CH397226A - Vorrichtung zum Herstellen von Körnchen aus band- oder drahtförmigen Produkten - Google Patents
Vorrichtung zum Herstellen von Körnchen aus band- oder drahtförmigen ProduktenInfo
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Description
Vorrichtung zum Herstellen von Körnchen aus band- oder drahtförmigen Produkten Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Herstellen von Körnchen aus band- oder drahtförmigen Produkten mit einem ortsfesten Schneidmesser, einer Führungseinrichtung zur Führung des Ausgangsproduktes über eine der Seitenflächen des ortsfesten Messers in Richtung der Schneidkante, mit ein oder mehreren beweglichen Schneidmessern und einem Antriebssystem, welches die beweglichen Messer mit ihren Schneidkanten quer zur Führungsfläche des festen Schneidmessers an dessen Schneidkanten vorbeibewegt. Vorrichtungen dieser Art sind an sich bekannt. Sie werden in grossem Umfange zum Hacken von thermoplastischen Stoffen zu Körnchen benützt, die später durch Spritzguss zu Formkörpern oder durch Schmelzspinnen zu Garnen oder Fäden verarbeitet werden. In sehr vielen Fällen werden die banC oder drahtförmigen Ausgangsprodukte der Hackvorrichtung als runde Drähte mit einer Stärke von 1,5-3 mm zugeführt. Die Länge der Körnchen wird in der Regel so gewählt, dass sie der Drahtdicke- entspricht. Bei der Verarbeitung der so hergestellten Körnchen hat es sich gezeigt, dass alle möglichen unerwarteten und unergründlichen Schwierigkeiten auftreten. So zeigen z. B. aus farbigen Körnchen hergestellte Spritzgussgegenstände Flecken und Streifen, trotzdem das körnige Ausgangsmaterial eine absolut homogene Farbe besitzt. Das gleiche Phänomen tritt auch beim Giessen von gefärbten Filmen auf. Beim Schmelzspinnen von Fäden aus absolut reinen Körnchen hat es sich manchmal gezeigt, dass ein Filter in der Spinnvorrichtung besonders schnell verstopft wird. Bis jetzt wurde seitens der Fachleute für alle diese und ähnliche Schwierigkeiten keine Erklärung gefunden. Es ist daher besonders überraschend, dass keiner dieser Übelstände auftritt, wenn die Drähte mit einer Vorrichtung gemäss der vorliegenden Erfindung zu Körnchen zerhackt werden. Eine genaue Untersuchung der mit Hilfe dieser Vorrichtung hergestellten Körnchen und derjenigen nach bekannter Herstellungsweise hat folgende Tatsachen ergeben: Die mit Hilfe der bekannten Vorrichtungen erzeugten Körnchen zeigen stark deformierte Flächen. An manchen Stellen erscheint das Material überhitzt bzw. geschmolzen, während an anderen Stellen die Kanten der Schneidflächen ausgefranst sind. Ausserdem wurden bei einer Probe von Körnchen aus Polyamidmaterial, die 1¸ mm Länge und 11A mm Dicke besassen, je Körnchen 50 Staubteilchen gezählt, deren Grösse zwischen 15 und 50 betrug. Das Material dieser Staubteilchen erwies sich als chemisch identisch mit demjenigen der Körnchen. Im Gegensatz dazu zeigen die mit Hilfe der erfindungsgemässen Vorrichtung erhaltenen Körnchen sehr saubere Schnittflächen, an denen nichts ungewöhnliches ausfällt. Ausserdem konnte zwischen diesen Körnchen praktisch kein Staub entdeckt werden. Es ist daher anzunehmen, dass der Staub bzw. die Fransen an den Körnchen und die überhitzten Stellen an den Schnittflächen derselben die Ursachen für die oben geschilderten Schwierigkeiten sein dürften. Wahrscheinlich ist das Material, aus welchem der Staub besteht, weiterpolymerisiert oder degradiert als das Material der Körnchen und gibt daher Anlass zu der erwähnten Verstopfung der Filter oder zu Verfärbungen. Neben dem Bestreben, diese Schwierigkeiten zu überwinden, war man auch immer bestrebt, eine Vorrichtung zu schaffen, welche das Material mit einem Mindestaufwand an Schneidenergie zu Körn chen verarbeitet. In diesem Zusammenhang wurde es immer für notwendig gehalten, dass die Schneidkanten der zwei zusammenwirkenden Messer so scharf wie möglich sein sollen. Überraschenderweise wurde nun gefunden, dass die Vorrichtung gemäss der Erfindung neben den durch sie erzielbaren Vorteilen auch wesentlich weniger Schneidenergle benötigt als die bisher bekaan ten Vorrichtungen. Die vorliegende Erfindung besteht darin, dass die Schneidkante des ortsfesten Messers abgerundet ist und einen Krümmungsradius von 0,15-0,5-, vorzugsweise 0,2mal der Dicke der Ausgangsprodukte besitzt, und dass der Abstand zwischen dem ortsfesten Messer und der Bahn der beweglichen Schneiden kleiner ist als 0,04 mm, vorzugsweise kleiner als 0,02 mm. Der Winkel zwischen den