CH412111A - Verfahren zur Herstellung einer Elektrode für elektrische Kondensatoren - Google Patents

Verfahren zur Herstellung einer Elektrode für elektrische Kondensatoren

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CH412111A
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Barry Fincham Christoph Joseph
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    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01GCAPACITORS; CAPACITORS, RECTIFIERS, DETECTORS, SWITCHING DEVICES, LIGHT-SENSITIVE OR TEMPERATURE-SENSITIVE DEVICES OF THE ELECTROLYTIC TYPE
    • H01G9/00Electrolytic capacitors, rectifiers, detectors, switching devices, light-sensitive or temperature-sensitive devices; Processes of their manufacture
    • H01G9/004Details
    • H01G9/04Electrodes or formation of dielectric layers thereon
    • H01G9/048Electrodes or formation of dielectric layers thereon characterised by their structure
    • H01G9/052Sintered electrodes

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Description


  Verfahren     zur        Herstellung        einer        Elektrode    für     elektrische        Kondensatoren       Die vorliegende Erfindung betrifft ein     Verfahren     zur Herstellung einer Elektrode für elektrische Kon  densatoren aus dem Pulver mindestens eines eine Isolier  schicht bildenden Metalls, und eine Verwendung der  selben in einem Elektrolytkondensator.  



  Derartige Elektroden wurden bisher in der Weise  hergestellt, dass ein Pulver eines zur Bildung einer  Isolierschicht befähigten Metalls, z. B.     Tantal    und  oder     Niob,    zu Pastillen gepresst und diese anschlie  ssend gesintert wurden. Der Zweck der Erfindung be  steht darin, die elektrischen Eigenschaften solcher  Elektroden weiter zu verbessern.  



  Erfindungsgemäss ist das     Verfahren    zur Herstel  lung einer Elektrode für elektrische Kondensatoren  aus dem Pulver mindestens eines eine Isolierschicht  bildenden Metalls, wobei das Metallpulver locker in  eine Form eingebracht und ohne vorangehendes Pres  sen zu einem zusammenhängenden Körper gesintert  wird, dadurch gekennzeichnet, dass der gesinterte  Körper nach Entnahme aus der Form im Vakuum zur  Entfernung von Verunreinigungen einer zweiten     Sin-          terung    unterworfen wird.  



  Mit     Hilfe    dieses     Verfahrens    ist es möglich, ge  sinterte, poröse     Tantalelektroden    mit aussergewöhn  lich guten Eigenschaften herzustellen, indem man  beispielsweise     Tantalpulver    verwendet. Dabei kann  das Pulver bei Beginn des     Sintervorganges    relativ  locker sein und das maximal mögliche Volumen pro  Gewichtseinheit einnehmen, so dass es also die     kleinst-          mögliche    Dichte besitzt. Während des Fortschreitens  des     Sintervorganges    wird das Pulver dann dichter und  schwindet von den Wänden der Form weg.

   Bei einer  bevorzugten Ausführungsform des Verfahrens wird  ein elektrischer Leiter als Anschluss für die     Tantal-          elektrode    in das lose Pulver eingesetzt und während  des     Sinterns    in dem Pulver abgestützt, so dass die    fertige, gesinterte Elektrode dauerhaft mit dem An  schlussleiter verbunden ist.  



  Die Oberflächen der Form, die während des     Sin-          terns    mit dem Pulver in Berührung kommen, bestehen  vorzugsweise ebenfalls aus     Tantal,    so dass während des       Sinterns    keine     Verunreinigungen    in die Elektrode ein  geführt werden können. Es kann statt des     Tantals     auch ein anderer, hitzebeständiger Werkstoff, wie       Molybdän    oder     Wolfram,    als Material für die Form,  Verwendung finden.  



  Die nach dem Verfahren nach der Erfindung her  gestellte Elektrode findet     bevorzugte    Verwendung     als     Anodenkörper in     Elektrolytkondensatoren.     



