CH403984A - Supraleitende Magnetspule - Google Patents

Supraleitende Magnetspule

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CH403984A
CH403984A CH1427163A CH1427163A CH403984A CH 403984 A CH403984 A CH 403984A CH 1427163 A CH1427163 A CH 1427163A CH 1427163 A CH1427163 A CH 1427163A CH 403984 A CH403984 A CH 403984A
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coil
magnetic
superconducting
magnet coil
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CH1427163A
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Riemersma Henry
B Satterthwaite Cameron
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Westinghouse Electric Corp
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    • H01F6/00Superconducting magnets; Superconducting coils
    • H01F6/02Quenching; Protection arrangements during quenching
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Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
    Supraleitende      Magnetspule   Die vorliegende Erfindung bezieht sich allgemein auf    supraleitende   Magnetspulen, insbesondere auf Einrichtungen zum Schutz einer    supraleitenden   Magnetspule gegen Ausbrennen und zum Schutze des Gerätes, welches die    supraleitende   Magnetspule enthält, gegen Explosion, die durch Verdampfen des    Spulenkühlmittels   mit explosionsartiger Geschwindigkeit hervorgerufen werden kann.

   Eine derartige Verdampfung kann durch das    plötzliche   Freiwerden der    im      Magnetfeld   der    supraleitenden   Magnetspule gespeicherten Energie    bewirkt   werden, falls die    supra-      leitende      Magnetspule   plötzlich ihre    supraleitenden   Eigenschaften    verliert   und normalleitend, d. h. ein elektrischer Widerstand wird. 



  Die Energie, die    im   Magnetfeld der    supraleiten-      den   Magnetspule gespeichert ist, ist gegeben durch die Gleichung    Wfi   =    1/2   - L .    Ist,   wobei    W3   die Energie, L die    Induktivität   der    supraleitenden   Magnetspule und    IS   den Strom bedeuten, der in der    supraleitenden   Magnetspule    fliesst,   bevor sie normalleitend wird. 



  Da eine    supraleitende   Magnetspule wesensgemäss hohe    Induktivität   besitzt und einen hohen Strom führt, kann die gespeicherte Energie    beträchtlich   sein, und es könnte ein Grossteil dieser Energie plötzlich in Form von Wärme frei werden. Daher besteht die Möglichkeit, dass die Magnetspule ausbrennt oder dass das    Kühlmittel   der Magnetspule mit    explosionsärtiger      Geschwindigkeit   verdampft. 



  Gegenstand der Erfindung ist eine Magnetspule, bestehend aus einer Anzahl von Windungen aus    supraleitfähigem   Material, mit Mitteln    zur   vorzugsweise schrittweisen Vernichtung eines grossen Teiles der beim Übergang der Spule vom    supraleitenden   in den normalleitenden Zustand freiwerdenden magnetischen Feldenergie. Die Erfindung besteht darin, dass die Magnetspule    mit   wenigstens einer kurzgeschlossenen Windung aus elektrisch leitendem, bei der Arbeitstemperatur der Magnetspule nicht    supraleitendem   Material magnetisch gekoppelt ist und dass die genannte kurzgeschlossene Windung einen kleineren elektrischen Widerstand besitzt als die Magnetspule im normalleitenden Zustand. 



  Die kurzgeschlossene Windung besitzt bei zweckmässiger Ausbildung    die   Fähigkeit, einen grossen Teil der magnetischen Feldenergie der Hauptspule als    Wärme      mit      verminderter   Geschwindigkeit abzugeben    und   ,so die Temperaturerhöhung in der Hauptspule und die    Geschwindigkeit   der    Kühlmittel-      verdampfung   zu erniedrigen. 