Seiteaflächen des ortsfesten Messers kann in Abhängigkeit von dem zu hackenden Material verschieden gewählt werden und soll vorzugsweise etwa 450 betragen. Die beweglichen Messer können in einem Messerkopf vereint sein, doch können sie auch einen ein stückigen zylindrischen Fräser bilden. Besonders günstige Ergebnisse werden erzielt, wenn die Vorderflächen der beweglichen Schneiden unter einem Winkel von 70-900 mit der Tangente an die Bahn der Schneidkanten nach rückwärts ge neigt sind, während deren Rückseiten von abg winkelten Flächen gebildet sind, deren von der Schneidkante am weitesten entfernter Abschnitt einen Winkel von 15-400 mit der Tangente an die Bahn der Schneidkante einschliesst, und der nächst gelegene Abschnitt bis zu einem Abstand von 0,1-1 mm von der Bahn mit der Tangente einen Winkel von 5-100 einschliesst. Es hat sich gezeigt, dass, je mehr sich der Winkel, den die Vorderfläche und die Bahn der Schneidkante einschliesst, 900 nähert, desto besser sich die Vorrichtung zum Herstellen von verhältnismässig harten Drähten eignet. Diese können gege- benenfalls durch die Beifügung von verhältnismässig hartem Pigment, wie z. B. TiO2, gehärtet werden. In der Zeichnung ist die Vorrichtung gemäss der Erfindung an Hand eines Ausführungsbeispieles schematisch veranschaulicht. Sie zeigt einen Querschnitt durch die Schneidkanten von zwei zusammenwirkenden Schneidmessern der Vorrichtung. In der Zeichnung ist das ortsfeste Messer mit 1 bezeichnet. Gegenüber dieser ortsfesten Schneide rotiert ein zylindrischer Fräser 2 in der Pfeilrichtung. Die hintereinanderliegenden Zähne 3, 4, 5 befinden sich an der zylindrischen Oberfläche des Fräsers und wirken als bewegliche Messer. Der Fräser kann beispielsweise 10 cm Durchmeser besitzen. An seinem Umfang sind 25 Zähne angeordnet. Längs der oberen Begrenzungsfläche des ortsfesten Messers 1 werden mehrere runde Drähte 6 nebeneinanderliegend dem Fräser in der Pfeilrichtung zugeführt. Von diesen Drähten, die beispielsweise eine Dicke von 1,5 mm besitzen, ist bloss einer dargestellt. Jedesmal, wenn ein Draht 6 von dem Fräser getroffen wird, wird ein Körnchen 7 abgehackt. Das ortsfeste Messer liegt in einem Abstand von 0,02 mm von der Bahn 8 entfernt, welche die Schneidkanten des Fräsers beschreiben. Die Achse des Fräsers liegt parallel zur Schneidkante 9 in der Ebene der oberen Begrenzungsfläche des ortsfesten Messers. Die Schneidkante 9 besitzt einen Krümmungsradius von 0,3 mm. Die Vorderflächen 10 der Fräserzähne schliessen mit der Tangente an die Bahn 8 der Schneidkanten einen Winkel von etwa 800 ein. Die rückwärtigen Flächen der Fräserzähne sind abgewinkelt und bestehen aus zwei Flächenabschnitten 11 und 12. Die Fläche 11 schliesst einen Winkel von 400 und die Fläche 12 einen solchen von 50 mit der Tangente an die Bahn 8 der Schneiden ein. Die Flächen 12 besitzen eine Breite von 0,25 mm. Auch bei sehr hohen Arbeitsgeschwindigkeiten hat sich erwiesen, dass die Vorrichtung sehr saubere und glatte Körnchen liefert, zwischen denen sich praktisch kein Staub befindet.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Vorrichtung zum Herstellen von Körnchen aus band' oder drahtförmigen Produkten mit einem ortsfesten Schneidmesser, einer Führungseinrichtung zur Führung des Ausgangsprodukts über eine der Seitenflächen des ortsfesten Messers in Richtung der Schneidkante, mit ein oder mehreren beweglichen Schneidmessern und einem Antriebssystem, welches die beweglichen Messer mit ihren Schneidkanten quer zur Führungsfläche des festen Schneidmessers an dessen Schneidkanten vorbeibewegt, dadurch gekennzeichnet, dass die Schneidkante des ortsfesten Messers abgerundet ist und einen Krümmungsradius von 0,15-0,5mal der Dicke der Ausgangsprodukte besitzt, undi dass der Abstand zwischen dem ortsfesten Messer und der Bahn der beweglichen Schneiden kleiner ist als 0,04 mm.UNTERANSPRUCH Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorderflächen der beweglichen Schneiden unter einem Winkel von 70-900 mit der Tangente an die Bahn der Schneidkanten nach rückwärts geneigt sind, während deren Rückseiten von abgewinkelten Flächen gebildet sind, deren von der Schneidkante am weitesten entfernter Abschnitt einen Winkel von 15-400 mit der Tangente an die Bahn der Schneidkante einschliesst, und der nächst gelegene Abschnitt bis zu einem Abstand von 0,1-1 mm von der Bahn mit der Tangente einen Winkel von 5-100 einschliesst.
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