Technisches Gebiet
[0001] Die Erfindung bezieht sich entsprechend dem unabhängigen Anspruch auf eine Uhr, umfassend ein Gehäuse, ein Zifferblatt, mindestens ein Uhrglas über dem Zifferblatt und eine Vielzahl von Schmucksteinen, die durch das Uhrglas getragen sind.
Stand der Technik
[0002] Uhren, die mit Edelsteinen oder Halbedelsteinen versehen sind, sind schon bekannt. Meistens werden die Steine am Zifferblatt oder am Gehäuse befestigt.
Darstellung der Erfindung
[0003] Es ist ein Ziel der Erfindung, eine Uhr mit Schmucksteinen zu schaffen, die eine freie Sicht auf den oder die Schmucksteine lässt, so dass der Eindruck entsteht, der oder die Schmucksteine schweben frei innerhalb des Fassungsteiles der Uhr.
[0004] Ein anderes Ziel der vorliegenden Erfindung ist es, eine Uhr mit Schmucksteinen zu schaffen, die eine neue Befestigungsart der Schmucksteine innerhalb der Uhr verwendet.
[0005] Es ist ein noch anderes Ziel der vorliegenden Erfindung, eine Uhr mit Schmucksteinen zu schaffen, die die Schmucksteinen besonders erscheinen lässt und die Brillanz/Reflektion der Schmucksteine nicht durch das Uhrglas oder Befestigungsmittel behindert wird.
[0006] Erfindungsgemäss werden diese Ziele bei einer Uhr mit den Merkmalen des unabhängigen Anspruchs erreicht. Weitere vorteilhafte Ausführungsformen sind in den Unteransprüchen angegeben.
[0007] In einer ersten Ausführungsform sind die Schmucksteine in inneren Aussparungen des Uhrglases befestigt. Die Aussparungen können vorteilhaft senkrecht zum Zifferblatt oder senkrecht zur inneren oder äusseren Oberfläche eines gewölbten Uhrglases angeordnet sein; mit diesen Ausführungsvarianten können die Steine stets von der flachen Seite, die besonders glänzt, betrachtet werden. Die Aussparungen, in denen sich die Schmucksteine befinden, können poliert sein, um den Schmucksteinen ein besonderes Aussehen zu geben. In einer weiteren Variante sind die Schmucksteine an der inneren Oberfläche des Uhrglases befestigt.
[0008] Die Schmucksteine können in die Aussparungen oder am Uhrglas, insbesondere mit einem durchsichtigen und durch UV-Licht aushärtbaren Klebstoff, geklebt werden. Dieser erleichtert den Befestigungsvorgang und stört gleichzeitig die Sicht auf die Schmucksteine nicht. An der äusseren und/oder inneren Oberfläche des Uhrglases ist vorteilhaft eine Antireflektionsschicht angebracht. Eine solche Antireflektionsschicht kann in der inneren Oberfläche des Uhrglases vorhanden sein, entweder genau dort, wo die Schmucksteine nicht sind, oder mindestens dort, wo die Schmucksteine befestigt sind. Die Antireflektionsschicht in den Aussparungen kann aus einem anderen Material, einer anderen Dicke desselben Materials, und/oder einer anderen Behandlung der Oberfläche bestehen als die Antireflektionsschicht auf der Oberfläche des Uhrglases. Diese Ausführungsform trägt ebenfalls dazu bei, den Schmucksteinen ein besonderes Aussehen zu geben.
[0009] Die verwendeten Schmuck- oder Ziersteine können erfindungsgemäss beispielsweise Edelsteine, Halbedelsteine, synthetische Steine oder andere dekorative Elemente sein. So können sie beispielsweise aus einem Metall, Keramik, etc. bestehen.
