CH511519A - Gasdichte Asbestmembran für Brennstoffelemente - Google Patents
Gasdichte Asbestmembran für BrennstoffelementeInfo
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Description
Gasdichte Asbestmembran für Brennstoffelemente Die Erfindung betrifft eine gasdichte, hochreine As bestfasern und Kunststoff enthaltende Asbestmembran für Brennstoffelemente. Es ist bereits bekannt, in Brennstoffelementen Asbest membranen als Diaphragmen zu verwenden. So sind bei spielsweise bei dem in der französischen Zusatzpatent schrift 87 850 beschriebenen Brennstoffelement Asbest diaphragmen zwischen ein den Elektrolyten enthaltendes Stützgerüst und den beidseitig angrenzenden Elektroden eingebaut, um dadurch die Gefahr eines Durchtritts der Reaktionsgase in den Elektrolyten zu verringern. Es hat sich nun gezeigt, dass die handelsüblichen As bestmembranen den an Brennstoffelemente gestellten An forderungen nur unter bestimmten Betriebsbedingungen genügen. Unter dem Einfluss von alkalischen Elektrolyten quellen nämlich die Asbestfasern bzw. Asbestpapiere stark auf und es wird ein aus ungebundenen Fasern beste hendes Vlies gebildet, das beim Betrieb des Brennstoffele mentes beträchtliche Störungen verursachen kann. Es ist bereits eine kunststoffhaltige Asbestmembran bekannt, die als Elektrolytträger in einem Brennstoffele ment benutzt werden soll. Diese Membran besteht aus ge reinigten Asbestfasern, denen wasserunlöslich gemachte Polyvinylalkoholfasern in Mengen von 2 bis 25 Gew.-%, bezogen auf das Gewicht der Membran, beigemischt sind. Durch einen Elektrolytträger aus diesem Material soll das an der Anode bei der elektrochemischen Umsetzung ge bildete Wasser leicht diffundieren können und dem sich zwischen Kathode und Anode ausbildenden Elektrolytkon zentrationsgefälle rasch entgegenwirken. Auch bei diesen bekannten Membranen besteht jedoch die Gefahr, dass sie insbesondere bei längerer Betriebsdauer des Brennstoff elementes und bei höheren Elektrolyttemperaturen nicht genügend beständig sind. Durch Einwirkung des alkali schen oder sauren Elektrolyten des Brennstoffelementes können nämlich die zunächst wasserunlöslichen Polyvinyl- alkoholfasern in wasserlösliche Produkte umgewandelt werden bzw. sich im Elektrolyten auflösen. Die mechani sche Stabilität und Gasdichtigkeit der Membran ist dann nicht mehr gewährleistet. Aufgabe der Erfindung ist es, eine hochreine Asbestfa- sern und Kunststoff enthaltende Asbestmembran für Brennstoffelemente so auszubilden, dass ihre mechanische Stabilität erhöht wird und sie vor allem auch noch nach längerer Betriebszeit gasdicht ist. Dies wird erfindungsgemäss dadurch erreicht, dass der Kunststoff ein Bindemittel aus Chloropren in Mengen von 0,5 bis 6 Gew.-%, bezogen auf das Gewicht der Asbestfa sern, ist. Vorzugsweise kann der Gewichtsanteil des Bindemit tels 1,5 bis 3 Gew.-%, bezogen auf das Gewicht der As bestfasern, betragen. Der als Bindemittel dienende, gegenüber dem Elektro lyten beständige Kunststoff Chloropren wird bei dieser Membran den Asbestfasern in Form einer Dispersion bei gemischt. Die gefundene Lösung ist vor allem deshalb überra schend, weil die bisher mit Kunststofflatices, insbesondere Gummilatices, vorbehandelten und hauptsächlich als Dich tungen eingesetzten Asbestpapiere, die einen wesentlich grösseren Kunststoffgehalt aufweisen, für den angegebe nen Verwendungszweck völlig ungeeignet sind. Derartige Asbestpapiere haben eine sehr geringe Volumenporosität und dichten deshalb zwar gegenüber den Reaktionsgasen gut ab, jedoch wird gleichzeitig damit der elektrische Widerstand untragbar hoch. Das Eindringen des Elektroly ten wird noch zusätzlich dadurch erschwert, dass die As bestpapiere einen relativ hohen Kunststoffgehalt aufwei sen (mind. 15 Gew.