CH356907A - Verfahren und Vorrichtung zum Granulieren von thermoplastischen Stoffen - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum Granulieren von thermoplastischen StoffenInfo
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Classifications
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B29—WORKING OF PLASTICS; WORKING OF SUBSTANCES IN A PLASTIC STATE IN GENERAL
- B29B—PREPARATION OR PRETREATMENT OF THE MATERIAL TO BE SHAPED; MAKING GRANULES OR PREFORMS; RECOVERY OF PLASTICS OR OTHER CONSTITUENTS OF WASTE MATERIAL CONTAINING PLASTICS
- B29B9/00—Making granules
- B29B9/02—Making granules by dividing preformed material
- B29B9/06—Making granules by dividing preformed material in the form of filamentary material, e.g. combined with extrusion
- B29B9/065—Making granules by dividing preformed material in the form of filamentary material, e.g. combined with extrusion under-water, e.g. underwater pelletizers
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Description
Verfahren und Vorrichtung zum Granulieren von thermoplastischen Stoffen Viele thermoplastische Kunststoffe lassen sich mit oder ohne Zusatz von Weichmachern, Stabilisatoren, Gleitmitteln, Farb- oder Füllstoffen zu einer zähflüssigen Masse verarbeiten, wenn man die vorgemischten Bestandteile bei geeigneter Temperatur miteinander verknetet. Für die weitere Verarbeitung wird das Material meist in Gestalt eines Granulates gewünscht. Die Überführung der zähflüssigen Masse in ein Granulat erfolgt meist mittels einer Strangpresse und eines rotierenden Messers, welches die aus den Düsen der Presse austretenden Stränge in kurze Stücke zerteilt. Diese entstehenden Granula sind dann aber zunächst noch zähflüssig und neigen zum Verkleben. Deshalb muss man sie so rasch wegbefördern, dass sie sich nicht oder nur innerhalb kurzer, für ein Verkleben unzureichender Zeit berühren. Ausserdem müssen die Granula so abgekühlt werden, dass sie ihre Klebkraft verlieren und undeformierbar werden, bevor sie die Sammelstelle erreichen. Zu diesem Zwecke wurden die Granula bisher durch kalte Luft von der Düsenplatte weggeblasen. Dabei war eine unsymmetrische Abkühlung der Düsenplatte kaum zu vermeiden, so dass das Material an den einzelnen Düsen unter verschiedener Temperatur und mit verschiedener Zähigkeit austrat. Dies führte zu einem ungleichmässigen Granulat. Zur Vermeidung dieses Nachteiles werden die Granula nach der Erfindung unmittelbar einer Schleuder zugeführt und von dieser über einen freien Weg solcher Länge durch Kühlluft geschleudert, dass sie dabei ihre Klebfähigkeit verlieren. Zur Durchführung dieses Verfahrens bedient man sich zweckmässig einer Vorrichtung mit einer heizbaren Presse mit kranzförmig angeordneten Austritts öffnungen für das zu granulierende Material und am äusseren Ende dieser Öffnungen gleitenden, rotierbaren Abstreifmessern. Die erfindungsgemässe Vorrichtung zeichnet sich durch ein Flügelrad aus, welches als Schleuder für die mittels der Abstreifmesser abgeschnittenen und abgestreiften Granula dient und koaxial zu den Abstreifmessern rotierbar ist, wobei die Flügel des Flügelrades unmittelbar an die Zone heranragen, in welcher die Abstreifmesser rotierbar sind. Die Flügel des Flügelrades haben zweckmässig Aussparungen, die dem Kranz der Austrittsöffnungen zugewandt sind. Eine vorzugsweise Ausführungsform der Vorrichtung hat eine das Flügelrad in einem Abstand wenigstens teilweise umschliessende Prallfläche für die ge schleuderten Granula. Dabei enthält der Raum zwischein dem Flügelrad und der Prallfläche