CH463567A - Elektromagnetischer Dedektor - Google Patents

Elektromagnetischer Dedektor

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CH463567A
CH463567A CH770366A CH770366A CH463567A CH 463567 A CH463567 A CH 463567A CH 770366 A CH770366 A CH 770366A CH 770366 A CH770366 A CH 770366A CH 463567 A CH463567 A CH 463567A
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Strohschneider Walter
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Strohschneider Walter
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Description


  Elektromagnetischer Dedektor    Die Erfindung bezieht sich auf einen elektromagne  tischen Detektor zur Feststellung ferromagnetischer und/  oder     elektrisch    leitender Körper, insbesondere in der  Eisenbahnsicherungstechnik.  



  Zum Nachweis ferromagnetischer Körper sind ver  schiedene Einrichtungen bekannt. Insbesondere sind für  die Eisenbahnsicherungstechnik sogenannte Gleisgeräte  im Zusammenhang mit Achszählgeräten im Gebrauch.  Solche Gleisgeräte geben bei der Passage eines Eisen  bahnrades an einer bestimmten Stelle des Gleises ein  elektrisches     Signal    ab. Vermittelst Zählgeräten können       aufgrund    dieser     Signale        beispielsweise    die in einen be  stimmten Gleisabschnitt einlaufenden und die aus ihm  auslaufenden Räder gezählt werden.

   Aus dem Vergleich  der Zählergebnisse lassen sich dann in bekannter Weise  Kriterien für die Gleis-Frei-Meldung bzw. für die     Gleis-          Belegt-Meldung    bilden.  



  Solche Gleisgeräte arbeiten beispielsweise mit Per  manentmagneten, wobei deren Feld auf eine Induk  tionsspule wirkt. Beim Durchlauf eines Rades zwischen  Permanentmagnet und Induktionsspule tritt eine ab  schirmende     Wirkung    des Rades auf, und die dadurch  bewirkte Feldänderung in der Induktionsspule erzeugt  in dieser eine     Induktionsspannung.    - Es sind auch  Gleisgeräte vorgeschlagen worden mit beidseits der  Schiene angeordneten Induktionsspulen, wobei     dann    ein  zwischen den Spulen durchlaufendes Rad die Kopplung  zwischen beiden Spulen ändert.  



  Solche Einrichtungen geben zufolge der dabei auf  tretenden grossen magnetischen Streuung nur sehr  schwache     Signale    ab. Dies ist ein grosser Nachteil,  denn schwache Signale können leicht von     Störsignalen     überdeckt oder durch solche Störsignale vorgetäuscht  werden. Bei der Anwendung beispielsweise im Eisen  bahn-Sicherungswesen und verwandten Gebieten könn  ten aber die genannten     Störungen        Anlass    zu falscher  Gleisfreimeldung und dadurch zu Zugskollisionen ge  ben.

   Gleisgeräte, bei denen beidseitig einer Schiene Teile  der Einrichtung montiert sein müssen, sind in der Praxis    auch nur mit     Schwierigkeit        einzubauen    und dauernd  mit genügender Genauigkeit in korrekter Justierung zu  halten wegen den grossen     mechanischen    Beanspruchun  gen durch die starken Erschütterungen bei jeder Zugs  durchfahrt.  



  Der Erfindung liegt die Aufgabe     zugrunde,    einen  elektromagnetischen Detektor zu     schaffen,    welcher auf  nur einer Seite einer Schiene angeordnet ist und welcher  bei der Anwesenheit und/oder dem Durchlauf eines Ra  des ein kräftiges     Signal    abgibt, ein Signal, das sich von  den üblichen Störsignalen unterscheidet.  



