CH341902A - Schaltungsanordnung zur Erzeugung von zusammen mit der Messkurve eines gemessenen Vorganges auf dem Bildschirm einer Kathodenstrahlröhre wiederzugebenden, einstellbaren Bezugslinien - Google Patents
Schaltungsanordnung zur Erzeugung von zusammen mit der Messkurve eines gemessenen Vorganges auf dem Bildschirm einer Kathodenstrahlröhre wiederzugebenden, einstellbaren BezugslinienInfo
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Description
Schaltungsanordnung zur Erzeugung von zusammen mit der Messkurve eines gemessenen Vorganges auf dem Bildschirm einer Kathodenstrahlröhre wiederzugebenden, einstellbaren Bezugslinien Die Erfindung betrifft eine Schaltungsanordnung zur Erzeugung von zusammen mit der Messkurve eines gemessenen Vorganges auf dem Bildschirm einer Kathodenstrahlröhre wiederzugebenden, einstellbaren Bezugslinien. Bei der Darstellung von Messkurven, insbesondere von Durchlasskurven nach dem Wobbel-Verfahren, z. B. von Bandfilterkurven oder dergleichen, auf dem Bildschirm einer Kathodenstrahlröhre ist eine Auswertung und Kontrolle dieser Messkurven, insbesondere für Quantitativmessungen, erforderlich. Folgende zu messende Grössen solcher Messkurven sind besonders interessant: 1. Messung der Bandbreite einer Resonanzkurve bei einer Spannung von x der angelegten Kreisspannung; hieraus lässt sich die Güte eines abgestimmten Resonanzkreises bestimmen. 2. Messung des Spannungsverhältnisses der höchsten Punkte einer Bandfilterkurve zum tiefsten Punkt der Einsattelung zwecks Bestimmung des K Q-Wertes eines beiderseits abgestimmten Bandfilters (K = Kopplungsfaktor, Q = Kreisgüte). 3. Messung der Bandbreite eines beiderseits abgestimmten Bandfilters bei einer Spannung von 1 10 der angelegten Kreisspannung zur Beur- teilung der Selektivität. Um eine auf dem Bildschirm einer Kathodenstrahlröhre wiedergegebene Kurve auswerten bzw. ausmessen zu können, ist es bekannt, auf oder vor dem Bildschirm ein Messraster bzw. eine Messschablone anzubringen. Einzelne Frequenzwerte lassen sich auch mit Hilfe von Hell- oder Dunkelmarken auf der Messkurve fixierten. Ausserdem ist es bekannt, gleichzeitig mit der Messkurve auf oszillographischem Wege eine einstellbare Bezugsspannung als elektrischen Massstab oder Bezugslinie auf dem Bildschirm abzubilden. Diese Bezugsspannung wird bei einer bekannten Anordnung von einem gesonderten Generator erzeugt und gegebenenfalls in dem Verstärker für die Messspannung verstärkt. Insbesondere lassen sich für Reihenmessungen die zulässigen Toleranzen bestimmter, z. B. mittels Frequenzmarken gekennzeichneter Messwerte einer Messkurve mit Hilfe von auf dem Bildschirm wiedergegebenen Bezugslinien in einfacher Weise festlegen. Wenn aber die Bezugsspannung und die Messspannung je einem getrennten Generator entnommen werden, so besteht die Gefahr, dass bei Änderung eines Generators das Verhältnis der Messspannung zur Bezugsspannung nicht konstant bleibt, so dass die Messeinrichtung laufend auf ihre tJbereinstim- mung mit einem Eichwert überwacht und nachgestimmt werden muss. Dies ist bei Reihenmessungen umständlich und zeitraubend. Die Erfindung beseitigt diese Nachteile bei einer Schaltungsanordnung eingangs erwähnter Art dadurch, dass die Amplitude der die Bezugslinien erzeugenden Bezugsspannungen proportional zum Spitzenwert der Messspannung des gemessenen Vorganges ist. Vorzugsweise werden die Bezugsspannungen direkt von der Messspannung des gemessenen Vorganges abgeleitet. Durch diese Anordnung wird erzwungen, dass die Bezugsspannungen jeder Änderung der Messspannung selbsttätig mitmachen, so dass das Verhältnis der Bezugs spannung zur Messspannung stets