CH441602A - Verfahren zur Erzeugung eines heizwertreichen Gases - Google Patents
Verfahren zur Erzeugung eines heizwertreichen GasesInfo
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
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Description
Verfahren zur Erzeugung eines heizwertreichen Gases Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein Ver fahren zur Erzeugung eines heizwertreichen Gases durch Vermischen eines bei der Entgasung von Kohle ent standenen Kohlendestill.ationsgases und eines bei der Spaltung und Umsetzung von Kohlenwasserstoffen mit Wasserdampf erhaltenen Spaltgases.
Nach dem erfindungsgemässen Verfahren kann ein Gas hergestellt wenden, das einen Heizwert Hn von 3800-4200 kcal/Nm3 und einer Dichte von 0,4-0,5, bezogen auf Luft besitzt, also ein Gas, das bezüglich seines Heizwertes und seiner Dichte Eigenschaften auf weist, die als typische Stadtgaseigenschaften bezeich net werden können.
Bisher :hatte ein normgerechtes Stadtgas im allge- meinenetwa folgende Zusammensetzung:
EMI0001.0024
C02 <SEP> 4,0 <SEP> Vol.%
<tb> CmH" <SEP> 2,0 <SEP> Vol.%
<tb> 02 <SEP> CO <SEP> 21,5 <SEP> Vol. <SEP> /-0
<tb> 1-12 <SEP> 51,5 <SEP> Vol.
<SEP> %
<tb> CH.4 <SEP> 17,0 <SEP> Vol.
<tb> N2 <SEP> 4,0 <SEP> VolA Infolge der ständig steigenden Nachfrage nach Stadt gas und des rückläufigen Bedarfs an Koks gehen immer mehr Gaswerke dazu über, den Gasverbrauch durch zusätzliche Spaltanlagen zu .decken, in denen Kohlenwasserstoffe zu einem Gas umgeformt werden, ,das hinsichtlich Heizwert und Dichte voll gegen Kohlen- destill.ationsgas austauschbar ist.
Eine weitere immer akuter werdende Forderung an das Stadtgas ist ein möglichst geringer Gehalt des giftigen Kohlenmonoxyds. Zu .diesem Zwecke sind Kon vertierungsanlagen entwickelt worden, in denen das Koh lenmonoxyd mit Wasserdampf katalytisch zu Kohlen- dioxyd und.Wasserstoff umgewandelt wird.
Bei einer Konvertierungsanlage für das kalte Koh- lendestilllationsgas, die mit einem Sättiger-Kühler-System ausgestattet ist, erfordert die Konvertierung immer Fremddampf, da die Umsetzung
EMI0001.0047
CO <SEP> + <SEP> H@Oflü"ig <SEP> - <SEP> C02 <SEP> + <SEP> H-, wärmeverbrauchend ist. Der Wärmeaufwand ist also notwendig für die Verdampfung des Wassers, das hier in flüssiger Form vorliegt.
Demgegenüber wird bei der Konvertierung von Spaltgas, das eine hohe Temperatur besitzt, übli cherweise der in ihm schon enthaltene Wasserdampf sowie die fühlbare Wärme des Spaltgases ausgenutzt. In manchen Fällen bei sehr weitgehender Konvertierung, kann @es auch hier notwendig sein, zusätzlich Wasser dampf zuzuführen, um den gewünschten CO-Gehalt zu erreichen. Eine Ausnutzung der Kondensations wärme des im konvertierten Spaltgas noch vorhandenen Wasserdampfes erfolgt iim albgemeinen dabei nicht.
Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Erzeugung .eines heizwertreichen Gases durch Vermi schen eines bei der Entgasung von Kohle entstandenen Kohlendestillationsgases und eines bei der Spaltung und Umsetzung von Kohlenwasserstoffen mit Wasser dampf erhaltenen Spaltgases, das sich dadurch auszeich net, dass das Kohlendestillationsgas und das Spaltgas in Mischung miteinander einer zweistufigen Konvertie rungseinrichtung zugeführt werden,
wobei das aus der ersten Konvertierungsstufe austretende Gasgemisch vor dem Eintritt in die zweite Konvertierungsstufe im Wärmeaustausch mit dem noch .ungemischten Kohlen- ,destillationsgas ,gekühlt wird und :das aus der zweiten Konvertierungsstufe austretende Gasgemisch im Wärme austausch mitdem Kohlendestillationsgas und im Wärme- austausch mit .dem Kreislaufwasser des Sättiger-Kühler- systems gekühlt wild.