  Der Erfindung liegt der Gedanke     zugrunde,    ein in  seiner Stärke grundsätzlich frei wählbares magnetisches  Wechselfeld einer stromdurchflossenen Erregerspule auf  eine im Magnetfeld der Erregerspule angeordnete Son  denspule wirken zu lassen. Dabei ist die Anordnung  der Spulen so getroffen, dass bei Abwesenheit eines  nachzuweisenden Körpers die räumliche Lage und  Orientierung der Sondenspule dafür sorgt, dass die Son  denspule von der Erregerspule, bzw. ihrem Magnetfeld       entkoppelt    ist, dass aber ein in das Magnetfeld der  Erregerspule eindringender oder eingedrungener, nach  zuweisender Körper das Magnetfeld der Erregerspule  ablenkt, bzw.     deformiert,    wodurch dann die Sonden  spule in diesem veränderten Magnetfeld nicht mehr von  der Erregerspule entkoppelt ist.

    



  Im abgelenkten, deformierten Magnetfeld durch  setzt ein Teil des Wechselflusses die Sondenspule und  erzeugt in deren Windungen eine Induktionsspannung  mit der     Frequenz    des Erregerstromes     in    der Erreger  spule.  



  Es ist darauf hinzuweisen, dass der     Kraftlinienver-          lauf    eines magnetischen     Wechselfeldes    bekanntlich nicht  nur durch     ferromagnetische    Körper     verändert    werden  kann,     sondern    generell auch von elektrisch leitenden  Körpern zufolge der     Wirbelstrombildung    in diesen lei  tenden Körpern. Ein elektromagnetischer Detektor auf  der Basis eines magnetischen Wechselfeldes reagiert      daher auch auf nicht ferromagnetische, jedoch elek  trisch leitende Körper.  



  Die Erfindung betrifft einen elektromagnetischen  Detektor zur Feststellung ferromagnetischer und/oder  elektrisch leitender Körper insbesondere im Eisenbahn  Sicherungswesen und zeichnet sich dadurch aus, dass  sich im Magnetfeld einer von einem Wechselstrom       durchflossenen    Erregerspule mindestens eine durch ihre  räumliche Lage und     ihre        Orientierung    zum genannten  Magnetfeld mindestens annähernd gegenüber der Erre  gerspule magnetisch entkoppelte Sondenspule befindet,

    in welcher Sondenspule die vom genannten Magnet  feld der Erregerspule induzierte Wechselspannung mit  der Frequenz des Erregerstromes zufolge Ablenkung  und/oder Deformation des Magnetfeldes der Erreger  spule durch einen festzustellenden Körper grösser ist  als bei Abwesenheit des genannten festzustellenden Kör  pers.  



  Im folgenden wird die Erfindung an einem Aus  führungsbeispiel anhand der beiliegenden Zeichnungen  erläutert. Die Erfindung ist aber nicht auf diese Aus  führung und Anwendung beschränkt.  



  In den     beiliegenden    Zeichnungen zeigt:  Fig. 1 eine idealisierte Anordnung von Erregerspule  und Sondenspule.  



  Fig. 2 eine vorteilhafte Anordnung der Erregerspule,  der Sondenspule und eines Kastens für deren Unter  bringung und eine vorteilhafte Anordnung des elektro  magnetischen Detektors in einem Gleisabschnitt.  



  In Fig. 1 bezeichnet 1 eine Erregerspule, gebildet  durch eine kreisrunde Schleife eines elektrischen Lei  ters. Wird diese Erregerspule 1 von einem Wechsel  strom I mit der Frequenz f durchflossen, so wird ein       zur    Achse 2 der Erregerspule 1 rotationssymmetrisches  magnetisches     Wechselfeld    erzeugt. Das     magnetische     Wechselfeld ist ausserdem symmetrisch zur Windungs  ebene 3 der Erregerspule 1. - Eine weitere Spule, sie  sei Sondenspule 10 genannt, ist im Magnetfeld der Er  regerspule 1 angeordnet.

   Dabei ist ihre Lage und ihre  räumliche     Orientierung    so gewählt, dass sie von der  Erregerspule 1 magnetisch     entkoppelt    ist, d. h. dass die       beispielsweise    gezeichneten magnetischen Kraftlinien  4, 5 und 4', 5' die Sondenspule 10 nicht durchsetzen.  Die magnetische Entkopplung ist beispielsweise dann  erfüllt, wenn die Achse 12 der Sonenspule 10 parallel  zur Windungsebene 3 der Erregerspule 1 verläuft und  wenn ausserdem die Achse 2 der Erregerspule 1 in  der Windungsebene 13 der Sondenspule verläuft. Be  sonders     vorteilhaft    ist es, wenn sich zusätzlich die Ach  sen 2 und 12 der beiden Spulen schneiden, wie dies in  Fig. 1 dargestellt ist.  



