Felge für Fahrzeugräder mit Luftreifen Vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Felge mit abnehmbarem Seitenring für Fahrzeugräder mit Luftreifen.
Es ist bekannt, dass bei vielen der heute üblichen längsgeteilten Felgen zur Verriegelung des abnehm baren Seitenringes ein offener Ring benützt wird, der in eine Nut des breiteren, geschlossenen Felgenringes spiralförmig von aussen her eingelegt wird und im fertig montierten Zustande sich teilweise an die Innen fläche des losen Seitenringes kraftschlüssig anlegt bzw. von diesem überdeckt wird.
Diese Bauarten be dingen bei der Montage und Demontage eine mehr oder weniger grosse seitliche Zusammendrückung des Reifens um das Ausmass der sichernden Überdeckung des Verriegelungsringes. Dieses seitliche Zusammen drücken eines durch lange Laufzeit fest verwachsenen Reifens, besonders bei schweren Nutzfahrzeugen, erfordert viel Kraft, weshalb dazu vielfach besondere Maschinen angewendet werden, welche aber teuer und nicht auf den Wagen mitführbar sind.
Ferner ist bei Felgen bekannt, dass der enorme Innendruck des Reifens in der gleichen Richtung wirkt, in welcher der Verriegelungsring bei der De montage entfernt wird, so dass bei falsch bemessenen oder verformten und schadhaften Verriegelungsringen oder bei fehlerhafter Montage eine Selbstlösung ent stehen kann, bei welcher Teile der Felge, insbesondere der Verriegelungsring selbst, mit grosser Gewalt weg geschleudert werden, was vielfach zu tödlichen Un fällen Anlass gab.
Es besteht in vielen Betrieben die strenge Vorschrift, dass die neu montierten Reifen beim Aufpumpen in einen Käfig gebracht werden müssen, um Unfälle zu verhüten.
Die vorliegende Erfindung versucht diese Nach teile zu beheben und ist dadurch gekennzeichnet, dass der abnehmbare Seitenring und der Felgenring <B>je</B> eine korrespondierende, umlaufende Ringnute haben, welche im montierten Zustande zusammen einen Ringkanal bilden, der einen den offenen Ring bildenden Verriegelungsstrang, welcher tangential ein geführt wird, wenigstens annähernd allseitig um schliesst.
Der lose Seitenring kann nach innen einen Ring ansatz haben, welcher direkt auf dem Radkörper ab gestützt werden kann, so dass zwischen diesen Teilen eine direkte Kupplung besteht.
In der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele der Felge gemäss der vorliegenden Erfindung abgebildet, und es zeigen: Fig. <B>1,</B> 2,<B>6, 8</B> bis<B>16</B> Teilschnitte durch die Fahr zeugfelgen, Fig. <B>3,</B> 4 Teilansichten von Felgen, gegen den Seitenring betrachtet, Fig. <B>5</B> eine Seitenansicht einer Felge und Fig. <B>7</B> einen radialen Teilschnitt durch den Ring kanal zwischen Seitenring und Felgenring.
Die Grundform des Querschnittes einer Felge ist in der Fig. <B>1</B> dargestellt. Mit<B>3</B> ist ein geschlossener Felgenring bezeichnet, dessen Profil beispielsweise dem heute üblichen Schrägschulterprofil entspricht. Mit 2 ist ein geschlossener, abnehmbarer Seitenring bezeichnet, dessen Aussenprofil mit Vorteil so ge wählt wird, dass er den ganzen Reifenfuss trägt. Der Seitenring 2 und der Felgenring<B>3</B> besitzen<B>je</B> eine korrespondierende, umlaufende Ringnute, welche im montierten Zustande zusammen einen Ringkanal<B>28</B> bilden.
Die Tiefe der umlaufenden Ringnute in radialer Richtung ist grösser als der Betrag des Spiels zwischen Felgenring<B>3</B> und Seitenring 2 in den neben den Nuten liegenden zylindrischen Flächen.
<B>-</B> Ein in den Ringkanal<B>28</B> tangential eingeführter Verriegelungsstrang <B>1,</B> der vom Ringkanal<B>28</B> allseitig umschlossen wird, besteht im dargestellten Fall (Fig. <B>1)</B> aus einem Drahtseil nüt Kreisquerschnitt. An Stelle des Drahtseils könnte eine Schraubenfeder verwendet sein.
Der Verriegelungsstrang <B>1</B> weist eine solche radiale Höhe auf, dass er auch bei exzentrischer Lage der Ringe 2,<B>3</B> zueinander den Spalt zwischen dem Felgen ring<B>3</B> und dem Seitenring 2 noch voll überdeckt.
Der Verriegelungsstrang <B>1</B> kann in zwei oder mehreren Segmenten hergestellt sein. Zum Einführen des Verriegelungsstranges <B>1</B> muss mindestens eine in den von den beiden Ringen 2 und<B>3</B> gebildeten Hohl raum hineinführende, seitliche oder radiale Einfüll- öffnung vorhanden sein.