ein kühlendes Gas und der genannte Abstand ist so gross, dass die Granula vor dem Auftreffen auf die Prallwand bis zum Verlust ihrer Klebfähigkeit erstarren. Zweckmässig wird das Flügelrad entgegengesetzt zur Umlaufrichtung der Abstreifmesser und mit grö Berer Winkelgeschwindigkeit als diese angetrieben. Der Erfindungsgegenstand sei im folgenden an Hand der Zeichnung näher erläutert; in dieser zeigt: Fig. 1 eine perspektivische Ansicht der wichtigsten Teile einer beispielsweisen Vorrichtung zur Durchführung des neuen Verfahrens und Fig. 2 eine aufgegliederte Darstellung zu Fig. 1. In der Zeichnung ist der Kopfteil 1 der Strang- presse abgebrochen dargestellt. Dieser Kopfteil 1 trägt die Düsenplatte 2, deren Düsen 3 kranzförmig koaxial zur Welle 4 angeordnet sind, welche das auf der Düsenplatte 2 gleitende Messer 5 trägt. Diese Welle 4 besitzt nach Fig. 2 einen Ansatz 6, welcher in einer nicht durchgehenden Bohrung 7 der Düsenplatte geführt ist. Auf der Welle 4 ist eine hohle Welle 8 gelagert, welche das Flügelrad 9 antreibt. Die Flügel 10 dieses Rades 9 ragen so dicht an die Zone heran, in welcher das Messer 5 rotiert, dass sie die abgeschnittenen Granula unmittelbar erfassen können. Weiterhin weisen die Flügel 10 an der linken, dem Kranz der Düsen 3 benachbarten Stirnseite je eine Aussparung 11 auf, welche so bemessen ist, dass die aus den Düsen 3 heraustretenden, noch nicht abgeschnittenen Strangstümpfe von den Flügeln 10 nicht berührt werden. Die Flügel 10 sind im Abstand d von einer nur teilweise dargestellten Prallwand 12 umgeben. Der Abstand d der Prallwand 12 von den Flügeln 10 ist so gewählt, dass die vom Flügelrad abge schleuderten Granula beim Aufprallen auf die Prallwand 12 einen Weg solcher Länge innerhalb der Kühlluft zurückgelegt haben, dass sie nicht mehr klebrig sind. Um mit dieser Vorrichtung zu granulieren, wird die Strangpresse beschickt und in Betrieb gesetzt; gleichzeitig werden die Messerwelle 4 und die hohle Flügelradwelle 8 mit entgegengesetzter Drehrichtung in Umlauf versetzt. Dabei wird die Drehgeschwindigkeit der Flügelradwelle 8 zweckmässig eine Grössenordnung höher gewählt als die Drehgeschwindigkeit der Messerwelle 4. Die aus den Düsen 3 austretenden, zähflüssigen Stränge werden an der Austrittsstelle periodisch von dem Messer 5 abgeschnitten. Die Länge der auf diese Weise entstandenen, noch zähflüssigen Granula lässt sich durch die Fördergeschwindigkeit der Presse und die Umlaufgeschwindigkeit des Messers regeln. Die Granula werden sofort nach dem Verlassen des Messers von den Flügeln 10 des Flügelrades 9 erfasst und tangential gegen die Prallwand 12 geschleudert. Da die Rotationsgeschwindigkeit des Flügelrades 9 die Rotationsgeschwindigkeit des Messers 5 um eine Grö ssenordnung überschreitet, gelangt praktisch immer nur ein Granulum in eine Kammer des Flügefrades 9; die gleichzeitig von verschiedenen Flügelh weggeschleuderten Granula durcheilen völlig getrennte Bahnen, so dass die Granula also keine Gelegenheit zum Zusammenkleben finden. Da die Entfernung d der Prallwand 12 von den Flügeln 10 nach den angeführten Gesichtspunkten auf den Werkstoff abgestimmt ist, verlieren die Granula auf dem Weg vom Flügelrad 9 zur Prallwand 12 ihre Klebfähigkeit. Die von der Prallwand abfallenden Granula gelangen zur Sammelstelle. Die vor der Düsenplatte entstehende zentrifugale Luftbewegung, welche durch die Rotation des Flügehades verursacht wird, verläuft völlig symmetrisch zum Kranz der Düsen 3. Es entsteht also keine unsymmetrische Abkühlung der Düsenplatte, so