CH333318A - Schaltung für einen kollektorlosen Mutator-Reihenschlussmotor, insbesondere für Triebfahrzeuge - Google Patents

Schaltung für einen kollektorlosen Mutator-Reihenschlussmotor, insbesondere für Triebfahrzeuge

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CH333318A
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CH
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Kern Erwin
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Bbc Brown Boveri & Cie
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Description


  Schaltung für einen     kollektorlosen        Mutator-Reihenschlussmotor,     insbesondere für Triebfahrzeuge         1:ist    bekannt, dass man den Kollektor  von     (xleiehstrom-Motoren    durch die Zwischen  schaltung von gesteuerten Entladungsstrecken,  beispielsweise     Quecksilberdampf-MTechselrich-          tern,    ersetzen kann. Man wird dadurch in der  Wahl der     Betriebsspannung    und der Drehzahl  des Motors von jeder Einschränkung durch  den Kollektor frei.

   Man bezeichnet diese Moto  ren, zur Unterscheidung von den Kollektor  Motoren, mit     Mutator-Motoren.    In     Fig.    1 ist  die     Prinzipschaltung    eines derartigen Motors       dargestellt.    Der Motor wird konstruktiv wie  ein Synchronmotor mit rotierendem, gleich  strommagnetisiertem Polrad ausgeführt mit  einer dreiphasigen     Statorwieklung,    in welcher  ein leicht verzerrter, symmetrischer Dreipha  senstrom fliesst.

   Der Motor mit der Feldwick  lung 6 und der Arbeitswicklung 5 arbeitet in  bekannter Weise mit den     Wechselrichter-          Strecken        3,    4     zusammen        wie        ein     mit nur drei     Kollektorlamellen     pro     Palpaar.    Die Steuerung der     Mutatoren    3,  4 erfolgt in bekannter Weise durch einen Ver  teiler 9, welcher auf dem Motor aufgebaut ist  und die Entladungsstrecken in Abhängigkeit  von der     Stellung    des Rotors periodisch zündet.

    Diese bekannte Schaltung ergibt ohne beson  dere Massnahmen auch den bei     Serie-Motoren     für Triebfahrzeuge benötigten, der Belastung  proportionalen Gleichstrom für die Erregung  des Motorfeldes, indem die Feldwicklung 6       ebenso    wie auch die Kompensationswicklung 7    unmittelbar     in.    die Rückleitung vom Wechsel  richter 4 zum Transformator l eingeschaltet  sind.  



  Wird beim Anfahren dem nach stillstehen  den Motor vom Gleichrichter 2 Gleichstrom  zugeführt, so fliesst dieser bei einer gegebenen  Stellung des Rotors beispielsweise nach den  eingezeichneten Pfeilen durch die Motorwick  lung 5. Muss nach einer Drehung des Rotors  eine     Kommutierung    des Stromes auf eine  andere Phase des Motors, z. B. von Phase     S     auf Phase T erfolgen, so wird durch den Ver  teiler 9 das Steuergitter für die Strecke T  der Gruppe 4 positiv gemacht, also freigege  ben, wobei gleichzeitig das Gitter der Strecke       S    derselben Gruppe 4 negativ geladen wird.  Die Strecke 4 T nimmt über die Motorphase T  sofort Strom auf.

   Da aber in der Strecke 4 S  ein Gleichstrom fliesst, kann diese trotz des  negativen Gitters nicht löschen, so dass nun  beide Strecken 4 S und 4 T gleichzeitig bren  nen. Bei noch weiterer Drehung des Motors  beginnen nacheinander in gleicher Weise alle  Strecken zu brennen, so dass endlich der Mo  tor kurzgeschlossen wird und stillsteht. Damit  scheidet die Schaltung     Fig.    1 als unbrauch  bar aus. Dieser Vorgang lässt sich nur ver  meiden, indem man dafür sorgt, dass der in  den Wechselrichtern 3 und 4 fliessende Gleich  strom     lückt,    das heisst periodisch auf den  Wert -Null absinkt.

   Ist dies der Fall, so kann  im oben betrachteten Beispiel das nun nega-           tive    Steuergitter der Strecke 4     S    beim ersten  Nulldurchgang des Anodenstromes diese  Anode sperren, so dass nun an Stelle der  Strecke 4     S    nur die Strecke 4 T brennt,  womit der Motor sich weiter dreht und an  läuft. In allen bekannten Schaltungen, die  dieser Forderung des     lückenden    Stromes  Rechnung tragen, ist der     Gleichstromkr    eis  unterdrückt. Diese Schaltungen können den  für die     Reihen-Erregung    des Motorfeldes be  nötigten Gleichstrom nicht abgeben.

