CH95007A - Verfahren zur Feuerung mit flüssigen Brennstoffen. - Google Patents
Verfahren zur Feuerung mit flüssigen Brennstoffen.Info
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Description
Verfahren zur Feuerung mit flüssigen Brennstoffen. Gegenstand der Erfindung ist ein Ver fahren zur Veuerung mit flüssigen Brenn stoffen, welches dadurch gekennzeichnet ist, dass bituminöse Stoffe, z. B. Steinkohlen peche, Asphalt und dessen Rückstände, Petro- leumpeche, Braunkohlenteerpeche, natürliche Erdpeche, Schieferkohlenpech und dergleichen, durch Wärmezufuhr verflüssigt werden, wor auf das verflüssigte Material mittelst Lei tungen Zerstäubungsapparaten zugeführt, in diesen vermittelst eines unter Druck stehen den Fluidums mechanisch fein zerstäubt und dann in den Feuerungsraum eingeführt wird. Das Schmelzen der vorgenannten Brenn stoffe kann dadurch erfolgen, dass man die selben in geeignete Behälter bringt und den Behältern auf passende Weise die Wärme zu führt. Die Wärmezufuhr kann in der Weise erfolgen, dass man in die Behälter elektrische Widerstandsheizkörper einbaut, oder das Ma terial mittelst Dampfes oder durch Abwärme einer Feuerungsstelle schmilzt. Das Schmel zen vermittelst elektrischer Widerstands heizung hat den Vorteil grösserer Regelungs- f ähigkeit. Zweckmässig werden auch die Leitungen auf ihrer ganzen Länge angewärmt. Auch das als Zerstäubungsmittel gebrauchte, un ter Druck stehende Fluidum wird- zweck mässig auf eine über die zum Schmelzen der Brennstoffe ausreichende Temperatur er hitzt. Versuche haben ergeben, dass man die @_chmelzbarcn festen Brennstoffe zweckmässig bloss so weit erhitzt, dass die Viskosität der gewonnenen flüssigen Stoffe je nach ihrer Beschaffenheit zwischen 50 und 5 Englergraden zu liegen kommt. Zur Er reichung dieses Zustandes werden. zum Bei spiel Hartpeche bloss auf zwischen 120 und <B>180'</B> C - liegende Temperaturen erhitzt. Da Peche je nach Qualität bis zu 40'/o freien Kohlenstoff enthalten, so wird bei solcher ge- linden Erhitzung der freie Kohlenstoff, auch bei langem Stehenlassen in flüssigem Zu stande, nicht ausgeschieden. Ausserdem wird das Verkoken, welches durch Verdampfung bei hoher Erhitzung eintritt, und somit ein Verstopfen der Leitungen vermieden. Versuche haben ergeben, dass das Zer stäuben der geschmolzenen Brennstoffe am besten in einem Brenner nach dem deutschen Patent Nr. 302327, respektive dem schweize rischen Patent Nr. 65087 geschieht; es kön nen aber auch andere Apparate benützt wer den. Mit diesem Verfahren ist es möglich ge- worden, Abfälle mit kleinem Bitumengehalt und niederen Heizwerten zu verwerten; zu diesem Zwecke werden solche Abfälle mit hochwertigen Brennstoffen vermischt und ge meinsam geschmolzen oder getrennt ge schmolzen und in flüssigem Zustande mitein ander vermischt. Nach dem beschriebenen Verfahren erzielt man zum Beispiel in Dampfhesseln mit Hart pech von zirka 8500 Kalorien Heiznrert pro Kilogramm eine mindestens die zehnfache Clewichtsmenge betragende Verdampfung,; in Glasschmelzöfen, Metallschmelzöfen, Zement- drehrohröfen und dergleichen erreicht man technische Temperaturen bis zirka<B>1900'</B> C bei rauch- und restloser Verbrennung, das heisst vollkommenster Ausnützung des Brenn stoffes.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Feuerung mit flüssigen Brennstoffen, dadurch gekennzeichnet, dass bituminöse Stoffe durch Wärmezufuhr ver flüssigt werden, worauf das verflüssigte Ma terial mittelst Leitungen Zerstäubungsappara- ten zugeführt, in diesen vermittelst eines un ter Druck stehenden Fluidums mechanisch fein zerstäubt und dann in den Feuerungs- raum eingeführt wird. UNTERANSPRüCHE 1.Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die schmelzbaren Brennstoffe nur so weit verflüssigt wer den, dass die Viskosität der gewonnenen Flüssigkeit zwischen 50 und 5 Fngler- graden liebt. 2. Verfahren nach Patentanspruch,. dadurch gekennzeichnet, dass die Leitungen, durch welche der .geschmolzene Brennstoff dem Zerstäubungsapparat zugeführt wird, er wärmt werden. 3.Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das als Zerstäubungs- mittel gebrauchte, unter Druck stehende Fluidum auf eine über die zum Schmelzen des Brennstoffes ausreichende Temperatur erhitzt wird. 4. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gehennzeiclinet, class veischiedenartige, schmelzbare Brennstoffe vor der Zerstäu- bung miteinander gemischt werden.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE95007X | 1921-10-05 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH95007A true CH95007A (de) | 1922-06-01 |
Family
ID=5645313
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH95007D CH95007A (de) | 1921-10-05 | 1921-10-14 | Verfahren zur Feuerung mit flüssigen Brennstoffen. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH95007A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE747106C (de) * | 1937-09-28 | 1944-09-08 | Neue Brenntechnik M B H Ges | Einrichtung zum Foerdern von Pech in einer beheizten Leitung |
-
1921
- 1921-10-14 CH CH95007D patent/CH95007A/de unknown
Cited By (1)
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