CH354535A - Graphithaltige Schreibtinte oder Schreibmasse - Google Patents

Graphithaltige Schreibtinte oder Schreibmasse

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CH354535A
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graphite
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ink
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Juelss David
Torok Andrew
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Venus Pencil Co Limited
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    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09DCOATING COMPOSITIONS, e.g. PAINTS, VARNISHES OR LACQUERS; FILLING PASTES; CHEMICAL PAINT OR INK REMOVERS; INKS; CORRECTING FLUIDS; WOODSTAINS; PASTES OR SOLIDS FOR COLOURING OR PRINTING; USE OF MATERIALS THEREFOR
    • C09D11/00Inks
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Description


      Graphithaltige    Schreibtinte oder Schreibmasse    Die Erfindung bezieht sich auf eine     graphithaltige     Schreibtinte oder Schreibmasse, die auf Papiermaterial  wie Bleistiftzeichen     ausradierbare    Schriftzeichen er  gibt und insbesondere für die Verwendung in einem  Kugelschreiber geeignet ist.  



  Die kolloidale Verteilung, das heisst die Disper  sion, von     Graphitteilchen    und anderen Schreibpig  menten in verschiedenen     Dispersionsmitteln    ist be  kannt. Beispielsweise hat man durch geeignete Be  handlung kolloidalen Graphit hergestellt, der sich  leicht in verschiedenen Medien mit Hilfe eines     Disper-          gierungsmittels    suspendieren lässt. Unter diesen Be  dingungen zeigt offensichtlich der Graphit eine       Brownsche    Bewegung und ist nicht der Ausfällung  aus der Suspension unterworfen.

   Bei der Herstellung  von Bleistiftminen wird eine solche     wässrige    Suspen  sion von derartigem Graphit und einem Bindemittel,  wie beispielsweise Tonerde, dehydratisiert und in  eine feste Form     übergeführt,    wobei man Minen von  verschiedenen Härtegraden, das heisst äusserst weiche  bis besonders harte Minen, erhalten kann.  



  Bis anhin hat man für Schreibinstrumente, mit  welchen     beständige    Schriftzeichen gefertigt werden  sollen, im allgemeinen Tinten verwendet. Da die  Tinten flüssig sind und die Pigmente eine geringere       Partikelgrösse    aufweisen als bei Bleistiftminen, neigen  sie dazu, vom     Papierkörper    oder einer anderen  Schreibfläche aufgesaugt zu werden, weshalb sie  nicht mehr wie Bleistiftzeichen     ausradierbare    Schrift  zeichen hinterlassen. Ferner hinterlassen Tinten  beträchtlich mehr Material auf einer Schreibfläche, als  dies eine Bleistiftmine tut.

   Indessen ist mit dem  Aufkommen der Kugelschreiber die Viskosität der  Tinten durch Harzzugabe erhöht, das heisst die Tinten  sind verdickt worden, während der     Tintenausfluss    bzw.  dessen Mass durch die Kugel begrenzt worden ist.  Infolge der Natur der     Dispersionsmittel    und der sehr    kleinen     Partikelgrösse    der Pigmente oder auch     infolge     des Gebrauchs. bzw. der Anwendung von Farbstoffen  für das Färbemedium werden die Materialien immer  noch in einem so erheblichen Masse vom Papier auf  gesogen bzw. absorbiert,     d'ass    sie nicht mehr wie  Bleistiftzeichen     ausradierbare    Schriftzeichen liefern.  



  Es gibt derzeit im Handel viele pigmentierte Tin  ten, die im allgemeinen Gasruss     als    Hauptpigment  enthalten; Gasruss und ähnliche     Pigmente    bilden leicht  extrem kleine Partikel, welche in die Poren einer  Papierfläche     eindringen,    so dass damit verursachte  Schriftzeichen und dergleichen nicht mehr wie     Blei-          stiftzeichen        ausradierbar    sind. Es wurden anderseits  auch lösliche Farben als färbendes Medium für Tinten  verwendet.

   Solche Tinten     durchdringen    aber die Pa  pierfasern, so dass die damit erzeugten     Schriftzeichen     nicht mehr wie Bleistiftzeichen     ausrad'ierbar    sind.  



