CH545182A - Auf Trägerholmen gelagerte Spritzeinheit, insbesondere für eine Spritzgiessmaschine - Google Patents

Auf Trägerholmen gelagerte Spritzeinheit, insbesondere für eine Spritzgiessmaschine

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CH545182A
CH545182A CH1666572A CH1666572A CH545182A CH 545182 A CH545182 A CH 545182A CH 1666572 A CH1666572 A CH 1666572A CH 1666572 A CH1666572 A CH 1666572A CH 545182 A CH545182 A CH 545182A
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Description


  Gegenstand des Hauptpatentes ist eine auf Trägerholmen  gelagerte Spritzeinheit mit Trägerbrücken für     Plastifizierungs-          zylinder    und Förderschnecke, insbesondere für eine     Spritz-          giessmaschine    zur Verarbeitung von Kunststoffen,

   deren     Pla-          stifizierungszylinder    mittels einer an den Trägerholmen abge  stützten hydraulischen     Antriebseinrichtung    in Richtung der  Spritzachse verschiebbar und deren Förderschnecke mittels  wenigstens eines am Plastifizierungszylinder abgestützten hy  draulischen     Antriebszylinders    - nachfolgend Hydraulikzylin  der genannt - relativ zum Plastifizierungszylinder axial ver  schiebbar und mittels     Trägerbrücke    an den Trägerholmen ge  führt ist.  



  Die Erfindung nach dem Hauptpatent ist dadurch gekenn  zeichnet,     dass    an einer der beiden Trägerbrücken der     Förder-          schnecke    befestigte, die Trägerholme umschliessende und auf  diesen gleitbar gelagerte Hülsen Träger der Kolben der die  Relativbewegung zwischen Förderschnecke und     Plastifizie-          rungszylinder    bewirkenden, in der anderen Trägerbrücke an  geordnete Hydraulikzylinder sind, wobei die auf der Mantel  fläche der Holme gleitenden     Innenflächen    der Hülsen mit  Ausnehmungen versehen sind.  



  Eine Spritzeinheit dieser Art weist günstige Voraussetzun  gen für eine Serienfertigung auf und ermöglicht im Bedarfs  falle auch einen aktiven Rückwärtshub der Förderschnecke.  



  Die vorliegende Erfindung betrifft eine Weiterbildung der  Spritzeinheit nach dem Hauptpatent in Richtung einer weite  ren fertigungstechnischen Vereinfachung. Die     erfindungsge-          mässe        Spritzeinheit    ist dadurch gekennzeichnet, dass die Hül  sen an den der Verschiebung des Plastifizierungszylinders  samt     Förderschnecke    dienenden Antriebszylindern koaxial  angeflanscht sind und diese Antriebszylinder in derjenigen  Trägerbrücke angeordnet sind, an welcher die Hülsen befe  stigt sind, wobei die Kolben dieser Antriebszylinder fest auf  den Trägerholmen aufsitzen.  



  Eine solche Ausbildung hat den Vorteil, dass die Hülsen  wesentlich kürzer als beim Gegenstand des Hauptpatentes  bemessen sein können und gleichzeitig die Zylinderdeckel für  die hydraulischen Antriebszylinder für den     Plastifizierungszy-          linder    bilden.

   Sind die dem Plastifizierungszylinder samt     För-          derschnecke    und damit die Spritzeinheit als Ganzes verschie  benden hydraulischen Antriebszylinder in der Trägerbrücke  für die Förderschnecke angeordnet, so liegen     gleichzeitig    die  Voraussetzungen für eine mögliche Erhöhung des     Einspritz-          druckes    beim Einspritzen des plastischen     Materials    in die  Giessform vor, weil beim Einspritzhub sämtliche hydrauli  schen Antriebszylinder der     Spritzeinheit    mitwirken.  



  Zweckmässigerweise sind die Befestigungsflansche der  Hülsen zugleich Zylinderdeckel für die hydraulischen An  triebszylinder.  



  Nachstehend wird die Erfindung anhand der Zeichnung an  zwei Ausführungsbeispielen erläutert. Es zeigen:  Fig. 1 die längsgeschnittene Spritzeinheit in Draufsicht und  Fig. 2 eine längsgeschnittene Variante der Spritzeinheit in  der Ansicht gemäss Fig. 1.  



