CH458162A - Einrichtung zum rhythmischen Training der Muskulatur des menschlichen Körpers - Google Patents
Einrichtung zum rhythmischen Training der Muskulatur des menschlichen KörpersInfo
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Description
Einrichtung zum rhythmischen Training der Muskulatur des menschlichen Körpers Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist eine Ein richtung zum rhythmischen Training der Muskulatur des menschlichen Körpers, insbesondere der Beinmuskula tur, mit einem Gestell, das mit einem Sitz und Halte griffen, sowie mit zwei auf einer drehbar gelagerten Welle befestigten Pedalkurbeln versehen ist.
Einrichtungen der genannten Gattung dienen zum stationären Simulieren der trägen Masse und des von der Rollreibung, vom Luftwiderstand und von Strassen steigungen herrührenden Fahrwiderstandes eines sich in Fahrt befindenden Tretrades, derart, dass die Muskula tur eines Benützers der Einrichtung auf analoge Weise beansprucht wird, wie beim normalen Fahren eines Tret rades.
Bei einer bekannten Einrichtung dieser Gattung wird die träge Masse des Fahrrades und des Fahrers durch ein Schwungrad nachgebildet, das durch Betätigung der Pedalkurbeln in Umdrehung versetzbar ist, und der Fahrwiderstand wird durch eine einstellbare mecha nische Reibungsbremse nachgebildet, welche eine am Kranz des Schwungrades anliegende Bremsbacke auf weist. Diese bekannte Einrichtung ist mit dem Nachteil behaftet, dass die Organe der Reibungsbremse dem Ver- schleiss unterworfen sind.
Ferner ist bei dieser bekann ten Einrichtung bei konstantem Bremsdruck auch das Bremsmoment konstant, was sich insbesondere dann nachteilig auswirkt, wenn eine Person, deren Muskeln in einem Bein infolge einer Krankheit oder eines Unfalles nur teilweise oder überhaupt nicht wirksam sind, die Einrichtung benützt. In einem solchen Fall reicht die im Schwungrad steckende Energie insbesondere beim langsamen Treten oft nicht zum Aufrechterhalten der geforderten gleichförmigen Bewegung der Pedalkurbeln während der halben Umdrehung aus, während welcher das betreffende Bein keine Kraft ausüben kann.
Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht im wesentlichen darin, die genannten Nachteile zu ver- meiden. Dies erfolgt erfindungsgemäss dadurch, dass die drehbar gelagerte Welle über eine Transmission mit einer Winderzeugunsvorrichtung in Wirkverbindung steht.
Weitere Vorteile und Einzelheiten der Erfindung er geben sich aus der folgenden Beschreibung eines Aus führungsbeispieles der erfindungsgemässen Einrichtung und aus der zugehörigen Zeichnung. In der letzteren ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung perspektivisch dargestellt.
Die Einrichtung gemäss der Zeichnung weist ein mit vier Füssen 10 versehenes Gestell 11 auf, dessen Ge stalt vom Rahmen eines Damenfahrrades abgeleitet ist. Zwei gewölbeförmig zurechtgebogene Rohrstücke 12, die miteinander verstrebt sind, bilden einen Fussrahmen, an welchen eine aus je zwei Rohrstücken 13 bzw. 14 bestehende vordere bzw. hintere Gabel festgeschweisst oder hartgelötet ist. Die vordere und die hintere Gabel sind durch ein U-förmig gebogenes Rohrstück 15 mit einander verbunden, dessen Schenkel je zwischen den Gabelrohren 13 und 14 angeordnet sind. Der mit den hintern Gabelrohren 14 in Verbindung stehende Schen kel des Verbindungsrohrstückes 15 dient als Sattelrohr, in welchem als Sitz ein normaler Fahrradsattel 16 ver stellbar und feststellbar befestigt ist.
Die oberen End- partien der beiden vordern Gabelrohre 13 sind zur Bil dung von lenkerähnlichen Haltegriffen 17 je in seitlicher Richtung nach aussen abgebogen und mit Griffhülsen 18 versehen.
