Anordnung zum drahtlosen Gegensprechbetrieb Die Erfindung betrifft eine Anordnung zum drahtlosen Gegensprechbetrieb mit auf jeder Station an eine gemeinsame Antenne angeschlossenem Sender und Empfänger.
Bei Vierdrahtbetrieb. von Sender und Einp- fänger an einer gemeinsamen Antenne sind Antennenweichen erforderlich, um einerseits den Empfänger selektiv vor Sendeenergie der vorgegebenen Sendefrequenz und. anderseits den Sender selektiv vor der Empfangsenergie der vorgegebenen Empfangsfrequenz zu sper ren. Zur Erzielung ausreichender Selektion müssen dabei die beiden Frequenzen einen genügenden Abstand haben.
Handelt es sich nicht nur um eine einzige feste Sende- und eine einzige feste Empfangsfrequenz, sondern sollen sowohl,Sender und Empfänger auf ver= schiedenen Sende- und Empfangskanälen, ar beiten können, so stellt die Antennenweiche ein ziemliches Problem dar.
Üblicherweise wird die gesamte notwendige Sperrdämpfung von zum Beispiel 70 db zwischen Sender und Emp fänger aufgeteilt in zum Beispiel 40 db bei der Weiche und 30 db, die ausserhalb der s VWTeiche durch die .Selektion der Empfänger eingangsschaltung realisiert werden müssen. Die Abstimmung solcher Weichen, bzw. deren Nachstimmung auf eine geänderte Sende- bzw. Empfangsfrequenz, ist keineswegs ein o fach und kann nicht dem Bedienenden des Ge rätes überlassen werden.
Aus diesem Grund hat man bisher in solchen Fällen das gesamte zur Verfügung stehende Frequenzband in eine grössere Anzahl frequenzstarrer Kanal paare aufgeteilt, wobei der Abstand von, Sende- und Empfangskanal in jedem Paar konstant ist und ferner die Paare mit kon stantem Abstand nebeneinanderliegen und stets die eine Frequenz eines Paares in der obern, die andere Frequenz in der untern Frequenzbandhälfte liegt.
Man hat also eine grössere Anzahl auf bestimmte Frequenzen fest eingestellter Weichen benutzt, von denen dann stets nur immer eine verwendet wird. Bei dieser Einteilung wird die Notwendigkeit der Weichenabstimmung vom Bedienenden ferngehalten, es wird, jedoch der Vorteil mit dem Nachteil erkauft, dass an jeder Gegen sprechstation eine Anzahl Weicheneinschübe vorhanden sein müssen.
Die Erfindung betrifft nun eine Anord nung, bei der die Lösung der oben genann ten Aufgabe durch eine einzige Breitband weiche ermöglicht wird.
Die erfindungsgemässe Anordnung zum drahtlosen Gegensprechbetrieb mit auf jeder Station an eine gemeinsame Antenne ange schlossenem :Sender und Empfänger (Vier drahtbetrieb) ist gekennzeichnet durch konti nuierlich oder in 'Stufen abstimmbare 'Sender und Empfänger, die über eine einzige Breit bandantennenweiche mit einer gemeinsamen Antenne gekoppelt sind. Der Frequenzbereich der.Breitbandantennenweiche, an deren einer Seite der Sender und an deren anderer Seite der Empfänger angekoppelt ist, kann in zwei jeweils das halbe Frequenzband des zur Ver fügung stehenden Bandes umfassende Hälften aufgeteilt werden.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist an Hand der Zeichnung näher beschrieben, in welcher Fig.1 .den schematischen Aufbau der Anordnung und Fig.2 :die Durchlass- bzw. Sperrkurven der Breitbandweiche zeigen.
In Fig. 1 bedeutet W die Breitbandanten- nenweiche, an deren eine Seite der Empfänger E und an deren andere Seite der Sender T. angeschlossen ist. Sender und Empfänger ar beiten mit der gemeinsamen Antenne A. Neh men wir an, dass das zur Verfügung stehende Frequenzband von der Frequenz F, bis F3 reicht. Es wird nun die Weiche W in zwei Hälften aufgeteilt.
