CH341884A - Einrichtung mit einem Hall-Element - Google Patents

Einrichtung mit einem Hall-Element

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CH341884A
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hall
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Friedrich Dr Kuhrt
Karl Dipl Ing Maaz
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Siemens Ag
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      Einrichtung        mit    einem Hall-Element    Im Hauptpatent ist eine Einrichtung mit einem       Hallelement    beschrieben, das aus einem Halbleiter  material hoher Trägerbeweglichkeit besteht, welches  dem Feld einer Magnetfeldanordnung ausgesetzt ist  und ausser einem Paar Stromelektroden ein Paar       Hallelektroden    zur Abnahme der Hauspannung auf  weist. Die     Hallelektroden    sind in der Mitte zweier       Seitenflächen    des Halbleiterkörpers angeordnet.

   Fer  ner ist die eine der Zuleitungen in Richtung auf den       Anschlusspunkt    der andern Hauelektrode isoliert über  dem Halbleiterkörper geführt und dann mit der zum  andern     Anschlusspunkt    führenden Zuleitung weiter  geführt, das Ganze derart, dass in dem mit den Hall  elektroden verbundenen Stromkreis durch einen zeit  lich veränderlichen Fluss der Magnetfeldanordnung  keine Spannung induziert wird.

   Die vorliegende Er  findung betrifft eine besonders vorteilhafte Ausgestal  tung einer solchen Einrichtung und besteht darin,  dass der über dem Halbleiterkörper liegende Teil  der Zuleitung aus einem Material besteht, das in  Verbindung mit den     Elektrodenanschlüssen    die gleiche       Thermokraft    besitzt wie der     Hallspannungserzeuger.     Hierbei wird man für den über dem Halbleiterkörper  liegenden Teil der Zuleitung zweckmässig dasselbe  Material wählen wie für den     Hallspannungserzeuger.     Dient also als     Hallspannungserzeuger    beispielsweise  ein Haugenerator aus     Indiumarsenid,

      so möge auch  der über dem Halbleiterkörper liegende Teil der Zu  leitung aus     Indiumarsenid    bestehen.  



       Fig.    1 zeigt beispielsweise einen     Hallgenerator,    auf  dessen Halbleiterschicht 1 aus     Indiumarsenid    die  beiden Elektroden 2 und 3 für die Zuführung des  primären Steuerstromes sowie die beiden Elektroden  6 und 7 für die Abnahme der     Hallspannung    befestigt  sind. Wie im Hauptpatent ist die an die Abnahme  stelle 6 der     Hallspannung    führende Zuleitung in  Richtung auf die andere Abnahmestelle 7 isoliert    über dem Halbleiterkörper liegend herausgeführt.

    Dabei besteht der über dem Halbleiterkörper liegende  Teil 10 der Zuleitung wie der Haugenerator aus       Indiumarsenid.    Der Vorteil einer derartigen Aus  bildung der     Hallspannungszuführung    besteht in der  Kompensation von     Thermospannungen,    die bei Ver  wendung des     Hallgenerators    in magnetischen Feldern  mit hohen Temperaturgradienten unter Umständen  in der Grössenordnung der zu messenden Hauspan  nung auftreten können.

   Dies ist beispielsweise dann  der Fall, wenn der     Hallgenerator    zur Messung der       Tangentialfeldstärke    eines magnetischen Körpers auf  der Oberfläche dieses Körpers angeordnet wird und  die Temperatur dieses Körpers von der Umgebungs  temperatur abweicht. Die     Wärmeableitungsverhält-          nisse    an den     Anschlussstellen    der     Hallelektroden    sind  dann sehr verschieden, so dass die beiden Anschluss  stellen unterschiedliche Temperaturen aufweisen kön  nen.  



