CH367366A - Druckmittelventil - Google Patents
DruckmittelventilInfo
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F16—ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
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Description
Druckmittelventil Die Erfindung betrifft ein Druckmittelventil, dessen Stössel beim öffnungshub einen quer vor ihm angeordneten Ventilteller aufstösst, welcher in der Schliessstellung von einer Feder und dem zu steuernden Druckmittel gegen seinen Sitz gedrückt ist.
Wenn ein solches Ventil, das z. B. als Druckluft- Bremsventil in Kraftfahrzeugen Verwendung finden kann, durch eine Hilfsvorrichtung, insbesondere durch einen Elektromagneten, geöffnet werden soll, muss von der Hilfsvorrichtung die ganze Ventilteller- belastung überwunden werden. Diese Belastung ist unter Umständen beträchtlich, weil beispielsweise bei Druckluftbremsanlagen der auf dem Ventilteller in Schliessrichtung lastende Vorratsluftdruck<B>6</B> atü oder mehr beträgt.
Bei den üblichen Ausführungen dieser Ventile sind die Stimfläche des Ventilstössels und die Sitzfläche des Ventilt;ellers rechtwinklig zur Ventilachse gelegt. Es muss dann beim öffnen des Ventils vom Magneten eine Kraft aufgebracht werden, die sich aus dem Wert von Ventilsitzfläche mal Vorratsdruck plus Kraft der Ventilfeder ergibt. Da meist die Magnete nicht beliebig gross gemacht werden können, muss die Ventilsitzfläche begrenzt werden, so dass sich nur verhältnismässig kleine Ven- tildurchgangsquerschnitte erzielen lassen.
Diese Mängel lassen sich erfindungsgemäss durch eine Ausbildung vermeiden, bei der die bei geöffne tem Ventil plan aufeinanderliegenden Berührungs flächen von Stössel und Ventilteller in der Schliess lage unter einem spitzen Winkel zueinander geneigt sind.
Zwei Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Fig. <B>1</B> und 2 der Zeichnung im Schnitt dar gestellt.
In einer mehrstufig abgesetzten Axialbohrung <B>1</B> eines Ventilgehäuses 2 ist ein Ventilstössel<B>3</B> mit Hilfe eines an ihm befestigten Führungstellers 4 und einer Stulpdichtung <B>5</B> axial beweglich geführt. Eine am Teller 4 angreifende Feder<B>6</B> hält den Stössel mit seinem oberen Ende am axial beweglichen Anker<B>7</B> eines Elektromagneten<B>8.</B> Der über der Stalpdichtung <B>5</B> liegende Teil der Bohrung<B>1</B> ist durch eine Bohrung<B>9</B> und ein diese Bohrung ab deckendes Filter<B>10</B> mit der Aussenluft verbunden. Vom Bohrungsraum unter der Stulpdichtung führt ein Querkanal<B>11</B> zum nicht dargestellten Arbeits zylinder, beispielsweise einem Bremszylinder.
Der Ventilstössel hat eine Axialbohrung 12, von der aus Querbohrungen<B>13</B> zu dem Aussenluftraum über dem Stalp <B>5</B> führen. Das offene untere Ende des Stössels <B>3</B> ragt in einen verengten Teil 14 der Bohrung<B>1</B> hinein und ist über seine ganze Stimfläche <B>15</B> ein wenig zur Ventilachse abgeschrägt. Der Abschrä- gungswinkel kann beispielsweise 0,311 betragen. Die schräge Stirnfläche<B>15</B> des Stössels ist im übrigen plan gehalten.
Am unteren Ende des Bohrungsteils 14 ist ein nach unten gerichteter Ventilsitz<B>16</B> vorgesehen, an dem bei angehobenem Stössel<B>3</B> ein Ventilteller <B>17</B> durch eine Feder<B>18</B> gehalten ist. Das untere Ende der Feder<B>18</B> ist an einer Verschlussschraube <B>19</B> für den unteren Teil 20 der Bohrung<B>1</B> abgestützt. Der Ventilsitz<B>16</B> und die Anlagefläche des Ventil- teHers <B>17</B> sind ebenfalls plan und liegen senkrecht zur Ventilachse. In den Bohrungsteil 20 unter dem Ventilsitz<B>16</B> mündet eine Querbohrung 21, an die ein nicht dargestellter Druckluftvorratsbehälter einer Druckluftbremsanlage angeschlossen sein kann.