dass man Granula einheitlicher Grösse erhält. Beispielsweise möge Polyvinylchlorid unter Zugabe von 10 0/o Weichmacher und 2 O/o eines Stabilisators auf einer Doppelschneckenpresse geknetet und in thermoplastischem Zustand durch eine Platte mit Düsen von 4 mm Durchmesser gepresst werden. Die Austrittsgeschwindigkeit betrage 40 cm/Minute und das Messer möge mit 50 Umdrehungen pro Minute umlaufen. Es entstehen dann zähflüssige, klebrige Granula von 4 mm Durchmesser und 4 mm Länge. Das Flügelrad möge einen Durchmesser von 50 mm und 16 Flügel besitzen sowie mit 6000 Umdrehungen pro Minute umlaufen. Es beschleunigt die erfassten Granula dann mit etwa 1000 g, so dass diese an den Flügeln nicht kleben bleiben, sondern sofort abgeschleudert werden. Bei passender Bemessung des Abstandes zwischen Flügelrad und Prallfläche erstarren die Granula dann, bevor sie die Prallfläche 12 erreichen.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE I. Verfahren zum Granulieren von thermoplastischen Stoffen mittels einer Strangpresse und eines umlaufenden Messers, welches die aus den Düsen der Strangpresse austretende, plastische Masse in Granula zerteilt, dadurch gekennzeichnet, dass die Granula unmittelbar einer Schleuder (9, 10) zugeführt und von dieser über einen freien Weg solcher Länge durch Kühlluft geschleudert werden, dass sie dabei ihre Klebfähigkeit verlieren.II. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Patentanspruch I mit einer heizbaren Presse mit kranzförmig angeordneten Austrittsöffnungen für das zu granulierende Material und am äusseren Ende dieser Öffnungen gleitenden, rotierbaren Abstreifmessern, gekennzeichnet durch ein als Schleuder für die mittels der Abstreifmesser (5) abgeschnittenen und abgestreiften Granula dienendes, koaxial zu den Abstreifmessern rotierbares Flügelrad (9), dessen Flügel (10) unmittelbar an die Zone heranragen, in welcher die Abstreifmesser rotierbar sind.UNTERANSPRÜCHE 1. Vorrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die Flügel (10) des Flügelrades (9) dem Kranz der Austrittsöffnungen (3) zugewandte Aussparungen (11) aufweisen.2. Vorrichtung nach Patentanspruch II, gekennzeichnet durch eine das Flügelrad (9) in einem Abstand wenigstens teilweise umschliessende Prallfläche (12) für die geschleuderten Granula, wobei der Raum zwischen dem Flügelrad und der Prallfläche kühlende Luft enthält und der genannte Abstand so gross ist, dass die Granula vor dem Auftreffen auf die Prallfläche bis zum Verlust ihrer Klebfähigkeit erstarrt sind.3. Vorrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass das Flügelrad (9) mit grösserer Winkelgeschwindigkeit angetrieben ist, als die Abstreifmesser (5).4. Vorrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass das Flügelrad (9) entgegengesetzt zur Umlaufrichtung der Abstreifmesser (5) angetrieben ist.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH849614X | 1957-11-01 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH356907A true CH356907A (de) | 1961-09-15 |
Family
ID=4542167
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH356907D CH356907A (de) | 1957-11-01 | 1957-11-01 | Verfahren und Vorrichtung zum Granulieren von thermoplastischen Stoffen |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| BE (1) | BE572516A (de) |
| CH (1) | CH356907A (de) |
-
0
- BE BE572516D patent/BE572516A/xx unknown
-
1957
- 1957-11-01 CH CH356907D patent/CH356907A/de unknown
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| BE572516A (de) |
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