  In der     Praxis    hat es sich gezeigt, dass durch An  wendung des erfindungsgemässen Verfahrens bei gege  benen     Sinterbedingungen    der äquivalente Serienwider  stand der damit hergestellten Elektroden um einen  Faktor 2 oder 3 verkleinert und die Kapazität pro  Gewichtseinheit um 20 bis 50 % vergrössert werden  kann, gegenüber Elektroden, die in bekannter Weise  dadurch hergestellt werden, dass das Metallpulver  unter beträchtlichem mechanischem Druck vor dem  Sintern zu einer Tablette gepresst wird. Dieser Fort  schritt wird ohne eine nennenswerte Erhöhung des  Verhältnisses der Gleichstromverluste zur Kapazität  erreicht.  



  Die Erfindung soll im folgenden anhand von nicht  einschränkend auszulegenden Beispielen im Vergleich  mit bekannten Verfahren erläutert werden. Die Er  gebnisse der Beispiele werden anschliessend in einer  Tabelle zusammengestellt und diskutiert.    <I>Beispiel 1</I>  Bei diesem Beispiel wurde kommerziell erhält  liches     Tantalpulver    mit einer mittleren Teilchengrösse  von etwa 25 bis 30     Mikron    verwendet; die Haupt  masse des Pulvers bestand aus Teilchen einer Grösse      zwischen 5 und 30     Mikron.    Das Pulver war praktisch  frei von     flüchtigen    Bestandteilen, die im Vakuum bei  einer     Temperatur    von 500  C freigesetzt werden kön  nen.

   Die einzelnen Teilchen des Pulvers waren im  allgemeinen kompakt und     annähernd        kugelförmig.     Das Pulver enthielt kaum     zusammengesinterte    Agglo  merate oder faserförmige     Partikel.    Die lockere Pul  vermasse hatte eine minimale Dichte von etwa  5,5     g/cm3.    1,8 g dieses     Tantalpulvers    wurde in eine       Tantalform    gefüllt, die eine zylindrische Vertiefung  von 6,35 mm Durchmesser und<B>12,7</B> mm Länge ent  hielt und deren eines Ende auf einer ebenen Unter  lage ruhte.

   Die Dichte der locker eingefüllten Pulver  masse betrug etwa 5,5     g/cm3.    Anschliessend wurde     in     das     Tantalpulver    ein Stück     Tantaldraht    eingesetzt. Die  das     Tantalpulver    und den     Anschlussdraht    enthaltene  Form wurde dann in einen     Vakuumsinterofen    ein  gebracht. Es wurde ungefähr eine halbe Stunde bei  einem Druck zwischen 5 -     10-3    und 12 - 10-3     Torr     und einer Temperatur von etwa 2150  C gesintert.  



  Die angegebenen Bedingungen während des     Sin-          terns    bewirkten, dass die Dichte der gesinterten Masse  dicht über 10     g/cm3    stieg. Nach dem Sintern und Ab  kühlen der Form mit der darin gebildeten porösen,  gesinterten     Tantalelektrode    wurde diese aus dem Ofen       entnommen.Anschliessendwurdedie        gesinterteTantal-          elektrode    durch Ausstossen des     Sinterkörpers    aus der  zylindrischen Vertiefung der Form     entfernt.     



  Der nächste Verfahrensschritt bestand in der  Bildung einer isolierenden,     dielektrischen        Oxydschicht     auf der gesinterten     Tantalelektrode.    Dies     erfolgte     durch     anodische    Oxydation der Elektrode in einer       0,011/0        igen        Phosphorsäurelösung    bei 90 + -2  C und  einer annähernd konstanten Stromdichte von 35     mA     pro Gramm des     Elektrodengewichtes,    bis die ge  wünschte Spannung von ungefähr 200 V erreicht war,  worauf die Formierung bei konstanter Spannung un  gefähr zwei Stunden fortgesetzt wurde.

   Anschliessend  wurde die Elektrode 30 Minuten in     destilliertem    Was  ser gewaschen und dann getrocknet. Die elektrischen  Eigenschaften der     anodisch        oxydierten    Elektrode sind  ebenso wie die Eigenschaften der nach den anderen  Beispielen hergestellten Elektroden in der weiter un  ten folgenden Tabelle aufgeführt.  