Die Weiche enthält zu diesem Zweck zwei Siebglieder S, und S.. Der Durchlassbereich. der 'Siebglieder wird dabei so gewählt, dass das Siebglied S, bei spielsweise die untere Hälfte des zur Verfü gung stehenden Frequenzbandes (F, bis F3 durchlässt, nämlich das Frequenzband F1 bis F2, und das Siebglied S2 nur die obere Hälfte des Frequenzbandes, nämlich das Teilfrequenz band F2 bis F3 durchlässt.
Die Durchlasskur- ven der Siebglieder S, und S2 sind in Fig. 2 dargestellt, wobei die gestrichelte Kurve die Durchlasskurve für das 'Siebglied S, und die strichpunktierte Linie die Durchlasskurve für das Siebglied S2 darstellt. An jedem der bei den Geräteausgänge der Weiche kann wahl weise Sender oder Empfänger angeschlossen werden.. Sender und Empfänger arbeiten<B>je-</B> weils im Frequenzbereich des vor ihnen lie genden Bandpasses.
Für die Sendefrequenz ist der Eingang des Empfängerbandpasses ein für alle Sendefrequenzen, nahezu konstanter Blindwiderstand, der über, das Leitungsstück V, zum Antennenabzweig als Impedanz trans formiert wird und dort die Empfängerzulei tung abtrennt.. Analog ist für die Frequenzen des Empfangsbereiches der Eingang des Senderpasses ein Blindwiderstand, der über das Leitungsstück V2 den Sender am Anten- nenabzweig abtrennt.
Liegt die Empfangs- Frequenz in der Bandhälfte Fl bis F2, so muss die Sendefrequenz so weit oberhalb F2 liegen, bis der Empfängerbandpass in gewünschtem Masse, zum Beispiel mit 40 db, sperrt (vgl. Fig.2). Da grundsätzlich die Sende- und Empfangsbandhälften vertauscht werden kön nen, besteht beiderseits der Mittenfrequenz F2 ein nicht ausnutzbarer Bereich N, dessen Breite von der Steilheit der Passflanken ab hängt.
Man kommt also mit einer einzigen nicht auszuwechselnden Breitbandweiche für ein relativ breites Frequenzband aus.
Es ist jedoch noch erforderlich, dass Sen der und Empfänger wahlweise vertauscht wer den können, nämlich dann, wenn es zum. Bei spiel gewünscht wird, die Sendefrequenz in die untere Frequenzbandhälfte F, bis F2 zu verlegen und entsprechend den Empfangs kanal in die obere Frequenzbandhälfte F2 bis F'3. Bei niederfrequenten Strömen kann eine Vertauschung zwischen Eingangs- und Aus gangsklemmen eines symmetrischen Vierpols in einfacher Weise mittels einpoliger oder ; doppelpoliger Umschalter erfolgen.
Im UK@V- und Dezimeterbereieh sind solche ,Schalter jedoch meist recht aufwändig, zumal auch die Forderung nach stossfreien Mergängen besteht.
Es ist nun bekannt, grössere Anlagen dieser Art in Schubkastenbauform auszuführen und diese Schubkästen, von denen beispielsweise einer den Sender, der andere den Empfänger und ein weiterer die Weiche enthält, in ein die HF- und NF-Verkabelung enthaltendes Gestell einzuschieben.
Zur einfachen Vertau schung von Sender und Empfänger an die jeweilige Weichenseite wird vorgeschlagen, die Weiche in. Schubkastenbauweise auszuführen und mit ihren Geräteanschlüssen derart. sym inetrisch aufzubauen, dass zur Umwechslung der Sender- und Empfängeranschlüsse die Weiche um 180 seitenvertauscht in das Gre- stell einschiebbar ist.
Will man also für den Sendekanal die untere Frequenzbandhälfte und für den Empfangskanal die obere Fre- quenzbandhälfte benutzen, so genügt es; wenn man den Weichenschubkasten W aus dem Gestell herauszieht, um 180 dreht und so seitenvertauscht wieder in das Gestell ein schiebt. Auf diese Weise wird jeglicher Um schalter vermieden.
Selbstverständlich sind auch Lösungen denkbar, wo man in der Weiche einen Um schalter für die Vertauschung der Sender und Empfängeranschlüsse vorsieht,