CH705263A2 - Tarnsystem an der Aussenseite eines Bekleidungsstückes für das versteckte Tragen von Waffen und/oder Ausrüstung für Polizei- und Sicherheitsdienste. - Google Patents
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Abstract
Ein Tarnsystem für das versteckte Tragen von Waffen und/oder Ausrüstung während Polizei- und Sicherheitsdiensteinsätzen, welches auf der Aussenseite eines Bekleidungsstückes eine oder mehrere Ausrüstungstarneinheit(en) aufweist. Diese Ausrüstungstarneinheiten bestehen aus einer Basisplatte (4), auf welcher ein modulares System von Holstern (6), Ausrüstungstaschen (7) und/oder Ausrüstungsverbindungselementen montiert sind, sowie einer Deckplatte (3), welche aus mindestens 2 Schichten besteht, in der Nichtbenutzungsstellung über den Rand der Basisplatte (4) gezogen und mit der Aussenseite eines Bekleidungsstückes wiederlösbar montiert, und in der Benutzungsstellung komplett entfernt ist.
Description
[0001] Die Erfindung betrifft ein Tarnsystem für das versteckte Tragen von Waffen und taktischer Ausrüstung während Polizei- und Sicherheitsdiensteinsätzen auf der Aussenseite eines Bekleidungsstückes gemäss dem Oberbegriff des unabhängigen Patentanspruchs 1.
[0002] Bei verdeckten Einsätzen von Polizei, Behörden, Leibwächtern und privaten Sicherheitsdiensten ist ein effizienter und schneller Zugriff auf versteckte Waffen und andere Ausrüstungsteile, die der Beamte während seiner Tätigkeit braucht, unerlässlich. Ein offenes Tragen einer solchen Ausrüstung würde den Tarnstatus des Beamten entlarven und ihn in Gefahr bringen. Die Entscheidung, seine Ausrüstung nicht mitzuführen um unauffällig zu bleiben, wäre jedoch genauso gefährlich.
[0003] Während Polizei- und Sicherheitsdiensteinsätzen sind Holster und Ausrüstungstaschen oft am Gürtel unter einer Jacke des Beamten versteckt. In ähnlicher Weise werden oft Schulterholster (welche eine Pistole, Magazine, und Handschellen in einer versteckten Tragposition unter einer Jacke allgemein unter der Achsel des Armes) verwendet.
[0004] Das Problem mit all diesen Systemen ist, dass sie direkt über der Waffe eine merkliche Beule im Profil des Kleidungsstückes hervorrufen, welche Verdacht auf das Tragen einer Waffe erzeugt. Darüber hinaus kann sich eine Jacke während der normalen Bewegung des Körpers verschieben oder durch einen Windstoss öffnen und damit die versteckte Waffe und Ausrüstung verraten. Leichte taktische Westen sind optimal für das Tragen von Waffen und Ausrüstung, da die Ausrüstungsteile an der Aussenseite der Weste befestigt werden, werden aber typischerweise über den Kleidern getragen. Der Versuch, solche Westen unter einer Jacke zu verstecken, bleibt wegen dem Volumen der Weste und der Gefahr von Enttarnung durch Öffnen der Jacke durch einen Windstoss oder normale Körperbewegungen des Trägers in dieser Rolle weitgehend erfolglos.
[0005] Der Stand der Technik zeigt häufig Systeme, in welchen nur eine Handfeuerwaffe mit zusätzlichen Magazinen versteckt werden kann, was für die Arbeit eines Beamten in der modernen Welt nicht immer ausreicht. Erfindungen, welche Waffen und eine Vielzahl von Ausrüstung verbergen, existieren, werden aber typischerweise mit innen liegenden Kleidertaschen, in Unterkleidern oder innerhalb des Oberkleidungsstücks ausgeführt.