  Die     anodische    Oxydation zur Erzeugung einer     di-          elektrischen        Oxydschicht    war bei allen Beispielen  gleich. Auch die Messungen des Gleichstromwider  standes bzw. der Gleichstromverluste, der Kapazität  und des äquivalenten Serienwiderstandes der mit  den     anodisch    oxydierten, gesinterten     Tantalelektroden     hergestellten Kondensatoren wurden unter gleichen  Bedingungen, die im folgenden     als     Normalbedin  gungen  bezeichnet werden, durchgeführt, und zwar  folgendermassen:

   Eine     zylindrische,        platinierte    Silber  elektrode mit einem Durchmesser von etwa 38 mm  und einer Höhe von etwa 50 mm umgab die     Tantal-          elektrode;    als Elektrolyt zwischen den Elektroden  diente     zehnprozentige    Phosphorsäure bei Zimmer  temperatur. Der     Gleichstromverlustwiderstand    wurde    bei 140 V nach zwei Minuten und die Kapazität und  der äquivalente Serienwiderstand wurden     12'0    Hz mit  einem 0,5     Volt-Wechselspannungssignal    gemessen.  Zur Messung des Verlustfaktors D und der Kapazität  C diente eine     Impedanzbrücke    (z. B.

   Typ     1650-A    der  General Radio     Company);    der äquivalente Serien  widerstand     ESR    wurde mittels folgender Gleichung  berechnet:     ESR    - D/2 - FC.  



  Dabei bedeuten: C die Kapazität in Farad; F die  Frequenz des     Wechselspannungssignals    in Hz, der  äquivalente Serienwiderstand     ESR    ergibt sich dann  in Ohm.    Der äquivalente Serienwiderstand ist bekanntlich  ein direktes Mass für die Leistung, die in der     Tantal-          elektrode,    deren     Oxydschicht    und dem Elektrolyten  verlorengeht.

   Da Leistungsverluste bei einem Konden  sator unerwünscht sind, gibt der     ESR-Wert    ein Mass  für die Güte, und zwar ist eine spezielle     Tantalelek-          trode    vom Standpunkt der Leistungsverluste um so  besser, je     kleiner    der     äquivalente    Serienwiderstand ist.  Die Kapazität und der Gleichstromwiderstand be  stimmen natürlich ebenfalls die Qualität einer Elek  trode.  



  <I>Beispiel 2</I>  Dieses Beispiel entspricht dem Stand der Technik.  Es wurde dasselbe     Tantalpulver    verwendet wie in  Beispiel 1, es wurde jedoch unter hohem mechani  schem Druck vor dem Sintern zu einer     zusammen-          hängenden    Pille gepresst. 1,8 g     Tantalpulver    wurden  zu einer zylindrischen Tablette mit 6,35 mm Durch  messer und einer Dichte von 9,5     g/cm-3    gepresst.  Diese Dichte entspricht weitgehend der, die derzeit  kommerziell üblich ist. Die Tablette wurde dann auf  eine flache Unterlage gelegt und bei einer Temperatur  von etwa 2150  C eine halbe Stunde bei einem Druck  von etwa 7 -     10-3        Torr    gesintert.

   Die gesinterte Ta  blette wurde dann unter Normalbedingungen     anodisch     oxydiert und geprüft.  



  <I>Beispiel 3</I>  Bei diesem Beispiel wurde ein anderes, kommer  ziell hergestelltes     Tantalpulver    verwendet. Die ein  zelnen Partikel dieses Pulvers bestanden aus Hohl  kugeln und teilweise     agglomerierten    Körpern komple  xer Form. Wegen der komplexen Struktur der ein.  zelnen     Teilchen    betrug die minimale Dichte dieser       Pulvermassen    nur 2,8     g/cm-4,        die    damit weit unter  halb der Dichte des in Beispiel 1     verwendeten    Pulvers  liegt.

   Bei Verwendung der gleichen Form, wie in Bei  spiel 1 konnten nur 1,24 g dieser sehr wenig dichten  Pulvermasse locker in der     Vertiefung    mit 6,35 mm  Durchmesser und 12,7 mm Höhe untergebracht wer  den. Die     Tantalelektrode    wurde ohne mechanischen  Druck unter denselben     Sinterbedingungen    hergestellt  wie in Verbindung mit Beispiel 1 erläutert wurde.     Die          Dichte    des     losen        Tantalpulvers    in der Form betrug  etwa 2,8     g/cm-3.    Die gesinterte Elektrode wurde unter  Normalbedingungen oxydiert und geprüft.

