CH375702A - Verfahren zur Herstellung Epoxydgruppen enthaltender Verbindungen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung Epoxydgruppen enthaltender Verbindungen

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CH375702A
CH375702A CH6729758A CH6729758A CH375702A CH 375702 A CH375702 A CH 375702A CH 6729758 A CH6729758 A CH 6729758A CH 6729758 A CH6729758 A CH 6729758A CH 375702 A CH375702 A CH 375702A
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CH6729758A
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Gerhard Dr Dieckelmann
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Dehydag Gmbh
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Description


  Verfahren zur Herstellung     Epoxydgruppen        enthaltender        Verbindungen       Es wurde gefunden,     dass    man technisch verwert  bare     E,poxydverbindungen    von ungesättigten, vor  zugsweise     lipophile    Reste enthaltende Verbindungen  in Gegenwart von Wasserstoffperoxyd und sauren  Aktivatoren     erhält,    wenn man die     Epoxydierung        in     Gegenwart von organischen     P.olyoxyverbimdungen,     z. B. von     Mono-    bzw.     Palysacchariden        oder    Poly  alkoholen, vornimmt.

    



  Als geeignete ungesättigte     Ausgangskomponenten     kommen z. B. in Frage:     Olefinische        Kohlenwasser-          stoffe        wie        Penten,        Octen,        Dodecen,        Octadecen,        Squa-          len    usw., Derivate     ungesättigter        höhermolekularer     Alkohole, wie z.

   B. die Ester der durch     Reduktion     natürlich vorkommender     pflanzlicher    oder tierischer  ungesättigter Fettsäuren unter     Erhaltung        der    Dop  pelbindung     gewonnenen        Alkohole,        oder    Ester unge  sättigter Alkohole, welche durch Spaltung natürlicher       Wachsester        erhalten        werden,    wie z. B.

   Ester der un  gesättigten Fettalkohole     C14        C18,    insbesondere     des          Oleylalkohols    und anderer     einfach    oder mehrfach  ungesättigter Alkohole mit beliebigen nieder- oder       höhermolekularen        Carbonsäuren.    Weiter     kommen    in       Betracht    entsprechende     Äther    von ungesättigten Alko  holen mit vorzugsweise     niedermolekularen    Alkoholen.

    Ferner kann man als Ausgangsstoffe     Derivate        unge-          sättigter        höhermolekularer    Fettsäuren,     wie    z. B. deren  Ester,     Amide        oder        Nitrile,        verwenden.        Besonders        sind     geeignet die natürlich vorkommenden     Glyceride,     deren     Fettsäuxeanteil    ein-     oder    mehrfach ungesättigt  sein kann, wie z.

   B.     halbtrocknende    Öle, vor     ,allem          Sojaöl,    Baumwollsaatöl und     Leinöl.    Ferner sind ge  eignet Olivenöl,     Klau--nöl,        Spermöl    und andere       Seetieröle.    Als     Veresterungskomponenten        für    die  ungesättigten Fettsäuren sind zu     nennen:

      Äthyl-,       Isopropyl-,        n-Butyl-,    sek.     Butyl-,        tert.        Butyl,        tert.          Amyl-,        n-Octyl-,        2-Äthyl-hexyl-,        Dodecyl-,        Octa-          dvcyl-,        Octadecenyl-,        Cyclohexyl-,        Methylcyclohexyl-,            Naphthenyl-,        Benzylalkohol        und    dergleichen,

   mehr  wertige     Alkohole,    z. B.     Äthylenglykol,    1,2     Propylen-          glykol,        2-Äthyl-hexandiol-1,3,    B     tandio-1,3,        Butan-          diol-1,4,        Dodekandiol-1,12,        Glycerin,        Pentaerythrit,          Polyalkylen,glykole,    wie z.

   B.     Diäthylenglykol    und       dergleichen.    Auch Ester     aus        ungesättigten        Carbon-          säuren    und     Alkoholgemischen        Jassen    sich     als        Aus-          gangsmaterial    verwenden     sowie        gemischte        Ester    aus  mehrwertigen     Alkoholen    und verschiedenen     unge-          sättigten        Carbonsäuren,    wie z.

   B. der     Mischester    aus       Äthylenglykol    mit Ölsäure     und        Leinölfettsäuze.          Schliesslich        sind    .auch Ester brauchbar, bei denen  sowohl     der        Säure-    als auch der     Alkoholanteil        einen     ein-     oder        mehrfach    ungesättigten     Kohlenwasserstoff-          rest        besitzt.     



