Die Erfindung betrifft eine Kanalbau-Lasereinrichtung, mit einem eine Laserröhre enthaltenden Strahlgeber, sowie ein Verfahren zu ihrem Betrieb.
Bekannte Kanalbau-Lasereinrichtungen weisen eine in einem Gehäuse eingebaute Laserröhre auf, die mit Hilfe von Libellen und mechanischen Gefällseinstellskalen in die gewünschte Lage gebracht werden kann. Die Einstellung und das Einrichten der bekannten Einrichtungen sind zeitaufwendig und erfordern vom Benützer Fachkenntnis und Sorgfalt, insbesondere beim Bestimmen der Strahlhöhe. Die Strahlhöhe bezüglich eines beim Kanalbau vorgesehenen Rohres, z. B.
bezüglich dessen Rohrsohle, ist bei den bekannten Einrichtungen einerseits davon abhängig, ob der Strahlgeber im Rohr selbst oder vor dem Rohr aufgestellt wird, und andererseits beim Aufstellen im Rohr vom jeweiligen Rohrdurchmesser abhängig.
Die vorliegende Erfindung bezweckt, die angeführten
Nachteile zu vermeiden. Erfindungsgemäss ist die Kanalbau
Lasereinrichtung dadurch gekennzeichnet, dass sie eine
Halterung für den Strahlgeber umfasst, welche eine Bodenplat te und zwei Seitenwände umfasst, zwischen welch letzteren der
Strahlgeber geführt ist, und dass der Strahlgeber mit zwei festen
Füssen versehen ist, die in einer die Strahlachse enthaltenden
Ebene liegen, wobei die Füsse entweder Öffnungen in der
Bodenplatte durchsetzen können, um sich auf einer darunter liegenden Fläche abzustützen und dadurch die Höhe des
Strahlgebers über dieser Fläche festzulegen, oder auf die
Bodenplatte selbst aufgesetzt werden können.
Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes werden nachstehend anhand der Zeichnung erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine Seitenansicht der Einrichtung mit einem in einem Rohr aufgestellten Strahlgeber und einer Messblende,
Fig. 2 eine Vorderansicht der Einrichtung der Fig. 1,
Fig. 3 eine Seitenansicht der Einrichtung mit einem vor einem Rohr aufgestellten Strahlgeber,
Fig. 4 eine Vorderansicht der Einrichtung der Fig. 3.
Gemäss Fig. 1 und 2 ist in einem Rohr 1 ein Laserstrahlgeber 2 aufgestellt. Dieser Strahlgeber enthält in einem massiven Gehäuse 3, wie dies durch gestrichelte Linien angedeutet ist, eine in einem Drehpunkt 4 kardanisch gelagerte Laserröhre 5. Eine Einstellung der Laserröhre 5 in vertikaler und horizontaler Richtung erfolgt mittels einer nicht dargestellten mechanischen Übertragung. Zu deren Steuerung ist an das Gehäuse der Laserröhre 5 ein elektronischer Geber 6 angebaut, der an einen Verstärker 7 angeschlossen ist. Zur Einstellung der Lage der Laserröhre in Promille- und Prozent-Werten über den Geber 6 und den Verstärker 7 sind Bedienungsknöpfe 8 zentral auf einer Bedienungstafel angebracht. Diese Bedienungselemente sind durch einen Deckel 9 geschützt. In Fig. 1 ist zudem die Strahlachse bzw. der Laserstrahl 10 des Strahlgebers 2 dargestellt.
Die Einstellung der Laserröhre 5 in Promille- und Prozent Werten kann insbesondere über eine selbstgewählte Toleranzschaltung überwacht werden. Verstellt sich der eingestellte Wert durch Einflüsse über den bestimmten Toleranzwert von beispielsweise + 0 0,2 L hinaus, so wird die Zündspannung der Pumplichtquelle für die Laserröhre unterbrochen. Nach erfolgter Nachstellung schaltet dann der Laser automatisch wieder ein.
Aus Fig. 1 und 2 ist ferner ersichtlich, dass in einem bestimmten Abstand vom Strahlgeber 2 eine Messblende 11 in das Rohr 1 gestellt ist. Die Messblende 11 weist eine mit einer Zielmarke 12 versehene Platte 13 auf, welche sich über einen als Taster ausgebildeten Zapfen 14 auf die Rohrsohle 15 abstützt. Der Zapfen 14 ist in einer an einem Sockel 16 angebrachten Führungsbüchse 17 geführt und kann sich in vertikaler Richtung verschieben, wobei der Sockel 16 einen Uförmigen Querschnitt aufweist (Fig. 2), nach unten offen ist und mit seinen unteren Längskanten an der Innenwand des Rohrs 1 aufliegt. Diese Ausbildung der Messblende 11 bewirkt, dass die Zielmarke 12 unabhängig von den Auflagestellen des Sockels 16, d. h. unabhängig vom Durchmesser des Rohrs 1, immer die gleiche Höhe x (Fig. 1) über der Rohrsohle 15 hat.