        <I>Beispiel 4</I>  In diesem Beispiel wurde dasselbe kommerzielle       Tantalpulver    verwendet wie Beispiel 3 zeigt;     die    Elek  trode wurde jedoch nach dem bekannten Verfahren  hergestellt. Dabei wurden 1,8 g Pulver     mechanisch     zu einer zylindrischen Tablette mit 6,35 mm Durch  messer gepresst und dann zu einer     Tantalanode    gesin  tert, wie es bisher üblich war und in Beispiel 2 be  schrieben ist. Die Dichte der Tablette vor dem     Sintern     betrug 8,0     g/cm-3    und entsprach damit weitgehend  den Dichten, die bisher     für    ein derartiges Pulver üblich  waren.

   Die gesinterte Tablette wurde dann unter  Normalbedingungen     oxydiert    und geprüft.  



  <I>Beispiel 5</I>  Bei diesem Beispiel wurde dasselbe     Verfahren    und       Tantalpulver    verwendet, wie bei Beispiel 1, mit der  Ausnahme, dass das     Tantalpulver    etwas     festgedrückt     wurde, um dem     Tantalanschlussdraht    genügend Halt  zu geben, dass er aufrecht in der Mitte des     Pullvers          stehenblei'bt.    Die gesinterte Elektrode wurde, wie  üblich, unter Normalbedingungen     anodisch    oxydiert  und geprüft.

      <I>Beispiel 6</I>  Das Verfahren war das gleiche, wie bei Beispiel 5,  mit der Ausnahme, dass dasselbe     Tantalpulver    ver  wendet     wurde,    wie in Beispiel 3.    <I>Beispiel 7</I>  Verfahren und     Tantalpulver    entsprachen Bei  spiel 1, mit der Ausnahme, dass der Anteil des Pul-         vers    verwendet wurde, dessen Teilchengrösse zwischen  5 und 10     ,u    lag. Die lockere Pulvermasse hatte eine  Dichte von ungefähr 5     g/cm3-.    Die Elektrode hatte,       anodisch        oxydiert    und geprüft unter Normalbedin  gungen, eine Kapazität von 157     MF/cm3,    und war  damit aussergewöhnlich hoch.

      <I>Beispiel 8</I>  Dieses Beispiel entspricht wieder dem Stand der       Technik,    es wurde dasselbe     Tantalpulver    verwendet,  wie bei Beispiel 7, es wurde jedoch vor dem Sintern  zuerst mechanisch zu einer Tablette gepresst, wie in  Beispiel 1     beschrieben    ist und dann bei     215ü     C eine  halbe Stunde     gesintert.        Oxydierung    und Prüfung er  folgte unter     Normalbedingungen.     



  <I>Beispiel 9</I>       Ifier    wurde dasselbe     Tantalpulver    verwendet, wie  in Beispiel 1, das Pulver wurde jedoch in der Form  nur eine     viertel    Stunde bei einem Druck zwischen  5 -     10-3    und 12 - 10-3     Torr    und einer Temperatur  von     etwa    2150  C     gesintert.    Man erhielt dadurch  einen sehr porösen, selbsttragenden Körper, der nach  dem Abkühlen aus der Form entnommen wurde.

   Der  nächste Verfahrensschritt bestand darin, den Körper  in     einem    Schiffchen     in    einen     Vakuumsinterofen    zum  endgültigen     Sintern    einzubringen, das etwa eine halbe  Stunde bei einem     Druck    zwischen etwa 5 -     10-3    und  12<B>-10-3</B>     Torr    und einer Temperatur von     ungefähr     2150  C erfolgte.