  Neben den Estern können als     Ausgangsstoffe     auch     Amide    von ungesättigten     Fettsäuren    Verwen  dung finden., wie z. B.     Amidierungsprodukte    unge  sättigter Fettsäuren oder     Fettsäuregemische    mit:       Ammoniak,        Dimethylamin,        Dodecylamin,        Oleylamin,          Äthylendiamin,        Cyclohexylamin,        Benzylamin    usw.  



       Als        Nitrile        kommen    z. B.     Tetradece        nylmtril,          Hexadecenylnitrii        oder    auch Gemische von     Alkylen-          nitrilen    mit 14 bis 18     Kohlenstoffatomean        in.    Betracht.  



  Das Verfahren ist     naturgemäss        auch        auf        epoxy-          dierbare        Verbindungen    nicht     .aliphatischen        Charakters          anwendbar,    insbesondere auf     ungesättigte        cycloali-          phatische    oder     heterocyclische    Verbindungen.     Als          Ausgangsstoffe        sind    hier     beispielsweise    zu nennen:

         Tetrahydrobenzoesäure-    und     -ph#thalsäureabkZimm-          linge    oder Kondensationsprodukte nach     Diels-Alder     aus     Dienkomponenten        mit        wenigstens        zwei    konju  gierten Doppelbindungen und     philodienen    Kompo  nenten mit mindestens     einer        Mehrfachbindung.     



  Die vorstehend genannten     Ausgangsstoffe    werden       vorzugsweise    mit Mono- bzw.     Polysaccharide        oder          Polyalkohole        enthaltenden        Epoxydierungsgemisehen         behandelt.

   Mono- bzw.     Polysaccharide,    welche     hier-          für    in Betracht kommen,     sind        beispielsweise        Threose,          Erythrose,        Arabinose,        Ribose,        Xylose,        Glukose,    Man  nose,     Fruktose,        Galaktose,        Glukonsäure,        Mannon-          s,äure,        Schleimsäure,

          Ascorbinsäure    und andere  Zuckersäuren. Als     zuckerähnliche        Polysaccharide     kommen     weiterhin    in Frage:     Saccharose,        Gentiobiose,          Maltose,        Cellabiose,        Trehalose,        Laktose    u. a. m.     Aber     auch     zuckerunähnliche        Polysaccharide    wie z. B.

         Amylose,        Amylopektin,        Dextrine,        Glykogen,        Inulin,          Pektine,        Alginate,        Cellulosen        u.sw.    können hier     zur     Anwendung kommen, die     gegebenenfalls    auch in ab  gebauter     Form        vorliegen    können. Ferner kommen  auch in Betracht     mehrwertige    Alkohole, wie z. B.

         Glycerin,        Hexantriole,    Pennte,     Hexite,        Heptite,        Penta-          ärythri#t,        Dipentaärythrit    u. a. m. Es ist auch möglich,  Gemische von Mono- und     Polysacchariden    und Poly  alkoholen zur     Epoxydierung    zu     verwenden.     



  Als     Aktivatoren    können wie üblich anorganische  oder organische Säuren oder     Säurehalogenide    verwen  det werden, also     beispielsweise        Mineralsäuren,    wie       Phosphorsäure,    Salpetersäure, Schwefelsäure,     Per-          chlorsäure,        Bortrifluorid    oder     Bortrifluorid-Wasser-          addukte,    ferner saure     Phosphorsäurcester,        p-Toluol          sulfonsäure,

          Sulfonsäuregruppen        enthaltende        höhen-          molekulare    .synthetische Harze, wie     sie,    z. B. als       Basenaustausche.r        verwendet    werden, u. a.

       m.        Ein    Teil       dieser    Aktivatoren ist     unter        dem    Namen     Lewis-Säu-          ren    bekannt     geworden.    Die     Epoxydierung        läuft    ver  mutlich in der Weise ab, dass die Mono- bzw.

       Poly-          saccharide    oder Polyalkohole mit dem     Wasserstoff-          peroxyd    unter Bildung     organischer,        komplexer,    saurer       Oxydationsgemische    reagieren, wobei     letztere    wahr  scheinlich die Übertragung des aktiven     Sauerstoffs    an  die     Doppelbindung    der     höhenmolekularen        umgesättig-          ten    Verbindungen     bewirken.     



