Verfahren zum kontinuierlichen Wälzfräsen von Kegelrädern mit in Längsrichtung wenigstens annähernd nach Kreisbogen gekrümmten Zähnen Es soll ein kontinuierliches Wälzfräsverfahren für in Längsrichtung wenigstens annähernd kreisbogen förmige Zähne von Kegelrädern entwickelt werden, die sich nach dem Härten schleifen lassen und so eine absolut austauschbare Fertigung gewährleisten.
Bogenzähne, die heute im kontinuierlichen Wälz- fräsverfahren hergestellt werden, werden nach dem Härten in der Regel nicht geschliffen, sondern werden satzweise geläppt und sind daher nicht austauschbar.
Bogenzähne, die nach dem Fräsen heute geschlif fen werden können, sind im Wälzteilverfahren gefräste Kreisbogenzähne, bei dem so oft gewälzt und geteilt werden muss, wie das herzustellende Rad Zähne be sitzt. Beim Wälzteilverfahren dringt das Werkzeug (Messerkopf) in den Radkörper ein und bearbeitet die erste Zahnlücke. Nach dem Erreichen der vollen Zahnlückentiefe setzt die Wälzbewegung ein, und das Zahnprofil (Oktoide) wird gebildet. Nach Auswälzung des Zahnprofils müssen Werkzeug und Werkstück ausser Eingriff gebracht werden, damit sich beide in die Anfangsstellung zurückbewegen können. Bei die ser Rückdrehung führt nun das Werkstück noch eine zusätzliche Drehung um eine Teilung aus, damit die nächste Zahnlücke gefräst werden kann. Es muss also so oft auf Zahntiefe eingestochen, gewälzt und geteilt werden, wie das Rad Zähne hat.
Durch dieses wieder holte Wälzen und Teilen ergibt sich ein erheblicher Zeitverlust.
Die der Erfindung zugrunde liegende technische Aufgabe besteht nun darin, im kontinuierlichen Wälz- fräsen Kegelräder mit in Längsrichtung wenigstens an nähernd nach Kreisbogen gekrümmten Zähnen zu erzeugen, bei dem nur einmal gewälzt wird, das lästige Teilen von Zahn zu Zahn fortfällt und dadurch eine genaue Teilung und geringe Arbeitszeit erreicht w. -r- den. Die Zahnflanken dieser Bogenzähne müssen sich nach dem Härten schleifen lassen, damit jeder Härte vorzug beseitigt, glatte Oberflächen an den Zahn flanken und hohe Genauigkeit erreicht werden kön nen, so dass eine gute Geräuscharmut und absolute Austauschbarkeit gewährleistet sind.
Das Schleifen der Zahnflanken setzt eine dazu ge eignete Bogenform des Zahnes voraus, und hierzu wird als Bogenform der Kreisbogen oder annähernd ein Kreisbogen gewählt, der sich hier aber im konti nuierlichen Wälzfräsen von Kegelrädern mit in Längs richtung wenigstens annähernd nach Kreisbogen ge krümmten Zähnen herstellen lassen soll.
Die gestellte Aufgabe ist gemäss der Erfindung bei einem Verfahren zum kontinuierlichen Wälzfräsen von Kegelrädern mit in Längsrichtung wenigstens an nähernd nach Kreisbogen gekrümmten Zähnen, bei dem die Bahnen der im Kreise bewegten Werkzeug schneiden die linken bzw.
rechten Zahnflanken eines gedachten, mit dem zu schneidenden Rad kämmen den, als Gegenrad zu diesem anzusehenden Planrad darstellen und eine Wälzbewegung zwischen diesem Gegenrad und dem Werkstück stattfindet, dadurch ge löst worden, dass der Kreis, auf dem die Werkzeug schneiden bewegt werden, aussen oder innen auf einem dem Planrad konzentrisch zugeordneten Kreis so ab rollt, dass beim Abrollen die Werkzeugschneiden in bezug auf das ruhend gedachte Werkstück Zykloiden beschreiben, wobei sich aber das als Planrad anzu sehende Werkstück derart um seine Achse dreht, dass die Zykloiden wenigstens annähernd zu Kreisbogen werden.