  Im Ausführungsbeispiel gemäss Fig. 1 sind die Träger  holme 2, 3 der Spritzeinheit in Steckmuffen der feststehenden  Aufspannplatte 1 der Formschliesseinheit der     Spritzgiessma-          schine    mittels koaxial liegender Spannschrauben 15 gesichert.  Eine mit den beiden Trägerholmen verspannte Stabilisie  rungsbrücke 4 dient der Stabilisierung der     Spritzeinheit,    wenn  sie von der Aufspannplatte 1 gelöst ist und mit ihren     Gleitku-          fen    16 auf der     Oberfläche    des     Maschinenfusses    ruht.

   Die  eigentlichen Zylinder der den Plastifizierungszylinder 12 samt  Förderschnecke und     damit    die Spritzeinheit als Ganzes in  Richtung der     Spritzachse    verschiebenden, d. h. auf die     Giess-          form    aufsetzenden und     absetzenden    hydraulischen Antriebs  zylinder sind durch Bohrungen in der Trägerbrücke 9 der  Förderschnecke<B>11</B> gebildet. Diese eigentlichen Zylinder sind    durch Deckel 23' und 126 abgedeckt. Die mit diesen Zylin  dern zusammenarbeitenden Kolben 125 sitzen fest auf den  Trägerholmen auf.

   Die Trägerbrücke 9 der Förderschnecke  11 nimmt den Rotationsantrieb 10 zentral auf, dessen An  triebswelle über eine Sicherheitskupplung 29 mit der     Förder-          schnecke    verbunden ist.  



  Die beiden die Relativbewegung zwischen der     Förder-          schnecke    11 und dem Plastifizierungszylinder 12 bewirkenden  und symmetrisch zur Spritzachse liegenden Hydraulikzylinder  8, 21 sind in der Trägerbrücke 8 des Plastifizierungszylinders  angeordnet. Die Zylinderräume 206' und 207 dieser Hydrau  likzylinder liegen in Bohrungen dieser Trägerbrücke 8, die  mittels Zylinderdeckel 19, 20 vorder- und rückseitig abge  deckt sind.  



  Die Kolben 21 stehen mit den Hülsen 23 im Gewindeein  griff. Die Hülsen 23 sind     koaxial    zu den hydraulischen An  triebszylindern 9, 125 an der Trägerbrücke 9 für die     Förder-          schnecke    11     angeflanscht.    Die Flansche 23' bilden die vorde  ren Zylinderdeckel für diese hydraulischen Antriebszylinder  9, 125. Die Hülsen erstrecken sich in die Bohrungen der Trä  gerbrücke B. Die auf der     Mantelfläche    der Trägerholme glei  tenden Innenflächen der Hülsen 23 sind mit ringkammerarti  gen Ausnehmungen 205 versehen; dadurch wird die auf der       Mantelfläche    der Trägerholme 2, 3 gleitende innere Fläche  der Hülsen und damit auch die Reibung vermindert.

   Diese  ringkammerartigen Ausnehmungen bilden hervorragende  Voraussetzungen für eine automatische Schmierung. Diese er  gibt sich dann, wenn die Ausnehmungen mit den Zylinder  kammern 206' in Verbindung stehen. Diese Verbindung wird  zweckmässigerweise durch wendelförmige Schmiernuten 217  erreicht. In diesem Falle wirkt die ringkammerartige     Ausneh-          mung    als Schmiertasche. Im Zuge der ständigen Relativbewe  gung zwischen den Trägerholmen und den Hülsen wird die in  Betracht gezogene     Mantelfläche    der Trägerholme selbsttätig  mit dem Drucköl benetzt und somit geschmiert.  



  Die Fig. 1 zeigt die Spritzeinheit in einer Position, bei wel  cher das plastische Material soeben in die Giessform einge  spritzt worden ist und der Düsenmund der Spritzeinheit noch  an der Giessform anliegt.  



  Der Arbeitszyklus kann in verschiedener Art und Weise  ablaufen, je nachdem, ob beispielsweise mit einer ständig of  fenen Düse oder mit einer Verschlussdüse gearbeitet wird. In  jedem Falle gilt jedoch folgendes:  Die Spritzeinheit wird durch Beschickung der Zylinder  kammern 209 über die Leitung 128 von der Giessform abge  setzt. Hierbei ist die Leitung 127' offen und die Leitung 127  gesperrt. Eine Relativbewegung zwischen Förderschnecke und  Plastifizierungszylinder kann daher nicht erfolgen.  



  Der Staudruck in dem in einer Vorplastifizierungsphase  vor der rotierenden Förderschnecke sich ansammelnden pla  stischen Material wird durch Steuerung der     Abflussgeschwin-          digkeit    des Drucköls aus den Kammern 207 und 208 bemes  sen bzw. eingestellt.  