  In einer speziellen Ausführungsform kann der    Spulenträger,   auf den die    supraleitende   Magnetspule gewickelt ist, als diese    zweite   Spule verwendet werden. Der    Spulenträger   ist so ausgebildet und die Magnetspule ist so    gewickelt,   dass zwischen der Magnetspule und dem    Spulenträger      grösstmögliche   magnetische Kopplung    bewirkt   wird. Der    Spulenträger   ist aus einem Material, beispielsweise aus gut leitendem Kupfer, hergestellt, das bei den in Frage kommenden Temperaturen elektrisch leitend ist, aber nicht    supraleitend   wird.

   Daher wird der Spulenträger einen hohen Widerstand im Vergleich zum Widerstand der    supraleitenden   Magnetspule besitzen, und der    Spulenträger   wird den magnetischen Fluss nicht beeinflussen, der durch    die   Magnetspule erzeugt wird, wenn sie im    supraleitenden   Zustand betrieben wird. Wenn der    Spulenträger      supraleitend   würde, würde er ein eigenes    induziertes   Magnetfeld haben,    das   mit der Zeit nicht verschwinden würde und welches dem Magnetfeld der    supralei-      tenden   Magnetspule entgegengesetzt wäre.

   Nur wenn 

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 die Magnetspule normalleitend wird, ist es erwünscht, dass der    Spulenträger   elektrischen Strom führt. Daher wird für den    Spulenträger   ein nicht    supraleiten-      des   Metall verwendet, das eine hohe, aber endliche elektrische Leitfähigkeit bei der Temperatur besitzt, bei der die Magnetspule aufhört,    supraleitend      zu   sein. 



  Zum besseren Verständnis der Erfindung    wird   auf die beigegebenen Zeichnungen Bezug genommen.    Fig.   1 stellt, teilweise im    Schnitt,   die Seitenansicht eines Ausführungsbeispiels der Erfindung dar.    Fig.   2    zeigt      eine   Rückansicht    des   Ausführungsbeispiels der Erfindung, das in    Fig.   1 gezeigt ist. 



     Fig.   3 ist eine schematische Darstellung des    nä-      herungsweisen   Ersatzschaltbildes einer    supraleitenden   Magnetspule, die erfindungsgemäss mit der schützenden    Hilfsspule   ausgestattet ist. 



  Wie man am besten in    Fig.   1 sieht, besteht die Magnetspule 12 aus einer Vielzahl von Windungen aus    supraleitfähigemMaterial.   Diese Windungen liegen auf einem    Spulenträger   10, der    einen   Mittelteil 8 und scheibenförmige Endflanschen 6 besitzt. Ein zylindrischer Teil 14 ist an den    Endflanschen   6 befestigt. Der    Zylinder   14, der im wesentlichen eine kurzgeschlossene Windung bildet, kann an den scheibenförmigen    Endflanschen   6 durch beliebige geeignete Mittel, beispielsweise durch die    gezeigte   Schraube 16,    hinter   der    supraleitenden   Windung 12 auf dem    Spulenträger   10 befestigt werden.

   Es ist zu bemerken, dass die    supraleitende   Magnetspule 12 nun innerhalb einer    toroidförmigen   Anordnung    angebracht   ist, die dadurch gebildet wird, dass der Zylinder 14 mit dem    Spulenträger   10 verbunden wird. Die durch diese Anordnung bedingte Geometrie bewirkt eine    grösstmögliche   magnetische Kopplung zwischen der Magnetspule 12 und dem    einschliessenden,      toroid-      förmigen   Gehäuse.

   Der    Spulenträger   10 und der    Zylinder   14    können   aus jedem Material    hergestellt   werden, das bei Temperaturen, .oberhalb derer die Magnetspule ihre    supraleitenden   Eigenschaften verliert, hohe    elektrische      Leitfähigkeit      besitzt,   aber das nicht selbst    supraleitend   wird, beispielsweise aus hochleitfähigem Kupfer oder    Aluminium.   Die    supra-      leitende   Magnetspule 12    ist   mit einer Gleichstromquelle 32 verbunden. 