Dieses Verfahren enthält jedoch bei der Anord nung des zur Anwendung kommenden Messerkopfes in . der Planradebene eine Einschränkung. Diese be steht darin, dass eine grundsätzliche Abhängigkeit von der Planradzähnezahl vorhanden ist, und wenn keine besonderen Vorkehrungen getroffen werden, können Zahnräder immer nur ausgeführt werden, falls sich dabei eine gerade Planradzähnezahl ergibt, was aber nur unter gewissen Umständen der Fall ist.
Um das gefundene Verfahren aber auch für den Fall, dass sich eine dezimale Planradzähnezahl ergibt, verwenden zu können, wird der Messerkopf mit der jenigen Ganzzahl von Messern versehen, die sich als erste durch Abrundung der dezimalen Zahnradzähne zahl ergibt. Dabei wird die Winkelgeschwindigkeit des Planrades mit Bezug auf diejenige des Messer kopfes in dem Verhältnis der dezimalen zur abge rundeten Zähnezahl verändert, wodurch in Längs richtung zykloidenförmig gekrümmte Zähne geschnit ten werden, die dem Kreisbogen so angenähert sind, dass sich beim Schleifen genaue Kreisbogen erzeugen lassen, weil die Abweichung der Zykloide vom Kreis bogen innerhalb der Schleifzugabe liegt.
Zur Erläuterung der Erfindung dienen die Zeich nungen, und es zeigen: Fig. 1 die Entstehung einer Hypozykloide und eines Kreisbogens beim Wälzen eines Kreises auf der Innenseite des Umfangs eines anderen Kreises, Fig. 2 die Entstehung eines Kreisbogens bei still stehendem System S1, Fig. 3 die Entstehung der Hypozykloide gemäss der Fig. 1, erzeugt durch den zugehörigen Gegenkreis, Fig. 4 die Entstehung eines Kreisbogens, erzeugt durch den zugehörigen Gegenkreis, Fig. 5 die Entstehung eines Kreisbogens, erzeugt durch den zugehörigen Gegenkreis in der Endstellung, Fig. 6 das kontinuierliche Schneiden von Kreis bogenzähnen, Fig. 7 das Auswälzen des Zahnprofils, Fig. 8 die Darstellung des Wälzweges beim Aus wälzen des Zahns, Fig. 9 das Verzahnen in der Planradebene, Fig.
10 die Erzeugung eines Zykloidenbogens, der dem Kreisbogen sehr ähnlich ist, Fig. 11 die Erzeugung eines Zykloidenbogens, der dem Kreisbogen sehr ähnlich ist, jedoch in einem anderen Umfang, als es die Fig. 2 zeigt, Fig. 12 die Verzahnung in der Planradebene bei um den Winkel ö., zur Planradebene eingeschwenktem Messerkopf, damit nach der Radmitte zu abnehmende Zahnhöhen entstehen und Fig. 13 das Verzahnen in der Radebene des gro ssen Kegelrades.
Wenn der Kreis K1 - Fig. 1 - in dem feststehen den Kreis K0 abrollt, so dass die Punkte 1, 2, 3 bis 6 des Kreises K1 der Reihe nach in die Punkte 1', 2', 3' bis 6' des Kreises K0 zu liegen kommen, dann be schreibt der auf dem Kreis K1 angenommene Punkt P die Hypozykloide P, 1", 2" bis 6". Wird in dem Punkt P auf dem Kreis K1 ein Werkzeug befestigt, dann kann dieses Werkzeug in einem Barunterliegen den und zunächst ebenfalls als feststehend angenom menen System S, die Hypozykloide einschneiden. Steht aber System S, nicht still, sondern dreht sich mit dem Steg M1M0 ebenfalls um den Winkel + Wo um den Mittelpunkt Mo nach rechts, dann wird für System S, die Hypozykloidenbahn aufgehoben, und das Werk zeug schneidet im System S, den Kreis K1.
Der Kreis K1 im System S, und das Werkzeug haben dabei gleichzeitig die Hypozykloidenbahn durchlaufen, die sich jetzt nur noch auf den feststehen den Kreis KO bezieht.