   Es musste  deshalb für die Erzeugung des Felderreger  stromes ein besonderer Gleichrichter verwen  det werden, welcher den verfügbaren Last  wechselstrom erst in Gleichstrom umformt.  Solche Anlagen sind kompliziert und teuer.  



  Es stellt sich somit die Aufgabe, mit ein  fachen Mitteln sowohl das Lücken des Stromes  in den Wechselrichtern als auch die Lieferung  des     Felderregerstromes    zu erreichen. Die Er  findung betrifft eine Schaltung für einen       kollektorlosen        Mutator    -     Reihenschlussmotor,     dessen Speisung durch ein- oder mehrphasigen  Wechselstrom erfolgt.  



  Die Erfindung besteht darin, dass die Se  kundärwicklung des den Motor speisenden  Transformators in zwei Teile mit je einem  herausgeführten Mittelpunkt unterteilt ist,  wobei jedem Teil eine Gruppe von Entladungs  strecken zugeordnet, ist und wobei die Aussen  klemmen des einen Teils mit den Anoden der  Gruppe, die Aussenklemmen des andern Teils  mit den Kathoden der andern Gruppe ver  bunden sind, während die Klemmen der Ar  beitswicklung des Motors sowohl mit den Ka  thoden der einen Gruppe als auch mit den  Anoden der andern Gruppe verbunden sind,  sowie dass die Mittelpunkte der beiden Wick  lungsteile über die Feldwicklung des Motors  miteinander verbunden sind.  



  Ein Beispiel der Erfindung ist in der       Fig.    2 dargestellt.. Diese zeigt die     Prinzip-          schaltung    eines einphasigen     Mutator-R.eihen-          schlussmotors    z. B. für Triebfahrzeuge. Der  Sekundärwicklung 2 des Transformators sind  über die Klemmen     2a    und 2b die     Mutatoren     4... und der Sekundärwicklung 3 über die  Klemmen     3a,    3b die     Mutatoren    5... zuge-    ordnet. Die     Mutatoren    sind in Gegentaktschal  tung angeordnet.

   Die     Transformatorwicklun-          gen    2 und 3 weisen     Mittelanzapfunen    2e, 3c  auf. An     diesen        Mittelanzapfungen    \ sind die  Erregerwicklung 7 und die     Kompensations-          wieklung    8 des Motors angeschlossen. Die       Gegentakt-Mutatorengruppen    R,     S,    T sind in       Spannungsteilersehaltung    aufgebaut.

   Ihre  Mittelpunkte führen über Klemmen     12F,    12,       12r    zu den     Phasen-vvicklungen    R,     S,    T der       Statorwieklung    6 des Motors. Der Rotor     treibt     den Verteiler 11 an, welcher in phasenrichti  ger     1Veise    die     Mutatoren    der Gruppe 4 und 5  zündet.  



  Die Arbeitsweise ist folgende:  Soll nun bei einer gegebenen     Rotorstellung     der Motor anlaufen, so fliesst bei Stillstand  der Strom im Sinne der     eingetragenen    Pfeile  über die     Mutatoren    und durch die Motorwick  lung. Dabei arbeiten die beiden Hälften jeder  der beiden Wicklungen 2 und 3     abwechslungs-          weise    im Takte der Frequenz des den Motor  speisenden Netzes. Ebenso arbeiten die beiden       Mutatoren    der Phase R in der Gruppe 4 unter  sich abwechslungsweise im Takte der Netz  frequenz, in gleicher Weise wie die beiden       Mutatoren    der Phase     S    in der Gruppe 5.

    Alle Anoden der beiden Gruppen 4 und 5  löschen somit periodisch und damit ist die  oben     begmündete    Forderung des     Lüekens    der       Mutatorströme    erfüllt. Der Strom fliesst, nun  abwechslungsweise über die beiden Hälften  der 1V     icklung    2 und die beiden     Mutatoren    der  Phase R in der Gruppe 4 und über die Motor  wicklungen R 8 in die     Mutatoren        S    der  Gruppe 5.

   Der aus den     1lutatoren    der Phase     S     in der Gruppe 5 abfliessende Strom fliesst  nun über die Wicklung 3 in den Nulleiter  und über die     Glättungsdrossel    10 in den  Wendeschalter 9 in die Feldwicklung 7 und  die Kompensationswicklung 8 und von da  zurück in den Mittelpunkt 2c der Wicklung 2.  



