Einrichtung zur Fahrtsteuerung von Schacht-Fördermaschinen mit asynchrönem Antriebsmotor. Bei Schacht-Fördermaschinen mit asyn- ehronen Antriebsmotoren, insbesondere bei solchen, wo die Summe aller inaktiven, be wegten Massen gross ist im Vergleich zur Nutylast, was namentlich bei Trommelmaschi nen der Fall ist, wäre die Stillsetzungszeit beim freien Auslauf der Fördermaschinen nach dem Abstellen des Antriebsmotors be trächtlich, so dass durch mechanische oder elektrische Bremsung die auf die Maschine einwirkenden Verzögerungskräfte vergrössert werden müssen. Eine generatorische Brem sung mit Hilfe der Asynehronmotoren ist nicht möglich.
Diese müssen bei Beginn des Auslaufens vom Netz abgeschaltet werden, wobei die erforderliche Verzögerung durch fremde Bremsmittel hervorgerufen werden muss. Aus praktischen Gründen traehtet man danach, zur Fahrtsteuerung der Schacht- Fördermaschinen eine Einrichtung zu schaf fen, welche sowohl den Antriebsmotor als auch die Bremsmittel beherrscht.
Alle bisher bekannten Einrichtungen zur Fahrtsteuerung von Sehacht-Fördermaschinen mit asynchronem Antriebsmotor beruhen auf dem Gedanken eines stetigen Vergleiches der tatsächlichen, augenblicklichen Fahrtgesehwin- digkeit der Fördermaschine, während der Fahrt und während des Auslaufens, mit der erwünschten, programmgemässen Fahrtge schwindigkeit, welche die Fördermaschine in jedem Punkt der Bahn haben sollte, -um in richtiger Weise an den Haltestellen anzu kommen.
Es sind bisher schon eine grosse Anzahl konstruktiv verschiedener Fahrtsteuerungs- einrichtungen der genannten Art bekannt geworden. Dieselben zeigen jedoch den Nach teil, dass die Genauigkeit der Steuerung<B>im</B> Laufe des Arbeitszyldusses der Maschine ver schieden ist, da diese Einrichtungen bei nied riger Geschwindigkeit der Fördermaschine mit anderer verhältnismässiger Genauigkeit arbeiten als bei der Höchstgeschwindigkeit der Maschine.
Zur Anzeige und zur Kontrolle der augenblicklichen Geseliwindigkeit der Fördermaschine verwenden die bisher be kannten Einrichtungen ein Medium, dessen Menge in direkter Abhängigkeit von' der Drehzahl der Maschine bezüglich des gerade eingestellten Kontrollwertes ändert. Ein diese Menge überwachendes Organ, das auf die Steuereinriehtung einwirkt, spricht jedoch auf eine konstante Medi-Lunsinenge an, die von der jeweiligen, programmgemässen Förder- geschwindigkeit -unabhängig ist.
Wenn nun die Steuereinrichtung so eingestellt ist, dass sie bei einer tiefen Fahrtgeschwindigkeit bei spielsweise bei einer ÜTberschreitung der Ge schwindigkeit um 20 % zur automatischen Geschwindigkeitsverringerung zur Wirkung kommt, so wird bei einer z. B. 24mal höheren Programingesehw,indigkeit die Einrichtung schon bei einer Geschwindigkeitserhöhung um in Funktion treten, da dann' die geför- derte Mediumsmenge 24mal grösser ist.
Dies hat zur Folge, dass bei höheren Fahrt geschwindigkeiten, das heisst insbesondere zu Beginn des Auslaufens der Fördermaschine diese in unnötig engen Grenzen der Pro grammgeschwindigkeit entsprechend gesteuert wird, was häufig zu plötzlichen und un erwünschten Geschwindigkeitsschwankungen führen kann, die sowohl für die beförderte Mannschaft als auch für die Förderanlage selbst ungünstige Wirkungen zeigen kann.
Die erwähnten Geschwindigkeitsschwan kungen kommen bei den bisher bekannten Steuerungseinriehtungen insbesondere auch deshalb zustande, weil die Breinsung jeweils länger anhält als bis die tatsächliche Ge schwindigkeit auf den programmgemässen Wert gesunken ist, so dass eine sogenannte Unterregelung der Programmgeschwindigkeit eintritt. Der Grund hierfür liegt darin, dass die Menge des zar Geschwindigkeitskontrolle dienenden Mediums in der Regel mehr ver ringert werden muss als der programm gemässen Geschwindigkeit entsprechen würde, bis die Einwirkung der Steuerungseinrich tung auf die Bremse aufhört zu wirken.
