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Panzerfahrzeug In einem Panzerfahrzeug muss der am Geschützstand tätige Schütze, der das Ziel nicht sieht, von dem das Zielgerät bedienenden Beobachter mit Information hinsichtlich des Zieles versehen werden.
Zur Vermeidung ungenauer oder verzögerter telephonischer Datenübertragung sind optisch-mechanische Übertragungssysteme mit halb- oder vollautomatischen Steuereinrichtungen entwickelt worden. Diese Konstruktionen sind jedoch kompliziert und störanfällig, so dass sie die hohen Anforderungen beim Betrieb eines Panzerfahrzeugs häufig nur unzulänglich erfüllen.
Es sind auch zwischen Beobachter- und Geschützstand arbeitende Fernsehübertragungsanord- nungen bekannt geworden, die dem Schützen das Gesamtbild des Zieles und seiner Umgebung vermitteln. Solche Anordnungen sind teuer und gegen mechanische und äussere Einwirkungen teilweise in erhöhtem Masse empfindlich.
In der Erkenntnis, dass es genügt, dem Schützen in unmittelbarer Weise einen Zielbildpunkt darzubieten, wird erfindungsgemäss vorgeschlagen, ein Panzerfahrzeug mit wenigstens einer Einrichtung zum elektrischen Übertragen von Höhen- und Seitenkoordinaten eines von Hand auf ein Ziel gerichteten Gerätes zur Darstellung dieser Koordinaten durch einen Bildpunkt auf dem Bildschirm eines Indikators auszurüsten. Ein wesentlicher Vorteil dieser Massnahme besteht darin, dass ohne zusätzliche, ungeschützte und empfindliche Vorrichtungen möglich ist, mit geringstem Aufwand ausreichende Information unverzögert, fehlerlos und zuverlässig für direkte Auswertung am Geschützstand verfügbar zu machen.
Besondere Bedeutung kommt der Anwendung der Erfindung im Zusammenhang mit Nachsicht-Zielgeräten zu. Eine Ausführungsform der erfindungsgemässen Einrichtung zum elektrischen Übertragen von Koordinaten ist gekennzeichnet durch zwei durch die Einstellung des auf ein Ziel gerichteten Gerätes gesteuerte Winkelgeber, von denen der eine direkt und der andere über einen 90 -Phasenschieber mit einer Wechselstromquelle verbunden sind, und ein Summenglied, das die winkelproportionalen Ausgangsschwingungen der Winkelgeber erhält.
Ferner ist die Einrichtung so ausgebildet, dass der Ausgang des Summengliedes mit einer horizontalen oder vertikalen Ablenkvorrichtung eines Indikators direkt und mit der entsprechenden anderen Ablenkvorrichtung über einen 90 -Phasenschieber verbunden und die Wechselstromquelle über einen Synchrogeber an eine die Helligkeit des Bildpunktes beeinflussende Steuervorrichtung des Indikators angeschlossen ist.
Die Einrichtung zum elektrischen Übertragen von Koordinaten kann auch bei vereinfachtem Aufbau mit einer Gleichspannungsschaltung ausgebildet werden. Bei ungenügender Spannungskonstanz können jedoch Nullpunktfehler und somit Ungenauigkeiten auftreten. Ausserdem kann eine im allgemeinen vorhandene Wechselspannungsquelle nicht verwendet werden. Zudem kann die Herstellung genau und zuverlässig arbeitender Winkelgeberpotentiometer teuer sein.
Eine vorteilhafte Weiterbildung besteht darin, dass zusätzlich eine zweite Einrichtung zum übertragen der Koordinaten des Einstellpunktes des Geschützes auf denselben Indikator vorgesehen wird, der beispielsweise eine Zweistrahl-Kathodenstrahlröhre sein kann. Auf diese Weise hat der Schütze eine genaue und übersichtliche Kontrolle seiner Einstellung des Geschützes.
Die Erfindung ist anhand von Ausführungsbeispielen in der Zeichnung veranschaulicht. Es zeigen:
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Fig. 1 eine schematische Teilansicht eines erfindungsgemäss ausgerüsteten Panzerfahrzeugs, Fig. 2 ein schematisches Schaltbild einer Ausführungsform der Einrichtung zum elektrischen Übertragen von Koordinaten, Fig. 3 eine schematische Darstellung zur Unterstützung der Erläuterung der mathematischen Koordinatenbeziehungen, Fig.4 ein schematisches Schaltbild einer Kombination von zwei Einrichtungen zum elektrischen Übertragen von Koordinaten und Fig. 5 ein schematisches Schaltbild einer anderen Ausführungsform der Einrichtung zum elektrischen Übertragen von Koordinaten.
In der schematischen Darstellung der Fig.1 ist das Sichtrohr 6 eines vom Beobachter bedienten, drehbaren Zielgerätes, z. B. eines IR-Zielgerätes, erkennbar. Im Innern des Panzerfahrzeuges in der Nähe des Geschützstandes befindet sich eine Einrichtung zum elektrischen Übertragen von Koordinaten mit einem Bildschirm 7. Vor Inbetriebsetzung wird die Übereinstimmung der Nullpunkteinstellung kontrolliert. Der Beobachter stellt das Zielgerät genau auf das Ziel ein. Die gewonnenen Zielpunktkoordi- naten werden an die erwähnte Einrichtung gegeben und stellen sich dem Schützen auf dem Indikatorschirm als Bildpunkt dar, an dem er sich hinsichtlich der zum Richten des Geschützes erforderlichen Manipulationen orientiert.