Zwischen den hinteren Gabelrohren 14 ist ein Fahr rad-Rad 19 drehbar gelagert, das anstelle der Luft bereifung eine die Felge 20 umschliessende Vollgummi einlage aufweist, aus welcher eine V-förmige Umfangs nut ausgenommen ist. Das Rad 19 ist auf bekannte Weise durch einen Kettentrieb antreibbar, wobei das in der Zeichnung nicht sichtbare hintere Kettenzahnrad, um welches die Kette 21 geschlungen ist, starr mit der Nabe des Rades 19 verbunden ist.
Das Tretlager 22 für die Welle, auf welcher das Kettentreibrad 23 und die beiden Pedalkurbeln 24 befestigt sind, steht über eine kurze Lasche mit einem der Rohrstücke 12 des Fuss- rahmens in Verbindung. Ferner ist ein Stützrohr 25 zwi schen dem Verbindungsrohr 15 der vordern und hintern Gabelrohre 13 und 14 und dem Tretlager 22 eingesetzt.
An jedem der beiden hinteren Gabelrohre 14 ist fer ner je ein zweiarmiger konsolenartiger, nach hinten ge richteter Ausleger 26 festgemacht, welcher die Achse 27 einer Winderzeugungsvorrichtung 28 trägt. Auf der Achse 27 der Winderzeugungsvorrichtung 28 ist eine Nabe drehbar gelagert, auf welche eine in der Ebene des Rades 19 liegende Keilriemenscheibe 29 drehfest aufgezogen ist. Die Drehbewegung des Rades 19 wird mittels eines Keilriemens 30, der in der Nut am Umfang des als Riemenscheibe dienenden Rades 19 geführt ist, auf die Keilriemenscheibe 29, und damit auf die beiden links und rechts von dieser angeordneten Flügelräder 31 übertragen.
Die Flügelräder 31 sind aus Flachprofil stücken gefertigt, welche mit der auf der Achse 27 ge lagerten Nabe verschweisst sind und dabei derart be züglich der letzteren angeordnet sind, dass bei einer Drehbewegung eine möglichst grosse Luftmenge in Be wegung versetzt wird. Damit die Abmessungen der Flügelräder nicht unverhältnismässig gross werden, weist die vom Ketten- und Riementrieb gebildete Trans mission eine Übersetzung ins Schnelle auf. Zur Ver- grösserung des Schwungmomentes der Flügelräder 31 sind deren äussere Endpartien 32 mit zusätzlichen Schwungmassen in Form kurzer Flachprofilabschnitte versehen.
Die Winderzeugungseinrichtung 28 ist ferner seitlich und oben mit einer in der Zeichnung nicht dar gestellten Abdeckung versehen, damit die trainierende Person vor dem erzeugten Wind geschützt ist und ein zufälliges Berühren der Flügelräder 31 ausgeschlossen ist.
Damit die trainierende Person sich ein Bild von ihrer Leistung machen kann, ist als Messinstrument ein nor males Fahrradtachometer 33, das neben der Geschwin- digkeitsanzeigevorrichtung auch einen Kilometerzähler aufweist, an den beiden vorderen Gabelrohren 13 be festigt und über eine biegsame Welle 34 mit einer an der Nabe des Rades 19 befestigten Antriebsscheibe 35 gekoppelt.
Bei geeignet dimensionierter Winderzeugungs- vorrichtung entsprechen die der Drehgeschwindigkeit bzw. der Summe der Umdrehungen des Rades 19 pro portionalen Ablesungen des Tachometers vor, während und nach dem Training weitgehend den entsprechenden Ablesungen des Tachometers eines normalen Fahrrades vor, während und nach der Fahrt auf einer normalen Strasse.
Im Gebrauch unterscheidet sich die beschriebene Einrichtung nur darin vom Gebrauch eines Fahrrades, dass infolge des massiv und standfest ausgeführten Ge stelles bei der vorliegenden Einrichtung keine Gleich gewichtsprobleme vorhanden sind. Die Wirkungsweise der beschriebenen Einrichtung besteht im wesentlichen darin, dass die Muskelarbeit der trainierenden Person vorwiegend als Energie bewegter Luftmassen in Er scheinung tritt. Dieser Energieumwandlungsvorgang er folgt sehr stetig, d. h. ruckartige Bewegungen sind aus geschlossen.
