CH86321A - Verfahren zur Isolierung des reinen kristallisierten Hauptalkaloids aus Secale cornutum. - Google Patents
Verfahren zur Isolierung des reinen kristallisierten Hauptalkaloids aus Secale cornutum.Info
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Description
Verfahren zur Isolierung des reinen kristallisierten Hauptalkaloids aus Seeale eornutum. Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist die Verbesserung und Vereinfachung des im Hauptpatent Nr. 79879 beschriebenen Verfahrens zur Isolierung eines hochwertigen Präparates aus Seeale cornutum, so dass der natürliche alkaloidische Hauptträger der Mutterkornwirkung auf technisch einfache Weise in bisher noch unbekannter, leicht kristallisierbarer und reinster Form erhalten werden kann.
Die Abänderungen des im Hauptpatent beschriebenen Verfahrens bestehen darin, dass man die Vorextrahtion des mit den sauer wirkenden Reagentien behandelten Mutter kornes zur Beseitigung der löslichen Begleit- stoffe erschöpfend durchführt, so dass naeli der Behandlung des Extraktionsgutes mit alkalisch wirkenden Stoffen das Haupt alkaloid in so reiner Form von dem Fett lösungsmittel extrahiert wird,
dass sich die Base nach dem Einengen des Extraktes in reinem und leicht kristallisierbarem Zustand abscheidet. Das vorliegende Verfahren be ruht demnach darauf, dass man .durch Zusatz von sauer wirkenden Reagentien zu dein Mutterkorn das Alkaloid in Pflanzensubstanz gegenüber mit Wasser nicht mischbaren niedrigsiedenden Fettlösungsmitteln fixiert, vorauf man dem Mateiial durch erschöpfende Vorextraktion mit einem dieser Fettlösungs mittel die löslichen,
nicht basischen Begleit- stoffe des Alkaloides entzieht, dann das so vorger(inigte Extraldionsgut in einem der selben Fettlösungsmittel suspendiert und hierauf durch Versetzen mit alkalisch wir kenden Stoffen das Alkaloid in Freiheit setzt: und aus der P'flanzensnbsta,nz herauslöst.
Der so bewonnene all:aloidhaltige Extrakt; wird auf ein kleines Volumen eingeengt und das dabei ausgeschiedene Alkaloid aus einem mit Wasser mischbaren indifferenten orga nischen Lösungsmittel umkristallisiert.
Bei diesem Verfahren kann inan sowohl die Mutterkorndroge selbst, wie auch eine Mi schung eines geeigneten Extraktes von Se eale cornutuni und natürlicher Zellsubstanz, zum Beispiel Blattpulver, als Ausgangs material verwenden. Die aus dem eingeeng ten Extrakt ausgeschiedene und getrocknete Rohbase wird zur weiteren Reinigung vor teilhaft in einer mehrfachen Menge von Ace ton gelöst, die Lösung filtriert und die K.ri- stallisation durch Zusatz von bis zri 10 % -UTass,
_r eingeleit(A.
Die nach dem beschriebenen Verfahren gewonnene, bisher noch nicht isolierte Ver bindung ist stark ungesättigt und gegen chemische Einwirkungen, auch gegen Luft sauerstoff, empfindlich. Das reine Alkaloid enthält 111/2 /' ') Stickstoff und kristallisiert aus wenig Wasser enthaltendem Aceton in reinv,eissen, stark lichtbrechenden, rhom bischen Tafeln und Prismen,
die beim Trock nen verwittern und bis zur Gewichtskonstanz ein Fünftel ihres Gewichtes verlieren; das dabei entweichende Kristallösungsmittel be steht aus Wasser und aus Aceton in ein fachem molekularem Verhältnis.