Während bei den bekannten Ventilbauarten zum Öffnen des Ventils der Magnetanker über den axial vor ihm liegenden Stössel den Ventilteller zentral er fassen und senkrecht zur Sitzfläche entgegen der Feder und Druckluftbelastung vom Sitz abheben muss, braucht er bei der gezeichneten Ausführung den Ventilteller nur mit Hilfe des vorstehenden Teils des abgeschrägten Ventilstössels klappenartig um einen an der gegenüberliegenden Sitzseite sich bildenden Stützpunkt etwas zu schwenken, wozu nur ein Bruchteil der bisherigen Magnetkraft erfor derlich ist. Ausserdem gelangt schon nach gering fügigem Anheben der einen Tellerseite Druckluft aus dem Bohrungsteil 20 rasch hinter den Ventil teller und führt dort einen teilweisen Druckausgleich herbei.
Den restlichen öffnungshub führt dann der Ventilteller in der üblichen Weise auf dem Ventil stössel aufliegend aus. Versuche haben gezeigt, dass mit Hilfe der Abschrägung die für das öffnen des Ventils notwendigen Magnetkräfte um etwa 30% vermindert sind.
Da die Abschrägung des Ventil stössels nur gering ist, liegt der Stössel mit seiner planen Ringfläche im Augenblick des öffnens des Ventiltellers auch schon gut abschliessend an der gegenüberliegenden Dichtfläche des Ventiltellers an. Dies trifft insbesondere für Ventile zu, bei denen der dichtende Teil des Ventiltellers aus etwas nach giebigem Stoff, z. B. synthetischem Gummi, herge stellt ist. Nennenswerte Druckluftverluste bei öffnungs- beginn sind also nicht zu befürchten.
Die Abschrägung kann vom Stössel auch an den Sitz des Ventiltellers verlegt werden, so dass der Ventilstössel mit einer zur Ventilachse senkrechten Stirnfläche ausgeführt werden kann. Ein Ausfüh rungsbeispiel dieser Art ist in Fig. 2 dargestellt. Dort ist die zur Hubrichtung des Stössels senkrechte Stirnfläche mit<B>15'</B> und die hierzu geneigte Ventil sitzfläche mit<B>16'</B> bezeichnet. Im übrigen entspricht die Ausführung nach Fig. 2 der nach Fig. <B>1.</B>
Wenn es erwünscht ist, sowohl die Stirnfläche des Stössels als auch die Sitzfläche für den Ventil teller am Ventflgebäuse <B>je</B> rechtwinklig zur Hubrich tung des Stössels, also rechtwinklig zur Ventilachse auszuführen, kann die dem Ventilstössel gegenüber- liegende Seite des Ventiltellers mit einer keilförmig verlaufenden Berührungsfläche versehen sein. Da in diesem Fall der Ventilstössel beim öffnungshub auf den vorstehenden Teil der Keilfläche trifft, bleibt auch hier bei öffnungsbeginn des Ventils die klap- penförmige Tellerbewegung erhalten.
Von der Erfindung kann mit gutem Erfolg ins besondere auch bei Ventilen mit undurchbohrtem Ventilstössel Gebrauch gemacht werden, wo der Ventilteller nur eine Durchgangsbohrung überwa chen muss.
Claims (1)
- <B>PATENTANSPRUCH</B> Druckmittelventil, dessen Stössel beim öffnungs- hub einen quer vor ihm angeordneten Ventilteller aufstösst, welcher in der Schliessstellung von einer Feder und dem zu steuernden Druckmittel gegen seinen Sitz gedrückt ist, dadurch gekennzeichnet, dass die bei geöffnetem Ventil plan aufeinanderlie- genden Berührungsflächen von Stössel und Ventil teller in der Schliesslage unter einem spitzen Winkel zueinander geneigt sind.<B>UNTERANSPRÜCHE</B> <B>1.</B> Ventil nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass die plane Stimfläche des Stössels zur ebenfalls planen und zur Hubrichtung des Stössels senkrechten Sitz- und Dichtfläche des Ventiltellers geneigt ist. 2. Ventil nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass die plane Stirnfläche des Stössels zu dessen Hubrichtung senkrecht verläuft und die plane Sitz- und Dichtfläche des Ventiltellers zur Stössel- stirnfläche geneigt ist.<B>3.</B> Ventil nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass der Ventilteller als Doppelsitzventil- teller einen festen Ventilsitz am Gehäuse und einen vom hohlen Stössel gebildeten, koaxial zum ersteren beweglichen zweiten Ventilsitz hat.
Applications Claiming Priority (1)
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Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
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| CH367366A true CH367366A (de) | 1963-02-15 |
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ID=6968509
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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| CH7056559A CH367366A (de) | 1958-03-19 | 1959-03-10 | Druckmittelventil |
Country Status (2)
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- 1958-03-19 DE DEB48239A patent/DE1175049B/de active Pending
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1959
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Also Published As
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