In der Einrichtung zum elektrischen Übertragen von Koordinaten nach Fig.2 ist eine Wechselstromquelle 10 direkt an die Enden eines Potentiometers 11 und über eine
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Brücke 12 an die Enden eines weiteren Potentiometers 13 angeschlossen. Ein Ende und der Kontaktarm jedes Potentiometers 11, 13 sind mit dem Eingang von Verstärkern 14 bzw. 15 verbunden, deren Ausgänge an ein Summenglied 16 geschaltet sind. Der Ausgang des Summengliedes 16 ist direkt mit einer der horizontalen Ablenkelektroden und über eine weitere
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Brücke 17 mit einer der vertikalen Ablenkelektroden einer Kathodenstrahlröhre 18 verbunden, die in üblicher Weise betrieben wird. Die Wechselstromquelle 10 ist über einen Synchrogeber 19 an die Steuerelektrode der Kathodenstrahlröhre 18 angeschlossen.
Die beschriebene Anordnung arbeitet in der folgenden Weise: Die Wechselstromquelle 10 liefert eine harmonische Taktschwingung mit der Kreisfrequenz #. Diese Schwingung gelangt direkt, das heisst in der Form sie # t, zwischen die Enden des Potentiometers 11, das als Winkelgeber arbeitet und dessen Kontaktarm durch die Einstellung der Seitenkoordinate X des Zielgerätes gesteuert wird, sowie über die
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Brücke 12 um 90 verschoben, das heisst in der Form cos # t, zwischen die Enden des Potentiometers 13, das als Winkelgeber arbeitet und dessen Kon- taktarm durch die Einstellung der Höhenkoordinate Y des Zielgerätes gesteuert wird. Auf diese Weise werden die Amplituden der beiden erwähnten Schwingungen sie # t und cos # t gemäss X bzw.
Y eingestellt, so dass die Potentiometer 11 und 13 die Ausgangsspannung X sie # t bzw. Y cos # t liefern. Es fliessen durch die Verstärker 14 und 15 zu dem Summenglied 16 die Wechselströme ix = JX sin # t bzw.
iy = JY cos #t wobei JX = X und JY = Y ist.
Am Ausgang des Summengliedes 16 entsteht der Summenstrom i# = ix + iy = JX sin # t + JY cos # t.
Unter Substitution der kartesischen Bildfeldkoordinaten X, Y in Polarkoordinaten R, # (Fig. 2) JX = X = R cos #, JY = Y = R sie p ergibt die trigonometrische Umwandlung der Stromsumme: i@ = R cos c ³ sin # t + R sin # ³ cos w t = R (cos # ³ sin # t + sin # ³ cos # t) i# = R sie (# t + #) Die Summenschwingung gelangt vom Ausgang des Summengliedes 16 direkt an die horizontalen Ablenkelektroden der Kathodenstrahlröhre 18 und über die
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.Brücke 17 um 90 phasenverschoben an die vertikalen Ablenkelektroden der Kathodenstrahlröhre 18.
Die beiden Teilschwingungen gleicher Amplitude i-, = R sie (c) t + 9p) i'2 = R cos (u) t + (p) lenken den den Bildpunkt erzeugenden Aufzeichnungsstrahl der Kathodenstrahlröhre 18 in zueinander senkrechten Richtungen ab, so dass der Aufzeichnungsstrahl einen Kreis mit dem Radius R auf dem Schirm der Kathodenstrahlröhre 18 zeichnet. Der Aufzeichnungsstrahl wird von der Wechselstromquelle 10 über den Synchrogeber 19 synchron zur Taktschwingung (o hellgesteuert.
Dann stellt der jeweils auf dem Schiren im c)-Takt erscheinende Lichtpunkt genau die R, T,-Lage des Bildpunktes X, Y im Bildfeld dar.
Fig.4 ist ein Schaltbild einer Kombination von zwei Einrichtungen zum elektrischen Übertragen von Koordinaten gemäss Fig.2. Dabei sind gleichartige Bauelemente mit gleichen Bezugszeichen bezeichnet. Es sind nur eine Wechselstromquelle 10, ein Syn- chrogeber 19 und ein Indikator 20 vorhanden, der als Zweistrahl-Kathodenstrahlröhre ausgebildet ist. Jede einzelne Einrichtung zum elektrischen über-
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tragen von Koordinaten ist an ein Ablenksystem des Indikators 20 angeschlossen. Die als Winkelgeber arbeitenden Potentiometer 11, 13 der einen Einrichtung werden von dem Zielgerät und die der anderen Einrichtung von dem Geschütz eingestellt.
Auf diese Weise kann der Schütze die Einstellung des Geschützes ständig kontrollieren und leicht durch Überdeckung der beiden Leuchtpunkte korrigieren, wobei die ballistischen Daten in zusätzlichen, nicht erfindungsgemässen Einrichtungen der vom Geschütz eingestellten Winkelgeber voreingestellt werden.
Fig. 5 zeigt eine weitere Ausführungsforte der Einrichtung zum elektrischen Übertragen von Koordinaten für Gleichspannungsbetrieb. Die von der Gleichstromquelle 21 gespeisten, als Winkelgeber arbeitenden Potentiometer 22, 23 liefern winkelproportionale Ablenkspannungen an die horizontalen bzw. vertikalen Ablenkelektroden der Kathodenstrahlröhre 24. Hellsteuerung des Kathodenstrahls kann durch einen in der Zuleitung zur Steuerelektrode der Röhre liegenden mechanischen oder elektronischen Schalter 25 erfolgen.