Die vorliegende Erfindung bezweckt die Beseitigung der geschilderten Nachteile und betrifft eine Einrichtung zur Fahrtsteuerung von Schacht-Fördermaschinen mit asynehro- nein Antriebsmotor, welche sich dadurch aus zeichnet, dass im Ankerstromkreis eines taeho- metrischen Generators, der zur Bestimmung der augenblicklichen Fördergeschwindigkeit mit der Maschine in Wirkungsverbindung steht, die Wicklung eines Überstromrelais und ein Regelwiderstand in Reihe geschaltet sind,
und dass der Regelwiderstand derart in Ab- bängigkeit von Nockenktirven des Tiefen- zeigers der Fördermaschine gesteuert wird, dass die Stromstärke im Ankerstromkreis einen konstanten Wert hätte, wenn die Fahrt geschwindigkeit der Maschine stets der pro grammgemässen Geseliwindigkeit folgen würde, und dass bei jeder Geschmindigkeitserhöhung um einen gewissen Prozentwert gegenüber der Programmgeschwindigkeit die Stromstärke des Ankerkreises im gleichen Verhältnis zu nimmt und bei einem vorbestimmten Höchst weit das Überstromrelais zum Anziehen bringt, das seinerseits die Bremsung der Ma schine einleitet.
Ein Ausführungsbeispiel des Erfindungs gegenstandes ist in der beigefügten Zeieh- nung schematisch dargestellt. Die einzige Figur der Zeichnung veranschaulicht das elektrische Schaltsehema einer Einrichtung zur Fahrtsteuerung von Fördermasehinen mit asynehronem Antriebsiliotor.
Die Einriehtung weist einen tachometri- sehen Generator TG auf, der mit der Förder maschine gekuppelt ist und dessen Span nungscharakteristik in Abhängigkeit von der Drehzahl praktisch geradlinig verläuft. Der Generator TG besitzt eine Erregerwicklung B, die aus einem Wechselstromnetz XY über ,einen Transformator T und ein Gleiehriehter- system <B>U</B> in Brückenschaltung gespeist wird.
Zur Konstanthaltung des Erregerstromes ist in Reihe mit der Wicklung B in bekannter Weise ein Reglerrelais KR mit einem zuge ordneten Widerstand PO eingeschaltet. Im -Ankerstromkreis des tachometrischen Genera tors<B>TG</B> liegen die Wicklung Cp eines an sieh bekannten überstromrelais NR mit Schwebe anker sowie ein Regelwiderstand RO in Reihe miteinander.
Der Regelwiderstand RO besitzt einen durch nicht gezeichnete Mittel betätig ten Abgriff, der mittels '-'N7ockenkurven des Tiefenzeigers der Sehacht-Fördermasehine automatisch gesteuert wird, und zwar so, dass die Stromstärke im.Ankerstromkreis konstant bliebe, wenn die Fahrtgeschwindigkeit der Fördermaschine und damit die Drehzahl des Generators TG stets der programmgemässeil Geschwindigkeit folgen würde.
Dadurch er zielt man eine Regelung in Abhängigkeit von der Fahrbahn des Lastgehänges einerseits und von der jeder Stelle der Fahrbahn zuge hörigen, programmgemässen Fördergesehwin- digkeit anderseits, entsprechend der momen tanen Höhe der Nockenkurve. Der Abgriff des Widerstandes RO kann aber zusätzlich auch mit dem Steuerhebel der Förder- maschine, z. B. durch ein Gestänge, in Wir kungsverbindung stehen, damit die Pro- granungeschwindigkeit durch die Stellung des Steuerhebels beeinflusst werden kann, unge achtet der jeweiligen Lage des Tiefenzeigers.
Das Überstromrelais NR besitzt einen Ar beitekontakt Pn, welcher in Reihe mit der Wicklung Cz eines Hilfsrelais PR, liegt und dazu dient, die Wicklung Cz an die Gleich spannung führenden Klemmen des Gleich richtersystems U anzuschalten bzw. davon abzutrennen. Das Hilfsrelais PR, weist einen Selbsthaltekontakt Sp und einen Haupt arbeitskontakt Pp auf, mit dessen Hilfe die Ankerwicklung eines Schützes SM an das Wechselstromnetz XY angelegt werden kann. Dieses Schütz SM ist zur Beeinflussung eines nicht dargestellten Bremsmechanismus be stimmt. Das Überstromrelais NR ist ferner mit einer Hilfswicklung Cn versehen, welche mittels eines Ruhekontaktes Kp des Hilfs relais PR, an die Gleichspannungsquelle U angeschlossen werden kann. Ein einstellbarer Widerstand NO1 liegt parallel zum Ruhekon takt Kp.
