CH302575A - Lehrtafel für Autofahrschüler. - Google Patents

Lehrtafel für Autofahrschüler.

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CH302575A
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cylinder
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Strub Otto
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Strub Otto
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    • G09EDUCATION; CRYPTOGRAPHY; DISPLAY; ADVERTISING; SEALS
    • G09BEDUCATIONAL OR DEMONSTRATION APPLIANCES; APPLIANCES FOR TEACHING, OR COMMUNICATING WITH, THE BLIND, DEAF OR MUTE; MODELS; PLANETARIA; GLOBES; MAPS; DIAGRAMS
    • G09B19/00Teaching not covered by other main groups of this subclass
    • G09B19/14Traffic procedures, e.g. traffic regulations

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Description


  Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstel  lung von drehungsfreiem Garn oder nahezu drehungsfreiem  Garn, und durch Anwendung dieses Verfahrens erhaltenes  Garn.  



  Bei einem solchen Verfahren wird ausgegangen von einer  Lunte,     zusammengestellt    aus mindestens zwei     Stapelfaserkom-          ponenten,    von denen wenigstens eine Komponente für die  Bindung des     Stapelfasermaterials    sorgt. Die Lunte wird in nas  sem Zustand in einem     Dreizylinderstreckwerk    zu einer dünne  ren Lunte     verstreckt    und     anschliessend    falschgedreht und ge  bunden.  



  Ein     Nassverstrecken    als Verfahrensschritt bei der Herstel  lung von drehungsfreiem     Garq    ist bekannt aus der     DT-OS     2 353 558. Gebraucht wird ein     Zweiriemchenstreckwerk    mit  einem     Verstreckfaktor    von 9,4. Weiter wird in dieser     Offenle-          gungsschrift    von einem Streckwerk mit drei Passagen gespro  chen, das aber nur dazu dient, eine gleichförmige Verteilung  mehrerer Faserarten in einem Faserband, welches das Ein  gangsmaterial des     Zweiriemchenstreckwerkes    formt, zu erhal  ten.  



  Ein     Nassverstrecken    mit einem nur eine Streckzone auf  weisenden Streckwerk ist z. B. aus der     US-PS    2 310 951 be  kannt. Ein     Nassverstrecken    in einem     Dreizylinderstreckwerk     ist bekannt aus der     GB-PS    579 040. Die zuletzt genannte Pa  tentschrift bezieht sich speziell auf ein     Verstrecken    von Leinen  oder derartigen Fasern, also auf das     Verstrecken    von Fasern,  die durch ihre Faserlänge nicht     soviele        Verstreckprobleme    mit  sich bringen, wie eine Lunte mit Fasern von relativ kurzer  Länge.

   Mit den bisher bekannten Streckwerken, mit denen  ein     Verstrecken    in nassem Zustand realisiert wird, kann jedoch  nur ein maximaler Streckfaktor von etwa 100 erreicht werden.  Ziel der Erfindung ist die Schaffung eines Verfahrens wie  eingangs beschrieben. Dabei kann, ausgehend von einer Lunte  bei Anwendung eines grossen     Verstreckfaktors    bei höherer  Geschwindigkeit, direkt ein drehungsfreies Garn erhalten     wer-          Gemäss    dem erfindungsgemässen Verfahren muss hierzu  das     Nassverstrecken    dadurch erfolgen, dass  a) bevor die angefeuchtete Lunte die Walzen des ersten  Zylinderpaares des Streckwerkes passiert,

   der grösste Teil des  Flüssigkeitsüberschusses beim Hindurchführen der Lunte  durch einen Fadenführer von der Lunte abgestreift wird, wäh  rend ebenfalls noch eine Bündelung der Lunte mit diesem Fa  denführer erfolgt;  b) das übrige des Flüssigkeitsüberschusses     zwischen    den  Walzen des ersten Zylinderpaares abgepresst wird;  c) die Lunte am Ende der ersten Streckzone neu gebündelt  wird;  d) die Lunte nach dem Durchlaufen der Walzen des zwei  ten Zylinderpaares Massnahmen zur Kompensation der durch  die Walzen des zweiten Zylinderpaares verursachten Neigung  der Fasern zum Heraustreten aus dem     Stapelfaserbündel    un  terworfen werden.  



  Das     erfindungsemässe    Verfahren, wird nachfolgend anhand  der Zeichnung erläutert. In dieser Zeichnung ist eine Ausfüh  rungsform eines     Dreizylinderstreckwerkes    dargestellt, welches  sich für die Durchführung des erfindungsgemässen Verfahrens  eignet. Die Zylinderpaare des     Dreizylinderstreckwerkes    sind  mit 1, 2 und 3 bezeichnet. Jedes der Zylinderpaare besteht aus  einer Gummiwalze 4, bzw. 5 und 6 und einer geriffelten Walze  7 bzw. 8 und 9. An der     Eingagsseite    der Zylinderpaare 1 und  2 ist ein Fadenführer 10     bzw.    11 angebracht.