<I>Beispiel:</I> 2 kg Mutterkorn werden grob gepulvert, mit einer Lösung von 200 gr kristallisiertem Aluminiumsulfat in 300 ccm Wasser ver mischt, fein gemahlen, mit anderthalb Liter Benzol befeuchtc-t und in einem Perkolator mit BFrizol erseliöpfend vorextrahiert. Man rührt hierauf das Extraktionsgut mit vier Litern Benzol all, leitet in die bewegte Sus pension Ammoniakgas bis zu schwach al kalischer Reaktion der Zellsubstanz ein,
saugt nach einer Stunde auf der Nutsehe ab und wäscht mit Benzol in kleinen Portionen nach, bis eine abgedampfte Probe des Fil trates die Kellersehe Eisenchloridreaktion nicht mehr zeiht. Beire Einengen des so ge wonnenen Extraktes bei tiefer Temperatur auf 50 bis 100 ccm scheidet sich das Al kaloid, zum weit überwiegenden Teil nur schwach gelblich gefärbt und mit einem Sticlzstoffgehalte von über 11 %, ab.
Die Mutterlauge, die nur einen sehr kleinen Bruchteil der Base enthält, wird zweckmässig nicht aufgearbeitet, sondern beim Anfeuchten des angesäuerten und gemahlenen Mutter kornes des folgenden Versuches hinzugefügt. Die abgesaugte, mit etwas Benzol gewaschene und im Vakuum getrocknete Rohbase löst man, irr der mehrfachen Menge von Aceton; die Lösung filtriert man von einer geringen Menge unlöslicher Flocken ab und setzt ihr dann 2 bis 10 % Wasser zu, worauf sofort eine reichliche Kristallisation von reinstem Alkaloid einsetzt.
Claims (1)
- PA TENTANSPRL'CII Verfahren zur Isolierung des reinen kristallisierten Hauptalkaloids aus Seeale cornutum, dadurch gekennzeichnet, dass man durch Zusatz von sauer wirkenden R.e- agentien das Alkaloid in Pflanzensubstanz gegenüber mit Wasser nicht mischbaren niedrigsieden.den Fettlösungsmitteln fixiert, worauf man dem Material durch erschöpfende Vorextraktion mit einem dieser Fettlösungs mittel die löslichen, nicht basischen Begleit- stoffe des Alkaloids entzieht,dann das so vorgereinigte Extraktionsgut in einem der selben Fettlösungsmittel suspendiert und hierauf durch Versetzen mit alkalisch wir kenden Stoffen das Alkaloid in Freiheit setzt, aus der Pflanzensubstanz herauslöst, den so gewonnenen alkaloidhaltigen Extrakt auf ein kleines Volumen einengt und das dabei ausgeschiedene Alkaloid aus einem mit Wasser mischbaren indifferenten orga nischen Lösungsmittel umkristallisiert.Das so gewonnene Alkaloid ist eine stark unge sättigte, gegen chemische Einwirkungen, auch gegen Luftsauerstoff, empfindliche Verbindung; es enthält 111/_ % Stickstoff und kristallisiert aus wenig Wasser ent haltendem Aceton in reinweissen, stark licht brechenden, rhombischen Tafeln und Prismen, die beim Trocknen verwittern und bis zur Gewichtskonstanz ein Fünftel ihres Gewich tes verlieren; das dabei entweichende Kristall lösungsmittel besteht aus Wasser und Aceton in einfachem molekularem Verhältnis. UNTERANSPRÜUCHE 1.Verfahren gemäss Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man zur Isolierung des Alkaloids die Mutterkorndroge als Ausgangsmaterial verwendet. 2. Verfahren gemäss Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man zur Isolierung des Alkaloids eine Mischung eines ge eigneten Extraktes von Seeale cornutum und natürlicher Zellsubstanz als Aus gangsmaterial verwendet. 3. Verfahren gemäss Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man zur weiteren Reinigung die aus dem eingeengten Ex trakt ausgeschiedene und getrocknete Roh- Base in einer mehrfachen Menge von Aceton löst, die Lösung filtriert und die Kristal lisation durch Zusatz von bis zu 10 Wasser einleitet.
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| CH86321T | 1919-03-10 | ||
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| CH (1) | CH86321A (de) |
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- 1919-03-10 CH CH86321D patent/CH86321A/de unknown
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