Eine der magnetischen Wirkung der Spule Cz entgegenarbeitende Ausschalt wicklung Cv des Hilfsrelais PR1 liegt in Reihe mit einem weiteren Arbeitskontakt Vp dieses Hilfsrelais und einem Ruhekontakt Kn des Überstromrelais an der Gleichspannungs quelle U.
Die Wirkungsweise der bisher beschrie benen Teile der Steuerungseinrichtung ist wie folgt: Wenn sich die Geschwindigkeit der Förder maschine gegenüber der Programmgeschwin digkeit erhöht, so nimmt die Stromstärke im Ankerkriis des tachometrischen Generators TG über den vom Regelwiderstand RO kon stant angestrebten Wert hinaus zu, und zwar um den gleichen Prozentwert wie die tat sächliche Fahrtgeschwindigkeit. Wenn der Stromanstieg einen vorbestimmten Wert er reicht, zieht das Überstromrelais NR an und schliesst mit seinem Arbeitskontakt Pn den Stromkreis der Schaltspule Cz des Hillsrelais PR, Das letztere zieht daher an und hält sich mit Hilfe seines Arbeitskontaktes Sp selbst, auch wenn der Kontakt Pn des Überstrom relais NB wieder öffnet.
Mit Hilfe des Haupt arbeitskontaktes Pp schaltet das Hilfsrelais PR, das Schütz SM ein, das seinerseits die Bremsvorriehtung der Förderinaschine in Tä tigkeit versetzt. Unter dem Einfluss der Bremse verlangsamt sich die Geschwindigkeit der Maschine bis auf den programmgemässen Wert, bei welchen das Überstromrelais NR zufolge der dabei stattfindenden Abnahme des Stromes auf den konstanten Wert wieder abfällt. Sobald sich der Ruhekontakt En des überstromrelais schliesst, kommt die Aus schaltspule Cv des Hillsrelais PR, unter S S pannung, da der Arbeitskontakt Vp des Hilfsrelais vorerst noch geschlossen ist.
Die magnetische Wirkung der Spule Cv ist stär- ker als diejenige der Spule Cz und vermag den Anker dieses Relais in die Ruhelage zu ziehen, wobei die Kontakte Sp, <B><I>Pp,</I></B> und Vp geöffnet werden. Dadurch werden die Strom kreise der beiden Spulen Cv und Cz des Hilfsrelais sowie des Schützes Sjl,[ unterbro chen, wobei die Bremsvorrichtung aufhört zu wirken.
Damit keine. Unterregelung der Maschine unterhalb die Programmgeschwindigkeit ein tritt, ist erforderlich, dass die Steuerbremse in jenem Augenblick gelöst wird, da die Ge schwindigkeit auf den programmgemässen Wert abgesunken ist. Weil zwischen dem Zeitmoment des Abfallens des Überstromrelais .ATR und dem Lüften der Steuerbremse natur gemäss eine gewisse Zeit vergeht, da mehrere einzelne Elemente nacheinander arbeiten müssen, ist es nötig, dass das ÜberstromreIais NR jeweils schon wieder abfällt,
wenn der Strom im Ankerkreis des Tachometer-Gene- rators TG noch etwas über dem konstanten Nennwert liegt, um die Zeitkonstante zwi schen dem Fahrtsteuerorgan und den Brems backen auszugleichen. Dieses wird durch die Elemente Cn, Kp und NOI ermöglicht.
Im Ruhezustand der beiden Relais NR und PR, ist die Hilfsspule Cn des Überstromrelais NR, mittels des Ruhekontaktes Kp des Hilfsrelais RP, an die konstante Spannungsquelle<B>U</B> an- geschlossen. Dadurch entsteht bereits eine ma gnetische Wirkung auf den Anker des Über stromrelais NR, welche jedoch nicht genügt, zusammen mit der Wirkung der Spule Cp dieses Relais zum Anziehen zu bringen, so lange die Stromstärke im Ankerkreis des Ge- nerators TG den konstanten Nennwert nicht um einen zulässigen Höchstwert überschreitet.