  Um eine ungleiche Erwärmung der einander gegen  überliegenden     Hallzuleitungsanschlüsse    an der der       Messstelle    abgewandten kalten Lötstelle 7 zu ver  meiden, ist es bei gleichem     Wärmeleitwert        vorteilhaft,     wenn der über dem Halbleiterkörper liegende Teil  der Zuleitung annähernd die gleiche Masse besitzt  wie der Halbleiterkörper selbst. Weist der über dem  Halbleiterkörper liegende Teil der Zuleitung an  nähernd die gleichen Abmessungen wie der Halb  leiterkörper auf, kann dieser selbst als     Hallspannungs-          erzeuger    ausgebildet werden.  



       Fig.    2 zeigt schematisch einen solchen     Hallspan-          nungserzeuger,    bei dem der über dem Halbleiter  körper liegende Teil der Zuleitung selbst als Hall  spannungserzeuger ausgebildet ist. Man erkennt  wiederum die Halbleiterschicht 1 des     Hallgenerators     mit den beiden Elektroden 2 und 3 für die     Zuführung     des primären Steuerstromes, sowie die beiden Elek-           troden    6 und 7 für die Abnahme der     Hallspannung.     Der über dem Halbleiterkörper liegende Teil 10 ist  in diesem Falle selbst als     Hallgenerator    ausgebildet  und besitzt seinerseits eine aktive Schicht<B>101,

  </B> zwei       Steuerstromelektroden    102 und 103 sowie die beiden       Hallspannungselektroden    106 und 107.     Zur_    Ver  anschaulichung ist der zweite Haugenerator 10 er  heblich über dem ersten     Hallgenerator    dargestellt.  Der Abstand zwischen dem obern und dem untern  Haugenerator ist in Wirklichkeit lediglich durch die  Stärke der zwischen den beiden     Hallgeneratoren    er  forderlichen Isolationsschicht bedingt. Um uner  wünschte Querströme zu vermeiden, kann es vorteil  haft sein, die Steuerstromkreise der beiden Hall  generatoren galvanisch voneinander zu trennen.

   Wer  den nun beispielsweise die     Steuerstromelektroden    2  und 103 an den positiven Pol jeweils einer Spannungs  quelle und die Elektroden 3 und 102 an den zugehö  rigen negativen Pol angeschlossen, so sind beide       Hallgeneratoren    zwar in derselben Richtung von dem  Magnetfeld     beeinflusst,

      jedoch in verschiedener Rich  tung von dem Steuerstrom     durchflossen.    Infolgedessen  ergibt sich beispielsweise an dem untern     Hallgenerator     eine Hauspannung in Richtung von der     Hallelektrode     7 auf die Hauelektrode 6 und in dem obern Hall  generator eine Hauspannung in Richtung von der       Hallelektrode    106 zur     Hallelektrode    107. Bei der an  gegebenen Schaltung sind somit die beiden Hall  spannungen in Reihe geschaltet, während die     Thermo-          spannungen    nach wie vor     entgegengeschaltet    sind.

    Während also bei der vorgeschlagenen Anordnung  eine annähernd verdoppelte     Hallspannung    erreicht ist,  werden die     Thermospannungen    kompensiert. Neben  einer Steigerung der Empfindlichkeit hat diese An  ordnung den Vorteil, die     Eigenfeldstörungen    . bei       Tangentialkomponentenmessungen    zu vermeiden.  



  Statt die Steuerelektroden 102 und 103 so an  Spannungsquellen anzuschliessen, dass sich die beiden       Hallspannungen    addieren, kann für besondere Fälle  ein derartiger Anschluss vorteilhaft sein, dass sich die       Hallspannungen    subtrahieren. Dadurch erhält man  beispielsweise eine Einrichtung,     mit    der unmittelbar  der     Sektorgradient    eines magnetischen Feldes ge  messen werden kann. Der Abstand der beiden Hall  generatoren ist durch den konstruktiven Aufbau  eindeutig festgelegt.

   Es kann somit durch die be  schriebene Einrichtung die Differenz zwischen der  Stärke des Feldes an der Stelle des einen     Hallgene-          rators    gegenüber der Stärke des Feldes an der Stelle  des andern     Hallgenerators    gemessen werden. Die  angezeigte     ffallspannungsdifferenz    ist dann unmittel  bar dem Feldgradienten proportional.  