Die einzelnen Glieder haben sich dabei um fol gende Winkel gedreht: Steg M1M0 = + q0 (um Mo) Kreis K1 = - q71 (um Ml) Kreis K0 = 0 (um Mo) System S1 = + 7,0 (um Mo) Werden in dieser Stellung die einzelnen Glieder blockiert, so dass sie sich zueinander nicht verstellen können, und wird das ganze blockierte System um den Mittelpunkt Mo um den Winkel -p0 nach links zurückgedreht, dann entsteht folgende Zusatzbewe gung für die einzelnen Glieder: Steg M1M0 = -To Kreis K, = 0 (um Ml) Kreis K0 = -7o System S1 = -To und daraus folgt die Gesamtbewegung nach Fig. 2 zu:
Steg M1m0 = + % - 1o = 0 (um Mo) Kreis K, = - p1 0 = -q" (um Ml) Kreis KO = 0 - po = -(f o (um Mo) System Si <I>= + To -</I><B>PO</B><I>= 0</I> (um Mo) das heisst, der Kreis K1 hat eine Drehung um den Winkel -q71 um seinen Mittelpunkt Ml nach links, der Kreis K, eine Drehung um den Winkel -(po <U>um</U> sei nen Mittelpunkt Mo nach links, der Steg M1Mo und System S, haben keine Drehung um Mo ausgeführt.
Das Werkzeug im Punkt P auf dem Kreis K1 hat dabei im System S, den linken Halbkreis des Kreises K1 geschnitten.
Werden auf dem Kreis K, mehrere Werkzeuge hintereinander angebracht, dann schneiden alle diese Werkzeuge ein und denselben Kreis K1, weil System Si keine Bewegung ausführt. Soll nun ein zweiter Kreis K,, der im Teilungsabstand von dem ersten entfernt liegt, geschnitten werden, dann muss das Werkzeug zurückgezogen und System Si um eine Teilung weiterbewegt werden. Dies ist also das Teil verfahren, nach dem heute Kreisbogenzähne herge stellt werden.
Nun kann aber die in Fig. 1 dargestellte Hypo- zykloide auch durch einen zweiten Kreis erzeugt werden.
Wenn z. B. in Fig. 3 der Kreis K, in dem zunächst feststehend gedachten Kreis K, so abrollt, dass die einzelnen Punkte 1, 2, 3 bis 6 des Kreises KZ der Reihe nach in die Punkte 1', 2', 3' bis 6' des Kreises K, zu liegen kommen, dann beschreibt ein auf dem Kreis K2 angenommener Punkt P die gleiche Hypo zykloide P, l", 2" bis 6" wie der Punkt P in Fig. 1.
Dabei dreht sich der Kreis K, um seinen Mittel punkt M, um den Winkel + p2 nach rechts und der Mittelpunkt M2 und der Steg M2M0 haben um den Mittelpunkt Mo eine Bewegung um den Winkel -9p, nach links ausgeführt, so d<U>ass der</U> Mittelpunkt M2 in M_' und der Steg M2M0 in M2M0 zu liegen kommen.
Der Kreis K, wird als Gegenkreis zum Kreis K, bezeichnet. Wird auf dem Kreis K2 im Punkt P ein Werkzeug befestigt - Fig. 4 - dann wird dieses Werk zeug die Hypozykloidenbahn von Punkt P bis 6" durchlaufen, wenn der Kreis KZ in dem feststehenden Kreis K" so abrollt, dass die einzelnen Punkte 1, 2, 3 bis 6 des Kreises K., der Reihe nach in den Punkten 1', 2', 3' bis 6' des Kreises K" zu liegen kommen.
Dreht sich dabei gleichzeitig ein darunterliegendes System S1 mit dem darauf gestrichelt vorgezeichneten Kreis K1 um den Winkel + 9p, um den Mittelpunkt M" nach rechts, dann durchläuft dieser auf System S1 vorgezeichnete Kreis K, die Zykloidenbahn jeweils in den Punkten, in denen sich gerade das Werkzeug befindet. Das Werkzeug und der herzustellende Kreis K1 durchlaufen also die Zykloidenbahn gleichzeitig, folglich schneidet das Werkzeug im System S, den Kreis K1.