Wenn aber das Überstromrelais NR und in der Folge auch das Hilfsrelais PR, angezogen haben, so ist der Ruhekontakt Kp des Hilfs relais offen. Die Speisung der Spule Cn er folgt dann über den Widerstand NO 1, der eine Abschwächung des von der Spule Cn hervor gerufenen Feldes verursacht, die gross genug ist, dass das Überstromrelais NR bei sinkender Stromstärke im Ankerkreis des Generators TG schon abfällt, bevor diese Stromstärke den kon stanten Nennwert erreicht. Durch Einstellen des Widerstandes<B>NO,</B> lässt sich das Verhältnis der Anzugsstromstärke zur Abfallstromstärke in der Hatiptwieldung Cp des Überstromrelais verändern und zur Erzielung eines Ausglei ches der genannten Zeitkonstante den Erfor dernissen entsprechend wählen.
Bei jenen Förderanlagen, wo insbesondere jeweils in der zweiten Hälfte des Auslaufens eine grössere Gesehwindigkeitsregelung ausreicht, lässt sich der Widerstand NO1 auch in Ab hängigkeit von der Bahn des Förderkorbes einstellen und so das Verhältnis von Anzugs und Abfallstromstärke stetig oder stufen weise ändern.
Die beschriebene Einrichtung hat gegen über den bisher bekannten Steuerungseinrich tungen den Vorteil, dass die Regelgenauigkeit der Fahrtgeschwindigkeit in Prozentwerten ausgedrückt immer die gleiche ist, z. B. 10 %, unabhängig davon, ob die Proggrammgeschwin- digkeit momentan hoch oder niedrig ist. Das Überstromrelais NR arbeitet stets unter den gleichen Bedingungen, da der im Ankerkreis des tachometrischen Generators TG fliessende Strom durch den Regelwiderstand RO stets auf einem konstanten Nennwert geregelt wird.
Weil das Überstromrelais NR durch das Feld der Hilfsspule Cn stets vormagne tisiert ist, kann eine verhältnismässig ge- ringe Änderung der Stromstärke gegenüber dem besagten konstanten Wert genügen, um das Überstromrelais zum Anziehen zu bringen, falls eine hohe Genauigkeit der Steuerung erzielt werden soll. Dasselbe liesse sich auch erzielen, wenn als Überstromrelais ein polarisiertes Relais verwendet würde. Dann müsste aber der Ankerstromkreis des Generators TG jeweils unpolarisiert werden, um das polarisierte Relais wieder zum<B>Ab-</B> fallen zu bringen.
Die beschriebene und dar gestellte Anordnung hat den Vorteil, dass weitere Mittel zum Umpolen des Generator- stromkreises und somit eine weitere Störungs quelle wegfallen.
Die beschriebene Einrichtung kann nicht nur zur Fahrtsteuerung bei StillsetzLing der .Antriebsmaschine der Maschine bei den Haltestellen, sondern auch zur Kontrolle der_ Höchstgesehwindigkeit im Verlaufe der gan zen Fahrt benutzt werden, also auch dort, wo an -und für sich keine Fahrtsteuerung zur Stillsetzung der Maschine erforderlich ist.
In diesem Falle ist der Hauptarbeitskontakt Pl) des Hilf-srelais PR, nicht mit dem Schütz SJI verbunden, sondern in den Stromkreis des Haltemagnetes der Sieherheitsbremse einge schaltet, und der Strombereieh des Überstrom- relais NR ist auf beispielsweise rund<B>15</B> 1/o vergrössert.. Wenn dann die Fahrtgeschwin digkeit irgendwann einmal um<B>15</B> % über den 1,öehst.zulässigen Weit steigen sollte, spricht die Einrichtung an und setzt die Sicherheits bremse in Tätigkeit.
Dadurch wird eine er höhte Betriebssieherheit gewährleistet, wobei es möglich wird, ohne einen kostspieligen Zentrifugalschalter auszukommen, durch wel- eben sonst bei Erhöhung der Geschwindigkeit clie Sicherheitsbremse in Tätigkeit gesetzt wird.
