CH354569A - Verbundplatte - Google Patents

Verbundplatte

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CH354569A
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    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E04BUILDING
    • E04CSTRUCTURAL ELEMENTS; BUILDING MATERIALS
    • E04C2/00Building elements of relatively thin form for the construction of parts of buildings, e.g. sheet materials, slabs, or panels
    • E04C2/02Building elements of relatively thin form for the construction of parts of buildings, e.g. sheet materials, slabs, or panels characterised by specified materials
    • E04C2/10Building elements of relatively thin form for the construction of parts of buildings, e.g. sheet materials, slabs, or panels characterised by specified materials of wood, fibres, chips, vegetable stems, or the like; of plastics; of foamed products
    • E04C2/20Building elements of relatively thin form for the construction of parts of buildings, e.g. sheet materials, slabs, or panels characterised by specified materials of wood, fibres, chips, vegetable stems, or the like; of plastics; of foamed products of plastics
    • E04C2/205Building elements of relatively thin form for the construction of parts of buildings, e.g. sheet materials, slabs, or panels characterised by specified materials of wood, fibres, chips, vegetable stems, or the like; of plastics; of foamed products of plastics of foamed plastics, or of plastics and foamed plastics, optionally reinforced

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
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Description


      Verbundplatte       Verbundplatten mit einem geringen Raumgewicht  z. B. von 2 oder weniger     g'cm3    sind in verschie  denen Bauarten und aus verschiedenen     Materialien          bekannt.    Sie werden dadurch hergestellt, dass man  meistens einen Kern von geringem spezifischem  Gewicht auf beiden Seiten mit dichteren widerstands  fähigen Deckplatten versieht.  



  Als Kern bzw. Mittelschichten solcher Platten  wurden Verbundkonstruktionen, z. B. speziell ge  formte     Presslinge    in     Honigwabenform,    verwendet.  Zunehmende Bedeutung gewinnt jedoch in letzter  Zeit die Herstellung von Verbundplatten mit Schich  ten, z. B. einem Kern aus Schaumstoffen, die sich  durch die Homogenität ihrer Struktur und damit  durch völlig einheitliche Festigkeitswerte auszeichnen.  Als Stützelement gestattet ein solcher Schaumstoff  kern, sehr dünnwandige Deckschichten aus Holz,  Metall oder Kunststoffen einzusetzen.  



  Bei geeigneter Konstruktion weisen diese Ver  bundwerkstoffe eine verhältnismässig gute     Knick-          und    Biegefestigkeit auf und werden wegen ihres  geringen spezifischen Gewichtes auch für die Her  stellung von Flugzeugbauteilen verwendet.  



  Es hat sich nun gezeigt, dass bei der Herstellung       grossstückiger    Gegenstände in Verbundbauweise die  bisher erzielten mechanischen Werte nicht genügen,  da für solche Stücke sehr hohe     Festigkeiten    ver  langt werden. Man hat bisher zu diesem Zweck die  Oberfläche durch Verwendung stärkerer Deck- z. B.  Blechschichten verstärkt, doch ging dies auf Kosten  der Leichtigkeit.  



  Die Herstellung der genannten Verbundplatten  wird im allgemeinen entweder durch Verbinden der  Deckschichten mit dem Schaumstoff mittels Klebe  mittel ausgeführt oder z. B. durch Aufschäumen       treibmittelhaltiger    Kunststoffe zwischen zwei Deck  platten.    Es wurde auch schon vorgeschlagen,     Polyurethan-          harze    zwischen zwei Deckplatten, z. B. aus Metall,  zu verschäumen und durch Anbringen einer Glas  fasermatte oder Gewebeschicht am Metall den  Schaumstoff in der Nähe der Deckplatten zu ver  stärken, wobei die verschäumende Masse     in    die       Glasfasermatte    eindringt und sich mit dieser ver  bindet.