  In     Kugelschreibertinten        verwendet    man üblicher  weise Harze, um die Viskosität der Tinten zu er  höhen und deren Haftfähigkeit an der Schreibkugel  des Kugelschreibers zu sichern. Die bislang verwen  deten Harze werden jedoch nicht zusammen mit dem  Träger vom Papier absorbiert,     sondern    verbleiben  an bzw. auf der Papieroberfläche und werden dabei  oxydiert und hinterlassen so einen nicht mehr wie  Bleistiftzeichen     ausradierbaren    Belag bzw. Schrift  zeichen.  



  Beim Schreiben mit den gewöhnlichen, leicht aus  radierbare Schriftzeichen erzeugenden Bleistiftminen,  die im allgemeinen weitgehend aus Graphit     und        einem     aus Ton bestehenden Bindemittel zusammengesetzt  sind, wird das Material vom Papier nicht absorbiert,  sondern verbleibt an der Oberfläche des Papiers und  ist somit leicht radierbar. Wenn indessen der Graphit  in einer Flüssigkeit     suspendiert    wird,     ist    es notwen  dig, dass ein farbloses     Dispersionsmittel    vollständig  vom Papierkörper absorbiert wird, der Graphit jedoch      nicht, sofern der Graphit in leicht radierbarer Form  zurückbleiben soll.  



  Bei Verwendung einer     Graphitsuspension    in einem  Kugelschreiber müssen die     Graphitpartikel    überdies  einerseits klein genug sein, um leicht durch den  Zwischenraum zwischen der Schreibkugel und der       Schreibkugelfassung    hindurchgehen zu können. Gleich  zeitig müssen die Partikel anderseits auch ausreichend  gross sein, um nicht durch den Papierkörper absorbiert  werden zu können.  



  Zusätzlich müssen die Viskosität des Träger  materials sowie der Umstand, inwieweit die Schreib  lösung an der Schreibkugel     haftet    und dann von der  Schreibkugel auf die Papierfläche     übertragen    wird,  berücksichtigt und gewürdigt werden. Bislang hat die  Industrie diese verschiedenen Probleme noch nicht  erfolgreich lösen können.  



  Die vorliegende Erfindung betrifft nun eine     gra-          phithaltige    Schreibtinte oder Schreibmasse, die auf  Papiermaterial wie Bleistiftzeichen     ausradierbare     Schriftzeichen ergibt, die dadurch gekennzeichnet ist,  dass sie ein nicht polares und nicht verharzendes       Dispersionsmittel,    im     Dispersionsmittel        dispergierten,     kolloidalen Graphit und ein im     Dispersionsmittel     gelöstes Harz     enthält,

      wobei bei der Verwendung  der Schreibtinte oder Schreibmasse sowohl das Harz  als auch das     Dispersionsmittel    unter Zurücklassung  des Graphits auf der     Oberfläche    in das beschriebene  Papiermaterial einzudringen vermögen und von die  sem absorbiert werden.  



  Die wie Bleistiftzeichen     ausradierbare    Schrift  zeichen hinterlassende,     graphitische    Schreibtinte bzw.  -masse gemäss vorliegender Erfindung lässt sich wahl  weise entweder in Kugelschreibern oder in anderen  Typen von Schreibinstrumenten     verwenden,    wobei  bei ausreichender Haftfähigkeit und Dickflüssigkeit  kein Ausfliessen aus dem Schreibinstrument statt  findet.  



  Für die Herstellung der erfindungsgemässen  Schreibtinte oder -masse wird man vorzugsweise einen  feinen, schuppenförmigen Graphit von einer beson  deren     Partikelgrösse    in einem bei Einwirkung von Luft  nicht     oxydierbaren    und nicht verharzenden     Disper-          sionsmittel,    welches nicht polare Eigenschaften be  sitzt, suspendieren. Ein derartiges nicht polares Dis  persionsmittel gewährleistet eine bessere Benetzung  der Schreibkugel und verhindert eine Agglomeration  des Graphits. überdies wird man zweckmässiger  weise darauf achten, dass das     Dispersionsmittel    den  Papierkörper, wenn es von demselben absorbiert wird,  nicht irgendwie färbt.

   Diese Eigenschaften aufwei  sende     Dispersionsmittel    sind z. B.     Kohlenwasserstoffe,     wie Erdölfraktionen und insbesondere Paraffinöl mitt  lerer     Viskosität.    Gewisse     Steinkohlenteerfraktionen     haben ebenfalls solche Eigenschaften.  