  Bei einer Spritzeinheit mit einer ständig offenen Düse fin  det die     Vorplastifizierungsphase    während der Anlage des Dü  senmundes an der Giessform statt. Vor oder kurz nach dem  Absetzen erfolgt ein geringfügiger     Rückwärtshub    der     Förder-          schnecke    durch entsprechende Beschickung der Zylinderkam  mer 206' (Entspannungshub). Der Entspannungshub stellt  sicher, dass das plastische Material aus der offenen, von der  Giessform abgesetzten Düse nicht austritt.  



  Die Bewegung der Spritzeinheit als Ganzes in Richtung  Giessform und der nachfolgende Einspritzhub wird durch  gleichzeitige Beschickung der Zylinderkammern 207 und 208  über die Leitungen 127' und 127 bewirkt. In diesem Zusam  menhang ist darauf hinzuweisen, dass auch bei einer ständig  offenen Düse infolge einer gewissen     Verkeilung    bzw.     Verkle-          bung    zwischen Förderschnecke und     Plastifizierungszylinder    im      Einzugsbereich des aus einem Granulatbehälter kommenden  Granulats bei der Bewegung der Spritzeinheit bis zu     ihrem     Aufsetzen auf die Giessform eine Relativbewegung zwischen  Förderschnecke und Plastifizierungszylinder nicht stattfindet.

    Aus diesem Grunde kann während dieser Zeitspanne auch  das vorplastifizierte Material nicht aus der offenen Düse aus  treten. Trifft die Düse auf der Giessform auf, so wird-im  Falle einer offenen Düse - die Verklebung zwischen     Förder-          schnecke    und Plastifizierungszylinder abgerissen bzw. - im  Falle einer Schiebedüse (Verschlussdüse) - die Düse     geöffnet     und das plastische Material im Zuge einer weiteren Relativbe  wegung zwischen Förderschnecke 11 und     Plastifizierungszy-          linder    12 in die Giessform eingespritzt.  



  Der Einspritzdruck ergibt sich aus der Summe der durch  die hydraulischen Antriebszylinder 8, 21 und 9, 125     entwik-          kelten    Antriebskräfte für die Förderschnecke, durch welche  die Trägerbrücken relativ aufeinander zu bewegt werden  Da somit sämtliche hydraulischen Antriebszylinder der  Spritzeinheit beim Einspritzhub mitwirken können, ergibt sich  eine erhebliche Steigerung des Einspritzdruckes.  



  Durch Beschickung der Zylinderkammer<B>206'</B> über die  Leitung 40 kann die Förderschnecke zu einem wesentlichen  Teil aus dem Plastifizierungszylinder gezogen werden, wobei  das Drucköl aus den Kammern 207 und 208 entweicht und  die Kammer 209 mit Drucköl aufgefüllt wird.  



  Das Ausführungsbeispiel gemäss Fig. 2 zeigt einen dem  Ausführungsbeispiel gemäss Fig. 1 analogen Aufbau. Es be  stehen jedoch folgende Unterschiede:  Die Hülsen 204 sind mittels Flanschen 204' an der Trä  gerbrücke 8 für den Plastifizierungszylinder 12 befestigt und  erstrecken sich in Richtung der Trägerbrücke 9 für die     För-          derschnecke    11.

   Demzufolge befinden sich die hydraulischen  Antriebszylinder 8, 200 für die axiale Verschiebung des     Pla-          stifizierungszylinders    samt Förderschnecke und damit für die  axiale Verschiebung der Spritzeinheit als Ganzes beim     Auf-          und    Absetzen auf und von der Giessform in der Trägerbrücke  8 des Plastifizierungszylinders. Die Zylinderkammern 210,  211 dieser Antriebszylinder 8, 200 sind durch Bohrungen in  der Trägerbrücke 8 gebildet, die einenends durch Zylinder  deckel 8' und andernends durch die Flansche 204' der Hül  sen 204 abgedeckt sind. Die die Relativbewegung zwischen  Förderschnecke und Plastifizierungszylinder bewirkenden hy  draulischen Antriebszylinder 9, 202 liegen in der Träger  brücke 9 der Förderschnecke 11.

   Die Zylinderkammern 206  und 207 dieser hydraulischen Antriebszylinder sind durch  Bohrungen in der Trägerbrücke 9 gebildet, die durch Zylin  derdeckel 9', 9" abgedeckt sind.  



  Die Fig. 2 zeigt die Spritzeinheit ebenfalls in einer Posi  tion, bei welcher das plastische Material soeben in die     Giess-          form    eingespritzt worden ist und der Düsenmund der     Spritz-          einheit    noch an der Giessform anliegt.  