-%) und damit stark hydrophob sind. Die neuen Asbestmembranen für Brennstoffelemente zeichnen sich vor allem dadurch aus, dass ihr elektrischer Widerstand sehr klein ist. So wurden an Asbestmembra nen, die 3 Gew.-% Chloropren enthalten und eine Dicke von 0,27 bis 0,65 mm haben, in 6 n KOH unterhalb 0,3 S2 - cm' liegende elektrische Widerstände gemessen. Dass bei einer derart grossen Volumenporosität noch eine gute und ausreichende Gasdichtigkeit erreicht wird - bei einer Druckbelastung von 2 atü erfolgt noch kein Gas durchtritt - war nicht zu erwarten. Eine nennenswerte Quellung der Asbestfasermembranen konnte auch nach längerer Betriebsdauer bei Temperaturen bis zu 60 C und Verwendung von 6 n KOH nicht beobachtet werden. Die Herstellung der Asbestmembranen erfolgt in an sich bekannter Weise durch Aufziehen von wässrigen Dis persionen von Chloropren. Diese werden von wässrigen Alkalilösungen nicht angegriffen und zeigen gegenüber Luft bzw. Sauerstoff eine gute Stabilität. Um gasdichte Membranen mit guten mechanischen Eigenschaften zu erhalten, werden hochreine Asbestfasern als Ausgangsmaterial eingesetzt, die frei von Verunreini gungen und nicht aufgeschlossenen Faserbündeln sind. Die Reinigung erfolgt am besten in an sich bekannter Weise durch Aufschlämmen in Wasser, wobei es vorteil haft ist, oberflächenaktive Mittel zuzusetzen. Nach Abde kantieren und Trocknen der Asbestfasern können noch anhaftende Verunreinigungen im Windsichter entfernt werden. Die in destilliertem Wasser aufgeschlämmten As bestfasern werden anschliessend unter kräftigem Rühren mit 0,5 bis 6 Gew.-% einer Chloroprendispersion, bezogen auf das Gewicht des Feststoffgehaltes der Dispersion, ver setzt und in einer geeigneten Vorrichtung, beispielsweise in einem Blattbildner, weiterverarbeitet. Nach Trocknung bei 80 C und Verdichten, z. B. im Kalander oder Pressen bei dem verwendeten Kunststoff angepassten Temperatu ren, können die hergestellten gasdichten Membranen so fort in Brennstoffelementen eingesetzt werden.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Gasdichte, hochreine Asbestfasern und Kunststoff ent haltende Asbestmembran für Brennstoffelemente, dadurch gekennzeichnet, dass der Kunststoff ein Bindemittel aus Chloropren in Mengen von 0,5 bis 6 GewO%, bezogen auf das Gewicht der Asbestfasern, ist. UNTERANSPRUCH Asbestmembran nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass der Anteil des Bindemittels 1,5 bis 3 Gew: /o, bezogen auf das Gewicht der Asbestfasern, ist.Anmerkung des Eidg. Amtes für geistiges Eigentum: Sollten Teile. der Beschreibung mit der im Patentan spruch gegebenen Definition der Erfindung nicht in Ein klang stehen, so sei daran erinnert, dass gemäss Art. 51 des Patentgesetzes der Patentanspruch für den sachlichen Geltungsbereich des Patentes massgebend ist.
Applications Claiming Priority (3)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES0107252 | 1966-12-03 | ||
| DES0111724 | 1967-09-08 | ||
| CH1449267A CH510333A (de) | 1966-12-03 | 1967-10-16 | Gasdichte Membran für elektrochemische Zellen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH511519A true CH511519A (de) | 1971-08-15 |
Family
ID=27177182
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH844070A CH511519A (de) | 1966-12-03 | 1967-10-16 | Gasdichte Asbestmembran für Brennstoffelemente |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH511519A (de) |
-
1967
- 1967-10-16 CH CH844070A patent/CH511519A/de not_active IP Right Cessation
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| PL | Patent ceased |