   Um die     Walze    5  und das Rad 12 ist ein Riemen 13 angebracht, der unter ei  nem vorbestimmten Winkel zum durchzuführenden und zu  verstreckenden Faserstrang mitläuft. Ausserdem ist zwischen  den Zylinderpaaren 2 und 3 eine Führung 14 angebracht, und  zwar seitlich der Verbindungsfläche     zwischen    den Klemmlinien  dieser Zylinderpaare.     Schliesslich    enthält das Streckwerk ein    Element 15, mit dem Luft entlang der geriffelten Walze 8 ge  blasen werden kann.  



  Bei dem Verfahren wird von einer Lunte 16 ausgegangen,  welche angefeuchtet wird, indem dieselbe durch ein Flüssig  keitsbad 17 geleitet wird. Die durch dieses Bad zu leitende  Lunte muss, zur Aufnahme einer ausreichenden Feuchtigkeits  menge, eine dementsprechende     Durchlaufgeschwindigkeit    be  sitzen und einen entsprechend langen Weg zurücklegen. Die  hierfür erforderliche Zeit kann eingestellt werden, indem die       Durchlauflänge    in dem Bad 17 variabel gemacht wird, wie es  mit der unterbrochenen Linie in der Figur angedeutet ist.     Aus-          ser,    dass die Fasern in sich selbst Feuchtigkeit aufnehmen, wird  von der Lunte ebenfalls noch eine übermässige Feuchtigkeits  menge zwischen den     Fasern    aufgenommen.

   Die gewählte Zeit  ist abhängig von der Wahl des     Stapelfasermaterials    und der  Faserdicke.  



  Die aus dem Flüssigkeitsbad 17 gezogene Lunte 18 wird  dem Zylinderpaar 1 des     Dreizylinderstreckwerkes    über den  Fadenführer 10 zugeführt. Die Funktion des Fadenführers 10  ist, den grössten Teil des Flüssigkeitsüberschusses beim Hin  durchführen der Lunte von dieser abzustreifen, während eben  falls darin noch eine Bündelung dieser Lunte erfolgt. Das Ab  pressen des dann noch vorhandenen Flüssigkeitsüberschusses  erfolgt nun beim Hindurchführen der Lunte durch den  Klemmspalt der Walzen 4 und 7. Zu diesem Zwecke ist z. B.  eine genaue Einstellung des gegenseitigen Walzendruckes not  wendig. Dabei spielt auch die Form der Riffelung der Walze  7 und die Härte der Gummiwalze 4 des verwendeten Streck  werkes eine Rolle.

   Durch den Fadenführer 10 wird zudem be  wirkt, dass für den erforderlichen Feuchtigkeitsgehalt eine ge  ringere Druckänderung, wobei der minimale für das     Verstrek-          ken    erforderliche Walzendruck     berücksichtigt    werden muss,  zwischen den Walzen 4 und 7 ausreichend ist. Dadurch kleben  die Fasern in viel geringerem Masse an den Walzen 4 und 7  fest, als es der Fall ist, wenn der Fadenführer 10 nicht vorhan  den wäre und der Druck zwischen den Walzen 4 und 7 grösser  sein müsste um der durch den Klemmspalt derselben hindurch  zuführenden Lunte doch die erforderliche Feuchtigkeitsmenge  mitgeben zu können. Die Lunte durchläuft die von den Zylin  derpaaren 1 und 2 gebildete erste Streckzone.

   Durch den  Druck zwischen den Walzen 5 und 8 des Zylinderpaares 2  würden auch hier die     Fasern    der durchlaufenden Lunte an den  Rollen festkleben, wenn dagegen keine Massnahmen getroffen  würden. Aus demselben Grunde aus dem der Fadenführer 10  an der Eingangsseite des Zylinderpaares 1 angebracht ist, ist  der Fadenführer 11 an der Eingangsseite des Zylinderpaares  2 angebracht worden. Ebenfalls ist es wichtig, dass am Ende  der ersten Streckzone die Lunte nochmals gebündelt wird.  Nach ausgedehnten Prüfungen ergab sich jedoch, dass trotz  des Vorhandenseins des Fadenführers 11 einige Fasern die  Neigung zeigten, aus der Lunte herauszutreten, was durch das  Zylinderpaar 2     verursacht    wurde. Dieses Heraustreten von lo  sen Fasern erfolgte durch das Festkleben dieser Fasern an den  Walzen 5 und B.

   Daher mussten für die Lunte Massnahmen  zur Vermeidung dieser Erscheinung getroffen werden. In dem  in der Figur gezeigten Streckwerk sind folgende drei Kompen  sationsmittel angebracht worden;  - der Riemen 13; wodurch ein Festkleben der     Fasern    an  der Walze 5 verhindert wird. Anstelle dieses Riemens könnte       die    Walze 5 auch erheblich vergrössert werden, wie es in der  Figur durch eine unterbrochene Linie angegeben ist. Der Ab  stand über den der Riemen angebracht ist, sollte ungefähr mit  einem Teil der     Krümmungsoberfläche    der erheblich vergrös  serten Walze 5 übereinstimmen. Die Benutzung einer stark im  Umfang     vergrösserten        Walze    5 beschränkt jedoch die Streck  werkeinstellung.