  In einer solchen Anordnung magnetisch     entkoppel-          ter    Spulen     wird    in der Sondenspule 10 keine Spannung  induziert, wie stark auch das magnetische Feld der  Erregerspule sein mag.  



       Anstelle    von Spulen mit nur einer Windung können  bekanntlich auch Spulen mit vielen Windungen, wel  che symmetrisch zur Windungsebene 3 bzw. 13 liegen,  benutzt werden. Die Ebene 3 bzw. 13 stellt dann wie  bekannt die sog. mittlere Windungsebene dar und alle  bisherigen Überlegungen gelten sinngemäss wie wenn  eine Spule mit nur einer Windung in dieser mittleren  Windungsebene vorhanden wäre, wobei aber in dieser  einen Windung ein     entsprechend    stärkerer Strom     flies-          sen    würde.

      Es ist zu beachten, dass Entkopplung der Sonden  spule 10 von der Erregerspule 1 erreicht werden kann,  sowohl wenn die Sondenspule 10 innerhalb der Erre  gerspule 1 liegt (Achsen 2 und 12 schneiden sich),  als auch, wenn die Sondenspule nur teilweise in die  Erregerspule eintaucht oder auch ganz ausserhalb der  Erregerspule 1 liegt.  



  Massgeblich für die gegenseitige Entkopplung ist  immer die Lage und Orientierung der Sondenspule 10  im Magnetfeld der Erregerspule 1.  



  Es können aber auch nichtkreisförmige Spulen ver  wendet werden, wichtig ist nur, dass ein     definiertes     Magnetfeld der Erregerspule 1 entsteht, innerhalb des  sen die Sondenspule 10 magnetisch entkoppelt angeord  net werden kann.  



  Wird nun der räumliche Verlauf der Kraftlinien  des Erregermagnetfeldes beispielsweise durch die An  wesenheit eines ferromagnetischen Körpers abgelenkt,  mit andern Worten wird das Magnetfeld der Erreger  spule 1 deformiert, so befindet sich die - im ungestör  ten Magnetfeld     entkoppelt    angeordnete Sondenspule 10  - relativ zum abgelenkten,     deformi: rten    Erregermagnet  feld nicht mehr in entkoppelter Lage. Dies mit Aus  nahme des speziellen Falles einer, bezogen auf die  Sondenspule, genau symmetrischen Deformation, wel  cher Fall aber praktisch bedeutungslos ist, da er durch  zweckmässige     Orientierung    der     Erregerspule    zum  Raum, der durch magnetischen Detektor überwacht  wird, vermieden werden kann.  



  Zufolge der Ablenkung des Erregermagnetfeldes  und des dadurch entstehenden Verlustes der Entkopp  lung wird in der Sondenspule 10 eine Spannung U mit  der Frequenz f des Wechselstromes I (in der Erreger  spule 1 fliessend)     induziert.    Es ist leicht ersichtlich,  dass es sich - aus     Symmetriegründen    - bei der be  schriebenen Anordnung bzw. Arbeitsweise um eine so  genannte Nullmethode handelt. Schon     geringfügige    Ab  lenkungen des Erregerfeldes verursachen ein kräftiges  Signal in der Sondenspule 10.  



  In der praktischen Anwendung ist es besonders  vorteilhaft, dass die ganze Einrichtung des elektroma  gnetischen Detektors zur Gänze auf nur einer Seite  einer Schiene,     zweckmässigerweise    innerhalb des Glei  ses angeordnet werden kann. Auch ist es besonders  vorteilhaft, dass Erregerspule 1 und Sondenspule 10  dicht gedrängt in einer robusten baulichen Einheit     zu-          sammengefasst    werden können, so dass einerseits bei  Ablenkung des Magnetfeldes ein sehr kräftiges Signal  entsteht und anderseits der Einbau im Gleis sehr leicht  möglich ist. Zufolge der     Bauweise    in einer kompakten  Einheit ist auch die exakte räumliche Lage der Erreger  spule 1 und der Sondenspule 10 - besonders auch re  lativ zueinander - auf lange Zeit gewährleistet.