  Wie bereits erwähnt, ist es vorteilhaft, die beiden  Haugeneratoren gegeneinander zu isolieren. Um die  Stabilität der     Hallgeneratoren    zu erhöhen, Ver  krümmungen zu vermeiden und dergleichen, wurde  bereits vorgeschlagen, die aktive Schicht des     Hall-          generators,        z.B.    das     Indiumarsenidplättchen,    auf  einem versteifenden Isolierkörper zu befestigen. Je  nach dem     Verwendungszweck    kann für den Isolier-         körper    ein     sinterkeramisches    oder ein     ferritisches     Material verwendet werden.

   Es ist nun möglich, zwei  normale, etwa mit einer     Sinterkeramikschicht    ver  sehene Haugeneratoren so miteinander zu verkleben,  dass die     Sinterkeramikseiten        aufeinanderliegen.    In  vielen Fällen, beispielsweise bei Geräten zur Messung  des Gradienten magnetischer Felder, wird es jedoch  zur Herabsetzung der Bauhöhe vorteilhaft sein, nur  einen Isolierkörper zu verwenden und die beiden       Hallgeneratoren    auf den gegenüberliegenden Seiten  dieses Isolierkörpers anzuordnen.  



  Wenn an den beiden     Anschlussstellen    der Zu  leitungen noch eine derartig hohe Übertemperatur  gegenüber der Umgebungstemperatur herrscht, dass  diese beiden Lötstellen trotz ihrer engen räumlichen  Nachbarschaft unterschiedliche Temperaturen an  nehmen können, so kann es für     Feinstmessungen     vorteilhaft sein, an beiden     Hallelektroden    Leitungen  anzuschliessen, die zumindest auf dem dem Hau  generator zugewandten Teil aus demselben Material  bestehen wie das Hauplättchen.  



  Ein Ausführungsbeispiel eines derartigen Hall  spannungserzeugers ist in     Fig.    3 dargestellt. Dabei ist  angenommen, dass, wie in den     Fig.    1 und 2, die über  dem Halbleiterkörper liegende Zuleitung seinerseits  ebenfalls als     Hallspannungserzeuger    ausgebildet ist  und die Steuerströme der beiden übereinander an  geordneten     Hallspannungserzeuger    so gerichtet sind,  dass sich die beiden     Hallspannungen    addieren.

   Es  sind wiederum     -die    beiden Hauplättchen mit 1 und 101  und die     Anschlusselektroden    mit 2 und 3 bzw. 102  und 103 bezeichnet. 6 und 7 bzw. 106 und 107 sind  die     Hallelektroden,    von denen die Elektroden 6 und  106 miteinander verbunden sind.

   Werden auch die  Elektroden 3 und 103 miteinander verbunden und  wird der Steuerstrom     Js    entsprechend den eingetra  genen Pfeilen durch die Elektroden 2 und 102 ge  führt, so erhält man an den Elektroden 7 und 107  eine Hauspannung von annähernd der doppelten  Grösse der     Hallspannungen    der     einzelnen        Hallplätt-          chen.    Diese beiden Hauelektroden 7 und 107 liegen  sehr dicht nebeneinander und werden weitgehend  dieselbe Temperatur aufweisen, so dass eine     Thermo-          spannung    nicht auftreten kann. Ist jedoch das Tem  peraturgefälle zwischen den Elektroden 6 und 7 bzw.

    106 und 107 sehr gross, so werden auch die Elektroden  7 und 107 Temperaturen annehmen, die über der  Umgebungstemperatur liegen. Infolge äusserer Ein  flüsse, wie beispielsweise Konvektion, können dabei  zwischen den beiden Elektroden 7 und 107 Tempe  raturdifferenzen in der Grössenordnung bis zu einigen  Grad Celsius auftreten. Bei Anschluss von Kupfer  leitungen an die     Hallelektroden    können aber - ins  besondere bei Verwendung von halbleitenden Ver  bindungen der Form     AIIIBv    - so grosse     Thermokräfte     auftreten, dass bei Feinmessungen, insbesondere bei  der Messung kleiner Felder das     Messergebnis    störend       beeinflusst    werden kann.