  Die     Mengenverhältnisse,        in    denen     die        Reaktions-          komponenten    nach der Erfindung Verwendung     .finden,     richten sich     in    erster Linie nach der Anzahl der im       Ausgangsmaterial    vorhandenen     Doppelbindungen,     welche in     Epoxydgruppen    umgewandelt werden sol  len.

   Die Konzentration an aktivem Sauerstoff, das       heisst    der Gehalt     an        Wasserstoffperoxyd,    soll     in    der  Regel     zwischen    1,1-2     Mol    je     Doppelbindung    des  ungesättigten Ausgangsmaterials liegen. Das Wasser  stoffperoxyd kann aber auch in     grösserem    Überschuss  angewendet werden.

   Die     erforderliche        Höchstmenge     an Mono- bzw.     Polysacchariden    oder     Polyalkoholen     und     denen    Aktivator soll     zusammen    etwa 7-15 % des  ungesättigten Ausgangsmaterials betragen und im       Normalfall    diese Mengen nicht     überschreiten.        Ledig-          lich    bei Verwendung eines     Sulfogruppen    enthalten  den     Basenaustauschharzes        als    Aktivator     empfiehlt    es       sich,

      etwas grössere Mengen     einzusetzen.    Die     anzu-          wendenden        Reaktionstemperaturen    liegen zwischen 0  bis 100  C.     vorzugsweise    bei 50-75  C.  



  Die     Durchführung    des     Verfahrens    erfolgt in an  sich bekannter Weise. Man legt z. B. ungesättigte       Fettsubstanzen    unter Zugabe der     Polyo@xyverbindun-          gen    vor und lässt unter     kräftigem        Rühren    die berech-         nete    Menge an Wasserstoffsuperoxyd in Verbindung  mit     den    Aktivatoren zulaufen. Man kann auch in der  Weise     arbeiten,    dass man die     Polyoxyverbindungen     und das Gemisch des     Wasserstoffsuperoxyds    mit den  Aktivatoren getrennt unter Rühren zugibt.

   Endlich ist  es auch möglich, bei     Verwendung    von     zuckerun-          ähnlichen        Polysacchariden    vorher     ein        Gemisch    der       Palysaccharide    mit den Aktivatoren     herzustellen    und  dabei einen     Teilabbau    der     Polysaccharide    herbei  zuführen und dieses Gemisch dann mit dem Wasser  stoffsuperoxyd in die Reaktionsmischung zu geben.  



       Die    Zugabe des     Wasserstoffsuperoxyds        erfolgt    in  der Regel in     einem    mehrstündigen Zeitraum, wobei  wenigstens     30o/oiges    Wasserstoffsuperoxyd, vorzugs  weise 50-60     o/oi.ges    Wasserstoffsuperoxyd verwendet       wird.     



  Am Ende der Reaktion lassen sich die wasser  löslichen, sauren und zum Teil hoch geringe     Mengen     Wasserstoffperoxyd enthaltenden Anteile mit bekann  ten Massnahmen abtrennen und erneut mit einem       olefinischen    Substrat in einer     Vorstufe        oder    Vor  reaktion oder aber auch in bekannter Weise nach  dem     Prinzip    des     Gegenstrom-Verfahrens    wieder zum  Einsatz bringen und wieder     verwenden.     



  Es werden auch bei dem vorliegenden     Verfahren,     wie bei den meisten bekannten     Epoxydierungsverfah-          ren,    aus den     Epoxydieru@ngsverbindungen    durch Hy  drolyse der     Epoxydgru.ppe    vorwiegend     Dioxyverbin-          dungen    erhalten, wenn man die Reaktion über einen  längeren     Zeitraum    ausdehnt.  



  Das     erfindungsgemässe    Verfahren besitzt gegen  über anderen bekannten     Epoxydierungsverfah        ren    den  Vorzug, dass es die Verwendung der     kostspieligen          niedermolekularen        Carbonsäuren    entbehrlich macht.