Da die rotierenden Teile der beschriebenen Einrichtung zudem genügend grosse Schwungmomente aufweisen, erhalten die Beinbewegungen der trainieren- den Person infolge der kombinierten Wirkung des wei chen Energieumwandlungsvorganges und der Schwung- momente den vom Radfahren her bekannten Rhythmus. Eine weitere wesentliche Eigenschaft der Einrichtung besteht darin,
dass der simulierte Fahrwiderstand mit zunehmender Drehzahl der Winderzeugungsvorrichtung progressiv zunimmt. Die trainierende Person kann daher zum rasanten und plötzlichen Beschleunigen der rotie renden Teile ihr Gesäss vom Sattel abheben und die jenige Stellung einnehmen, die einen Einsatz des ge samten Körpergewichtes zum Niedertreten der Pedal kurbeln erlaubt, ohne dass dabei ein leeres Durch drehen zu befürchten ist.
Anderseits ist bei geringen Drehzahlen der simulierte Fahrwiderstand verhältnis- mässig klein, so dass es möglich ist, mit einem Bein ohne Verwendung von mit der betreffenden Pedale ver bundenen Zehenriemen eine gleichförmige Bewegung aufrechtzuerhalten. Das beschriebene Ausführungsbei spiel erfüllt somit die Bedingungen, welche Rekonva leszenten und aktive Sportler an solche Einrichtungen stellen.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Einrichtung zum rhythmischen Training der Musku latur des menschlichen Körpers, insbesondere der Bein muskulatur, mit einem Gestell, das mit einem Sitz und Haltegriffen, sowie mit zwei auf einer drehbar gelager ten Welle befestigten Pedalkurbeln versehen ist, dadurch gekennzeichnet, dass die drehbar gelagerte Welle über eine Transmission (23, 21, 19, 30, 29) mit einer Wind erzeugungsvorrichtung (28) in Wirkverbindung steht. UNTERANSPRÜCHE 1. Einrichtung nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass die Transmission (23, 21, 19, 30, 29) eine Übersetzung ins Schnelle aufweist.2. Einrichtung nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass die Winderzeugungsvorrichtung (28) mindestens ein Flügelrad (31) aufweist. 3. Einrichtung nach Unteranspruch 2, dadurch ge- kennzeichnet, dass am Flügelrad (31) Schwungmassen (32) angebracht sind. 4.Einrichtung nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass die Transmission einen Kettentrieb (23, 21) und einen Riemenantrieb (19, 30, 29) aufweist, wobei die Drehbewegung der Pedalkurbeln (24) durch den Kettentrieb (23, 21) auf ein im Gestell (11) dreh bar gelagertes, als Riemenscheibe ausgebildetes Rad (19) übertragbar ist und durch einen Riemen (30) des Rie mentriebes vom genannten Rad (19) auf die Winderzeu- gungsvorrichtung (28). 5.Einrichtung nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass am Gestell (11) ein Messinstrument (33) angeordnet ist, das mit einem drehbaren Teil (35) der Transmission (23, 21, 19, 30, 29) in Verbindung steht, wobei das Messinstrument (33) zur Anzeige der Drehgeschwindigkeit oder einer zu dieser proportionalen Grösse und /oder zur Anzeige der Summe der Um drehungen oder einer zu dieser Summe proportionalen Grösse eingerichtet ist.
Priority Applications (1)
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| CH1836867A CH458162A (de) | 1967-12-29 | 1967-12-29 | Einrichtung zum rhythmischen Training der Muskulatur des menschlichen Körpers |
Applications Claiming Priority (1)
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| CH1836867A CH458162A (de) | 1967-12-29 | 1967-12-29 | Einrichtung zum rhythmischen Training der Muskulatur des menschlichen Körpers |
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| CH458162A true CH458162A (de) | 1968-06-15 |
Family
ID=4432498
Family Applications (1)
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| CH1836867A CH458162A (de) | 1967-12-29 | 1967-12-29 | Einrichtung zum rhythmischen Training der Muskulatur des menschlichen Körpers |
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| CH (1) | CH458162A (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| USD280117S (en) | 1983-05-05 | 1985-08-13 | Huffy Corporation | Frame for exercise cycle |
| USD280118S (en) | 1983-05-05 | 1985-08-13 | Huffy Corporation | Frame for exercise cycle |
-
1967
- 1967-12-29 CH CH1836867A patent/CH458162A/de unknown
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| USD280117S (en) | 1983-05-05 | 1985-08-13 | Huffy Corporation | Frame for exercise cycle |
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