konstant bleibt. Da es bei den oben angeführten Messungen jeweils auf das Verhältnis einer Vergleichsspannung zum Spitzenwert der Messspannung ankommt, ergibt sich somit, da die Bezugsspannung auf denselben Spitzenwert bezogen ist, ein unveränderlicher Massstab, der keiner Nacheichung und Kontrolle bedarf. Zweckmässig sind bei der Schaltungsanordnung Mittel vorgesehen, um einen Teil der vorzugsweise verstärkten Messspannung in eine Bezugsgleichspannung umzuwandeln, so dass die Bezugsspannung auf dem Bildschirm als waagrechte Linie erscheint. Um mehrere Bezugslinien zusammen abbilden zu können, kann ein Spannungsteiler vorhanden sein, mit dessen Hilfe eine Bezugsspannung in mehrere, in ihrer Grösse wählbare Einzelbezugsspannungen umwandelbar ist. Vorzugsweise sind zum abwechselnden Anlegen der Messspannung und der einzelnen Bezugsspannungen an die Kathodenstrahlröhre elektronische, von Multivibratoren gesteuerte Schalter vorgesehen, wobei vorteilhafterweise der die horizontale Ablenkspannung der Kathodenstrahlröhre erzeugende Kippgenerator eine oder mehrere Impulsstufen zur Steuerung der Multivibratoren der elektronischen Schalter besitzt. Als Kathodenstrahlröhre für die Anordnung nach der Erfindung kann entweder eine Einstrahlröhre, welcher die Bezugs spannungen und die Messspannungen über elektronische Schalter zugeführt werden, oder eine Mehrstrahlröhre, vorzugsweise eine Doppelstrahlröhre vorgesehen sein, wobei die Messspannung und die Bezugsspannungen je einem der Ablenksysteme zugeführt werden. Die Erfindung wird nachstehend an Hand zweier in der beiliegenden Zeichnung als schematische Blockschaltbilder dargestellter Ausführungsbeispiele näher erläutert. Fig. 1 zeigt eine Schaltungsanordnung nach der Erfindung in Verbindung mit einer Wobbel Einrichtung und einer Doppelstrahl-Kathodenstrahlröhre und Fig. 2 die Schaltungsanordnung nach Fig. 1, jedoch mit einer Einstrahl-Kathodenstrahlröhre. Ein Kippgenerator 1 mit einer oder mehreren Impulsstufen steuert einerseits über einen Multivibrator 2 einen Wobbel-Generator 3 und anderseits die horizontalen Ablenksysteme einer Kathodenstrahlröhre 4. Die Kathodenstrahlröhre 4 ist in Fig. 1 als Doppelstrahlröhre mit einem System 4a und einem System 4b, in Fig. 2 dagegen als Einstrahlröhre-ausgebildet. Durch an sich bekannte Schaltmassnahmen ist der Wobbel-Generator 3 während der Rücklaufzeit des Elektronenstrahls gesperrt. Der Wobbel-Generator 3 arbeitet auf den Prüfling 5, z. B. ein Bandfilter, dessen Messspannung über einen Gleichrichter 6 einem Verstärker 7 und von dort den Vertikalplatten des Systems a der Bildröhre 4 der Fig. 1 zugeführt wird. Die Messspannung des Wobbel-Generators 3 zeichnet auf dem Bildschirm der Bildröhre 4 die Durchlasskurve 8 des Bandfilters 5 auf. Gleichzeitig steuert der Wobbel-Generator 3 über fest abgestimmte Schwingkreise oder dergleichen, denen die Ausgangsspannung des Wobbel Generator 3 zugeführt wird und die beim Durchlaufen der Wobbel-Frequenz durch ihre Resonanzfrequenzen anschwingen, einen Impulsgeber 9, der über den Wehnelt-Zylinder 10 der Bildröhre 4 Fre quenzmarken 11 auf der Durchlasskurve 8 erzeugt. Um nun einen Toleranzbereich für die Lage der Frequenzmarken 11 mit Hilfe von Bezugslinien zu markieren, wird ein Teil der Messspannung den Vertikalplatten des Bildröhrensystems b zugeführt. Hierbei wird ein Teil der Ausgangsspannung des Verstärkers 7 über einen Gleichrichter 12 einem Spannungsteiler 13 zugeführt, der die der Messspannung entnommene Bezugsspannung in mehrere, in ihrer Grösse wählbare Einzelbezugsspannungen umwandelt. Die Grössen der Einzelbezugsspannungen sind mit Hilfe des Drehschalters 14 frei wählbar