Da, wie schon erwähnt, häufig Kohlendestillations- gas und Spaltgas nebeneinander erzeugt werden und beide konvertiert werden müssen, bringt das erfindungs- gemässe Verfahren bei dem dass Kohlendestil'lations- gas und .das Spaltgas in Mischung miteinander konver- tiert werden, bedeutende Vorteile mit sich.
Beim erfindungs mässen Verfahren kann das aus der zweiten Konvertierungsstufe austretende Gasgemisch einen Teil seiner fühlbaren Wärme über einen Wärme austauscher und einen Kühler an das Kreislaufwasser des Sättiger-Kühlersystems abgeben.. Das im Kühler und Wärmeaustaasch.er vorgewärmte Kreislaufwasser kann dann in den Sättiger gepumpt werden und nach Erwärmung und Aufsättigung des kalten Kohlendestil- lationsgases wieder in den Kühler zurückgepumpt wer den.
Da im .allgemeinen die die Konvertierungseinrich- tung verlassende Gasmenge grösser ist als die ihr zuge führte Menge Kohlendestillationsgas (neben der Volu menvermehrung infolge der Konvertierung hauptsächlich durch die zugegebene Spaltgasmenge), wird :dem Kühler eine entsprechend grössere Wärmemenge zugeführt.
Diese Wärme kann, wie erwähnt, über das Kreislauf- "er gelangen und ermöglicht eine ivasser in den Sättig- wesentlich höhere A.ufsättigung des Kohlendestillations- aases als es der Fall ist, wenn dieses allein konvertiert wird. Dadurch lässt sich in einem gewissen Mischungsbe reich der beiden Gasarten eine so hohe Aufsättigung er reichen, dass ein Fremddampfzusatz nicht mehr erfor derlich ist.
Die Erfindung ist anhand der Zeichnung, die eine Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens in sche matisch vereinfachter Form darstellt, näher erläutert.
Kaltes Kohlendestillations,gas tritt .durch Leitung 1 in den Sättiger 2 ein, in dem esi in direkten Kon: takt mit warmem Kreislaufwasser gebracht und .dabei erwärmt und mit Wasserdampf aufgesättigt wird. Nach Verlassen des Sättigers 2 gelangt das Gas .durch Lei tung 3, Verdichter 4 und Leitung 5 in :den Wärmeaus tauscher 6.
Hier wird es durch Wärmeaustausch mit dem konvertierten Gas weiter erhitzt und schliesslich durch Leitung 7 einem weiteren Wärmeaustauscher 8 zugeführt, in dem es auf die Konvertierungstemperatur gebracht wird. über Leitung 9 vereinigtes sich nun mit dem durch Leitung 10 ankommenden .und eben falls auf Konvertierungstemperatur befindlichen Spalt aas. Die Einstellung der Konvertierungstemperatur des Spaltgases kann beispielsweise in nicht dargestellten, an d--n Spaltreaktor anschliessenden :Benzin- und Dampf erhitzern sowie in einem Abhitzekessel erfolgen.
Das Kohlendestillationsgas-Spaltgas-Gemisch tritt nun in den Zwe-ibett-Konverter 11 ein. -Beim Durch gang durch das erste Katalysatorbett 12 wird ein Teil des in dem Gasgemisch enthaltenen Kohlenmonoxyds mittels des ebenfalls im Gas vorhandenen Wasserdamp fes zu Kohlendioxyd und Wasserstoff umgeformt. Da diese Reaktion exotherm verläuft, ist die Austrittstem peratur des Gemisches .aus dem ersten Katalys.atorbett höher als seine Eintrittstemperatur.
Es erfolgt jetzt eine Zwischenkühlung mittels des Wärmetauschers 8 in der Leitung 13, in dem ,das Gasgemisch einen Teil seiner fühlbaren Wärme an das zum Konverter strö mende Kohlendestillationsgas abgibt.