   Der Effekt, den der Riemen ausübt, ist ein  viel gleichmässiger verlaufender Abstand zwischen der Ober  fläche, an der die Fasern eventuell kleben bleiben können      (Riemen) und der durchlaufenden Lunte, wodurch die Wahr  scheinlichkeit, dass eine klebende Faser durch die schnelleren  Fasern mitgezogen wird, viel grösser ist.  



  - die Führung 14; hierdurch wird durch eine     stellenwe!se     Verstärkung des     Faserverbandes    untereinander eine erhöhte  Zugkraft auf die festklebenden Fasern ausgeübt oder auf Fa  sern, die eine Klebeneigung zeigen;  - das Element 15; um entlang der Walze 8 Luft zu blasen.  Der Luftstrom hat die Aufgabe den Feuchtigkeitsfilm auf der  Walze 8 zu brechen, wodurch die eventuell an dieser Walze  klebenden Fasern leicht durch die Lunte mitgezogen werden  können. Dieses kann jedoch nur effektiv mit einer geriffelten  Walze 8 erfolgen (wie anhand der Zeichnung illustriert), da die       Berührungsfläche    der Fasern     reit    einer geriffelten Walze viel  geringer ist als bei einer glatten Walze.  



  Nachdem die Lunte die durch die Zylinderpaare 2 und 3  gebildete zweite Streckzone durchlaufen hat, kann die     ver-          streckte    Lunte weiter verarbeitet werden. So kann, wenn von  einer aus zumindest zwei     Stapelfaserkomponenten    zusammen  gestellten Lunte ausgegangen wird, worunter sich wenigstens  eine Komponente befindet, die für die Bindung des     Stapelfa-          sermaterials    sorgt, die Lunte nach dem Durchlaufen der hier  beschriebenen Einrichtung falschgedreht, und die Fasern die  ser Lunte nach allen bekannten Verfahren, wie z. B. beschrie  ben in der     NL-PS    144 679, gebunden werden.  



  Weiter sei bemerkt, dass bei der Herstellung von sehr dün  nen Garnen (24     tex    und feiner ) ebenfalls ein Fadenführer an  der Eingangsseite des Zylinderpaares 3 erforderlich ist.  



  Das hier beschriebene Verfahren kann sowohl für einfache       Stapelfasermaterialien    als auch für     Stapelfasermaterial,    wel  ches aus     mehereren    Komponenten zusammengestellt ist oder  Fasermaterial das aus Schmelzfasern oder aus schwellbaren,       gelierbaren    oder auflösbaren Fasern zusammengestellt ist, an  gewendet werden.

      Beispiel  Eine Lunte von 3     ktex    (Ne 0,20), bestehend aus     94,5,7t,     modifizierten     Zellulosefasern        (Polynose)    mit einer Faserfein-         heit    von 1,7     dtex    und einer Faserlänge von etwa 40 mm und  5,5     %        unstabilisierten        Polyvinylalkoholfasern    mit einer Faser  feinheit von 2,0     dtex    und einer Faserlänge von 38 mm wird auf  die vorstehend beschriebene     erfindungsgemässe    Art zu einer  dünneren Lunte von 15     tex    (Ne 40)

       verstreckt.    Der     Verstrek-          kungsfaktor    beträgt demzufolge 200. Ansonsten wird wie bei  dem aus der     NL-PS    144 679 bekannten Verfahren zur Her  stellung eines drehungsfreien Garnes mit einer Produktionsge  schwindigkeit von 250     m/min    gearbeitet.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE I. Verfahren zum Herstellen von drehungsfreiem Garn oder nahezu drehungsfreiem Garn aus einer Lunte, zusammenge stellt aus mindestens zwei Stapelfaserkomponenten, von denen wenigstens eine Komponente für die Bindung des Stapelfaser materials sorgt, und welche Lunte in nassem Zustand in einem Dreizylinderstreckwerk zu einem dünneren Faserband ver- streckt und anschliessend falschgedreht und gebunden wird, dadurch gekennzeichnet, dass a) bevor die angefeuchtete Lunte die Walzen des ersten Zylinderpaares des Streckwerkes passiert, der grösste Teil des Flüssigkeitsüberschusses beim Hindurchführen der Lunte durch einen Fadenführer von der Lunte abgestreift wird,
    wäh rend ebenfalls noch eine Bündelung der Lunte mit diesem Fa denführer erfolgt; b) das Übrige des Flüssigkeitsüberschusses zwischen den Walzen des ersten Zylinderpaares abgepresst wird; c) die Lunte am Ende der ersten Streckzone in einen zwei ten Fadenführer neu gebündelt wird; d) die Lunte nach dem Durchlaufen der Walzen des zweiten Zylinderpaares Massnahmen zur Kompensation der durch die Walzen des zweiten Zylinderpaares verursachten Neigung der Fasern zum Heraustreten aus dem Stapelfaserbündel unter worfen werden. PATENTANSPRUCH 11 11. Drehungsfreies oder nahezu drehungsfreies Garn, er halten nach dem Verfahren gemäss Patentanspruch 1.
CH302575D 1952-05-30 1952-05-30 Lehrtafel für Autofahrschüler. CH302575A (de)

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