und werden entsprechend den Toleranzgrenzen eingestellt. Durch einen elektronischen Umschalter 15, der von Kippgenerator 1 über einen Multivibrator 16 gesteuert wird, werden die beiden Einzelbezugsspannungen des Spannungsteilers 13 in schneller Folge abwechselnd auf die Vertikalplatten des Systems b gegeben. Die beiden Bezugs spannungen erzeugen somit auf dem Bildschirm der Bildröhre 4 zwei waagrecht verlaufende Linien 17, welche sich mit dem von dem System a erzeugten Oszillogramm auf den beiden Systemen gemeinsamen Bildschirm überlagern und somit die Toleranzgrenzen für die Lage der Frequenzmarken 11 angeben; die Toleranzgrenzen stehen also bei dieser Anordnung in einem festen Verhältnis zur Spitzenspannung der dargestellten Durchlasskurve 8, so dass eine laufende Überprüfung und Nacheichung der Messeinrichtung nicht erforderlich ist. An Stelle einer Doppelstrahlbildröhre kann auch eine Einstrahlbildröhre Anwendung finden. Eine entsprechende Schaltungsanordnung zeigt Fig. 2. Der hierbei zusätzlich benötigte elektronische Umschalter 18, der dem Vertikalsystem der Bildröhre 4 vorgeschaltet ist und ein abwechselndes Anlegen der Messspannung und der Bezugsspannungen an dieses Vertikalsystem bewirkt, wird über einen Zusatzmultivibrator 19 vom Kippgenerator 1 gesteuert. Zu beachten sind dabei die folgenden Schaltfrequenzen: 100 Hz für den Umschalter 15 und 25 Hz für den Zusatzumschalter 18; beide Frequenzen können von der Ablenkfrequenz 50 Hz abgeleitet werden.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Schaltungsanordnung zur Erzeugung von zusammen mit der Messkurve eines gemessenen Vorganges auf dem Bildschirm einer Kathodenstrahlröhre wiederzugebenden, einstellbaren B ezugslinien, dadurch gekennzeichnet, dass die Amplitude der die Bezugslinien erzeugenden Bezugsspannungen pro portional zum Spitzenwert der Messspannung des gemessenen Vorganges ist.UNTERANSPRÜCHE 1. Schaltungsanordnung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Bezugsspannungen direkt von der Messspannung des gemessenen Vorganges abgeleitet sind.2. Schaltungsanordnung nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass Mittel (12) vorgesehen sind, um einen Teil der Messspannung in eine Bezugsgleichspannung umzuwandeln.3. Schaltungsanordnung nach Unteranspruch 2, gekennzeichnet durch einen Spannungteiler (13), mit dessen Hilfe eine Bezugsspannung in mehrere, in ihrer Grösse wählbare Einzelbezugsspannungen umwandelbar ist.4. Schaltungsanordnung nach Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass zum abwechselnden Anlegen der einzelnen Bezugsspannungen an die Kathodenstrahlröhre (4) ein elektronischer, von einem Multivibratoren (16) gesteuerter Schalter (15) vorgesehen ist.5. Schaltungsanordnung nach Unteranspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der die horizontale Ablenkspannung der Kathodenstrahlröhre (4) erzeugende Kippgenerator (1) eine Impulsstufe zur Steuerung des Multivibrators (16) des elektronischen Schalters (15) besitzt.6. Schaltungsanordnung nach Unteranspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass als Kathodenstrahlröhre (4) eine Einstrahlröhre vorgesehen ist, welcher die Bezugsspannungen und die Messspannung über elektronische, vom Kippgenerator (1) über Multivibratoren (16, 19) gesteuerte Schalter (15, 18) zugeführt werden.7. Schaltungsanordnung nach Unteranspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Kathodenstrahlröhre (4) als Mehrstrahlröhre, vorzugsweise als Doppelstrahlröhre, ausgebildet ist und die Messspannung und die Bezugsspannungen je einem der Ablenksysteme (a, b) zugeführt werden.
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