Kurze Beschreibung der Figuren
[0010] Die Erfindung wird anhand der beigefügten Figuren näher erläutert, wobei zeigen
<tb>Fig. 1<sep>eine Gesamtansicht der erfindungsgemässen Armbanduhr;
<tb>Fig. 2<sep>einen Schnitt A–A der Fig. 1durch eine erfindungsgemässe Armbanduhr gemäss einer ersten Ausführungsform zum Befestigen der Schmucksteine;
<tb>Fig. 3<sep>einen Schnitt A–A der Fig. 1durch eine erfindungsgemässe Armbanduhr gemäss einer zweiten Ausführungsform zum Befestigen der Schmucksteine;
<tb>Fig. 4<sep>einen Schnitt A–A der Fig. 1durch eine erfindungsgemässe Armbanduhr gemäss einer dritten Ausführungsform zum Befestigen der Schmucksteine; und
<tb>Fig. 5<sep>einen Schnitt A–A der Fig. 1durch eine erfindungsgemässe Armbanduhr gemäss einer vierten Ausführungsform zum Befestigen der Schmucksteine.
Wege zur Ausführung der Erfindung
[0011] Fig. 1 zeigt eine Gesamtansicht der erfindungsgemässen Armbanduhr 1 mit einem Gehäuse 3 mit einer Vielzahl von über der Oberfläche verteilten Schmuck- oder Ziersteinen 2. Die verwendeten Schmuck- oder Ziersteine 2 können erfindungsgemäss beispielsweise Edelsteine, Halbedelsteine oder andere dekorative Elemente sein. So können sie beispielsweise aus einem synthetischen Material, Metall, Keramik, etc. bestehen. Diamanten mit etwa 1.5 mm Durchmesser können im Rahmen der Erfindung eingesetzt werden. Sie sind im gezeigten Ausführungsbeispiel über den Umfang verteilt und können auch im Zentrum des Uhrglases 4 montiert werden. Die Anzahl der Schmucksteine 2 ist selbstverständlich von der speziellen Ausführungsform der erfindungsgemässen Armbanduhr abhängig.
[0012] Fig. 2 zeigt einen Schnitt gemäss der Linie A–A der Fig. 1. In einer ersten Ausführungsform der Fig. 2 sind die Steine 2 in gefrästen oder gebohrten Aussparungen 5 des Uhrglases 4 befestigt. Die Spitze der Steine ragt nach unten aus den Aussparungen 5, die sich im Inneren der Uhr 1 befinden, hinaus. Fig. 2 zeigt dabei einen Schnitt durch eine Uhr 1 entsprechend der Fig. 1.
[0013] Die Aussparungen 5 sind vorteilhaft senkrecht zum Zifferblatt 6 bzw. zur Horizontale der Uhr 1 angeordnet, wie dies in der Fig. 2 dargestellt ist; damit können die Steine stets von der flachen, geschliffenen Seite, die besonders glänzt, betrachtet werden.
[0014] Die Steine 2 werden vorzugsweise nicht ganz in den Aussparungen eingesetzt; vielmehr bleibt ein Abstand zwischen der flachen Seite der Steine 2 und der Aussparung 5. Damit kann sichergestellt werden, dass die inneren Reflexionen an beiden Spitzen der Steine ungehindert sind und nur durch den unterschiedlichen Reflektivitätsindex von Stein und Luft geprägt werden.
[0015] Diese Aussparungen 5, in denen sich die Steine 2 befinden, können poliert sein, damit sie nicht für den Betrachter sichtbar sind. Diese Polierung kann eine andere sein als die Polierung der dem Inneren der Uhr zugewandten Oberfläche des Uhrglases 4.