    



  Ein besonderer weiterer     Vorteil_    dieses elektroma  gnetischen Detektors liegt auch darin, dass sich das  Nutzsignal U dadurch, dass seine Frequenz f im voraus  bekannt ist und     zweckmässig    gewählt werden kann,  von den im Bahnbetrieb üblichen     Störungen    unterschei  det und als beispielsweise     tonfrequentes    Signal von bei  spielsweise 3000 Hz leicht zu einer     zentralgelegen?n     Auswertestelle übertragen werden kann.  



  Es ist nun noch darauf hinzuweisen, dass im prak  tischen Einbau der Einrichtung dieses elektromagne  tischen Detektors beispielsweise in ein Gleisstück die  ser     vorteilhafterweise    zwischen zwei die Schienen tra  gende Schwellen eingebaut wird, wenn es sich um metal-      Jene Schwellen handelt. Dies deshalb, weil dann die  Beeinflussung des räumlichen Verlaufes des Erreger  magnetfeldes durch die vorhandenen - ruhenden   Metallmassen relativ klein bleibt.  



  Es ist ausserdem darauf     hinzuweisen,    dass bei  spielsweise eine um geringe Beträge     verschiebbare    und/  oder schwenkbare Sondenspule auch bei - etwa wegen  vorhandener ruhender Metallnassen in der Umgebung  - in gewissem Masse deformiertem Erregermagnetfeld  (ohne Anwesenheit eines festzustellenden Körpers) es  erlaubt, mindestens eine sehr weitgehende Entkopplung  der Sondenspule 10 gegenüber der Erregerspule 1 und  deren Magnetfeld     einzustellen.    Eine analoge Wirkung  hat natürlich auch eine Verschiebung bzw. Schwen  kung der Erregerspule 1.

   In der praktischen Anwen  dung des elektromagnetischen Detektors ist die Span  nung U an der Sondenspule 10 ohne einen festzustel  lenden Körper nicht exakt Null, es lässt sich aber stets  ein so kleiner Wert einstellen, dass das Nutzsignal, also  bei Anwesenheit eines festzustellenden Körpers, erheb  lich stärker ist, beispielsweise 10 bis 100 mal stärker.  



  Fig. 2 zeigt eine vorteilhafte Anordnung der Erre  gerspule 1, der Sondenspule 10 und eines Kastens 25  für deren Unterbringung und eine vorteilhafte Anord  nung des elektromagnetischen Detektors in einem Gleis  stück, im     Grundriss.    Die Zeichenebene ist dabei paral  lel zur     Auflagefläche    des Gleises gedacht.  



  In einem Gleisstück mit den beiden Schwellen 20  und 21 und den auf ihnen ruhenden Schienenstücken  23 und 24 ist, etwa symmetrisch zur Mittelachse 22  des Feldes zwischen den beiden Schwellen 20 und 21,  ein Kasten 25 vorzugsweise aus magnetisch indifferen  tem Material, - beispielsweise glasfaserverstärktem  Kunstharz oder ähnlichem Material-montiert, der den  magnetischen Detektor mit der Erregerspule 1 und der  verschiebbar und schwenkbar angeordneten Sonden  spule 10 enthält. Der gleiche Kasten kann auch zur  Aufnahme weiterer Hilfsgeräte dienen, welche dem  elektromagnetischen Detektor     zugeordnet    sein     können,     wie etwa ein Oszillator für die Erzeugung des Erreger  stromes I, ein Verstärker und Leitungsanschlussgerät  für die Wegführung des Signals U usw.  