[0006] Zum Beispiel, Samson (U.S. Pat. No. 7 631 368 B1) lehrt einen universellen zusammendrückbaren Unterbekleidungsholsterapparat zum Zwecke der Verheimlichung von Waffen und einer Vielzahl von Ausrüstungsteilen an einem Unterhemd, das durch eine Zugangsöffnung mit abnehmbaren vorgesehenen Zugegriffen an einem Hemd herausgeholt wird.
[0007] Ebenso lehrt Harper (U.S. Pat. No. 5 894 976) eine Ausrüstungs-Halterung für verdeckten Einsatz unter einer Jacke, in welcher ein längliches Gummiband mit einer Vielzahl von Multi-Taschen und Fächern mit mindestens einer Pistolentasche um den Körper in einer ausgewählten Position an der Taille oder Brust getragen wird.
[0008] Parsons (U.S. Pat. No. 7 152 247 B2) lehrt eine Jacke für Polizei, die eine Mehrzahl von Taschen für Polizei-Ausrüstung in einem gesicherten Bereich der Jacke enthält.
[0009] Obwohl der Stand der Technik durch diese Erfindungen versucht hat, eine Lösung zu finden, ist der Nachteil dieser Systeme, dass sie nur einen relativ langsamen und beschwerlichen Zugriff auf Waffen und Ausrüstung erlauben und ein Herausholen von jedem einzelnen Element wiederholt werden muss. Leichte taktische Westen, welche über der Bekleidung getragen werden, präsentieren im Kontrast einen konstanten, schnellen, ausgewählten Zugang zu allen Ausrüstungsteilen, lassen sich aber wie bereits erwähnt nicht leicht unter einem Bekleidungsstück verstecken, und bieten deshalb für das verborgene Tragen von Waffen keine vernünftige Lösung.
[0010] Bennet (U.S. Pat. No. 5 894 976) kommt zu einem höheren Grad des Erfolges mit einer Vorrichtung, bei welcher eine erste und zweite flexible Stoffplatte direkt übereinanderliegen. Zwischen den zwei Stoffplatten ist ein Holster zum Mitführen einer Waffe sicher und wieder lösbar an einer der Platten befestigt und von der anderen Platte bedeckt. Die zwei Stoffplatten sind an mindestens einer Kante fest miteinander verbunden und an mindestens zwei Kanten miteinander wieder lösbar befestigt, damit die Platten schnell getrennt und die Waffe herausgeholt werden kann.
[0011] Ein Nachteil von Bennets Ausführung, gemäss seinem unabhängigen Patentanspruch, liegt darin, dass beide Platten aus blossem Stoff sein müssen. Obwohl eine Schicht Stoff sehr biegsam am Körper angepasst sein kann, besitzt sie nicht genügend Stabilität als Trägerplattform, um das Gewicht einer Waffe und vor allem von zusätzlicher Ausrüstung stabil zu tragen. Ähnlich ist Bennets Ausführung von einer flexiblen Deckplattenschicht aus Stoff nur dann ausreichend, wenn sie, wie in seiner abgebildeten bevorzugten Ausführungsform, innerhalb eines Bekleidungsstücks verborgen ist. Bei einer Ausführung an der Aussenseite eines Kleidungsstückes würde eine einzige Deckplattenschicht aus Stoff eine merkliche Beule im Profil des Kleidungsstückes direkt über der Waffe aufweisen, welche Verdacht auf das Tragen einer Waffe erregt.
[0012] Ein weiterer Nachteil von Bennets Ausführung, ersichtlich in seinem unabhängigen Patentanspruch, ist, dass beide Stoffplatten entlang einer Kante fest miteinander verbunden sein müssen, und insbesondere der Anspruch, dass die fest verbundene Kante am untersten Rand der Platten sein muss, und dass die Platten an mindestens zwei anderen Kanten wieder lösbar miteinander verbunden sein müssen. Gemäss dieser Ausführung, falls die Vorrichtung an der Aussenseite eines Bekleidungsstückes befestigt wird, würde nach dem Ergreifen der Waffe ein Plattenteil frei hängen, welches während der Bewegung flattern kann, was eine mögliche Ablenkung für den Benutzer sowie eine Gefahr des versehentlichen Einhängens dieses Plattenteils während taktischen Bewegungen des Benutzers darstellt.
