Papieraufklebeapparat. Die vorliegende Erfindung bezieht sieh auf einen Apparat zum Aufkleben von gum mierten Papieren, wie Briefmarken, Etiketten, Postadressen usw. Die Erfindung bezweckt, einen Apparat zu schaffen, mit dem das Be feuchten und Aufkleben der gummierten Pa piere vorgenommen werden kann, ohne dass es notwendig ist, diese mit den Fingern zu be rühren.
Der erfindungsgemässe Apparat ist dadurch gekennzeichnet, dass er nach Art einer Kolbenluftpumpe ausgebildet ist, deren Zylinder an dem der Kolbenstange abge wandten Ende eine Öffnung aufweist, durch welche bei einer des Kolbens die Luft aus dem Zylinder entwei chen kann, während bei einer Expansions bewegung des Kolbens dadurch ein Unter druck erzeugt wird, dass das Eindringen von Luft in den Zylinder durch ein vor die Öff nung gebrachtes Papier verhindert wird, der art, dass dieses Papier durch den Unterdruck für die Dauer des Befeuehtungs- und Auf klebevorganges gehalten werden kann.
Um mit dem Apparat arbeiten zu können, ist es bei perforierten Papieren, wie zum Beispiel Brief marken, erforderlich, diese vorher in Einzel exemplare zu trennen. Ein Ausführungsbei spiel des Erfindungsgegenstandes ist in der Zeichnung dargestellt.
Wie aus der Zeichnung ersichtlich, ist der Apparat prinzipiell nichts anderes als eine Kolbenluftpumpe, deren Kolben 9 in einem Zylinder 11 verschiebbar ist, in dessen der Kolbenstange abgewandten Ende der mit dem Loch 16 versehene Gummizapfen 11 hinein gepresst ist. Dieser Gummizapfen 14 weist auf der untern Seite eine Fläche auf, welche etwas über das Rohr 11 hinaus vorsteht. Zwi schen Gummizapfen 14 und Rohr 11 muss eine luftdichte Verbindung bestehen. Am untern Ende des Rohres 11 ist das Plättchen 15 fest gelötet, in der Folge als Fuss bezeichnet. Der Fuss 15 muss in der Länge und Breite je etwa 5 mm kleiner sein als das aufzukle bende Papier.
Das mit einer Bohrung verse hene Scheibchen 13, das von unten her auf drei in das Rohr 11 gepressten Nocken 12 auf liegt, verhindert das Hineinrutschen des GTummizapfens 14 in das Rohr 11. Der Fuss 15 ist notwendig, um dem Papier beim Be feuchten eine stabile Auflage zu geben und zum Aufkleben des Papiers. Am obern Ende des Rohres 11 ist der Deckel 7 angebracht, der von den Nocken 8, welche in die entsprechen den Bohrungen des Rohres 11 eingreifen, in seiner Lage festgehalten wird. Auf den Bolzen 4 ist der Griff 1 aufge schraubt. Am untern Ende des Bolzens 4 ist der Kolben 9 durch die Schraube 5 mit Feder ring 6 aufgeschraubt.
Der untere Teil des Kolbens 9 trägt. die Manschette 10, welche einen luftdichten Abschluss zwischen Kolben 9 und Zvlinderinnenwand gewährleistet. Zwi schen dem Deckel 7 und dem 'Bund 17 des Bolzens 4 ist die Feder 3 angebracht, welche mit. ihren beiden Enden in die Vertiefungen 18 eingreift, so dass ein Verdrehen des Kol- bens 9 gegenüber dem Rohr 11 verhindert wird.
Will man ein Papier aufkleben, so ergreift man den Apparat am Griff 1 und setzt ihn so auf das Papier, dass die untere Fläche des Gummizapfens 14 auf dem Papier anfliegt derart, dass das Papier rings um den Fuss 15 gleichmässig hervorschaut. Durch Drücken auf den Griff 1 wird der Kolben 9 im Rohr 11 nach unten bis an den Ring 13 geschoben und die Luft durch das Loch 16 gepresst. Gleich zeitig wird die Feder 3 zusammengepresst. Hebt man nun den Druck auf den Griff 1 auf, so wird der Kolben 9 im Rohr 11 durch die sich wieder entspannende Feder 3 nach oben geschoben. Da nun bei der Aufwärts bewegung des Kolbens 9 das Papier, auf das der Apparat gesetzt ist, das Loch 16 gegen von unten ins Rohr 11 eindringende Luft. ab schliesst, so entsteht im Rohr 11 ein Unter druck. Durch den auf diese Weise erzeugten Unterdruck bleibt das Papier am Gummi 14 haften.
Nun kann das Papier befenehtet wer den, indem es mit der gummierten Unterseite gegen einen Schwamm gedrückt wird. Wird darauf das Papier mit der befeuchteten Un terseite gegen einen Gegenstand (Kuvert, Paket usw.) gedrückt, so bleibt es auf dem betreffenden Gegenstand kleben. Bei der Ver wendung des Apparates wird allerdings nur ein Teil des Papiers aufgeklebt. Da es aber auf der ganzen gummierten Unterseite genetzt ist, braucht es nur mit der Hand oder einem Gegenstand vollständig festgedrückt zu wer den. Damit ist der Zweck der Erfindung er reicht. Das Papier muss beim Netzen und Auf kleben nicht in die Hände genommen werden, und die nassen und klebrigen Finger können vermieden werden.
Es ist klar, dass die Abdichtung des Rohr innern, insbesondere gegen von unten her ein dringende Luft, nicht vollkommen sein kann, doch ist die Aufrechterhaltung des Unter druckes auch nur während der kurzen Zeit spanne des Befeuchtungs- und Aufklebevor ganges notwendig.