copolymerer einzusetzen, die sich durch den Vinylacetatgehalt und/oder ihre Viskosität voneinander unterscheiden· Art und Anteil des niedermolekularen Ethylen-Vinylacetat-Copolymeren bestimmen maßgeblich die Eigenschaften des Antislipmittels. Als weitere hochmolekulare Thermoplasten können Ethylen- . Vinylacetat-Copolymere, Polyethylene, Polyisobutylene, Kauschuke, Ethylen-Ethylacrylat-Co- oder Terpolymere, Ethylen-Vinylacetat-Terpolymere oder Maleinsäureanhydrid enthaltende Polymere verwendet werden.
Als klebrigmachende Harze sind besonders Kolophoniumharze, Terpenharze, Kohlenwasserstoffharze, Cumaron-, Inden-Harze geeignet. Als Weichmacher werden Phtalate, z.B. Dibutylphtalat bevorzugt.
Ausführungsbeispiele: Beispiel 1:
Ein niedermolekulares Ethylen-Vinylacetat-Copolymeres, das einen Vinylacetat-Gehalt von 32 Ma.-55 und eine Schmelzviskosität von 630- 10- m/s, gemessen bei 413'.K, aufweist, wurde einer Prüfung auf Antislipmittelwirkung unterworfen. Dazu wurde eine Vorrichtung zur Messung des Gleitwinkels von Polyethyle'nfolien nach TGL 29 979 herangezogen.
Auf eine 4 cm große Fläche der Unterseite des Metallschlittens wurde das Antislipmittel in dünner Schicht aus der Schmelze aufgetragen und zum Erkalten gebracht. Die Gleitfläche der Meßvorrichtung wurde mit lackiertem Karton abgedeckt und auf dieser Fläche mit dem präparierten
Schlitten in üblicher Weise der Gleitwinkel bestimmt. Pur das Ooge niedermolekulare EVA-Cοpolymere wurde ein Winkel von 471 mrad gemessen»
Beispiel 2:
Es wurde eine homogene Mischung hergestellt, bestehend aus 10 Ma,-°/o eines Ethylen-Vinylacetat-Copolymeren, das einen Vinylacetat-Gehalt von 33 Ma.-% und einen Schmelzindex von 150 g/10 min, gemessen bei 463 K und 2,16 kp Belastung, aufweist und 90 Mae~% eines niedermolekularen Ethylen-Vinylacetat-Copolymeren, mit einem Vinylacetat-Gehalt von 25,8 »-% und einer Schmelzviskosität von 789 " 10" m /s, gemessen bei 413 K?
Das Antislipmittel weist eine Schmelzviskosität von 2136 cSt auf, gemessen bei 413 K·
Mit dieser Mischung wurde eine Prüfung des Gleitwinkels analog Beispiel 1 durchgeführt und ein Wert von 330 mrad erhalten,
Beispiel 3:
Es wurde eine homogene Mischung hergestellt, bestehend aus 10 Mae~% Kolophonium, 72 Ma#-$ eines niedermolekularen Ethylen-Vinylacetat-Copolymeren mit einem Vinylacetat-Gehalt von 25,8 Mae-£ und einer Schmelzviskosität von 789' 10- m2/s, gemessen bei 413 -K, 10 Mae-% eines Ethylen-Vinylacetat-Copolymeren-mit einem Schmelzindex von 175 g/10 min,' gemessen bei·463 ,K und-2,16 kp Belastung, und einem Vinylacetat-Gehalt von 31 Ma;-5S sowie 8 Ma,-£ Dibutyl-Phthalat-V/eich- macher«
—6
Die Mischung weist eine Schmelzviskosität von 1184*10" m /s auf, gemessen bei 413 K«
Das Antislipmittel wurde analog Beispiel 1 auf den Gleitwinkel geprüft und ein Yfert von 424. mgrd gemessene

Claims (4)

232209 2 Erfindungsansprüche:
1. Thermoplastisches Antislipmittel, gekennzeichnet durch einen Gehalt von 70 bis 100 Ma,-% eines niedermolekularen Ethylen-Vinylacetat-Copolymeren mit einem Vinylacetatgehalt von 16 bis 60 Ma«-$5 und einer Viskosität von 100 bis
C ρ
2500 · 10— m /s, daa allein oder als Mischung mit 1 bis 10 Ma.-% hochmolekularen Thermoplasten, 1 bis 10 klebrigmachenden Harzen, Paraffinen oder Mikrowachsen . und 1 bis 10 Ma«-$ V/eichmachern eingesetzt wird·
2. Thermoplastisches Antislipmittel nach Punkt 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Antislipmittel 70 bis 90 Ma.-% niedermolekulares Ethylen-Vinylacetat-Copolymeres enthält,
3· Thermoplastisches Antislipmittel nach Punkt 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß als hochmolekulare Thermoplaste Ethylen-Yinylacetat-Copolymere, Polyethylene, Polyisobutylene, Kautschuke, Ethylen-Ethylacrylat~Co- oder Terpolymere, Ethylen-Vinylacetat-Terpolymere oder Maleinsäureanhydrid enthaltende Polymere eingesetzt werden*
4# Thermoplastisches Antislipmittel nach Punkt 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß als klebrigmachende Harze Kolophoniumharze, Terpenharze, Kohlenwasserstoffharze oder Cumaron-Inden-Harze verwendet werden»
DD23220981A 1981-07-30 1981-07-30 Thermoplastisches antislipmittel DD200089A1 (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
WO1995014748A1 (de) * 1993-11-20 1995-06-01 Henkel Kommanditgesellschaft Auf Aktien Wässriges antislipmittel

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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