Es gibt nun aber auch Fälle, in welchen die Fördermasehine beim Stillsetzen während des Absenkens -unter Last nicht zusätzlich gebremst zu werden braucht, sondern auch während der Auslaufperiode jeweils noch einer weiteren, wenn auch verringerten Ener giezufuhr durell den Asynchromnotor bedarf. Dieser Fall kann dann eintreten, wenn die Summe aller inaktiven, bewegten Massen im Verhältnis zur Nutzlast klein ist, was z. B. bei Förderanlagen mit Koepescheibe (Treib- scheibe) oder mit leichten Trommeln zufolge des Gegengewichtseils auftreten kann.
Dann muss der asynchrone Antriebsmotor auch vährend des Auslaufens an das Netz ange schlossen bleiben, wobei durch Einschalten von Widerständen in den Ankerstromkreis des Antriebsmotors gesteuert wird. Das Ein schalten der Widerstände nach einem vor bestimmten Programm gestattet jedoch die Erzielung eines einwandfreien Auslaufens ge mäss den technischen Erfordernissen nicht, weil der Auslaui auch von der Grösse der jeweiligen Nutzlast und von der Temperatur der Rotorwiderstände usw. abhängig und daher nicht immer gleich ist.
Durch einen weiteren Ausbau der vorher beschriebenen Steuerungseinrichtung lassen sich auch diese Fälle einwandfrei beherrschen. Zu diesem Zweck schaltet man in den Anker stromkreis des tachometrisehen Generators TG ausser dem Überstromrelais JM noch die Hauptwicklung Cp eines Minimalstromrelais MR ein, dessen Arbeitskontakt Pm die Wiek- lung Cz eines Hilfsrelais PR2 an die kon stante Spannungsquelle U anschaltet. Der Haaptarbeitskontakt Pp des Hilfsrelais PR2 schaltet die Wicklung eines Schützes SS an das Wechselstromnetz XY an, welches Schütz zum Steuern eines Servomotors oder einer andern geeigneten Vorrichtung zum Einschal ten des Läuferwiderstandes am asynchronen Antriebsmotor der Fördermaschine dient.
Das Hilfsrelais PR2 besitzt einen Selbsthalte kontakt Sp sowie einen weiteren Arbeits kontakt Vp, der in Reihe mit einer Aus schaltespule Cv des Hillsrelais und einem Ruhekontakt Km des Minimalstromrelais IHR an die konstante Spannungsquelle U ange schlossen ist. Eine Hilfswicklung Cn des Mi nimalstromrelais MR ist mittels eines Ruhe kontaktes Kp des Hilfsrelais PR2 an die Spannungsquelle U angeschlossen, wobei ein einstellbarer Widerstand NO2 dem Ruhe- kontakt Kp parallel geschaltet ist.
<B>t</B> Die Wirkungsweise diese, zusätzlichen Einrichtung ist wie folgt, Wenn die tatsächliche Geschwindigkeit der Fördermaschine mit der programm gemässen Geschwindigkeit übereinstimmt, das heisst, wenn im Ankerstromkreis des tacho metrischen Generators TG die Stromstärke den konstanten Nennwert aufweist, so wirken die magnetischen Felder der beiden Wicklun gen Cp und Cn des Minimalstromrelais AIR einander so entgegen, dass das Relais nicht anzieht.
Sobald aber die Fahrtgeschwindigkeit der Maschine den Programmwert um einen ge wissen Prozentwert unterschreitet, zieht das Relais MR an, weil dann der Strom durch die Hauptspule Cp gesunken ist. Beim Schlie ssen des Arbeitskontaktes Pm kommt die Wicklung Cz des Hilfsrelais PR2 unter Span nung, so dass dieses anzieht und sich über den Kontakt Sp selbst hält, auch für den Fall, dass der Arbeitskontakt des Relais MR wieder öffnet.
Beim Anziehen des Hilfsrelais PR2 legt dessen Arbeitskontakt<B>Pp</B> das Schütz<B><I>SS</I></B> an das Wechselstroiknetz XY, wodurch die Vorrichtung zum Einschalten der Rotors widerstände beim Asynehrorimotor in Tätig keit gesetzt wird. Auf diese Weise erhöht sich wieder die Geschwindigkeit des Antriebs motors und damit der Fördermasehine. Beün Anziehen des Hilfsrelais PR2 wurde durch das Öffnen des Rahekontaktes Kp der Wider stand NO2 in den Stromli--reis der Feldwick lung Cn des
Minimalstromrelais JIR einge- ,schaltet und dadurch die magnetische Wir kung des Feldes verringert. Wenn zufolge der Gesehwindigkeitszunahme der Förder maschine der Strom im Ankerkreis des Gene- rators TG sich wieder dem konstanten Nenn wert nähert, fällt daher das Mlinimalstrom- relais MR wieder ab, bevor dieser Nennwert erreicht ist.