   Um dies zu vermeiden, be  stehen die an die beiden Elektroden angeschlossenen  Leitungen 7a und 107a auf dem dem Haugenerator      zugewandten Teil 7b bzw. 107b aus demselben Mate  rial wie das Hauplättchen. Die Länge dieser Teile  7b bzw. 107b ist naturgemäss abhängig von den  Temperaturverhältnissen. Sie werden zweckmässig so  lang gewählt, dass die     Anschlussstellen    der Leitungen  <I>7a</I> an<I>7b</I> und 107a an 107b so weit auf gleicher Tem  peratur gehalten werden können, dass eventuell ver  bleibende     Temperaturdifferenzen    und damit verbun  dene     Thermospannungen    keine Beeinträchtigungen  des     Messergebnisses    zur Folge haben können.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Einrichtung mit einem Hauelement, das aus einem Halbleitermaterial hoher Trägerbeweglichkeit besteht, welches dem Feld einer Magnetfeldanordnung aus gesetzt ist und ausser einem Paar Stromelektroden ein Paar Hauelektroden zur Abnahme der Hallspan- nung aufweist, wobei die Hallelektroden in der Mitte zweier Seitenflächen des Halbleiterkörpers angeordnet sind und die eine der Zuleitungen in Richtung auf den Anschlusspunkt der andern Hallelektrode isoliert über dem Halbleiterkörper geführt ist und dann mit der zum andern Anschlusspunkt führenden Zuleitung weitergeführt ist,
    das Ganze derart, dass in dem mit den Hauelektroden verbundenen Stromkreis durch einen zeitlich veränderlichen Fluss der Magnetfeld anordnung keine Spannung induziert wird, dadurch gekennzeichnet, dass der über dem Halbleiterkörper liegende Teil der Zuleitung aus einem Material be steht, das in Verbindung mit den Elektrodenan- schlüssen die gleiche Thermokraft besitzt wie der Hallspannungserzeuger. UNTERANSPRÜCHE 1. Einrichtung nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass der über dem Halbleiterkörper liegende Teil der Zuleitung annähernd die gleiche Masse hat wie der Halbleiterkörper. 2.
    Einrichtung nach Unteranspruch 1, dadurch ge kennzeichnet, dass der über dem Halbleiterkörper lie gende Teil der Zuleitung annähernd die gleichen Ab messungen hat wie der Halbleiterkörper. 3. Einrichtung nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass der über dem Halbleiterkörper lie gende Teil der Zuleitung selbst als Hallspannungs- erzeuger ausgebildet ist. 4. Einrichtung nach Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerströme der beiden übereinander angeordneten Hallspannungserzeuger so gerichtet sind, dass sich die beiden Hallspannungen addieren. 5.
    Einrichtung nach Unteranspruch 3, dadurch ge kennzeichnet, dass die Steuerströme der beiden über einander angeordneten Hallspannungserzeuger so ge richtet sind, dass sich die beiden Hauspannungen subtrahieren. 6. Einrichtung nach Unteranspruch 3, dadurch ge kennzeichnet, dass die beiden Halbleiterkörper auf den gegenüberliegenden Seiten eines Isolierkörpers angeordnet sind. 7. Einrichtung nach Unteranspruch 6, dadurch ge kennzeichnet, dass der Isolierkörper aus Sinterkeramik besteht. B. Einrichtung nach Unteranspruch 6, dadurch ge kennzeichnet, dass der Isolierkörper aus ferritischem Material besteht. 9.
    Einrichtung nach Unteranspruch 3, dadurch ge kennzeichnet, dass an beiden Hallelektroden Leitungen angeschlossen sind, die zumindest auf dem dem Hall generator zugewandten Teil aus demselben Material bestehen wie das Hauplättchen.
CH341884D 1955-09-12 1956-09-11 Einrichtung mit einem Hall-Element CH341884A (de)

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DE343993X 1956-01-19
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