[0013] Noch ein Nachteil von Bennets Ausführung ist ersichtlich in seinem unabhängigen Patentanspruch, in dem steht, dass beide Platten in einem übereinander liegenden Verhältnis und ausdrücklich miteinander verbunden sein müssen. Obwohl diese Verbindungsmethode angemessen ist, wenn sie, wie in seiner gezeigten bevorzugten Ausführungsform, innerhalb eines Bekleidungsstücks aus der Sicht verborgen bleibt; wären die Ränder beider Platten, die direkt miteinander verbunden sind, in einer Ausführung aussen am Bekleidungsstück zu dick, was zur Entlarvung des Waffenverstecks führen würde.
[0014] Letztlich ist ein allgemeiner Nachteil von vielen Systemen dieser Art, dass sie nur in Zusammenhang mit Oberkörper-Kleidungsstücken wie Westen, Mänteln und Jacken verwendet werden können, was das Verstecken von Waffen und Ausrüstung in heissem Klima, in welchem leichtere Bekleidung verwendet wird, sehr einschränkt.
[0015] Es ist daher eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Tarnsystem zu schaffen, welches auf der Aussenseite eines Bekleidungsstückes eine oder mehrere Ausrüstungstarneinheiten besitzt, für das versteckte Tragen von Waffen und taktischer Ausrüstung während Polizei- und Sicherheitsdiensteinsätzen. Die Vielseitigkeit der oben erwähnten Erfindung zeigt sich darin, dass die Ausrüstungstarneinheiten für verschiedene Anwendungsbeispiele beliebig gross sein können. Grosse Ausrüstungstarneinheiten ermöglichen das Tragen von mehreren Ausrüstungsteilen, kleinere das Tragen von einer einzelnen kleinen bis mittelgrossen Faustfeuerwaffe oder eines Reizgasspraygerätes zum Selbstschutz, wobei alle Grössen ihren Inhalt sicher und unauffällig verstauen. Die Vielseitigkeit der oben erwähnten Erfindung zeigt sich weiter darin, dass sie nicht nur auf der Oberfläche diverser Oberkörperbekleidungsstücken wie z.B. Jacken, Mäntel, Westen und sogar in kleinerem Format an einem Hemd verwendet werden können; sondern genauso erfolgreich auf der Oberfläche von Unterkörperbekleidung wie z.B. Hosen und kurzen Hosen eingearbeitet werden können. Dies ist ein besonders wichtiger Faktor für das verdeckte Tragen von Waffen und Ausrüstung auch an leichteren Kleidern bei heissem Wetter, was sonst ursprünglich sehr begrenzt möglich ist.
[0016] Die oben erwähnten Ausrüstungstarneinheiten, welche an der Aussenseite eines Bekleidungsstückes angebracht sind, bestehen aus einer Basisplatte, auf welcher ein modulares System von einem oder mehreren Ausrüstungsverbindungselementen und/oder Ausrüstungstaschen wiederentfernbar montiert sind, und einer Deckplatte, welche aus mindestens zwei Schichten Material besteht, die permanent miteinander verbunden sind. Vorteilhaft für die Verbindung der Ausrüstungstaschen und -Verbindungselementen mit der Basisplatte wäre die Benutzung von Klettverschluss, aber andere wiederentfernbare Verbindungsmöglichkeiten, welche für Militär- und Polizeiwesten schon Stand der Technik sind, wären für diesen Zweck auch geeignet. Obwohl die Waffe und Ausrüstung immer an der Aussenseite des Bekleidungsstückes montiert werden, kann die Basisplatte in ihrer Funktion als Waffen- und Ausrüstungsträger entweder permanent an der Aussenseite des Bekleidungsstückes, an der Innenseite des Bekleidungsstückes, oder zwischen der Aussenhülle und dem Bekleidungsfutteral am Bekleidungsstück angenäht oder angeklebt sein. Unabhängig von der Montage der Basisplatte am Bekleidungsstück ist es vorteilhaft, auf der Innenseite der Basisplatte einen elastischen Gurt anzubringen, welcher unter der Basisplatte und unter dem Kleidungsstück um den Körper des Besitzers verläuft, womit die Basisplatte und somit auch die Ausrüstungstarneinheit(en) eng am Körper des Benutzers befestigt wird.