   Die fertig     gesinterte    Elektrode  wurde dann unter Normalbedingungen     anodisch    oxy  diert und     geprüft.     
EMI0003.0051     
  
    Tabelle <SEP> der <SEP> elektrischen <SEP> Eigenschaften
<tb>  Beispiel <SEP> I <SEP> (Il) <SEP> III <SEP> (IV) <SEP> V <SEP> VI <SEP> VII <SEP> (VIII) <SEP> IX
<tb>  Dichte <SEP> vor <SEP> dem <SEP> Sintern <SEP> (gcm-3) <SEP> 5,5 <SEP> 9,5 <SEP> 2,8 <SEP> 8,0 <SEP> 5,9 <SEP> 3,2 <SEP> 5,0 <SEP> 9,5 <SEP> 5,5
<tb>  Kapazität <SEP> <I>(uF/g)</I> <SEP> 14,5 <SEP> 10,2 <SEP> 17,5 <SEP> 12,4 <SEP> <B>1</B>3,8 <SEP> 16,7 <SEP> 19,9 <SEP> 5,0 <SEP> 12,2
<tb>  Reststrom/Gewicht <SEP> (uA/g) <SEP> 1,6 <SEP> 0,7 <SEP> 3,5 <SEP> 1,7 <SEP> 1,3 <SEP> 1,9 <SEP> 2,9 <SEP> >l000 <SEP> 0,7
<tb>  Reststrom/Kapazität <SEP> <I>(uA/,uF)</I> <SEP> 0,11 <SEP> 0,

  07 <SEP> 0,2 <SEP> 0,14 <SEP> 0,09 <SEP> 0,11 <SEP> 0,15 <SEP> >200 <SEP> 0,06
<tb>  Aquivalenter <SEP> Serienwiderstand
<tb>  (n) <SEP> 4,3 <SEP> 14 <SEP> 4,2 <SEP> 12 <SEP> 6,3 <SEP> 4,2 <SEP> 5,6 <SEP> >l00 <SEP> 7,2
<tb>  (Die <SEP> Beispiele <SEP> mit <SEP> den <SEP> in <SEP> Klammern <SEP> gesetzten <SEP> Nummern <SEP> entsprechen <SEP> dem <SEP> Stand <SEP> der <SEP> Technik.)       Die Tabelle zeigt, dass Elektrolytkondensatoren  mit den nach dem Verfahren gemäss der     Erfindung     hergestellten Elektroden einen     wesentlichen    Fort  schritt gegenüber dem Stand der Technik darstellen,  bei denen das Pulver vor dem Sintern zu Tabletten  gepresst wurde. Der äquivalente Serienwiderstand der  Kondensatoren nach Beispiel 1 und 3 ist z.

   B. um den  Faktor 3 kleiner als die Kondensatoren nach dem  Beispiel 2 und 4 der Elektroden vor dem     Sintern    ge  presst worden waren. Zudem sind auch noch die  Kapazitäten pro Gewichtseinheit beim Beispiel 1 und  3 um ungefähr 40 % grösser, verglichen mit Beispiel 2  und 4.    Auch bei den Beispielen 5 und 6, bei denen das  Pulver zur besseren Festlegung des     Tantalzuführungs-          drahtes    geringfügig festgestampft worden war, ergeben  sich ähnlich     vorteilhafte    Werte, wie bei den Beispielen  1 und 3.  



  Es ist     erwähnenswert,    dass die     vorliegende    Erfin  dung auf beliebige Pulver von     Tantalmetall    ebenso an  wendbar ist, als auch auf andere Metalle, die     dielek-          trische    Schichten bilden, und dass dabei entsprechend  günstige Ergebnisse erzielt werden.  



  Dies wird durch die Beispiele 7 und 8 belegt. In  den Beispielen 7 und 8 hatte das     Tantalpulver    eine       mittlere    Teilchengrösse     zwischen    5 und 10     ,u.        Beim         Beispiel 8 wurde das Pulver entsprechend dem Stand  der Technik zu einer     zusammenhängenden    Tablette  gepresst und dann erst gesintert. Die verdichtete Ta  blette aus den feinen Teilchen     zeigte    nach dem Sin  tern einen starken Schwund.

   Dadurch ergibt sich eine  Tablette mit einer kleinen     Oberfläche    und da die  Kapazität     proportional        zur    Oberfläche ist, sind die  erzielten Kapazitäten klein (5,0     yF/g).    Der hohe  Schwund     verringerte    auch die Porengrösse mit dem  Ergebnis, dass der äquivalente Serienwiderstand ausser  gewöhnlich gross wird (grösser als 100).