Dabei haben sich die einzelnen Glieder um folgende Winkel gedreht: Steg M2M0 = - 9p" (um M") Kreis<I>K,</I> = + (P2 (um M2) Kreis K" = 0 (um M") System S, = + g-), (um M") Werden die einzelnen Glieder blockiert, so dass sie sich untereinander nicht verstellen können, und wird die ses blockierte System um den Mittelpunkt M" um den <U>Win</U>kel + (1," nach rechts gedreht, dann steht der Steg M2M0 wieder in seiner Ausgangsstellung - Fig. 5 und die einzelnen Glieder haben folgende Zusatzbewe gung ausgeführt:
Steg M2M0 = + m" (um M") Kreis K, = 0 (um M2) Kreis K" <I>= +</I> (PO (um M(,) System S1 = + (PO (um M") Daraus ergibt sich die Gesamtumdrehung der Glieder nach Fig. 5 zu:
Steg M2M0 = - (p" + cp" = 0 (um M") Kreis K2 = + 992 0 = + p, (um M2) Kreis K" = 0 + (p" = + ,p" (um M") System S1 = + T, + 990 = 99, + r0 (um M") Aus Fig. 5 geht hervor, dass der Winkel W, + P,) = + T2 ist, das heisst, wenn sich der Kreis K2 mit dem im Punkt P befestigten Werkzeug mit der Winkelgeschwindigkeit (,), um seinen Mittelpunkt M, und System S, mit der Winkelgeschwindigkeit (2 um seinen Mittelpunkt M" um den Winkel + 99, (nach rechts) drehen, dann schneidet dabei das Werkzeug im System S, den Kreis K1.
Die Winkelgeschwindigkeit (o. des Kreises K2 und die Winkelgeschwindigkeit (i), des Systems S, sind gleich gross. Der Kreis K" mit der an ihm befestigten Zykloide hat sich dabei mit der Winkelgeschwindig keit o)" um seinen Mittelpunkt Mo um den Winkel +,p, rechtsherum gedreht.
Werden nun mehrere Werkzeuge, die in einem gleichmässigen Teilungsabstand voneinander entfernt liegen, am Umfang des Kreises K2 angebracht (Fig. 6), dann schneiden diese Werkzeuge im System S, Kreise K1, die auch in einem bestimmten Teilungsabstand nebeneinanderliegen. Die Kreise K, werden also im System S, in einem kontinuierlichen Verfahren her gestellt. Die Drehbewegungen des Kreises K2 und das System S1 sind in Fig. 6 linksdrehend angenommen, damit die Werkzeuge von innen nach aussen schneiden.
Dreht sich der Werkzeugkreis K2 mit der Winkel geschwindigkeit w2 um seinen Mittelpunkt M2 links herum, dann dreht sich auch System S, mit der Win kelgeschwindigkeit (i), um seinen Mittelpunkt M" nach links. Die Winkelgeschwindigkeiten w, und w2 sind gleich gross. Der Kreis K" führt dabei eine Bewegung um M" nach links mit der Winkelgeschwindigkeit m" aus.
Man kann auch sagen: Dreht sich der Kreis K2 um seinen Mittelpunkt um den Win kel -p2 nach links, dann dreht sich auch System S1 um seinen Mittelpunkt M" um den Winkel -q9, nach links. Der Kreis K" hat dabei eine Drehung um seinen Mittelpunkt M" um den Winkel -9p" nach links ausgeführt.
Bisher wurde nur gezeigt, wie sich die nach Kreis bogen gekrümmte Flankenlinie längs der Zahnbreite kontinuierlich schneiden lässt. Damit ist aber das Zahn profil (z. B. Oktoise) noch nicht erzeugt. Damit das Zahnprofil entsteht, muss der Wälzkörper mit dem darauf befestigten Messerkopf noch eine zusätzliche Wälzbewegung um die Wälzkörperachse (Fig. 7a) aus führen. In Fig. 7a ist das Rad im Schnitt gezeichnet und die Lage des Messerkopfes und des Wälzkörpers wiedergegeben. Fig. 7b zeigt den Wälzweg, der zum Auswälzen z. B. des rechten äusseren Zahnprofils not wendig ist.
Bei Wälzbeginn schneidet das Messer im Zahnkopf, und während des Wälzvorganges wer den die anderen Profilpartien bearbeitet.
Aus Fig. 8 ist der Wälzweg, der zum Auswählen der rechten Zahnflanke erforderlich ist, zu ersehen. Der Messerkopf K2 beginnt in der ausgezogen ge zeichneten Stellung 1 im Punkt Pi das innere Profil zu bearbeiten. Nun wird der<U>Mess</U>erkopf K2 durch den Wälzkörper im Abstand M.M" um den Mittel punkt M" rechtsherum bewegt. In der Stellung 2 be ginnt im Punkt P., der Messerkopf das äussere Profil zu schneiden.