Nunmehr wieder auf :die Konvertierungstempera tur abgekühlt, passiert das Gemisch das zweite Kataly- satorbett 14, wobei ein weiterer Teil des Kohlenmono xyds umgewandelt wird und gleichzeitig wiederum eine leichte Temperaturerhöhung stattfindet.
Das konvertierte Gas verlässt den Konverter durch Leitung 15, durchströmt den Wärmeaustauscher 6 eben falls unter Wärmeabgabe an das Kohlendestillations- aas, gelangt durch Leitung 16 zu einem weiteren Wärme- austauscher 17, in den das zum Sättiger 2 fliessende Kreislaufwasser erwärmt wird, und tritt dann, durch Leitung 18 in den Kühler 19 ein.
Hier wird das kon vertierte Gas mittels des im Sättiger 2 abgekühlten Kreislaufwassers weiter heruntergekühlt und gelangt schliesslich durch Leitung 20 in den Nachkühler 21, von wo aus es unter Normaltemperatur ins Netz einge speist werden kann und mit nur noch geringem Kohlen monoxydgehalt dem Verbraucher zur Verfügung steht.
Der Weg des Kreislaufwassers ist folgender: Aus dem Kühler 19, in .dem es im Gegenstom zum konvertierten Gaserwärmt wird, gelangt das Kreis laufwasser durch Leitung 22, Pumpe 23 und Leitung 24 zum Wärmetauscher 17, wo .eine weitere TDmperaturer- höhung stattfindet, und von hier über Leitung 25 zum Sättiger 2 zwecks Erwärmung und Aufsättibgung des durch Leitung 1 ,
ankommenden kalten Kohlendestilla- tionsgases. Vom Sättiger fliesst das dort abgekühlte Kreislaufwasser durch Leitung 26 der Pumpe 27 zu, die es über Leitung 28 in den Kühler 19 zurückbeför dert.
Zum Ausgleich der bei der Verdampfung im Sätti- ger 2 entstehenden Wasserverluste ist schliesslich noch eine Leitung 29 vorgesehen, .durch die Zusatzkonden sat in die Leitung 26 eingeführt wird.
<I>Beispiel</I> Das Mischungsverhältnis des der Konvertierungs einrichtung zugeführten Kohlendestillationsgas-Spaltgas- Gemisches betrug 1 :
1 und :das erforderliche Dampf- Gas-Verhältnis 1,00 Nm3/Nm3tr. Während :das Spalt- ,gas mit der erforderlichen Konvertierungstemperatur von 360 C und .einem Gehalt an unzersetztem Wasser .dampf von 0,7 Nm3/Nm3tr zur Verfügung stand, be trug die Temperatur des Kohlend'estillationsgases vor dem Sättiger 20 C (gesättigt).
Nach Verlassen des Sätti- gers hatte sich eine Temperatur auf 84,5 C gesteigert bei einem Wasserdampfgehalt von 1,3 Nm3/NiWtr. Wei tere Temperaturerhöhungen des, Kohlendestnllationsgases erfolgten im Wärmetauscher 6 auf 270 C und im Wärmetauscher 8 auf die Konverderungstempratur von 360 C.
Die Analyse des Mischgases vor der Konvertierung war folgende:
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C02 <SEP> <B>6,78/-0 <SEP> C2H°</B> <SEP> 6,50
<tb> CO <SEP> <B>10,95/-0</B> <SEP> CEH6 <SEP> 0,28
<tb> H2 <SEP> <B>48,77/-0</B> <SEP> N2 <SEP> <B>10,56%</B>
<tb> CH4 <SEP> <B>15,65%</B> <SEP> 02 <SEP> 0,08
<tb> C2Hg <SEP> 0,43% Beim Durchgang .durch das erste .Bett des Konver ters stieg die Temperatur des Mischgases auf 41<B>11</B> C. Mittels des Wärmetauschers 8 wurde die Konvertie- rungstemperatur von 360 C wiedereingestellt, mit der ,das Gas in das zweite Bett eintrat.