[0016] Die Steine 2 werden vorteilhaft in die Aussparungen 5, insbesondere mit einem durchsichtigen und durch UV-Licht aushärtbaren Klebstoff, geklebt. Dieser erleichtert den Befestigungsvorgang und stört gleichzeitig die Sicht auf die Steine 2 und deren Brillanz nicht. Vorzugsweise wird nur der grösste Umfang der Steine mit dem zylindrischen Rand der Aussparung geklebt, möglicherweise nur an eine begrenzte Anzahl von Klebepunkten. In einer Variante wird jedoch der Abstand zwischen Stein und Aussparung völlig mit Kleber gefüllt; wenn das Klebemittel eine ähnliche Farbe und Reflektivität wie das Uhrglas hat, kann dies sogar vorteilhaft dazu beitragen, die Aussparung unsichtbar zu machen.
[0017] Ziel ist es erfindungsgemäss immer, dass die Aussparungen 5 für den Betrachter von aussen unsichtbar sind und die Brillanz oder Reflektion der Steine 2 nicht behindert wird.
[0018] Fig. 3 zeigt eine weitere Ausführungsform der erfindungsgemässen Anordnung der Schmucksteine. Die Anordnung der Schmucksteine entspricht dem Ausführungsbeispiel der Fig. 2, wie es bereits erläutert wurde. Die Aussparungen 5 und die Achsen der Schmucksteine sind jedoch in diesem Beispiel senkrecht zur inneren Oberfläche des Uhrglases 4 angeordnet.
[0019] Fig. 4 zeigt eine weitere Ausführungsform der erfindungsgemässen Anordnung der Schmucksteine. Die Anordnung der Schmucksteine entspricht dem Ausführungsbeispiel der Fig. 2, wie es bereits erläutert wurde. Die Aussparungen 5 und die Achsen der Schmucksteine sind jedoch in diesem Beispiel senkrecht zur äusseren Oberfläche des Uhrglases 4 angeordnet.
[0020] Tests und Simulationen haben gezeigt, dass je nach Schmuckstein, Form und Material des Uhrglases oder der Antireflexionsschicht entweder die Variante der Fig. 2, 3oder 4 optimal ist. Möglich ist auch, diese Varianten in einer einzigen Uhr zu kombinieren und gewisse Schmucksteine senkrecht zum Zifferblatt, andere jedoch senkrecht zur inneren und/oder äusseren Oberfläche des Uhrglases 4 anzuordnen.
[0021] Fig. 5 zeigt eine weitere Ausführungsform der erfindungsgemässen Anordnung der Schmucksteine 2. Die Anordnung der Schmucksteine entspricht dem Ausführungsbeispiel der Fig. 2, wie es bereits erläutert wurde. Es sind jedoch keine Aussparungen vorhanden. Die Schmucksteine 2 sind in diesem Beispiel einfach an der inneren Oberfläche des Uhrglases 4 befestigt.
[0022] In allen Ausführungsbeispielen kann an der äusseren Oberfläche des Uhrglases 4 vorteilhaft eine Antireflektionsschicht angebracht sein. Eine solche Antireflektionsschicht kann in der inneren Oberfläche des Uhrglases 4 vorhanden sein, entweder genau dort, wo die Schmucksteine 2 nicht sind, oder mindestens dort, wo die Schmucksteine 2 befestigt sind. In den beiden Ausführungsbeispielen der Fig. 2bis 4heisst dies insbesondere, dass also die Antireflektionsschicht in den Aussparungen oder eben dort gerade nicht vorhanden sein kann.
[0023] Die Antireflektionsschicht in den Aussparungen 5 kann aus einem anderen Material bestehen als die Antireflektionsschicht auf der Oberfläche des Uhrglases 4. Sie kann auch eine andere Dicke haben oder anders behandelt werden. Möglich ist auch, die Antireflektionsschicht der äusseren Oberfläche des Uhrglases 4 über die Steine 2 lokal zu unterbrechen.
Bezugszeichenliste
[0024]
<tb>1<sep>Armbanduhr, Uhr
<tb>2<sep>Schmuck- oder Zierstein
<tb>3<sep>Gehäuse
<tb>4<sep>Uhrglas
<tb>5<sep>Aussparung im Uhrglas 4
<tb>6<sep>Zifferblatt