  Vorzugsweise wird ein Harz verwendet, welches  sich nicht unter Bildung eines dünnen Filmes. vom       Dispersionsmittel    abtrennt, nachdem die Lösung bei  spielsweise auf Schreibpapier aufgebracht bzw. auf-    getragen wurde. Insbesondere verleiht das Harz der  Schreibtinte eine ausreichende Dickflüssigkeit bzw.  Haftfähigkeit. Auch wird man     zweckmässigerweise     dafür sorgen, dass das Harz nicht nur bei Anwesen  heit von Graphit im     Dispersionsmittel    löslich ist,  sondern auch während der Absorption des     Disper-          sionsmittels        durch    einen Papierkörper im     Dispersions-          mittel    verbleibt.  



  Man wird selbstverständlich danach trachten, dass  das Harz mit dem     Dispersionsmittel    weitgehend ver  träglich ist, das heisst die Eigenschaften von Harz  und     Dispersionsmittel    sollten sich beim Mischen nicht  in unerwünschter Weise verändern. Als hierfür be  sonders geeignet erweisen sich Harze, die Polymere  von ungesättigten     Kohlenwasserstoffen    sind, die aus  dem gleichen Ausgangsmaterial, z. B.

   Erdöl oder  Steinkohlenteer, gewonnen werden wie das jeweilige       Dispersionsmittel.    Ein derartiges Harz wird bezüg  lich der Polarität usw. ähnliche Eigenschaften wie das       Dispersionsmittel    selbst aufweisen und trennt sich  beim Schreiben nicht vom     Dispersionsmittel.    Die  Harzmenge kann somit, bezogen auf das     Disper-          sionsmittel,    beispielsweise einen erheblichen Teil aus  machen.  



  Die Grösse bzw. Körnung des Graphits wird vor  zugsweise nicht zu klein sein,     ansonst    der Graphit  zum     Absorbiertwerden    neigt und infolgedessen nicht  mehr leicht     ausradierbar    ist. Bevorzugt wird daher  eine     Partikelgrösse    oder Körnung von etwa 2 bis 4       Mikron,    obwohl z. B. auch     Partikelgrössen    im Be  reiche von 0,5 bis 5     Mikron    verwendet werden kön  nen, allerdings mit weniger befriedigenden Resultaten.

    Bei Schreibgeräten mit     Kapillarröhren,    durch welche  die Schreibflüssigkeit     hindurchtreten    muss, kann die  obere Grenze der     Partikelgrösse    entsprechend dem  Durchmesser der     Kapillarröhre    geändert werden, wo  bei die untere Grenze der Körnung oder     Partikelgrösse     in allen Fällen ungefähr die gleiche ist, da sie von  der Absorption durch die Papierfläche abhängt.  



  In der vorliegenden Beschreibung und in den An  sprüchen sind unter wie Bleistiftzeichen     ausradier-          baren    Schriftzeichen solche zu verstehen, welche von  einer     Schreibpapierfläche    beispielsweise durch wei  chen Radiergummi (Bleistiftgummi) entfernt werden  können, und zwar in gleicher Weise, wie mittels be  kannter Bleistiftminen erzeugte Schriftzeichen ent  fernt werden können.  



  Die folgenden Beispiele erläutern bevorzugte Aus  führungsformen der Erfindung.    <I>Beispiel 1</I>  15 Gewichtsteile eines Graphits, der eine durch  schnittliche     Partikelgrösse    von 2     Mikron    besitzt, wer  den in 65 Gewichtsteilen eines Mineralöls mittlerer  Viskosität, z. B. Paraffinöl,     dispergiert    und diese  Dispersion hierauf mit 20 Gewichtsteilen des Mar  kenproduktes      Piccopale    100  versetzt. Diese Mi  schung wird auf 120  C erhitzt und so lange gerührt,  bis das Harz völlig in Lösung gegangen ist. Das  Erhitzen ist nur notwendig, wenn die Auflösung in      kürzerer Zeit vollzogen sein soll. Die Lösung wird  dann abgekühlt und kann durchgeseiht werden.  



  Das Harz kann z. B. zwischen 10 und 30% des  Gewichts des     Mineralöldispersionsmittels    ausmachen,  jedoch ist der Bereich zwischen 15 und<B>25%</B> vorzu  ziehen; der Graphit kann z. B. 5-20% des Gewichts  des     Mineralöldispersionsmittels    ausmachen. Es ist  selbstverständlich erwünscht, soviel Graphit wie  möglich einzubringen bzw. einzuschliessen, und die  obere Grenze ist im allgemeinen durch die Viskosi  tät der resultierenden Dispersion bestimmt. Da das  Harz ebenfalls die Viskosität der Dispersion erhöht,  ist es vorteilhaft, möglichst wenig Harz einzuver  leiben.  



