Operationsleuchte Es ist bei operationsleitehten mit wenig stens einer Glühlampe bekannt, durch Ver schieben der Glühlampe innerhalb ihres Re flektors die Grösse des ausgeleuchteten Feldes zu verändern. Hierbei kann der Durchmesser des gleichmässig ausgeleuchteten Feldes ohne weiteres im Verhältnis von etwa 1 : 2 bis 1 : 3 variiert werden. Die ausgeleuchtete Fläche ist deshalb in dem einen Fall vier- bis zehnmal so gross wie in dem andern. Da der Lichtstrom in beiden Fällen der gleiche ist, bedeutet dies, dass sieh die Beleuchtungsstärken im Verhält nis 1. : 4 bis 1 :10 unterscheiden.
Bei chirurgi schen Operationen sind aber solche Unter- schiede in der Beleuchtungsstärke unzulässig. Entweder würde bei der grossen Beleuchtungs stärke das Auge geblendet werden, oder aber bei der kleinen Beleuchtungsstärke das Ope rationsfeld zli dunkel sein. In beiden Fällen wäre es unmöglich, feine Einzelheiten zu er kennen, worauf es aber bekanntlich bei Ope rationen wesentlich ankommt.
Die Erfindung beseitigt diese Schwierig keiten dadurch, dass durch diese Verschiebung der Glühlampe innerhalb des Reflektors gleich zeitig die Klemmenspannung der Glühlampe derart geändert wird, dass bei grösserem Be leuchtungsfeld die Klemmenspannung grösser ist als bei kleinerem Feld. Besonders zweck mässig ist es jedoch, die Klemmenspannung derart zu. ändern, dass die mittlere Beleueli- tungsstärke im Arbeitsabstand bei Änderung der Feldgrösse sich um nicht mehr als 30 % ändert.
Die Veränderung der Klemmenspannung kann entweder dadurch herbeigeführt werden, dass vor die Glühlampe ein Vorschaltwider- stand entsprechender Grösse geschaltet wird, oder aber, dass der Transformator, der die Spannung für die Glühlampe liefert, mit einer entsprechenden Anzahl von Anzapfungen ver sehen ist und die Änderung der Klemmenspan nung durch Übergang an eine andere Anzap- fung des Transformators vorgenommen wird.
Da im allgemeinen nicht nur mit zwei ver schiedenen Feldgrössen gearbeitet wird, son dern auch Zwischenstufen verlangt werden, ist es zweckmässig; entweder die Änderung der Klemmenspannung in Stufen oder sogar kon tinuierlich vorzunehmen. Dies ist zum Beispiel bei Verwendung eines Widerstandes zur Her absetzung der Klemmenspannung ohne wei teres möglich, wenn die Verschiebung der Glühlampe mit einer Bewegung eines Schleif kontaktes am Vorwiderstand gekuppelt ist.
Je nach den Anforderungen ist der Zli- sammenhang zwischen Feldgrösse -lind Klem- menspannung zu wählen.
In einem ersten Fall soll zum Beispiel die gleiche Beleuchtungsstärke vorhanden -= sein, wie gross auch das Feld gewählt wird. -Da es indessen nicht auf die absolut genaue Iline= haltung ein und derselben Beleuchtungsstärke ankommt und vielmehr geringe Unterschiede ohne weiteres zugelassen werden können, kann man auch bei einer stetigen Verschiebung der Glühlampe innerhalb des Reflektors die Klem menspannung in Stufen ändern. Vorausset zung ist nur, dass die Helligkeitsschwankun gen, die durch Übergang von der einen zur andern Stufe auftreten, hinreichend klein sind. Man kann ohne weiteres.
Helligkeits sprünge von 30 /o- zulassen.
Anderseits hat es sich gezeigt, dass in an dern Fällen mit zunehmender Grösse des Be leuchtungsfeldes die Beleuchtiuigsstärke her abgesetzt werden muss, um dem Auge den gleichen angenehmen Eindruck beim Arbeiten zu geben. Die Erfindung ermöglicht es, auch diese Bedingungen zu erfüllen, indem man die Klemmenspannung der Glühlampe mit der Feldgrösse entsprechend ändert.