  Die Spritzeinheit wird durch Beschickung der Zylinder  kammern 211 über die Leitung 212 von der Giessform abge  setzt. Der Entspannungshub erfolgt durch Beschickung der  Zylinderkammern 207.  



  Der Staudruck in der Vorplastifizierungsphase wird durch  Steuerung der Abflussgeschwindigkeit des Drucköls aus den  Zylinderkammern 206 gesteuert.  



  Das Aufsetzen der Spritzeinheit als Ganzes auf die     Giess-          form    erfolgt durch Beschickung der Zylinderkammern 210  über die Leitung 213.    Der zur Einspritzung des thermoplastischen Kunststoffes  in die Giessform erforderliche Axialhub der Förderschnecke  erfolgt durch Beschickung der Zylinderkammern 206 über die  Leitung 215.  



  Durch Beschickung der Zylinderkammern 207 über die  Leitung 214 kann die Förderschnecke zu einem wesentlichen  Teil aus dem Plastifizierungszylinder gezogen werden.  



  Die Ausnehmungen 205 stehen über die Schmiernuten  217 mit den Zylinderräumen 207 in Verbindung.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Auf Trägerholmen gelagerte Spritzeinheit mit Trägerbrük- ken für Plastifizierungszylinder und Förderschnecke, insbe sondere für eine Spritzgiessmaschine, nach Patentanspruch des Hauptpatentes, dadurch gekennzeichnet, dass die Hülsen (23 in Fig. 1 bzw. 204 in Fig. 2) an den der Verschiebung des Plastifizierungszylinders (12) samt Förderschnecke (11) die nenden Antriebszylindern (9, 125 in Fig. 1 bzw. 8, 200 in Fig. 2) koaxial angeflanscht sind und diese Antriebszylinder in derjenigen Trägerbrücke (9 in Fig. 1 bzw. 8 in Fig. 2) an geordnet sind, an welcher die Hülsen (23 in Fig. 1 bzw. 204 in Fig. 2) befestigt sind, wobei die Kolben (125 in Fig. 1 bzw. 200 in Fig. 2) dieser Antriebszylinder (9, 125 bzw. 8, 200) fest auf den Trägerholmen (2, 3) aufsitzen. UNTERANSPRÜCHE 1.
    Spritzeinheit nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass die Befestigungsflansche (23' in Fig. 1 bzw. 204' in Fig. 2) der Hülsen (23 bzw. 204) zugleich die Zylin derdeckel für die hydraulischen Antriebszylinder (9, 125 bzw. 8, 200) sind (Fig. 1 und 2). 2. Spritzeinheit nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass ringkammerartige und als Schmiertaschen wir kende Ausnehmungen (205) im Bereich der Gleitflächen der Hülsen (23 bzw. 204) mit den Zylinderkammern (206' bzw. 207) der Hydraulikzylinder in Verbindung stehen (Fig. 1 und 2). 3. Spritzeinheit nach Unteranspruch 2, dadurch gekenn zeichnet, dass die Verbindung zwischen den Ausnehmungen (205) und den Zylinderkammern (206' bzw. 207) durch wendelförmig verlaufende Schmiernuten (217) gebildet ist (Fig. 1 und 2). 4.
    Spritzeinheit nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass die Hülsen (23) an der Trägerbrücke (9) für die Förderschnecke (11) befestigt sind und sich in Bohrungen der Trägerbrücke (8) des Plastifizierungszylinders (12) er strecken (Fig. 1). 5. Spritzeinheit nach Unteranspruch 4, dadurch gekenn zeichnet, dass die der Trägerbrücke (8) für den Plastifizie- rungszylinder zugewandten Zylinderräume (208) der hydrau lischen Antriebszylinder (9, 125) über eine Verbindungslei tung (127) mit den der Trägerbrücke (9) für die Förder- schnecke zugewandten Zylinderräumen (207) der hydrauli schen Antriebszylinder (8, 21) in Verbindung stehen (Fig. 1).
    6. Spritzeinheit nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass die Hülsen (204) an der Trägerbrücke (8) für den Plastifizierungszylinder (12) befestigt sind und sich in Bohrungen der Trägerbrücke (9) für die Förderschnecke er strecken (Fig. 2).
CH1666572A 1970-11-05 1972-11-16 Auf Trägerholmen gelagerte Spritzeinheit, insbesondere für eine Spritzgiessmaschine CH545182A (de)

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