CH308531A - Verfahren und Vorrichtung zum Streckzwirnen synthetischer Fasern. - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum Streckzwirnen synthetischer Fasern.Info
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Description
Verfahren und Vorrichtung zum Streckzwirnen synthetischer Fasern. Bei Streckzwirnmasehinen für synthetische Fasern besteht das Abzugswerk in der Regel aus einer angetriebenen Galette mit zuge- liörigem, nur vom darüberlaufenden Faden in Bewegung gesetzten Führimgsröllehen, dessen Achse mit der der Galette einen ge- wiNxen Winkel bildet, so dass man Galette und Röllehen mit.
dem verstreckten Faser bündel mehrfach umschlingen kann. Das Ende der letzten Umschlingung läuft von der Ga lette zu dem auf einer Ringzwirnspindel sit zenden Hops.
Bei bekannten Anordnungen befindet sich (las Röllchen von kleinerem Durchmesser in einig-ein Abstand senkrecht über der Galette.
Fin. 1 zeigt eine solche bekannte Vor- Der ankommende Faden 3, welcher aus einer Anzahl nebeneinanderliegender Fasern besteht, läuft auf die Galette 1 auf inid sodann um diese und das Röllchen 2 in mehreren Umschlingungen und verlässt die Galette im Endpunkt A des horizontalen Ga- letiendurehmessers AB tangential senkrecht naeli unten.
Bei dieser Anordnung läuft die letzte Fadenumsehlingumg, vom Röllchen kommend, im Punkt C, der höher als A liegt, auf die Galette auf, so dass der bändchen- förmige Faden von C bis A auf der Galetten- oberfläehe läuft. Durch die Ringzwirnspindel wird dem von der Galette ablaufenden Faden die Zwirnung erteilt.
Anfangspunkt der Drehungen sollte der Punkt A sein, es wurde jedoch beobachtet, dass dies nicht der Fall ist, sondern dass sich die Drehungen noch in das auf der Galette liegende Fadenstück AC fortsetzen, in einer Länge, die von der Faden reibung auf der Galette abhängig ist.
Dabei zeigt der verdrillte Faden, soweit er auf der Oberfläche der Galette aufliegt und je läu- ger er aufliegt, desto stärker eine Neigung zum Rollen, infolge deren er je nach dein Drehungssinn entweder von der Galette nach aussen herunterzurollen strebt oder nach innen.
Rollt er nach aussen herunter, so verläuft er in einem Knick über die Galettenkante; dabei können einzelne Fibrillen brechen und dann Wickel auf der Galette bilden. Rollt der Faden nach innen, so. kann der sich drillende Faden in Berührung mit der nächsten Um schlingung kommen, die noch als Bändchen umläuft. In diesem Fall kommt es vor, dass der rotierende Faden aus dem Bändchen eine oder mehrere Fibrillen herausreisst, was wie derum zu Wickelbildungen führt.
Die Erfindung betrifft nun ein Verfah ren zum Streckzwirnen synthetischer Fasern, welches sich dadurch auszeichnet, dass eine Verdrillung des verstreekten Fadenbündels auf der angetriebenen Galette verhindert wird zur Vermeidung von Wickelbildungen. Die Erfindung betrifft auch eine Vorrichtung zur Durchführung dieses Verfahrens.
Nachfolgend werden Ausführungsbeispiele der Erfindung erläutert: In rF'ig. 2, 3, und 4 sind verschiedene Bei spiele von Vorrichtungen zur Vermeidung von Wickelbildungen beim ;Streckzwirnen synthe- tischer Fasern dargestellt. Nach Fig.2 be findet sich neben der Galette 1 ein fester Führungsstift bzw. Fadenführer 4. Die letzte Umschlingung vom Röllchen wird nicht auf die Cralette geführt, sondern über den Füh rungsstift von sehr kleinem Durchmesser, von wo der sieh drillende Faden 3rx abläuft.
Es zeigt. sich, dass der Faden auf dem Führungs stift keine Rollneigung besitzt und der Dre hungsbeginn exakt im Ablaufpunkt D liegt.
In einer weiteren Ausführung lässt man nach Fig. 3 im Ablaufpunkt A der Galette ein gummiertes Andrückröllchen 5 tangieren, das durch Friktion mitläuft. Im Berührungs punkt A wird der Faden durch Federdriiek gepresst, wodurch verhindert wird, da.ss sich Drehungen auf der Galette über A hinaus fortsetzen.
Eine dritte Anordnung besteht darin, dass nach Fig. -I das Röllchen 2 nicht senkrecht über der Galette, sondern seitlich von ihr an gebracht. wird, so dass die letzte Umschlin gung entsprechend Fig. 2 nicht mehr auf die Galette, sondern vom Röllchen zum Zwirn kops führt. Auch hier zeigt der Faden keine Neigung zum Rollen.
Bei allen drei Ausführungen ist eine Ver- drillung des v erste eckten Fadenbündels 3a auf der angetriebenen Galette 1 verhindert, wodur eh Wickelbildungen vermieden sind. Eisher hat man die Abzugsgalette 1 nebst Führungsröllchen 2 im allgemeinen mit ver chromten hochglanzpolierten Oberflächen ver sehen, da diese gegenüber synthetischen Fäden einen sehr hohen Reibungswiderstand besitzen. Es hat sich jedoch gezeigt, dass bei solchen Oberflächen der Reibungswiderstand gelegentlich starken' Schwankungen unterliegt.
Arbeitet man mit den oben beschriebenen Vorrichtungen gemäss Fig.2, 3 und 4, so ist die Verwendung polierter Hartchromüberzüge nicht erforderlich. Die Oberflächen der in Fig.2, 3 und -I gezeigten Galetten 1 und Röllchen 2 sind aus einem synthetischen Ma-. terial, vorzugsweise aus dem gleichen Ma terial wie die Fäden 3.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE I. Verfahren zum Streckzwirnen synthe tischer Fasern, dadurch gekennzeichnet, dass eine Verdrillung des verstreekten Fadenbün dels auf der angetriebenen Galette zur Ver meidung von Nickelbildungen verhindert wird. II. Vorrichtung zur Durehführung des Verfahrens nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet., dass die Oberfläche der Ga- lette und des Führungsröllehens aus s@-ntlie- tischem Material besteht.UNT\E'R.A_N'SPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeiehnet, dass der Punkt, wo die Verdrillung im Fadenbündel beginnt, durch ein Andrückröllehen beim Ablaufpinikt von der Galette fixiert. wird. 2. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass der Punkt, wo die Verdrillung im Fadenbündel beginnt, auf einen Leitstift gelegt wird. 3.Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass der Punkt, wo die Verdrillung im Fadenbündel beginnt, auf das Führungsröllchen gelegt wird, wel ches hierzu seitlich der Galette angeordnet wird.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH308531T | 1952-12-19 |
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|---|---|---|---|
| CH308531D CH308531A (de) | 1952-12-19 | 1952-12-19 | Verfahren und Vorrichtung zum Streckzwirnen synthetischer Fasern. |
Country Status (1)
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| CH (1) | CH308531A (de) |
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1952
- 1952-12-19 CH CH308531D patent/CH308531A/de unknown
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