[0017] Ein weiteres innovatives Merkmal der vorliegenden Erfindung, insbesondere in Bezug auf die Verbergung der Basisplatte, liegt darin, dass die Deckplatte komplett über die Basisplatte gezogen wird und über den Rand der Basisplatte hinaus an allen Seiten durch Klettverschluss mit dem Aussenbekleidungsstück wiederlösbar befestigt wird. Diese Innovation reduziert die Dicke des Randes der Basisplatte der Ausrüstungstarneinheit weiter und fördert somit eine bessere Versteckfähigkeit des gesamten Systems. Ein weiteres innovatives Merkmal dieser Erfindung, das eine noch höhere Versteckmöglichkeit der Ausrüstungstarneinheiten erlaubt, liegt beim Positionieren der äusseren Kante der Ausrüstungstarneinheit entlang den Nähten des Bekleidungsstückes, wobei das Aussenmaterial des Bekleidungsstückes die Ränder der Ausrüstungstarneinheit leicht überlappt und somit verbirgt. Ein sehr innovatives Merkmal dieser Erfindung liegt darin, dass die Deckplatte aus mindestens zwei Schichten besteht. Die innere Schicht dient dazu, die Ausrüstungsteile eng am Körper des Benutzers zu halten. Die äussere Schicht, die aus mindestens einer lockeren und unter Umständen Falten bildenden Stofflage besteht, liegt darüber und verhindert, dass das Profil des Bekleidungsstücks direkt über der Waffe oder den Ausrüstungsteilen Beulen aufweist, womit ein Verdacht auf das Tragen einer Waffe oder Ausrüstungsteils vermieden werden kann. Diese Innovation kann in Form einer blossen zusätzlichen Stoffschicht des Bekleidungsstück Aussenmaterials, aber auch in Form einer Aussentasche oder Aussentaschen-Attrappe dargestellt sein.
[0018] In der Benutzungsstellung wird/werden die Deckplatte(n) komplett vom Bekleidungsstück entfernt und kann/können in einer dafür vorgesehenen Tasche verstaut werden. Das Entfernen der Deckplatte(n) erlaubt die aktive Benutzung der Ausrüstung ohne Hindernis und mit voller taktischer Bewegungsfreiheit.
[0019] Ein weiterer Vorteil dieser Erfindung ist, dass sie einen grossen Überraschungseffekt darstellt, indem ein potentieller Gegner nicht erwarten würde, dass der Benutzer ein ganzes Teil der Bekleidung entfernt und somit schnellen, direkten Zugang zur Waffe hat.
[0020] Im Folgenden wird die Erfindung anhand von in den Figuren dargestellten Ausführungsbeispielen näher erläutert. Hierbei gehen aus den Figuren und ihrer Beschreibung weitere wesentliche Merkmale und Vorteile der Erfindung hervor.
<tb>Fig. 1<sep>zeigt eine Jacke in Vorderansicht in der Nichtbenutzungsstellung;
<tb>Fig. 2<sep>zeigt eine Jacke in Vorderansicht in der Benutzungsstellung;
<tb>Fig. 3<sep>zeigt eine Jacke in der Hinteransicht mit einer grossen Tasche für das Versorgen der Deckplatten in der Benutzungsstellung;
<tb>Fig. 4<sep>zeigt in einem weiteren Ausführungsbeispiel in Seitenansicht die oben erwähnte Erfindung montiert auf einer kurzen Hose in der Nichtbenutzungsstellung.