Es können auch zwei oder mehr Ringkanäle und eine entsprechende Anzahl von Verriegelungssträngen verwendet sein. Letztere können einzeln für sich ein geführt oder untereinander durch schmale Stege ver bunden sein.
Eine Linie 4 (Fig. <B>1)</B> zeigt die Aussenkontur eines Reifens. Mit<B>5</B> ist ein Felgenfuss bezeichnet, wie er zur Befestigung von Speichenrädern verwendet wird. <B>6</B> ist eine die Ringnute nach aussen abschliessende Flanke, welche bei dieser Felge beliebig weit herunter gezogen sein kann und das Herausspringen des Ver- riegelungsstranges <B>1</B> verhindert, ohne die Montage möglichkeiten zu erschweren. Diese Flanke<B>6</B> kann z.B. auch in die Felgenbefestigung auf dem Radstern mit einbezogen sein, indem der Seitenring 2 direkt auf dem Radstern abgestützt wird.
Fig. 2 und<B>3</B> zeigen die Felge mit einer Aussparung <B>7,</B> durch welche der Verriegelungsstrang <B>1</B> tangential eingeführt werden kann. Eine Öse<B>8</B> dient zum Heraus ziehen des Verriegelungsstranges <B>1</B> beim Zerlegen der Felge.
Gemäss Fig. 4 ist der Felgenring<B>3</B> mit einer ähn lichen Aussparung<B>7</B> versehen, jedoch mit kürzerer seitlicher Überdeckung des Felgenringes durch den Seitenring 2.
Die in Fig. <B>5</B> gezeigte Felge ist mit verschiedenen Ausführungsformen von Einfüllöffnungen <B>9, 10, 11</B> dargestellt. Die Einfüllöffnung <B>9</B> ist am Innenumfang des Felgenringes<B>3</B> angebracht.
Eine weitere Einfäll- öffnung ist als Durchbrechung <B>10</B> im Seitenring 2 ausgebildet.<B>11</B> ist wieder ein anderes Beispiel der Einfüllöffnung, wobei in beiden Ringen 2 und<B>3</B> min destens eine Aussparung vorhanden ist, in welches das Ende 12 des Verriegelungsstranges <B>1</B> eingelegt wird, um gleichzeitig als gegenseitige Verriegelung der beiden Ringe 2 und<B>3</B> im Umfangssinne zu dienen. Die Aussparung<B>7</B> ist ebenfalls als Einfüllöffnung ge dacht.
Fig. <B>6</B> zeigt eine Felge mit einem aus einer Glieder kette<B>13</B> bestehenden Verriegelungsstrang. Eine aus zylindrischen Körpern 14 gebildete Kette als Ver- riegelungsstrang ist in den Hohlraum zwischen Seiten ring 2 und Felgenring<B>3</B> der Felge nach Fig. <B>7</B> ein gebracht. Die Kette kann durch verschiedene andere Körper gebildet sein, so z.B. durch Kugeln oder tonnenförmigen Körpern.
Als Verriegelungsstrang könnte auch ein flexibler Ring<B>15</B> aus rechteckigem Profilmaterial verwendet sein (Fig. <B>8).</B> In Fig. <B>9</B> ist eine Felge mit einem eingebauten Dichtungsring<B>16</B> in der Form einer Gummirund- schnur zur Abdichtung von innen bei schlauchlosen Reifen dargestellt. Bei der Montage wird der Dich tungsring<B>16</B> über den Felgenring<B>3</B> gestülpt und in eine Rille<B>17</B> eingebracht, worauf dann der Seiten ring 2 darübergefahren wird.
Bei dieser Ausführung kann am Seitenring 2 eine Flanke<B>18</B> angebracht sein, an welche der Dichtungsring<B>16</B> durch den Luft druck von innen dichtend angepresst wird.
Die Fig. <B>10</B> zeigt eine dreieckförmige Dichtungs manschette<B>19,</B> welche zwischen Felgenring<B>3,</B> Reifen und Seitenring 2 zu liegen kommt. Vorteilhaft ersetzt eine zusätzliche Dichtungslippe 20 zwischen Reifen und Seitenring 2 die dichtende Gummischicht am Reifen selbst.
Der Dichtungsring<B>16</B> nach Fig. <B>11</B> wird vom Reifenfuss, durch Luftdruck oder Verspannung der Felge auf dem Radstern gegen die Kante 21 des Sei tenringes 2 gepresst, wobei obige als Dichtkante wirkt und den Dichtungsring<B>16</B> deformiert, wie es Fig. 12 zeigt. Der Dichtungsring<B>16</B> kann auch im Profil ge mäss Fig. 12 vorgeformt sein oder aus einem Profil, z.B. Vierkant, Rohr usw., bestehen.
In Fig. <B>13</B> ist der Felgenring<B>3</B> mit separater Rille <B>17</B> für den Dichtungsring<B>16</B> dargestellt. Derselbe wird vom Innendruck des Reifens an die Flanke<B>18</B> des Seitenringes 2 und an die Rille<B>17</B> des Felgen ringes<B>3</B> angepresst.