  Die Achse 2 der Erregerspule     liegt    vorteilhafter  weise in einer     Parallelebene,    in welcher die Laufflächen  der beiden Schienenstücke 23 und 24 liegen. Ihre Höhe  über der Oberkante der Schwellen 20 und 21 richtet  sich nach den gegebenen Verhältnissen, d. h. insbeson  dere nach dem aus bahnbetrieblichen Gründen zum  Einbau zur Verfügung stehenden Raum, bzw. Profil.  Es ist zweckmässig, innerhalb dieser Grenzen die Ach  se 2 der Erregerspule so hoch zu legen, wie dies aus  den genannten Gründen zulässig ist, denn dann ergibt  sich eine stärkere Beeinflussung des Erregerfeldes durch  ein durchrollendes Eisenbahnrad 30, als wenn die Ach  se 2 sehr tiefliegend gewählt wird.  



  Es hat sich gezeigt, dass ein besonders starkes Nutz  signal U an der Sondenspule 10 zu erzielen ist, wenn  die Achse 2 der Erregerspule 1 dabei einen spitzen  Winkel zur Schienenlängsrichtung einnimmt. Die Son  denspule 10 liegt dann vorteilhafterweise nahe bei der  Erregerspule 1, etwa so wie in Fig. 2 dargestellt. Selbst  verständlich wird der elektromagnetische Detektor seit  lich so nahe an die Schiene 23 herangebracht, wie dies  aus bahnbetrieblichen Gründen     zulässig    ist.

      Durch die     Anwesenheit    der ruhenden Metallmas  sen, beispielsweise Schwellen 20 und 21 und Schiene  23, oder auch     Metallteile    des Kastens 25 wird     erwar-          tungsgemäss    das Erregermagnetfeld gegenüber seinem  Verlauf in einem metallfreien Raum bereits etwas de  formiert. Dies ist in Fig. 2 durch die beispielsweise ein  gezeichneten     Kraftlinien    6 und- 7 dargestellt. Diese       Kraftlinien    6 und 7 verlaufen nicht mehr symmetrisch,  wie etwa die Kraftlinien 5 und 5' in Fig. 1.

   Immerhin  zeigt es sich in der Praxis, dass das deformierte Erre  gerfeld eine neue Achse 2' aufweist, welche     angibt,     wie die Sondenspule 10 etwa für die Erzielung mini  maler Spannung U zu orientieren ist. Schwenkt man       nämlich    die Sondenspule 10 etwa um den Winkel a  (a = Winkel     zwischen    den Achsen 2 und 2'), so ist  auch im deformierten     Erregerfeld    ein eindeutiges Mini  mum für die     Spannung    U zu erzielen. Die Achse 12  der Sondenspule 10 steht dann wenigstens angenähert  senkrecht auf der Achse 2'.  



  Es ergibt sich daraus, dass es aus praktischen  Gründen     vorteilhaft    ist, mindestens die eine der bei  den Spulen 1 und 10 schwenkbar und eventuell ver  schiebbar zu montieren.  



  Befindet sich nun zusätzlich ein zu erkennender  ferromagnetischer und/oder elektrisch leitender Körper,  z. B. ein Eisenbahnrad 30 - ruhend oder bewegt   auf der Schiene 23 in der Nähe der Erregerspule 1,  so wird das Erregerfeld     zusätzlich    noch stärker abge  lenkt bzw. deformiert, wie dies in Fig. 2 etwa durch die  für diesen Fall gestrichelt gezeichneten     Kraftlinien    6'  und 7' dargestellt ist. Durch diese vom zu erkennen  den Körper, dem Eisenbahnrad 30, verursachte zu  sätzliche Deformation verlagert sich die Achse des Er  regerfeldes nochmals     in    eine neue Lage, sie ist mit 2"  bezeichnet, beispielsweise um einen zusätzlichen Win  kelbetrag     ss    gegenüber der vorher eingenommenen Lage  2' (a).

   Da nun aber die Sondenspule 10 auf minimale  Spannung U für die Achse 2' (a) justiert ist, die zusätz  liche Deformation des Erregermagnetfeldes aber die  neue Achse 2"     (ss)        aufweist,    wird wieder eine starke  Spannung U mit der Frequenz f in der Sondenspule 10  induziert, solange der festzustellende Körper, das Ei  senbahnrad 30, in der Nähe ist.  