<tb>Fig. 5<sep>zeigt in einem weiteren Ausführungsbeispiel in Seitenansicht die oben erwähnte Erfindung montiert auf einer kurzen Hose in der Benutzungsstellung mit entfernter Deckplatte.
<tb>Fig. 6<sep>zeigt in einer schematischen Schnittdarstellung der Fig. 4 entlang der Schnittlinie Vl-Vl eine detaillierte Ansicht der Zusammensetzung einer Ausrüstungstarneinheit (ohne Pistole) und wie diese auf der Aussenseite eines Bekleidungsstückes mit diesem verbunden ist.
<tb>Fig. 7<sep>zeigt in einer schematischen Schnittdarstellung der Fig. 4 entlang der Schnittlinie Vl-Vl eine detaillierte Ansicht der Zusammensetzung einer Ausrüstungstarneinheit (ohne Pistole) mit entfernten Deckplatten.
[0021] Die verschiedenen bevorzugten Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung, die im Folgenden eingehend beschrieben werden, haben lediglich veranschaulichenden Charakter. Es versteht sich von selbst, dass eine Vielzahl von Modifikationen möglich sind, ohne dass dadurch von den Grundprinzipien der vorliegenden Erfindung abgewichen wird.
[0022] In den Figuren ist ein Tarnsystem für das versteckte Tragen von Waffen und taktischer Ausrüstung während Polizei- und Sicherheitsdiensteinsätzen dargestellt, welches auf der Aussenseite eines Bekleidungsstückes, angebracht ist.
[0023] Aus Fig. 1 ist ersichtlich, wie auf einer Jacke (1) zwei Ausrüstungstarneinheiten (2) in der Nichtbenutzungsstellung von Deckplatten (3) verdeckt werden. Diese Deckplatten (3) sind getarnt mit Aussentaschen der Jackenhülle. Weiter ist aus Fig. 1 ersichtlich, wie die äussere Kante einer Deckplatte (3) in der Nähe einer Naht der Jacke (1) angebracht wird, wodurch die Ränder der Deckplatte (3) durch ein überlappendes Stück des Aussenmaterials der Jacke (1) verborgen sind.
[0024] Aus Fig. 2 ist ersichtlich, wie in der Benutzungsstellung nach kompletter Entfernung der mit Taschen getarnten Deckplatten (3) die Waffe und taktische Ausrüstung zugänglich sind. Die Deckplatten (3) sind ursprünglich ausserhalb des Randes der Basisplatte (4) durch Klettverschlussumrandung (5) wiederlösbar auf der Jacke (1) montiert. Ein Holster (6), welches eine Waffe enthält, sowie Ausrüstungstaschen (7) sind wiederlösbar mit der Basisplatte (4) verbunden. Funktional wird somit ein ständiges Zugreifen auf Waffe und Ausrüstung gewährleistet, und dies in einem hoch modularen System.
[0025] Aus Fig. 3 ist eine grossrahmige Tasche mit Reissverschluss (8) am Rückenteil der Jacke (1) ersichtlich, in der die Deckplatten (3) während der Benutzungsstellung verstaut sind.
[0026] Aus Fig. 4, Fig. 5, Fig. 6, Fig. 7ist ein weiteres Ausführungsbeispiel der Erfindung in der kleinstmöglichen Form ersichtlich.
[0027] Aus Fig. 4 ist eine kurze Herrenhose (9) in Seitenansicht ersichtlich, wobei eine strichpunktierte Linie die Schnittlinie VI -VI durch die Ausrüstungstarneinheit (2) darstellt.
