CH301201A - Kontaktmaterial für häufig betätigte Kontakte. - Google Patents
Kontaktmaterial für häufig betätigte Kontakte.Info
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- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01H—ELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
- H01H1/00—Contacts
- H01H1/02—Contacts characterised by the material thereof
- H01H1/021—Composite material
- H01H1/027—Composite material containing carbon particles or fibres
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Description
Kontaktmaterial für häufig betätigte Kontakte. Für gewisse Zwecke, z. B. mechanische Stromriehter (Kontaktumformer), werden Kontakte gebraucht, welche sehr hohe Schalt- häufi-keit aufweisen, z. B. tägliche Schaltzah- ]en in der Grössenordnung 6iniger Millionen. Solche Kontakte können, -abgesehen von Sehleifkontakten, wie sie z. B. bei den Kollek toren oder Sehleifringen elektrischer Maschi nen Verwendung finden, auch als Druck- oder Wälzkontakte ausgebildet sein.
Bei allen ( <B>.</B> iiesen Kontakten, auch bei Druck- und Wälz kontakten, befindet sieh zwischen den beiden kontakugebenden Metallfläehen im gesehlos- senen Zustand eine Fremdsehieht von gerin- "er Dieke. Diese Schicht kann beispielsweise aus<B>Öl,</B> Fett, Graphit oder Wasser bestehen. Sie kann jedoch auch ans Gasen, wie z. B. Sauerstoff, bestehen.
Die Dicke dieser Schicht ist so gering, dass der Stromübergang durch sie hindurch ungehindert erfolgt, was dann der Fall ist, wenn ihre Dicke in der Grössen- ordnun- von einigen<B>10-8</B> ein ist. Sehichten von derartig geringer Dicke sind, auch wenn sie aus isolierenden Materialien bestehen, durch den sogenannten Tunneleffekt für Elektronen aus dem angrenzenden Metall durchlässig. Sie stören daher den Stromdurch- g ne ga <B><U>g</U></B> durch den Kontakt nur unwesentlich.
Sie haben jedoch auf der andern Seite die nützliche Wirkung, zu verhindern, dass die Kohntaktrnaterialien in so innige Verbindung miteinander geraten, dass sie halt zusammen- schweissen.
Dieses kalte Zusammenschweissen hat nämlich bei häufig betätigten Kontakten den Nachteil, dass bei der Kontaktöffnung die Schweissstelle mit Gewalt auseinandergerissen wird, wobei die Kontaktflächen an der Bruch stelle rauh und uneben werden, so dass sieh bei dauerndem öffnen und Schliessen der Kon takte Kontaktmaterial löst und absplittert, welches, abgesehen von dem Materialverbrauch, dann zu Kurzschlüssen führen kann, wenn an den Kontakten nennenswerte Spannung liegt.
Es ist bekannt, dass Silber oder Silberlegie rungen in besonders hohem Masse Eigensehaf- ten aufweisen, welche für Kontakte geeignet sind, z. B. die hohe Leitfähigkeit, die Eigen- sehaft, keine nichtleitenden Oxyde auf der Oberfläche zu bilden, auch nicht unter dem Einfluss vorübergehender Schaltentladungen, die hohe Verformbarkeit, welche grosse Berüh- run(rsfläehen ermöglicht.
Auf der andern Seite besteht aber gerade bei Silber die Gefahr, dass bei häufiger Betätigung des Kontaktes, ins besondere wenn der Kontaktdruek gross ist, die sehützende Fremdsehieht auf dem Metall zerstört wird. Diese Fremdsehicht kann aus einer einmolekularen Schicht von Sauerstoff oder einem Sehmierstoff bestehen.
Die Erfindung bezieht sieh auf ein Kon taktmaterial für häufig betätigte Kontakte, insbesondere für mechanische Stromrichter, bei denen die Gefahr besteht, dass durch die häufige Betätigung die Kontal#tfläehen frei von. Fremdschiehten werden, so dass sie kalt zusammenschweissen. Erlindungsgemäss ist dieses Zusammenschweissen durch Zusätze zum Kontaktmaterial, welche mit dem Gruindmate- rial vermischt sind, verhindert.
Dieses Vermischen kann durch Legieren oder Sintern erfolgen. Die Zusätze können aber auch auf gröbere Weise mit dem Grund material vermengt sein.