  Die Spannung U in der Sondenspule 10 ist propor  tional der Ampere-Windungszahl der     wechselstrom-          durchflossenen    Erregerspule 1. Durch einen kräftigen  Strom I hat man es bei fest angenommener     Windungs-          zahl    in der Hand, die Höhe des Nutzpegels von U ge  nügend hoch zu legen, derart, dass Störspannungen  keinen schädlichen     Einfluss    mehr haben.  



  Eine besonders     vorteilhafte    Lösung ergibt sich, wenn  der Erregerspule 1 mit der     Induktivität    L ein Kon  densator mit der Kapazität C zugeschaltet wird, der  art, dass sich für die Frequenz f Resonanz ergibt.  Zum Beispiel kann auch die Erregerspule 1 als Schwing  kreisinduktivität in einer     Oszillatorschaltung    liegen, wel  che Schwingungen mit der Resonanzfrequenz f erzeugt.  



  Stimmt man zusätzlich auch die Sondenspule 10  mit einer Kapazität auf die gleiche Frequenz wie f ab,  so ergibt sich durch Resonanzwirkung ein nochmals  höherer Nutzpegel. Es hat sich beispielsweise gezeigt,  dass mit wenigen Watt einem     Oszillator    mit der Erre  gerspule 1     zugeführter    Gleichstromleistung sehr leicht  ein Nutzpegel des     Sondensignals    in der Grösse meh  rerer     Milliwatt    zu - erzielen ist.

   Wählt man beispiels  weise die Frequenz f etwa 1 bis 3     Khz,    so lässt sich      ein solches     tonfrequentes    Signal sehr einfach fernmel  detechnisch verarbeiten, zum Beispiel simultan über die  Gleichstromspeiseleitung für den Oszillator zu einer  zentralen     Auswertestelle    leiten.  



  Die Anwendung des     Resonanzprinzips    bei der Er  regerspule 1 und/oder der Sondenspule 10 gibt ohne  praktisch ins Gewicht fallende Mehrkosten eine erheb  liche Steigerung der Ansprechempfindlichkeit des elek  tromagnetischen     Detektors.     