[0028] Aus Fig. 5 ist ersichtlich, wie in der Benutzungsstellung nach kompletter Entfernung der als Taschenattrappen getarnten Deckplatte (3) die Waffe zugänglich ist. Hier wird ersichtlich, wie die Deckplatte (3) ursprünglich komplett über die Basisplatte (4) gezogen und über den Rand der Basisplatte (4) hinaus an allen Seiten mit Klettverschluss (5) wiederlösbar auf der kurzen Herrenhose (9) montiert ist. Ein Holster (6), welches eine Waffe enthält, ist mit der Basisplatte (4) wiederlösbar verbunden, wobei je nach Pistolentyp verschiedene Holstertypen an der Basisplatte (4) ausgetauscht werden können.
[0029] Aus Fig. 4 und Fig. 5 wird ersichtlich, wie ein breiterer elastischer Gurt (10) mit Klettverschlussverbindung unterhalb der Basisplatte (4) angebracht ist, unter dem Bekleidungsstück um den Oberschenkel des Benutzers verläuft, und damit die Basisplatte (4) und somit auch (in Fig. 5 dargestellt) die gesamte Ausrüstungstarneinheit (2) stabil und eng am Körper des Benutzers befestigt.
[0030] Aus Fig. 6 wird in einer schematischen Schnittdarstellung der Fig. 4 entlang der Schnittlinie Vl-Vl eine detaillierte Ansicht der Zusammensetzung einer Ausrüstungstarneinheit (2), sowie deren Verbindung mit einem Bekleidungsstück, ersichtlich (ohne Pistole). In diesem Ausführungsbeispiel besteht die Basisplatte (4) aus dehnbarem Schaumstoff, permanent angenäht zwischen dem Bekleidungsstück-Aussenmaterial (11) und einem Futteral (12). Auf der Innenseite der Basisplatte (4) ist bei diesem Ausführungsbeispiel ein dünner Gürtelschlauch (13) eng angebracht, durch welchen ein breiterer elastischer Gurt (10) mit Klettverschlussverbindung um den Oberschenkel des Benutzers unter dem Bekleidungsstück verläuft, der die Basisplatte (4) und somit auch die Ausrüstungstarneinheit (2) stabil und eng am Körper des Benutzers befestigt. Ein Hülster (6) ist mit der Basisplatte (4) mittels einer Klettversschlussverbindung (14) wiederlösbar befestigt, um ein modulares System zu bilden, in welchem, je nach Pistolentyp, verschiedene Holstertypen an der Basisplatte (4) ausgetauscht werden können. Eine Deckplatte (3) aus zwei permanent miteinander verbundenen Stoffschichten ist mit dem Aussenmaterial der kurzen Hose (11) entlang der Peripherie der Basisplatte (4) durch Klettverschluss (5) wiederlösbar befestigt.
[0031] Weiter ist aus Fig. 6ersichtlich, wie die Deckplatte (3) komplett über die Basisplatte (4) gezogen wird und an der Peripherie durch ein überlappendes Stück (15) des Aussenmaterials der Hose über den Rand der Basisplatte (4) hinaus durch Klettverschluss (5) mit dem Aussenmaterial des Bekleidungsstückes (11) wiederlösbar befestigt wird.
[0032] Aus Fig. 6 wird ersichtlich, wie die innere Stoffschicht (16) der Deckplatte (3) dazu dient, das Hülster (6), hier ohne Pistole dargestellt, eng am Körper des Benutzers zu halten, wobei die äussere Stoffschicht (17), in diesem Ausführungsbeispiel als Bekleidungstaschenattrappe getarnt, eine lockere darüberliegende Stoffschicht bildet, welche verhindert, dass das Profil des Kleidungsstücks direkt über der Waffe Beulen aufweist, was einen Verdacht auf das Tragen einer Waffe vermeidet.