  Bei jeder Fortsetzung der Drehung des  Rotors um den elektrischen Winkel 60  wird  eine andere Phase der Motorwicklung vom  Strom durchflossen, und durch das Zusam  menwirken des lückenhaften Stromes in den  Anoden der     Mutatoren    und der Steuerung der      Gitter durch den Verteiler kann nun der  Strom auch im Stillstand kommutiert werden.  Bei grösserer Geschwindigkeit des Motors tre  ten zusätzliche Wendespannungen im     Kommu-          tierungskreis    auf, welche die     Kommutierung     unabhängig von der     Pulsation    des Gleich  stromes     grewährleisten.     



  Infolge der     neuartigen    Unterteilung der       Transformatorwicklung    und der     Zwischen-          selialtun,-    der Feldwicklung zwischen den bei  den Nullpunkten wird ohne Mehraufwand an       .Material    auch der Erregerstrom für das  Motorfeld gewonnen.  



  Dasselbe Prinzip     lä-sst    sieh auch mit     drei-          phasiger    Speisung des Motors durchführen,  indem man die Wicklungen 2 und 3 in drei  phasiger     Stern-Schaltung    ausführt. und jeder       Motorphase    2 X 3     Mutatoren    zuordnet, statt  deren 2 X 2.  



  Ausser der Feldwicklung des Motors kann  in     Reibe    mit dieser auch noch die     Kompen-          sationswieklung    in den Hauptstromkreis ein  geschaltet werden. Ebenfalls kann für die       Erleichterung    der     Kommutierung    eine     Glät-          tungsdrossel    in Reihe mit. der Feldwicklung  eingebaut werden.  



  Es ist noch zu bemerken, dass die beiden       Wicklungen    2, 3 unter sich ungleiche oder  gleiche Spannungen aufweisen können; der       3linimalwert    der Spannung ist durch die Be  dingung des     Lüekens    des Stromes in den  Strecken festgelegt.  



  Durch die Schaltung wird es möglich, den  Kollektor     wegzulassen.    Es ist nur nötig, den       Erregergleiehst.rom    und den Kompensations  strom über Schleifringe zuzuführen. Durch  das Fehlen des Kollektors fällt die bisherige       Beschränkung    der Drehzahl weg, da     Kommu-          tationssehwierigkeiten    nicht mehr auftreten.  



  Die Schaltung wird mit besonderem Vor  teil bei Triebfahrzeugen angewendet. Sie  kommt natürlich auch überall. da in Frage,  wo hohe Drehzahlen verlangt sind und Regu-         liermöglichkeiten    gefordert werden, wie sie  sonst nur Gleichstrommotoren zukommen.  



  Aus konstruktiven Gründen werden die       Transformatorwicklungen    2, 3 zweckmässig  mit gleicher Spannung ausgeführt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Schaltung für einen kollektorlosen Muta- tor-Reihenschlussmotor, dessen Speisung durch ein- oder mehrphasigen Wechselstrom erfolgt; insbesondere für Triebfahrzeuge, dadurch ge kennzeichnet, dass die Sekundärwicklung des den Motor speisenden Transformators (1, 2, 3) in zwei Teile (2 und 3) mit, je einem heraus geführten Mittelpunkt unterteilt ist, wobei jedem Teil eine Gruppe von Entladungs strecken zugeordnet ist und wobei die Aussen klemmen (2a, 2b) des einen Teils mit den Anoden der einen Gruppe (4 ...
    ) und die Aussenklemmen (3a, 3b) des andern Teils mit den Kathoden der andern Gruppe verbunden sind, während die Klemmen (12R, 12s, 12T) der Arbeitswicklungen (R, S, <I>T)</I> des Motors sowohl mit den Kathoden der einen Gruppe als auch mit den Anoden der andern Gruppe verbun den sind und dass die Mittelpunkte (2c,<B>3e)</B> der beiden Wicklungsteile (2, 3) über die Feldwicklung (7) des Motors miteinander verbunden sind. UNTERANSPRÜCHE 1. Schaltung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass in Reihe mit der Feldwicklung auch die Kompensationswich-. lung (8) des Motors im Hauptstromkreis ein geschaltet ist. 2.
    Schaltung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass in Reihe mit der Feldwicklung eine Glättungsdrossel in den c Hauptstromkreis eingeschaltet ist. 3. Schaltung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Sekundär wicklungen der Transformatoren unter sich gleiche Spannungen aufweisen.
CH333318D 1955-06-29 1955-06-29 Schaltung für einen kollektorlosen Mutator-Reihenschlussmotor, insbesondere für Triebfahrzeuge CH333318A (de)

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