Eine Ausführungsform des Seitenringes, welcher aus zwei vorzugsweise kaltgewalzten Ringen 22 und <B>23</B> zusammengeschweisst ist, ist in Fig. 14 gezeigt.
Fig. <B>15</B> zeigt wiederum eine andere Profilierung der Felge im Montagezustand.
Der Verriegelungsstrang <B>1</B> liegt frei beweglich in seiner Nute. In Arbeitsstellung wird der Dichtungs ring<B>16</B> vom Luftdruck des Reifens gegen die Flanke <B>18</B> angepresst. Es besteht aber auch die Möglichkeit, dass mittels Spannelemente, wie Klemmplatten oder Klemmschuhe, bei doppeltbereiften Rädern auch mit tels eines Zwischenringes, der Seitenring 2 gegen den Dichtungsring<B>16</B> angepresst wird.
Ein anderes Beispiel ist in Fig. <B>16</B> gezeigt. Der Seitenring 2 ist in drei Stellungen<B>25, 26</B> und<B>27</B> ein getragen.
Bei dieser Bauart darf die abschliessende Flanke<B>6</B> für den Verriegelungsstrang <B>1</B> nicht über den Felgen fuss, herabgezogen sein. Zum Montieren des Reifens wird der Seitenring 2 bis zur Stellung<B>27</B> über den Felgenring<B>3</B> geschoben. Alsdann wird der Dichtungs ring<B>16</B> eingelegt und in der Montagestellung<B>26</B> der Verriegelungsstrang <B>1</B> tangential eingeführt. Beim Auf pumpen des Reifens wird der Seitenring 2 in die Ar beitsstellung<B>25</B> gepresst, wobei die Flanke 24 des Seitenringes 2 den Dichtungsring<B>16</B> mechanisch an- presst.
Bei den beschriebenen Felgen besteht der wesent lichste Vorteil darin, dass der Verriegelungsstrang tangential, d.h. quer zu den wirkenden Kräften ein- geführt bzw. entfernt wird, so dass eine Selbstöffnung nicht stattfinden kann.
Ein weiterer, wesentlicher Vorteil besteht darin, dass der Verriegelungsstrang nur dann eingeführt werden kann, wenn der Seitenring in der richtigen Lage ist, so dass Montagefehler ausgeschlossen werden.
Ein dritter, ebenfalls wichtiger Vorteil der Felgen besteht darin, dass zur Montage und Demontage des Verriegelungsstranges keine Seitenverschiebung des Seitenringes notwendig ist, also auch keine kraft erfordernde Verformung des Reifens.
Ebenso können bei entsprechender Profilierung und Bemessung des umlaufenden Ringkanals handels übliche Mittel als Verriegelungsstränge benützt wer den, wodurch der Ersatz überall leicht möglich ist. Als solche Mittel seien beispielsweise genannt: Drahtseile mit rundem Querschnitt. Drahtseile mit profiliertem Querschnitt. Schraubenfedern aus rundem oder profiliertem Draht.
Einzeln eingeführte Kugeln.
Ketten aus Kugeln oder Kugelabschnitten (Sphär- oide).
Flexible Metallschnüre oder Rohre. Verschränkte Gliederketten.
Ketten aus kurzen Stab- oder Rohrabschnitten. Biegsame Vollstäbe mit rundem oder polygonalem Profil aus flexiblem Material mit hoher Scherfestigkeit. Gewellte Ringe aus federndem Draht.
Nicht biegsame Bogenstücke.
Die beschriebenen Felgen eignen sich auch für schlauchlose Reifen, weil die Abdichtung nur<B>zwi-</B> schen zwei geschlossenen Ringen, dem Seitenring und dem Felgenring, zu erfolgen hat. Neben dem Hohl raum für den Verriegelungsstrang ist dann in einem weiteren, durch Rillen oder durch entsprechende Profilierung gebildeten Hohlraum ein gummielasti scher Dichtungsring, z.B. aus Gummi mit vorzugs weise rundem Querschnitt, eingebracht. Letzterer kann sowohl durch mechanische Vorspannung wie auch mittelbar oder unmittelbar durch den Luft druck dichtend angepresst werden.
Es ist aber auch möglich, den Dichtungsring in einem Hohlraum unterzubringen, welcher durch den Seitenring, den Felgenring und den Reifen begrenzt ist.
Weil zum Einführen des Verriegelungsstranges nur eine kleine seitliche Verschiebung des Seitenringes erforderlich ist, kann für eine einwandfreie seitliche Anlage des Dichtungsringes am Seitenring eine Flanke angeordnet werden.
Diese Massnahme ist bei bisher üblichen Seiten ringen stark erschwert, weil dieselben bei der Mon tage zu weit über den Felgenring hineingeschoben werden müssen und damit der Dichtungsring in seiner Lage stark verschoben oder sogar zerquetscht würde.