  Stellt man, abweichend von der Darstellung in  Fig.2, die Erregerspule 1 so auf, dass deren Achse  2 mindestens     annähernd    parallel zur Längsrichtung der  Schiene 23 verläuft, so     kann    man auch beidseits der  Erregerspule 1 Sondenspulen 10     anordnen.    - Beim  Durchlauf eines Eisenbahnrades 30 geben dann die  beiden Sondenspulen nacheinander ein     Signal    ab, bzw.  das an ihnen auftretende Signal erreicht nacheinander  den     Maximalwert.    Durch Ausnützung dieser zeitlichen  Verzögerung lässt sich die Bewegungsrichtung und auch  die Geschwindigkeit des festzustellenden Körpers er  fassen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Elektromagnetischer Detektor zur Feststellung fer- romagnetischer und/oder elektrisch leitender Körper, insbesondere im Eisenbahn-Sicherungswesen, dadurch gekennzeichnet, dass sich im Magnetfeld einer von ei nem Wechselstrom (1, f) durchflossenen Erregerspule (1) mindestens eine durch ihre räumliche Lage und ihre Orientierung zum genannten Magnetfeld mindestens an nähernd gegenüber der Erregerspule (1) magnetisch ent- koppelte Sondenspule (10)
    befindet, in welcher Son denspule (10) die vom genannten Magnetfeld der Er regerspule (1) induzierte Wechselspannung (U) mit der Frequenz (f) des Erregerstromes (1) zufolge Ablenkung und/oder Deformation (6', 7'; 2") des Magnetfeldes der Erregerspule (1) durch einen festzustellenden Kör per (30) grösser ist, als bei Abwesenheit des genannten festzustellenden Körpers (30).
    UNTERANSPRÜCHE 1. Elektromagnetischer Detektor nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass die magnetischen Achsen (2, 12) der Erregerspule (1) und der Sonden spule (10) wenigstens annähernd senkrecht zueinander verlaufen und die Achse mindestens einer der genann ten Spulen wenigstens annähernd in der mittleren Win dungsebene (13, 3) der anderen Spule verläuft. 2. Elektromagnetischer Detektor nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass sich die magne tischen Achsen (2, 12) der Erregerspule (1) und der Sondenspule (10) wenigstens annähernd schneiden und wenigstens annähernd senkrecht aufeinander stehen.
    3. Elektromagnetischer Detektor nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass beidseits der Er- regerspule (1) je eine Sondenspule (10) angeordnet ist. 4. Elektromagnetischer Detektor nach Patentan spruch, oder einem der Unteransprüche 1 bis 3, da durch gekennzeichnet, dass die Induktivität mindestens einer der Spulen (1, 10) durch eine Kapazität wenig stens annähernd auf die Frequenz (f) des Wechsel stromes (I) in der Erregerspule (1) abgestimmt ist. 5.
    Elektromagnetischer Detektor nach Patentan spruch oder einem der Unteransprüche 1 bis 3, da durch gekennzeichnet, dass sowohl die Erregerspule (1) als auch wenigstens eine Sondenspule (10) durch Ka pazitäten wenigstens annähernd auf die gleiche Frequenz (f) des Wechselstromes (1) in der Erregerspule (1) ab gestimmt sind. 6. Elektromagnetischer Detektor nach Patentan spruch oder einem der Unteransprüche 1 bis 3, da durch gekennzeichnet, dass die Erregerspule (1) Teil einer Oszillatorschaltung ist. 7. Elektromagnetischer Detektor nach Patentan spruch oder einem der Unteransprüche 1 bis 3, da durch gekennzeichnet, dass mindestens eine der genann ten Spulen (1, 10) verschiebbar und/oder schwenkbar angeordnet ist. B.
    Elektromagnetischer Detektor nach Patentan spruch oder einem der Unteransprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass er in einen Kasten (25) aus ma gnetisch indifferentem Material eingebaut ist. 9. Elektromagnetischer Detektor nach Patentan spruch oder einem der Unteransprüche 1 bis 3, da durch gekennzeichnet, dass er als Gleisgerät für die Feststellung durchlaufender Eisenbahnräder bzw. Ach sen in einem Eisenbahn-Sicherungssystem ausgebildet ist. 10. Elektromagnetischer Detektor nach Patentan spruch oder einem der Unteransprüche 1 bis 3, für eine Eisenbahnsicherungsanlage, dadurch gekennzeich net, dass er auf nur einer Seite einer Eisenbahnschiene (23) angeordnet ist. 11.
    Elektromagnetischer Detektor nach Patentan spruch und Unteranspruch 10, dadurch gekennzeich net, dass die Achse (2) der Erregerspule (1) wenigstens annähernd parallel zur Auflagefläche des Gleises (20, 21, 23, 24) verläuft. 12. Elektromagnetischer Detektor nach Patentan spruch und Unteranspruch 10, dadurch gekennzeich net, dass die Achse (2) der Erregerspule (1) wenigstens annähernd parallel zur Längsrichtung der Eisenbahn schiene (23) verläuft. 13. Elektromagnetischer Detektor nach Patentan spruch und Unteranspruch 11, dadurch gekennzeich net, dass die Achse (2) der Erregerspule (1) schief zur Längsrichtung der Eisenbahnschiene (23) verläuft. 14.
    Elektromagnetischer Detektor nach Patentan spruch oder einem der Unteransprüche 1 bis 3, da durch gekennzeichnet, dass die Achse (2) der Erreger spule (1) wenigstens annähernd senkrecht zur Längs richtung der Eisenbahnschiene (23) verläuft.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE102014213761A1 (de) * 2014-07-15 2016-01-21 Siemens Aktiengesellschaft Vorrichtung zur Detektion eines Verkehrsteilnehmers auf einem Verkehrsweg, Weg mit einer solchen Vorrichtung, Schienenweg mit solch einer Vorrichtung und Verfahren zum Messen von Krafteinwirkungen auf einen Verkehrsweg

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