   Man erhält auf diese Weise ein Gebilde, bei  dem eine dünne Übergangszone zwischen Schaum  kern und Deckplatte entsteht. Diese     übergangs-          schicht    hat geringeres Raumgewicht als die Deck  platte. Die Zwischenzone ist aber im Verhältnis     zur     Kernschicht zu dünn. Der     übergang    von der mittleren  Leichtschicht zur massiven Aussenschicht ist zu plötz  lich. Beste Festigkeitswerte entstehen bekanntlich,  wenn es gelingt, diesen Übergang vom Leichtmaterial  zur massiven Deckplatte langsam und gleichmässig  ansteigend zu machen.  



  Es wurde nun gefunden, dass eine Verbundplatte,  welche aus kompakten Deckschichten,     die    also keine  Gaszellen oder sonstige Gaszwischenräume enthält,  und aus     Schaumstoffschichten    besteht, wesentlich  bessere Festigkeitswerte aufweist, wenn erfindungs  gemäss die Platte mindestens zwei     Schaumstoffschich-          ten    verschiedener Dichte enthält. Die Platte     kann    z. B.  drei oder vier Schichten verschiedener Dichte enthal  ten, wobei vorzugsweise die innere oder inneren  Schichten die geringste Dichte aufweisen.  



  Die     Schaumstoffschichten        können    in der ver  schiedensten Art     bezüglich    Dichte und Dicke aufge  baut sein. So kann man z. B. eine Schicht von etwa  20 mm Dicke eines Schaumstoffes mit einem Raum  gewicht von 0,08     g/cm3    beidseitig mit einer Schaum  stoffschicht von 5 mm Dicke und einem Raum  gewicht von 0,15     g"cm3    verbinden. Eine weitere  Verstärkung ist     möglich    z. B. durch beidseitiges Auf  bringen einer zusätzlichen Schicht von z. B. 3 mm      Dicke aus noch schwereren     Schaumstoffen    von etwa  0,25     g.        cm-'    spezifischem Gewicht.

   Andere Schaum  stoffkombinationen des Kerns sind z. B. die folgen  den 1. bis 4., wobei die aufeinander folgenden  Schichten so angegeben sind, dass die erste Zahl die  Schichtdicke und die zweite deren Dichte bedeutet:    1. 3     mm,.''0,30    5     mm10,15    15     mm/0,08    5     mm(\0,15     2. 3     mm:0,50    5     mm,\0,30    15     mmi0,15    5     mm/0,30     Für spezielle Zwecke können auch einfachere  Kombinationen verwendet werden, wie z. B.  



  3. 5     mm;\0,20    15     mm/0,1     4. 5     mm;0,30    10 mm 0,2 20     mm/0,1.     



  Es wurde festgestellt, dass das     Verhältnis    Festig  keit zu Raumgewicht besonders     günstig    wird, sofern  beim Zusammenbau nach einer bestimmten Regel  gearbeitet wird. So ist es     vorteilhaft,    wenn die       Schaumstoffschichten    so angeordnet sind, dass bei  zwei aufeinander folgenden Schichten, die     zweite     etwa     i    2 der Stärke, jedoch etwa das doppelte Raum  gewicht wie die erste Schicht     besitzt.    Eine eventuell  dritte Schicht hat dann wieder das halbe Mass der  zweiten Schicht, jedoch wiederum etwa das nochmals  verdoppelte Raumgewicht. Auch bei einer eventuell  vierten Schicht wird man nach der gleichen Regel  verfahren.  



  Auf oder zwischen solche     Schaumstoffschichten     werden dann kompakte Schichten, vorzugsweise Deck  schichten, aufgebracht, die aus den verschiedensten       Stoffen,    wie Holz, Metall, Kunststoff, sein können.  Für spezielle Fälle kann man z. B. eine Deckschicht  aus Polyesterharz, die vorzugsweise z. B. mit einem  Glasgewebe verstärkt ist, verwenden. Eine Verbund  platte mit besonders grosser Festigkeit besteht z. B.  darin, dass sie aus zwei Deckschichten besteht, zwi  schen denen sich mehrere     Schaumstoffschichten    be  finden, die durch verstärkende massive Zwischen  lagen voneinander getrennt und     mit    diesen fest zu  einem zusammenhängenden Gebilde verbunden sind.  Die Deck- und Zwischenlagen können z.