         Weiterhin    wirken die aus den Polyalkoholen gebil  deten     organischen    Oxydationsgemische bei weitem  nicht so     explosiv    wie die bei den     bekannten        Epoxy-          dierungsverfahren    sich bildende     Perameisensäure    oder       Peressigsäure.        Gegenüber    bekannten Verfahren,     bei     denen die insgesamt benötigte     Wasserstoffperoxyd-          menge    von     vornherein        im    Reaktionsgemisch anwe  send ist,

   wird     ferner    erreicht, dass der     Epoxydierungs-          prozess    in     bezug        auf    die     Steuerung    des     exotherme.n     Reaktionsablaufes leichter kontrolliert werden kann.  Infolge des verzögerten Reaktionsablaufes wird die  Gefahr der Bildung unerwünschter     Dioxy-    bzw.     Acyl-          oxyverbindungen    durch Aufspaltung des     Epoxyd-          rin.ges    vermindert.

   Im Falle der     Verwendung    von       sulfosäuiregruppenhaltigen        Kunstharzen    ergebt sich  der     weitere    Vorteil,     d.ass    diese selbst in Mengen über  0,5     Mol    je     Mol        Doppelbindung    keine     Aufspaltung     der gebildeten     Epoxydgruppen        hervorrufen.     



  Die auf dem angegebenen Wege erhältlichen höher  molekularen     Epoxydverbindungen    besitzen vielseitiges       technisches        Interesse.    Sie     sind    z. B. als     solche        oder     in Form     ihrer    Derivate wegen ihrer Verträglichkeit  und     Wanderungsfestigkeit    als Weichmacher und Sta  bilisatoren für     Polyvinylchlorid    und dessen Misch  polymerisate wichtige     Hilfsmittel    für die Kunststoff-           verarbei:

  tung.    Weiterhin können sie als Schmiermittel,       Schmierölzusatz    oder Textilöl     Verwendung    finden.  



  <I>Beispiele</I>  1. In einem mit     Schlangenheizung    und Kühlung  ausgestatteten     VA-Rührgefäss    werden 200     Gew.-Teile     eines Sojaöls (SZ 0,1; VZ 187;     JZ    120) und 20     Gew.-          Teile    technischer Rohrzucker eingebracht. Darauf  wird der Kesselinhalt auf eine Temperatur von 65  C  erwärmt.

   Im Verlaufe von 3-4 Stunden werden unter  Rühren 80     Gew.-Teile    50     gew.o/oiger        Wasserstoff-          peroxyd#lösung,    welcher 4     Gew:    Teile     konz.    Phosphor  säure -beigegeben werden,     hinzugesetzt,    wobei die  Temperatur durch Kühlung auf 65  C gehalten wird.  Bei dieser Temperatur wird das     Reaktionsprodukt     zwei Stunden nachgerührt und     im        Anschluss    daran  mit Wasser neutral gewaschen.

   Zur     Entfernung    ge  ringer Mengen noch verbliebener saurer     Anteile        wird     das Reaktionsprodukt mit verdünnter Lauge raffi  niert und neutral gewaschen.  



  Durch Erhitzen auf 70-90  C     unter    verminder  tem Druck erhält man ein trockenes     Sojaöl-Epoxyd          mit        einem        Epoxyd-Sauerstoffgehalt        von        5,1%        (J.        Z.     <B>31,5;</B> SZ 0).  



  2. 1000     Gew.-Teile    eines     Baumwollsaatölfett-          säure-methylcyclohexylesters    (hergestellt aus den flüs  sigen Anteilen einer     Baumwollsaatölfettsäure        und          Me,thylcyclohexanol;    VZ 149,8;     JZ    94,9; SZ 0,95)  werden mit 100     Gew-Teilen    Rohrzucker     vermischt     und auf eine Temperatur von 65  C gebracht.

   Darauf  rührt man in einem Zeitraum von     3-4        Stunden     unter sorgfältiger Einhaltung der Temperatur von  65  C 400     Gew.-Teile    einer 60     Vol        II/oigen    Wasser  stoffperoxydlösung, der     vorher    13,3     Gew.-Teile        konz.     Phosphorsäure und 6,66     Gew.-Teile        konz.    Schwefel  säure beigegeben waren, ein.

   Man     rührt    das Reak  tionsgemisch etwa 6 Stunden nach.     Nach        dem    Er  kalten wäscht man den     Gefässinhalt    zweimal     mit        einer     dem Inhalt entsprechenden Menge     Kondenswasser     aus und entsäuert das Reaktionsprodukt in einem       Raffi@nationsbehälter.        Der        Epoxydester    wird neutral  gewaschen und     anschliessend    unter     vermindertem          Druck    vom Wasser befreit.