In der Stellung 3 ist im Punkt Pi' das innere Profil ausgewälzt. In der Stellung 4 ist im Punkt P.,' die gesamte Wälzung für die rechte Flanke beendet. Dabei hat sich der Messerkopf K, im Abstand M2M0 um den Mittelpunkt MO um den Winkel p nach rechts bewegt.
Zum Auswälzen der linken Flanke ist der gleiche Wälzweg erforderlich, jedoch liegen beide um eine halbe Teilung zueinander versetzt, so dass der gesamte Wälzwinkel etwas grösser als pw ist. Diese zusätzliche Wälzbewegung muss bei der Radgeschwindigkeit be rücksichtigt Werden.
Allgemein wird nun eine Kegelradverzahnung auf die Planradebene bezogen, das heisst, in dieser Plan radebene sollen sich die Flankenlinien und die Teilun gen von Rad und Gegenrad decken. Dieses ist der Fall, wenn beim Verzahnen die Teilkegelmantellinien der Räder und die Messerköpfe in der Planradebene liegen, wie es z. B. die Fig. 9 zeigt. Die Planradebene ist in der Fig. 9 durch die Linie A-A dargestellt. B1 stellt den Wälzkörper und Messerkopf beim Verzah nen des kleinen Kegelrades und B, den Wälzkörper sowie den Messerkopf beim Verzahnen des grossen Kegelrades dar.
Aus der Fig. 9 ist die Lage der Räder, der Messer köpfe und der Wälzkörper zu ersehen. Die Achsmitten der Räder sind zur Planradebene um die Teilkegel winkel d1 bzw. ö2 geneigt, dadurch liegen die Teil kegelmantellinien der Räder in der Planradebene. Beim Verzahnen des untenliegenden grossen Rades ist der obenliegende Wälzkörper mit dem obenliegenden Messerkopf massgebend. Beim Verzahnen des oben liegenden kleinen Kegelrades darf nur der untenlie gende Wälzkörper mit dem untenliegenden Messer kopf betrachtet werden.
Da bei der kontinuierlichen Erzeugung von Kreis bogen die Winkelgeschwindigkeiten des Messerkopfes und des Planrades gleich gross sind, ist die Anzahl der Messer von der Zähnezahl des Planrades abhängig. Die Zähnezahl Zp des Planrades bestimmt sich aus:
EMI0004.0001
worin Z = Zähnezahl und (5 = Teilkegelwinkel des zu schneidenden Rades bedeuten.
Ist z. B. die Planradzähnezahl Zp = 50, dann muss der Messerkopf mit 50 Messern versehen werden, die in einem gleichmässigen Teilungsabstand voneinander entfernt angebracht werden.
Hat der Messerkopf eine Umdrehung von 360 ausgeführt, dann hat sich auch das Planrad um 360 gedreht, da die Winkelgeschwindigkeiten von Messer kopf und Planrad gleich gross sind. Die Messer schnei den dabei in den Radkörper genaue Kreisbogen.
Nun ist in den meisten Fällen die Planradzähne zahl keine ganze, sondern eine dezimale Zahl. Der Messerkopf kann aber mit dieser dezimalen Messer zahl nicht versehen werden, weil das letzte Messer die bereits richtig erzeugten Zähne zerschneiden würde. Ist die Planradzähnezahl z. B. Zp = 50,8, dann wird der Messerkopf nicht mit 50,8, sondern mit 51 Mes sern, die im richtigen Teilungsabstand liegen, ver sehen. Bei einer Umdrehung des Messerkopfes von 360 (51 Teilungen) muss sich aber auch das Planrad um 51 Teilungen weiterbewegen, folglich hat es eine grössere Umdrehung als 360 ausgeführt. Die Winkel geschwindigkeiten zwischen Messerkopf und Planrad sind nicht mehr gleich, und es werden Zykloiden ge schnitten, die aber dem Kreisbogen so angenähert sind, dass sich beim Schleifen, z.
B. im Teilverfahren, genaue Kreisbogen erzeugen lassen, weil die Abwei chung der Zykloide vom Kreisbogen nur einen Bruch teil der vorgesehenen Schleifzugabe ausmacht.
Aus Fig. 10 ist dieses Ergebnis ersichtlich. Wenn sich der Kreis K,, mit der Winkelgeschwindigkeit (")z um den Winkel -'- <B>992</B> rechtsherum um seinen Mittel punkt M2 dreht und der Kreis KO in gleicher Zeit eine Bewegung mit der Winkelgeschwindigkeit w0 um den Winkel + p0 um seinen Mittelpunkt Mo rechtsherum ausführt, dann hat dabei ein im Punkt P auf dem Kreis K2 befestigtes Messer den Zykloidenbogen POP' ge schnitten.