Damit der Strahlgeber 2 direkt in das Rohr 1 gestellt werden kann, muss gewährleistet sein, dass auch die Strahlarbeitshöhe der Laserröhre unabhängig vom Durchmesser des Rohrs 1 immer die gleiche Höhe über der Rohrsohle hat, also die der Messblende 11 entsprechende Strahlarbeitshöhe x. Um dies ohne jeweilige Neueinstellung der Laserröhre 5 oder des Gehäuses 3 zu erzielen, ist die nachfolgend beschriebene Halterung 18 vorgesehen.
Die Halterung 18 umfasst eine Bodenplatte 19 und zwei senkrecht zu ihr stehende Seitenwände 20. Die Halterung 18 liegt mit den gemeinsamen Längskanten 21 der Bodenplatte 19 und der Seitenwände 20 auf der Innenwand des Rohrs 1 auf.
Das Gehäuse 3 des Strahlgebers 2 ist in diese Halterung gestellt, wobei zur seitlichen Abstützung des Gehäuses 3 die Seitenwände mit Stützelementen 22, z.B. Backen, die verstellbar sein können, versehen sind (Fig. 2). In vertikaler Richtung ist das Gehäuse 3 jedoch nicht auf die Bodenplatte 19 abgestützt, vielmehr steht das Gehäuse 3 über zwei feste Füsse 23, für welche die Bodenplatte 19 entsprechende Öffnungen aufweist, auf der Rohrsohle 15. Die beiden Füsse 23 liegen in einer die Strahlachse 10 enthaltenden, vertikalen Ebene. Es ist demnach ersichtlich, dass der Drehpunkt 4 der Lagerung der Laserröhre 2 immer den gleichen Abstand x von der Rohrsohle
15 hat, auch wenn sich die Auflagekanten 21 der Halterung 18 je nach Rohrdurchmesser auf unterschiedlichen Höhen über der Rohrsohle 15 befinden.
Ist aus arbeitstechnischen Gründen die Aufstellung des Strahlgebers 2 im Rohr 1 nicht möglich, z. B. weil das Rohr 1 im Vergleich zum Gehäuse 3 des Strahlgebers einen zu kleinen Durchmesser hat, so muss der Strahlgeber vor dem Rohr aufgestellt werden. Die Einstellung der bestimmten Höhe x über der Rohrsohle erfolgte bisher mit Hilfe eines Nivellierstativs. Diese Aufstellungsart ist aber in weichem Grund unstabil und weist den weiteren Nachteil auf, dass sie viel Platz benötigt. Die beschriebene Halterung 18 beseitigt diese Nachteile.
In den Fig. 3 und 4 ist das Rohr 1 dargestellt, in das mittels des vor dem Rohrende auf dem Grund aufgestellten Strahlgebers 2 mit dem Gehäuse 3 in der beschriebenen Weise ein Laserstrahl 10 in der Höhe x über der Rohrsohle 15 zu werfen ist. Es ist ein Grundgestell 25 vorgesehen, das einen Boden 26 mit Füssen 27, z.B. Spitzen, zum Aufstellen auf dem Grund aufweist. Das Grundgestell 25 weist ferner sich vom Boden 26 senkrecht nach oben erstreckende, lappenförmige Seitenwände 28 auf, die mit senkrechten Schlitzen 29 versehen sind. Mittels in Fig. 3 und 4 angedeuteter Klemmvorrichtungen 30 lässt sich die beschriebene, in das Grundgestell 25 eingesetzte Halterung 18 in veränderlicher Höhe an den Seitenwänden 27 festklemmen.
Das Gehäuse 3 des Strahlgebers wird nun, wie vorgängig beschrieben, in die Halterung 18 gestellt, jedoch so, dass seine Füsse 23 auf der Bodenplatte 19 der Halterung 18 stehen.
Die Halterung 18 wird nun, wie aus Fig. 3 und 4 ersichtlich ist, auf der Höhe der Rohrsohle 15 festgeklemmt, d. h. auf einer solchen Höhe, dass die obere Fläche des Bodens 19 mit der Rohrsohle 15 in einer Ebene liegt. Da die obere Fläche des Bodens 19 die Standfläche für die Füsse 23 des Gehäuses 3 bildet und die Auflageflächen oder -punkte der Füsse 23 vom Drehpunkt 4 der Lagerung der Laserröhre 5 den vertikalen Abstand x haben, ist somit sichergestellt, dass die Strahlmitte des Strahlgebers 2 genau die Höhe x über der Rohrsohle 15 hat.