   B. aus Alu  miniumblech von 0,5 bis 1 mm oder aus einer     Poly-          esterglasfaserschicht    bestehen; die     Schaumstoffschich-          ten    können eine Dicke von z. B. 3 bis 10 mm auf  weisen.  



  Eine solche Platte ist leicht im Verhältnis zu ihrer  hohen Festigkeit. Sie hat aber auch durch die mas  siven Zwischenschichten die Eigenschaft, eingesetzte  Schrauben oder ähnliches besonders     gut    festzuhalten.  Solche Platten können z. B. beim Bootsbau aus Ver  bundplatten mit     Schaumstoffkern    anstelle von Holz  als Verstärkung besonders zur Aufnahme von     Schub-          und        Zugkräften    verwendet werden. Es können z. B.  5 bis 20     Schaumstoffschichten    durch entsprechende  Zwischenlagen     unterteilt    zu einem Block zusammen  gefügt werden.

   Das Material hat gegenüber Holz  den Vorteil, sich durch Wasser-Einwirkung nicht zu  verziehen oder     sonst    zu verändern.  



  Die Verbundplatten können gerade oder gebogen  sein und auf jede bekannte Art hergestellt werden.    So kann man z. B. die verschiedenen Schichten mit  tels     Klebemittel    zu geraden Verbundplatten durch  leichten Druck zusammenfügen. Man kann aber  auch gebogene Verbundkörper, wie z. B. Bootskör  per, Flugzeug- und Karosserieteile u. a. m., derart  herstellen, dass man die einzelnen Schichten nach  einander in gebogene Formen einbringt oder auf  diese aufträgt. Klebemittel, wie Gummi- und Kunst  stofflösungen, oder vorteilhaft auch     selbsthärtende     Harzlösungen, z. B. von Polyester oder     flüssigen          Epoxyharzen,    lassen sich je nach     Schaumstoffart    und  Verwendungszweck verwenden.  



  Das Einbringen der einzelnen Schichten in eine  gebogene Form macht dabei keine Schwierigkeiten.  Dünne Einzelschichten von z. B. 5 mm lassen sich  auch komplizierten Formen leicht,     evtl.    durch Er  wärmung anpassen. Dickere     Schaumstoffschichten     z. B. von 30 mm müssen, wenn sie aas steifem       Material    bestehen, durch längeres Vorwärmen oder  durch Lösungsmittel erweicht werden.  



  Die Erfindung betrifft auch ein Verfahren zur  Herstellung gebogener Verbundplatten, wonach man  die mehrschichtigen     Schaumstoffschichten    zuerst in  gebogener Form herstellt und dann mit den Deck  schichten verbindet.     Vorteilhafterweise    wird dabei  jede Schicht für sich gebogen bzw.     verformt    und die  Schichten nacheinander miteinander verbunden. Man  kann aber auch die     Schaumstoffschichten    gleichzei  tig miteinander biegen und verbinden.  



  Die für die Herstellung der Verbundplatte ver  wendeten Schaumstoffe bestehen z. B. aus     Vinyl-          harzen,    wie     Polyvinylchlorid,        Mischpolymerisaten     des     Vinylchlorids,    Polystyrol, und sollen vorzugs  weise geschlossene, feine Zellen aufweisen. Die Zellen  können je nach Herstellungsart bei gleichem spezi  fischem Gewicht verschiedene Grössen haben. Die  Grösse der Zellen in den verschiedenen Schichten  hat daher für den     Schichtenaufbau    keine Bedeutung,  da das spezifische Gewicht davon unabhängig ist.  



  Schaumstoffe mit schwammartigen offenen Poren  sind für die Schichtbauweise bei Verbundplatten nicht  so gut geeignet, wie solche mit geschlossenen Zellen,  man wird daher vorzugsweise die letzteren dafür  verwenden.  



  Die verbindenden Klebschichten lassen sich sehr  dünn herstellen. Für bestimmte Zwecke, z. B. für die  Herstellung von Bootskörpern, sind als Schaumstoffe       Zellkörper    aus     Polyvinylchlorid    mit geschlossenen  Zellen besonders geeignet. Das     Polyvinylchlorid    und  die durch die geschlossenen Zellen bedingte struk  turelle Beschaffenheit geben dem Gegenstand nicht  nur besonders günstige mechanische Eigenschaften,  sondern sie erhalten auch die     Schwimmfähigkeit    des  Gebildes, wenn dieses verletzt wird.  