Würde der Kreis K0 dabei nicht eine Bewegung um den Winkel + p0, sondern um den Winkel + T2 ausführen, dann hätte das Messer den Kreisbogen K1 erzeugt.
In der Fig. 11 hat sich der Kreis K2 um den Win kel + T2 = l80 um seinen Mittelpunkt M2 rechts herum gedreht. Der Kreis K0 hat dabei in gleicher Zeit eine Bewegung um den Winkel<I>+</I> 99, <I>></I> l80 ausge führt. Das im Punkt P auf dem Kreis K., befestigte Messer ist nach P' gelangt und hat dabei die Zykloide POP' erzeugt.
Würde der Kreis KO auch nur eine Drehung um den Winkel + (p2 = 180 ausführen, hätte sich der Kreis K1 ergeben. Der Abstand POP" auf dem Kreis K0 in den Fig. 10 und 11 ist aus zeichnerischen Gründen relativ gross angenommen worden. In Wirk lichkeit ist dieser Abstand viel geringer, und die Zykloide ist noch mehr dem Kreis K1 ähnlich. Der Vorteil gegenüber dem bisher Bekannten liegt darin, dass diese dem Kreis sehr ähnlichen Zykloiden sehr schnell erzeugt werden können, weil bei einer Messer- kopfurndrehung jedes Messer die im Teilungsabstand daneben liegende Zykloide erzeugt.
Die Messerköpfe können auch zur Planradebene um einen Winkel d, nach innen geneigt werden, wie es die Fig. 12 zeigt. Es entstehen dann Zähne mit nach der Radmitte zu abnehmender Zahnhöhe.
Die zu verzahnenden Räder und die Wälzkörper bleiben dabei in der gleichen Lage wie in der Fig. 9. Es ist nicht unbedingt notwendig, dass beim Ver zahnen die Planradebene der Räder mit der Plan radebene der Verzahnungsmaschine, wie es in den Fig. 9 und 12 angenommen worden ist, zusammen fallen muss. Das Verzahnen kann auch so vorgenom men werden, dass die Planradebene der Räder zur Planradebene der Maschine z. B. um einen Winkel 81 geneigt ist (Fig. 13). Bei dieser Einstellung wird auch die Lage der Radkörper verändert.
Die Achse der grossen Räder fällt mit der Wälzkörpermitte zusam men, und die Achse des kleinen Kegelrades liegt z. B. senkrecht dazu, genau parallel zur Planradebene A-_A der Maschine. Die Teilkegelmantellinien der Räder liegen nicht mehr in der Planradebene der Maschine, sondern sind z. B. um den Winkel ö1 zu dieser ge neigt.
Beim Verzahnen des grossen Rades wird der Messerkopf um den Winkel ö1 nach innen, beim Ver zahnen des kleinen Kegelrades um den Winkel b, nach aussen zur Planradebene der Maschine ge schwenkt.
Dadurch ist die Anzahl der Messer des Messer kopfes nicht mehr von der Planradzähnezahl, sondern von der zu schneidenden Zähnezahl des Rades ab hängig, und es werden in jedem Fall genaue Kreis bogen geschnitten. Die Zahnform ist bei Einstellung nach der Fig.13 keine genaue Oktoide, sondern weicht von dieser ab. Das grosse Rad erhält hier die gerade Zahnform, die bei Einstellung nach der Fig. 9 nur ein Planrad aufweisen würde, dagegen ist die Zahnform des kleinen Rades stärker gekrümmt.
Das erläuterte Verfahren gemäss der Erfindung eignet sich für die Massenherstellung von Kegelrädern, die z. B. im Maschinen- und Fahrzeugbau verwendet werden.
Der technische Fortschritt liegt in folgendem: 1. Kreisbogenzähne können im schnellen kontinuier lichen Wälzfräsverfahren hergestellt werden.
2. Die Verzahnungszeit kann äusserst gering sein, da jedes Messer des Messerkopfes die nächstfolgende Zahnlücke bearbeitet.
3. Gehärtete Räder können geschliffen werden und damit wird hohe Genauigkeit, gute Geräuscharmut und absolute Austauschbarkeit gewährleistet.