   Das so erhaltene     Epoxyd     zeichnet sich durch folgende     Kennzahlen    aus:  
EMI0003.0066     
  
    Reaktionszeit <SEP> SZ <SEP> JZ <SEP> % <SEP> Epoxyd
<tb>  nach <SEP> 6 <SEP> Std. <SEP> 0,15 <SEP> 11,6 <SEP> 4,16       3. Wird die Arbeitsweise des     Beispiels    1 dahin  gehend abgeändert, dass     man    bei sonst     gleichblei-          benden        Bedingungen    anstelle     des        Rohrzuckers    eine  gleiche Gewichtsmenge     Glukose    in die     Reaktion    ein  setzt,

   so erhält man nach 15     Stunden        ein        Sojaöl-          Epoxyd    mit einem     Epoxyd-Sauerstoffgehalt    von       5,331)/o.     
EMI0003.0082     
  
    Reaktionszeit <SEP> SZ <SEP> 7Z <SEP> % <SEP> Epoxyd
<tb>  nach <SEP> 5,5 <SEP> Std. <SEP> 0,17 <SEP> 80,5 <SEP> 2,67
<tb>  nach <SEP> 9,5 <SEP> Std. <SEP> 0,28 <SEP> 50,6 <SEP> 4,23
<tb>  nach <SEP> 15,0 <SEP> Std. <SEP> 0,23 <SEP> 27,7 <SEP> 5,33       4. 750,0     Gew.-Teile    Sojaöl :

  mit den Kennzahlen  
EMI0003.0084     
  
    SZ <SEP> 0,2
<tb>  VZ <SEP> 186,5
<tb>  OHZ <SEP> 2
<tb>  JZ <SEP> 122            werden        zusammen    mit  37,5     Gew.-Teilen    Rohrzucker und  10,0     Gew.-Teilen    eines     sulfogruppenenthaltenden          Basenaustauschers    vom Typ      Lewatit    S 100      (Mar-          kenprodukt,        Ionenaustauscher        auf        Styrolharzbasis    der       Farbenfabriken    Bayer AG),

   der vorher sauer     beh.an-          .delt    und danach gut neutral gewaschen wurde, in  einem     V4A-Rührgefäss        eingebracht.    Dem Reaktions  produkt werden bei     einer    Temperatur von 65  C       innerhalb    von 2-3 Stunden 400     Gew.-Teile        eines          50        gew        %igen        Wasserstoffperoxyds        zugegeben.        Die          auftretende        Reaktionswärme        

  wird    bei guter mecha  nischer     Durchmischung    des     Ansatzes    so abgeführt,       dass    die Temperatur des     Kesselinhaltes    65 C nicht  übersteigt. Am Ende der     exothermen        Reaktion    wird  das     zu,epoxydierende        Material    mittels     Heizung    weiter  hin auf 65  C gehalten, bis     eine        Gesamtrührzeit    von  22-25     Stunden        erreicht    ist.

   Die nach der Filtration  anfallenden festen     Anteile    des     Basenaustauschers    las  sen sich nach erneuter     Vorbehandlung    wieder ver  wenden.  



  Das Filtrat wird mit Wasser     gewaschen    und das  durch     Absitzen        gewonnene        Rohepoxyd        mit        verdünn-          ter        Lauge        raffiniert,    neutral     gewaschen    und ge  trocknet.

    
EMI0003.0141     
  
    SZ <SEP> 0,2
<tb>  JZ <SEP> 27,9 <SEP> (nach <SEP> 16 <SEP> Stunden)
<tb>  Epoxydsauerstoff <SEP> <B>5,1<I>1/0</I></B> <SEP> (nach <SEP> 16 <SEP> Stunden)
<tb>  Epoxydsauerstoff <SEP> 5,8 <SEP> % <SEP> (nach <SEP> 25 <SEP> Stunden)       5.     Arbeitet    man     anstelle    des Ansatzeis des vor  stehenden.