  Das verwendete Mineralöl hat eine     API-Dichte     von 20,1 (amerikanisches     Dichtemass)    bei 15,6  C,  eine Viskosität von 69      Saybolt    Universal     second's      bei 99  C, und einen Flammpunkt nach     Pensky-Mar-          tens    von 179,4  C.  



  Das Markenprodukt      Piccopale    100  wird von  der     Pennsylvania        Industrial        Chemical    Corporation  vertrieben und ist ein durch     Polymerisation    von aus       gekracktem    Petroleum erhaltenen Mono- und     Diole-          finen    erhältliches     Polydienharz,    wobei unter einem       Polydienharz    ein     Polymerisat    oder     Mischpolymerisat     aus Dienen verstanden sein soll.

   Das Produkt ist ein  hartes, festes Harz mit einem durchschnittlichen Mo  lekulargewicht von etwa 1100 und mit einem     Erwei-          chungspunkt    von etwa 100  C.  



  Bei Verwendung dieser Mischung als     Schreibtinte     oder -masse dringen sowohl das Harz     also    auch das     Di-          spersionsmittel    in das zu beschreibende Papiermaterial  ein, wobei der Graphit auf der Oberfläche zurück  bleibt und wie Bleistiftzeichen     ausradierbare    Schrift  zeichen bildet.  



  Es ist festzuhalten, dass die Ausgangsmaterialien  sowohl für das Harz als auch für das Mineralöl Erd  ölfraktionen sind, so dass gute gegenseitige Verträg  lichkeit besteht.  



  <I>Beispiel 2</I>  7,5 Gewichtsteile eines kolloidalen Graphits wer  den in 67,5 Gewichtsteilen     Solventnaphtha    mit einem  Siedepunkt von     190     C als     Dispersionsmittel        d'isper-          giert    und die Dispersion mit 25     Gewichtsteilen        eines          Cumaron-Inden-Harzes    versetzt.

      Auch diese Mischung liefert bei Verwendung als  Schreibtinte leicht     ausradierbare    Schriftzeichen, da  das Harz und das     Dispersionsmittel        in    das beschrie  bene Papiermaterial     eindringen,        während    der Graphit  auf der Oberfläche zurückbleibt. Wie festgestellt wer  den kann, leiten sich das in diesem Beispiel verwen  dete Harz sowie das     Dispersionsmittel    von ähnlichen  Stoffen ab.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Graphithaltige Schreibtinte oder Schreibmasse; die auf Papiermaterial wie Bleistiftzeichen ausradier- bare Schriftzeichen ergibt, dadurch gekennzeichnet, dass sie ein nicht polares und nicht verharzendes Dispersionsmittei, im Dispersionsmittel dispergierten, kolloidalen Graphit und ein im Dispersionsmittel ge- löstet Harz enthält,
    wobei bei der Verwendung der Schreibtinte oder Schreibmasse sowohl das Harz als auch das Dispersionsmittel unter Zurücklassung des Graphits auf der Oberfläche in das beschriebene Pa piermaterial einzudringen vermögen und von diesem absorbiert werden. UNTERANSPRüCHE 1. Schreibtinte oder Schreibmasse nach Patent anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der kolloidale Graphit aus Partikeln von der Grössenordnung von 0,5 bis 5 Mikron, z. B. 2 bis 4 Mikron, besteht.
    2. Schreibtinte oder Schreibmasse nach Patentan spruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeich net, dass das Dispersionsmittel ein flüssiger Kohlen wasserstoff, z. B. ein Mineralöl mittlerer Viskosität, ist. 3. Schreibtinte oder Schreibmasse nach Patent anspruch und Unteransprüchen 1 und 2, dadurch ge kennzeichnet, dass das Harz ein Polydienharz ist. 4. Schreibtinte oder Schreibmasse nach Patent anspruch und Unteransprüchen 1 bis 3, dadurch ge kennzeichnet, dass sie 5 bis 20% Graphit, 10 bis 30% Harz und Mineralöl mittlerer Viskosität als Rest ent hält. 5.
    Schreibtinte oder Schreibmasse nach Patent anspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekenn zeichnet, dass das Dispersionsmittel aus Soivent- naphtha besteht, während das Harz ein Cumaron- Inden-Harz ist.
CH354535D 1955-05-16 1956-05-15 Graphithaltige Schreibtinte oder Schreibmasse CH354535A (de)

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