<Desc/Clms Page number 1>
Schornsteinaufsatz Die Erfindung bezieht sich auf einen Schornsteinaufsatz mit einer im Abstand von der Schorn- steinoberkante angeordneten im wesentlichen ebenen Platte, die die Schornsteinöffnung überdeckt, um eine etwa waagrechte Achse verschwenkbar und von stangenartigen Stützen getragen ist, die mit einem quer abstehenden, die Schwenkachse bildenden Zapfen versehen sind, der von einem mit der Platte verbundenen Teil umschlossen ist. Dabei wird der Zapfen vorzugsweise von einer Abbiegung oder Ab- winkelung der Stützenenden gebildet, die der Schwenkachse bzw. der Platte zugekehrt sind.
Diese Art der Bildung der Schwenkzapfen ist zwar sehr einfach, doch bedingt sie eine Unsymmetrie der Befestigungen an der Platte; die Befestigungen an den die Schwenkachse bildenden Stützen sind gegenüber denjenigen versetzt, die den Stützen zugeordnet sind, welche der Schwenkachse gegenüberliegen. Hierdurch ergeben sich nicht nur Nachteile in bezug auf das Aussehen des Aufsatzes, vielmehr muss auch die Platte - z. B. bei Verwendung von vier Stützen - mit zwei gegeneinander versetzten Lochpaaren versehen werden. Dieses erfordert besondere Aufmerksamkeit bei der Plattenherstellung; ausserdem kann die Platte nur in einer bestimmten Stellung montiert bzw. verschraubt werden.
Zur Vermeidung dieser Nachteile wird gemäss der Erfindung vorgeschlagen, das mit der Platte verbundene Teil abzubiegen oder abzuwinkeln und den mit der Abwinkelung oder Abbiegung des Teiles verbundenen, zum Verschrauben der Platte dienenden Schraubbolzen mit oder praktisch mit der zugehörigen Stütze zu fluchten.
Eine solche Anordnung ermöglicht eine symmetrische Verteilung der an der Platte vorgesehenen Schraublöcher und ferner eine architektonisch ein- wandfreie, verbesserte Ausbildung des Schornsteinaufsatzes.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung, das vorzugsweise verwendet werden soll, ist in der Zeichnung dargestellt.
Es zeigen: Fig. 1 einen Schornsteinaufsatz in der Seitenansicht, Fig. 2 eine Draufsicht auf eine Abdeckplatte für den Aufsatz gemäss Fig. 1, Fig. 3 einen Schnitt nach der Linie 111-III von Fig. 1, Fig. 4 eine Einzelheit aus Fig. 1 in Richtung des Pfeiles IV gesehen und Fig. 5 eine Einzelheit aus Fig. 1 in vergrösserter Darstellung.
Die nach dem Ausführungsbeispiel quadratische Platte 1 wird von vier stangenartigen Stützen 2 getragen und ist im Abstand von der Schornsteinoberkante 3 angeordnet. Die beiden in Fig. 1 rechts angeordneten Stützen 2 weisen eine Abbiegung 4 auf, die einen Gelenkbolzen in der Weise bilden, dass die Platte 1 um eine waagrechte Achse über den Totpunkt hinweg in eine steil ansteigende Stellung bewegbar ist, die in Fig. 1 durch gestrichelte Linien 5 angedeutet ist und eine Reinigung des Schornsteines vereinfacht.
Die Platte 1 ist durch Winkelstücke 6, die aus Winkeleisenabschnitten bestehen, mit den Abbiegungen verbunden. Der eine Schenkel 7 weist ein dem Durchmesser der Abbiegung 4 entsprechendes Loch auf und ist auf den abgebogenen Teil der Stützen, also auf die Abbiegung 4 aufgeschoben. Damit keine unnötigen Verschiebungen auftreten, können die Schenkel 7 zwischen Anschlägen 8 angeordnet sein. Der andere waagrechte Schenkel 9 berührt hingegen
<Desc/Clms Page number 2>
die Platte 1 bzw. hier anliegende Verstärkungsscheiben 10 und ist mit einem fest angebrachten Schraubbolzen 11 versehen, der die Platte 1 durchsetzt. Die Befestigung erfolgt mit Hilfe der Hutmutter 12.
Wichtig ist hierbei, dass ein solches Winkelstück 6 verwendet wird, dass der Schraubbolzen 11 praktisch in der Flucht der zugehörigen Stützen 2 liegt. Die Längsmittelachse des Schraubbolzens 11 fällt also mit der Längsachse 13 der Stütze 2 zusammen.
Den Stützen 2, die mit der Abbiegung 4 versehen sind, liegen gerade auslaufende Stützen 2 gegenüber, mit denen die Platte 1 durch aufschiebbare Hülsen lösbar verbunden ist, die mit 14 bezeichnet sind und ebenfalls mit Schraubbolzen und Hutmutter 12 befestigt werden.
Die Befestigung der Hülsen 14 und der Winkelstücke 6 kann somit mit Hilfe von gleichmässig an der Platte 1 angeordneten Löchern 15 erfolgen, die bei einer quadratischen Platte 1 gemäss Fig. 2 auf den Diagonalen 16 liegen und gleiche Abstände von der Plattenmitte haben. Sind die Platten 1 hingegen rechteckig, so können die Löcher 15 ebenfalls mit gleichem Abstand von den Plattenecken auf den Diagonalen liegend angeordnet werden.
Besonders wichtig ist noch eine rüttelsichere Splintverbindung an der Hülse 14, die so ausgebildet werden kann, dass bei Einwirkung von Wind oder dergleichen Klappergeräusche oder dergleichen vermieden werden. Der eigentliche Splint 17 ist der eine Schenkel eines U-Stückes mit Steg 18 und dem anderen Schenkel 19, der jedoch etwa rechtwinkelig zu dem Steg 18 abgewinkelt ist und mit einem Auge 19' versehen worden ist; hier greift eine Kette 20 oder dergleichen an, die durch einen Ring 21 beschwert und befestigt ist, welcher die Stütze 2 umschliesst.
Da die Länge des Steges 19 praktisch dem durch den Stützendurchmesser und der Hülsenwandstärke vorgegebenen Mass entspricht und die mit dem Auge 19' versehene Abbiegung des Steges 19 auf der Seite der Stützen 2 liegt, die durch das freie Splintende bestimmt ist, kann in der in der Zeichnung dargestellten Lage der Sicherung der Splint 17 nicht in Richtung des Pfeiles 20' bewegt und somit auch nicht die Verbindung zwischen Platte 1 und Stütze 2 gelöst werden. Erst wenn der Steg 18 in Richtung des Pfeiles 21 bewegt und damit der Splint 17 verdreht ist, kann dieser herausgezogen werden. Von Bedeutung ist hierbei, dass die Sicherung durch die Kette 20 und den Ring 21 in der dargestellten Lage gehalten wird und somit ein ungewolltes Lösen des Splintes 17 nicht eintreten kann.
Es sei erwähnt, dass die beschriebene Splint- sicherung gegebenenfalls auch bei solchen Aufsätzen der erwähnten Art Verwendung finden kann, bei denen die Längsachsen der Schraubbolzen 11 und der Stützen 2 nicht bzw. nicht genau fluchten.