   Beispiels mit  1500     Gew.-Teilen    Sojaöl (gleicher     Qualität),     40     Gew.-Teilen        Zucker     15     Gew.-Teilen        Basenaustauscher        (Lewatit    S  100), sauer     gestellt    und neu  tral gewaschen, und  700     Gew.-Teilen        50o/aiges    Wasserstoffperoxyd       Zulaufzeit    1 Stunde,     Temperatur    65  C,

   so erhält man  ein     Fettepoxyd    mit nachstehenden     Konstanten.     
EMI0003.0158     
  
    Reaktionszeit <SEP> SZ <SEP> JZ <SEP> % <SEP> Ep xyd  Sauerstoff
<tb>  nach <SEP> 15 <SEP> Std. <SEP> 0,2 <SEP> 47,8 <SEP> 4,50
<tb>  nach <SEP> 21 <SEP> Std. <SEP> 0,2 <SEP> 28,9 <SEP> 5,42
<tb>  nach <SEP> 23 <SEP> Std. <SEP> 0,16 <SEP> 25,6 <SEP> 5,50
<tb>  nach <SEP> 24 <SEP> Std. <SEP> 0,2 <SEP> 23,2 <SEP> 5,58
<tb>  nach <SEP> 26 <SEP> Std. <SEP> 0,2 <SEP> 20,4 <SEP> 5,40
<tb>  nach <SEP> 28 <SEP> Std. <SEP> 0,2 <SEP> 19,1 <SEP> 5,34
<tb>  Ein <SEP> weiterer <SEP> Versuch <SEP> ergab
<tb>  nach <SEP> 25 <SEP> Std. <SEP> 0,28 <SEP> 18,89 <SEP> 5,80         6.

   Ein schwarzgefärbtes     Seetieröl    von     minderer     Qualität und unangenehmem Geruch wird nach vor  stehend beschriebenem     Verfahren    gemäss     folgendem          Ansatz    gebleicht:  1000     Gew.-Teile    Fischöl SZ 17,2       JZ    106,9  VZ 105,8       OHZ    21,9  20     Gew.-Teile        Rohrzucker     150     Gew.-Teile        500/aiges    Wasserstoffperoxyd  10     Gew.-Teile        konz.    Phosphorsäure  Reaktionstemperatur 65  C, Dauer 7 Stunden.

    
EMI0004.0015     
  
    Nr. <SEP> <B>9 <SEP> 9 <SEP> 9 <SEP> <U>iz</U></B> <SEP> \,'o <SEP> Epoxyd  H-,O- <SEP> 50%ig <SEP> Aktivator <SEP> Katalysator <SEP> Sauerstoff
<tb>  1 <SEP> 400 <SEP> 15 <SEP> Phosphorsäure <SEP> 75 <SEP> Dextrin <SEP> 25,9 <SEP> 5,00
<tb>  2 <SEP> 400 <SEP> 10 <SEP> Lewafit <SEP> S <SEP> 100 <SEP> 75 <SEP> Kartoffelstärke* <SEP> 42,26 <SEP> 4,42
<tb>  3 <SEP> 400 <SEP> 15 <SEP> Phosphorsäure <SEP> Glycerin <SEP> DAB <SEP> 6 <SEP> 47,3 <SEP> 4,17
<tb>  4 <SEP> 350 <SEP> 15 <SEP> Schwefelsäure <SEP> Alginsäure <SEP> 100,7 <SEP> 1,52
<tb>  5 <SEP> 150 <SEP> 40 <SEP> vol <SEP> %ig+ <SEP> - <SEP> Sirup <SEP> 17,40/9 <SEP> HG0 <SEP> 55,17 <SEP> 3,99
<tb>  150 <SEP> 80 <SEP> vol <SEP> II/oig
<tb>  6 <SEP> 350 <SEP> 15 <SEP> Phosphorsäure <SEP> Zelluloseschnitzel <SEP> * <SEP> 11.4,4 <SEP> 0,

  76
<tb>  7 <SEP> 300 <SEP> 15 <SEP> Phosphorsäure <SEP> Maisstärke <SEP> * <SEP> 39,3 <SEP> 4,52
<tb>  8 <SEP> 300 <SEP> 15 <SEP> Phosphorsäure <SEP> Glucose <SEP> 27,7 <SEP> 5,33
<tb>  '@ <SEP> mit <SEP> dem <SEP> Aktivator <SEP> in <SEP> verdünnter <SEP> Phase <SEP> vorhydrolysiert.       B.