Das konvertierte Gas verliess den Konverter mit einer Temperatur von 368 C und hatte folgende Zusammensetzung:
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C02 <SEP> <B>15,19%</B> <SEP> C2H4 <SEP> 5,85
<tb> CO <SEP> <B>1,00/-0</B> <SEP> CrrHr, <SEP> 0,26 <SEP> <B><I>3.7</I></B>
<tb> H2 <SEP> 53,42/-0 <SEP> N2 <SEP> 9,60
<tb> CH.4 <SEP> 14,29/-0 <SEP> 02 <SEP> C2H6 <SEP> 0,39 Je Nm-tr Mischgas vor der Konvertierung wurden 1,
10 Nm3tr konvertiertes Gas erzeugt. Im Wärmetauscher 6 wurde das konvertierte .Gas auf 265 C und im Wärmetauscher 17 auf 204 C heruntergekühlt und dann dem Kühler 19 zugeführt, in dem eine Abkühlung auf 71 C erfolgte.
Das Kreislaufwasser trat mit einer Temperatur von 42 C in den Kühler ein, verliess ihn mit 80,5 C rund wurde Im Wärmetauscher 17 auf 86,5 C weiter er wärmt, mit welcher Temperatur es in den Sättiger 2 gelangte.
Der Wärmeinhalt des Mischgases beim Eintritt in die Anlage betrug 298,3 kcal/Nm3, der benötigte Wärmeinhalt beim Eintritt in den Konverter 742,0 kcal/Nm3, so dass im System noch 443,7 kcal/Nm3 aufzubringen waren. Davon wurden durch die Konvertierungswärme und Umsetzung von 0." 44,1 kcal/Nm3 erzeugt, der Restbetrag von 399,6 keal/Nms durch Kühlung des Gases in den Wärmetauschern und im Kühler bis auf 71 C gewon nen.
Somit ist das System wärme- bzw. dampfautark, .da die benötigte Wärme gleich der zurückgewonnenen ist.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH I Verfahren zur Erzeugung eines heizwertreichen Ga ses durch Vermischen eines bei der Entgasung von Kohle entstandenen Kohlendestillationsgases und eines bei ider Spaltung und Umsetzung von Kohlenwasserstof- fen mit Wasserdampf .erhaltenen Spaltgases, dadurch gekennzeichnet, dass das Kohlendestilationsgas und das Spaltgas in Mischung miteinander einer zweistufigen Konvertierungseinrichtung zugeführt werden,wobei das aus oder ersten Konvertierungsstufe austretende Gas gemisch vor dem Eintritt in die zweite Konvertierungs stufe im Wärmeaustausch mit dem noch ungemischten Kohlendestillationsgas gekühlt wird und das aus der zweiten Konvertierungsstufe austretende Gasgemisch im Wärmeaustausch mit .dem Kohlendestillationsgas und im Wärmeaustausch mit dem Kreislaufwasser des Sät tiger-Kühlersystems gekühlt wird. UNTERANSPRÜCHE 1.Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, @dass das aus der zweiten KonvZrtierungs- stufe austretende Gasgemwsch einen Teil seiner <B>fühl-</B> baren Wärme über den Wärmeaustauscher (17) und den Kühler (19) an das Kreislaufwasser .des Sättiger-Kühler- systems abgibt. 2.Verfahren nach Patentanspruch I oder Unter- anspruch 1, dadurch gekennzeichneit, dass das im Kühler (19) und Wärmeaustauscher (17) vorgewärmte Kreis laufwasser in :den Sättiger (2) .gepumpt wird ,und nach Erwärmung und Aufsättigung des kalten Kohlendestil- lationsgases wieder in .den Kühler (19) zurückgepumpt wird. PATENTANSPRUCH 1I Nach .dem Verfahren gemäss Patentanspruch I her gestelltes heizwertreiches Gas.
Priority Applications (1)
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| CH134864A CH441602A (de) | 1964-02-05 | 1964-02-05 | Verfahren zur Erzeugung eines heizwertreichen Gases |
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| CH441602A true CH441602A (de) | 1967-08-15 |
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1964
- 1964-02-05 CH CH134864A patent/CH441602A/de unknown
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