  Durch Zusammenfügen der einzelnen     Zellkörper-          Schichten    verschiedenster Dichte, wobei sich vor  zugsweise in der Mitte des Kerns das Material mit  der geringsten Dichte befindet, erhält man ein span  nungsfreies Gebilde von hoher Biegefestigkeit, das  auf den Aussenschichten dann in bekannter Weise,      z. B. durch Glasgewebe und Kunstharz, zu einem  einheitlichen leichten Körper gestaltet wird, der im  Verhältnis zu seinem geringen Raumgewicht beson  ders hohe Biegefestigkeit und     Druckfestigkeit    aufweist.  



  Solche Bauweise ermöglicht z. B. die Herstellung  auch verhältnismässig grosser stosssicherer Bootskör  per, die auch ohne Luftkästen usw. schwimmsicher  sind. Die     Leichtbauplatte    wird dabei vorteilhafter  weise als Bootskörper oder als Teil davon ausgebil  det. Für Rettungsboote oder Schiffe, auf deren  Schwimmsicherheit besonders hoher Wert gelegt     wird,     kann man die innere, spezifisch leichte Kernschicht  dicker halten als sie dem zu erzielenden     Biegefestig-          keitswert    entsprechend sein müsste.

   Man kann auf  diese Weise auch die Schwimmfähigkeit, d. h. die  Auftriebsfähigkeit einer Bootsschale in einem     evtl.    ver  letzten oder     gekenterten    Zustand wesentlich erhöhen.  Mit dieser mehrschichtigen     Verbund-Bauweise    wird  es erstmals     möglich,    auch grössere Bootskörper, z. B.  10 bis 15 mm lange, mit allen Vorteilen der Verbund  bauweise auf verhältnismässig einfache Weise herzu  stellen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH I Kompakte Deckschichten und Schaumstoffschich- ten aufweisende Verbundplatte, dadurch gekennzeich net, dass sie mindestens zwei Schaumstoffschichten verschiedener Dichte enthält. UNTERANSPRÜCHE 1. Verbundplatte nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass sie gebogen ist. 2. Verbundplatte nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass sie mindestens drei Schaumstoff schichten verschiedener Dichte enthält, wobei die innere Schichten die geringste Dichte aufweisen. 3. Verbundplatte nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass der Schaumstoff geschlossene Zellen enthält. 4.
    Verbundplatte nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass der Schaumstoff aus polyvinyl- chloridhaltigem Kunststoff besteht. 5. Verbundplatte nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die Schaumstoffschichten so an geordnet sind, dass bei mehreren aufeinander folgen den Schichten jeweils jede nachfolgende Schicht etwa halbe Stärke und etwa doppeltes Raumgewicht als die unmittelbar vorangehende aufweist. 6.
    Verbundplatte nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass sie Deckschichten besitzt, die aus mit Fasern verstärktem härtbarem Kunststoff bestehen. 7. Verbundplatte nach Patentanspruch I unc. Unteranspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass sie zwei Deckschichten aufweist, zwischen denen sich mehrere Schaumstoffschichten befinden, die durch verstärkende massive Zwischenlagen voneinander getrennt und mit diesen fest zu einem zusammenhän genden Gebilde verbunden sind.
    PATENTANSPRUCH 1I Verfahren zur Herstellung einer Verbundplatte gemäss Patentanspruch I und Unteransprüchen 1 und 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Schaumstoff schichten zuerst in gebogener Form hergestellt und dann mit den Deckschichten versehen werden. UNTERANSPRÜCHE B. Verfahren nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass jede Schaumstoffschicht für sich gebogen wird, wonach dann diese Schichten mitein ander verbunden werden. 9.
    Verfahren nach Patentanspruch 1I, dadurch gekennzeichnet, dass die Schaumstoffschichten gleich zeitig miteinander gebogen und verbunden werden.
CH354569D 1956-10-24 1956-10-24 Verbundplatte CH354569A (de)

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