Man kann die jeweils erforderliche Klemmenspannung leicht ermitteln, indem man mittels eines Luxmeters die Helligkeit misst und die Klemmenspan nung so lange variiert, bis sich die Helligkeit ergibt.
Man kann aber auch zweckmässig die bei den Methoden miteinander kombinieren, in dem zum Beispiel bei kleineren Feldgrössen die Beleuchtungsstärke konstant bleibt, wäh rend sie bei grösseren Feldgrössen etwas ab nimmt.
Wenn die Erfindung bei solchen Opera tionsleuchten angewendet wird, bei der meh rere Einzelscheinwerfer innerhalb eines ge meinsamen Gehäuses untergebracht sind, kann die Veränderung der Klemmenspannung gleichzeitig für alle Glühlampen durchgeführt werden, entweder dadurch, dass man einen ge meinsamen Widerstand verwendet, der von dem gemeinsamen Strom aller Glühlampen durchflossen wird, oder dass man einen Trans formator für sämtliche Glühlampen verwen det. Dies gilt sowohl für Ser>;en- als auch für Parallelschaltung der Glühlampen.
Die Bewegung der Glühlampe innerhalb des Reflektors soll selbstverständlich nur in nerhalb: der Grenzen erfolgen, dass ein gleich mässig ausgeleuchtetes Feld entsteht, so..dass also nicht beispielsweise in der Mitte eine merklich dunklere Zone vorhanden ist.
Die Glühlampe ist zweckmässig so zu be messen, dass sie auch bei dem grösstmöglichen Feld die erforderliche Helligkeit (von etwa 5000 bis<B>10000</B> Lux) ergibt. Die Glühlampe ist dann bei kleineren Beleuchtungsfeldern unternormal belastet. Jedoch sind die Unter schiede in der Farbtemperatur im allgemeinen nicht störend.
In der Figur ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes zum Teil schema tisch dargestellt. In dem Leuchtengehäuse 1, das zum Beispiel die Gestalt einer flachen Dose hat, sind sieben Scheinwerfer angeord net, von denen sechs auf einem Kreis sym metrisch liegen. Als Lichtquelle dient pro Scheinwerfer eine Glühlampe, deren Stellung innerhalb des Reflektors 2 geändert werden kann. Hierdurch ergibt sich die Möglichkeit, die Grösse des gleichmässig ausgeleuchteten Feldes zu verändern. Die Verstellung der Glühlampen innerhalb des Reflektors 2 wird mittels einer Schnur 3 vorgenommen, die durch den Handgriff 4 bewegt werden kann.
Durch Drehen des Handgriffes 4 bewegt sich also das Drahtseil 3, das bei jeder Lampe um ein Führungsstück geschlungen ist, wodurch die Glühlampen in dem Reflektor gehoben oder gesenkt werden. Dieses Seil 3 ist ausser dem um einen Exzenter 5 geführt, so dass auch dieser sich mit dem Drahtseil bewegt. Die Memmenspannung der Glühlampen wird mit tels eines Widerstandes 6 herabgesetzt, der vor sämtlichen Glühlampen liegt, mithin also von dem Strom sämtlicher Glühlampen durch flossen ist. Auf. dem Widerstand 6 befindet sich ein Schieber 7, der es gestattet, verschie dene Widerstandswerte einzustellen.
Der Schie ber 7 ist mit dem Exzenter 5 über eine Stange 8 derart verbunden, dass bei der Bewegung des Drahtseils, die für eine Verstellung not.. wendig ist, der Kontakt 7 sich über dem er forderlichen Bereich des Widerstandes bewegt. Hierdurch wird also in einfacher Weise der gewünschte Vorschaltwiderstand gleichzeitig mit der Einstellung der Glühlampen innerhalb des Reflektors vorgenommen. Die Leuchte ist um die Achse AA drehbar gelagert. In den Lagern 9 ist eine Gabel angebracht, die das Leuchtengehäuse trägt.
In den Lagern 9 ist gleichzeitig ein Drehknopf 10 angebracht, der es gestattet, die Achse aller Scheinwerfer gleichmässig zu schwenken, so dass der Ab stand, in dem sich die Achsen der einzelnen Scheinwerfer schneiden, in beliebiger Entfer nung von der Leuchte gewählt werden kann.