[0033] Aus Fig. 6 wird weiter ersichtlich, wie der Taschenattrappenlappen (18) mittels Klettverschluss (19) mit der Deckplatte (3) wiederlösbar verbunden ist.
[0034] Aus Fig. 7 wird ersichtlich, wie eine aufwärts gerichtete Zugkraft (Pfeil A) am Taschenattrappenlappen (18) die Klettverschlussverbindung (19) trennt, wodurch der Taschenattrappenlappen (18) eine Art Reisshebel bildet. Durch Abwärts-Ziehen (Pfeil B) an den Taschenattrappenlappen (18) wird der Klettverschluss (5), welcher die Deckplatte (3) mit dem Aussenstoffteil (11) des Bekleidungsstückes verbindet, gelöst und somit wird die Deckplatte (3) komplett von der Basisplatte (4) entfernt.
Claims (10)
1. Ein Tarnsystem für das versteckte Tragen von Waffen und/oder Ausrüstung, auf der Aussenseite eines Bekleidungsstückes angebracht, dadurch gekennzeichnet, dass das Tarnsystem aus mindestens einer Ausrüstungstarneinheit (2) besteht, welche aus einer Basisplatte (4), auf welcher Waffen und/oder taktische Ausrüstung angebracht sind, und einer Deckplatte (3) aus mindestens 2 Schichten Material, welche in der Nichtbenutzungsstellung die Basisplatte (4) überzieht und über den Rand der Basisplatte (4) hinaus an allen Kanten mittels Klettverschluss (5) mit dem Aussenmaterial (11) des Bekleidungsstückes wiederlösbar befestigt und in der Benutzungsstellung komplett entfernt ist, besteht.
2. Ein Tarnsystem gemäss Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Bekleidungsstück eine Jacke ist.
3. Ein Tarnsystem gemäss Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Bekleidungsstück eine Weste ist.
4. Ein Tarnsystem gemäss Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Bekleidungsstück eine Hose ist.
5. Ein Tarnsystem gemäss Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Bekleidungsstück eine kurze Hose ist.
6. Ein Tarnsystem gemäss einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zum Tragen von Waffen und Ausrüstung ein Holster (6) sowie Ausrüstungstaschen (7) in einem modularen System wiederlösbar mit der Basisplatte (4) verbunden sind.
7. Ein Tarnsystem gemäss Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass zum Tragen von einer Faustfeuerwaffe oder eines Reizgasspenders ein Holster (6) wiederlösbar mit der Basisplatte (4) verbunden ist.
8. Ein Tarnsystem gemäss einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein breiter elastischer Gurt (10) mit Klettverschlussverbindung unterhalb der Basisplatte (4) angebracht ist, unter einem Bekleidungsstück um einen Körperteil des Benutzers verläuft, und damit die Basisplatte (4) und somit auch die gesamte Ausrüstungstarneinheit (2) stabil und eng am Körper des Benutzers befestigt.
9. Ein Tarnsystem gemäss einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Deckplatte (3), welche in der Nichtbenutzungsstellung die Basisplatte (4) überzieht, als Aussentasche oder Aussentaschenattrappe getarnt ist.
10. Ein Tarnsystem gemäss einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein überlappendes Stück (15) des Aussenmaterials des Bekleidungsstückes so angebracht ist, dass es die äussere wiederlösbare Kante der Deckplatte (3), welche der Rand des Ausrüstungstarneinheit (2) bildet, überdeckt und somit aus der Sicht verbirgt.
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Cited By (1)
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| US20230404182A1 (en) * | 2022-06-18 | 2023-12-21 | Alexis Dammaschke | Concealed carry vest with compartment for securing an in-waistband holster |
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2011
- 2011-07-09 CH CH11542011A patent/CH705263A2/de not_active Application Discontinuation
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| US20230404182A1 (en) * | 2022-06-18 | 2023-12-21 | Alexis Dammaschke | Concealed carry vest with compartment for securing an in-waistband holster |
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