über den Ruhekontakt Kni des Minimalstromrelais und den jetzt noch ge schlossenen Arbeitskontakt Vp, des Hilfsrelais PR2 wird dessen Ausschaltspule Cv an Span- -nung gelegt, welche die magnetische Wirkung der Spule Cz zu ü-berwiegen vermag, so dass auch das HilIsrelais zwangsweise wieder ab- fällt, wobei das Schultz SS und die Spulen Cz und Cv des Hilfsrelais ausgeschaltet werden. Die Rotorwiderstände des Asynehronmotors werden somit wieder ausgeschaltet.
Die Zeit konstante zwischen dem Minimalstromrelais Lind der Schaltvorrichtung für die Rotor widerstände lässt sich durch passende Ein stellung des Widerstandes NO2 ausgleichen, indem durch Veränderung dieses Widerstan des das Verhältnis der Anzugsstromstärke in der Hauptwicklung Cp des Minimalstrom- relais verändert werden kann, ähnlich wie es im Zusammenhang mit dem Maximalstrom relais NR erläutert worden ist.
Es wäre möglich, mit Hilfe des Überstrom relais NR zu erreichen, dass bei einer Steige rung der Fahrtgeschwindigkeit über den Pro- trrammwert hinaus die Rotorwiderstände des Asynchronmotors automatisch abgeschaltet werden. Aus betriebliehen Gründen wird auf diese Massnahme<B>j</B>edoch gewöhnlich verzichtet, weil so ein ruhiger Verlauf der Geschwindig keit erzielt wird und eine Bremsung der Ma schine ohnehin beim Überschreiten einer be stimmten Geschwindigkeit mit Hilfe des Über stromrelais herbeigeführt wird.
Die beschriebene Einrichtung mit Mini- malstromrelais kann auch dann verwendet werden, wenn beim Stillsetzen der Förder maschine stets ein negatives Belastungs moment der Maschine vorhanden ist, das heisst, wenn stets eine, zusätzliche Bremsang erforderlich ist. Dann schliesst man den Hauptarbeitskontakt PP des Hilfsrelais PR2 vorzugsweise parallel an die Kontakte im Steuerkreis desjenigen Sehützes an, der die Statorwicklung des Asynchronmotors in an sich bekannter Weise zu Beginn des Aus laufens vom Netz abschaltet. Auf diese Weise wird erreicht, dass beim Absinken der Fahrt geschwindigkeit unterhalb den Programm wert der genannte Schütz und damit der An triebsmotor wieder eingeschaltet wird, um eine Erhöhung der Fahrtgeschwindigkeit herbeizuführen.
Dann wird die Förder- masehine sowohl bei einer Geschwindigkeits steigerung über den Programmwert durch die Wirkung der Bremse als auch bei einer Ge- schwindigkeitsabnahme unterhalb den Prö- grammwert durch die Wirkung des Antriebs motors geregelt und so gesteuert, bis zum ,vollständigen Stillstand an den Haltestellen cles Förderkorbes.
Für den Fall, dass der Regelwiderstand Ro, wie erwähnt, ausser beispielsweise mit dem Tiefenzeiger der#Schaeht-Fördermas-eliine auch mit dem Steuerhebel gekoppelt ist, entspricht jeder Stellung des Steuerhebels eine be stimmte Progranungesehwindigkeit, die von der Maschine mit Hilfe der besehriebenen Steuerungseinrichtung selbsttätig. eingehalten wird, sei es dureh die Wirkung der Bremse, sei es durch Einschalten der Rotorwider- stände oder des Motors.
Die Bedienung der Fördermaschine mit einem Asynchronmotor ist dann die gleiche, wie wenn ein Gleieh- strom-Antriebsmotor vorhanden wäre. Der Maschinist kann dann die Fördermasehine während des gesamten Arbeits7ykl-uisses bloss mittels des Steuerhebels beherrschen, da er durch eine entsprechende Bewegung des Steuerfiebels jeweils eine neue Programm geschwindigkeit wählen kann, entgegen der von der Bahn des Förderkorbes abgeleiteten Pro,grammgesehwindigkeit. Durch Zurück ziehen des Steuerhebels gegen die 'Nullage lässt sich so die Maschine verlangsamen und ,
durch weiteres Ausschwenken des Steuer hebels jedoch beschleunigen.