     Fig.   2 zeigt, wie der    Zylinder   14 am    End-      flansch   6 mittels der genannten Schrauben, beispielsweise    mit   der genannten Schraube 16, befestigt    ist.   Im Mittelteil 8 ist    eine      Öffnung   15 vorgesehen, um den Zugang zum mittleren Teil der Spule zu ermöglichen, wo das Magnetfeld am stärksten ist. Es ist zu bemerken, dass der    Mittelteil   8 ebenfalls eine kurzgeschlossene Windung    innerhalb   der Windungen der Magnetspule    bildet.   



     Fig.   3 stellt ein    angenähertes      Ersatzschaltbild   der Magnetspule und des    Spulengehäuses   dar,    die   in    Fig.   1 und 2 dargestellt sind. Der    Stromkreis   28 ist eine    schematische   Darstellung der    supraleitenden   Magnetspule und der    damit   verbundenen Gleichstromquelle, beispielsweise der Batterie 32. Der Wi-    derstand   18 stellt    in   zusammengefasster Form den an sich verteilten Widerstand der    supraleitenden   Windungen der Magnetspule dar.

   Die    Induktivität   24 ,stellt in zusammengefasster Form die    Induktivität   der    supraleitenden   Magnetspule dar. Es ist zu bemerken, dass der Widerstand 18 einen Wert von genau oder nahezu 0 Ohm haben wird, wenn die    Magnetspule   bis zu der Temperatur abgekühlt wird, bei der sie    supraleitend   wird. Der Widerstand 18 wird jedoch beträchtlich anwachsen, wenn die Magnetspule aus irgendeinem Grund ihre    supraleitenden   Eigenschaften verliert. In    Fig.   3 stellt    il   den Strom dar, der auf Grund der angelegten Spannung durch die Magnetspule fliesst. Die konventionelle Stromrichtung vom positiven zum negativen Pol der Batterie    wird   in dieser Figur benutzt.

   Der Ersatzstromkreis 30 stellt in schematischer Form den Stromkreis des    toroidförmigen      Spulengehäuses   dar, welcher in    Fig.   1 und 2 gezeigt ist. Der Widerstand 20 ist der Ersatzwiderstand des    toroidförmigen      Spu-      lengehäuses.   Da das    Spulengehäuse   aus einem Metall besteht, das nicht    supraleitend   werden kann, ist der Widerstand 20 erheblich grösser als der Widerstand 18 der Magnetspule, wenn die Magnetspule und das zugehörige    Spulengehäuse   bis zu einer Temperatur gekühlt sind, bei der die Magnetspule    supraleitend   wird.

   Die    Induktivität   26 stellt die    Induktivität   des    toroidförmigen      Spulengehäuses   dar, das in    Fig.   1 und 2 abgebildet ist. Die wechselseitige Induktion zwischen der Magnetspule und dem    toroidförmigen      Spulengehäuse   wird durch M dargestellt. Der in dem    Spulengehäuse   fliessende Strom, der durch eine    Änderung   des    Magnetspulenstromes   induziert wird, ist durch    i2   dargestellt. Der Strom im    Spulengehäuse   ist so dargestellt, dass er die gleiche Richtung hat wie der Strom in der    supraleitenden   Magnetspule. 



  Wenn ein Teil der im Magnetfeld der Spule gespeicherten Energie wegen einer Vergrösserung des    Spulenwiderstandes   18, die dadurch verursacht    wird,      dass   die Magnetspule normalleitend wird, und wegen der    damit   verbundenen Verkleinerung des Spulenstromes durch    Transformatorwirkung   auf das    Spu-      lengehäuse   übertragen    wird,   dann wird die    Energie      in.   Form von Wärme im Widerstand 20 abgegeben. Da aber der Widerstand 20 kleiner ist als der Widerstand: 18 im Falle der Normalleitung, wird die Energie in    verminderter      Geschwindigkeit   durch den zirkulierenden Strom    i2   abgegeben.