   Weitere Ergebnisse     wurden    nach folgenden Ansätzen mit     nachstehend    aufgeführten Kennzahlen       ss    erhalten:  
EMI0004.0019     
  
    ö <SEP> ö
<tb>  ,.yn <SEP> E <SEP> @ <SEP> N <SEP> .b
<tb>  O <SEP> c <SEP> o
<tb>  Substanz <SEP> SZ <SEP> VZ <SEP> <B><U>iz</U></B> <SEP> ce <SEP>  <  <SEP> N <SEP> x <SEP> p4 <SEP> <B><U>ix</U></B> <SEP> W <SEP> SZ <SEP> <B><U>iz</U></B>
<tb>  g <SEP> g <SEP> g <SEP> g <SEP> C <SEP> Std.

   <SEP>  /"
<tb>  Baumwollsaatöl
<tb>  methylcyclo- <SEP> 8 <SEP> Lewatit
<tb>  hexylester <SEP> 0,45 <SEP> 149,7 <SEP> 94,9 <SEP> 750 <SEP> S <SEP> 100 <SEP> 20 <SEP> 320 <SEP> 65 <SEP> 18 <SEP> 3,37 <SEP> 0,6 <SEP> 17,5
<tb>  wie <SEP> 1 <SEP> 0,45 <SEP> 149,7 <SEP> 94,9 <SEP> 750 <SEP> S <SEP> 100 <SEP> 40 <SEP> 350 <SEP> 65 <SEP> 22 <SEP> 4,01 <SEP> 0,6 <SEP> 8,77
<tb>  wie <SEP> 1 <SEP> 0,42 <SEP> 152 <SEP> 88,3 <SEP> 750 <SEP> 15 <SEP> NaHS04 <SEP> 15 <SEP> 350 <SEP> 65 <SEP> 12 <SEP> 3,70 <SEP> 0,6 <SEP> 12,4
<tb>  Sojaöl <SEP> 0,2 <SEP> 186,5 <SEP> 122 <SEP> 750 <SEP> - <SEP> 75 <SEP> 400 <SEP> 65 <SEP> 35 <SEP> 5,60 <SEP> 0,4 <SEP> 12,3

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von Epoxydverbindun- ge.n durch Behandlung von ein- oder mehrfach un gesättigten organischen Verbindungen mit Wasser stoffperoxyd in Gegenwart von Aktivatoren, dadurch gekennzeichnet, dass man die Epoxydierung in Gegen wart von organischen Polyoxyverbindungen vornimmt. Nach Aufarbeitung erhält man ein hellgelbes Fischöl mit folgenden Kennzahlen: EMI0004.0030 SZ <SEP> <B>15,7</B> <tb> <B>iz</B> <SEP> 70,7 <tb> Epoxydsauerstoff <SEP> 1,400/a 7.
    Bei Verwendung anderer Mono- bzw. Poly- saccharide erhält man nach vorstehend beschrie benem Verfahren bei Einsatz von jeweils 750 Gew.- Teilen Sojaöls (SZ 0,2;
    VZ 186,5; JZ 122) Fett- epoxyde mit folgenden Epoxydgehalten: UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren gemäss Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass man als Polyoxyverbindungen Mono- bzw.
    Polysaccharid@e und/oder Polyalkohole verwendet und diese Verbindungen mit den Aktiva- toren, in Mengen einsetzt, die 7-15% der unge- sättigten Ausgangsmaterialien betragen. 2.
    Verfahren gemäss Patentanspruch und Unter anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man je Doppelbindung der ungesättigten Verbindungen 1,1 bis 2,0 Mol Wasserstoffsuperoxyd verwendet. 3. Verfahren gemäss Patentanspruch und den Unteransprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Wasserstoffperoxydzugabe allmählich, zweck mässig über einen mehrstündigen Zeitraum, erfolgt. 4.
    Verfahren gemäss Patentanspruch und den Unteransprüchen 1 bis 3, dadurch .gekennzeichnet, dass man Reaktionstemperaturen von 0-100 , vor zugsweise 50-75 einhält. 5. Verfahren gemäss Patentanspruch und den Unteransprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass man als Polyoxyverbindungen Rohrzucker, Glykose oder Stärke verwendet. 6.
    Verfahren gemäss Patentanspruch und den. Unteransprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, da:
    ss man als Palyoxyverbindungen zuckerunähnliche Polysaccharide verwendet, diese mit Hilfe eines sau ren Aktivators abbaut und das erhaltene Gemisch der Reaktionsmischung zugibt.
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