   Die elek  trischen Werte des Kondensators nach Beispiel 8, bei  dem der Anodenkörper durch das Verfahren gemäss  der Erfindung unter Verwendung desselben     Tantalpul-          vers    mit einer     Teilchengrösse    zwischen 5 und     10,u    herge  stellt wurde, zeigen den beachtlichen Fortschritt, der  durch die Erfindung erreicht wird. Der äquivalente  Serienwiderstand     ESR    ist um einen Faktor von min  destens 20 kleiner, während die Kapazität etwa das  Vierfache beträgt. Trotz dieser     Verbesserungen    bleibt  das Verhältnis von Restgleichstrom zu Kapazität ver  gleichbar mit den anderen Beispielen, bei denen die  Erfindung Anwendung fand.  



  Es ist     erwähnenswert,    dass es durch das Verfahren  nach der Erfindung möglich wird, Elektroden für  elektrische Kondensatoren aus Metallpulver mit einer  mittleren     Teilchengrösse    unterhalb von 10     ,u    zu     ge-          winnen    und trotzdem niedrige Serienwiderstände und  hohe Kapazitäten zu erreichen.  



  Beispiel 9 zeigt einen weiteren Fortschritt, der auf  der     Erfindung        beruht.    Es ist     möglich,    das     Tantalpul-          ver        in    der Form nur so schwach zu sintern, dass sich  gerade eine     zusammenhängende,    selbsttragende Elek  trode geringer Dichte ergibt. Die Elektrode kann dann  aus der Form     entfernt    und zur     Enfernung        flüchtiger          Verunreinigungen    erneut gesintert werden.

   Dadurch,  dass die Elektrode vor diesem zweiten     Sintern    aus  der Form entnommen     wird,    können die Verunreini  gungen leichter     entweichen,    die sonst durch die die  Elektrode einschliessende Form     zurückgehalten    wür  den. Da der erste     Sintervorgang    eine Elektrode ge  ringer Dichte liefert, kann das anschliessende     Sintern     für eine längere Zeit und bei einer höheren Tempe  ratur erfolgen, als das Sintern einer gepressten Ta  blette, die notwendigerweise eine höhere anfängliche    Dichte besitzt und man kann dadurch höhere Rein  heitsgrade erzielen.  



  Die Erfindung ist anhand spezieller Ausführungs  beispiele beschrieben worden, bei denen die Elektrode  aus     Tantalpulver    hergestellt worden ist. Natürlich  können zur Herstellung der Elektrode auch andere  Metallpulver, die Schichten bilden,     verwendet    werden.  Zusätzlich zum     Tantal    eignet sich beispielsweise auch  ein Pulver aus metallischem     Niob.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH I Verfahren zur Herstellung einer Elektrode für elektrische Kondensatoren aus dem Pulver mindestens eines eine Isolierschicht bildenden Metalls, wobei das Metallpulver locker in eine Form eingebracht und ohne vorangehendes Pressen zu einem zusammen hängenden Körper gesintert wird, dadurch gekenn zeichnet, dass der gesinterte Körper nach Entnahme aus der Form im Vakuum zur Entfernung von Verun reinigungen einer zweiten Sinterung unterworfen wird. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass die Form aus demselben Metall besteht wie das Pulver. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass ein Metallpulver einer mittleren Teilchengrösse von 5 bis 10 Mikron verwendet wird. 3. Verfahren nach Patentanspruch I oder Unter anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass Tantal- und/oder Niobpulver verwendet wird. PATENTANSPRUCH II Verwendung der nach dem Verfahren des Patent anspruches I hergestellten Elektrode als Anoden körper in einem Elektrolytkondensator. UNTERANSPRUCH 4.
    Verwendung nach Patentanspruch 1I in einem Elektrolytkondensator mit einer Kapazität von mindestens 8 ,uF pro Gramm und einem äquivalenten Serienwiderstand von unter 8 Ohm, gemessen an einer zylindrischen Elektrode mit einem Durchmesser von 6,35 mm und 1,8 p Gewicht unter Normalbedin gungen.
CH383061A 1961-03-30 1961-03-30 Verfahren zur Herstellung einer Elektrode für elektrische Kondensatoren CH412111A (de)

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