Bei der Ausführung nach der Erfindung ist zu empfehlen, dass das Kontaktmaterial vorwiegend aus Silber oder einer Silberlegie rung besteht, und dem Material ein Stoff bei gemengt ist, welcher die Ausbildung und Auf- reehterhaltung einer Schutzschicht gegen kal tes Zusammenschweissen auf der Berührungs- fläehe bewirkt. Es ist dabei vorteilhaft, dem Kontaktmaterial Graphit beizumischen.
Ausser der Gefahr des Zusammenschwei ssens besteht natürlich die Möglichkeit, dass das Kontaktmaterial durch den Kontaktdruck so hoch beansprucht wird, dass es sieh im Laufe der Zeit verformt, wobei es zu schup pen- oder körnerartiger AbsplitterLuig von Kontaktmaterial kommen kann. Um dies zu verhindern, kann man weitere Zusätze zum Kontaktmaterial vorsehen, welche seine Druck festigkeit derart erhöhen, dass im normalen Betrieb keine überelastische Verformung des Materials auftritt. Anderseits ist es jedoch zweckmässig, dass Kontaktmaterial nicht so hart werden zu lassen, dass es in den Fällen, in denen z.
B. durch eine vorübergehende Schaltentladung Sehmelzperlen gebildet wer den, nicht durch den Kontaktdruck wieder eingeebnet werden kann,<B>d.</B> h., die Kurve der Verformung des Koiitaktmaterials abhängig vom Druck sollte vorteilhafterweise einen schärferen Anstieg aufweisen kurz oberhalb desjenigen Kontaktdrueli:es, welcher im nor malen Betrieb auftritt. Man kann dieses Ver halten ausser durch die Materialeigensehaften zum Teil auch durch geeignete Formgebung der Kontakte und geeignete Wahl des Kon taktdruckes beeinflussen.
Durch die Anwendung der Erfindung er übrigt es sich, die Kontakte im Betrieb künst- lieh zu schmieren, z. B. mit<B>Öl,</B> Graphit oder Fett. Durch das Schmieren lässt sieh zwar die gleiche Wirkang erzielen, jedoch ist es für Kontakte welche dauernd mit grosser Häufig keit betrieben werden, lästig, wenn von Zeit zu Zeit der Betrieb unterbroeheii werden muss.
Claims (1)
- <B>PATENTANSPRUCH:</B> Kontaktmaterial für häufig betätigte Koii- takte, insbesondere für mechanische Strom richter, bei denen die Gefahr besteht, dass durch die häufige Betätigung die Kontakt flächen frei von Fremdsehiehten werden, so dass sie kalt 7tisammenseh-#veisseii, dadurch ge kennzeichnet, dass dieses Zusammensehweissen durch Zusätze zum Kontaktmaterial, welche mit dem Grundmaterial vermischt sind, ver hindert ist.UNTERANSPR-CCHE: <B>1.</B> Kontaktmaterial nach Patentansprueh, dadurch gekennzeichnet, dass es vorwiegend aus Silber oder einer Silberlegierung besteht, und dem Material ein Stoff beigemengt ist, welcher die Ausbildung und Aufreehterhal- tung einer Sehutzschieht gegen kaltes Zusam menschweissen auf der Berührungsfläelle be wirkt. 2. Kontaktmaterial nach U.iiteransprLieh <B>1,</B> dadurch gekennzeichnet, dass dem Kontakt material Graphit beigemiseht ist.<B>3.</B> Kontaktmaterial nach Patentanspriieh, dadurch gekennzeichnet, dass ausser den Bei mengungen zur Verhinderung des kalten Zu- sammensehweissens dem Kontaktmaterial wei tere Zusätze beige,-eben sind, welche seine Druckfestigkeit erhöhen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE301201X | 1944-11-14 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH301201A true CH301201A (de) | 1954-08-31 |
Family
ID=6098601
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH301201D CH301201A (de) | 1944-11-14 | 1951-07-31 | Kontaktmaterial für häufig betätigte Kontakte. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH301201A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0311134A1 (de) * | 1987-10-09 | 1989-04-12 | DODUCO GMBH + Co Dr. Eugen DÀ¼rrwächter | Pulvermetallurgisch hergestellter Werkstoff für elektrische Kontakte aus Silber mit Graphit und Verfahren zu seiner Herstellung |
-
1951
- 1951-07-31 CH CH301201D patent/CH301201A/de unknown
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0311134A1 (de) * | 1987-10-09 | 1989-04-12 | DODUCO GMBH + Co Dr. Eugen DÀ¼rrwächter | Pulvermetallurgisch hergestellter Werkstoff für elektrische Kontakte aus Silber mit Graphit und Verfahren zu seiner Herstellung |
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