   Dadurch    wird   die Temperaturerhöhung in der Spule und die Geschwindigkeit der    Kühlmittelverdampfung   vermindert. Solange sich der Strom    i1   in der Magnetspule nicht ändert, wird kein Strom i2    im      Spulenghäuse      fliessen.      Wenn   der Strom    11   sich    ändert,   weil die Magnetspule ihre    Supraleitfähigkeit      verliert,   dann wird der Strom    i2   im    Spulengehäuse   wegen der wechselseitigen    Induktion   M induziert.

   Die Art, in der die Energie von der Magnetspule auf das    Spulengehäuse      übertragen   wird, ist ähnlich der    Energieübertragung   von der    Primär-   zur    Sekundärwicklung      eines   Im- 

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    pulstransformators.   Die Magnetspule ist    eine   Gleichstromanordnung, aber wenn ein    plötzlicher   Wechsel im    Spulenstrom   auftritt, wird ein Strom im Spulengehäuse induziert, das analog    einer   Sekundärwicklung eines Impulstransformators angebracht ist. 



  Wenn das beschriebene    Spulengehäuse   nicht vorhanden oder wenn es aus einem Nichtleiter angefertigt ist, muss die Energie, die von der    Magnetspule   abgegeben wird, wenn der Strom infolge des Überganges in den normalleitenden Zustand abnimmt, allein in Form von    Wärme   im Widerstand 18 vernichtet werden. 



  Die Magnetspule gemäss der Erfindung schützt sich also selbst gegen Ausbrennen und explosive Verdampfung des Kühlmittels für den Fall, dass sie in den normalleitenden Zustand übergeht. 



  Die oben beschriebene Vorrichtung zeigt nur ein Ausführungsbeispiel der Magnetspule gemäss der Erfindung. Es können zahlreiche Änderungen vorgenommen werden, ohne vom Wesen der Erfindung abzuweichen. Beispielsweise kann einer der scheibenförmigen    Endflansche   6 weggelassen werden, um eine bessere    Kühlmittelzufuhr   zu der    supraleitenden   Spule zu gewährleisten. Es können auch im Spulengehäuse Öffnungen zur Zu- und Abführung von Kühlmittel vorgesehen werden. Ferner können    im      Spulengehäuse   selbst, beispielsweise im Mantel 14 oder im Mittelteil 8,    Kühlmittelleitungen   vorgesehen ,sein.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Magnetspule, bestehend aus einer Anzahl von Windungen aus supraleitfähigem Material, dadurch gekennzeichnet, dass sie mit wenigstens einer kurz- geschlossenen Windung aus elektrisch leitendem, bei der Arbeitstemperatur der Magnetspule nicht supra- leitendem Material magnetisch gekoppelt ist und dass die genannte kurzgeschlossene Windung einen kleineren elektrischen Widerstand besitzt als die Magnetspule im normalleitenden Zustand. UNTERANSPRüCHE 1. Magnetspule nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die kurzgeschlossene Windung die Magnetspule umschliesst. 2.
    Magnetspule nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Windungen aus supraleit- fähigem Material auf einem Spulenträger aus normalleitendem Material aufgewickelt sind. 3. Magnetspule nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die kurzgeschlossene, die Magnetspule umschliessende Windung aus dem gleichen Material wie der Spulenträger besteht und mit diesem verbunden ist. 4.
    Magnetspule nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Windungen aus supraleitfähigem Material in einem Spulengehäuse angebracht sind, dass dieses Spu- lengehäuse aus einem Mittelstück, um das die genannten Windungen gewickelt sind, aus scheibenförmigen Endflanschen und aus einer kurzgeschlossenen, die Magnetspule umgebenden, mit den genannten Flanschen verbundenen Windung besteht und dass das Spulengehäuse aus einem .elektrisch leitenden,
    bei der Arbeitstemperatur der Magnetspule nicht supraleitenden Material gefertigt ist und einen kleineren elektrischen Widerstand besitzt als die Magnetspule im normalleitenden Zustand.
CH1427163A 1962-12-12 1963-11-21 Supraleitende Magnetspule CH403984A (de)

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